{"id":4773,"date":"2015-07-21T20:57:54","date_gmt":"2015-07-21T18:57:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/?p=4773"},"modified":"2015-07-21T20:57:54","modified_gmt":"2015-07-21T18:57:54","slug":"konsumrezension-julivon-julia-kleinbeck21-7-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/2015\/07\/21\/konsumrezension-julivon-julia-kleinbeck21-7-2015\/","title":{"rendered":"Konsumrezension Julivon Julia Kleinbeck21.7.2015"},"content":{"rendered":"<p>Fitbit-Accessoires: Menschheit auf dem Laufband<!--more--><\/p>\n<p>Unl\u00e4ngst ist das Geheimnis des Erfolgs entdeckt worden. Der Schl\u00fcssel liegt in der tapferen Ignoranz von s\u00fc\u00dfen Versuchungen unter Einsatz \u00e4u\u00dferster Selbstbeherrschung und eiserner Disziplin.<\/p>\n<p>So oder so \u00e4hnlich liest sich die Quintessenz des k\u00fcrzlich auf deutsch erschienenen R\u00fcckblicks von Walter Mischel auf einen der wohl bekanntesten, von ihm gestarteten psychologischen Langzeittests: \u00bbDer Marshmallow-Test: Willensst\u00e4rke, Belohnungsaufschub und die Entwicklung der Pers\u00f6nlichkeit.\u00ab<\/p>\n<p>Der Test, an dem in Stanford Ende der 1960er Jahre \u00fcber 500 Kinder teilnahmen, startete als vermeintliche Spielanordnung. Als Gewinn lockte ein zuckrig-leckerer Marshmallow. Mehr noch, so erkl\u00e4rte jeweils der Spielleiter, es k\u00f6nnten leicht zwei daraus werden, wenn, ja wenn die Kinder geduldig warten k\u00f6nnten, bis er wiederk\u00e4me. Rufen sie den Spielleiter vorher zu sich, steht nicht einmal der eine M\u00e4usespeck in Aussicht.<\/p>\n<p>War es einst das Interesse, den Strategien auf die Schliche zu kommen, die sich sich die Kinder einfallen lassen, um der offensichtlichen Versuchung zu widerstehen, er\u00f6ffnen die im Abstand von zehn und zwanzig Jahren durchgef\u00fchrten Befragungen der Ex-Probanden ganz andere verbl\u00fcffende Ergebnisse. All diejenigen, die sich damals entschieden, beharrlich die Situation zu \u00fcberbr\u00fccken, um mit einer zweiten S\u00fc\u00dfigkeit belohnt zu werden, finden sich heute in stabileren beruflichen Situationen, gl\u00fccklicheren Beziehungen und haben weniger mit Suchtproblemen zu k\u00e4mpfen. F\u00fcr Walter Mischel l\u00e4sst dies nur einen Schluss zu: Weniger die Intelligenz oder die soziale Herkunft sind pr\u00e4gend f\u00fcr den Erfolg im Leben, sondern allein der Wille zu Disziplin und Geduld.<\/p>\n<p>Die Erkenntnis liest sich wie die Best\u00e4tigung all derjenigen, die sich in Selbstoptimierung \u00fcben und konsumierte Kalorien, Schritte und Tastaturanschl\u00e4ge, kurz alle quantifizierbare Ereignisse des Alltages peinlich genau aufzeichnen. Die stetig wachsende Anh\u00e4ngerschaft der \u00bbQuantified-Self-Bewegung\u00ab hat sich genau dies zum Motto gemacht. Gary Wolf, einer der Mitbegr\u00fcnder, erkl\u00e4rte bereits in einem fr\u00fchen TED-Talk, dass das Zeitalter, in dem quantifizierbare (biometrische) Daten lediglich f\u00fcr Administration und Regierung von Interesse waren, endg\u00fcltig \u00fcberwunden sei.<\/p>\n<p>[youtube id=&#8220;OrAo8oBBFIo&#8220; align= mode=&#8220;normal&#8220; autoplay=&#8220;no&#8220;]<\/p>\n<p>Daten sind ein Schritt, um neue Ziele zu stecken, Ziele zu \u00fcberpr\u00fcfen und schlie\u00dflich zu erreichen. Sie sind das Fenster zu unserem wahren Ich und quantifizierbare Meldungen rund um und aus dem Innersten des K\u00f6rpers der erste und unverzichtbare Schritt f\u00fcr all diejenigen, die mit Disziplin und Ehrgeiz an der Weiterentwicklung der eigenen Pers\u00f6nlichkeit interessiert sind.<\/p>\n<p>L\u00e4ngst haben sich Konsumprodukte entwickelt, mit denen sich diese \u00dcberzeugung und vor allem der pers\u00f6nliche Wille zur Disziplin sichtbar ausweisen lassen. Ob das Nike Fuel Band, fitbit oder Jawbone, nahezu \u00fcbereinstimmend haben sich die Hersteller f\u00fcr die Optik eines schlichten Gummiarmbands entschieden. Das geschulte Auge erkennt schnell, dass es sich bei diesen Armb\u00e4ndern nicht etwa um vergessene Festivalb\u00e4nder oder die Eintrittskarte zu einem V.I.P. Bereich handelt, sondern um Life-Tracking-B\u00e4nder.<\/p>\n<p>In den letzten Jahren ist das 2007 in San Francisco gegr\u00fcndete Unternehmen fitbit schnell zum Gattungsnamen f\u00fcr die \u00bbwearable fitness gears\u00ab avanciert. Im Juni diesen Jahres erfolgte der B\u00f6rsengang, und es bleibt abzuwarten, ob sich mit diesem Schritt Erfolgsgeschichte des Unternehmens weiterschreibt.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu Sport-Statistik-Tools (wie etwa die Pulsuhren der Firma Polar) zeichnen sich die fitbit-B\u00e4nder durch die revolution\u00e4re Reduktion auf Funktionalit\u00e4t und Schlichtheit im Erscheinungsbild aus. Waren die Produkte bisher eine aufwendige Kombination aus Pulsuhr und zugeh\u00f6rigem Brustgurt, schrumpft das Rechenzentrum, das die pers\u00f6nlichen Daten aufzeichnet, auf die Gr\u00f6\u00dfe eines Chip, der die t\u00e4gliche Disziplin- und Trainingsbilanz mittels der zugeh\u00f6rigen Applications visualisiert.<\/p>\n<p>Das Armband wird nicht mehr nur als ein Sport-Statistik-Tool verstanden, sondern als ein \u00bbLife-Band\u00ab, als ein Produkt, das zum allt\u00e4glichen Accessoire wird. Hersteller wie fitbit bedienen hierbei selbstverst\u00e4ndlich den Wunsch nach gradueller Individualisierung, die sich vor allem in unterschiedlichen farblichen Ausf\u00fchrungen ausdr\u00fcckt sowie je nach Preiskategorie in erweiterbaren Funktionalit\u00e4ten.<\/p>\n<p>Zwei weitere Aspekte scheinen im Umgang mit den Life-Bands von Bedeutung zu sein: Zum einen ist das Accessoire genau genommen lediglich eine Eintrittskarte in ein Cockpit, das sich via Bluetooth auf dem Bildschirm er\u00f6ffnet. Dieses gew\u00e4hrt nicht nur Aufschluss \u00fcber die eigene innere Psychophysik, sondern vernetzt mit anderen Mitstreitern, die zum digitalen Klatschen f\u00fcr Geleistetes und Anfeuern f\u00fcr noch zu verwirklichende Ziele eingeladen werden; eine Kompatibilit\u00e4t des Produktes mit den g\u00e4ngigen Social-Media-Plattformen und Erweiterung in den Bereich der virtuellen Welten, der unter dem Aspekt der Nachnutzung der aufgezeichneten Daten unumg\u00e4nglich scheint.<\/p>\n<p>Um so erstaunlicher ist dabei der zweite Aspekt. Er betrifft noch einmal das Produkt selbst. Statt an der Schuhsohle zu kleben oder unter dem verschwitzten Sport-Shirt zu verschwinden, wird es als Armband mit Zeichen- und Zeigefunktion getragen. In seiner ausgemachten schlichten Aufmachung oszilliert es in seiner \u00c4sthetik zwischen einem einfachen \u00bbMembershipband\u00ab, das die Selbstoptimierer zusammenh\u00e4lt, und einem Schmuckst\u00fcck, das den Tr\u00e4ger aus der ansonsten undisziplinierten Masse hervorheben will.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.fitbit.com\/de\/app\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4774\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2015\/07\/FitBit_Benutzeroberfla\u0308che-164x300.png\" alt=\"FitBit_Benutzeroberfla\u0308che\" width=\"300\" height=\"549\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2015\/07\/FitBit_Benutzeroberfla\u0308che-164x300.png 164w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2015\/07\/FitBit_Benutzeroberfla\u0308che.png 473w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Passgenau liest sich da eine Beobachtung aus Ren\u00e9 K\u00f6nigs modesoziologischem Klassiker \u00bbMenschheit auf dem Laufsteg. Die Mode im Zivilisationsproze\u00df\u00ab zu den Motivationen des Schm\u00fcckens und des Schmucktragens. Trotz aller Unterschiede in Form und Ausf\u00fchrung der Schmuckobjekte \u2013 so K\u00f6nig \u2013 \u00bbkann man annehmen, da\u00df die Selbstverwandlung durch den Schmuck ganz spontan erfolgt, was um so wahrscheinlicher ist, als dem Schmuck eine doppelte Bedeutung eignet, als Verwandlung und Erh\u00f6hung der eigenen Person vor sich selbst und zugleich als \u203aAuszeichnung\u2039 vor den anderen [\u2026]. So steckt sich etwa der geschickte J\u00e4ger, der einen besonders sch\u00f6nen Vogel geschossen hat, eine Feder ins Haar. Er best\u00e4tigt damit vor sich selbst das Jagdgl\u00fcck und verleiht dem momentanen und einmaligen Erfolg eine gewisse Dauer; zugleich aber teilt er anderen mit, was ihm gelungen ist, und gewinnt durch diese Kommunikation eine Auszeichnung\u00ab. \u00dcbertragen auf den schrittez\u00e4hlenden Selbstoptimierer bedeutet dies, dass \u201adas \u203aJagdgl\u00fcck\u2039 nicht in Form von blo\u00dfen Daten konserviert wird, sondern durch ein Produkt an den K\u00f6rper r\u00fcckgebunden wird und als sichtbares Zeichen der Selbstdisziplinierung fungiert.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2015\/07\/Armreif.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4776\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2015\/07\/Armreif.jpg\" alt=\"Abbildung zu Objekt Inv.Nr. 1957\/12 von Schmuckmuseum Pforzheim\" width=\"794\" height=\"484\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2015\/07\/Armreif.jpg 794w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2015\/07\/Armreif-300x183.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2015\/07\/Armreif-768x468.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 794px) 100vw, 794px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Schmuckst\u00fccke k\u00f6nnen bekanntlich neben den Funktionen des Schm\u00fcckens und Auszeichnens noch eine dritte erf\u00fcllen: die apotrop\u00e4ische Wirkung. Insbesondere f\u00fcr die fr\u00fchen Schmuckzeugnisse l\u00e4sst sich diese als Grundkonstante erkennen. Etwa im griechisch-hellenistischen <a href=\"http:\/\/www.museum-digital.de\/bawue\/singleimage.php?imagenr=11108&amp;inwi=1&amp;w=1264&amp;h=780\" target=\"_blank\">Schlangenarmreif<\/a> des Pforzheimer Schmuckmuseum. Zwei Schlangen sind hier die formgebenden Elemente. Sie sind zu einem Heraklesknoten verschlungen, auf dem zur Zierde ein kleiner Granat thront. Herakles bezwang einst in der Wiege zwei Schlangen, die ihm Hera auf Eifersucht auf seine Mutter Alkmene geschickt wurden mit blo\u00dfer Hand. Das Schmuckst\u00fcck verweist somit symbolisch auf die Kraft des Helden Herakles und soll, je n\u00e4her am K\u00f6rper getragen, desto st\u00e4rker auf dessen Tr\u00e4ger \u00fcbergehen. \u00c4hnlich eines sch\u00fctzenden Amulettes soll es jegliches Unheil abwehren und f\u00fcr andere sichtbar Heldenst\u00e4rke ausstrahlen.<\/p>\n<p>Wie steht es mit der apotrop\u00e4ischen Wirkung der fitbit-B\u00e4nder? Hier scheint sich die Vorstellung umzukehren. Das Schmuckst\u00fcck, das Gadget wird zum Medium, das den K\u00f6rper aufzeichnet und den Willen des Tr\u00e4gers zur Selbstoptimierung f\u00fcr andere sichtbar macht. Die Herakles-St\u00e4rke ist also in uns selbst angelegt und muss nur noch mitgeschrieben werden, nicht aber als externes Kraftfeld zugef\u00fcgt werden. Wir tragen sie alle in uns und m\u00fcssen uns lediglich hart genug im Hier und Jetzt in Effizienz beweisen.<\/p>\n<p>Mittels des Armschmuckes werden wir daran erinnert, das uns allein Selbstdisziplin davor sch\u00fctzt, unsere noch in verborgener Zukunft liegenden Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Diese Appell-Funktion ist in einigen Ausf\u00fchrungen vom Hersteller noch eine Ebene w\u00f6rtlicher in das Produkt \u00fcbersetzt. Kleine L\u00e4mpchen informieren, \u00bbwie weit Du Deinem pers\u00f6nlichen Ziel schon gekommen bist\u00ab. Die Gemeinschaft der Produktbesitzer verk\u00fcndet vor allem eines: Menschheit auf dem Laufband.<\/p>\n<p>Wie aber l\u00e4sst sich vor dem Hintergrund dieser \u00dcberlegungen eine neue Form der Accessoires erkl\u00e4ren, die die fitbit-Produktpalette erweitern sollen? Die New Yorker Designer Tory Burch entwickelte in einer Kooperation erstmals 2014 eine eigene Schmuckform, die die <a href=\"http:\/\/www.fitbit.com\/au\/toryburch\" target=\"_blank\">Fitbit-B\u00e4nder<\/a> kaschieren.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nydailynews.com\/life-style\/health\/tory-burch-teams-fitbit-article-1.1868718\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4778\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2015\/07\/armband_burch-903x1024.jpg\" alt=\"armband_burch\" width=\"400\" height=\"454\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2015\/07\/armband_burch-903x1024.jpg 903w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2015\/07\/armband_burch-265x300.jpg 265w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2015\/07\/armband_burch-768x871.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2015\/07\/armband_burch.jpg 970w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a>Sie sind pl\u00f6tzlich eben nicht mehr auf den ersten Blick erkennbar, sondern werden in durchbrochenen, goldig-schimmernden K\u00e4stchen und Schienen wenn nicht g\u00e4nzlich verdeckt, so doch in ihrer charakteristischen Erkennungsform weitgehend negiert. Diese Entwicklung l\u00e4sst mehrere Lesarten zu. Zu \u00fcberlegen w\u00e4re, ob die fitbit-B\u00e4nder, anders als die Apple Watch, in der Produktkonzeption ein zu beschr\u00e4nktes Ma\u00df an Individualisierung vorsehen und somit einer Schmuckform zum Leben verhelfen, die dieses Bed\u00fcrfnis kompensiert. Ein Accessoire f\u00fcr ein Accessoire, durch das sich individuelle Stilvorlieben oder Designerpr\u00e4ferenzen hinzuschalten lassen.<\/p>\n<p>Wahrscheinlicher ist jedoch, dass es sich bei diesem Ph\u00e4nomen um ein weiteres Objekt handelt, das vom Wunsch nach \u203aDisziplin-Camouflage\u2039 k\u00fcndet. Mit einem Mal soll schamhaft verborgen werden, was einst der Anlass zum Kauf des Produktes war. Wollte der Konsument seinen Glauben an die Welt des Messbaren nach au\u00dfen kehren, sieht er diesen nun konkurrierenden Entw\u00fcrfen gegen\u00fcbergestellt. In der ausgerufenen post-technischen \u00c4ra, der zelebrierten Analog-Kultur (vgl. ZEIT-Magazin (29) 16.07.15, S. 12), in der Craft-Beer und handgefilterter Kaffee zu Statussymbolen der Entschleunigung werden, k\u00f6nnten all zu offensichtliche Ich-bezogene Technik-Gadgets exkludierenden Charakter haben, ja pl\u00f6tzlich als anti-modern verstanden werden.<\/p>\n<p>Fitbit stellt durch diese Produkterweiterung den Kundenkreis der disziplinierten Selbstoptimierer vor keine Entscheidung. Ihr Selbstoptimierungs-Drang kann f\u00fcr einen Moment im goldenen Schmuckk\u00e4fig verschwinden und erscheint als nicht weiter verd\u00e4chtiges schmuckes Armband. Im Gegenteil, vielleicht werden so Konsumenten gewonnen, die sich bisher durch die technoide \u00c4sthetik vom Kauf abschrecken liessen.<\/p>\n<p>Ein neugierig beobachtender Blick aufs Handgelenk wird uns verraten, ob diese Schmuckform ein Accessoire des \u00dcbergangs von kurzer Halbwertszeit ist oder ob in Schmuckobjekten neben der Ber\u00fccksichtigung der anthropologischen Grundkonstanten des Sch\u00fctzens, Schm\u00fcckens und Auszeichnens zuk\u00fcnftig die Camouflage der Disziplin zum Erfolgsgaranten wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Gegenst\u00e4nde fr\u00fcherer Konsumrezensionen:<\/strong><br \/>\nKonferenz Digital-Life-Design (<a title=\"konsumrezension juni 2015\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2015\/06\/30\/konsumrezension-junivon-simon-bieling30-6-2015\/\" target=\"_blank\">Juni 2015<\/a>)<br \/>\n\u00d6ko-Marketing\/CO<sub>2<\/sub>-Kompensation (<a title=\"konsumrezension mau 2015\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2015\/05\/20\/konsumrezension-maivon-henning-arnecke20-5-2015\/\" target=\"_blank\">Mai 2015<\/a>)<br \/>\nApple Watch (<a title=\"konsumrezension april 2015\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2015\/04\/23\/konsumrezension-aprilvon-simon-bieling23-4-2015\/\" target=\"_blank\">April 2015<\/a>)<br \/>\nFl\u00fcssig-Make-up\/Spiraldesign (<a title=\"konsumrezension m\u00e4rz 2015\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2015\/03\/15\/konsumrezension-maerzvon-ulrike-keuper15-3-2015\/\" target=\"_blank\">M\u00e4rz 2015<\/a>)<br \/>\nBuch (<a title=\"konsumrezension februar 2015\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2015\/02\/18\/konsumrezension-februarvon-christiane-bernhardt18-2-2015\/\" target=\"_blank\">Februar 2015<\/a>)<br \/>\nFeuerwerks-Anzeigen (<a title=\"konsumrezension januar 2015\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2015\/01\/05\/konsumrezension-januarvon-daniel-hornuff5-1-2015\/#more-3944\" target=\"_blank\">Januar 2015<\/a>)<br \/>\nOnline-Marktplatz DaWanda (<a title=\"konsumrezension dezember 2014\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2014\/12\/19\/konsumrezension-dezembervon-julia-kleinbeck19-12-2014\/#more-3905\" target=\"_blank\">Dezember 2014<\/a>)<br \/>\nDesignanalysen (Gui Bonsiepe, HfG Ulm) (<a title=\"konsumrezension november 2014\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2014\/11\/26\/konsumrezension-novembervon-simon-bieling26-10-2014\/\" target=\"_blank\">November 2014<\/a>)<br \/>\nToastbrot (<a title=\"konsumrezension oktober 2014\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2014\/10\/29\/konsumrezension-oktobervon-daniel-hornuff29-10-2014\/\" target=\"_blank\">Oktober 2014<\/a>)<br \/>\nSaugroboter (<a title=\"konsumrezension september 2014\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2014\/09\/21\/konsumrezension-septembervon-simon-bieling21-9-2014\/\" target=\"_blank\">September 2014<\/a>)<br \/>\nSupermarktsortiment (<a title=\"konsumrezension august 2014\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2014\/08\/17\/konsumrezension-augustvon-bettina-dunker17-8-2014\/\" target=\"_blank\">August 2014<\/a>)<br \/>\nRasenm\u00e4her und Kinderbuggy (<a title=\"konsumrezension juli 2014\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2014\/07\/18\/konsumrezension-julivon-daniel-hornuff18-7-2014\/\" target=\"_blank\">Juli 2014<\/a>)<br \/>\nDiscounter und Supermarktketten werben mit der WM (<a title=\"konsumrezension juni 2014\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2014\/06\/26\/konsumrezension-junivon-simon-beiling26-5-2014\/\" target=\"_blank\">Juni 2014<\/a>)<br \/>\nTee: Pukka und Yogi (<a title=\"konsumrezension mai 2014\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2014\/05\/16\/konsumrezension-maivon-antonia-wagner16-5-2014\/\" target=\"_blank\">Mai 2014<\/a>)<br \/>\nGrunds\u00e4tzliche \u00dcberlegungen: Welches Vorgehen ist sinnvoll, wenn man Konsumprodukte rezensiert? (<a title=\"konsumrezension april 2014\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2014\/04\/15\/konsumrezension-aprilvon-daniel-hornuff15-4-2014\/\" target=\"_blank\">April 2014<\/a>)<br \/>\nZwei Schokoladenprodukte (<a title=\"konsumrezension m\u00e4rz 2014\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2014\/03\/15\/konsumrezension-maerzvon-henning-arnecke15-3-2014\/\" target=\"_blank\">M\u00e4rz 2014<\/a>)<br \/>\nDie Smartphones Lumia 1020 und Galaxy 4 (<a title=\"konsumrezension februar 2014\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2014\/02\/19\/konsumrezension-februarvon-simon-bieling19-2-2014\/\" target=\"_blank\">Februar 2014<\/a>)<br \/>\nDer feministische Bechdel-Test, umformuliert f\u00fcrs Marketing, ausprobiert an AXE Deodorant Bodyspray (<a title=\"konsumrezension januar 2014\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2014\/01\/16\/konsumrezension-januarvon-antonia-wagner16-1-2014\/\" target=\"_blank\">Januar 2014<\/a>)<br \/>\nMr Muscle Aktiv-Kapseln Allzweck-Reiniger (<a title=\"konsumrezension dezember 2013\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2013\/12\/16\/konsumrezension-dezembervon-daniel-hornuff16-12-2013\/\" target=\"_blank\">Dezember 2013<\/a>)<br \/>\nSchwarzkopfs Gliss Kur Million Gloss Kristall \u00d6l (<a title=\"konsumrezension november 2013\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2013\/11\/15\/konsumrezension-novembervon-simon-bieling15-11-2013\/\" target=\"_blank\">November 2013<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fitbit-Accessoires: Menschheit auf dem Laufband<\/p>\n","protected":false},"author":391,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[57],"tags":[760,761,1272,1838],"class_list":["post-4773","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-fitbit","tag-fitnessbaender","tag-konsum-resenzion","tag-pop-zeitschrift-de"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4773","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/users\/391"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4773"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4773\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4773"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4773"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4773"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}