Simulationstechnik II – Vorlesung mit Labor und Projekt

Kurzbeschreibung des Lehrprojekts

Der Themenbereich Simulationstechnik erfordert Kenntnisse sowohl aus der Anwendung (hier: Maschinenbau, könnte aber auch Physik, Chemie, Medizin, … sein) als auch aus der Mathematik als auch aus der Informatik. Die Vorlesung Simulationstechnik 1 im Bachelor-Studium Maschinenbau behandelt alle diese Bereiche und stellt sie in einen Zusammenhang. Die Vorlesung Simulationstechnik 2 im Master geht dann in einem laborartigen Charakter durch diese Schritte durch. Es wird modelliert, die Erwartungen anhand der Modelle beschrieben, die Diskretisierung durchgeführt, und anschließend simuliert. Hier arbeiten die Studierenden zunächst unter Anleitung und später selbständig an einem eigenständigen Simulations-Projekt.

Das Projekt ist nicht eigentlich ein Digitalisierungsprojekt, es gab nicht erst eine analoge Veranstaltung, die durch Einsatz digitaler Werkzeuge geändert wurde. Vielmehr ist es eine Vorlesung / Labor, die den Studierenden des Maschinenbaus das zunehmend digitaler werdende Werkzeug vermittelt, ähnlich wie die Vorlesung Konstruktionslehre früher mit Tusche auf Papier stattfand und heute ganz selbstverständlich mit CAD-Programmen durchgeführt wird.

Erwähnenswert im Kontext digitaler Lehre ist es dennoch, da zum einen eine Schwierigkeit dazu kommt, die früher weniger gegeben war: es ist darauf zu achten, dass die Veranstaltung nicht zu einer Produktschulung wird, sondern immer noch die herstellerunabhängigen Inhalte im Vordergrund stehen und nicht die Bedienung eines bestimmten Software-Paketes.

Zum anderen wird es erwähnt, da die eingesetzten Werkzeuge sicher auch für andere Projekte relevant sein können, auch wenn sie eigentlich keine Werkzeuge für die Lehre und damit anderen Lehrenden vermutlich nicht bekannt sind.

Das Projekt befindet sich in Durchführung.

Verwendete Plattformen und Tools

Laptops, HorUS, Redmine, Mercurial

Simulationstechnik II – Vorlesung mit Labor und Projekt (PDF)

Ansprechpartnerin

Sabine Roller
Fakultät IV – Department Maschinenbau
Simulationstechnik und Wissenschaftliches Rechnen (STS)

Kontakt
Sabine Roller
sabine.roller@uni-siegen.de

Einführung in die Programmierung mit Python als Online-Kurs

Kurzbeschreibung des Lehrprojekts

Die Einführung in die Programmierung richtet sich an Studierende ohne Vorkenntnisse in der Programmierung. Sie ist stark praxisorientiert und baut hauptsächlich auf Übungen auf. Der Stoff eignet sich gut zum Selbststudium, und Ziel dieses Projektes ist es, die Veranstaltung in einen Online-Kurs in Moodle umzugestalten, der jedem Studierenden ein eigenes Lerntempo ermöglicht. Außerdem können mit einem Online-Kurs Teilnehmende von Veranstaltungen, die die Programmierung als Voraussetzung haben, den Stoff selbstständig nachholen.

Der Kurs befindet sich in Moodle und wird derzeit noch personell begleitet. Ziel des Projektes ist es jedoch, die Übungen und Aufgaben soweit zu automatisieren, dass eine selbstständige und unabhängige Bearbeitung durch Studierende möglich ist.

Das Projekt befindet sich in Durchführung.

Verwendete Plattformen und Tools

Moodle

Einführung in die Programmierung mit Python als Online-Kurs (PDF)

Ansprechpartner

Harald Klimach
Fakultät IV – Department  Maschinenbau
Simulationstechnik und Wissenschaftliches Rechnen (STS)

Kontakt
Harald Klimach
harald.klimach@uni-siegen.de

Der Einsatz des 3D-Drucks im Mathematikunterricht

Kurzbeschreibung des Lehrprojekts

Dem Arbeiten mit konkreten Arbeitsmitteln kommt im zeitgemäßen entdeckend organisierten Mathematikunterricht eine wachsende Bedeutung zu. Ein tatsächliches Umgehen mit konkreten realen Objekten und damit die Betonung einer sogenannten enaktiven Ebene wird ermöglicht. Angehende Mathematiklehrerinnen und -lehrer haben in dem beschriebenen Seminar die Möglichkeit Erfahrungen mit mathematischen Lehr-Lern-Situationen in Bezugnahme digitaler Werkzeuge z.B. 3D-Druck zu sammeln, sowie daraus Anregungen für eigene Forschungsprojekte (z.B. Studienprojekte, Abschlussarbeiten) zu erhalten.

Im Mathematikunterricht spielen geeignete Anschauungsmaterialien eine entscheidende Rolle. Für angehende Mathematiklehrerinnen und -lehrer scheint die 3D-Druck-Technologie viel Potenzial zur Entwicklung dieser Anschauungsmaterialien zu haben. Wird in den Grundschulen bereits mit Arbeitsmitteln wie Steckwürfeln, Rechengeld, Rechenwendeltreppen und Hundertertafeln gearbeitet, findet das Arbeiten in den Sekundarstufen häufig eher auf einer ikonischen und symbolischen Ebene statt – dieser Bereich wird deshalb spezifisch in den Blick genommen.

Für den differenzierten und inklusionsorientierten Mathematikunterricht ergeben sich durch die Möglichkeit der selbstständigen Herstellung mathematischer Objekte Chancen zur individuellen Gestaltung und damit ein gezieltes Eingehen auf Schülerinnen und Schüler.

Das Seminar „Einsatz des 3D-Drucks im Mathematikunterricht“ unterstützt Lehramtsstudierenden vor einem theoretischen Hintergrund einen adäquaten Umgang mit fassbaren (mathematischen) Objekten zu vermitteln. Für einen reflektierten Umgang mit 3D-Druckprozessen ist auf der einen Seite ein hohes Maß an technischer Kompetenz und auf der anderen Seite eine Einbettung in derzeitige curriculare Vorgaben notwendig – dieses wird im Seminar thematisiert.

Mit Blick auf die durch die Bundesregierung und weiterer Institutionen geforderte Digitalisierungsoffensive in Deutschland (vgl. http://www.bpb.de/gesellschaft/kultur/zukunft-bildung/213441/digitalisierung-und-schule oder https://www.bmbf.de/de/wanka-deutschlands-schulen-fit-machen-fuer-die-digitale-welt-3419.html) weist das Seminar einen hohen Grad an Aktualität für den Lehrerberuf auf.

Das Lehrprojekt wird im Rahmen eines Seminares bereits mit Studierenden durchgeführt und ist im Studienplan verankert.

Verwendete Plattformen und Tools

Es werden sowohl Notebooks, als auch die entsprechende CAD-Software und 3D-Drucker genutzt.

Der Einsatz des 3D-Drucks im Mathematikunterricht (PDF)

Ansprechpartner und Ansprechpartnerin

Prof. Dr. Ingo Witzke
Fakultät IV – Department Mathematik
Didaktik der Mathematik

Felicitas Pielsticker
Fakultät IV – Department Mathematik
Didaktik der Mathematik

Kontakt
Prof. Dr. Ingo Witzke
witzke@mathematik.uni-siegen.de

Felicitas Pielsticker
pielsticker@mathematik.uni-siegen.de

Dynexite zur Kontrolle von Prüfungsvorleistungen

Kurzbeschreibung des Lehrprojekts

Bei Dynexite handelt es sich um ein individuell zugeschnittenes (online) Lern- und Prüfungssystem, welches dynamisch Übungsaufgaben erzeugt, automatisiert auswertet und korrigiert.
Dynaxite bietet somit den Studierenden die Möglichkeit, schon während des Semesters eigenständig das Gelernte anzuwenden und durch die automatisierte Auswertung ihre Lernfortschritte zu überprüfen.
Dynexite wurde an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der RWTH Aachen entwickelt und kam zunächst auch lediglich dort zum Einsatz. Innerhalb der letzten Jahre wurde das System jedoch auch an die Bedürfnisse anderer Fachrichtungen angepasst und den entsprechenden Lehrstühlen zur Verfügung gestellt. So können mittlerweile auch komplexere Rechen- und Bemessungsaufgaben gestellt und automatisiert korrigiert werden.

Das Programm überprüft hierbei vom Aufgabensteller festgelegte Zwischenergebnisse und gibt bereits hier eine Rückmeldung, ob das Ergebnis „korrekt“, „falsch“, oder „korrekt mit kleiner Abweichung“ ist.

Der Aufgabensteller kann u.a. festlegen, wie viele Eingabeversuche je (Teil-) Aufgabe möglich sein sollen. Auch kann er anhand von Statistiken überprüfen, welche Aufgabenteile die größten Schwierigkeiten bereitet haben, wie lange die Studierenden für die Aufgaben benötigt haben und ob alle Studierenden die Prüfungsvorleistung fristgerecht abgeschlossen haben.

Das Projekt befindet sich in Planung.

VerwendetePlattformen und Tools

Dynexite

Dynexite (PDF)

Ansprechpartner

Prof. Dr.-Ing. Daniel Pak
Fakultät IV – Department Bauingenieurwesen
Lehrstuhl für Stahlbau und Stahlverbundbau

Kontakt
Prof. Dr.-Ing. Daniel Pak
pak@bau.uni-siegen.de

Pilotprojekt Elektronische Klausuren

Kurzbeschreibung des Lehrprojekts

Im Rahmen des dreijährigen Projektes (02/2015 – 01/2018) wurden an der Universität Siegen an insgesamt 26 Prüfungstagen, verteilt auf anfänglich drei bis gegen Ende der Pilotphase fünf Tage pro Semester, elektronische Klausuren mit einer einheitlichen Prüfungsumgebung auf Basis von manipulationssicheren Laptops durchgeführt. Hierzu findet eine Kooperation mit dem Dienstleister IQUL GmbH statt. Die Finanzierung wurde für die Dauer des Pilotprojektes vom Rektorat übernommen. Teil des Projekts ist auch die Installation einer Supportstelle zur Koordination der Prüfungstage, technischen und didaktischen Beratung der Dozierenden sowie Evaluation und Verbesserung des Angebots durch stetigen Kontakt mit dem Softwarehersteller und Dienstleister IQUL. Das Projekt wird im Anschluss einer Vorbereitungsphase (02/2018 – 01/2019) in den verstetigten Betrieb übergehen und für den Endnutzer weiterhin einen kostenfreien Service bieten.

E-Klausuren sind das elektronische Pendant zu schriftlichen (papierbasierten) Klausuren. Sie dienen daher ebenso der Leistungsbeurteilung am Ende einer Veranstaltung oder Veranstaltungsreihe. Anders als bei papierbasierten Klausuren, finden E-Klausuren in der Regel vollständig auf einem elektronischen Medium (z.B. Laptop oder Tablet) statt. Hierzu steht ein Prüfungssystem zur vollständigen Abwicklung des Prüfungsprozesses bereit: Von der Erstellung über die Bearbeitung und (teilweise automatischen) Auswertung der Klausuren bis hin zur Ergebnismitteilung und einem Einspruchs- bzw. Einsicht-Verfahren.

Elektronische Klausuren bringen daher einerseits Vorteile hinsichtlich der Qualitätssicherung bzw. Qualitätsverbesserung durch Pre- und Post-Review-Prozesse (z.B. Fragenreview, Fragenstatistik) und andererseits auch hinsichtlich der Fairness durch valide Fragenpools und dadurch reliable Prüfungen sowie eine objektive Bewertung durch eine automatische Korrektur von geschlossenen Aufgaben und anonymisierte Korrektur von offenen Aufgaben mit sich.

E-Klausuren werden von Dozierenden gerne genutzt, wenn sie große Prüfungskohorten zu bewältigen haben. Durch die Möglichkeit des Einsatzes verschiedener Medien und erweiterten Fragentypen sind E-Klausuren jedoch auch für kleinere Prüfungskohorten interessant, indem Prüfungen kompetenzorientierter und praxisnaher gestaltet werden können. So können bspw. in den Medienwissenschaften Videos analysiert, in den Fremdsprachen Aufgaben zum Hörverstehen und in der Informatik Programmieraufgaben gestellt werden.
Auch längere Essay-Klausuren (Wirtschaftsrecht und Sozialwissenschaften) wurden in der Pilotphase geschrieben. Besonders die bessere Lesbarkeit und Strukturiertheit der Aufsätze waren in vielen Fällen das Ergebnis.

E-Klausuren sind also „mehr als nur Multiple-Choice!“

In der Durchführung seit 02/2015, Übergangsphase in permanentes Angebot bis Ende SoSe 2018

Verwendete Plattformen und Tools

Prüfungsadministrationsplattform Q-Exam der Firma IQUL zur Planung und Auswertung elektronischer Klausuren,
im Netz der Uni Siegen erreichbar unter: https://qonline.uni-siegen.de/, Zugänge und eine Einführung/Schulung erhalten Interessierte bei der Supportstelle für elektronische Klausuren (Marc Sauer).

Pilotprojekt Elektronische Klausuren (PDF)

Ansprechpartner

Prof. Dr. Roland Wismüller
Fakultät IV – Lehrstuhl für Betriebssysteme und verteilte Systeme

Marc Sauer
Fakultät IV – Lehrstuhl für Betriebssysteme und verteilte Systeme

Kontakt
Marc Sauer
marc.sauer@uni-siegen.de
e-klausuren@uni-siegen.de

Prof. Dr. Roland Wismüller
roland.wismueller@uni-siegen.de

Neue Medien im Mathematikunterricht (Mathematikdidaktik – Fachdidaktische Ergänzung/Vertiefung)

Kurzbeschreibung des Lehrprojekts

Da Kinder neuen Medien bereits in jungen Jahren ausgesetzt sind und diese verwenden, sollte die Vermittlung von Medienkompetenz so früh wie möglich beginnen. Durch die Medienerziehung in der Schule können wir Kinder auf eine Zukunft vorbereiten, die in allen Lebensbereichen von neuen Medien geprägt ist und Risikobewusstsein bei der Verwendung dieser schaffen.

Die Hauptaufgabe von (digitalen) Medien in der Bildung ist hauptsächlich die Unterstützung des Lehrers und seines Unterrichts. Digitale Medien werden als Bereicherung des Mathematikunterrichts, als „Mathematik Enhancement“, im Sinne der Allgemeinbildung gesehen. Die Bildung mit digitalen Medien kann einen positiven Lerneffekt liefern, wenn aktive Lernende geschaffen werden (vgl. Bachmair, 1979).

Unter anderem stellen Herselman & Botha (2014) fest, dass die teacher professional development (berufliche Weiterentwicklung der Lehrer, TPD) Komponente der ICT4RED Initiative (http://www.ict4red.co.za/), die in Südafrika durchgeführt wurde, diese zum Erfolg machte. ”Attendance was high and teachers started their own co-creation of content, lessons plans and sharing this in communities of practice with similar teachers in their area.“ (Herselman & Botha, 2014).

In Kooperation mit dem Council for Scientific and Industrial Research (CSIR), der University of South Africa (UNISA) und der University of Pretoria werden Konzepte zu Fortbildungen und Workshops für Lehrer/-innen und Studierende im Kontext von digitalen Medien in der Lehre und Informations- und Kommunikationstechnologie für die Entwicklungszusammenarbeit (ICT4D) entwickelt und erprobt. (Dies geschah unter anderem auch im Rahmen meiner DAAD-geförderten Kurzzeitdozentur.)

Die Durchführung von TPDs in der Art von ICT4RED in Schulen und speziell während der Lehrerausbildung kann zur Optimierung der Lehre beitragen. Eine solche Komponente wird durch diese Seminare fachbegleitend in das Lehramtstudium integriert, um möglichst viele Lehrkräfte erreichen und auf den späteren Schulunterricht und den Umgang mit digitalen Medien vorbereiten zu können.

Im Rahmen solcher fachdidaktischer Seminare könnten Studierende des Lehramtes Medienkompetenzen für den Mathematikunterricht erwerben und gleichzeitig Material für die Lehreraus- und Weiterbildung generieren. Die Ergebnisse solcher Seminare können als Open Educational Resources (OER) in Wikiversity festgehalten werden. Durch die Erstellung eines Wikis zu einem Seminar oder einer Vorlesung innerhalb von Wikiversity durch Studierende können sowohl fachliche Inhalte (Lernen durch Autorentätigkeit), als auch Medienkompetenzen erworben werden.

Beispiele für die Verwendung von Wikiversity in meiner Lehre sind folgende:
https://de.wikiversity.org/wiki/OpenSource4School
https://de.wikiversity.org/wiki/Kryptologie_-_Mathematische_Vertiefung_(PH_Freiburg_SS_2017)
https://en.wikiversity.org/wiki/E-Proof

Um den Studierenden die erworbenen Kompetenzen zu zertifizieren, werden Open Badges über ein freies Badge Management System verliehen. (vgl. Niehaus et al., 2017)

Zur Weiterentwicklung und Optimierung der TPDs wird fachdidaktische Entwicklungsforschung betrieben.

Literatur

  • Bachmair, B. (1979): Medienverwendung in der Schule. Analyse- und Planungsbeispiele für den Unterricht mit audiovisuellen Medien. Berlin: Volker Spiess.
  • Herselman, M. & Botha, A. (2014). Designing and implementing an Information Communication Technology for Rural Education Development (ICT4RED) initiative in a resource constrained environment: Cofimvaba school district, Eastern Cape, South Africa. Pretoria, South Africa: CSIR Meraka.
  • Niehaus, E., Platz, M., Botha, A. & M. Herselman: Using Digital Badges in South Africa informing the validation of a multi-channel Open Badge system at a German University, in IST-Africa 2017 Conference Proceedings, Paul Cunningham and Miriam Cunningham (Eds), IIMC International Information, Management Corporation, 2017.

Verwendete Plattformen und Tools

Wikiversity, Android Tablets, Android Smartphones, Laptops (bring-your-own-device); OpenSource Software und OpenContent (Open Educational Ressources)

Neue Medien im Mathematikunterricht (PDF)

Ansprechpartnerin

Vert. Prof. Dr. Melanie Platz
Fakultät IV – Department Mathematik
Didaktik der Mathematik

Kontakt
Melanie Platz
platz@mathematik.uni-siegen.de

Veranschaulichung der Beugungsbedingungen – Entwicklung der Ewald-Konstruktion im dreidimensionalen Raum

Kurzbeschreibung des Lehrprojekts

Im Rahmen des Fachpraktikums „Bestimmung des Eigenspannungsprofils bei einem kugelgestrahlten Bauteil“ für den Masterstudiengang Maschinenbau sollen den teilnehmenden Studenten die Grundlagen der Röntgenbeugung anhand verschiedener geometrischen Interpretationen vermittelt werden. Dazu gehören die sogenannte Laue-Bedingung, die Bragg-Gleichung und die Ewald-Konstruktion, welche alle die Beugung an einem dreidimensionalen Gitter beschreiben. Vor allem die Ewald-Konstruktion ist bei der übersichtlichen Darstellung der konkreten experimentellen Bedingungen und der Auswertung von Röntgenbeugungsaufnahmen von größtem Nutzen. Zur besseren Übersichtlichkeit der graphischen Darstellung wird diese allerdings in der Regel nur zweidimensional dargestellt (Abb. 1). Um die Entstehung von Beugungsbildern jedoch besser zu veranschaulichen, soll das interaktive Whiteboard eine dreidimensionale Betrachtung der Ewald-Kugel ermöglichen (Abb. 2). Die Konstruktion soll innerhalb des Praktikums gemeinsam interaktiv erarbeitet werden.

Das Projekt befindet sich in Planung.

Abbildung 1: Zweidimensionale Darstellung
Abbildung 2: Dreidimensionale Darstellung

Verwendete Plattformen und Tools

Interaktives Whiteboard, Legamaster

Veranschaulichung der Beugungsbedingungen (PDF)

Ansprechpartner

Prof. Dr. rer. nat. Robert Brandt
Fakultät IV – Department Maschinenbau
Lehrstuhl für Werkstoffsysteme für den Fahrzeugleichtbau,

Kontakt
Prof. Dr. rer. nat. Robert Brandt
markus.hartmann@uni-siegen.de

Einführung in Geoinformation –Digitales 3D-Stadtmodell Siegen

Kurzbeschreibung des Lehrprojekts

Die Autorin setzt seit 2003 erfolgreich die Erzeugung, Bearbeitung und Analyse des digitalen 3D-Stadtmodells Siegen zur Ausbildung angehender Bauingenieure/-innen im Umgang mit Geodaten ein. Im Zuge der Einführung in die Geoinformation werden Grundlagen der theoretischen Rauminformation in praktischer Projektarbeit mit der Entwicklersoftware ArcGIS der Firma ESRI Inc. (Environmental
Systems Research Institute, US-amerikanischer Softwarehersteller und Marktführer von Geoinformationssystemen GIS) vermittelt. Die thematische Ausrichtung „Digitales 3D-Stadtmodell“ ist somit unmittelbar mit der didaktischen Herausforderung verknüpft, Hochschullehre digital zu gestalten. In der digitalen                   3D-Stadmodellierung werden die Erfassung und Darstellung des Status Quo der Stadtsituation ebenso wie zeitliche Vorblicke in die Zukunft und Rückblicke in die Vergangenheit umgesetzt.

Aktuell findet ein Ausschnitt des digitalen Stadtmodells
Siegen 3D-geplottet Einsatz im Siegerlandmuseum der Stadt
Siegen. Die digitale Modellierung des Siegbergs stellt
dort die digitale Grundlage dar für die Erarbeitung von
„Erinnerungsorten“ im Rahmen des Projektes ZEIT.RAUM
Siegen (http://www.zeitraum-siegen.de/).

Als ZEIT.RAUM2 –Siegen Unter Tage soll aktuell in Fortsetzung der digitalen Modellierung des 3D-Stadtmodells die thematische Ausrichtung in die Tiefe erweitert werden. Mit der Umsetzung dieses Vorhabens werden eine Vielzahl von Grenzen überschritten:

a) Die räumliche Beschränkung eines haptischen 3D-Modells (Siegerlandmuseum) wird aufgehoben zugunsten der räumlich unbegrenzten Ausdehnung des virtuellen Modells.

b) Die optische Beschränkung auf die Erdoberfläche wird aufgehoben zugunsten der virtuellen Einblicke in die Tiefe.

c) Die thematische Beschränkung des 3D-Stadtmodells wird erweitert auf die Geschichte von Industrie und Bergbau des Siegerlandes.

d) Die Widmung für die Lehre wird thematisch ausgeweitet von der Bearbeitung der Geodaten auf Aspekte der Geschichte und der Geografie.

e) Die Widmung für die Lehre wird in der Orientierung
ausgeweitet von der universitären Lehre auf das schulische Umfeld ebenso wie auf außerschulische Lernszenarien.

Das Projekt befindet sich seit 2003 in Durchführung und stetiger Weiterentwicklung.

Verwendete Plattformen und Tools

PC-Pool des Departments/ ArcGIS der US-amerikanischen Firma Esri (Environmental Systems Research Institute)

Einführung in Geoinformation (PDF)

Ansprechpartnerin

Univ.- Prof. Dr.-Ing. Monika Jarosch
Fakultät IV – Dep. Bauingenieurwesen
Lehrstuhl für Praktische Geodäsie und Geoinformation

Kontakt:
Univ.- Prof. Dr.-Ing. Monika Jarosch
Jarosch@vermessung.uni-siegen.de

FLIPPED CLASSROOM in der Vorlesung Prozessmanagement

Kurzbeschreibung des Lehrprojekts

In meiner Vorlesung „Prozessmanagement“ wende ich die Unterrichtsmethode „flipped classroom“ an, welche an vielen renommierten US-Universitäten bereits erfolgreich eingesetzt wird. Bei diesem Konzept wird die übliche Stoffvermittlung in Vorlesungen durch den Dozenten und die vertiefende Anwendung der Lerninhalte durch Studierende zu Hause insofern vertauscht, als das die Lerninhalte von den Studierenden zunächst zu Hause erarbeitet werden (Wissensaneignung) und die Anwendung dieses Wissens in Präsenzterminen gemeinsam mit dem Dozenten geschieht (Wissensvertiefung und -anwendung).

Die Veranstaltung habe ich dementsprechend in zwei Phasen gegliedert:

  1. Selbstlernphase (ca. erste Hälfte der Vorlesungszeit)
    In dieser Phase erfolgt die eigenverantwortliche Aneignung der Lerninhalte durch die Studierenden. Dies geschieht mit der Hilfe von Lernvideos, die von mir auf der Moodleplattform bereitgestellt werden und die die Studierenden zu Hause rezipieren. Den Studierenden bietet diese Phase die Möglichkeit, die Lehrinhalte selbstbestimmt und im eigenen Tempo zu rezipieren. So kann beispielsweise während des Videos pausiert oder zurückgespult werden.
    Gemäß der Bloomschen Lernzieltaxonomie ist das Ziel in dieser Phase, den Studierenden Wissen zu Fakten, Methoden und Theorien des Prozessmanagements zu vermitteln. Eine Lernkontrolle erfolgt durch eine Mid-Term-Klausur, im Rahmen derer dieses Wissen abgefragt wird.
  2. Vertiefungsphase (ca. zweite Hälfte der Vorlesungszeit)
    In dieser Phase werden im Rahmen von mehreren Präsenzterminen dann die in der Selbstlernphase erarbeiteten Lerninhalte gemeinsam mit dem Dozenten vertieft und angewendet. Dies geschieht beispielsweise durch das gemeinsame Lösen von Fallstudien, durch das Anbieten von Gastvorträgen von Vertretern aus der Unternehmenspraxis, durch das gemeinsame Diskutieren und Fragenbeantworten über/in Bezug auf die in Phase 1 bereitgestellten Lerninhalte sowie das gemeinsame Erarbeiten von Übungsaufgaben. Die Studierenden sollen in dieser Phase in eine aktive Rolle versetzt werden.

Gemäß der Bloomschen Lernzieltaxonomie sollen Studierende in dieser Phase,…

  • Zusammenhänge verstehen, Bedeutungen von Teilinformationen erkennen, Teilinformationen rekombinieren können;
  • in Phase 1 erlerntes Wissen bei konkreten, bis dahin unbekannten Aufgaben und Problemstellungen anwenden können und
  • Sachverhalte und Problemstellungen des Prozessmanagements analysieren können.

Das Projekt befindet sich im zweiten Jahr der Durchführung

Eingesetzte Plattformen und Tools

Lehrvideos

FLIPPED CLASSROOM (PDF)

Ansprechpartner

Vertretungsprofessur Dr. Ulrich Bretschneider
Fakultät III – Institut Wirtschaftsinformatik

Kontakt
Dr. Ulrich Bretschneider
ulrich.bretschneider@uni-siegen.de

Interaktive domänenspezifische Aufgaben in Vorlesungen und virtuellen Übungen

Kurzbeschreibung des Lehrprojekts

Im Rahmen des Lehrprojektes erhalten die Studierenden während der Vorlesung und zur wöchentlichen Übung interaktive domänenspezifische Aufgaben.
In der zusätzlichen Abbildung sehen Sie als Beispiel eine ABC-Analyse. Die Studierenden erhalten im ersten Teil der Aufgabe eine kurze Erklärung zur ABC-Analyse. Darauf aufbauend werden zwei domänenspezifische Aufgaben von den Teilnehmern bearbeitet. Im Gegensatz zu anderen Learning-Management-Systemen können im Rahmen des ECON EBooks die Aufgabenformate an das jeweilige Fach angepasst werden. In der ABC-Analyse wählen die Teilnehmer im zweiten Teil die Artikelnummer aus und die nachfolgenden Spalten werden automatisiert berechnet. Nach der Bearbeitung können die Studierenden die Aufgabe auswerten lassen und erhalten ein personalisiertes Feedback.
Der Dozierende kann in einer Auswertungsperspektive (Learning Analytics) den Lernfortschritt seiner Studierenden einzeln überprüfen. Da dies bei 250 Studierenden sehr zeitaufwendig ist, gibt es eine grafische, kollektive Auswertungsperspektive. In der kollektiven Auswertungsperspektive kann der Dozierende in einem Diagramm unmittelbar typische Fehler erkennen. Dies ermöglicht es ihm, in der folgenden Veranstaltung auf die Probleme der Studierenden einzugehen und bspw. typische Verständnisprobleme zu klären.
Die Studierenden gaben im Rahmen der Vorlesungsevaluation (EvaSys-Auswertung) ein positives Feedback zum Einsatz der interaktiven Aufgaben. Das regelmäßige Üben und die sofortige Auswertung wurden dabei von den Studierenden hervorgehoben.

Ein erster, für die Studierenden freiwilliger Testlauf fand im Sommersemester 2016 in der Vorlesung „Ökonomie im Unternehmen II“ statt. Seit dem Sommersemester 2017 ist die Teilnahme verpflichtend.

Eingesetzte Plattformen und Tools

Im Rahmen des Lehrprojektes wird auf das elektronische Schulbuch ECON EBook (www.econ-ebook.de) zurückgegriffen. Das elektronische Schulbuch wurde für den Einsatz in der Schule konzipiert. Allerdings können die entwickelten interaktiven Aufgabenformate flexibel mit anderen Inhalten belegt und somit auch im Hochschulkontext angewendet werden.

III Interaktive domänenspezifische Aufgaben (PDF)

Ansprechpartner

AOR Dr. Michael Schuhen,
Dipl.-Gyml. Manuel Froitzheim
Fakultät III – Zentrum für ökonomische Bildung in Siegen (ZöBiS)

Kontakt
Manuel Froitzheim
froitzheim@zoebis.de

Michael Schuhen
schuhen@zoebis.de