{"id":2311,"date":"2013-10-05T17:17:45","date_gmt":"2013-10-05T15:17:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/?p=2311"},"modified":"2013-10-05T17:17:45","modified_gmt":"2013-10-05T15:17:45","slug":"auf-gute-nachbarschaft-das-eigene-und-das-fremde-rezension-zu-alfred-nordheimklaus-antoni-hg-grenzuberschreitungen-der-mensch-im-spannungsfeld-von-biologie-kultur-und-technikvon-ju","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/2013\/10\/05\/auf-gute-nachbarschaft-das-eigene-und-das-fremde-rezension-zu-alfred-nordheimklaus-antoni-hg-grenzuberschreitungen-der-mensch-im-spannungsfeld-von-biologie-kultur-und-technikvon-ju\/","title":{"rendered":"Auf gute Nachbarschaft? Das Eigene und das Fremde Rezension zu Alfred Nordheim\/Klaus Antoni (Hg.): \u00bbGrenz\u00fcberschreitungen. Der Mensch im Spannungsfeld von Biologie, Kultur und Technik\u00abvon Julia Diek\u00e4mper5.10.2013"},"content":{"rendered":"<p>Grenzen einzurei\u00dfen und damit zu verschieben, ist heutzutage modern<!--more--><\/p>\n<p>Zwei Beobachtungen zun\u00e4chst. Die eine: Grenzen einzurei\u00dfen und damit zu verschieben, ist heutzutage modern. Das gilt f\u00fcr die Erziehung genauso wie f\u00fcr den Freihandel. In einer Zeit, die die Festlegung scheut, ist es offensichtlich schwer, Unterscheidungen zu denken. Schlie\u00dflich bedeutet jede so gezogene Grenze einen Platzverweis: Durch die Trennlinie zwischen mir und dir, zwischen denen und uns, stiften die so gezogenen Grenzen eine m\u00f6gliche Konfliktgrundlage und stehen einer vermeintlich progressiven Integrations- oder Inklusionsrhetorik entgegen.<\/p>\n<p>Die andere: Die sich ereignenden Grenzverschiebungen sind aktuell Gegenstand vielf\u00e4ltiger \u00dcberlegungen, die zwischen Magazin- oder Buchdeckeln gesammelt werden (hierzu etwa Konrad Paul Liesmann, \u00bbLob der Grenze\u00ab, Wien 2012; \u00bbBrand eins\u00ab, 3\/2013, \u00bbPolar\u00ab, 15\/2013). Die Trennlinien zwischen akademischen Disziplinen stehen dabei unter besonderer Beobachtung. Der durch die Neuabsteckung angenommene Mehrwert m\u00fcndet in dem proklamatorischen Ziel, das kaum einem DFG-Antrag fehlen darf: Interdisziplinarit\u00e4t.<\/p>\n<p>Der aus einer Vortragsreihe an der Universit\u00e4t T\u00fcbingen entstandene Sammelband \u00bbGrenz\u00fcberschreitung. Der Mensch im Spannungsfeld von Biologie, Kultur und Technik\u00ab ist vorderhand beiden Beobachtungen verpflichtet und damit auf der H\u00f6he der Zeit. Zum einen loten Vertreter unterschiedlicher Disziplinen den Grenzbegriff f\u00fcr ihre F\u00e4cher aus. Zum anderen er\u00f6ffnen sie damit, so die Absichtserkl\u00e4rung, die Grenzen zwischen unterschiedlichen akademischen Glaubensgrunds\u00e4tzen, um Prognosen \u00fcber \u00bbGegenwart und Zukunft unserer Erkenntnis des Menschen\u00ab (S.9) zu wagen. Und auch Autor Rainer Funk stellt in Aussicht, die Beitr\u00e4ge dieses Bandes sollten \u00bbbewusst von ganz unterschiedlichen wissenschaftlichen Ans\u00e4tzen und Methoden das Thema \u00bbGrenz\u00fcberschreitung\u00ab er\u00f6rtern und damit zu einem interdisziplin\u00e4ren Dialog beitragen.\u00ab (93) Das hehre Ziel ger\u00e4t hier aber vor allem eines: an seine Grenzen.<\/p>\n<p>Die Beitr\u00e4ge kn\u00fcpfen an gesellschafts- und wissenschaftspolitische Brennpunkte an. Um das zu erkennen, muss man nur die Zeitung aufschlagen. Sie implizieren die Frage: Wie funktioniert der Mensch? Wie Erkenntnis? Was ist Leben? Und: Wie wollen wir leben? Eine Antwort verspricht also nicht weniger als Weltwahrnehmungserkl\u00e4rung. Der aktuelle Stand der Wissenschaften mag den f\u00fcr sich genommenen h\u00f6chst aufschlussreichen Beitr\u00e4gen zugrunde liegen. Und dass der semantische Hallraum eines Grenzbegriffs Alternativen der Fokussierung auf die Einzelwissenschaften erm\u00f6glicht h\u00e4tte, ist so wahr wie unproblematisch. Allein, die Beitr\u00e4ge verbindet bis auf ein sich \u00fcberschneidendes Vokabular nur wenig. Sehr wenig. Dass alle Aufs\u00e4tze um einen Grenzbegriff kreisen, l\u00e4sst sich schlicht aufgrund der quantitativen Nennung einfach ausmachen. Wo allerdings diese Grenzen verlaufen, bleibt ein genauso gut geh\u00fctetes Geheimnis wie das, in welchem Zusammenhang die eigene Grenzerkundung mit der der anderen steht.<\/p>\n<p>Die Dramaturgie der Beitr\u00e4ge erfolgt n\u00e4mlich traditionell und bleibt ganz in disziplin\u00e4ren Grenzen verhaftet: Auf naturwissenschaftliche Exemplifikationen zu Wahrnehmungs- und Erkenntnisr\u00e4umen, bzw. zu den Entwicklungen der jungen Disziplin Synthetische Biologie (Singer, Nordheim) folgt eine Auseinandersetzung mit dem Grenzerleben von Individuen (Klosinski; Funk). Hans Konrad Bielaski erl\u00e4utert anl\u00e4sslich des Zusammenhangs von Essgewohnheiten und Gesundheit ein Scharnier von naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und kulturellen Grenz\u00fcberschreitungen. Schlie\u00dflich bietet eine kulturwissenschaftliche Dimension einen weiteren Pfad, Grenzverschiebung unter die Lupe zu nehmen (Langewiesche; Weidtmann; Antoni). Den Abschluss des Bandes bilden J\u00fcrgen Wertheimers \u00dcberlegungen zum Grenzbegriff als solchem.<\/p>\n<p>Dass dieser dem Band nicht voran steht, k\u00f6nnte dadurch gerechtfertigt sein, dass er das durchschrittene Gel\u00e4nde kartiert. Das allerdings geschieht nicht. Er steht hier ebenso monolithisch wie seine Nachbarn. Wolf Singers Ausf\u00fchrungen zur Bedeutung und Konsequenz neurobiologischer Erkenntnisse grenzen somit an diejenigen von Dieter Langewiesche zur gesellschaftlichen De-Stabilisierung von Normen. Argumentiert der eine, Wahrnehmung beruhe auf der Best\u00e4tigung von Hypothesen, oder Wahrnehmung und Vorstellung unterscheiden sich lediglich in der Hirnaktivit\u00e4t (24), bilanziert der andere, ohne Normenversto\u00df (Grenzverschiebung!) g\u00e4be es keinen gesellschaftlichen Fortschritt, ohne Normengehorsam keine funktionsf\u00e4hige Gesellschaft und keinen funktionierenden Staat (168).<\/p>\n<p>Wie heterogen das sich hier entfaltende Grenzpanorama aufscheint, verdeutlichen ebenfalls die \u00dcberlegungen, welche Grenzen wissenschaftliche Disziplinen im Spannungsfeld von Natur und Kultur zu verr\u00fccken verm\u00f6gen. Als Craig Venter 2010 etwa sein k\u00fcnstlich erzeugtes Bakterium medienbegleitet der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentierte, da war von den mit der Synthetischen Biologie einhergehenden Grenzen des Machbaren die Rede. D\u00fcrfen wir, was wir k\u00f6nnen? Alfred Nordheim vollzieht in seinem Beitrag die Grenz\u00fcberschreitungen des Menschen im Umgang mit der Natur nach und gelangt zu dem Schluss, dass bereits mit der DNA-Klonierung der Mensch erstmals bewusst \u201eeine grundlegende Grenze der Natur, n\u00e4mlich die Begrenzung des Austauschs von Erbinformationen \u00fcber die Artenschranken hinweg\u00ab (47) \u00fcberschritten habe.<\/p>\n<p>In der offensichtlichen Aufkl\u00e4rungs- und Informationsabsicht, verschwindet aber zusehends der roten Faden. Der aus wenigen S\u00e4tzen bestehende Ausblick pointiert die Einsch\u00e4tzung des Autors bezogen auf die M\u00f6glichkeiten des wissenschaftlichen Feldes, nicht aber die Grenz\u00fcberschreitung der Synthetischen Biologie: \u00bbEs bleibt dabei der gesellschaftliche Auftrag, die vielversprechenden Anwendungen der Synthetischen Biologie im Rahmen des Erw\u00fcnschten zu steuern.\u00ab (59). Wer wollte dem widersprechen?<\/p>\n<p>Eine Grenzverschiebung, naturgem\u00e4\u00df wiederum ganz anderer Art \u2013 hat Gunther Klosinski im Blick, wenn er sie bezogen auf die Lebensumst\u00e4nde in psychodynamischen Ausnahmezust\u00e4nden anwendet. Diese an Fallbeispielen reiche Ausf\u00fchrung allerdings \u00f6ffnet nicht den Dialog mit den Nachbartexten und -disziplinen. \u00a0\u2013 Welche Rolle spielt hier etwa der freie Wille im Gegensatz zum Neurobiologen Singer? Welche ein Normverst\u00e4ndnis ist dem Beitrag im Gegensatz zu Langewiesche eingeschrieben? \u2013 Stattdessen nimmt Klosinski unterschiedliche psychische St\u00f6rungen in den Blick. Der Zusammenhang zwischen Individuum und Gesellschaft schlie\u00dflich besch\u00e4ftigt auch Rainer Funk, der nach der Sinnhaftigkeit der Entgrenzungsbestrebungen fragt, die zwar faszinierend seien, aber dennoch zu Ersch\u00f6pfungszust\u00e4nden Betroffener f\u00fchre. Er gelangt zu dem Fazit: \u00bbAngesichts der faszinierenden M\u00f6glichkeit der heute m\u00f6glichen Grenz\u00fcberschreitungen ist zu fragen, ob wir gut beraten sind, wenn wir auch unsere eigene Pers\u00f6nlichkeit mit ihren Eigenheiten und Begrenztheiten zu entgrenzen versuchen.\u00ab (111).<\/p>\n<p>Die Grenze zwischen Natur und Kultur, zwischen Nat\u00fcrlichkeit und K\u00fcnstlichkeit, fordert auch andere Beobachtungen heraus. Dass in diesem Zusammenhang etwa der Umgang mit Lebensmitteln ein h\u00f6chst aktuelles Thema ist, zeigt nicht nur der Hype um entsprechende Bioprodukte. Neben fairen Produktionsweisen verspricht deren Erwerb schlie\u00dflich einen wertvollen Beitrag zur eigenen Gesundheit zu leisten. Sie sind somit nicht weniger als ein Instrument der Selbststeuerung. Was aber genau ist eigentlich f\u00fcr den Einzelnen gesunde Ern\u00e4hrung? Welche Rolle spielt hier der jeweilige Lebensraum?<\/p>\n<p>Hans Konrad Bielaski gelangt angesichts dieser Fragen zu dem Schluss, die \u00bb\u00dcbertragung bestimmter Ern\u00e4hrungsformen ohne Kenntnis der Nischen, der Nischenkonstruktion und der Population\u00ab (128) sei \u00e4u\u00dferst problematisch. Er f\u00fchrt \u00fcberzeugend den Zusammenhang von Lebensumst\u00e4nden, Ern\u00e4hrungsgewohnheiten und Gesundheit vor. \u00bbWas genau gesunde Ern\u00e4hrung ist, erschlie\u00dft sich demnach wahrscheinlich nur im Rahmen engerer Grenzen und nicht als allgemein g\u00fcltiges Prinzip.\u00ab (133).<\/p>\n<p>Das ist ja alles sch\u00f6n und gut und mitunter auch wahr. Doch fragt man nach dem interdisziplin\u00e4ren N\u00e4hrwert der Untersuchungen, wird man auf Di\u00e4t gesetzt. Denn die Verbindungen zwischen den verschiedenen Ans\u00e4tzen dieses Grenzziehungspotpourries scheinen oft mit den H\u00e4nden greifbar. Dass etwa die \u00dcberwindung der Disziplinengrenzen auch ein Sprachproblem ist, das geh\u00f6rt etwa zu den Gemeinpl\u00e4tzen von C.P. Snow. Aber Menschen verbindet nun einmal ihr Gebrauch von Sprache. Alleine deshalb ist die Suche nach gemeinsamen Sprachwurzeln an den Grenzen zwischen Sprachen in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Dass die Rekonstruktion von Ursprache, von Sprachverwandtschaft auch disziplin\u00e4r verbindungsstiftend und damit im disziplin\u00e4ren Sinne grenz\u00fcberschreitend ist, zeigt Gerhard J\u00e4ger, indem er \u00c4hnlichkeiten zwischen Biologie und Linguistik aufzeigt. (etwa in Hinblick auf die taxonomische Klassifikationen) und damit offensichtlich ein produktives Feld des Dialogs im Blick hat. Was dies \u00fcber die singul\u00e4re Betrachtung (auch praktisch) zu bedeuten vermag, kann an dieser Stelle jedoch nicht gekl\u00e4rt werden.<\/p>\n<p>Neben der Sprache sind es zudem Normen und Werte, die unser Menschsein bestimmen. Damit ist die sie betreffende Grenzziehung ebenfalls ein im Sinne des Anliegens klug gew\u00e4hlter Ort. Zu einer nur bedingt innovativen Einsch\u00e4tzung gelangt Dieter Langewiesche allerdings, indem er die Begr\u00fcndung und Verschiebung von Normen untersucht. Ohne Normenbruch, so die Diagnose, keine Innovation und kein gesellschaftlicher Fortschritt. \u00bbGrenz\u00fcberschreitung durch Bruch kultureller Normen ist ein st\u00e4ndiger Prozess, der hilft, \u00c4nderungen zu erm\u00f6glichen und Gesellschaft vor der Erstarrung zu bewahren.\u00ab (182) Ein Bruch mit den Grenzziehungen der Einzeldisziplinen, gar eine begriffliche Grenzverschiebung vollzieht sich aber auch hier nicht.<\/p>\n<p>\u00d6ffnet man den hier gebotenen Konnex dann noch einmal, ger\u00e4t schnell der Begriff der Kultur ins Spiel. Mit ihm setzt sich in disziplin\u00e4rer Meta-Hinsicht Niels Weidtmann auseinander, indem er einen weiteren gern gesehenen Begriff befragt: Den der Interkulturalit\u00e4t. Weidtmann unterstreicht, dass dessen Konzeption deshalb diskutabel sei, weil unklar ist, inwiefern sich Kulturen als Entit\u00e4ten begreifen lassen. Was konstituiert also eine Kultur? Im Gegensatz zu Religionen h\u00e4tten, so Weidtmann, Kulturen keine Grundlagen (einen Punkt, an dem es angesichts von Werten und Normen, oder auch so mancher Sprachtheorie hinreichend viele Ankn\u00fcpfungspunkte g\u00e4be). F\u00fcr ihn verbindet Kultur allerdings \u00bbkulturelles Verhalten\u00ab (188). Kultur steht hier zwischen den sozialen Ordnungen. In der Abw\u00e4gung zwischen Konzeptionen von Inter- vs. Transkulturalit\u00e4t kommt Weidtmann zu dem Schluss, ersterer gehe es, im Gegensatz zur Transdisziplinarit\u00e4t, nicht nur um die Durchmischung, sondern um die M\u00f6glichkeit zu kritisieren und zu lernen. Bezogen auf die Gesamtkonzeption des Bandes, gelingt es ihm allerdings vortrefflich, den Blick auf die Schwierigkeiten des aufgebotenen Arrangements selbst zu lenken.<\/p>\n<p>Die theoretisierenden \u00dcberlegungen konfrontiert schlie\u00dflich Klaus Antoni mit einer plastischen und sehr gelungenen Geschichte der Gegenwart, indem er vor dem Hintergrund des historischen Erziehungserlasses die nach \u00bbFukushima\u00ab \u00f6ffentlich werdende Beziehung zwischen \u00bballgemeine Moral\u00ab und \u00bbKaiserhaus\u00ab als Rekurs auf die Funktion des Kaisers als Quelle der Nationalmoral liest. Dabei gelangt er zu dem Schluss, der Mensch als Tr\u00e4ger von Grenzzeichen k\u00f6nne selbst zu einem limitischen Symbol werden, das als Kristallisationspunkt einer Gruppenidentit\u00e4t fungiert (225).<\/p>\n<p>All das Reden \u00fcber Grenzziehungen m\u00fcndet in J\u00fcrgen Wertheimer \u00dcberlegungen, wie mit diesen akademisch umzugehen sei. Er bilanziert, \u00bbWahrnehmungsgeschichte im Zeitalter der Globalisierung\u00ab sei \u00bbangewandte Philosophie der Grenze, Grenzziehung und der Grenz\u00fcberschreitung.\u00ab (231). Damit fokussiert er also auf einer Metaebene den Umgang mit Grenzen. Wertheimer w\u00fcnscht sich die Universit\u00e4t als einen Ort, an der die inter- oder transdisziplin\u00e4re Perspektive nicht als Feigenblattpolitik betrieben, sondern durch sie ein Freiraum geschaffen werde, Erkenntnism\u00f6glichkeiten zu gewinnen.<\/p>\n<p>Das ist ein allzu berechtigtes Anliegen. Schlie\u00dflich existieren diese Projekte zwar zu Hauf. Allein, schwierig wird es, wenn diese Zusammenf\u00fchrung zu einem Treffpunkt auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner wird. Dass unterschiedliche Disziplinen einen Beitrag zu gesellschaftlich dr\u00e4ngenden Fragen \u2013 wie durch die Lebenswissenschaften aufgeworfen \u2013 zu leisten haben, scheint unbestreitbar. Hier allerdings g\u00e4lte es, die Disziplinen ernst zu nehmen. Und im Sinne Wertheimers Forderung kann dies nur geschehen, wenn wir uns \u00fcber Begriffe und ihre Bedeutungen f\u00fcr die jeweilige Disziplin verst\u00e4ndigen. Wenn wir also Begriffskl\u00e4rung betreiben. Dabei mit dem Begriff der Grenze zu beginnen, w\u00e4re auch f\u00fcr den Sammelband ein lohnendes Projekt gewesen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Bibliografischer Nachweis<\/strong>:<br \/>\nAlfred Nordheim\/Klaus Antoni (Hg.)<br \/>\nGrenz\u00fcberschreitungen. Der Mensch im Spannungsfeld von Biologie, Kultur und Technik<br \/>\nBielefeld 2013<br \/>\ntranscript Verlag<br \/>\nISBN 978-3-8376-2260-7<br \/>\n248 Seiten<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Julia Diek\u00e4mper (Dr.phil.) ist Kulturwissenschaftlerin. Sie arbeitet als Lehrbeauftragte und Autorin.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Grenzen einzurei\u00dfen und damit zu verschieben, ist heutzutage modern<\/p>\n","protected":false},"author":391,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[57],"tags":[105257,907,1175,1627,1837,1993,2272],"class_list":["post-2311","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-alfred-nordheimklaus-antoni","tag-grenzubertretung","tag-julia-diekamper","tag-natur-und-kultur","tag-pop-zeitschrift-2","tag-rezension","tag-synthetische-biologie"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2311","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/users\/391"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2311"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2311\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2311"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2311"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2311"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}