{"id":13,"date":"2020-05-11T12:40:54","date_gmt":"2020-05-11T10:40:54","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/?page_id=13"},"modified":"2022-07-04T11:46:17","modified_gmt":"2022-07-04T09:46:17","slug":"projekt","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/projekt\/","title":{"rendered":"Projekt"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Terminus <strong>Paratext<\/strong> bezeichnet gemeinhin Textsorten oder -elemente, die einen Basis- bzw. Haupttext flankieren, erg\u00e4nzen oder kommentieren, dabei \u00fcberwiegend von dessen Autor*in selbst stammen oder von dieser bzw. diesem autorisiert wurden. Unterscheiden lassen sich dabei <strong>Peritexte<\/strong>, die wie Vorwort, Motto oder Gattungsbezeichnung medial an ihren Verweistext gebunden sind, und <strong>Epitexte<\/strong>, die wie Interviews, Briefe oder Tagebucheintr\u00e4ge in der Regel in materieller Entfernung zu dem Text erscheinen, auf den sie sich beziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das als <strong>Kooperation<\/strong> zwischen der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.uibk.ac.at\/projects\/epitexte\/\" target=\"_blank\">Universit\u00e4t Innsbruck<\/a> und der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.uni-siegen.de\/phil\/germanistik\/forschung\/forschungsprojekte\/?lang=de\" target=\"_blank\">Universit\u00e4t Siegen <\/a>konzipierte und vom <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/pf.fwf.ac.at\/de\/wissenschaft-konkret\/project-finder?search%5Bwhat%5D=formen+und+funktionen+auktorialer+epitexte&amp;search%5Bpromotion_category_id%5D%5B%5D=&amp;search%5Bcall%5D=&amp;search%5Bproject_number%5D=&amp;search%5Bdecision_board_ids%5D=&amp;search%5Bproject_title%5D=&amp;search%5Blead_firstname%5D=&amp;search%5Blead_lastname%5D=&amp;search%5Bresearch_place_kind%5D%5B%5D=&amp;search%5Binstitute_name%5D=&amp;search%5Bstart_date%5D=&amp;search%5Bend_date%5D=&amp;search%5Bgrant_years%5D%5B%5D=&amp;search%5Bstatus_id%5D=&amp;search%5Bscience_discipline_id%5D=&amp;search%5Bper_page%5D=10#search-results\" target=\"_blank\">FWF<\/a> und der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/gepris.dfg.de\/gepris\/projekt\/425796101?context=projekt&amp;task=showDetail&amp;id=425796101&amp;\" target=\"_blank\">DFG<\/a> gef\u00f6rderte Forschungsvorhaben untersucht im Anschluss an das Vorl\u00e4uferprojekt <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.uibk.ac.at\/projects\/paratexte\/\" target=\"_blank\">Zur Funktion auktorialer Paratexte f\u00fcr die Inszenierung von Autor*innenschaft<\/a>, welches sich exemplarisch mit der Zeit um 1800 sowie der Klassischen Moderne besch\u00e4ftigte, verschiedene Formen von Epitexten und ihre Funktionen im literarischen Feld der Gegenwart. Das impliziert nicht nur eine literarhistorische Verlagerung, sondern auch die Ber\u00fccksichtigung ver\u00e4nderter kultureller, \u00f6konomischer und vor allem medialer Bedingungen. So besteht das zugrundeliegende Textkorpus nicht mehr \u2013 wie noch beim Vorg\u00e4ngerprojekt \u2013 ausschlie\u00dflich aus <strong>schriftlichen Quellen<\/strong>, sondern partiell auch aus <strong>audiovisuellem Material<\/strong>. Denn auktoriale Epitexte wie Interviews oder Literaturpreisreden finden sich seit einiger Zeit auch auf YouTube und anderen Kan\u00e4len. Nicht nur in medientechnischer Hinsicht ist dabei von der Annahme auszugehen, dass sich Formen und Funktionen auktorialer Epitexte aktuell ausdifferenzieren, sich das epitextuelle Spektrum mithin erweitert und f\u00fcr die Gegenwartsliteratur signifikant an Bedeutung gewinnt, wobei es sich ersichtlich nicht auf die notorisch gewordene Rolle des \u201aBeiwerks\u2018 reduzieren l\u00e4sst. Vielmehr ist zu fragen, inwiefern das literarische Werk zunehmend Anlass und Kulisse f\u00fcr epitextuell realisierte <strong>Inszenierungen von Autor*innenschaft<\/strong> bietet.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Zusammenh\u00e4nge exemplarisch auf der Basis eines fest umrissenen Quellenkorpus theoriegeleitet und materialges\u00e4ttigt zu untersuchen, ist das Ziel unseres Vorhabens, das wir zu diesem Zweck in <strong>drei Arbeitspakte<\/strong> gliedern. Neben den im Rahmen von <a href=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/projekt\/performative-epitexte\/\">Autor*innenlesungen<\/a> und <a href=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/projekt\/ritualisierte-epitexte\/\">Literaturpreisverleihungen<\/a> zun\u00e4chst m\u00fcndlich ge\u00e4u\u00dferten Epitexten liegt der Fokus auch auf den proliferierenden <a href=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/projekt\/fingierte-epitexte\/\">Varianten fingierter Epitexte<\/a>, die Paratextualit\u00e4t zum Teil eines \u00e4sthetischen Spiels werden lassen, welches die Grenze von Text und Paratext produktiv \u00fcberschreitet \u2013 und gleichzeitig aufs Neue markiert.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">Arbeitspakete<\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/projekt\/fingierte-epitexte\/\">Fingierte Epitexte<\/a><br>als poetisches Programm<br>(Innsbruck)<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/projekt\/performative-epitexte\/\">Performative Epitexte<\/a><br>bei Lyriklesungen<br>(Siegen)<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-right\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/projekt\/ritualisierte-epitexte\/\">Ritualisierte Epitexte<\/a><br>bei Literaturpreisen<br>(Innsbruck)<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/projekt\/#top\">\u2191<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Terminus Paratext bezeichnet gemeinhin Textsorten oder -elemente, die einen Basis- bzw. 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