{"id":71,"date":"2020-10-15T14:14:16","date_gmt":"2020-10-15T12:14:16","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/haw-heimerziehung\/?page_id=71"},"modified":"2025-10-13T09:15:55","modified_gmt":"2025-10-13T07:15:55","slug":"projekte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/haw-Forschung-stationaere-Kinder-und-Jugendhilfe\/projekte\/","title":{"rendered":"Projekte"},"content":{"rendered":"<h1>Aktuelle Projekte<\/h1>\n<h1>DFG Projekt \u2013 Polizei als Partnerin der Heimerziehung? Die professionelle Gestaltung des Verh\u00e4ltnisses von Heimerziehung und Polizei als Erfahrungshorizont junger Menschen<\/h1>\n<p>Laufzeit 11\/2023 \u2013 10\/2026<\/p>\n<p>In der Praxis der Heimerziehung treten zahlreiche Anl\u00e4sse f\u00fcr unterschiedliche Interaktionen und\/oder Kooperationen zwischen der Polizei und den Einrichtungen der Heimerziehung auf, die f\u00fcr junge Menschen potenziell folgenreich sind. Das Ausma\u00df und die Art der Gestaltung des Kontaktes der Organisationen der Heimerziehung mit der Polizei sowie die Erfahrungen, Deutungen und Bearbeitungsweisen der jungen Menschen sind die zentralen Gegenst\u00e4nde dieses Projektes. Das Forschungsdesign beinhaltet eine Triangulation aus quantitativer und qualitativer Forschung. Es werden zun\u00e4chst Typen der Interaktion und Kooperation zwischen Heimerziehung und Polizei statistisch unterschieden und mit p\u00e4dagogischen Orientierungsmustern in Beziehung gesetzt. Mit Hilfe qualitativer Interviews mit Nutzer:innen wird erfasst, wie Interventionen und Pr\u00e4senz der Polizei in diesen unterschiedlichen Typen von Einrichtungen von jungen Menschen erfahren, subjektiv gedeutet und verarbeitet werden. Untersucht wird, inwiefern die Polizeierfahrungen junger Menschen sowie der p\u00e4dagogische Umgang mit diesen Erfahrungen f\u00fcr die Selbst- und Fremdpositionierungen der Betroffenen folgenreich sind.\u00a0Fragen sind dabei:<\/p>\n<ul>\n<li>Wie werden P\u00e4dagog:innen vor dem Hintergrund von Erfahrungen mit der Polizei wahrgenommen, bspw. als Advokat:innen, als Ermittlungsgehilf:innen oder schlicht als unbeteiligte Zeug:innen von Geschehnissen?<\/li>\n<li>Wie nehmen junge Menschen in den Polizeiinteraktionen ihren Status als Subjekte wahr, wie beeinflussen Polizeierfahrungen die Perspektive auf sich selbst als gegenw\u00e4rtiges und zuk\u00fcnftiges (Rechts-)Subjekt?<\/li>\n<li>Welche Rolle spielen die P\u00e4dagog:innen und deren Interaktionen dabei, inwiefern junge Menschen sich selbst gegen\u00fcber Institutionen als (Rechts-)Subjekte (re)positionieren k\u00f6nnen? Korrespondieren die Polizeierfahrungen und die Perspektiven junger Menschen auf diese Erfahrungen mit den Kooperations- und Interaktionstypen sowie den p\u00e4dagogischen Orientierungen in den Organisationen?<\/li>\n<\/ul>\n<h4><strong>Team<\/strong><\/h4>\n<p>Prof.\u2018in Dr. Zo\u00eb Clark (Universit\u00e4t Siegen)<br \/>\nProf. Dr. Tilman Lutz (HAW Hamburg)<br \/>\nJonas Kohlschmidt, wissenschaftlicher Mitarbeiter (HAW Hamburg)<br \/>\nMoana Kahrmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin (Universit\u00e4t Siegen)<br \/>\nArne Wohlfarth, wissenschaftlicher Mitarbeiter (Universit\u00e4t Siegen)<br \/>\nFabian Fritz, wissenschaftlicher Mitarbeiter (Universit\u00e4t Siegen)<br \/>\nPia Tillmann, studentische Hilfskraft (Universit\u00e4t Siegen)<br \/>\nTina Zahabi, studentische Hilfskraft (HAW Hamburg)<br \/>\nAmelie Gie\u00dfer, studentische Hilfskraft (Universit\u00e4t Siegen)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><strong>Projektbezogene Publikationen<\/strong><\/h4>\n<p>Clark, Z.\/ Fritz, F.\/ Kahrmann, M.\/ Kohlschmidt, J.\/ Lutz, T.\/ Ragunathan Wohlfarth, A.(September 2025). Widerspr\u00fcche \u2013 Zeitschrift f\u00fcr sozialistische Politik im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialbereich, Heft 177: Soziale Arbeit und Polizei \u2013 Spannungen, Relationierungen und Interdependenzen. Verlag Westf\u00e4lisches Dampfboot.<\/p>\n<p>Clark, Z.\/ Kahrmann, M.\/ Kohlschmidt, J.\/ Lutz, T.\/ Ragunathan Wohlfarth, A. (2025). Adressierungen und Nutzungen der Polizei durch junge Menschen im Kontext station\u00e4rer Wohngruppen der Hilfen zur Erziehung. In: Widerspr\u00fcche, H. 177, S. 29-44<\/p>\n<p>Clark, Z.\/Fritz, F.\/Inhoffen, C.\/Kohlschmidt, J.\/Lutz, T. (2023): Who takes the blame? Zur Bedeutung der Thematisierung von Racial Profiling f\u00fcr die Heimerziehung, In: Migration und Soziale Arbeit 04\/23.<\/p>\n<p>Clark, Z.\/Fritz, F.\/Inhoffen, C.\/Lutz, T. (2023): Polizeikontakte im Alltag in der Heimerziehung &#8211; keine p\u00e4dagogisch relevanten Situationen? Forschungsnotizen aus einer explorativen Studie, In: Diskurs Kindheit- und Jugendforschung.<\/p>\n<p>Clark, Z.\/Fritz, F.\/Inhoffen, C.\/Kohlschmidt, J. (2022): Grenzverschiebungen: Zum Verh\u00e4ltnis von Heimerziehung, Flucht und Polizei in Deutschland. In: Schweizerische Zeitschrift f\u00fcr Soziologie 48 (3).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Unwahrscheinliche Bildungskarrieren &#8211; Der Beitrag der Kinder- und Jugendhilfe zu gelingender Bildung unter Bedingung von besonderer Benachteiligung: <a href=\"https:\/\/blog.uni-koeln.de\/gelb-bildung\/\">gelB<\/a> (BMBF)<\/h1>\n<h4><\/h4>\n<h4><strong>Projektbeschreibung<\/strong><\/h4>\n<p>Ziel des Projektes ist die empirisch fundierte Analyse erfolgreicher Bildungsprozesse von jungen Menschen, die unter Bedingungen sozialstruktureller und sozialr\u00e4umlicher Benachteiligung sowie problematischer familialer Verh\u00e4ltnisse aufwachsen. Dazu sollen sowohl jugendliche Nutzer:innen von Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe (offene Jugendarbeit, ambulante Hilfen zur Erziehung, Heimerziehung) interviewt werden, denen trotz ung\u00fcnstiger sozialer Voraussetzungen Bildungserfolge und Bildungskarrieren gelingen, als auch junge Menschen, denen Bildungserfolge trotz dieser Ma\u00dfnahmen nicht gelingen. Im Zentrum steht die Rekonstruktion der Bedingungen, die unwahrscheinliche Bildungsprozesse erm\u00f6glichen. Aus der Perspektive der Nutzer:innen wird erfasst, wie und unter welchen Bedingungen die Kinder- und Jugendhilfe sowie andere Akteur:innen in den sozialen Netzwerken der Befragten zu erfolgreichen Bildungsprozessen beitragen, oder aber selbst als Barriere f\u00fcr Bildungserfolg wirken. Aus den Befunden werden empirisch fundierte Empfehlungen f\u00fcr bildungsbezogene Praktiken in den Hilfen zur Erziehung (HzE) und der offenen und mobilen Kinder- und Jugendarbeit sowie f\u00fcr ihre Vernetzung mit schulischen Akteur:innen formuliert. Das Forschungsvorhaben ist als ein Verbundprojekt angelegt, durch das Bedingungen und soziale Mechanismen gelingender Bildungsprozesse f\u00fcr junge Menschen in ung\u00fcnstigen Ausgangssituationen unter Ber\u00fccksichtigung unterschiedlicher regionaler (prosperierende und krisenhafte Regionen) und sozialr\u00e4umlicher Kontexte in den Blick genommen werden.<\/p>\n<h2><\/h2>\n<h1>Abgeschlossene Projekte<\/h1>\n<h1 class=\"block show_hide_next_cd klippklapp_link_cd\"><strong>Erzieherische Hilfen als Arbeit am Gemeinwohl. Zwischen wirkungsorientierter Steuerung und gleichberechtigter Teilhabe in Deutschland und Gro\u00dfbritannien: <a href=\"https:\/\/geste-jugendhilfe.de\/\">geste<\/a> (BMBF)<\/strong><\/h1>\n<h4><\/h4>\n<h4><\/h4>\n<h4>Fachtag &#8222;Wer bestimmt was und wie?&#8220;<\/h4>\n<h4><span class=\"WdYUQQ text-decoration-none text-strikethrough-none\">Selbstorganisation und Interessenvertretung von Adressat:innen und Besch\u00e4ftigten der Heimerziehung<\/span><\/h4>\n<p class=\"_04xlpA direction-ltr align-start para-style-body\"><span class=\"WdYUQQ text-decoration-none text-strikethrough-none\">Partizipation, Selbstorganisation und Interessenvertretung von jungen Menschen und Besch\u00e4ftigten stehen vor neuen Herausforderungen. So wirken sich neue Steuerungsformen und der allgegenw\u00e4rtige Fachkr\u00e4ftemangel auf die Arbeitsbedingungen und -prozesse der Besch\u00e4ftigten aus. Gleichzeitig werden durch die Reform des SGB VIII die Partizipationsrechte junger Menschen erheblich gest\u00e4rkt, was eine Neugestaltung bisheriger Formate sinnvoll erscheinen l\u00e4sst.\u00a0<\/span><span class=\"WdYUQQ text-decoration-none text-strikethrough-none\">Das Forschungsprojekt geste hat die Praktiken der Teilhabe sowohl von Nutzer:innen als auch von Besch\u00e4ftigten im Feld der Heimerziehung untersucht und pr\u00e4sentiert nun die Ergebnisse sowie konkrete Impulse f\u00fcr die Weiterentwicklung der Teilhabem\u00f6glichkeiten von Besch\u00e4ftigten und jungen\u00a0<\/span><span class=\"WdYUQQ text-decoration-none text-strikethrough-none\">Menschen in der Heimerziehung.<\/span><\/p>\n<p>Der Fachtag fand am 06. Oktober 2023 an der Universit\u00e4t Hamburg statt. Wir danken allen Vortragenden und Anwesenden f\u00fcr die interessanten Beitr\u00e4ge, spannenden Diskussionen und den vielf\u00e4ltigen Austausch.\u00a0Die Vortr\u00e4ge wurden aufgezeichnet und sind dank Lecture2Go sowohl direkt auf dieser Website verf\u00fcgbar als auch\u00a0<a href=\"https:\/\/lecture2go.uni-hamburg.de\/l2go\/-\/get\/v\/67496\">unter diesem Link<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aktuelle Projekte DFG Projekt \u2013 Polizei als Partnerin der Heimerziehung? 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