{"id":16,"date":"2020-05-11T12:40:54","date_gmt":"2020-05-11T10:40:54","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/?page_id=16"},"modified":"2022-10-03T10:24:51","modified_gmt":"2022-10-03T08:24:51","slug":"workshop","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/workshop\/","title":{"rendered":"Workshops"},"content":{"rendered":"\n<hr>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">Tagung\u2217 <a href=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/workshop\/#WS3\">Workshop III<\/a>\u2217<a href=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/workshop\/#WS2\">Workshop II<\/a> \u2217<a href=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/workshop\/#VAT\">Arbeitstreffen<\/a> \u2217  <a href=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/workshop\/#WS1\">Workshop I<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"Tag\">Tagung<\/h3>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">\u201eIrgendwo au\u00dferhalb des Buches\u201c? \u2013 \u00dcber Formen und Funktionen auktorialer Epitexte im literarischen Feld der Gegenwart<\/h5>\n\n\n\n<p>20.9.\u201322.9.2022 an der Universit\u00e4t Innsbruck<\/p>\n\n\n\n<p>Im September 2022 fand in Innsbruck die von unserem Projekt-Team organisierte, internationale Tagung <a href=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/tagung\/\"><em><u>\u201eIrgendwo au\u00dferhalb des Buches\u201c? \u2013\u00a0\u00dcber Formen und Funktionen auktorialer Epitexte im literarischen Feld der Gegenwart<\/u><\/em><\/a> statt. Die Veranstaltung wurde erm\u00f6glicht und gro\u00dfz\u00fcgig unterst\u00fctzt von FWF und DFG sowie dem Vizerektorat f\u00fcr Forschung, dem International Relations Office und der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Innsbruck. Zu unserer gro\u00dfen Freude konnte die Veranstaltung den geltenden Covid-19-Richtlinien entsprechend in Pr\u00e4senz abgehalten werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Fokus der Tagung stand die Frage: Wie erweitern und entwickeln sich seit der Jahrtausendwende die Formen und Funktionen auktorialer Epitexte in einem professionalisierten literarischen Feld mit ver\u00e4nderten medialen Bedingungen und M\u00f6glichkeiten hinsichtlich der Inszenierung und Rolle von Autor*innenschaft sowie der Korrelation von Autor*in und Werk? Diese wurde mitsamt angrenzender Fragestellungen im Rahmen von f\u00fcnf Themenbl\u00f6cken\u00a0er\u00f6rtert: Epitexte beobachten \u2013 Fingierte Epitexte \u2013 Performative Epitexte \u2013 Ritualisierte Epitexte \u2013 Digitale Epitexte.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Zuge der Vortr\u00e4ge wurde Genettes Epitextualit\u00e4tsbegriff aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert und kritisiert, problematisiert und aktualisiert.\u00a0Die bisherigen Erkenntnisse aus den Arbeitspaketen des Projekts wurden der Fach\u00f6ffentlichkeit in Form von thematischen Einleitungen zu den einzelnen Tagungsbl\u00f6cken pr\u00e4sentiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Veranstaltung war gepr\u00e4gt vom angeregten Austausch der Teilnehmer*innen, auch \u00fcber die Vortr\u00e4ge und anschlie\u00dfenden Diskussionen hinaus, und bot so einen idealen Rahmen f\u00fcr die Auseinandersetzung mit gegenw\u00e4rtigen Formen und Funktionen auktorialer Epitexte. Dabei zeigte sich, dass nicht nur die Grenze zwischen Epitext und Kontext eine ebenso variable wie produktive Schwelle darstellt, sondern auch jene zwischen Epitext und Werk bzw. Autor*innenschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein ausf\u00fchrlicher Tagungsbericht wird demn\u00e4chst in der <a href=\"https:\/\/www.projekte.hu-berlin.de\/de\/zfgerm\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><u>Zeitschrift f\u00fcr Germanistik<\/u><\/a> publiziert. Die einzelnen\u00a0Beitr\u00e4ge werden au\u00dferdem in einem\u00a0Sammelband zusammengefasst, der in der neu begr\u00fcndeten und von J\u00f6rg D\u00f6ring und Thomas Wegmann herausgegebene Reihe <em>Paratext-Studien<\/em> bei De Gruyter erscheinen\u00a0soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Informationen sowie das ausf\u00fchrliche Tagungskonzept finden Interessierte <a href=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/workshop\/tagung\/\"><strong>hier<\/strong><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/workshop\/#top\">\u2191<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<hr>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/workshop\/#Tag\">Tagung<\/a>\u2217 Workshop III\u2217<a href=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/workshop\/#WS2\">Workshop II<\/a> \u2217<a href=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/workshop\/#VAT\">Arbeitstreffen<\/a> \u2217  <a href=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/workshop\/#WS1\">Workshop I<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"WS3\">Workshop III<\/h3>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Pr\u00e4sentation von Zwischenergebnissen<\/h5>\n\n\n\n<p>24.3.\u201325.3.2022 in Innsbruck<\/p>\n\n\n\n<p>Unser drittes Treffen in Pr\u00e4senz fand im M\u00e4rz 2022 in Innsbruck statt. Dabei wurden Ausz\u00fcge aus den systematischen Kapiteln der drei Dissertationen diskutiert sowie die Planung der im September 2022 stattfindenden Tagung konkretisiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Der erste Tag des Workshops stand im Zeichen der Dissertationskapitel, die im Vorfeld von den Promovierenden eingereicht worden waren. Ausgehend davon wurden jeweils einzelne inhaltliche Aspekte diskutiert \u2013 sowohl in Bezug auf die entsprechenden Dissertationen als auch hinsichtlich des Gesamtprojekts. Dadurch zeigten sich in besonderem Ma\u00dfe die vielf\u00e4ltigen Schnittmengen der drei Arbeitspakete.<\/p>\n\n\n\n<p>Da weder Lesungen im Allgemeinen, noch performative Epitexte im Speziellen systematisch von G\u00e9rard Genette erfasst werden, nahm<strong> <a href=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/team\/nora-manz-m-a\/\" data-type=\"page\" data-id=\"31\">Nora Manz<\/a><\/strong> in ihrem einleitenden Kapitel eine paratextuelle Einordnung der spontan-m\u00fcndlichen Rahmungskommunikation bei Lyriklesungen vor. Daf\u00fcr wurden Eigenschaften und Funktionen von \u00e4hnlich gelagerten Epitexten \u2013 wie dem Interview bzw. Gespr\u00e4ch, der Debatte oder dem sp\u00e4ten Selbstkommentar \u2013 aus Genettes Typologie abgeleitet. Werden diese Erkenntnisse zudem mit \u00dcberlegungen aus der Performanztheorie und der Lesungsforschung verkn\u00fcpft, l\u00e4sst sich ein Instrumentarium zur Beschreibung der epitextuellen Lesungspraktiken innerhalb der deutschsprachigen Lyrikszene entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Ausgehend vom aktuellen Stand der Paratextforschung widmete sich das Kapitel von <strong><a href=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/team\/max-mayr-m-a\/\" data-type=\"page\" data-id=\"33\">Max Mayr<\/a> <\/strong>den blinden Flecken in Genettes Epitext-Konzept. Dabei wurde speziell die Notwendigkeit von Funktionalit\u00e4t und auktorialer Bindung als Kriterien des Epitextes aufgezeigt, um diesen davor zu bewahren, im allgemeinen Kontext seines Bezugstextes aufzugehen, und ein differenzierteres Begriffsverst\u00e4ndnis zu etablieren. Anhand des Kapitels lie\u00dfen sich dar\u00fcber hinaus Potenziale und Schwierigkeiten im Hinblick auf den faktischen Epitext diskutieren, die in der Dissertation eingehender er\u00f6rtert werden \u2013 auch und gerade, weil der Erhalt eines Literaturpreises nach Genette als faktischer Epitext zu werten und der ritualisierte Epitext <em>Dankesrede <\/em>also davon umgeben w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Kapitel von <strong><a href=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/team\/anna-obererlacher-m-a\/\" data-type=\"page\" data-id=\"32\">Anna Obererlacher<\/a><\/strong> fokussierte die Konstitution von Autor*innenschaft durch Literaturbetriebspraktiken wie jene des Autor*inneninterviews. Die gro\u00dfe Bedeutung solcher Epitexte zeigt sich an den vielf\u00e4ltigen, auf die Pr\u00e4senz von Autor*innen ausgerichteten Inszenierungssma\u00dfnahmen im literarischen Feld und wird dar\u00fcber hinaus anhand autofiktionaler Literaturbetriebsromane beobachtbar. Letztere reflektieren die Mechanismen ihres Zustandekommens und erm\u00f6glichen die Hervorbringung von Autor*innenpersonas aus der Verschr\u00e4nkung von Fakt und Fiktion. Das Konzept der Autofiktion als Schwellenph\u00e4nomen (zwischen Autobiographie und literarischem Werk) erweist sich f\u00fcr den Themenkomplex fingierte Epitexte dabei als besonders anschlussf\u00e4hig.<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt war zu beobachten, dass die theoretischen Fundamente der drei Dissertationen ineinandergreifen und sich in Hinblick auf die Ausrichtung des Forschungsprojekts auf gewinnbringende Weise erg\u00e4nzen \u2013 nicht zuletzt, weil sie Genettes Typologie in den f\u00fcr sie wesentlichen Punkten pr\u00e4zisieren, aktualisieren und erweitern. Aufbauend auf dem vorausgegangenen <a href=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/workshop\/#WS2\">Workshop<\/a> zeigte sich, dass sich die Metapher der Schwelle besonders daf\u00fcr eignet, die Dynamiken zwischen Text, Epitext und Autor*in in den Blick zu nehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am zweiten Workshoptag besch\u00e4ftigten wir uns mit organisatorischen Fragen zu unserer Tagung <a href=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/tagung\/\"><u><em>&#8222;Irgendwo au\u00dferhalb des Buches&#8220;? <\/em><\/u><u>\u2013<em> \u00dcber Formen und Funktionen auktorialer Epitexte im literarischen Feld der Gegenwart<\/em><\/u><\/a>. Dabei konnten das Programm finalisiert sowie Zust\u00e4ndigkeiten und Zeitrahmen f\u00fcr die weiteren Aufgaben gekl\u00e4rt werden. Dar\u00fcber hinaus widmeten wir uns der Konzeption des geplanten Sammelbands, in dem die Ergebnisse der Tagung pr\u00e4sentiert werden sollen. Es wurden insbesondere editorische Fragen gekl\u00e4rt und ein Zeitplan erstellt, der eine m\u00f6glichst rasche Publikation im Anschluss an die Tagung gew\u00e4hrleisten soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/workshop\/#top\">\u2191<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<hr>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/workshop\/#Tag\">Tagung<\/a>\u2217 <a href=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/workshop\/#WS3\">Workshop III<\/a>\u2217Workshop II \u2217<a href=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/workshop\/#VAT\">Arbeitstreffen<\/a> \u2217  <a href=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/workshop\/#WS1\">Workshop I<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"WS2\">Workshop II<\/h3>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Rahmung \u2014 Epitext als Schwellenph\u00e4nomen fassen<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>22.9.\u201323.9.2021 in Utting am Ammersee<\/p>\n\n\n\n<p>Im September 2021 fand unser zweiter Projektworkshop in Pr\u00e4senz in Utting am Ammersee statt. Wie schon beim ersten Treffen bot sich hier ein idealer Rahmen f\u00fcr angeregte Diskussionen und intensive Textarbeit \u00fcber den Verlauf von zwei Tagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Inhaltlich konnten wir nahtlos an das virtuelle Arbeitstreffen im Fr\u00fchjahr 2021 anschlie\u00dfen,<br>indem wir die theoretischen Fundamente der drei Arbeitspakete vertiefend diskutierten und weiter aufeinander abstimmten. Der erste Workshop-Tag war dem Close Reading ausgew\u00e4hlter Textstellen aus Derrida (1992), Genette (2001), Wegmann\/Vo\u00df\/Reinhard (2019) und Wirth (2013) gewidmet. Dabei wurden einschl\u00e4gige Aspekte der Konzepte Parergon, Beiwerk, Schwelle und Rahmen er\u00f6rtert sowie ihre \u00dcberschneidungen und Anschlussm\u00f6glichkeiten ausgelotet und unter besonderer Ber\u00fccksichtigung des auktorialen Epitextes Bez\u00fcge zur aktuellen Paratextforschung hergestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Fokus standen dabei die komplexen Bedingungen, die der Konstitution von Werk und Autor*innenschaft mittels paratextueller Rahmungsprozesse zugrunde liegen. Besonders das dynamische Verh\u00e4ltnis zwischen (Gesamt-)Werk, Autor*in und Epitext l\u00e4sst sich mit Schwellen und Rahmen, die auf Durchl\u00e4ssigkeit und Wechselwirkungen (innen\/au\u00dfen, Text\/Paratext) ausgelegt sind, produktiv beschreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Basierend auf den Ergebnissen des Vortags wurden am zweiten Workshop-Tag laufende Fallstudien aus den einzelnen Arbeitspaketen pr\u00e4sentiert und vom Projektteam hinsichtlich ihrer Problemstellungen sowie zur Feinabstimmung mit dem Gesamtprojekt diskutiert. Die verbleibende Zeit wurde auf die Konzeption und Planung eines \u00f6ffentlichen Workshops verwendet, der im Sommersemester 2022 in Innsbruck stattfinden soll. Weitere Informationen dazu werden in K\u00fcrze hier bereitgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Literatur:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Derrida, Jacques: <em>Die Wahrheit in der Malerei<\/em>. Wien 1992. (Ausz\u00fcge)<br>Genette, G\u00e9rard: <em>Paratexte. Das Buch vom Beiwerk des Buches<\/em>. Frankfurt a. M. 2001. (Ausz\u00fcge)<br>Wegmann, Thomas \/ Vo\u00df, Torsten \/ Reinhard, Nadja: \u201eAuktoriale Paratexte um 1800. Einleitung\u201c, in: Vo\u00df, Torsten: <em>\u201eDrumherum geschrieben?\u201c Zur Funktion auktorialer Paratexte f\u00fcr die Inszenierung von Autorschaft um 1800<\/em>. Hannover 2019, S. 7\u201333.<br>Wirth, Uwe: \u201eRahmenbr\u00fcche, Rahmenwechsel. Nachwort des Herausgebers, welches aus Versehen des Druckers zu einem Vorwort gemacht wurde\u201c, in: ders. (Hg.): <em>Rahmenbr\u00fcche, Rahmenwechsel<\/em>. Berlin 2013, S. 15\u201357.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/workshop\/#top\">\u2191<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<hr>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/workshop\/#Tag\">Tagung<\/a>\u2217 <a href=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/workshop\/#WS3\">Workshop III<\/a>\u2217<a href=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/workshop\/#WS2\">Workshop II<\/a> \u2217Arbeitstreffen \u2217  <a href=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/workshop\/#WS1\">Workshop I<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"VAT\">Virtuelles Arbeitstreffen<\/h3>\n\n\n\n<p>Am 23. Februar 2021 veranstalteten wir ein virtuelles Arbeitstreffen, um die Diskussion der<br>theoretischen Basis unseres Forschungsprojektes (insbesondere in Hinblick auf die Abstimmung der drei Arbeitspakete) fortzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser Video-Konferenz besprachen wir Ausz\u00fcge aus G\u00e9rard Genettes Paratexte. Das Buch vom Beiwerk des Buches (dt. 1989). Ausgehend von der allgemeinen Auseinandersetzung mit der Paratexttypologie und ihren Charakteristika sowie einer Abgrenzung des auktorialen Epitextes zu anderen Formen des Paratextes er\u00f6rterten wir im Zusammenhang mit Literaturpreis-Veranstaltungen den Wandel von faktischem und performativem in gedruckten Epitext, der wiederum in Peritext \u00fcbergehen kann. Diskutiert wurde au\u00dferdem \u00fcber den Umstand, dass Genette performative Epitexte, die sich wie im Falle von Lyrik-Lesungen noch dazu funktional zwischen Peri- und Epitext verorten lassen, in seiner Studie ausspart, obwohl er sowohl den Werkvortrag als auch Publikumsgespr\u00e4che (z.B. in Form von Kolloquien) beleuchtet. Auch fingierte Epitexte werden in Genettes Typologie nicht ber\u00fccksichtigt, da diese vielmehr als Werk zu klassifizieren sind. F\u00fcr die Untersuchung im Rahmen des Forschungsprojektes bilden sie aber insofern einen sehr innovativen und interessanten Gegenstand, als hier der Epitext reflektiert sowie reflexiv wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Das gemeinsame Potential der drei Arbeitspakete zeigt sich dementsprechend darin, dass sie bei Genette bisher wenig ber\u00fccksichtigte Aspekte als produktive Leerstellen nutzbar machen, um \u00fcber spezifische Fragestellungen hinaus die vielf\u00e4ltigen Funktionen von Epitexten aufzuzeigen und diese systematisch in gr\u00f6\u00dfere Zusammenh\u00e4nge einzubetten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das virtuelle Arbeitstreffen diente zugleich als Vorbereitung auf den zweiten Workshop, der aufgrund der fortdauernden Reisebeschr\u00e4nkungen in das Sommersemester 2021 verschoben werden musste. Im Zentrum sollen dann aktuelle Perspektiven der Paratextforschung unter besonderer Ber\u00fccksichtigung des auktorialen Epitextes und der Kritik daran stehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/workshop\/#top\">\u2191<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<hr>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/workshop\/#Tag\">Tagung<\/a>\u2217 <a href=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/workshop\/#WS3\">Workshop III<\/a>\u2217<a href=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/workshop\/#WS2\">Workshop II<\/a> \u2217<a href=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/workshop\/#VAT\">Arbeitstreffen<\/a> \u2217  Workshop I<\/p>\n\n\n\n<hr>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"WS1\">Workshop I<\/h3>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Balanceakt Epitext \u2013 <\/strong><br><strong>Praktiken an der Schwelle zwischen Text und literarischem Feld<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>21.9.\u201322.9.2020, in Terfens\/Tirol<\/p>\n\n\n\n<p>Bei einem zweit\u00e4gigen Workshop im Herbst 2020 in Tirol konnten sich alle Projektbeteiligten pers\u00f6nlich kennenlernen und fanden im \u2018Grafenh\u00e4usl\u2019 die besten Rahmenbedingungen f\u00fcr intensives Arbeiten vor. Der Schwerpunkt lag auf der Auseinandersetzung mit grundlegenden Problemstellungen und Diskursbereichen im literarischen Feld der Gegenwart mit dem Ziel, eine gemeinsame&nbsp;Theorie-Basis f\u00fcr die drei Arbeitspakete zu schaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter dieser Pr\u00e4misse stand am ersten Tag einschl\u00e4gige Prim\u00e4r- und Sekund\u00e4rliteratur zu den Themenfeldern Pr\u00e4senzkultur und Ritual (Gumbrecht 2004, Schaffrick 2014), Aufmerksamkeit und Singularisierung (Franck 1998, Reckwitz 2017) sowie Realit\u00e4tseffekt und Simulation (Baudrillard 1978) in Hinblick auf ihre Anwendbarkeit auf das Gesamtprojekt und die einzelnen Arbeitspakete zur Diskussion. Ein besonderer Fokus lag dabei auf&nbsp;den Anforderungen, die an Autor*innen hinsichtlich ihrer Positionierung und Inszenierung im literarischen Feld gestellt und von ihnen&nbsp;zugleich ma\u00dfgeblich mitgepr\u00e4gt werden \u2013 \u00fcber die Aneignung bestimmter Praktiken, die im Epitext virulent werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der zweite Workshop-Tag war der Diskussion der Dissertationsvorhaben gewidmet: Dabei wurden zentrale Fragestellungen und Problemfelder der jeweiligen Projekte vorgestellt und ausgew\u00e4hlte Beispiele aus den zu untersuchenden Korpora im Plenum analysiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Einen H\u00f6hepunkt des Workshops bildete der Gastvortrag von <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.uibk.ac.at\/romanistik\/personal\/eibl\/\" target=\"_blank\">Mag. Dr. Doris Eibl<\/a> (Institut f\u00fcr Romanistik an der Universit\u00e4t Innsbruck) \u00fcber Annie Ernaux, deren autofiktionales und sich selbst metatextuell kommentierendes Werk \u00fcber die Grenzen Frankreichs hinaus zum vieldiskutierten Gegenstand gegenw\u00e4rtiger literarischer \u00d6ffentlichkeit geworden ist.&nbsp;Die 1940 geborene Autorin bezieht sich in ihrem &#8222;autosoziobiographischen&#8220;&nbsp;Schreiben explizit auf Pierre Bourdieus Arbeiten zum literarischen Feld, dessen Mechanismen sie f\u00fcr ihre auktoriale&nbsp;Werkpolitik nutzbar macht.&nbsp;Die Einordnung und Rezeption ihrer Texte steuert sie dabei ma\u00dfgeblich \u00fcber Epitexte in Form von Interviews, publizierten Kommentaren, Tagebucheintr\u00e4gen und Arbeitsnotizen sowie den direkten Kontakt zu Leserschaft und Forschung.&nbsp;Doris Eibls Vortrag verwies&nbsp;damit auf Kernbereiche des Forschungsprojekts, bot zahlreiche Anregungen und erm\u00f6glichte eine internationale Kontextualisierung des Projektgegenstands.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Literatur:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Baudrillard, Jean:<em> Agonie des Realen<\/em>. Berlin 1978.<br>Franck, Georg: <em>\u00d6konomie der Aufmerksamkeit. Ein Entwurf<\/em>. M\u00fcnchen\/Wien 1998.<br>Gumbrecht, Hans Ulrich: <em>Diesseits der Hermeneutik. Die Produktion von Pr\u00e4senz<\/em>. Frankfurt a. M. 2004.<br>Reckwitz, Andreas: <em>Die Gesellschaft der Singularit\u00e4ten. Zum Strukturwandel der Moderne.<\/em> Berlin 2017.<br>Schaffrick, Matthias: <em>In der Gesellschaft des Autors. Religi\u00f6se und politische Inszenierungen von Autorschaft<\/em>. Heidelberg 2014.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/workshop\/#top\">\u2191<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tagung\u2217 Workshop III\u2217Workshop II \u2217Arbeitstreffen \u2217 Workshop I Tagung \u201eIrgendwo au\u00dferhalb des Buches\u201c? \u2013 \u00dcber Formen und Funktionen auktorialer Epitexte im literarischen Feld der Gegenwart 20.9.\u201322.9.2022 an der Universit\u00e4t Innsbruck Im September 2022 fand in Innsbruck die von unserem Projekt-Team organisierte, internationale Tagung \u201eIrgendwo au\u00dferhalb des Buches\u201c? \u2013\u00a0\u00dcber Formen und Funktionen auktorialer Epitexte im literarischen &hellip; <a href=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/workshop\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Workshops<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":420,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-16","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/16","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/wp-json\/wp\/v2\/users\/420"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16"}],"version-history":[{"count":65,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/16\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2723,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/16\/revisions\/2723"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/epitexte\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}