COMALAT – Competence Oriented Multilingual Adaptive Language Assessment and Training System

Kurzbeschreibung des Lehrprojekts

COMALAT ist eine web-basierte E-Learning Plattform und Mobile App für Android Smartphones zur Vermittlung von Sprachkompetenz. Das System fokussiert mithilfe von bereitgestellten Lernmaterialien (Deutsch, Englisch, Spanisch im Einsteiger- und Fortgeschrittenen-Niveau) vor allem die passiven Sprachkompetenzen und bietet ebenfalls einführende Lernmaterialien in den job-orientierten Themenbereichen Gesundheitswesen, Tourismus, Wissenschaft und Technik sowie Wirtschafts- und Fachsprache.

COMALAT besitzt im Gegensatz zu bestehenden Sprachenlernsystemen einen uneingeschränkten, kostenfreien Zugang zu allen Materialien und bietet einen gewissen Grad an Adaptivität (basierend auf statistischer Auswertung), um auf Schwächen des Benutzers, durch die Empfehlung von zusätzlichen Lernmaterialien, einzugehen.

Die Lernmaterialien sind als Open Educational Ressource (OER) für alle EU-Bürger kostenlos zugänglich.

An COMALAT (Erasmus+, Leitaktion 2 Strategische Partnerschaften) beteiligt waren neben der Universität Siegen (Fachgruppe Praktische Informatik und Institut für Wissensbasierte Systeme und Wissensmanagement), die Aristoteles Universität Thessaloniki, Griechenland und das Sprachenzentrum an der Universität Alicante, Spanien.

Projektlaufzeit: September 2014 – August 2017.

COMALAT ist eine offene Lernplattform (Training Platform) für
Sprachkompetenzen im Anfänger- und Fortgeschrittenenlevel
in Deutsch, Englisch und Spanisch. Mit COMALAT lassen sich
vor allem die so genannten passiven Sprachkompetenzen wie
Wortschatz, Lesen und Hörverstehen trainieren. COMALAT
orientiert sich an den Stärken und Schwächen des Benutzers,
da der Lernfortschritt, im sog. Competence Assessment,
kontinuierlich überwacht wird und nach jedem Lerneinheits-
abschnitt bei Bedarf passende Zusatz-Aufgaben durch das
System empfohlen werden. Bei der Empfehlung von
zusätzlichen Materialien spielen eigene Testbewertungen und
die Bewertungen anderer Lerner in der Plattform eine Rolle. Im
COMALAT Projekt wurde Fuzzy Grading entwickelt – eine
statistische Auswertung (Statistical Analysis and Machine
Learning) von Testresultaten, die es ermöglicht, Fälle zu
beurteilen, die genau an der Grenze des Bestehens/Nicht-
Bestehens von Lernabschnitten liegen. Außerdem wurde ein
Verfahren implementiert, das Lernertypen (Archetypal
Analysis) identifizieren kann und so dem Lehrer bzw. dem
Lernmaterialersteller Aufschluss darüber geben kann, wie
Lerner im Vergleich zu den Referenztypen bewertet werden.
Um die angesprochene Adaptivität (Adaptive Training) zu
gewährleisten, erfordert das System eine entsprechende
Konfiguration des Lernmaterials, der möglichen Lernpfade und
der verschiedenen Varianten des Feedbacks. Hierfür wurde eine eigene Systemkomponente (Authoring Tool) entwickelt, die das Configuration Mapping unterstützt.

Welche Plattformen und/oder digitalen Tools verwenden Sie im Rahmen Ihres Lehrprojekts?

COMALAT verwendet das Learning Management System „Sakai“ als Basisplattform. Erweitert wurde Sakai um zwei selbst programmierte Tools, Guide und Authoring.

  • Die Guide-Komponente dient der Präsentation und Empfehlung von Lernmaterialien (erklärende Lernmaterialien in HTML, aber auch eingebundene Tests im speziellen E-Learning Format).
  • Authoring ist eine zusätzliche Autorenumgebung, die dabei hilft neue Lernmaterialien ins System einzupflegen, diese zu bearbeiten oder die Sequenz an Lernmaterialien zu verändern.

Material:

www.comalat.eu/app
http://www.comalat.eu/mobile
http://www.comalat.eu/oer

COMALAT (PDF)

Ansprechpartner

Prof. Dr. Udo Kelter
Fakultät IV – Institut für Praktische Informatik

Prof. Dr.-Ing. Madjid Fathi
Fakultät IV – Institut für Wissensbasierte Systeme und Wissensmanagement

Kontakt:
Johannes Zenkert
johannes.zenkert@uni-siegen.de

Inverted Classroom Kozeption auf Basis eines interaktiven und adaptiven Lehr-Lernsystems

Kurzbeschreibung des Lehrprojekts

Aus bildungswissenschaftlicher Perspektive steht der (hochschul-)didaktische Implikationszusammenhang (hDIZ) im Zentrum der Überlegungen. In diesem Zusammenhang von Zielen, Inhalten und Verfahren sind integrierte Lernplattformen wie z.B. Examio als Verfahrensbündel einzustufen. Ausgangspunkt für den Einsatz der Software ist die Frage, inwiefern die Nutzung von Lehrdeputaten effizienter gestaltet werden kann, indem repetitive Anteile von Lehrveranstaltungen und Assessments automatisiert werden

Ziele:
Ein wesentlicher Indikator von erfolgreichen hochschuldidaktischen Settings besteht in der Aktivierung der Studierenden. Es sollte demnach angestrebt werden, die Studierenden in die Lage zu versetzen, sich möglichst aktiv mit den Lerninhalten auseinander zu setzen. Lern- und motivationstheoretisch betrachtet liegt im hohen Grad an Individualisierungsoptionen online-gestützter Lernplattformen hierbei ein besonderes Potential.

Inhalte:
Insbesondere in Zeiten auf hohem Niveau steigender Studierneigung der nachwachsenden Generationen und immer heterogener werdender Lerngruppen ist es ein Kernaspekt hochschuldidaktischer Planungs- und Gestaltungsprozesse wissenschaftliches Wissen so vorzubereiten, dass möglichst viele Studierende einen Zugang finden und gleichzeitig die Komplexität nicht reduziert wird.

Verfahren:
Insbesondere ist die Möglichkeit zur Individualisierung von Lehrveranstaltungen hervorzuheben. Grundsätzlich ist es zunächst möglich denselben Inhalt wahlweise in unterschiedlichen Medien anzubieten (Text, Folien, Screencast, Live-online Vorlesung, etc.) und diese Inhalte mit kurzen Wissensstandsfragen im geschlossenen Aufgabenformat anzureichern. Darüber hinaus können die Materialien barrierefrei gestaltet werden.
Es besteht die Möglichkeit, die Software so zu programmieren, dass sich die Lernumgebung den Lernenden und deren Lernrhythmen / Lerntempi / Entwicklungsständen etc. adaptiv anpasst. Die Lernpfade müssen dann nicht wie im klassischen Lernen im Gleichschritt gelehrt werden, sondern ermöglichen ein flexibles Lernen durch anpassen des Lernpfads an die individuellen Umstände.

Derzeit wird die Veranstaltung „Einführung in die Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt BWP“ mit der Lernplattform Examio konzeptioniert und erprobt. Die Veranstaltung soll dieses Semester mit einem Design-Based-Research Forschungsdesign evaluiert werden.

Das Lehrprojekt befindet sich seit 05.10.17 in der Durchführung

Verwendete Plattformen und Tools

Es wird die online-basierte Lernplattform Examio genutzt.

II Inverted Classroom Kozeption auf Basis eines interaktiven und adaptiven Lehr-Lernsystems (PDF)

Ansprechpartner

Jun.-Prof. Eckart Diezemann
Jonatan Castrejón Acosta(WHK)
Fakultät II – AG Berufs- und Wirtschaftspädagogik

Kontakt
Jun.-Prof. Diezemann
eckart.diezemann@uni-siegen.de