FLIPPED CLASSROOM in der Vorlesung Prozessmanagement

Kurzbeschreibung des Lehrprojekts

In meiner Vorlesung „Prozessmanagement“ wende ich die Unterrichtsmethode „flipped classroom“ an, welche an vielen renommierten US-Universitäten bereits erfolgreich eingesetzt wird. Bei diesem Konzept wird die übliche Stoffvermittlung in Vorlesungen durch den Dozenten und die vertiefende Anwendung der Lerninhalte durch Studierende zu Hause insofern vertauscht, als das die Lerninhalte von den Studierenden zunächst zu Hause erarbeitet werden (Wissensaneignung) und die Anwendung dieses Wissens in Präsenzterminen gemeinsam mit dem Dozenten geschieht (Wissensvertiefung und -anwendung).

Die Veranstaltung habe ich dementsprechend in zwei Phasen gegliedert:

  1. Selbstlernphase (ca. erste Hälfte der Vorlesungszeit)
    In dieser Phase erfolgt die eigenverantwortliche Aneignung der Lerninhalte durch die Studierenden. Dies geschieht mit der Hilfe von Lernvideos, die von mir auf der Moodleplattform bereitgestellt werden und die die Studierenden zu Hause rezipieren. Den Studierenden bietet diese Phase die Möglichkeit, die Lehrinhalte selbstbestimmt und im eigenen Tempo zu rezipieren. So kann beispielsweise während des Videos pausiert oder zurückgespult werden.
    Gemäß der Bloomschen Lernzieltaxonomie ist das Ziel in dieser Phase, den Studierenden Wissen zu Fakten, Methoden und Theorien des Prozessmanagements zu vermitteln. Eine Lernkontrolle erfolgt durch eine Mid-Term-Klausur, im Rahmen derer dieses Wissen abgefragt wird.
  2. Vertiefungsphase (ca. zweite Hälfte der Vorlesungszeit)
    In dieser Phase werden im Rahmen von mehreren Präsenzterminen dann die in der Selbstlernphase erarbeiteten Lerninhalte gemeinsam mit dem Dozenten vertieft und angewendet. Dies geschieht beispielsweise durch das gemeinsame Lösen von Fallstudien, durch das Anbieten von Gastvorträgen von Vertretern aus der Unternehmenspraxis, durch das gemeinsame Diskutieren und Fragenbeantworten über/in Bezug auf die in Phase 1 bereitgestellten Lerninhalte sowie das gemeinsame Erarbeiten von Übungsaufgaben. Die Studierenden sollen in dieser Phase in eine aktive Rolle versetzt werden.

Gemäß der Bloomschen Lernzieltaxonomie sollen Studierende in dieser Phase,…

  • Zusammenhänge verstehen, Bedeutungen von Teilinformationen erkennen, Teilinformationen rekombinieren können;
  • in Phase 1 erlerntes Wissen bei konkreten, bis dahin unbekannten Aufgaben und Problemstellungen anwenden können und
  • Sachverhalte und Problemstellungen des Prozessmanagements analysieren können.

Das Projekt befindet sich im zweiten Jahr der Durchführung

Eingesetzte Plattformen und Tools

Lehrvideos

FLIPPED CLASSROOM (PDF)

Ansprechpartner

Vertretungsprofessur Dr. Ulrich Bretschneider
Fakultät III – Institut Wirtschaftsinformatik

Kontakt
Dr. Ulrich Bretschneider
ulrich.bretschneider@uni-siegen.de

Neukonzeption der Vorlesung „Rehabilitation, Integration und Inklusion – Einführung in die wissenschaftlichen Grundlagen des Arbeitsfeldes“

Kurzbeschreibung des Lehrprojekts

Die Neukonzeption soll nach dem Ansatz des Flipped-Classroom die darbietenden Anteile der Vorlesung in die Selbststudienzeiten der Studierenden verlagern, um so mehr Raum zur Diskussion und gemeinsamen Erarbeitung des Stoffs in der Präsenzveranstaltung zu schaffen. Da die Vorlesung mehrere spezialisierte Themenfelder anspricht, soll so auch die Expertise benachbarter Fächer besser einbezogen werden, beispielsweise durch Video-Präsentationen von Gast-Dozenten.

Die Veranstaltung soll ab SoSe 2018 durchgeführt werden.

Eingesetzte Plattformen und Tools

Moodle evtl. auch andere Plattformen

II Neukonzeption der Vorlesung „Rehabilitation, Integration und Inklusion (PDF)

Ansprechpartner und Ansprechpartnerin

Prof. Dr. Albrecht Rohrmann,
Dr. Birgit Papke,
Prof. Dr. Imke Niediek
Fakultät II – Department Erziehungswissenschaft – Psychologie

Kontakt:
Prof. Dr. Imke Niediek
imke.niediek@uni-siegen.de