{"id":2468,"date":"2013-11-23T22:45:17","date_gmt":"2013-11-23T20:45:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/?p=2468"},"modified":"2013-11-23T22:45:17","modified_gmt":"2013-11-23T20:45:17","slug":"bose-musikvon-dominik-irtenkauf23-11-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/2013\/11\/23\/bose-musikvon-dominik-irtenkauf23-11-2013\/","title":{"rendered":"B\u00f6se Musikvon Dominik Irtenkauf23.11.2013"},"content":{"rendered":"<p>B\u00f6se Musik \u2013 wie klingt das wohl?<!--more mehr--> Bereits im Vorfeld der Veranstaltung \u00bbB\u00f6se Musik. Oden an Gewalt, Tod und Teufel\u00ab schwebte die gro\u00dfe Frage \u00fcber den K\u00f6pfen der Teilnehmer (Berlin, Haus der Kulturen der Welt, 24.-27.10. 2013). Einen Abend und drei Tage konturierten Schriftsteller, Journalisten, Performance-K\u00fcnstler, Musiker, DJs (und eine DJane), Filmemacher, Wissenschaftler und nicht zu vergessen auch die Besucher das weite Feld der \u203ab\u00f6sen Musik\u2039. Ist es der Klang allein oder ben\u00f6tigt die \u203ab\u00f6se Musik\u2039 eine lyrische Dekoration, um als b\u00f6se gelten zu k\u00f6nnen? Welche Absicht verfolgt eine solche Musik?<\/p>\n<p>Die Veranstaltung bietet am letzten Oktoberwochenende mehrere Angebote, wie \u203ab\u00f6se\u2039 Musik klingen k\u00f6nnte. Da diese Bezeichnung kein eigenes Genre darstellt, lassen sich unter dem Begriff sowohl Nazi-Oi Punk, Death und Black Metal, Industrial, aber auch akustisch bek\u00f6mmliche St\u00fccke, wie die Narco Corridos aus Mexiko und auch Mafialieder aus Neapel (Italien) fassen. Die akustische Wahrnehmung dieser Stile unterscheidet sich: W\u00e4hrend im Extreme Metal bereits klanglich ein aggressiver Eindruck vermittelt wird (zumindest f\u00fcr H\u00f6rer, die sich nicht regelm\u00e4\u00dfig mit Ver\u00f6ffentlichungen aus diesen Richtungen besch\u00e4ftigen), wirken Neofolk-Interpreten und die Folkbarden, die die Verbrechen der mexikanischen Drogenkartelle und ihrer Unterweltbosse besingen, harmlos und leicht goutierbar.<\/p>\n<p>Dietmar Dath besch\u00e4ftigt sich in seinen schriftstellerischen und journalistischen Arbeiten immer wieder mit der Faszination, die vom Heavy Metal ausgeht. Besonderes Augenmerk richtet er hierbei auf den skandinavischen Black Metal. In seiner Keynote am 24.10. nennt er auch den rechtsextremen Black Metal-Musiker Varg Vikernes aka Burzum, der unl\u00e4ngst aufgrund des Terrorismusverdachts von der franz\u00f6sischen Polizei f\u00fcr einige Tage in U-Haft genommen wurde.<\/p>\n<p>Damit \u00bbb\u00f6se Musik\u00ab wirklich im moralischen Sinne b\u00f6se werden kann, muss sie zuvor fetischisiert werden, so Dath in seinem Vortrag. Das Attribut \u00bbb\u00f6se\u00ab ist allein zu abstrakt, es muss konkretisiert werden, so Dath. Da tauchen dann die Accessoires der verschiedenen Musiken auf: im Gangsta-Rap nutzt man andere als im Metal. Letztlich beeindruckt das aber nur die eigene Clique. Erst wenn die \u00bbGesten des B\u00f6sen\u00ab den eigenen Container verlassen, wird es f\u00fcr die Au\u00dfenwelt Ernst. Dann kann die \u00bbb\u00f6se Musik\u00ab in den Fokus der Ordnungsh\u00fcter geraten, der moralischen Mitte der Gesellschaft, die sich um das Gemeinwohl k\u00fcmmert \u2013 so betrachtet k\u00f6nnen die unterschiedlichsten Stile zur \u00bbb\u00f6sen Musik\u00ab werden. Mutationen zeichnen die Figurationen aus, unter denen die sogenannte b\u00f6se Musik auftritt. Diese Musik in Reinform zu finden ist schwer, denn wer tanzt schon zu antikosmischen Kl\u00e4ngen, die sich gegen das Universum und alle menschliche Sch\u00f6pfung und Institutionen richtet?<\/p>\n<p>Dath nennt The Devil\u2019s Blood, eine mittlerweile aufgel\u00f6ste niederl\u00e4ndische Occult-Rock-Band, die in Metalszenekreisen sehr wohlwollend angenommen wurde, bis der Mastermind der Gruppe gegen einen ignoranten Fan im Publikum handgreiflich wurde. In den Interviews, die Selim Lemouchi sp\u00e4ter der Metalfachpresse gab, rechtfertigte er seine Pr\u00fcgelei mit der Sakralit\u00e4t des Rituals, das er mit seiner Band jeden Abend auf Tour auff\u00fchre, und dieses Ritual habe man zu respektieren. Erst wenn ein Metalmusiker ausf\u00e4llig wird, sollte man es als b\u00f6se Musik bezeichnen, denn was ist an Satan, Finsternis, Gespenster und Kriegsfantasien noch Erschreckendes? Es ist im Death Metal ja common sense, dieses Bild- und Sprachrepertoire aufzugreifen.<\/p>\n<p>Der Programmflyer wei\u00df hierzu Folgendes: \u00bbSicher ist nicht jeder Death-Metal-Fan ein potenzieller Serienkiller.\u00ab Dem ist zuzustimmen. Es w\u00e4re noch hinzuzuf\u00fcgen, dass nicht jeder Death Metal automatisch satanisch ist. Es zeichnet vor allem den Stiefbruder Black Metal aus, sich satanischer Inhalte zu bedienen, aber w\u00fcrde man heute Charles Baudelaires Gedichtsammlung \u00bbFleurs du Mal\u00ab als satanisch oder satanistisch bezeichnen? \u00c4sthetizistisch setzen sich Dichter gern vom Gros ihrer Kollegen oder sagen wir besser: vom gesellschaftlich akzeptierten Mittelgrund ab. Das B\u00f6se ger\u00e4t dann zur schauspielerischen Anstrengung, zur affektiven Geste im Widerstreit der Literaten.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich kann man die Spirale der Provokation im Extreme Metal verstehen. Leider fehlt am Haus der Kulturen der Welt ein sachverst\u00e4ndiger Vortrag zu dieser Musik \u2013 die Lesung vom fr\u00fcheren Schlagzeuger der norwegischen Death-Metal-Band Molested und der Black-Metal-Band Gorgoroth (letztere existiert heute noch in abgespeckter Form), Erlend Erichsen, wird nur kurz vom Kurator Diederichsen (falsch) eingeleitet. Erichsen spielte nie bei der schwedischen Death-Metal-Combo Entombed. F\u00fcr Au\u00dfenseiter kann die st\u00e4ndige Subnischenbildung jedoch leicht un\u00fcbersichtlich werden.<\/p>\n<p>Die \u00bbreflexive anti-reflexivity\u00ab, von der der britische Musiksoziologe Keith Kahn-Harris in seiner Monographie zum Extreme Metal aus dem Jahr 2007 spricht, kann durchaus auf die Handlung des Deb\u00fctromans \u00bbNationalsatanist\u00ab des Norwegers appliziert werden. Der Protagonist Vinterblod gr\u00fcndet die Black-Metal-Band Stormvold (Sturmgewalt auf Deutsch) und doziert vor dem Mitmusiker Runar \u00fcber den Sinn der \u203ab\u00f6sen Musik\u2039 f\u00fcr Norwegen: Frei nach Nietzsche soll die Umwertung aller Werte durch gewaltverherrlichende Musik umgesetzt werden. Eine \u00c4sthetik des Nihilismus schafft eine Gegengesellschaft, in der verzerrte Gitarren, heiseres Kr\u00e4chzen und ultraschnelle Drumbeats den Soundtrack f\u00fcr einen Parallelkosmos bieten.<\/p>\n<p>Parallelkosmen fand man am Haus der Kulturen der Welt im Rahmen der Veranstaltung mehrere: wenn der Zweck einer Musik die Vernichtung einer anderen Gruppe von Menschen wird, dann k\u00f6nnen auch mit Akustikgitarre und sch\u00f6ner Stimme dargebotene Lieder b\u00f6se werden. Ein Unterschied besteht zudem zwischen der fiktionalen Beschw\u00f6rung misanthropischer Gewaltfantasien und der realen verbrecherischen Aktivit\u00e4t. In Mittel- und S\u00fcdamerika wie auch in S\u00fcdeuropa wird organisierte Kriminalit\u00e4t besungen, eine Kultur der Rache und Vergeltung in wohlklingenden Gitarrenst\u00fccken glorifiziert.<\/p>\n<p>Dies war Thema des Mikrosymposiums \u00bbOden an das Verbrechen\u00ab, an dem Buback-Label-Gr\u00fcnder Ale Dumbsky, Filmemacher Peter Ohlendorf und Francesco Sbano aus Hamburg teilnahmen. Die Moderation \u00fcbernahm der Journalist Christoph Twickel aus Hamburg. Ale Dumbsky, ehemaliger Musiker bei den Goldenen Zitronen und Gr\u00fcnder des Buback-Labels, versetzt auf die Frage, warum er b\u00f6se Musik gut f\u00e4nde, mit einer einfachen Antwort: \u00bbWeil sie einfach geil ist!\u00ab Entsprechend h\u00e4lt Dumbsky nicht viel von Zensur. Ohlendorf zeigt sich besorgt \u00fcber die zunehmende Unterwanderung von Jugendszenen durch Nazi-Musik. Selbst Rap, der lange Zeit immun gegen nationalsozialistische Texte schien (was auch mit seinem Ursprung in der Afro-American Community der USA zu tun hat), wird inzwischen f\u00fcr die Nazibotschaften instrumentalisiert.<\/p>\n<p>Eine andere Dimension er\u00f6ffnen die Lieder der \u201bNdrangheta aus Neapel. Francesco Sbano wuchs in Paolo (Kalabrien) auf, spielte bereits als Kind mit seinen Altersgenossen Fu\u00dfball, deren V\u00e4ter Mafiosi waren, bis er schlie\u00dflich als Journalist Kontakt zu den Bossen sucht, und aufgrund seines Backgrounds diesen auch gew\u00e4hrt bekommt. In Folge ver\u00f6ffentlicht Sbano drei Compilation-CDs mit Mafiamusik. Der Diskussionsteilnehmer Lars Brinkmann, ein Musikjournalist, der einst bei \u00bbSpex\u00ab arbeitete, veranlasst dieser Umstand zu einer kritischen Meldung, ob denn Sbano die Musik der Mafiosi nicht kommodifiziere, weil er wiederholte Male (eben dreimal) diese Musik ver\u00f6ffentlichte. Der Angesprochene wie auch Ale Dumbsky halten dagegen, dass es f\u00fcr Dokumentationszwecke durchaus notwendig sei, diese Songs einem breiteren Publikum bekannt zu machen. Unbestritten kann auch das H\u00f6ren angeblich \u203ab\u00f6ser\u2039 Musik Lust und Freude bereiten.\u00a0 Bei den Nazikonzerten tanzen die Skins und sonstigen Zuschauer durchaus Pogo, dazu erheben sie jedoch von Zeit zu Zeit die Arme zum Hitlergru\u00df, wenn das entsprechende Kommando von der B\u00fchne kommt. Ein anderes Extrem ist das Massenpublikum in Mexiko, die im Stadion die brutalen Hymnen an die Narco-Kartelle mitsingen: die Rede ist von Zerst\u00fcckelungen und Enthauptungen, um im Machtkampf der Kartelle zu bestehen.<\/p>\n<p>Die Oden an das Verbrechen besitzen eine andere \u00e4sthetische, aber vor allem ethische Qualit\u00e4t als die lyrischen Eskapaden des Martial Industrials, des Neofolks und des Metals im zweiten Mikrosymposium am selben Tag im HKW. Jeder der Panel-Teilnehmer bringt ein Tonbeispiel mit, anhand dessen die Implikationen der Musik verhandelt werden. Wiederum ist es nicht (allein) der Klang, der eine moralische Wertung als b\u00f6se erm\u00f6glicht. Die Soundsamples fallen erst durch die Texte auf: der bereits erw\u00e4hnte Lars Brinkmann bringt \u00bbMale Supremacy\u00ab der US-amerikanischen Hardcore\/Metal-Band Carnivore mit, Michael Farin w\u00e4hlt \u00bbRose Clouds Of Holocaust\u00ab der Neofolk-Truppe Death In June und die Ethnologin Dunja Brill schlie\u00dft mit dem Puissance-St\u00fcck \u00bbGrace Of God\u00ab. Radiomacher Paul Paulun aus Berlin schert mit seinem Beitrag ein wenig aus: er bringt ein eigenes Radiofeature zu den Fanges\u00e4ngen, vor allem bei Fu\u00dfballspielen.<\/p>\n<p>Die Referenten erkl\u00e4ren jeweils, was f\u00fcr sie das B\u00f6se an diesen Tracks ausmacht. Carnivore inszenieren eine mit martialischen Bildern gespickte Evokation von M\u00e4nnlichkeit, wobei der Camp-Effekt leicht \u00fcbersehen wird. Heroic Fantasy und Conan-der-Barbar-Fantasien galten zu jener Zeit als schick \u2013 im Metal zieht sich ein etwas deftiger Humor durch viele Artefakte. Musikalisch wurde erst die Nachfolgeband Type O Negative bekannt beziehungsweise ernstgenommen. Der Frontmann war derselbe: der inzwischen verstorbene Pete Steele. Eine akustisch kompromisslos, weil schnell und aggressiv klingende Band bedient sich nicht nur provokativer, sondern rechtsextremer Ansichten. Die Karriere Carnivores war nur von kurzer Dauer, doch Steele verfolgt diese dubiose Vorgeschichte bis in die Type O Negative-Charterfolge.<\/p>\n<p>Unter politischer und gendertheoretischer Perspektive kann ein Song wie \u00bbMale Supremacy\u00ab nicht unkritisch abgespielt und geh\u00f6rt werden. Die Playlists der einschl\u00e4gigen Fans zeigen jedoch eine weitaus gr\u00f6\u00dfere Toleranzschwelle. \u00c4hnlich ergeht es bei dem St\u00fcck von Death In June, die bereits durch den Bandnamen die Alarmglocken ausl\u00f6sen: Hitlers Stellvertreter Rudolf He\u00df, der in Neonazikreisen \u00fcber ungebrochene Verehrung verf\u00fcgt, starb im Juni. Der Name der britischen Neo-Folk-Gruppe soll darauf Bezug nehmen und die Verharmlosung des Holocausts und der Shoa oder auch die Verniedlichung in Folksongs, das hei\u00dft mit Akustikgitarre, sonorer M\u00e4nnerstimme und dezidierter Rhythmisierung, stellt die Panel-Teilnehmer vor ganz andere Fragestellungen: kleidet sich der Wolf im Schafspelz, der Teufel in wei\u00dfen Federn? Wird der Death-In-June-H\u00f6rer durch diesen Track und das dazu geh\u00f6rige Album in eine Verachtung des Judentums hineingeschaukelt? Ein Schlaflied der Demokratie, um den Faschismus in neuem Glanz auferstehen zu lassen? Bisherige Publikationen zu diesem umstrittenen Genre, das eben nicht allein aus Musik, sondern einer bis in die Neuen Rechte reichenden Ideologie besteht, wagen h\u00e4ufig nur einen erweiterten Fan-Blick, so in etwa das Werk \u00bbLooking For Europe\u00ab von Andreas Diesel und Dieter Gerten.<\/p>\n<p>Wer sich regelm\u00e4\u00dfig mit diesem Genre auseinandersetzt, hat es deswegen nicht unbedingt einfacher, diese scheinbar naive Adaption v\u00f6lkischer und nationalistischer Str\u00f6mungen der 1910er bis 1940er Jahre zu verstehen und vor allem politisch einordnen zu k\u00f6nnen. Musikjournalisten, wenn sie f\u00fcr einschl\u00e4gige Zeitschriften schreiben, winden sich um eine politische Stellungnahme, ziehen sich auf eine \u00e4sthetische Position zur\u00fcck. Michael Farin, Autor von B\u00fcchern, H\u00f6rspielen und Filmen zu diversen randst\u00e4ndigen Themen wie Leopold von Sacher-Masoch, J\u00fcrgen Haarmann und Ed Gein (dem Vorbild f\u00fcr Hitchcocks \u00bbPsycho\u00ab), warnt vor dem B\u00f6sen in falschen Gew\u00e4ndern. H\u00e4ufig t\u00e4uscht eben die akustische Ausgestaltung \u00fcber die b\u00f6sen Intentionen hinweg. Man d\u00fcrfe sich nicht vom schicken Auftritt dieser Musiker blenden lassen.<\/p>\n<p>Doch nehmen sich die als \u00bbb\u00f6se\u00ab deklarierten Musikstile oder mehr noch: die herangezogenen Einzelbeispiele wirklich selbst als solche ernst? Der Neofolk versteht sich als apokalyptisch, als auf die Endzeit vorbereitend. Die Wiedererweckung einer tabuisierten Epoche Europas k\u00f6nnte als popkultureller Trotz verstanden werden, wenn den Musikern es nicht manchmal so ernst um ihre Musik w\u00e4re.<\/p>\n<p>Im Heavy Metal allgemein und speziell im Extreme Metal spielen die Musiker mit Versatzst\u00fccken einer Mythologie des b\u00f6sen Widersachers g\u00f6ttlicher Ordnung. In den meisten F\u00e4llen beschr\u00e4nkt sich das Kokettieren mit Leichensch\u00e4ndungen, Massakern, Blasphemie und Misanthropie auf den internen Wettbewerb der Extreme-Metal-Musiker. Man kann ein solches Vorgehen zumindest als naiv bezeichnen, wenn der Blick von der Au\u00dfenperspektive gewagt wird. In der Diskussion kam der Gedanke auf, wie schnell sich diese vermeintliche Boshaftigkeit abnutzt.<\/p>\n<p>Dunja Brill relativiert die gewaltverherrlichenden Aussagen der vermeintlich devianten Muskgenres: es komme letztlich auf die H\u00f6rgewohnheiten an, sie nehme die Metalfans vor allem als \u00bbSoundfreaks\u00ab wahr, die \u00bbim Sound aufgehen m\u00f6chten\u00ab. Holger Schulze als Panel-Moderator wirft kurz danach in die Runde, ob es nur darauf ankomme, sich an die noch ungewohnten Kl\u00e4nge zu gew\u00f6hnen? Zwei Tage zuvor fand das Mikrosymposium zu \u00bbMean Oscillations. B\u00f6se Schwingungen\u00ab statt, an dem die Klangk\u00fcnstlerin Anke Eckardt aus Berlin teilnimmt. Sie installiert im HKW zwei Installationen, die aktuelle Bestrebungen der Sicherheitsbeh\u00f6rden in diversen L\u00e4ndern veranschaulichen, mit Schall Demonstranten im \u00f6ffentlichen Raum zu vertreiben. Auf den Einsatz von Wasserwerfern oder sogar Plastikgeschossen wird verzichtet \u2013 stattdessen werden empfindlich hohe Frequenzen von entsprechenden Ger\u00e4ten ausgestrahlt. In der Frequenz der menschlichen Stimme moduliert, trifft diese b\u00f6se Musik als Waffe eine besonders empfindliche Stelle im H\u00f6rbereich des Menschen. Zumindest solchen Einsatz von Musik als Waffe identifiziert Brill als einen Vorgang, der ihrer Meinung nach eindeutig b\u00f6se Z\u00fcge tr\u00e4gt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Veranstaltung insgesamt fiel aber auf, dass nur selten auf den akustischen Charakter der vorgestellten Kl\u00e4nge als \u203ab\u00f6se\u2039 referiert wurde. Dies mag mit der eindeutig moralischen Besetzung des Attributs \u203ab\u00f6se\u2039 zusammenh\u00e4ngen, auch mit der religi\u00f6sen Implikation. Bereits das DVSM-Symposium in Oldenburg im Oktober 2008 verband dieses Thema mit dem Tod und Teufel. Detlef Diederichsen und Holger Schulze griffen es nun im Jahr 2013 in ihrem Untertitel \u00bbOden an Gewalt, Tod und Teufel\u00ab erneut auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Kontextualisierung von Klang<\/p>\n<p>Eine Konferenz, die knapp zwei Wochen zuvor ebenfalls in Berlin, an der Humboldt Universit\u00e4t im Fach Sound Studies, stattfand \u2013 \u00bbFunctional Sounds\u00ab, 4.-6.10.2013 \u2013, konnte dabei helfen, die k\u00fcnstlerischen wie auch wissenschaftlichen Erkl\u00e4rungsversuche zum Thema in einen kulturellen, aber vor allem auch politischen Bezug zu setzen.<\/p>\n<p>Das Sound Design, die Funktionalisierung von Kl\u00e4ngen, aber auch Musikst\u00fccken f\u00fcr definierte Zwecke und Funktionen, kennt keine moralische Wertung, sondern die Funktionalit\u00e4t als Abgleich mit dem gew\u00fcnschten Ziel. Alle Vorg\u00e4nge auf einem PC werden von entsprechenden Soundeffekten begleitet, vorausgesetzt, man hat nicht die Stummtaste gedr\u00fcckt oder die Lautsprecher ausgeschaltet. \u00c4hnlich wird eine Operation im Krankenhaus von allen m\u00f6glichen Kl\u00e4ngen begleitet, die Effizienz eben jener entscheidet h\u00e4ufig \u00fcber den Erfolg eines chirurgischen Eingriffs.<\/p>\n<p>Musik kann in diesem Sinne zu b\u00f6sen Effekten eingesetzt werden. Die Foltermethoden auf Guantanamo durch die US-Armee (britische Medien wie der \u00bbGuardian\u00ab berichteten dar\u00fcber) nutzten verschiedene St\u00fccke aus Pop, Dance, Songwriter, Rock, Metal und sogar Death Metal, um die angeblichen Terroristen, die dort ohne gerichtliches Verfahren und ohne offiziellen Haftbefehl festgehalten werden, seelisch und psychisch zu zerm\u00fcrben. K\u00f6rperliche Folter l\u00e4sst sich auch nicht unter breitester Dehnung der Genfer Kriegsrechtskonvention oder der UN-Erkl\u00e4rung f\u00fcr Menschenrechte anwenden, so dass findige Juristen im Verteidigungs- und Justizministerium der Vereinigten Staaten L\u00fccken im US-Gesetz fanden, um \u00bbversch\u00e4rfte Verh\u00f6rmethoden\u00ab anwenden zu k\u00f6nnen. Hier werden zur Unterhaltung geschaffene St\u00fccke eindeutig in einem fremden Kontext gebraucht und dadurch rekontextualisiert. Die US-amerikanische Death-Metal-Band Deicide, deren Song \u00bbFuck Your God\u00ab laut Zeitungsberichten genutzt wurde, antwortete in einem kurzen E-Mail-Interview vom Oktober 2013 ihrem seit Jahrzehnten gepflegten Image gem\u00e4\u00df, dass das f\u00fcr sie in Ordnung sei, da Deicide schlie\u00dflich keine softe Musik spielten.<\/p>\n<p>Ein weiterer Aspekt der milit\u00e4rischen Funktionalisierung von Musik oder eher von Klang und Ger\u00e4uschen wurde in der AUDINT-Performance des Autors Steve Goodman (auch bekannt als DJ Kode9) am Samstagabend gezeigt. W\u00e4hrend des 2. Weltkriegs wurden Kriegsger\u00e4usche simuliert, so zum Beispiel Panzer, die \u00fcber Wassersenken und Br\u00fccken fahren, aber auch M\u00f6rserabsch\u00fcsse wurden auf Band aufgenommen, um dem Feind durch fiktive Soundscapes eine Schlacht an Orten vorzut\u00e4uschen, an denen die feindliche Armee keinen Sicht-, aber Lauschkontakt besa\u00df. Diese Klangexperimente verbanden sich mit Soundscape-Forschungen, der bewussten Erzeugung von R\u00e4umen durch entsprechende Soundeffekte. Die Performance arbeitet suggestiv ohne sichtbare Referenten, allein durch Collagierung von Fotos und Zeichnungen, einer Stimme aus dem Theatersaal-Lautsprecher, die leider in englischer Sprache ziemlich nuschelt, die Aufmerksamkeit der H\u00f6rer deswegen ziemlich gesteigert werden muss, um die hochinteressanten Verkn\u00fcpfungen h\u00f6ren, aber auch verstehen zu k\u00f6nnen. Die Performance \u00e4hnelt einer \u203aSpy Novel in animated action\u2039.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste milit\u00e4rische Schritt nach Ende des 2. Weltkriegs waren laut der \u00bbMartial Hauntologies\/Unsound Histories\u00ab CIA-Forschungen in Vietnam unter dem Codenamen PSYOP (Psychological Operations), die eine Beschallung des Kriegsgebiets zur Folge hatte. Filmisch wurde dies besonders einpr\u00e4gsam in \u00bbApocalypse Now\u00ab (1979) umgesetzt. Die entsprechende Szene mit den Helikoptern und der Wagner-Walk\u00fcren-Beschallung aus der Luft hat sich ins popkulturelle Ged\u00e4chtnis geschrieben. Immer wieder wird in Arbeiten zur Militarisierung von Musik auf diese Filmszene hingewiesen, die sich wiederum auf Operationen der US-Army in Vietnam bezieht.<\/p>\n<p>Doch die Milit\u00e4rforschung geht nicht nur in Hollywood-Filmen eine \u203aliaison dangereuse\u2039 mit der Popkultur ein \u2013 das aufgel\u00f6ste AUDINT (Audio Intelligence)-Projekt der Alliierten ver\u00f6ffentlicht die kreierten Soundeffekte als Schallplatten unter dem Label Audio Fidelity Records. Nun konnte der Amateur zu Hause nicht nur die Authentizit\u00e4t der fiktiven Soundscapes mit der Stereoanlage \u00fcberpr\u00fcfen, sondern auch dieses Klanggeschehen der Schlacht im heimischen Wohnzimmer inszenieren.<\/p>\n<p>Darin liegt m\u00f6glicherweise der archimedische Hebel der \u00bbb\u00f6sen Musik\u00ab verborgen: ein Roleplay des Ernstfalls. Es wird in manchen Genres so getan, als w\u00e4re die Apokalypse schon zum Greifen nah. Zu denken w\u00e4re an den Death und Black Metal, aber auch an die \u00bbNo Future\u00ab-Parole des Punkrock. Im Ernst-Nehmen steckt das Ernst-Machen stets begr\u00fcndet: die Musik verl\u00e4sst dann den Bereich der Unterhaltung und erobert den politischen Raum. Man denke auch an die Schulmassaker, deren Urheber sich durch kraftvolle gitarrenverst\u00e4rkte Musik h\u00e4ufig aufgeputscht haben (so h\u00f6rte der Columbine-Sch\u00fctze Rammstein und KMFDM). Es ist zu vermuten, dass von musikalischen Strukturen befreite Schallwellen im Kriegseinsatz eingesetzt werden k\u00f6nnen, sich wegen ihrer fehlenden Semantik \u2013 bis auf die physisch deutlich sp\u00fcrbare Druckwelle \u2013 als b\u00f6se Musik, als eigentlich b\u00f6se Musik eignen. Der Rest bleibt Interpretationssache und ist von der Gew\u00f6hnung des H\u00f6rers abh\u00e4ngig.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Fazit<\/p>\n<p>Die moralische Dimension des Attributs \u203ab\u00f6se\u2039 verschwand im Haus der Kulturen der Welt unter der Polyphonie der Gegenwart. Das will hei\u00dfen: sobald ein Mensch zur Musik tanzt oder die Platten zu Hause mit Vergn\u00fcgen h\u00f6rt, wird das zumindest f\u00fcr ihn keine b\u00f6se Musik darstellen. Erlaubt ist, was gef\u00e4llt. Es gab zwar Positionen, die bei den Mikrosymposien und den anschlie\u00dfenden Zuschauerdiskussionen f\u00fcr eine \u00e4u\u00dfere Kontrolle mancher Genres pl\u00e4dierten, doch einen Konsens dar\u00fcber, was angeblich \u203ab\u00f6se Musik\u2039 sein soll, konnte keiner erreicht werden, wie zu erwarten war.<\/p>\n<p>Vielleicht kann man sich dem Thema auch nur auf ironischem Wege n\u00e4hern? Musikalische Ironie bildet das Fundament des Duo Ch\u00fapame El Dedo, die ihre Auftragsarbeit \u00bbColombian Dark Tropical\u00ab als Hommage an den skandinavischen Death Metal verstehen. Die beiden Musiker Eblis \u00c1lvarez und Pedro Ojeda treten im g\u00fcldenen und purpurnen M\u00f6nchshabit auf und singen bzw. sprechen nur mit Harmonizer-Verzerrung. Ja, Verzerrung k\u00f6nnte ein Indiz f\u00fcr b\u00f6se, wirklich b\u00f6se Musik sein. So l\u00e4sst sich der wilde Mix aus lateinamerikanischen Stilistiken (Cumbia) und Death Metal (vor allem durch die Lyrics und die Drum-Blastbeats) erkl\u00e4ren. Aber wenn Eblis und Pedro sogar mit dem Harmonizer Non-Show-Details wie kurz-noch-ein-Bier-vor-dem-n\u00e4chsten-Song-Trinken kommunizieren, ist das Gel\u00e4chter im Publikum gro\u00df. Hier wird der Death Metal zur Bereicherung des eigenen Sounds aufgenommen, aber nicht ernst genommen. Doch was w\u00e4re letzthin der Ernst des Death Metals?<\/p>\n<p>Nukleare Zerst\u00f6rung der Welt und aller Zivilisation? Vom Death und Black Metal w\u00e4re dann auch nicht mehr viel zu h\u00f6ren. Irdische b\u00f6se Musik w\u00e4re unm\u00f6glich, da nur Menschen diese (mit Intention) komponieren k\u00f6nnen. Der Ernstfall muss folglich bis zum Ende hinausgeschoben werden. Das Ende der Erde ist \u2013 zumindest rein astronomisch betrachtet \u2013 noch in weiter Ferne. Man beschw\u00f6rt es manche Male herbei, wenn jede Hoffnung verloren scheint. Und doch wird weiter gemacht, nicht unbedingt nur, aber vor allem in der sogenannten \u00bbB\u00f6sen Musik\u00ab. Eine Besch\u00e4ftigung mit dieser Musik, die auf Hass und Zerst\u00f6rung ruht (oder zumindest die M\u00f6glichkeiten dieser Emotionen und Handlungen andenkt), rollt die Unterhaltungsindustrie vom anderen Ende auf: durch das Extrem zur Freude. In einer Gegenwart, die von apokalyptischen Vorstellungen gepr\u00e4gt ist, mag eine \u00bbb\u00f6se Musik\u00ab ein unverf\u00e4lschtes Bild auf das Potenzial des Ernstfalls werfen k\u00f6nnen. Dieses Fazit unterscheidet sich von der Idee der Aufkl\u00e4rung, \u00bbdass Musik per se ethisch gut sei. Im Zuge der Aufkl\u00e4rung wurde die Idee popul\u00e4r, dass Musik \u2013 wie Kunst generell \u2013 zum Projekt der Fortschrittsmoderne beitragen sollte, d.h. \u2013 wie es im Jargon des 18. Jh. hie\u00df \u2013 zur Durchsetzung der allgemeinen \u203aGl\u00fcckseligkeit\u2039 und \u203aVollkommenheit\u2039 der Menschheit auf Erden. Seitdem ist Musik nicht nur ein Produkt menschlicher Kultur und Zivilisation, sondern operiert auch als Medium von Humanisierung.\u00ab (Kutschke 2012: 216)<\/p>\n<p>B\u00f6se Musik hingegen verb\u00fcndet sich mit dem Unmenschlichen, dem Anti-Humanen, wird zur Negativfolie des Entertainments und macht dennoch oder gerade deswegen ungeheuerlichen Spa\u00df. Axel Krygier, Multiinstrumentalist, rennt im B\u00e4renfellkost\u00fcm und einer Gesichtsmaske mit zwei roten LED-Leuchten als Augenersatz auf die B\u00fchne \u2013 der Mann wird zum Tier. Er verliert das Bewusstsein von Gut und B\u00f6se, l\u00e4sst sich von Instinkten leiten. Bezogen auf komponierte Musik wirkt das B\u00f6se instinktbefreiend, in Bezug auf Klang z\u00e4hlt der durchschlagende Erfolg, in etwa bei der Kriegsf\u00fchrung und im Kampf. Scham und Furcht werden beiseitegelegt, St\u00e4rke in Texten und Auftritt bewiesen. Durchweg b\u00f6se zu sein, w\u00fcrde bedeuten, irgendwann auch gegen die eigene Gruppe zu agieren. Musik wird zumeist nicht nur von einer Person geh\u00f6rt \u2013 ein Ding der Unm\u00f6glichkeit, immer und gegen alles \u203ab\u00f6se\u2039 zu sein. \u203aB\u00f6se\u2039 ist dann eine Maske, die nach Lust und Laune auf- und abgesetzt werden kann. Das Haus der Kulturen der Welt nahm wiederholt Anlauf, durch \u00dcberraschungsangriffe die Masken der B\u00f6sen vom Gesicht zu rei\u00dfen. Einige Male ist seinen Bewohnern das auch gelungen. Dahinter kam die Lust am Grauen, aber auch der Wille zum Machtmissbrauch von Musik zum Vorschein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n<p>Andreas Diesel und Dieter Gerten, Looking For Europe. Neofolk und Hintergr\u00fcnde, Zeltingen-Rachtig 2007.<\/p>\n<p>Erlend Erichsen, Nationalsatanist. Roman, Bellheim 2012.<\/p>\n<p>Daniel Fromme, Ein Instrument im Kontext des B\u00f6sen \u2013 Warum Graf Zahl die Orgel spielt, in: Katharina Wisotzki\/Sara R. Falke (Hg.), B\u00f6se Macht Musik. Zur \u00c4sthetik des B\u00f6sen in der Musik, Bielefeld 2012, S. 61-77.<\/p>\n<p>Steve Goodman, Sonic Warfare. Sound, Affect, and the Ecology of Fear, Cambridge (MA) et al. 2010.<\/p>\n<p>Jan G. Gr\u00fcnwald, Male Spaces. Bildinszenierungen archaischer M\u00e4nnlichkeiten im Black Metal, Frankfurt am Main 2012.<\/p>\n<p>Keith Kahn-Harris, Extreme Metal. Music and Culture on the Edge, Oxford\/New York 2007.<\/p>\n<p>Beate Kutschke, Imagines \u201eb\u00f6ser\u201c Musik, in: Katharina Wisotzki\/Sara R. Falke (Hg.), B\u00f6se Macht Musik. Zur \u00c4sthetik des B\u00f6sen in der Musik, Bielefeld 2012, S. 201-218.<\/p>\n<p>Roland Seim, Ab 18. Zensiert diskutiert unterschlagen, M\u00fcnster 2012 (11. Nachdruck der 3. Auflage von 1998).<\/p>\n<p>Marcus Stiglegger, Nazi-Chic und Nazi-Trash. Faschistische \u00c4sthetik in der popul\u00e4ren Kultur, Berlin 2011.<\/p>\n<p>Reto Wehrli, Verteufelter Heavy Metal. Skandale und Zensur in der neueren Musikgeschichte, M\u00fcnster \u00b32012.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Katharina Wisotzki\/Sara R. Falke (Hg.), B\u00f6se Macht Musik. Zur \u00c4sthetik des B\u00f6sen in der Musik, Bielefeld 2012.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Dominik Irtenkauf M.A. ist freischaffender Journalist und Autor (u.a. f\u00fcrs Legacy-Magazin und Telepolis), zudem arbeitet er an einer Dissertation in den Sound Studies zur Soundscape in gitarrenverst\u00e4rkten Musiken.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong><a title=\"\u201cKonsumrezension November&lt;br \/&gt;&lt;small&gt;&lt;i&gt;von Simon Bieling&lt;\/i&gt;&lt;br \/&gt;15.11.2013&lt;\/small&gt;\u201d bearbeiten\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/wp-admin\/post.php?post=2446&amp;action=edit\"><br \/>\n<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>B\u00f6se Musik \u2013 wie klingt das wohl?<\/p>\n","protected":false},"author":391,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[57],"tags":[374,583,806,1262,1514,1837,2184],"class_list":["post-2468","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-bose-musik","tag-dominik-irtenkauf","tag-funktionale-musik","tag-kongressbericht","tag-metal","tag-pop-zeitschrift-2","tag-soundscapes"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2468","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/users\/391"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2468"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2468\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2468"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2468"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2468"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}