{"id":3251,"date":"2014-06-16T08:58:09","date_gmt":"2014-06-16T06:58:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/?p=3251"},"modified":"2014-06-16T08:58:09","modified_gmt":"2014-06-16T06:58:09","slug":"true-bloodscheiternde-rationalitatvon-carolin-utsch16-6-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/2014\/06\/16\/true-bloodscheiternde-rationalitatvon-carolin-utsch16-6-2014\/","title":{"rendered":"True BloodScheiternde Rationalit\u00e4tvon Carolin Utsch16.6.2014"},"content":{"rendered":"<p>Mythos TV-Serie<!--more--><\/p>\n<p>Die Welt der TV-Serie \u201eTrue Blood\u201c (seit 2008, HBO) zeigt die unsere. Obama ist Pr\u00e4sident, unter Bush zogen einige der Protagonisten in den Irakkrieg und m\u00fcssen nun mit ihrem Trauma leben. Angelina Jolie adoptiert in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden neue Babies, die Leute sehen die Reality-TV-Show von It-Girl Kim Kardashian im Fernsehen. Hin und wieder erinnert man sich an den Zweiten Weltkrieg und Hitler-Deutschland. Es gibt Vorurteile gegen Minderheiten jeder Art. Das Andere ist allgegenw\u00e4rtig. In dem anderen Geschlecht, der anderen Ethnologie, in Homosexualit\u00e4t und sozialen Unterschieden. Soweit nichts Neues.<\/p>\n<p>Doch dann geschieht etwas, das alles durcheinander wirft. Eine St\u00f6rung tritt ein. Aufgrund eines in Japan entwickelten synthetischen Blutes ist es den schon immer unter den Menschen lebenden Vampiren m\u00f6glich geworden, friedlich mit ihnen zu koexistieren, ohne sich gewaltsam an deren Blut zu vergreifen. Die Vampire \u201aouten\u2018 sich und sind pl\u00f6tzlich Teil des allt\u00e4glichen menschlichen Lebens. Allem voran sind sie aber das Andere.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\" align=\"center\">Die Menschen sind unsicher, misstrauen dem Fremden, das in ihre Normalit\u00e4t eingedrungen ist. Selbst wenn das synthetische Blut da ist, was ist mit dem Jagdinstinkt dieser Ungeheuer? Und m\u00fcsste echtes Menschenblut ihnen nicht viel besser schmecken? Das Fremde wird von den meisten Leuten direkt zur potenziellen Gefahr erkl\u00e4rt. Zudem schwingt stets die Frage mit: Wenn es Vampire gibt, Wesen, die Jahrtausende unbemerkt unter den Menschen existiert haben, was gibt es dann noch? Pl\u00f6tzlich ist alles m\u00f6glich, es herrscht absolute Kontingenz. Und dies bedeutet totale Verunsicherung<\/p>\n<p style=\"text-align: center\" align=\"center\">Verunsichernde Mythen<\/p>\n<p>Man kann als Zuschauer, ebenso wie die Protagonisten der Serie, niemals sicher sein, was als n\u00e4chstes geschieht. Hatten fr\u00fchere TV-Serien oft das sogenannte \u201amonster of the week\u2018, also in sich abgeschlossene Episoden, so erschienen in den letzten Jahren immer h\u00e4ufiger seriale Narrationen mit episoden- oder sogar staffel\u00fcbergreifendem Handlungsbogen. Die Narrationen dieser Serien zeichnen sich durch Nichtlinearit\u00e4t, Offenheit und Kontingenz aus.<a title=\"\" href=\"#_ftn1\"><sup>[1]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Auch die Grenze zwischen Gut und B\u00f6se scheint es h\u00e4ufig nicht zu geben. Paradigmatisch daf\u00fcr ist die Figur Bill, die in der ersten Staffel als eine Art Pendant des romantisch harmlosen Herzensbrechers Edward aus der popul\u00e4ren \u201eTwilight\u201c-Serie Stephenie Meyers eingef\u00fchrt wird. Im Verlauf der Serie wird er aber zu einer immer undurchschaubareren Figur, schlie\u00dflich einem Terroristen und am Ende der f\u00fcnften Staffel gar einer Art antichristlichen Propheten, der die Menschheit im Dienste seiner Gottheit ausrotten will. Man kann als Zuschauer von \u201eTrue Blood\u201c nicht vorhersehen, was als n\u00e4chstes geschieht oder wie sich die Charaktere weiterentwickeln.<\/p>\n<p>\u201eTrue Blood\u201c zeigt eine \u201aWas-w\u00e4re-wenn\u2018-Welt. Reale historische Ereignisse und Pers\u00f6nlichkeiten werden permanent mit mythologischen Motiven verkn\u00fcpft. Die Mythen, die urspr\u00fcnglich dazu dienten, die Welt f\u00fcr die Menschen verst\u00e4ndlicher zu machen, sorgen in dieser Serie f\u00fcr das genaue Gegenteil.<\/p>\n<p>Dadurch, dass in der Welt von \u201eTrue Blood\u201c Mythen oder mythologische Figuren pl\u00f6tzlich verifiziert werden, entsteht sowohl innerhalb der Narration als auch beim Zuschauer regelm\u00e4\u00dfig Verunsicherung. Denn sind es zun\u00e4chst einmal nur die Vampire, die real existieren, so zeigt sich nach und nach, dass auch viele andere Mythologeme pl\u00f6tzlich nicht mehr allein der menschlichen Phantasie zu entstammen scheinen. Die Mythologie wehrt sich innerhalb von \u201eTrue Blood\u201c erfolgreich gegen ihren eigenen Untergang.<\/p>\n<p>\u201eTrue Blood\u201c ist eine Dystopie \u2013 die Negation einer Utopie, die eine im Verh\u00e4ltnis zur zeitgen\u00f6ssischen Wirklichkeit idealere Gesellschaft zeigt.<a title=\"\" href=\"#_ftn2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Die meisten heutigen Utopien sind Zukunftsvisionen. Der Begriff \u201eUtopie\u201c stammt aus Thomas Morus\u02bc Werk \u201eUtopia\u201c von 1516. Aus dem Griechischen abgeleitet, steht er f\u00fcr einen \u201esch\u00f6nen Nicht-Ort\u201c.<a title=\"\" href=\"#_ftn3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> \u201eTrue Blood\u201c als eine \u201aGegenwarts-Dystopie\u2018 bildet nicht allein eine zeitliche, sondern auch eine r\u00e4umliche Parallele zur Realit\u00e4t, was \u201eTrue Blood\u201c von der klassischen Dystopie unterscheidet. Die Serie spielt weder zu einer uns noch unbekannten Zeit noch an einem unbekannten Ort, die Welt von \u201eTrue Blood\u201c ist grunds\u00e4tzlich die unsere.<\/p>\n<p>Zwar ist es nicht ungew\u00f6hnlich f\u00fcr eine TV-Serie, Bez\u00fcge zur Realit\u00e4t zu schaffen, \u201eTrue Blood\u201c tut dies aber auff\u00e4llig h\u00e4ufig, auch au\u00dferhalb der Narration. Paradigmatisch daf\u00fcr ist die unter den Begriff \u201eTransmedia Storytelling\u201c fallende Marketingkampagne, die vor Ausstrahlung der ersten Staffel geschaltet wurde.<a title=\"\" href=\"#_ftn4\"><sup>[4]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Dabei wurden, noch vor Bekanntgabe der Serie, an amerikanische Horrorblogger Phiolen, die mit japanischen Schriftzeichen bedruckt waren und eine undefinierbare rote Fl\u00fcssigkeit enthielten, versendet. Zudem bekamen die Blogger Karten mit einer Botschaft in einer unbekannten Sprache, die Wochen sp\u00e4ter auch in verschiedenen Zeitungen ohne n\u00e4heren Kontext gedruckt wurde. Dies entwickelte sich zu einem viralen \u201ealternate reality game\u201c, an dessen Entr\u00e4tselung Menschen auf der ganzen Welt beteiligt waren.<a title=\"\" href=\"#_ftn5\"><sup>[5]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich verbreitete sich auch die Aufl\u00f6sung des R\u00e4tsels ebenso schnell: Die Sprache, in der die Botschaft verfasst war, ist Ugaritisch. Ebendiese aus dem 14. bis 13. Jahrhundert vor Christus stammende Sprache ist mittlerweile ausgestorben und diente als Vermittler und \u00dcbersetzungshilfe f\u00fcr die meisten Mythen, die aus dieser Zeit stammen. Die Botschaft bedeutete, \u00fcbersetzt ins Englische, das Folgende:<\/p>\n<p>\u201eThank you for answering the call and joining us. But what it means to us is almost beyond words. TruBlood can sustain us. The bonds of blood will no longer hold us hostage.\u201c<a title=\"\" href=\"#_ftn6\"><sup>[6]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Die Botschaft stand in Verbindung mit dem Link zu einer Internetseite, auf deren Startseite ein Vampir als \u201aGatekeeper\u2018 neugierigen Menschen den Zutritt zur eigentlichen Homepage verwehrte. Das Ganze wurde noch in keinen direkten Zusammenhang mit der TV-Serie gebracht. Das R\u00e4tsel mit der Botschaft verbreitete sich mit Hilfe des Internets viral um den Globus und wurde schnell gel\u00f6st. Die \u00dcbersetzung des Textes sorgte im Anschluss daf\u00fcr, dass die Menschen verschiedenste Theorien \u00fcber deren Bedeutung entwickelten.<a title=\"\" href=\"#_ftn7\"><sup>[7]<\/sup><\/a> \u201eTrue Blood\u201c spielte also schon vor seinem eigentlichen Erscheinen mit dem postmodernen Drang der Menschen, alles erkl\u00e4ren zu m\u00fcssen.<a title=\"\" href=\"#_ftn8\"><sup>[8]<\/sup><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left\" align=\"center\">Die Grenze zwischen Realit\u00e4t und Narration verschwand nicht nur w\u00e4hrend der Marketingkampagne im Vorhinein zur Serie. Auch innerhalb der Narration tauchen beispielsweise immer wieder Internetseiten auf, die es auch in der Realit\u00e4t, als Antwort auf die Serie gibt: Zu nennen w\u00e4ren hier die bewusst dilettantisch gestalteten Homepages \u201eKeepamericahuman.com\u201c<a title=\"\" href=\"#_ftn9\"><sup>[9]<\/sup><\/a> oder \u201eVamps-kill.com\u201c<a title=\"\" href=\"#_ftn10\"><sup>[10]<\/sup><\/a>, die von verschiedenen Anti-Vampir-Gruppierungen stammen sollen, oder die Homepage der terroristischen Sekte \u201eFellowship of the Sun\u201c<a title=\"\" href=\"#_ftn11\"><sup>[11]<\/sup><\/a>, die alle drei zudem stark an unabh\u00e4ngig von der TV-Serie stehende Homepages verschiedener Hassgruppierungen erinnern.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Die Massenmedien als Mittel zur Erzeugung und Steuerung von Angst<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Innerhalb der Narration von \u201eTrue Blood\u201c wird die mediale Pr\u00e4senz unterschiedlicher politischer Vertreter immer wieder thematisiert, h\u00e4ufig in Verbindung mit dem Kampf der Vampire f\u00fcr ihre Gleichberechtigung. Im Zusammenhang damit ist die Rolle der Medien von gro\u00dfer Bedeutung. Gleicherma\u00dfen nutzen die Vampire ebenjene Medien dazu, diese Angst zu kontrollieren und in Bezug auf sich selbst abzuschw\u00e4chen. \u201eTrue Blood\u201c zeigt uns eine sarkastische, kritische Sicht auf die Medien. Die Vertreter aller Parteien sind an irgendeinem Punkt innerhalb der Narration unglaubw\u00fcrdig, man beginnt als Zuschauer an ihnen allen zu zweifeln.<\/p>\n<p>Die Pressevertreter der Authority sind st\u00e4ndig medial pr\u00e4sent. Sie scheinen alles daf\u00fcr zu tun, um die Vampire als \u201amainstreamtauglich\u2018 darzustellen. Dabei beginnt man als Zuschauer jedoch schon sehr fr\u00fch den Integrit\u00e4tswillen einiger Vampire in Frage zu stellen. Zu Beginn der Serie scheint es Parallelen zwischen der B\u00fcrgerrechtsbewegung der Afroamerikaner der 1950er und 1960er Jahre in den amerikanischen S\u00fcdstaaten und den Zielen der sogenannten \u201aAmerican Vampire League\u2018 zu geben.<a title=\"\" href=\"#_ftn12\"><sup>[12]<\/sup><\/a> Nach und nach stellt sich aber heraus, dass ein Gro\u00dfteil der Vampire zwar gerne dieselben Rechte wie die Menschen h\u00e4tte, sich aber selbst \u00fcber deren Gesetze hinwegsetzt. So verzichten die meisten Vampire auf das synthetische TruBlood, um sich lieber auch weiterhin an Menschen zu vergreifen.<\/p>\n<p>In den ersten vier Staffeln ist Nan Flanaghan die von der Vampire-Authority gestellte Vorzeigefigur der American Vampire League. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, die Vampire als unschuldige Mitb\u00fcrger auszuweisen, die dieselben Rechte wie die Menschen verdienen, und nach Russell Edgingtons Attentat in den TV-Nachrichten ebendiesen als Ausnahmeerscheinung, als <em>Fremdling<\/em>, unter den Vampiren auszugrenzen. So verteidigt sie die Vampire in einer Fernsehdebatte mit ihrem Kontrahenten Steve Newlin folgenderma\u00dfen:<\/p>\n<p>\u201eIt is the right wing saying that all vampires need to be wiped out of existence. Following that logic, Osama Bin Laden is human, therefore all humans need to be wiped out of existence.\u201c<a title=\"\" href=\"#_ftn13\"><sup>[13]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Sie h\u00e4lt den Menschen am Beispiel des allgegenw\u00e4rtigen Osama Bin Laden ihre Vorurteile vor Augen und legt ihnen nahe, \u00fcber die Stereotypen hinweg zu denken. Durch den anschaulichen Vergleich mit Bin Laden macht sie ihr Anliegen f\u00fcr die Menschen fassbar. Gleichzeitig scheint auch sie, sobald keine Kamera in der N\u00e4he ist, Menschen dem synthetischen TruBlood vorzuziehen. Besonders anschaulich wird dies in der Szene innerhalb der dritten Staffel, in der Russell live im Fernsehen ein Attentat begeht. Man sieht Nan in einer Limousine, w\u00e4hrend sie via Head-Set gesch\u00e4ftlich mit der Authority telefoniert. Die Kamera f\u00e4hrt zur\u00fcck, man erkennt zun\u00e4chst ein nacktes Bein auf Nans Scho\u00df, dann die komplette Prostituierte, die sich lasziv zu Nans F\u00fc\u00dfen r\u00e4kelt. Diese bei\u00dft die Frau in den Oberschenkel und saugt sie aus, w\u00e4hrend auf dem Monitor in der Limousine Russells Attentat live gesendet wird.<a title=\"\" href=\"#_ftn14\"><sup>[14]<\/sup><\/a> (Abb. 26-29)<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">\u00a0<a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2014\/06\/true-blood-1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-3254\" title=\"true blood 1\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2014\/06\/true-blood-1.png\" alt=\"\" width=\"755\" height=\"219\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2014\/06\/true-blood-1.png 839w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2014\/06\/true-blood-1-300x87.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2014\/06\/true-blood-1-768x222.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 755px) 100vw, 755px\" \/><\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_3255\" style=\"width: 763px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2014\/06\/true-blood-2.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3255\" class=\" wp-image-3255\" title=\"true blood 2\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2014\/06\/true-blood-2.png\" alt=\"\" width=\"753\" height=\"219\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2014\/06\/true-blood-2.png 837w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2014\/06\/true-blood-2-300x87.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2014\/06\/true-blood-2-768x223.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 753px) 100vw, 753px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3255\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 1-4 (v.l.n.r.)<br \/>Pressesprecherin Nan wird Zeuge, wie Russell die Medien zur Verbreitung von Angst nutzt.<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Damit best\u00e4tigt sich f\u00fcr den au\u00dferdiegetischen Zuschauer in gewisser Weise Russells Aussage, dass die Vampire das \u201atrue blood\u2018, das wahre, echte Blut, dem synthetischen TruBlood vorziehen. Nan als Pressesprecherin der Vampire wird unglaubhaft. Als Zuschauer beginnt man an ihr und gleicherma\u00dfen an der ganzen Vampire-Authority zu zweifeln. Dies wird im Laufe der Serie immer weiter best\u00e4rkt, wenn beispielsweise Roman, der oberste Vertreter der Authority, die Aufgabe des Pressesprechers folgenderma\u00dfen charakterisiert:<\/p>\n<p>\u201eIf we behave like fucking savages, the humans will rise up. They will retaliate with their armies. It is just a matter of time. Right now, this council is the only thing preventing a civil war. [\u2026] If, for whatever reason, our sources are unable to bring Russell Edgington in quietly and he winds up on the TV threatening to eat children, I will need a friendly, trustworthy vampire mainstreamer who knows how to work a crowd.\u201c<a title=\"\" href=\"#_ftn15\"><sup>[15]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Roman geht es, wie man sieht, also nicht um das harmonische Zusammenleben von Vampiren und Menschen, sondern vielmehr um die Absicherung seiner eigenen Spezies, die nicht mehr gegeben w\u00e4re, wenn die Menschen die Vampire als ihre Feinde betrachten w\u00fcrden. Die st\u00e4ndige Pr\u00e4senz der American Vampire League in den Medien ist also in erster Linie eine biopolitische Ma\u00dfnahme. In mehreren Szenen wird deutlich, dass Vampire nach Ansicht ihrer Autorit\u00e4t sehr wohl Menschen aussaugen d\u00fcrfen, dies aber auf keinen Fall vor laufenden Kameras geschehen darf. Damit sind keineswegs nur die offiziellen Fernsehkameras gemeint, sondern auch die unz\u00e4hligen privaten, beispielsweise in Form von Handykameras, mit denen die nach Russells Attentat v\u00f6llig verunsicherten Menschen versuchen, Beweise f\u00fcr die Gef\u00e4hrlichkeit der Vampire festzuhalten und der \u00d6ffentlichkeit im Internet preiszugeben. Die Vampire sind durch die modernen, vernetzten Medien in Kombination mit der durch die Massenmedien gesteuerten Angst der Menschen also st\u00e4ndiger Beobachtung ausgesetzt.<\/p>\n<p>In der f\u00fcnften Staffel schlie\u00dflich wird Nan Flanaghan durch ihren fr\u00fcheren Konkurrenten Steve Newlin ersetzt. Ebendieser verk\u00f6rperte bisher in \u201eTrue Blood\u201c die klare Vampir-Opposition. Vor allem in der zweiten Staffel ist er als Aush\u00e4ngeschild der sogenannten \u201aChurch of the Sun\u2018, die sich zu einer terroristischen Bewegung gegen Vampire entwickelt, pr\u00e4sent. Die \u201aChurch of the Sun\u2018 wird innerhalb der Sekund\u00e4rliteratur oft als innerdiegetisches Pendant zur extremistisch-fundamentalistischen \u201aWestboro Baptist Church\u2018 gesehen.<a title=\"\" href=\"#_ftn16\"><sup>[16]<\/sup><\/a> Dies liegt nahe, da das \u201eGod hates fags\u201c (\u201eGott hasst Schwuchteln\u201c) des Slogans jener Gruppierung im Vorspann von \u201eTrue Blood\u201c zitiert und in \u201eGod hates fangs\u201c (\u201eGott hasst Fangz\u00e4hne\u201c) abgewandelt wird. Tats\u00e4chlich erinnern auch die Bilder der aufgebrachten Menschen in der Narration oft stark an die auf der Homepage der \u201aWestboro Baptist Church\u2018 ver\u00f6ffentlichten Bilder ihrer Anh\u00e4nger.<a title=\"\" href=\"#_ftn17\"><sup>[17]<\/sup><\/a> (Abb. 30, 31)<\/p>\n<div id=\"attachment_3256\" style=\"width: 755px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2014\/06\/true-blood-3.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3256\" class=\" wp-image-3256\" title=\"true blood 3\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2014\/06\/true-blood-3.png\" alt=\"\" width=\"745\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2014\/06\/true-blood-3.png 828w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2014\/06\/true-blood-3-300x91.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2014\/06\/true-blood-3-768x232.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 745px) 100vw, 745px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3256\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 5-6<br \/>Aufgebrachte Demonstranten innerhalb der Diegese und in der au\u00dferdiegetischen Realit\u00e4t, entnommen der offiziellen Internetpr\u00e4senz der \u201aWestboro Baptist Church\u2018<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Absurderweise \u00fcbernimmt Steve Newlin, ehemaliges Gesicht der \u201aChurch of the Sun\u2018, in der f\u00fcnften Staffel, nachdem er selbst zu einem der von ihm vormals verhassten Vampire gemacht wurde, die Rolle der Pressevertretung der Vampire-Authority. Damit setzt er sich nun f\u00fcr die Gleichberechtigung der Vampire ein. Es stellt sich heraus, dass Newlin selbst einer jener <em>Anderen<\/em> ist, die er zuvor stigmatisiert hat. Seine Frau betr\u00fcgt ihn, er ist k\u00f6rperlich schwach und heimlich homosexuell. Auch nachdem er sich in der \u00d6ffentlichkeit als Vampir geoutet hat, und sich f\u00fcr deren Gleichberechtigung einsetzt, verschweigt er seine Homosexualit\u00e4t. F\u00fcr ihn bietet das Outing als Vampir die M\u00f6glichkeit einer neuen Karriere und den Anschluss an eine Gruppierung, in der er nicht der <em>Andere<\/em> ist. Das sexuelle Outing hingegen birgt f\u00fcr ihn die Gefahr einer weiteren Stigmatisierung. Am Beispiel der Figur Steve Newlin zeigt sich paradigmatisch die Rolle der Pressevertreter verschiedener Parteien in \u201eTrue Blood\u201c. Allein die F\u00e4higkeit zur Vermittlung \u201amedialer Mythen\u2018 scheint zu z\u00e4hlen, die Newlin offensichtlich besitzt:<\/p>\n<p>\u201eElvis was spotted buying turkey jerky in a 7-Eleven in Yakima last Thursday but that doesn\u2019t mean he\u2019s still alive. That just means people will believe anything they want to believe. Humans are not rational. They are 100 percent motivated by fear. All they want is to feel safe, to know that they\u2019re good and right and they\u2019re gonna end up in heaven full of puffy clouds with everybody they\u2019ve ever loved wearing angel wings. So you tell me what you want them to believe and I\u2019ll sell it to them.\u201c<a title=\"\" href=\"#_ftn18\"><sup>[18]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Dieses Zitat verdeutlicht genau das, was als Charakteristikum von Medien beschrieben werden kann. Das allt\u00e4gliche Leben der Menschen ist von Angst gepr\u00e4gt, die fr\u00fcher durch die Mythen fassbar gemacht wurde. Die Medien sind nun in der Lage, diese Angst zu lenken, indem sie bestimmte Vorstellungen in die K\u00f6pfe der Menschen setzen und so in einer gewissen Weise eigene Mythen produzieren.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Steve Newlin die zitierten Worte spricht, steht er unter einer Lampe, deren Licht wie ein Heiligenschein wirkt. Durch diese Inszenierung wird Newlins Aussage innerdiegetisch gewisserma\u00dfen best\u00e4tigt. (Abb. 32)<\/p>\n<div id=\"attachment_3257\" style=\"width: 509px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2014\/06\/true-blood-4.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3257\" class=\" wp-image-3257\" title=\"true blood 4\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2014\/06\/true-blood-4.png\" alt=\"\" width=\"499\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2014\/06\/true-blood-4.png 499w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2014\/06\/true-blood-4-300x171.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 499px) 100vw, 499px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3257\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 7<br \/>Steve Newlin, inszeniert als \u201ascheinheiliger\u2018 Pressesprecher<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der f\u00fcnften Staffel \u00fcbernimmt eine vampirisch christliche Sekte die Authority. Ihre Anh\u00e4nger vertreten den Glauben, dass Gott nicht den Menschen, sondern Lilith nach seinem Ebenbild geschaffen hat, der der Mensch als Sklave dienen sollte.<a title=\"\" href=\"#_ftn19\"><sup>[19]<\/sup><\/a> Auch an dieser Stelle wird wieder einmal ein schon bestehender Mythos an die Narration angepasst.<a title=\"\" href=\"#_ftn20\"><sup>[20]<\/sup><\/a> Man kann hier Verweise auf die Frontier-Ideologie sehen, bei der es darum ging, dass der von Gott gesandte wei\u00dfe Mann sich die Natur, und im Zusammenhang damit, die \u201aniederen V\u00f6lker\u2018, Untertan macht.<\/p>\n<p>In den Medien verk\u00f6rpern die Vampire also das Bild des Ausgegrenzten, der eingegliedert werden m\u00f6chte, w\u00e4hrend sie sich au\u00dferhalb der Medien klar von den Menschen abgrenzen und \u00fcber jene stellen. Man kann sagen, dass sie sich innerhalb der Medien \u00e4hnlich zur Gleichberechtigungsbewegung der Afroamerikaner aus den 1950er und 1960er Jahren verhalten und Pressevertreter, die an Martin Luther King erinnern, pr\u00e4sentieren, w\u00e4hrend sie eigentlich f\u00fcr ein abgewandeltes Modell des Frontier-Mythos stehen.<\/p>\n<p>Bill, der am Ende der f\u00fcnften Staffel zu einer Hauptfigur dieser religi\u00f6sen Vampir-Bewegung wird, erkl\u00e4rt ebendies folgenderma\u00dfen:<\/p>\n<p>\u201eI have spent my entire life as a vampire apologizing, believing I was inherently wrong somehow. Living in fear. Fear that God had forsaken me, that I was damned. But Lilith grants us freedom from fear. Vicissitudes, 9:24: \u201aFear not, for my blood is beyond fear. Fear of sin, fear of mankind, fear of retribution. For thou art begat by God and this world is but a spring to slake thy sacred thirst.\u2018\u201c<a title=\"\" href=\"#_ftn21\"><sup>[21]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Es wird klar, dass Bill sich, seit er Vampir ist, ausgegrenzt f\u00fchlt. Die christliche Mythologie in Form seines religi\u00f6sen Glaubens, die ihm als Mensch Leitbild war, machte ihn als Vampir zum <em>Anderen<\/em>, zur Gefahr. Im Glauben, verflucht und von Gott versto\u00dfen zu sein, versuchte er dennoch, als Vampir ein m\u00f6glichst christliches Leben zu f\u00fchren, was aufgrund seines Verlangens nach menschlichem Blut nahezu unm\u00f6glich ist. In der Religion der Vampire schlie\u00dflich erh\u00e4lt Bill die M\u00f6glichkeit, seinen alten Glauben in Form eines abgewandelten, auf die Vampire angepassten, christlichen Mythos auch als Vampir zu leben.<\/p>\n<p>Da man die Narration als Gegenwarts-Dystopie sehen kann, ist es sowohl innerhalb als auch au\u00dferhalb der Diegese schwierig, den aufgekl\u00e4rten Menschen an einen solchen Mythos glauben zu lassen. Innerdiegetisch nutzen die Vampire die Massenmedien zur Verbreitung von Angst bei ihren Anschl\u00e4gen auf die TruBlood-Fabriken \u00fcberall auf der Welt. Die Menschen werden glauben gemacht, dass unbekannte Attent\u00e4ter daf\u00fcr verantwortlich sind. Dadurch wird Unsicherheit und Kontingenz erzeugt. In Wirklichkeit stecken, wie man als Zuschauer wei\u00df, die vampirischen Anh\u00e4nger des von ihnen geschaffenen Lilith-Mythos dahinter, die die Angst s\u00e4en, dass alle Vampire fr\u00fcher oder sp\u00e4ter wieder auf menschliches Blut angewiesen sein werden, wenn kein TruBlood mehr produziert werden kann.<\/p>\n<p>Au\u00dferdiegetisch wird man gleichzeitig als Zuschauer verunsichert, weil der offenbar wahnsinnig gewordene Bill am Ende der f\u00fcnften Staffel zuerst stirbt, dann aber als eine Art Prophet Liliths wieder aufersteht. Die Vampirreligion ist also pl\u00f6tzlich mehr als eine auf die \u00c4ngste der Vampire abgewandelte Version der christlichen Mythologie, an die der aufgekl\u00e4rte Mensch nicht mehr richtig glauben kann. Wenn innerhalb der Narration Lilith existiert, stellt sich gleicherma\u00dfen die Frage nach der Existenz des christlichen Gottes als Entit\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\" align=\"center\">Ebenso muss hinterfragt werden, ob ebenjener Gott im Falle seiner Existenz nun tats\u00e4chlich Mensch oder Vampir nach seinem Ebenbild schuf. Innerhalb der Narration von \u201eTrue Blood\u201c ist pl\u00f6tzlich durch die Vermischung von Realit\u00e4t und Mythologemen wieder einmal alles m\u00f6glich. So l\u00e4sst die Serie am Ende der f\u00fcnften Staffel den Zuschauer mit einem Cliffhanger zur\u00fcck, der das Denken des aufgekl\u00e4rten Menschen in Bezug auf die Narration in seinen Grundz\u00fcgen ersch\u00fcttert. Der von Nietzsche f\u00fcr tot erkl\u00e4rte Gott scheint in \u201eTrue Blood\u201c lebendig geworden zu sein. Und m\u00f6glicherweise ist er nicht der Gott des Menschen, sondern des Vampirs.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Schluss<\/p>\n<p>In den klassischen Mythen wurden Geschichten erz\u00e4hlt und damit Bilder geschaffen, die Unerkl\u00e4rliches fassbar machten. Diese Bilder, an die der rationale Mensch seit der Aufkl\u00e4rung nicht mehr glauben konnte, werden in der Narration von \u201eTrue Blood\u201c real. Die gegenw\u00e4rtigen, postmodernen \u00c4ngste der Amerikaner beruhen vor allem auf der Zerst\u00f6rung der Grenzen, die zuvor eine genaue Verortung m\u00f6glich machten. Um in der Welt wieder heimisch zu werden, brauchte man in vormoderner Zeit die Mythen.<\/p>\n<p>Diese klassischen Mythen sorgen in \u201eTrue Blood\u201c jedoch f\u00fcr das genaue Gegenteil. Das innerdiegetische <em>Rauschen der Mythologeme<\/em> sorgt gleicherma\u00dfen bei den Protagonisten der Serie wie auch beim Zuschauer auf verschiedenen Ebenen f\u00fcr Verunsicherung. Aber genau diese Verunsicherung, dieses Kontingenzbewusstsein, das man auch beim Betrachten der Serie erlebt, ist das, was die postmoderne <em>Angst vor dem Anderen<\/em> auszeichnet.<\/p>\n<p>Der moderne Mensch glaubt an keine Monster mehr, die innerhalb von Geschichten seine \u00c4ngste versinnbildlichen. \u201eTrue Blood\u201c zeigt auch keine solchen Wesen, an die man als Zuschauer glauben soll, sondern eine Gegenwarts-Dystopie der \u201aentzauberten Welt\u2018, die w\u00f6rtlich, gegen ihren Willen, \u201awiederverzaubert\u2018 wird. Man versucht, sich in der Narration von \u201eTrue Blood\u201c als Zuschauer selbst zu verorten und muss erfahren, wie man daran scheitert. Man ist selbst Teil des Mythos geworden.<\/p>\n<p>Die rational denkenden Menschen innerhalb der Narration m\u00fcssen feststellen, dass die Moderne an ihre Grenzen gesto\u00dfen ist, wenn die klassischen Mythen, die seit der Aufkl\u00e4rung ihre G\u00fcltigkeit verloren haben, reanimiert werden. Gleichzeitig erkennt man als Zuschauer, was die postmodernen \u00c4ngste ausmacht: Das Wissen davon, dass im Sinne Luhmanns alles immer auch anders sein kann.<a title=\"\" href=\"#_ftn22\"><sup>[22]<\/sup><\/a> Die TV-Serie \u201eTrue Blood\u201c zeigt das Scheitern des modernen Plans von der universal genormten Welt. Sie tut es, indem sie unsere rationale Welt symbolisch, in Konfrontation mit den als \u00fcberholt geltenden Mythen der Vergangenheit, scheitern l\u00e4sst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div>\n<p style=\"text-align: left\"><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> Vgl. Rothemund, Kathrin: Komplexe Welten. Narrative Strategien in US-amerikanischen Fernsehserien. Berlin: Bertz+Fischer Verlag 2013. S. 229-232.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Vgl. M\u00fcller, Andr\u00e9: Film und Utopie. Positionen des fiktionalen Films zwischen Gattungstradition und gesellschaftlichen Zukunftsdiskursen. Berlin: LIT Verlag 2010. S. 32.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> Vgl. Ebd.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a> Vgl. Anyiwoo, U. Melissa: It\u2019s not television. It\u2019s transmedia storytelling: Marketing the \u201areal\u2018 world of True Blood. In: Cherry, Brigid (Hrsg.): True Blood. Investigating Vampires and Southern Gothic. London, New York: I. B. Tauris Verlag 2012. S. 163.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref5\"><sup>[5]<\/sup><\/a> Vgl. Ebd.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref6\"><sup>[6]<\/sup><\/a> Ebd. S. 164.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref7\"><sup>[7]<\/sup><\/a> Vgl. Ebd.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref8\"><sup>[8]<\/sup><\/a> Die Marketingkampagne beinhaltete noch sehr viel mehr als das hier aufgef\u00fchrte Beispiel. So gab es weitere Homepages, Foren, in denen sich potentielle Vampire \u00fcber ihre Erfahrungen austauschen konnten, oder auch Plakate und Werbeanzeigen f\u00fcr das Getr\u00e4nk TruBlood, bevor man \u00fcberhaupt etwas \u00fcber die eigentliche TV-Serie wusste. Eine genaue Ausf\u00fchrung alldessen w\u00fcrde an dieser Stelle sicherlich zu weit f\u00fchren. Bei Interesse empfehle ich folgende Homepage, die einen \u00dcberblick \u00fcber die Marketingkampagne, sowie einen kurzen zusammenfassenden Clip dazu beinhaltet:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.creativeguerrillamarketing.com\/advertising\/best-ad-campaigns-of-the-past-decade\/\">http:\/\/www.creativeguerrillamarketing.com\/advertising\/best-ad-campaigns-of-the-past-decade\/<\/a>; abgerufen am 23.11.2013.<\/p>\n<p>Interessant ist zudem folgender Link zu einem potentiellen Vampirblog, der zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt ohne weitere Informationen an Horrorblogger versendet wurde:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/bloodcopy.livejournal.com\/\">http:\/\/bloodcopy.livejournal.com\/<\/a>; abgerufen am 23.11.2013.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref9\"><sup>[9]<\/sup><\/a> Vgl. <a href=\"http:\/\/www.keepamericahuman.com\/\">http:\/\/www.keepamericahuman.com\/<\/a>; abgerufen am 23.11.2013.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref10\"><sup>[10]<\/sup><\/a> Vgl. <a href=\"http:\/\/www.vamps-kill.com\/\">http:\/\/www.vamps-kill.com\/<\/a>; abgerufen am 23.11.2013.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref11\"><sup>[11]<\/sup><\/a> Vgl. <a href=\"http:\/\/www.fellowshipofthesun.org\/\">http:\/\/www.fellowshipofthesun.org\/<\/a>; abgerufen am 23.11.2013.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref12\"><sup>[12]<\/sup><\/a> Vgl. Blayde, Ariadne; Dunn, George A.: Pets, cattle, and higher life forms on True Blood. In: Dunn, George A.; Housel, Rebecca (Hrsg.): True Blood and Philosophy. We wanna think bad things with you. New Jersey: John Wiley and Sons Verlag 2010. S. 33.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref13\"><sup>[13]<\/sup><\/a> True Blood: Evil is going on. S03, E12. Min. 05:02 &#8211; 05:31.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref14\"><sup>[14]<\/sup><\/a> True Blood: Everything is broken. S03, E09. Min. 52:30 &#8211; 55:43.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref15\"><sup>[15]<\/sup><\/a> True Blood: Whatever I am, you made me. S05, E03. Min. 08:28 &#8211; 11:34.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref16\"><sup>[16]<\/sup><\/a> Vgl. Wimmler, Jutta: \u201aFangbangers\u2018 und \u201aGod hates fangs\u2018. Der Vampir als Projektionsfl\u00e4che moralischer Diskurse in True Blood. In: Heimerl, Theresia; Feichtinger, Christian (Hrsg.): Dunkle Helden. Vampire als Spiegel religi\u00f6ser Diskurse in Film und TV. Marburg: Sch\u00fcren Verlag 2011. S. 164.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref17\"><sup>[17]<\/sup><\/a> Vgl. <a href=\"http:\/\/www.godhatesfags.com\/index.html\">http:\/\/www.godhatesfags.com\/index.html<\/a>; abgerufen am 09.12.2013.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref18\"><sup>[18]<\/sup><\/a> True Blood: Whatever I am, you made me. S05, E03. Min. 08:28 &#8211; 11:34.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref19\"><sup>[19]<\/sup><\/a> Ebd.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref20\"><sup>[20]<\/sup><\/a> Eine genaue Auseinandersetzung mit der Lilith-Figur und ihrer Rolle in verschiedenen Mythen, die sich vom Gilgamesch-Epos, \u00fcber die griechische Literatur, bis hin zur Bibel erstreckt, w\u00fcrde an dieser Stelle zu weit f\u00fchren. Zur vertiefenden Lekt\u00fcre empfehle ich aber:<\/p>\n<p>Zingsem, Vera: Lilith. Adams erste Frau. Leipzig: Reclam Verlag 2000.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref21\"><sup>[21]<\/sup><\/a> True Blood: Safe yourself. S05, E12. Min. 47:05 &#8211; 50:28.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref22\"><sup>[22]<\/sup><\/a> Vgl. Luhmann, Niklas: Soziale Systeme. Grundri\u00df einer allgemeinen Theorie. Frankfurt a. M.: Suhrkamp Verlag 1984. S. 152.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mythos TV-Serie<\/p>\n","protected":false},"author":391,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[57],"tags":[416,1487,1837,2393,2404,2442],"class_list":["post-3251","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-carolin-utsch","tag-medienkritik","tag-pop-zeitschrift-2","tag-true-blood","tag-tv-serie","tag-vampire"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3251","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/users\/391"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3251"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3251\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3251"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3251"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3251"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}