Zurück ins Feld

Auch wenn der letzte Beitrag ankündigte, jetzt die ersten Interviews auszuwerten, geht es doch wieder zurück ins „Feld“. Die Auswertung ist noch nicht abgeschlossen, aber jetzt werden aufgrund erster Ideen und Ergebnisse weitere Erfahrungen und Erzählungen gesucht, welche die bisherigen Erkenntnisse ergänzen oder vertiefen. Auswertung und die Erhebung neuer Interviews gehen also Hand in Hand und laufen für die kommenden Wochen parallel.

Wir suchen wieder nach Menschen, die uns ihre Geschichte über ihr bürgerschaftliches Engagement erzählen wollen. Wir interessieren uns für Erzählungen zu einem Engagement, welches aus unterschiedlichsten Gründen heute nicht mehr ausgeübt wird. Wichtig ist uns, dass dieses Engagement im Bereich der Wohlfahrtspflege geleistet wurde. Das heißt: entweder bei einem der klassischen großen Träger der Freien Wohlfahrtspflege oder aber in einem Arbeitsbereich, der die Fürsorge für Andere und deren Wohlergehen im Blick hat. Nicht gemeint sind Engagements im Sportverein oder im Kulturbereich.

Besonders interessiert uns, ob es Besonderheiten der Engagementbeendigung gibt, wenn die ehemaligen Engagierten einen Migrationshintergrund haben bzw. dieser ihnen zugeschrieben wird.

Sollten Sie sich mal im Wohlfahrtsbereich engagiert haben und dies heute nicht mehr tun, aber Interesse haben, davon zu erzählen, dann melden Sie sich bitte bei uns. Wir können gerne ein erstes unverbindliches Vorgespräch vereinbaren.

Interviews führen wir an einen für Sie passenden Termin durch. Wir kommen in Ihre Stadt. Angaben zu Ihrer Person, Ihrer Tätigkeit und Ihren Kontaktpersonen im Engagement werden gemäß des Datenschutzes und der wissenschaftlichen Standards anonymisiert.

Was ist ein Engagement? Was sind Wohlfahrtsverbände?

Ich war kürzlich zu Gast in mehreren Sprachkursen auf den Niveaus B1 und B2. Das waren angenehme Treffen mit sehr netten Menschen. Für mich war dabei lehrreich, dass wir in unserem Forschungsprojekt Begriffe verwenden, die nicht selbstverständlich sind. Da dieses Blog nun vor allen Dingen der Kommunikation mit Interessierten an den Interviews dient, möchte ich in diesem Blogeintrag zwei Begriffe genauer erläutern: den Begriff des Engagements und den Begriff des Wohlfahrtsverbandes.

Zum Begriff des bürgerschaftlichen Engaments oder auch des Ehrenamtes – ich verwende die Begriffe im Text ohne Unterschiede zu machen, streng genommen ist das aber nicht dasselbe – möchte ich hier keine sonderlich akademische Definition vorschlagen. Ehrenämtler oder Engagierte sind Menschen, die ohne ein festes Entgelt oder eine feste Bezahlung eine Aufgabe übernommen haben und diese regelmäßig ausüben. Ein bürgerschaftliches Engagement ist es daher, da es für die Bürgerschaft ausgeübt wird, also eine gewisse Öffentlichkeit erreicht. Für unser Forschungsprojekt suchen wir entsprechend nicht Menschen, die zuhause freiwillig eine Aufgabe übernommen haben (etwa freiwillig für die Familie einkaufen). Sondern wir suchen diejenigen, die diese Aufgabe außerhalb ihres privaten Haushaltes übernehmen, etwa, indem sie ohne Bezahlung regelmäßig für eine bestimmte Gruppe die Einkäufe erledigen. Um diesen Begriff des Ehrenamtes bzw. des Engagements gibt es bereits sehr viel Forschung und auch eine enorme Aufmerksamkeit. Engagement wird oft gefordert. Viele glauben, dass das Zusammenleben besser und einfacher wird, wenn möglichst Viele etwas freiwillig für Andere tun. Das mag so sein – genau wissen wir das nicht. Aber deswegen forschen wir nicht über Ehrenamt und Engagement. Vielmehr stellen wir in den Interviews fest, wie viel Leidenschaft und Freude häufig mit dem Ehrenamt oder dem freiwilligen Engagement verbunden ist. Vielen freiwillig Engagierten ist ihr Engagement wichtig. Durch diese emotionale Bindung zum eigenen Tun entstehen meist spannende Erzählungen.

Ein Wohlfahrtsverband ist zunächst mal eine Organisation, in dessen Rahmen etwas für Andere getan wird (es geht also um Soziales). Wohlfahrtsverbände bieten in ihren Einrichtungen auch an, eine Aufgabe zu übernehmen. Manchmal vermitteln sie auch Engagementplätze. Wohlfahrtsverbände spielen aus vielerlei Gründen in Deutschland eine besondere Rolle für das Zusammenleben.

Die Menschen in den Sprachkursen hatten selbst einen Wohlfahrtsverband unmittelbar vor Augen, denn sie saßen in den Räumlichkeiten der Diakonie. Andere bekannte Wohlfahrtsverbände sind die Caritas, die AWO, das Deutsche Rote Kreuz, der Paritätische (plus die vielen kleineren Vereine und Gruppen, die sich hierunter versammeln) oder die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland. In diesem Forschungsprojekt interessiert uns Engagement, welches bei diesen Trägern ausgeübt wurde oder zumindest in Tätigkeitsfeldern, die auch von diesen Trägern bearbeitet werden, also etwa Kranken- oder Altenpflege, Kinder- und Jugendarbeit, Nachbarschaftsarbeit, …

 

Auswertungsphase gestartet

Mittlerweile sind die ersten Interviews geführt – den Gesprächspartnerinnen und -partnern hierfür noch mal ein herzliches Dankeschön. Einige Interviews konnten sogar bereits verschriftet werden, sodass wir nun parallel in die Auswertung eingestiegen sind. Auswertung meint das sehr genaue Lesen der Verschriftlichungen und das Vergleichen einschläger Passagen zwischen den Interviews. Ausgewertet werden die Interviews vom gesamten Forschungsteam. Dabei wirft die Auswertung auch Fragen auf, die sich vielleicht nur mit neuem Interviewmaterial, etwa spezifischen Erfahrungen in einem speziellen Engagementbereich, beantworten lassen.

Daher geht die Suche nach Interviewpartnern weiter, in neuen Städten mit neuen Ansprechpartnern und Multiplikatoren. Vielleicht stoße ich ja in diesem Kontext auch auf Sie.

Am Borsigplatz

Eine der vielen schönen Seiten unseres Forschungsprojektes ist die Möglichkeit, im Verlauf der Datenerhebung die unterschiedlichsten Städte Nordrhein-Westfalens kennenzulernen. Hierbei treffen wir auf ganz verschiedene Typen und Szenen. Davon soll in diesem Blog auch die Rede sein, insbesondere wenn – wie derzeit gerade – ein längerer Text auf sich warten lässt.

In dieser Woche waren wir etwa auf Erkundungstour in der Dortmunder Nordstadt. Dabei waren wir zufälligerweise für eine Wegstrecke mit einem potentiellen Multiplikator aus dem Wohlfahrtsbereich unterwegs. Dabei entwickelte sich folgender Dialog:

Multiplikator: Und hier kommen wir nun zum berühmten Borsigplatz. Hier wurde 1909 der Ballspielverein Borussia gegründet.

Wir: Ja, das ist uns bewusst. Wir haben dafür heute auch extra schwarz-gelbe Flyer mitgebracht.

Multiplikator: Das ist mir auch schon positiv aufgefallen. Aber wir sollten dem Thema schon mit dem notwendigen Ernst begegnen.

An dieser Stelle wird mal wieder deutlich, welche Gültigkeit noch immer die Bemerkung des britischen Fußballers und -trainers Bill Shankly hat, dass es beim Fußball um weit mehr geht, als nur um Leben und Tod.

(Ob wir auch in den anderen Fußballhochburgen des Landes Flyer in der stadttypischen Farbkombination mitbringen können, wissen wir nicht. Wir werden in der Regel nur eine schwarz-weiße Standardausführung haben – um im Bild zu bleiben: die Version Wattenscheid 09 – und bitten daher die vielen hilfsbereiten und netten Multiplikatorinnen und Multiplikatoren um eine farbige/ farbenfrohe Weiterempfehlung.)

 

Warum suchen wir insbesondere ehemalige Engagierte mit Migrationshintergrund?

Die letzten Beiträge haben die Erhebungsmethode, das Engagement und das Abbrechen behandelt. Nun bleibt weiterhin zu klären, warum wir schwerpunktmäßig Menschen mit Migrationshintergrund befragen wollen. Was ist hier unsere Absicht und was erwarten wir?

Zunächst sind wir uns bewusst, dass wir hier mit einer Setzung, einem Konstrukt arbeiten. Konstrukte gibt es im sozialen Alltag immer wieder, weil sie Komplexitäten handhabbar machen sollen. Der Begriff des Migrationshintergrundes ist zum Beispiel ein Begriff des statistischen Bundesamtes, der sich mittlerweile seit über 10 Jahren auch außerhalb der Statistik in der Kommunikation durchgesetzt hat. In unserem Forschungsteam verwenden wir den Begriff mit einer gewissen Skepsis. Viele Multiplikatoren melden sich bei uns zurück und fragen, ob nicht auch die Migration aus Berlin oder Bayern ins Ruhrgebiet eine Migration sei – und tatsächlich stimmt das ja auch.

Wir gehen nicht davon aus, dass es notwendigerweise eine Differenz im Handeln gibt, je nachdem, woher ein Mensch kommt. Wir denken nicht, dass die Menschen nur anhand eines Merksmals beschreibbar sind. Vielmehr gehen wir davon aus, dass diese Merkmale auch in sich wieder total divers sind. Wie gesagt, häufig sind Merkmale eben Zuschreibungen von Anderen, ohne dass sie für die Person Geltung haben, die so beschrieben wird. Aber genau an diesem Sachverhalt lohnt es sich, weiterzuforschen: Wir beforschen bürgerschaftliches Engagement als Zugang zu einer Bürgergesellschaft im Rahmen einer Migrationsgesellschaft. Nicht allen Menschen ist der Zugang zum Status des (Staats)Bürgers gleich möglich. Wer also etwas über die Migrationsgesellschaft erfahren will, der muss die unterschiedlichen Geschichten in ihr erheben und rekonstruieren, um dann anschließend auch profunde Aussagen über (möglicherweise unerwartbare) Zusammenhänge von biografischen Erfahrungen und Engagementhandeln machen zu können.

Was ist eigentlich ein Engagementabbruch und warum interessieren wir uns dafür?

Manchmal werden wir gefragt, was wir den eigentlich damit meinen, wenn wir Engagementabbrüche beforschen. Was soll ein Abbruch sein? Bisher wurden in den Interviews ganz unterschiedliche Formen und Motive genannt: Unzufriedenheit aufgrund einer fehlenden materiellen Anerkennung, Ausgrenzung (auch aufgrund von Herkunft, Glaube und Aussehen), Ende eines Engagementangebots, der Verdacht, als EngagierteR bloß Lückenbüßer zu sein sowie die Unzufriedenheit mit der professionellen Begleitung der eigenen Arbeit. Hinter diesen Erzählungen liegen sicherlich noch weitere und auch komplexere Erfahrungen – eine abschließende Definition, was ein Abbruch genau ist, haben wir also nicht. Deswegen erwarten wir in den Interviews nicht immer wieder die gleichen Geschichten. Vielmehr wollen wir in unserer Forschungsarbeit verschiedene typische Verläufe und Konstellationen des Abbrechens herausarbeiten. Und was machen wir damit?

Das Thema Engagement ist in vielerlei Hinsicht seit Jahren Gegenstand politischer und öffentlicher Behandlung. Andere Forscherinnen und Forscher interessieren sich dabei insbesondere für die Motivationen, mit denen sich Menschen für eine Sache freiwillig und unentgeltlich engagieren. Wir finden diesen Aspekt ebenfalls sehr interessant, wollen aber mit der Untersuchung von Abbrüchen auch etwas ganz anderes verstehen. Uns interessiert, wie in dem Prozess der Beendigung eines Engagements eigentlich die persönlichen Auseinandersetzungen zwischen Engagierten und ihren Engagementstellen aussehen, welche Sicht die Engagierten auf ihre Aufgabe (noch) haben und durch was eine Veränderung erzielt wurde? Oftmals fokussieren sozialwissenschaftliche Studien bloß eine Motivstruktur bei den Engagierten selbst, wenn sie erklären wollen, warum es ein freiwilliges Engagement gibt. Uns ist diese Sichtweise – verkürzt gesagt – zu einfach, weil sie lediglich Einzelne und deren jeweilige Ausstattung mit verschiedenen Kompetenzen und Handlungsressourcen betrachtet.

Neben dieser theoretischen Perspektive gibt es aber auch eine ganz praktische: Wem kommt unser neu gewonnenes Wissen zugute? Wir sind sehr darum bemüht, Wissen, welches im Austausch mit Akteuren der Praxis entsteht, auch direkt wieder in die Praxis zurück zu geben. Deswegen betreiben wir diesen Blog und deswegen wollen wir auch im Verlauf des Forschungsprojektes kleinere Workshops mit Akteuren aus der Praxis veranstalten. Insgesamt geht es uns weniger darum, den Einsatz von Engagierten im Wohlfahrtsbereich zu optimieren und die durchschnittliche Dauer eines Engagements zu verlängern. Vielmehr geht es uns um eine Diskussion gegenseitiger Betrachtungen, Wertschätzungen und Ansprüche.

Nachtrag 11.12.2014: Mittlerweile wurden mehrere Interviews geführt, bei denen sich kein einheitlicher Verlauf der Beendigung eines Engagements gezeigt hat. Statt des harten Begriffs „Abbruch“ wäre es entsprechend sinnvoller, in Zukunft von Engagementbeendigung zu sprechen, auch wenn dies vielleicht den Gegenstand der Engagement-Unterbrechung nicht wirklich zu fassen vermag. Aber an diesen Überlegungen zeigt sich die Sinnhaftigkeit der hier beworbenen und reflektierten Forschung: Es gibt diverse Formen der Unterbrechung und Beendigung von Engagement, wie sie aber miteinander in Verbindung stehen und durch was sie jeweils konkret gekennzeichnet sind, das ist noch wenig reflektiert.

Was meint eigentlich „Interview“?

Im letzten Blogbeitrag habe ich bereits geschrieben, dass uns in diesem Forschungsprojekt der Alltag der Engagementarbeit interessiert. Heute möchte ich diesen Aspekt vertiefen, weil die Rückmeldung einiger InterviewkandidatInnen zeigte, dass eine gewisse Unsicherheit darüber besteht, was eigentlich Thema des Interviews ist und wie dieses abläuft. Was also meinen wir, wenn wir zur Teilnahme an einem Interview aufrufen?
Für uns bedeuten Interviews zunächst persönliche Treffen, bei denen Sie als (ehemalige) Engagierte Zeit und Raum bekommen, um von Ihren Erfahrungen zu berichten. Es gibt hierbei keine Vorstrukturierung von unserer Seite im Sinne eines ausführlichen Fragebogens. Vielmehr ist es Ihre Geschichte, die wir aufnehmen wollen und die anschließend mit den vielen anderen Geschichten ausgewertet wird.
Für uns sind die Zusammenhänge, die zu einem Abbruch geführt haben bedeutsam. Dabei geht es in keinem Fall um Motive oder Rechtfertigungen hinsichtlich des Engagementabbruchs. Dies ist für unsere Forschung nachrangig. Es ist auch keineswegs unser Ziel, Sie zu einer Wiederaufnahme des Engagements zu bewegen.
Vielleicht fragen Sie sich nun, wie wir eigentlich eine neue Erkenntnis gewinnen können, wenn wir uns nur Geschichten erzählen lassen? Wo ist da die konkrete Information, die wir später wieder weitergeben können? Erst nach vielen Erzählungen haben wir ausreichend Material, um Vergleiche anstellen zu können, Ähnlichkeiten und Unterschiede in den berichteten Geschichten festzustellen und diese mit den jeweiligen persönlichen Hintergründen abzugleichen. Erst da bekommen wir eine Idee, warum hier Dieses sinnvoll war und dort Jenes. So kommen wir nach und nach an so etwas wie typische Muster und verdichten unser Wissen über Engagementabbrüche und ob bzw. wie dies alles mit dem Thema Migration zusammenhängt.
Um dies aber so umsetzen zu können, werden wir zum Interviewtermin mit einem Aufnahmegerät erscheinen und Ihre Geschichte aufzeichnen. Diese Aufnahme wird anschließend abgetippt und anonymisiert. Für die gesamte Verarbeitung sichern wir Ihnen Anonymität und Verschwiegenheit zu, so dass niemand außerhalb des Interviewkontextes Ihre Geschichte in Verbindung mit Ihrem Namen bringen kann. Auch das ist wichtig, einerseits weil es der Datenschutz verlangt und andererseits, weil Sie sicher sein sollen, dass Ihnen kein Nachteil aus Ihrer Erzählung entsteht. Schließlich geht es uns – bei allem Interesse an Ihrer Geschichte – nicht um Sie als Person, sondern um ein zusätzliches Wissen über den Prozess des Engagementabbruchs, wie Sie ihn eben erlebt haben.

Interviewphase gestartet

Im August gingen in Nordrhein-Westfalen die Sommerferien zu Ende, somit konnte in den Schulen, Büros, Heimen und Vereinen der Alltag wieder beginnen. Viele Menschen sind aus dem Urlaub an ihre gewohnten Orte zurückgekehrt und haben ihre routinierten Tagesabläufe wieder. Im August haben wir auch mit unserer ersten Interviewphase begonnen. Und weiterhin gilt: Wir suchen für unser Forschungsprojekt noch Menschen, die von Ihrem freiwilligen Engagement erzählen, welches sie nun aus irgendeinem Grund nicht mehr ausführen. Sollten Sie oder eine Ihnen bekannte Person sich im Bereich der Wohlfahrtspflege engagiert haben, laden wir Sie weiterhin ein, mit uns in Kontakt zu treten und Ihre Erfahrung mit uns zu teilen!

Die bisherigen Interviews für dieses Projekt haben ganz unterschiedliche Geschichten hervorgebracht. Welche dies sind, werden wir zu einem späteren Zeitpunkt an dieser Stelle und in einigen Fachpublikationen erörtern. Für die kommenden Interviews erwarten wir, dass wir noch auf ganz andere Erzählungen und Konstellationen stoßen, als dies bisher der Fall war. Von verändertem Interesse in der Freizeitgestaltung über eine spezifische Unzufriedenheit bis zu Zeitnot und anderen Konflikten ist Vieles denkbar. Egal welche Geschichte es ist: uns interessiert Ihre Geschichte, weil sie einen Teil der alltäglichen Wirklichkeit darstellt. Um also ein umfassendes Bild über den Alltag freiwillig Engagierter zu erhalten, brauchen wir Ihre Geschichte!

Engagiert – aufgehört – gesprächsbereit? Die Universität Siegen sucht Interviewpartner!

Wir suchen Personen, die schon einmal freiwillig engagiert waren und nach einiger Zeit ihr Engagement wieder aufgegeben haben. Uns interessiert, wie Menschen mit Migrationshintergrund ihre freiwillige Mitarbeit in einer deutschen Organisation erleben. Wie offen sind diese Organisationen für Freiwillige mit Migrationshintergrund? Das möchten wir mit unserer Forschung näher beleuchten.
Deswegen suchen wir Menschen mit und ohne deutschen Pass, die an ganz unterschiedlichen Stellen aktiv waren (z. B. in einem Altenheim, Kinderhaus, Krankenhaus). Speziell interessiert uns die Mitarbeit im Rahmen eines Wohlfahrtsverbands. Das Alter oder die Ausbildung spielen keine Rolle. Falls Sie solche Menschen kennen, leiten Sie doch bitte unsere Anfrage an diese weiter!
Falls Sie selber in einer deutschen Organisation ehrenamtlich aktiv waren, würden wir uns sehr freuen, wenn Sie uns von Ihren Erfahrungen erzählen. Der Zeitaufwand für derartige Interviews beträgt etwa zwei Stunden. Wir kommen in Ihre Stadt, gerne auch zu einem unverbindlichen Vorgespräch. Sämtliche Angaben im Interview über Sie oder Ihre Tätigkeit werden anonymisiert. Ihre Erfahrungen sind sehr wichtig, um zu verstehen, wie Zusammenarbeit im ehrenamtlichen Engagement funktioniert und welche Hindernisse überwunden werden müssen. Bitte rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns!
Die Interviews führt Andreas Kewes durch. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Siegen. Sie erreichen ihn unter 01520-3880089 sowie Andreas.Kewes[at]uni-siegen.de.