Erprobung digitaler Lernräume im Studium der Sozialen Arbeit am Beispiel des Seminars: Symbole und grafische Zeichen als alternative Mittel der Kommunikation

Kurzbeschreibung des Lehrprojekts

Um der Heterogenität der Studierenden und ihrer Lebens- und Arbeitssituation gerecht zu werden, wurde ein Wahlformat entwickelt: Ein Moodle-Kurs mit wöchentlichen Texten, Präsentationen, Links und weiteren Materialien als Wahl-Alternative zum parallelen Präsenz-Seminar, wöchentliche Einsendeaufgaben als Nachweis der erfolgreichen Teilnahme.

Durchgeführt im WiSe 2016/17

Eingesetzte Plattformen und Tools

Moodle

II Erprobung digitaler Lernräum (PDF)

Ansprechpartnerin

Prof. Dr. Imke Niediek
Fakultät II – Department Erziehungswissenschaft – Psychologie
Professur: Inklusive Pädagogik

Kontakt
Prof. Dr. Imke Niediek
imke.niediek@uni-siegen.de

Digitales Medientraining für Studierende im Lehramt (2 Kursversionen)

Kurzbeschreibung des Lehrprojekts

In meiner täglichen Lehre setze ich seit Ende 2000 (Rufannahme) digitale Medien durchgängig in der Lehre ein, zunächst mit einem großen Laptop und einem robusten mobilen Beamer (es gab keinen Internetanschluss, man wusste nicht mit Emails umzugehen etc.). Von Anfang an habe ich in allen Veranstaltungen bis heute von den Studierenden die Erstellung von Power Point Präsentationen verlangt. Die Studierenden sind mir darin immer gefolgt, – parallel zu den Veranstaltungen habe ich (freiwillige) Power Point Kurse und Videokurse durch meine Hilfskräfte (überwiegend Informatikstudierende) angeboten, um ihre Beiträge zu verbessern. In den Veranstaltungen mache bis heute auch ein kurzes Vortragstraining (Umgang mit Laptop, Presenter und Publikum/Zuhörern; Gestaltung der Power Points; Anpassung der Rhetorik an den Medieneinsatz). In Power Point schulen wir Studierende allerdings heute nur noch auf individuellen Wunsch (Einzeltraining), da die meisten von ihnen bereits in der Schule mit Power Point gearbeitet haben und uns die personellen Kapazitäten für weitere Kurse fehlen. Für meine Onlineseminare (inklusive Offline-Phasen/Plena) habe ich mich für unkomplizierte Verfahrensweisen entschieden.

Seit SS 2013 führe ich mit meinen Hilfskräften/Mitarbeitern Digitale Medientrainings im Rahmen der Lehrerbildung durch, zunächst im Rahmen psychologischer Seminare (SS 2013), seit SS 2014 als Trainingskurse mit den Schwerpunkten „Einsatz Digitaler Medien im Unterricht“ und „Lehrersoftware/Fördersoftware“ sowie „neue Lehrformen“ und „innovative Technologien“. Ab 2014 haben wir Bachelor- und Staatsexamenskandidaten ausgebildet, ab WS 2015/16 auch Master. Ab SS 2016 mussten wir Bachelor und Master trennen, ab WS 2016/17 haben wir die Gruppen auch inhaltlich getrennt, indem wir für die Bachelor einen einfacheren Einstieg in die Thematik angeboten haben (Master: „Digitales Medientraining für Bildung und Unterricht – Master“; Bachelor: „Digitales Medientraining – Was man mit Visualizern, Laptops, Tablets etc. alles anstellen kann“). Im laufenden WS 2017/18 halten wir 4 Kurse, im SS 2018 sind nochmal 4 Kurse geplant (je 2 für die Bachelor- und die Masterstudierenden). Insgesamt sind 4 Dozenten und mindestens 2 Hilfskräfte im Einsatz.

Alle Informationen, die Software zur Vorbereitung (Studierende für die Trainings), weitere hilfreiche digitale Tools, aber auch die aktuellen Gutachten und Entscheidungen auf der politischen Ebene zur Digitalisierung der Schulen bundesweit und in NRW finden sich auf meiner Homepage:

Studieninfo Digitales Medientraining:
LINK

Netzwerk Digitale Schule Siegen-Wittgenstein:
LINK

Im März 2017 haben wir das Netzwerk „Digitale Schulen Siegen-Wittgenstein“ gegründet.

Eingesetzte Plattformen und Tools

s. Hinweise zur Homepage

II Digitales Medientraining (PDF)

Ansprechpartnerin

Prof. Dr. Angela Schorr,
Fakultät II – Institut für Psychologie
Professur für Medienpsychologie und Pädagogische Psychologie

Kontakt
Prof. Dr. Angela Schorr
angela.schorr@uni-siegen.de

Philosophie & Islam. Islamwissenschaftlichen Grundlagen für das Lehramt Philosophie/praktische Philosophie. – Eine E-Learning basierte Lehrveranstaltung

Kurzbeschreibung des Lehrprojekts

Im Schulfach Philosophie, insbesondere „praktische Philosophie“, das als Ersatzfach für den konfessionellen Religionsunterricht belegt wird, steht die Befähigung zur reflektierten Auseinandersetzung mit Sinn- und Werfragen mit Blick auf das gesellschaftliche Zusammenleben in einer pluralisierten Gesellschaft im Mittelpunkt. Dazu gehört explizit auch die Beschäftigung mit verschiedenen religiösen Überzeugungen und Identitäten (vgl. Kernlehrplan „Praktische Philosophie, NRW). Da die in der Öffentlichkeit höchst kontrovers geführten politischen und gesellschaftlichen Debatten um die Themen Migration, Integration, innere Sicherheit sowie kulturelle Identität meist mit Diskussionen über „den Islam“ und die Rolle von Muslimen in Deutschland und Europa verbunden werden, gewinnt auch an Schulen der sog. „Islamdiskurs“ zunehmend an Bedeutung. Diese Entwicklungen stellen Lehrerinnen und Lehrer des Faches Praktische Philosophie vor eine nicht geringe Herausforderung, da bisher weder die Vermittlung grundlegender Sachkenntnis zum Thema Islam in Geschichte und Gegenwart noch deren Reflexion aus philosophischer Perspektive zu Ihrer Ausbildung gehört.
Diese E-Learning basierte Lehrveranstaltung soll diesem Defizit entgegenwirken, indem sie einerseits angehende Lehrkräfte des Faches Praktische Philosophie befähigt sich eigenständig und kompetent in Grundthemen des Islam einzuarbeiten, wobei insbesondere die Vermittlung des Umgangs mit den wichtigsten Hilfsmitteln der Islamwissenschaft im Vordergrund steht. Andererseits thematisiert diese Lehrveranstaltung, inwiefern diese Grundthemen des Islam mit Teilgebieten der Philosophie (z.B. Hermeneutik, Ethik, Metaphysik, Erkenntnistheorie) in Verbindung stehen. Schließlich werden Kenntnisse in der Intellektuellen Verflechtungsgeschichte zwischen islamischer Welt und Europa vermittelt, die die Studierenden befähigt, die Bedeutung der islamischen Philosophie für die Europäische Philosophiegeschichte zu erkennen.

Lehrformen
Einführung in Thematik, Aufgaben, Anforderungen; Online-Plattform findet in einer ersten Präsenzsitzung statt.

I) Strukturierte Lektüre (Aufgaben werden online (z.T. individuell/z.T. in Gruppen) bearbeitet)

1) Quellenlektüre: kürzere Quellenbeispiele (z.B. Koranverse; Hadith; Textauszüge aus Theologie, Philosophie; Recht), auch Audio/Multimedial (z.B. Koranrezitation beim Thema Mündlichkeit/Schriftlichkeit).
2) Lektüre von Fachtexten: Jeweils ein einführender islamwissenschaftlicher Text sowie ein Text aus einem korrespondierendem Teilgebiet der Philosophie.
Aufgabe: Reflexionen zu Leitfragen zu den Texten, Texte/Themen aufeinander beziehen a) individuell b) in Arbeitsgruppen. Erstellung von Glossareinträgen, Präsentation von Nachschlagewerken, Webseiten, Einführungswerken.

II) Diskussion: Vertiefung der Forumsdiskussion, in Präsenzveranstaltung

Leistungsnachweis
Reflexion der Leitfragen, Glossareintrag (Islambegriffe philosophisch reflektiert im kollaborativen wiki); x Beiträge in den Diskussionsforen; Reflexion der Forumsbeiträge; Vorstellung eines Nachschlagewerks; Vorstellung eines Einführungswerks; Kurzessay zu einem gewählten Thema oder Konzept für eine Lehreinheit im Unterricht „Praktische Philosophie“ (3-5 Seiten max); Portfolio: Zusammenstellung (ggfs. Überarbeitung) der eigenen Beiträge.

Projekt in Vorbereitung. Der Pilot dieser Lehrveranstaltung wird durch mich im SoSe 2018 unterrichtet. Grundlage soll digitale Lehrplattform sein, die als „Rohling“ für weitere „Auflagen“ des Seminars, verwendet und angepasst werden kann. Nach Ende der Lehrveranstaltung, soll die von den Teilnehmenden vervollständigte Projektseite, für diese als Wissensressource weiter zugänglich sein.

Eingesetzte Plattformen und Tools

Moodle (Forumsdiskussion, Wiki (für Glossar), Gruppen-Chat (für Teilnehmer alle und/oder Arbeitsgruppen), Chat (für Fragen an Dozenten), Evaluation)
Externe Wissensdatenbanken: Hilfsmittel: (links zu, Nachschlagewerken; Einführungsliteratur, Blogs, Webseiten).

I Philosophie & Islam (PDF)

Ansprechpartner

Dr. Roman Seidel
Fakultät I – Philosophisches Seminar
Lehrstuhl Prof. Dr. Michael Bongardt

Kontakt:
Dr. Roman Seidel
E-Mail: roman.seidel@fu-berlin.de

 

Interaktive Whiteboards in der Lehre

Kurzbeschreibung des Lehrprojekts

Um die Potentiale interaktiver Whiteboards für die Lehre zu erschließen wurde dieser eintägige Workshop entwickelt. Die Teilnehmenden bereiten sich anhand von Instruktionsvideos auf die Grundfunktionen und die Oberfläche der Software ActivInspire vor. Im Workshop werden dann zu verschiedenen Werkzeugen Übungen durchgeführt. Zum Abschluss arbeiten die Teilnehmenden an der Umsetzung einer Lerneinheit aus der eigenen Lehre.

Lehrformen:
Inverted Classroom und Praxiseinheiten in Präsenz
Zugang zu den Instruktionsvideos über den pluspunkt.hd Moodle-Kurs

Eingesetzte Plattformen und Tools

Moodle, ActivInspire, Camtasia

Interaktive Whiteboards in der Lehre (PDF)

Ansprechpartner

Alexander Schnücker
Zentrum zur Förderung der Hochschullehre

Kontakt
Alexander Schnücker
alexander.schnuecker@hd.uni-siegen.de

Digitale Lehre und digitales Lernen

Kurzbeschreibung des Lehrprojekts

Durch digitale Innovationen in der Hochschullehre sollen die Lehramtsstudierenden der Romanistik in mehrfacher Hinsicht profitieren. In einem Inverted Classroom-Seminar (SoSe 2018) machen Studierende (erste) Erfahrungen mit digital unterstützter Lehre zum Thema Digitalisierung im Fremdsprachenunterricht. Sie erleben in diesem Lehrprojekt also die praktische Realisierung theoretischer Konzeptionen digital unterstützter Lehre. Das hierdurch neu erworbene Wissen sollen sie in Workshopphasen des Seminars direkt anwenden, in dem sie digitale Unterrichtselemente für den Fremdsprachenunterricht konzipieren und erstellen. Diese Unterrichtselemente werden sie im darauffolgenden Wintersemester (WiSe 2018/2019) an einer Siegener Schule im Fremdsprachenunterricht einsetzen und anschließend im Rahmen ihrer zum Modul gehörenden Prüfungsleistung evaluieren. Sie bekommen damit die Gelegenheit, Ideen für den digital unterstützten Fremdsprachenunterricht zu entwickeln und unter Begleitung im Sinne des forschenden Lernens zu erproben. Sie werden nicht nur mit verschiedene Plattformen, Apps und Tools kennen lernen, sondern auch Fragen des Datenschutzes (vor allem im Kontext Schule) und Vor-/Nachteile unterschiedlicher Hardware erörtern (BYOD, Handys, Tablets, Laptops, Desktop-PCs, interaktive Whiteboards). Die Studierenden führen parallel zum Seminar ein ePortfolio, in dem sie nach jeder Seminarsitzung den individuellen Erkenntniszugewinn und offen gebliebene Fragen dokumentieren, ihre Erfahrungen reflektieren, sich austauschen, ihre digitalen Unterrichtselemente ablegen/verlinken, sie mit ihren Kommiliton*innen teilen und sich gegenseitig dazu Feedback geben. Somit trägt das Inverted Classroom-Seminar unmittelbar zur Professionalisierung der angehenden Lehrkräfte bei.
Darüber hinaus wird das Lehrprojekt in die Forschung zur Reflexiven Lehrerbildung eingebunden. Am Lehrstuhl von Frau Prof. Dr. Dagmar Abendroth-Timmer sind bereits einige Forschungsprojekte gelaufen (Blended Learning-Projekte INFRAL, CONFORME, Paris-Siegen und Berlin-Paris-Siegen), die aus der Sicht der Reflexiven Lehrerbildung zur Professionalisierung von Lehramtsstudierenden beigetragen haben. Sowohl die Ergebnisse der Begleitforschung als auch die Erfahrungen und Ergebnisse der Studierenden sollen über eine Lehrerfortbildung (4. Siegener Spanischlehrertag 2018) und ggf. eine Publikation ein breiteres Publikum erreichen. Somit ist eine ständige Weiterentwicklung gesichert.

Das Lehrprojekt befindet sich in der Planung und soll im SoSe 2018 beginnen.

Eingesetzte Plattformen und Tools

moodle, evtl. mahara, Arsnova/socrative/polleverywhere, H5P/playposit, edmodo, Logineo (angefragt), superteachertools.us, simpleapps.eu, etherpad, Actionbound/Biparcours, OER, ggf. moocs, voxopop, Wikis, Voki, popplet, ClipFlair, Tellagami, FaceRig

Digitale Lehre und digitales Lernen (PDF)

Ansprechpartner und Ansprechpartnerin

Prof. Dr. Dagmar Abendroth-Timmer & Martin Wolter, WMA Philosophische Fakultät – Romanisches Seminar
Didaktik der französischen und spanischen Sprache und Kultur

Kontakt
Martin Wolter
wolter@romanistik.uni-siegen.de

Kontakt

Prorektor für Studium, Lehre und Lehrerbildung

Univ.-Prof. Dr. Michael Bongardt

Ansprechpartner und Ansprechpartnerin

Leitung Zentrum zur Förderung der Hochschullehre
Sandra Schönauer
WS-A 102
Weidenauer Str. 118
57068 Siegen

Telefon: +49 271 740-3006
E-Mail: sandra.schoenauer@hd.uni-siegen.de

Digitale Lehre und didaktische Designs
Alexander Schnücker
WS-A 102
Weidenauer Str. 118
57068 Siegen

Telefon: +49 271 740-3015
E-Mail: alexander.schnuecker@hd.uni-siegen.de

Vorwort: PRÄSENZ DIGITAL GESTALTEN

Der Begriff „Digitalisierung“ ist zum Mantra unserer gegenwärtigen  politischen und akademischen Diskussionen geworden. Das hat ihm nicht gut getan. Denn je häufiger er verwendet wird, desto unklarer wird, was damit eigentlich gemeint ist; desto ungehinderter wachsen Hoffnungen und Ängste.

Und nun summen also auch wir, die Universität Siegen und ihre Hochschuldidaktik, das Mantra mit? Wenn wir uns mit dem Programm „Präsenz digital gestalten“ der allgemeinen Unbestimmtheit anschließen wollten, ließen wir es besser gleich. Doch schon der Titel soll zeigen, dass es diesem Projekt um klare Konturen und definierbare Ziele geht. Wir wollen die Universität nicht ins world wide web hinein auflösen. Es geht uns nicht um „Moocs“ oder andere Hypes. Kern von Studium und Lehre an der Universität Siegen sind und bleiben Seminare, Vorlesungen, das gemeinsame Arbeiten vor Ort. Denn hier finden der Austausch und die Weiterentwicklung von Ideen in einer Form und Intensität statt, die sich nicht ersetzen lassen – weder für Studierende noch für Lehrende.

Dass wir diese Präsenz nun aber „digital gestalten“ wollen, liegt in der Einsicht begründet, dass die klassischen Lehr- und Lernformen auch ihre Mängel haben. Denn manches, was viel Zeit kostet, lässt sich auch anders erarbeiten, lernen und üben als in begrenzten Zeiten an festgelegten Orten. So kann die Entlastung der Lehrveranstaltungen von reiner Informations- und Wissensvermittlung Freiräume schaffen, in denen auf Grundlage anderweitig erworbenen Wissens diskutiert, geforscht, Neues entdeckt werden kann. Wenn Lern- und Lehrformen vielfältiger werden, muss das die Lehrveranstaltungen vor Ort nicht verdrängen, sondern kann sie bereichern.

Glücklicherweise fangen wir mit der Entwicklung einer digital gestalteten Lehre nicht bei null an. Ein erster Blick auf schon Bestehendes oder Begonnenes zeigt, dass sich dank vieler Einzelinitiativen schon manches in der Universität Siegen geändert hat, Studium und Lehre bereits digitaler sind als viele glauben. Die vorliegende Sammlung schon vorliegender Projekte beeindruckt durch deren Menge, deren Vielfalt und die positive Resonanz, die sie schon gefunden haben. Doch das soll erst ein Anfang sein. Diese Sammlung wird nicht zwischen Buchdeckel gebunden, sondern wird weiter wachsen, wenn und weil sie neue Ideen und Initiativen anregt.

Ich danke allen, die sich für die „digital gestaltete Präsenz“ schon eingesetzt haben, die sich dafür interessieren – und lade alle anderen Mitglieder unserer Universität ein, es ihnen gleichzutun.

Prof. Dr. Michael Bongardt
Prorektor für Studium, Lehre und Lehrerbildung

VW Bongardt (PDF)