{"id":4458,"date":"2015-04-07T10:39:03","date_gmt":"2015-04-07T08:39:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/?p=4458"},"modified":"2015-04-07T10:39:03","modified_gmt":"2015-04-07T08:39:03","slug":"beschreibungsimpotenzrezension-zu-helmut-boettiger-die-gruppe-47-als-die-deutsche-literatur-geschichte-schriebvon-joerg-doering7-4-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/2015\/04\/07\/beschreibungsimpotenzrezension-zu-helmut-boettiger-die-gruppe-47-als-die-deutsche-literatur-geschichte-schriebvon-joerg-doering7-4-2015\/","title":{"rendered":"\u00bbBeschreibungsimpotenz\u00abRezension zu Helmut B\u00f6ttiger, \u00bbDie Gruppe 47. Als die deutsche Literatur Geschichte schrieb\u00abvon J\u00f6rg D\u00f6ring7.4.2015"},"content":{"rendered":"<p>Popul\u00e4re Literaturkritik<!--more--><\/p>\n<p>Was das Buch mit Pop zu tun hat, dazu sp\u00e4ter. Zun\u00e4chst ein paar allgemeine Feststellungen: Der Untertitel ist irref\u00fchrend. Das macht aber gar nichts. (Man wei\u00df ja, wie in einem Konzernverlag solche Paratexte gemacht werden\u2026) Denn der Autor Helmut B\u00f6ttiger nimmt an keiner Stelle des Buches f\u00fcr sich in Anspruch zu erz\u00e4hlen, wie einmal die Gruppe 47 \u201eGeschichte\u201c geschrieben h\u00e4tte \u2013 im pomp\u00f6sen Sinne des Koselleck\u02bcschen Kollektivsingulars.<\/p>\n<p>Das hat er gar nicht n\u00f6tig, denn das, was er erz\u00e4hlt, ist interessant genug: In einer sehr gut lesbaren Synthese \u2013 der besten, die es bislang gibt, wenn es nicht \u00fcberhaupt die einzige ist \u2013 erz\u00e4hlt B\u00f6ttiger die Geschichte der Gruppe 47 ebenso als Institutionengeschichte einer Schriftstellervereinigung wie auch als Personengeschichte(n) der darin sich versammelnden Autoren.<\/p>\n<p>Beides h\u00e4ngt untrennbar miteinander zusammen. Ein Netzwerk kann man eigentlich gar nicht anders erz\u00e4hlen. Und weil es eine Synthese ist, muss B\u00f6ttiger sich f\u00fcr einen Plot entscheiden \u2013 und kann es mithin l\u00e4ngst nicht mehr allen recht machen. Da fehlt dann dem einen dieses, der anderen das, kann der Autor nicht aller Spezialliteratur gerecht werden und hat vielleicht nachweisbare Vorlieben oder Antipathien unter dem vielf\u00e4ltigen Personal seiner Geschichte.<\/p>\n<p>Die bislang gr\u00fcndlichste Rezension stammt von Matthias N. <a title=\"artikel lorenz\" href=\"http:\/\/www.iaslonline.de\/index.php?vorgang_id=3708\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lorenz<\/a>, der das gro\u00dfe Buch \u00fcber Juden und Auschwitz bei Martin Walser geschrieben hat. Er h\u00e4lt bei B\u00f6ttiger die Rolle Martin Walsers f\u00fcr unterbewertet, die NSDAP-Mitgliedschaften von Jens, Walser, H\u00f6llerer und Wellershoff und die Geschichte Reich-Ranickis als verfolgter Jude w\u00e4hrend des Holocaust f\u00fcr ausgeblendet. Das mag stimmen, und gerade der letzte Punkt trifft gewiss den sprechend-blinden Fleck des Buches, in dem Reich-Ranicki einer der <em>bad guys<\/em> ist.<\/p>\n<p>Aber keine Synthese wird solchen Vorw\u00fcrfen von Verk\u00fcrzung und Einseitigkeit je ganz entgehen. Was man ihr zugutehalten kann: Immerhin wagt B\u00f6ttiger einen Plot f\u00fcr die Gruppengeschichte als ganzer und macht damit einen so engagierten Einspruch wie den von Lorenz \u00fcberhaupt erst m\u00f6glich. Soll jemand erst mal eine bessere Synthese vorlegen!<\/p>\n<p>Das Buch liefert streitbare, widerspruchsf\u00e4hige Thesen mindestens in viererlei Hinsicht: a) der Literaturgeschichte der Bundesrepublik; b) der westdeutschen Intellektuellengeschichte; und B\u00f6ttiger erkennbar besonders wichtig: c) der Literaturbetriebsgeschichte der Bundesrepublik, und d) der Geschichte der westdeutschen Literaturkritik, insbesondere jener, der andere Performanzbedingungen zugrunde liegen als die im Printjournalismus.<\/p>\n<p>a) Selbst wenn die Gruppe 47 f\u00fcr eine bestimmte Phase der westdeutschen Literaturgeschichte hegemoniale Bedeutung f\u00fcr sich beanspruchen konnte, dann gewiss nicht im Sinne eines \u201esozialdemokratischen Realismus\u201c, so wie j\u00fcngst einmal mehr der notorische Martin Mosebach verlauten lie\u00df.<\/p>\n<p>Dieses Vorurteil identifiziert die Gruppe einseitig mit den \u00e4sthetischen Vorlieben von Hans Werner Richter und \u201eMoraltrompeter\u201c Grass und trifft noch nicht einmal f\u00fcr jene Hoch-Zeit zwischen Grass\u2019 fulminantem <em>Blechtrommel-<\/em>Auftritt in Gro\u00dfholzleute 1958 und der Schweden-Reise 1964 nach Sigtuna zu, als die Gruppe erstmals auch im Ausland repr\u00e4sentative Aufgaben f\u00fcr die westdeutsche Literatur unternahm (die \u201edeutsche Literatur-Nationalmannschaft\u201c).<\/p>\n<p>B\u00f6ttiger zeigt vielmehr, dass Richter mit seinen \u00e4sthetischen Vorstellungen schon rasch marginalisiert war und darunter nicht selten litt. Und dass im Gegenteil die Vergemeinschaftungsform der Gruppe mit den rasant sich entwickelnden Publizit\u00e4tsbedingungen viel eher dazu beitrug, formalistischer oder experimenteller Literatur wie der von Hei\u00dfenb\u00fcttel, Kluge, Becker, Bichsel oder Konrad Bayer den Boden zu bereiten \u2013 eine Literatur, die ohne die Gruppe weitaus ung\u00fcnstigere Resonanzbedingungen vorgefunden h\u00e4tte.<\/p>\n<p>b) Das Mosebach-Vorurteil gr\u00fcndet sich ja vor allem auf das Grass\u02bcsche \u201eWahlkontor deutscher Schriftsteller\u201c, das f\u00fcr Willy Brandt in den Bundestagswahlkampf 1965 zog (\u201edich singe ich demokratie \u2013 loblied auf willy\u201c), und auf das Zerrbild des gesellschaftlich engagierten Schriftstellers.<\/p>\n<p>Auch hier unterscheidet B\u00f6ttiger sehr pr\u00e4zise: F\u00fcr Gr\u00fcndungsfigur Richter war die Gruppe stets so etwas wie Politikersatz. Die meisten der anderen, die sich engagierten, nutzten eine historisch singul\u00e4re Phase in der Geschichte der BRD, in der die Literatur tats\u00e4chlich eine Art Leitmedium darstellte und in der literarisches Renommee auch f\u00fcr au\u00dferliterarische Zwecke benutzt werden konnte.<\/p>\n<p>Weil die Literatur f\u00fcr einen kurzen Moment einmal so bedeutsam war, wollen und k\u00f6nnen Literaten zu Meinungsf\u00fchrern werden, generieren sie symbolisches Kapital, um Gefolgschaft auch in politischen und gesellschaftlichen Fragen zu beanspruchen. In der Intellektuellengeschichte der BRD ist das singul\u00e4r, und die Friedensbewegung der 1980er \u2013 mit Heinrich B\u00f6ll als Sitzblockierer von Mutlangen \u2013 war eine Endmor\u00e4ne dieses Geistesgletschers.<\/p>\n<p>Wenn heute Juli Zeh in Fernsehtalkshows zur NSA-Bespitzelung eingeladen wird oder Ulf Erdmann Ziegler zur Edathy-Aff\u00e4re um Kinderpornographie, dann ausdr\u00fccklich nicht, weil man ihre Literatur f\u00fcr so bedeutend h\u00e4lt, sondern weil sie \u2013 in der Logik des TVs \u2013 besondere oder auch nur vermeintliche Zusatzqualifikationen aufweisen (Zeh als Juristin und EU-Rechts-Expertin, Ziegler \u2013 zu seiner eigenen gr\u00f6\u00dften Verwunderung \u2013 weil er im Nebenfach Psychologie studiert hat. Im Insert stand dann: \u201eAutor und Psychologe\u201c), die sie f\u00fcr die Fernseh\u00f6ffentlichkeit als talkende Schriftsteller qualifizieren.<\/p>\n<p>Unterm Strich war es aber auch mit dem Engagement der 47er gar nicht so weit her. Auf gerade mal elf Resolutionen brachte es die Gruppe in den 20 Jahren ihres Bestehens: u.a. zum Ungarn-Aufstand, zur atomaren Bewaffnung der Bundeswehr, gegen die Kriege in Algerien und Vietnam, gegen die Meinungsmacht des Springer-Konzerns. Das schaffen die Medienintellektuellen von heute (von Bernard Henri Lev\u00fd bis Hans Olaf Henkel) locker in drei Jahren.<\/p>\n<p>c) Das ist die eigentliche Kernthese des Buches: Die Gruppe 47 \u2013 zun\u00e4chst nicht mehr als ein loser, semi-privater Zusammenschluss von Autoren in der Nachkriegszeit, der sich gegenseitig Zeitschriftenbeitr\u00e4ge vorliest, weil die Zeitschrift nicht erscheinen darf \u2013 erfindet den modernen Literaturbetrieb, den Markt der Autoreninszenierung und Selbstinszenierung, vergemeinschaftet die Autoren mit der Berufskritik, entwickelt sich zur literarischen B\u00f6rse, in der Karrieren geboren und zerst\u00f6rt werden k\u00f6nnen, in der die <em>scouts<\/em> und Verleger die Hinterb\u00fchne bespielen, \u00f6ffnet dem Fernsehen die T\u00fcr, um Literatur fernsehgerecht zu inszenieren, entwickelt sich \u00fcberhaupt als das gro\u00dfe Literaturevent 1-2mal im Jahr, eines, das sich heute in lit.Cologne, Leipzig liest und LiteraTurm, in das ubiquit\u00e4re und fl\u00e4chendeckende Stipendien- und Literaturhauswesen ausdifferenziert hat.<\/p>\n<p>Und die Gruppe erfindet den Literaturbetrieb gleichsam unbewusst und rein praxeologisch: Hinter der Entwicklung steht kein geheimer Master- oder Business-Plan. Es geschieht einfach so und im Laufe der Zeit, eine nicht-intendierte Folge der disparaten Aktivit\u00e4ten vieler, macht die Gruppe zuerst gro\u00df, w\u00e4chst ihr dann \u00fcber den Kopf und l\u00e4sst sie schlie\u00dflich zerbrechen.<\/p>\n<p>F\u00fcr B\u00f6ttiger trifft hier eine besondere <em>re-education<\/em>-Erfahrung deutscher intellektueller Kriegsgefangener, die einen Gutteil ihrer Bildung dem amerikanischen Kriegsgefangenenlager verdanken, auf die rasch sich wandelnden \u00d6ffentlichkeitsbedingungen der Bundesrepublik.<\/p>\n<p>Zuerst eignen sich Richter, Andersch und Co. lustvoll den Begriff der Kritik wieder an \u2013 als Ferment einer demokratischen Kultur, so wie von der amerikanischen Besatzungsmacht gew\u00fcnscht \u2013, eine Kritik, die nicht l\u00e4nger als \u201ezersetzend\u201c geschm\u00e4ht wird wie noch w\u00e4hrend des NS. Dann aber wird der performative und agonale Effekt dieses Kritikregimes rasch so \u00f6ffentlichkeitswirksam, dass er zur B\u00fchne, zum Zentralereignis aller am Buchmarkt beteiligten Akteure werden kann \u2013 am Ende so durchschlagend, dass die Gruppenkritik ihre Legitimit\u00e4t als Selbstverst\u00e4ndigung der Autoren einb\u00fc\u00dft.<\/p>\n<p>Richter ist das Opfer dieser Entwicklung, und die eigentlichen Repr\u00e4sentativ-Gestalten der Gruppengeschichte sind im Lichte dieser These Hans Magnus Enzensberger mit seiner ungemein wandlungsf\u00e4higen, wetterf\u00fchligen Intelligenz und das Betriebs-Genie Walter H\u00f6llerer (dem Richter s\u00fcffisant \u201eBeh\u00f6rden-Sex-Appeal\u201c attestierte \u2013 so erfolgreich war H\u00f6llerer in der Akquise \u00f6ffentlicher Gelder in Westberlin).<\/p>\n<p>Die These von der Erfindung des modernen Literaturbetriebs durch die Gruppe 47 ist sehr schmissig und steil, und vorerst wird sie gar nicht so leicht zu ersch\u00fcttern sein \u2013 jedenfalls nicht durch vereinzelte Gegenthesen, die unterdessen schon h\u00f6rbar geworden sind: etwa dass es auch in den 1960er Jahren schon den Betrieb in Form von Schriftstellerlesereisen gab (vgl. die Walser-Biographie von J\u00f6rg Magenau) oder dass es in der Adenauer-Zeit neben der Gruppe 47 auch andere Institutionen gab, in denen geistiger Austausch und demokratische Formen der Kritik einge\u00fcbt wurden \u2013 so in den evangelischen Akademien Tutzing und Loccum, den Mittwochsgespr\u00e4chen in Gerhard Ludwigs K\u00f6lner Bahnhofsbuchhandlung oder in Werner H\u00f6fers Fernseh-Fr\u00fchschoppen \u2013 dies das Lieblingsargument des Bonner Zeithistorikers Dominik <a title=\"artikel geppert\" href=\"http:\/\/www.welt.de\/kultur\/literarischewelt\/article114450304\/Helmut-Boettigers-Portraet-der-Gruppe-47-praemiert.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Geppert<\/a>, der B\u00f6ttiger (und manche andere) im Verdacht hat, die Adenauer-Zeit mal wieder viel vermuffter dargestellt zu haben als sie seiner (und Arnulf Barings) Ansicht nach eigentlich gewesen sein soll.<\/p>\n<p>Fest steht jedenfalls, dass B\u00f6ttigers steile These eine Menge Folgeuntersuchungen zur Literaturbetriebskunde nach sich ziehen wird: z.B. zur Geschichte der Buchmessenprogramme, zur Geschichte der Lesungskultur in Buchhandlungen und Schulen, zu den Literaturverlagen und ihren Bem\u00fchungen, Autoren in der (Lese-)\u00d6ffentlichkeit zu lancieren. Solche Untersuchungen k\u00f6nnten in der Summe oder im Detail B\u00f6ttigers These relativieren, aber g\u00e4be es sie ohne sein Buch? (Vgl. bereits seither Achim Geisenhansl\u00fcke\/Michael Peter Hehl (Hg.): <em>Poetik im technischen Zeitalter. Walter H\u00f6llerer und die Erfindung des modernen Literaturbetriebs<\/em>. Bielefeld 2013).<\/p>\n<p>d) Die Gruppe 47 in ihrer Auswirkung auf die Geschichte der professionellen Literaturkritik in Westdeutschland: Diesem Aspekt gilt erkennbar die meiste libidin\u00f6se Energie des Autors B\u00f6ttiger, der selber Kritiker ist. Hier kennt er sich am besten aus, hier ist er gleichsam Mitbetroffener (oder: Leidtragender). Aufstieg und Fall der Geltungsanspr\u00fcche professioneller Literaturkritik unter den wechselnden Performanzbedingungen bei Tagungen der Gruppe 47 sind niemals zuvor so stringent und \u00fcberzeugend dargestellt worden wie hier.<\/p>\n<p>B\u00f6ttiger schildert, wie auf den ersten Tagungen die Kritik zun\u00e4chst als Werkstattgespr\u00e4ch unter Freunden konzipiert war. Jede\/r war Autor\/in und Kritiker\/in in Personalunion, einge\u00fcbt werden sollte eine nicht zuletzt grunddemokratische Gepflogenheit: die Kultur freier, spontaner, strikt textbezogener Rede und Gegenrede. Zu schweigen hatte man nur einmal: bei der Kritik des je eigenen Textes.<\/p>\n<p>Im Laufe der Zeit differenzierten sich dann besondere Handlungsrollen heraus: Die einen waren mehr Kritiker als Autoren (W. Jens), andere kritisierten bald ausschlie\u00dflich (zun\u00e4chst Kaiser, sp\u00e4ter Hans Mayer und Reich-Ranicki). Immer mehr Berichterstatter verfolgten die Tagungen und berichteten auch \u00fcber die Performance der Kritiker. Bald gab es die sitzr\u00e4umliche Trennung von Autoren und Kritikern \u2013 die ber\u00fchmte \u201eKritikerbank\u201c in der ersten Reihe.<\/p>\n<p>Irgendwann dominierten die Kritiker und \u00fcberf\u00fchrten das ungesch\u00fctzte Werkstattgespr\u00e4ch in ein ma\u00dfgebliches literaturkritisches Urteil, das \u2013 obgleich spontan-m\u00fcndlich ge\u00e4u\u00dfert und keinesfalls den gleichen Begr\u00fcndungsstandards unterworfen wie die schriftliche Literaturkritik \u2013 in wenigen Minuten \u00fcber Karrieren mitentscheiden konnte, einfach weil mittlerweile auch die Verleger und Lektoren im Publikum sa\u00dfen, wenn die neuen literarischen Talente im Gruppengespr\u00e4ch seziert wurden.<\/p>\n<p>Diese Entwicklung beargw\u00f6hnten fr\u00fch die Autoren selbst \u2013 ohne ihr freilich viel mehr entgegensetzen zu k\u00f6nnen als treffende physiognomische Schilderungen. B\u00f6ttiger zitiert, wie au\u00dferordentlich pr\u00e4zise Martin Walser schon 1962 in \u201eBrief an einen ganz jungen Autor\u201c die Sprach- und Urteilstechniken der Gro\u00dfkritiker wie H\u00f6llerer, Jens, Kaiser oder Reich-Ranicki herausarbeitete, unter denen er bei den Tagungen zu leiden hatte.<\/p>\n<p>Dem Bedeutungszuwachs der professionellen Kritik unter Bedingungen der Spontanperformanz entsprach kehrseitig die zunehmende Massenmedialisierung der Literatur: H\u00f6llerer brachte die Gruppe 47-Autoren schlie\u00dflich auch ins Fernsehen, wo die Kritiker nun die Handlungsrolle des Moderators mit \u00fcbernahmen.<\/p>\n<p>F\u00fcr B\u00f6ttiger weist von hier aus \u2013 der \u201eInternationalen Lesereihe\u201c 1961\/62 vor Tausenden von Besuchern im gro\u00dfen Saal der Berliner Kongresshalle, live \u00fcbertragen im SFB-Fernsehen \u2013 ein direkter Weg zum sp\u00e4teren ZDF-Erfolgsformat \u201eLiterarisches Quartett\u201c (1988-2001) einerseits und dem Klagenfurter Bachmann-Preis andererseits, den es seit 1977 gibt und bei dem bis heute ein m\u00fcndlich ge\u00e4u\u00dfertes Kritikerurteil zu einem vom Autor pers\u00f6nlich vorgelesenen, unver\u00f6ffentlichten literarischen Text fernsehgerecht inszeniert wird (bis 1997 war das \u2013 wie bei der Gruppe 47 \u2013 ein spontanes Urteil, seither erhalten die Kritiker die Texte eine Woche vor der Lesung).<\/p>\n<p>In beiden Unternehmungen lange nach dem Ende der Gruppe 47 hatte Reich-Ranicki federf\u00fchrend seine H\u00e4nde im Spiel. Es geh\u00f6rt zu den bitteren Pointen von B\u00f6ttigers Buch, dass der Bedeutungszuwachs, den die Literaturkritik durch das Gruppenregime erfuhr, letztlich auch miturs\u00e4chlich daf\u00fcr ist, dass die Kritik bis heute stark an Standards und Legitimit\u00e4t verloren hat.<\/p>\n<p>Paradigmatisch daf\u00fcr ist f\u00fcr B\u00f6ttiger die Medienkarriere von Marcel Reich-Ranicki. Erst die Gruppe 47 hatte die Kritiker zu gleichberechtigten Stars des Literaturbetriebs gemacht. Und MRR bewies ein untr\u00fcgliches Gesp\u00fcr daf\u00fcr, wie sich die \u201eMechanismen der Gruppe 47 in der sich entwickelnden Mediengesellschaft weiterf\u00fchren\u201c lie\u00dfen. Innerhalb der Gruppe war er gleichsam noch der Fernsehkritiker ohne Fernsehen.<\/p>\n<p>Obwohl alle dem Spontaneit\u00e4tsprinzip der M\u00fcndlichkeit unterworfen waren, fiel noch auf (und wurde honoriert), dass Mayer, Jens, H\u00f6llerer, Baumgart und Kaiser weitaus differenzierter literaturkritisch urteilten. MRR war in \u00e4sthetischer Hinsicht l\u00e4ngst noch nicht tonangebend, wurde vielmehr f\u00fcr seine effekthascherische Rhetorik mit erkennbarem \u201eWillen zur Pointe\u201c, f\u00fcr das dominante \u201eStilmittel sofortiger \u00dcberrumpelung und verbl\u00fcffender Eindeutigkeit\u201c vielmehr beargw\u00f6hnt.<\/p>\n<p>Erst seit die Zeitung nicht mehr das Leitmedium der Literaturkritik ist \u2013 und diese Entwicklung wurde von den Performanzbedingungen der Kritik in der Gruppe 47 entschieden beg\u00fcnstigt \u2013, konnte ein Kritikertypus wie der von MRR dominant werden. Der Kritiker als Star, der lobt oder verrei\u00dft, und das in publikumswirksamer Entschiedenheit, einer, der sich nicht l\u00e4nger als Partner des Autors oder M\u00e4eut des im Entstehen begriffenen Textes versteht, sondern der sich ungefragt zum Anwalt des Publikums aufschwingt. So zelebrierte es die Kritikerrunde im \u201eLiterarischen Quartett\u201c, weitergef\u00fchrt und noch zugespitzt in Elke Heidenreichs Nachfolge-Format \u201eLesen!\u201c (2003-2008), wo Kritik sich vollends in Lesep\u00e4dagogik (mit Ausrufezeichen!) transformiert hat.<\/p>\n<p>B\u00f6ttiger zitiert, wie MRR das fr\u00fchere Gruppenprinzip der solidarischen Werkstattkritik negiert: \u201eSie schreiben f\u00fcr Autoren, ich schreibe f\u00fcr Leser. Ich bin nicht hierhergekommen, um Autoren Unterricht zu erteilen\u2026\u201c. Negiert wird das Prinzip der Werkstattkritik zugunsten eines spontaneit\u00e4tsgeleiteten literaturkritischen Geschmacksurteils \u2013 als eher unaufw\u00e4ndig begr\u00fcndete Leseempfehlung: \u201eIndem Reich-Ranicki den Kritiker zum gro\u00dfen Popanz aufblies, schaffte er ihn ab.\u201c<\/p>\n<p>Dass B\u00f6ttiger, der sich selbst nach wie vor als Zeitungskritiker versteht, unter dieser Erosion der literaturkritischen Standards leidet, kann man gut nachempfinden. Und trotz seiner erkennbaren Sympathien f\u00fcr die Gruppe 47 und deren literaturgeschichtlichem Rang dr\u00fcckt er sich keineswegs um jene Erkenntnis herum, die schlie\u00dflich zu den ma\u00dfgeblichen Einsichten seiner Studie geh\u00f6rt: Erst die Gruppe machte die Nachkriegsliteratur gro\u00df und medienbedeutsam. Und indem sie das tat, depotenzierte sie die Kritik \u2013 bis heute.<\/p>\n<p>Da muss man ihm beipflichten. Das Prinzip der \u00f6ffentlichen Werkstattkritik ist fast v\u00f6llig verschwunden. Ungesch\u00fctzte Kritik an unver\u00f6ffentlichten Texten riskieren die jungen AutorInnen nur mehr in den geschlossenen R\u00e4umen der akademischen Schreibausbildung von Leipzig oder Hildesheim. Und wer es als Autor doch wagt, sich in Klagenfurt TV-\u00f6ffentlich verrei\u00dfen zu lassen, sieht meist gut aus und\/oder hat den Verlags- oder Agentenvertrag schon in der Tasche.<\/p>\n<p>Was hat nun B\u00f6ttigers Buch mit Pop zu tun? Es gibt ein Kapitel, das hei\u00dft: \u201eBeschreibungsimpotenz. Die Geburt der Popliteratur aus dem Geist der Gruppe 47\u201c. Es handelt von der vorletzten regul\u00e4ren Tagung in Princeton 1966, auf der der scheue Tagungsnovize Peter Handke seinen ber\u00fchmten, fulminanten Gruppenbeschimpfungsauftritt hinlegte.<\/p>\n<p>Als er im Anschluss an die Lesung von Hermann Peter Piwitt die Diskussion mit den Worten er\u00f6ffnete (nach der Tonbandabschrift): \u201eIch bemerke, dass in der gegenw\u00e4rtigen deutschen Prosa eine Art Beschreibungsimpotenz vorherrscht. Man sucht sein Heil in einer blo\u00dfen Beschreibung, was von Natur schon das billigste ist, womit man \u00fcberhaupt nur Literatur machen kann. Wenn man nichts mehr wei\u00df, dann kann man immer noch Einzelheiten beschreiben. Es ist eine ganz, ganz unsch\u00f6pferische Periode in der deutschen Literatur doch hier angebrochen (\u2026) Und die Kritik \u2013 ist damit einverstanden, weil eben ihr \u00fcberkommenes Instrumentarium noch f\u00fcr diese Literatur ausreicht, gerade noch hinreicht. Weil die Kritik ebenso l\u00e4ppisch ist wie diese l\u00e4ppische Literatur.\u201c<\/p>\n<p>Danach hatte die literarisch eher langweilige Tagung ihr Thema. Handke wurde zum meistfotografierten Schriftsteller in Princeton. Man verglich seinen Haarschnitt mit dem Pilzkopf der Beatles, und sp\u00e4ter veralberte er amerikanischen Journalisten gegen\u00fcber Gruppenleitwolf Grass als \u201eneuen Ganghofer\u201c und stellte sich selbst als Nachfolger Kafkas vor. Die Beschimpfung nach der Piwitt-Lesung hatte mit dem Piwitt-Text ersichtlich wenig bis gar nichts zu tun und war auf einem Zettel vorgeschrieben und wurde davon abgelesen.<\/p>\n<p>Was B\u00f6ttiger in dem sehr pr\u00e4gnanten und unterhaltsamen Kapitel nun aber gar nicht sagen will: dass diese Beschimpfung Popliteratur sei. Schon gar nicht, dass der literarische Text, aus dem Handke seinerseits am Vortag vorgelesen hatte (und damit mehrheitlich durchgefallen war: <em>Der Hausierer<\/em>), die Geburt der Popliteratur gewesen sei. Denn auch dieser Text war strenggenommen viel eher beschreibend als erz\u00e4hlend oder gar pop. Was Zeitzeugen (etwa\u00a0Friedrich Christian <a title=\"artikel delius\" href=\"http:\/\/www.cicero.de\/salon\/meister-der-provokation\/49140\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Delius)<\/a> sogar zu der Annahme verleitete, Handkes Tirade sei nichts anderes als eine subtile Form der Selbstbezichtigung gewesen.<\/p>\n<p>Wieder also eher eine sinnentstellende Kapitel\u00fcberschrift. Denn B\u00f6ttiger schreibt vielmehr: \u201eHandkes Auftritt in Princeton ist (\u2026) nichts anderes als die Geburt einer deutschen Popkultur aus dem Geist der Gruppe 47. Innerhalb von zwei, drei Minuten wurde Handke zum Markenzeichen.\u201c Wie ein Schriftsteller sich einen Markenkern verschafft und sich auch f\u00fcr die nicht-literarische \u00d6ffentlichkeit inszeniert, das ist hier also mit Popkultur gemeint. Als Hans Werner Richter ihm nach der Tirade sagt: \u201eNun werden Sie ja wohl in den SPIEGEL kommen\u201c, sagt Handke: \u201eDas wei\u00df ich und das will ich ja.\u201c<\/p>\n<p>B\u00f6ttiger hat aber nicht nur die alten Quellen gesichtet und zusammengestellt, sondern auch Zeitzeugengespr\u00e4che gef\u00fchrt und damit neue Quellen generiert. So verdanken wir ihm folgende Handke-Anekdote aus Princeton, kolportiert von dem damals 25-j\u00e4hrigen ebenfalls Gruppendeb\u00fctanten Klaus Stiller, der sich erinnert, wie er mit Piwitt und Chotjewitz eine Flasche Whiskey gekauft hatte und durch den Princetoner Uni-Park schlenderte:<\/p>\n<p>\u201eUnd dann lief vielleicht so 50 Meter hinter uns dieser scheue Beatle, und der tat uns irgendwie leid, so dass wir auf ihn gewartet haben und ihn in die Gruppe mit hineinnahmen. Und er selbst war dann immer noch sch\u00fcchtern und hat kaum was gesagt. Da sa\u00dfen wir alle zusammen auf so B\u00e4nken, und um zu zeigen, was er f\u00fcr ein Kerl ist, hat er dann ein M\u00e4dchen angesprochen, die vorn an uns vorbeiging, eine junge Amerikanerin. Und rief dann \u2013 und ich sag das, weil es einfach die Situation schildert, in der der Handke sich damals befand, er wollte auch zeigen, was f\u00fcr ein Kerl er ist, aber er war eigentlich ein ganz sch\u00fcchterner Typ. Und um das zu beweisen, hat er gerufen. Hello, I want to fuck you! Und da haben wir nat\u00fcrlich gelacht, und das M\u00e4dchen hat auch gel\u00e4chelt und ist weitergegangen.\u201c<\/p>\n<p>Das war vor seinem gro\u00dfen Auftritt. Man stelle sich vor, der Handke h\u00e4tte diese <em>sexual-harassment<\/em>-Nummer auf einem amerikanischen Ivy-League-Campus heute hingelegt, das M\u00e4dchen h\u00e4tte vielleicht gar nicht gel\u00e4chelt, sondern gleich den <em>code-of-conduct<\/em> bem\u00fcht, dann w\u00e4re Handkes Markenkern schon implodiert, bevor es ihn \u00fcberhaupt gegeben h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Aber viel wichtiger: Eine Pointe der Handke-Tirade entgeht B\u00f6ttiger, vielleicht weil er nur ausschnittweise nach der Mitschrift zitiert. Wenn man aber dieses gro\u00dfartige <a title=\"princeton recordings\" href=\"http:\/\/german.princeton.edu\/landmarks\/gruppe-47\/recordings-agreement\/recordings\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Audio-Dokument<\/a> vollst\u00e4ndig anh\u00f6rt, dann h\u00f6rt man nicht in erster Linie einen inszenierungsgewissen Kafka-Darsteller und Publikumsbeschimpfer, sondern einen, der stockend und stammelnd einen vorgeschriebenen Zettel abliest, der m\u00fchsam ein Grundsatzreferat auf Hochdeutsch zu halten versucht (\u201eeine Oart, eine Art Beschreibungsimpotenz\u201c) und dadurch mit dem Gruppenprinzip bricht, einzig zum vorgelesenen Text zu sprechen.<\/p>\n<p>Man h\u00f6rt aber zugleich einen Autor, der in eigener Sache spricht, der sich wehrt gegen die Kritik, die ihm selber am Vortag durch die Gruppe zuteil wurde und die er als ungerecht empfand \u2013 so wie bestimmt viele andere Autoren bei den Gruppentagungen vor ihm. Auch die Lesung Handkes in Princeton und die anschlie\u00dfende Spontankritik am <em>Hausierer <\/em>kann man nachh\u00f6ren: \u201eDer Hausierer ist noch unterwegs. Das Wurstblatt h\u00e4ngt aus der Semmel. Heute wird ein hei\u00dfer Tag werden. Das Ende eines Besenstils schaut aus dem T\u00fcrspalt. Der Koffer ist zu auff\u00e4llig. (\u2026)\u201c.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hatte dann Baumgart gesagt: \u201equicklebendige Totenstarre\u201c, \u201eSekund\u00e4rbeschreibung eines Films\u201c. Grass fand es langweilig, Jens z\u00e4hlte zun\u00e4chst die Relativs\u00e4tze (\u201eman erlebt ja selten nur drei davon in 20 Minuten, und die waren noch nicht mal gut\u201c) und sprach dann von einer \u201egrammatikalischen Et\u00fcde\u201c, einem \u201eVersuch, nur auf den schwarzen Tasten zu spielen\u201c; Wohlmeinende erkannten Ankl\u00e4nge an den Grazer methodischen Inventionismus, worauf Reich-Ranicki kokett und pointensicher bekannte: \u201eIch gebe zu, dass mir die Theorie des Grazer Inventionismus nur sehr oberfl\u00e4chlich bekannt ist (Lacher), (\u2026) ich glaube nicht an diese Schreibweise, die hier vorgef\u00fchrt wurde, ich glaube, dass das Ganze in einem sehr primitiven, (\u2026) doch sehr altmodischen Manierismus landet.\u201c Das war im Wesentlichen die Reaktion der Kritikerbank auf den Deb\u00fctanten Handke.<\/p>\n<p>Und dann wird auch klar, dass Handke im Fortgang seiner Tirade, da, wo B\u00f6ttiger sein Zitat enden l\u00e4sst, in eigener Sache spricht, dass hier ein zutiefst gekr\u00e4nkter Autor seinen Text gegen eine als unzul\u00e4nglich empfundene Kritik zu verteidigen sucht. Nochmal der \u00dcbergang: \u201eUnd die Kritik \u2013 ist damit einverstanden, weil eben ihr \u00fcberkommenes Instrumentarium noch f\u00fcr diese Literatur ausreicht, gerade noch hinreicht. Weil die Kritik ebenso l\u00e4ppisch ist wie diese l\u00e4ppische Literatur. Wenn nun\u2026\u201c, so f\u00e4hrt Handke fort und meint seinen eigenen unverstandenen Text, \u201eeine neue Sprachgestik auftaucht, so vermag die Kritik nichts anderes als eben zu sagen, entweder das ist langweilig, sich in Beschimpfungen (sic!) zu ergehen oder auf gewisse einzelne Sprachschw\u00e4chen einzugehen, die sicher noch vorhanden sein werden (sic!). Das ist hier die einzige Methode, weil die Kritik, das \u00fcberkommene Instrumentarium eben hier nicht mehr hinreichen kann (\u2026).\u201c<\/p>\n<p>Man muss die Stelle im Zusammenhang anh\u00f6ren, dann kommt sie einem viel artiger und apologetischer vor als die Legende vom poppigen Provokateur im Beatles-Look, der die herrschenden Platzhirsche zu Schlappschw\u00e4nzen erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Etwas anderes an dem Auftritt scheint mir wesentlich \u2013 und das war das Ende der Nachkriegsliteratur. Bis dahin galt als \u201eIdealfall eines Autors der Gruppe 47 (\u2026): die Kritik musterhaft zu ertragen\u201c, zu schweigen und \u201eden Freundes- und Kollegenkreis nicht durch primadonnenhaftes Beleidigtsein zu d\u00fcpieren\u201c \u2013 wie B\u00f6ttiger schreibt. HW Richter las mehrmals vor und wurde jedes Mal verrissen. Dass er diese Kritik gleichsam soldatisch ertrug, das erst verschaffte ihm als <em>primus inter pares<\/em> den professionellen Respekt.<\/p>\n<p>Handke ist der erste, der mit seiner Suada in Princeton mit diesem Prinzip bricht. Warum stillhalten? Mit welchem Recht soll der Autor von einer Kultur der freien Rede und Gegenrede ausgenommen bleiben? Handkes Betriebsbeschimpfung 1966 war weniger die Geburt der Popkultur aus dem Geiste der Gruppe 47 als gerade die Folge jener Ein\u00fcbung demokratischer Gepflogenheiten, auf die Richter die Gruppe stets zu verpflichten suchte: Es war die Emanzipation des Autors gegen\u00fcber dem Nachkriegsregime der Kritik.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Bibliografischer Nachweis:<\/strong><br \/>\nHelmut B\u00f6ttiger<br \/>\nDie Gruppe 47. Als die deutsche Literatur Geschichte schrieb<br \/>\nM\u00fcnchen 2012<br \/>\nDeutsche Verlags-Anstalt<br \/>\nISBN: 978-3-421-04315-3<br \/>\n478 Seiten<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a title=\"website d\u00f6ring\" href=\"http:\/\/www.uni-siegen.de\/phil\/germanistik\/mitarbeiter\/doering_joerg\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">J\u00f6rg D\u00f6ring<\/a> ist Professor f\u00fcr Neuere deutsche Philologie, Medien- und Kulturwissenschaft an der Universit\u00e4t Siegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Popul\u00e4re Literaturkritik<\/p>\n","protected":false},"author":391,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[57],"tags":[914,976,1397,1443,1761],"class_list":["post-4458","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-gruppe-47","tag-helmut-boettiger","tag-literaturkritik","tag-marcel-reich-ranicki","tag-peter-handke"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4458","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/users\/391"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4458"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4458\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4458"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4458"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4458"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}