{"id":5486,"date":"2016-03-03T11:40:06","date_gmt":"2016-03-03T09:40:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/?p=5486"},"modified":"2016-03-03T11:40:06","modified_gmt":"2016-03-03T09:40:06","slug":"the-game-is-never-over-das-spiel-transmedialen-erzaehlens-in-sherlockvon-annemarie-opp3-3-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/2016\/03\/03\/the-game-is-never-over-das-spiel-transmedialen-erzaehlens-in-sherlockvon-annemarie-opp3-3-2016\/","title":{"rendered":"\u00bbThe Game is never over\u00ab: Das Spiel transmedialen Erz\u00e4hlens in \u00bbSherlock\u00abvon Annemarie Opp3.3.2016"},"content":{"rendered":"<p>Engagement des Publikums<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left\">[zuerst erschienen in: Jonas Nesselhauf\/Markus Schleich (Hg.): Das andere Fernsehen?! Eine Bestandsaufnahme des\u00a0\u201aQuality-TV\u2018, transcript Verlag, Bielefeld 2015, S. 141-158.]<\/p>\n<p>Die popul\u00e4re Debatte um \u201aQuality-TV\u2018 geht aufgrund des Kriteriums der Komplexit\u00e4t, dem \u201aQuality-TV\u2018 in jedem Fall zu gen\u00fcgen hat (vgl. Mittell 2006), oftmals mit der Diskussion einer neuen Erz\u00e4hlweise einher: Dem transmedialen Erz\u00e4hlen. War es bis vor kurzem eher noch etwas Besonderes, wenn sich eine TV-Serie transmedialer Techniken bediente, so ist dies heute zur Norm geworden (vgl. Mittell 2014: 466). Jason Mittell spricht der grunds\u00e4tzlichen Idee von Transmedialit\u00e4t zun\u00e4chst jedoch den Charakter der Innovation ab: \u201eTransmedia is not a new phenomenon, born of the digital age. Even if the term is new, the strategy of expanding a narrative into other media is as old as media themselves.\u201c (ebd.: 465)<\/p>\n<p>Mit dieser grundlegenden, sehr weit gefassten Definition von Transmedialit\u00e4t geht jedoch die Gefahr einher, dass der Begriff unbrauchbar wird, da er schlichtweg alles an medialer Inter- und Transaktion unter sich versammeln kann. Es bedarf daher einer Spezifizierung, so Mittell weiter, die vor allem aufgrund der Pr\u00e4gung durch das digitale Zeitalter notwendig ist, denn dieses hat zu transmedialen Erz\u00e4hltechniken gef\u00fchrt, die neu, anders und vor allem vielschichtiger sind (vgl. ebd. 465f.). Nach wie vor G\u00fcltigkeit in diesem Zusammenhang hat Henry Jenkins\u2019 Definition, die den Begriff zuallererst begr\u00fcndete:<\/p>\n<p>\u201eA transmedia story unfolds across multiple media platforms, with each new text making a distinctive and valuable contribution to the whole. In the ideal form of transmedia storytelling, each medium does what it does best \u2212 so that a story might be introduced in a film, expanded through television, novels, and comics; its world might be explored through game play or experienced as an amusement park attraction. [\u2026] Any given product is a point of entry into the franchise as a whole. Reading across the media sustains a depth of experience that motivates more consumption.\u201c (Jenkins: 97f.)<\/p>\n<p>Jason Mittell kritisiert an diesem Konzept der <em>spreadability<\/em>, dass Jenkins zu ideale Bedingungen annehme: \u201e[I]n the most ideally balanced example, all texts would be equally weighed rather than having one being privileged as \u201atext\u2018 while others serve as supporting \u201aparatexts\u2018.\u201c (Mittell 2014: 467) Die hierarchische Privilegierung des Serientextes gegen\u00fcber dem \u201aParatext\u2018<a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a>, den transmedialen Erweiterungen, bleibt aufgrund finanzieller Interessen der Fernsehindustrie <em>de facto<\/em> meist erhalten: Am Ende geht es darum, dass die Rezipienten die Fernsehserie konsumieren, also: Einschalten. Das Verh\u00e4ltnis von Serien- und Paratext m\u00fcsste demnach, so schl\u00e4gt Mittell vor, anders gedacht werden:<\/p>\n<p>\u201ePerhaps we need a different metaphor to describe viewer engagement with narrative complexity. We might think of such programs as <em>drillable<\/em> rather than <em>spreadable<\/em>. They encourage a mode of forensic fandom that invites viewers to dig deeper, probing beneath the surface to understand the complexity of a story and its telling. Such programs create magnets for engagement, drawing viewers into story worlds and urging them to drill down to discover more.\u201c (Mittell 2012; Kursivierungen hinzugef\u00fcgt)<\/p>\n<p>In diesem Modell wird dem Serientext die zentrale Position vorbehalten, die er laut Mittell nach wie vor innehat. Die<em> drillability<\/em>, die Tiefenbohrung in diesen Text, bedeutet daher vor allem zweierlei: den wiederholten Konsum des Serientextes und den zus\u00e4tzlichen Konsum von transmedialen Erweiterungen, die durch Partizipation und Identifikation das Verst\u00e4ndnis und den Genuss des Serientextes erweitern und verst\u00e4rken (vgl. Bobineau: 235f.).<\/p>\n<p>Damit zielt dieses Prinzip ebenso wie Jenkins\u2018 <em>spreadability<\/em> auf das so genannte <em>audience engagement<\/em>, das entwickelt wurde, um den Konsum des Serientextes angesichts der zunehmenden Mobilisierung des Fernsehens durch Video-on-Demand-Angebote sicherzustellen. Dabei geht es um \u201edie Auseinandersetzung des Rezipienten (Subjekt) mit bestimmten Medien, Inhalten oder Marken (Objekt)\u201c (ebd.: 228), der Zuschauer wird also vom passiven zum aktiven Konsumenten, zum \u201aProsumer\u2018 (vgl. Toffler). Dies \u00e4u\u00dfert sich in: \u201eConsumption of object-related content and products, Participation in object-related activities and interactions, Identification with aspects of the object, both to self and others, Motivations (or desire) for each of the above\u201d (Askwith: 49).<\/p>\n<p>Um dieses <em>audience engagement<\/em> sowie die zwei zentralen Prinzipien von <em>spreadability<\/em> und <em>drillability<\/em> soll es im Folgenden in Bezug auf die BBC-Serie <em>Sherlock<\/em> gehen. Sie eignet sich in besonderem Ma\u00df f\u00fcr eine Analyse transmedialen Erz\u00e4hlens, da sie sich von vielen anderen Quality-TV-Serien allein schon dadurch unterscheidet, dass ihr die Erz\u00e4hlungen Arthur Conan Doyles zugrunde liegen, die seinerzeit bereits durch die Zeichnungen von Sidney Paget intermedial begleitet wurden (vgl. Mittell 2014: 465). Zu dem sehr speziellen, palimpsestartigen Verfahren der Adaption, dem eine eigene Untersuchung gewidmet werden m\u00fcsste, kommt hinzu, dass <em>Sherlock<\/em> die erste Adaption ist, die nicht nur die Texte Doyles als sogenannten Kanon annimmt, sondern auch alle anderen Adaptionen sowie von Sherlock Holmes inspirierte Kreationen: \u201e<em>Sherlock<\/em> enters not only intertextual but also transmedia relations with literature, film, and other TV versions\u201c (Hills: 37).<\/p>\n<p><em>Sherlock<\/em> zeichnet sich also dadurch aus, dass es das sogenannte \u201aGreat Game\u2018, das ungeschriebene Gesetz der <em>Sherlock Holmes<\/em>-Adaptionen, dass man sich nur auf Arthur Conan Doyles Geschichten zu beziehen habe, gerade nicht mitspielt, sondern gezielt durchbricht. Mit ihrem transmedialen Spiel setzt die Serie im Bereich der <em>Sherlock Holmes<\/em>-Adaptionen neue Ma\u00dfst\u00e4be.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Transmediales Erz\u00e4hlen in <em>Sherlock<\/em><\/p>\n<p>Mit der Aktualisierung des Doyle\u2019schen Stoffes f\u00fcr das 21. Jahrhundert ergeben sich andere M\u00f6glichkeiten des transmedialen Erz\u00e4hlens als dies bei einer Adaption m\u00f6glich w\u00e4re, die dem viktorianischen Zeitalter verhaftet bleibt. <em>Sherlock<\/em> wartet zun\u00e4chst mit klassischen transmedialen Erweiterungen auf: Extratextuelle Informationen in Form von DVD-Bonus-Materialien, insbesondere auf der <em>Series Three Special Edition <\/em>(2014), sowie einschl\u00e4gigen Webseiten wie &lt;www.sherlockology.com&gt;; zwei B\u00fccher, die einen Blick hinter die Kulissen in Buchform erm\u00f6glichen (<em>Sherlock Chronicles, <\/em>2014) und narrative Erweiterungen bereithalten (<em>Sherlock. The Casebook, <\/em>2012), sowie Webseiten und Twitter-Accounts der Protagonisten als diegetische Erweiterungen (vgl. Stein\/Busse: 12-16).<\/p>\n<p>Besonders hervorzuheben sind die App <em>Sherlock \u2212 The Network<\/em> als \u201aExperiental Activity\u2018 und das Prequel zur dritten Staffel, \u201eMany Happy Returns\u201c, als narrative Erweiterung.<a href=\"#_edn2\" name=\"_ednref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> In der App <em>Sherlock \u2212 The Network<\/em> (seit 2014) wird der Spieler Mitglied des \u201aHomeless Network\u2018 von Sherlock Holmes, er kann sich an Videos mit direkten Ansprachen durch Sherlock und John erfreuen und gemeinsam mit ihnen F\u00e4lle l\u00f6sen. Dies alles ist eingebettet in eine aufwendige Grafik, die das Gef\u00fchl vermittelt, mittendrin zu sein. Die App befriedigt damit ein grunds\u00e4tzliches Interesse jedes <em>Sherlock Holmes<\/em>-Fans: Wie f\u00fchlt es sich an, in 221B Baker Street zu sein und mit Sherlock Holmes und John Watson F\u00e4lle zu l\u00f6sen?<\/p>\n<p>Das am Weihnachtsabend 2013 zun\u00e4chst nur auf dem interaktiven, digitalen Service BBC Red Button sowie auf Youtube ver\u00f6ffentlichte Prequel \u201eMany Happy Returns\u201c genie\u00dft als Webisode, die nie im regul\u00e4ren Programm der BBC lief und auch erst mit der <em>Series Three Special Edition <\/em>auf DVD ver\u00f6ffentlicht wurde, Zwischenstatus.<\/p>\n<p>[youtube id=&#8220;JwntNANJCOE&#8220; align=&#8220;center&#8220; mode=&#8220;normal&#8220; autoplay=&#8220;no&#8220;]<\/p>\n<p>Sie funktioniert als Teaser, aber auch als Weihnachtsgeschenk an die Fans, das die Zeit zwischen der zweiten und dritten Staffel narrativ f\u00fcllt. F\u00fcr die Untersuchung von transmedialem Erz\u00e4hlen ist sie von besonderem Interesse, da sie die Interaktion zwischen dem TV-Zuschauer und dem, was auf dem Bildschirm passiert, impliziert. In der Episode sieht man John die ungeschnittene und somit Authentizit\u00e4t suggerierende Version eines Videos anschauen, das ihm Sherlock zu seinem letzten Geburtstag angefertigt hat:<\/p>\n<p>SHERLOCK [on screen]: Right, I just \u2212 I need a moment to figure out what I\u2019m going to do.<\/p>\n<p>JOHN: I can tell you what you can do. You can stop being dead.<\/p>\n<p>SHERLOCK [on screen]: Okay.<\/p>\n<p>(MHR: 06:07 min.)<a href=\"#_edn3\" name=\"_ednref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Der Schock Johns angesichts der offensichtlichen, obgleich zuf\u00e4lligen Kommunikation mit Sherlock ist auch der des Zuschauers von \u201eMany Happy Returns\u201c, ebenso wie sich der Zuschauer mit Johns Forderung identifiziert: Es geht hier um nichts weniger als die lang erwartete R\u00fcckkehr von Sherlock Holmes nach dessen vorget\u00e4uschtem Selbstmord am Ende der zweiten Staffel. Der Titel des Prequels, die englische Redensart des Geburtstagsgl\u00fcckwunsches, spielt mit dieser R\u00fcckkehr und ist gleichzeitig Metakommentar dieser Antizipation. Am Ende des Prequels sagt Sherlock: \u201eOh, and don\u2019t worry. I\u2019m going to be with you again very soon.\u201c (MHR 06:32) Wieder bezieht sich dies nicht nur auf John, sondern auch auf den Zuschauer: Eine Woche sp\u00e4ter, am Neujahrstag 2014, lief die erste Folge der dritten Staffel auf BBC One.<\/p>\n<p>L\u00e4sst man sich auf diese transmedialen Erweiterungen ein \u2212 was nicht obligatorisch ist, um der Narration der Serie folgen zu k\u00f6nnen \u2212, dann kommt man bereits in den Genuss des von Henry Jenkins postulierten \u201ericher entertainment experience\u201c (Jenkins: 21). Die offiziellen, transmedialen Erweiterungen sind jedoch im Vergleich mit anderen Zuschaueraktivit\u00e4ten, z.B. im Fandom der Serie, relativ limitiert (vgl. Stein\/Busse: 14). Eine Erweiterung des Begriffs von Transmedialit\u00e4t schl\u00e4gt vor, dass auch diese Aktivit\u00e4ten dazu beitragen, das hei\u00dft, \u201ethat audiences as well as official authors co-construct transmedia narratives, storyworlds, and frames for engagement.\u201c (ebd.: 14) Das Konzept ist umstritten (vgl. Scott: 30f.), doch kann es f\u00fcr die erste Folge der dritten Staffel, \u201eThe Empty Hearse\u201c, fruchtbar gemacht werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Transmedialit\u00e4t und Interdiegese: The Case of Forensic Fandom<\/p>\n<p>Mit dem transmedialen Erz\u00e4hlen wird \u201enicht nur die Geschichte der Handlung transmedial erweitert [\u2026], sondern ebenfalls die Ebene der erz\u00e4hlten Welt.\u201c (Bobineau: 237) Dabei kommt es zu R\u00fcckkopplungen auf einer Ebene, die Julien Bobineau in Anlehnung an die Definitionen Genettes als Interdiegese bezeichnet, da sie sowohl von der fiktionalen Ebene der Serienerz\u00e4hlung als auch der real-empirischen Ebene des Zuschauers zu unterscheiden und folglich als real-fiktionale Doppelebene zu beschreiben ist (vgl. Bobineau: 237f.). Dadurch wird nicht nur der Zuschauer vom passiven zum aktiven Teilhaber der interdiegetischen Erz\u00e4hlungen, sondern die Interdiegese kann auch auf die Diegese der Serie Einfluss nehmen, da der Autor der Serie ebenfalls Zugang zur interdiegetischen Ebene hat.<\/p>\n<p>Um dies genauer zu untersuchen, lohnt es sich, sich jener Gruppe der Zuschauer zuzuwenden, die im besonderen Ma\u00df daf\u00fcr pr\u00e4destiniert ist, transmediale Erweiterungen zu nutzen: Fans. Das Potential zur Immersion, ein zentrales Interesse von Fans und neben der \u201eLogic of Mastery\u201c (Askwith: 104-108) ein Hauptziel des <em>audience engagements<\/em>, scheint bei <em>Sherlock<\/em> zun\u00e4chst extrem niedrig zu sein: Im Schnitt gibt es alle zwei Jahre drei Episoden \u00e0 90 Minuten zu sehen, die lange Zeit zwischen den Staffeln muss sowohl seitens der Fans als auch der Autoren und Produzenten \u00fcberbr\u00fcckt werden, um das Interesse an der Serie aufrecht zu erhalten. Die beschriebenen transmedialen Erweiterungen sind daf\u00fcr unentbehrlich, allerdings erfassen sie die Aktivit\u00e4ten des <em>Sherlock<\/em>-Fandoms nicht in ihrer Gesamtheit. Dessen Interaktion mit der Diegese auf interdiegetischer Ebene soll im Folgenden mit Fokus auf den Zeitraum zwischen der zweiten und dritten Staffel er\u00f6rtert werden.<\/p>\n<ol>\n<li style=\"text-align: center\">a) Fandom Culture: Belief \u2212 Analysis \u2212 Creation<\/li>\n<\/ol>\n<p>Als Sherlock Holmes am Ende der zweiten Staffel in \u201eThe Reichenbach Fall\u201c in den Tod st\u00fcrzte, kurz darauf jedoch, wenige Sekunden vor der Abblende, quicklebendig zu sehen war, wurde es keineswegs nur zu einem Lieblingsthema des Fandoms, sondern vielmehr zu einem die britischen Medien umfassend besch\u00e4ftigenden \u201amatter of national importance\u2018, herauszufinden, wie er den Fall vom St. Barts Hospital \u00fcberleben konnte. Der Schock wurde zum einen durch die Art und Weise, wie der Tod Sherlocks inszeniert wurde, ausgel\u00f6st: Im Gegensatz zur Doyle\u2019schen Vorlage wird der Fall hier gezeigt und \u201ehe would die as he surely must, in Watson\u2019s arms.\u201c<a href=\"#_edn4\" name=\"_ednref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a> Zum anderen aber war die mediale Aufgeregtheit um das Staffelfinale ein Resultat aus dem medialen Machtspiel zwischen Sherlock und seinem Erzfeind Moriarty: Der Zuschauer sieht den Helden, der keiner sein will, nicht nur physisch zerst\u00f6rt, sondern auch moralisch: Sherlock Holmes ist nicht mehr der Garant f\u00fcr Wahrheit, sondern ein potentieller L\u00fcgner (vgl. Kazmaier\/Opp: 257-261).<\/p>\n<p>Die Dramatik des \u201aBilderr\u00e4tsels Reichenbach\u2018 kam im Fandom einem Erdbeben gleich, das sich am markantesten in dem Projekt \u201eI believe in Sherlock\u201c niederschlug:<a href=\"#_edn5\" name=\"_ednref5\"><sup>[5]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>[youtube id=&#8220;Q0mnC3F7h5E&#8220; align=&#8220;center&#8220; mode=&#8220;normal&#8220; autoplay=&#8220;no&#8220;]<\/p>\n<p>Es handelt sich dabei um eine Fan-Kampagne, die sich eines Memes sowie Techniken von Guerilla-Art und -Marketing bedient. Sie hat Teilnehmer auf der ganzen Welt gefunden:<a href=\"#_edn6\" name=\"_ednref6\"><sup>[6]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>People are creating art, printing up signs, posting them in coffee shops, on subway platforms, and university bulletin boards. They\u2019re making t-shirts, writing it on their arms, pinning buttons to their winter coats: \u201eDon\u2019t believe the lies.\u201c \u2212 \u201eMoriarty was real.\u201c \u2212 \u201eSherlock Lives.\u201c (Asher-Perrin)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/03\/The-World-believes-in-Sherlock_01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-5487\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/03\/The-World-believes-in-Sherlock_01-1024x492.jpg\" alt=\"The World believes in Sherlock_01\" width=\"695\" height=\"334\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/03\/The-World-believes-in-Sherlock_01-1024x492.jpg 1024w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/03\/The-World-believes-in-Sherlock_01-300x144.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/03\/The-World-believes-in-Sherlock_01-768x369.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/03\/The-World-believes-in-Sherlock_01.jpg 1898w\" sizes=\"auto, (max-width: 695px) 100vw, 695px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Damit wird den intradiegetischen L\u00fcgen in \u201eReichenbach\u201c nicht nur ein extradiegetisches Bekenntnis des Glaubens an die Figur Sherlock Holmes entgegengesetzt, vielmehr pr\u00e4gt Fiktion die Realit\u00e4t: Die Verwischung von beidem ist ein zentrales Merkmal von Immersion und typisch f\u00fcr das <em>Sherlock Holmes<\/em>-Fandom. Denn bereits vor mehr als 100 Jahren, als Doyle seinen Protagonisten in den Reichenbachf\u00e4llen sterben lie\u00df, kam es zu Protesten der Leser: Doyle wurde \u00fcberschwemmt mit Beschwerde- und Drohbriefen, er soll sogar auf der Stra\u00dfe angegriffen worden sein, und die Fans trugen schwarze Armbinden, um ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen. Ihre Forderung nach der Wiederauferstehung von Sherlock Holmes war bekanntlich von Erfolg gekr\u00f6nt.<\/p>\n<p>In diesem Akt des Glaubens, des Bekenntnisses zu Sherlock Holmes, ersch\u00f6pfen sich die Aktivit\u00e4ten des Fandoms jedoch keineswegs. Eine weitere Strategie der Immersion ist die detektivische Ermittlung des <em>forensic fandom<\/em> (vgl. Mittell 2012) im \u201aFall Reichenbach\u2018, die hier besondere Signifikanz gewinnt: Denn die Fans n\u00e4hern sich hierdurch der Figur Sherlock Holmes nicht vorrangig emotional, sondern analytisch und damit methodisch an. Hier geht es vor allem um die von Mittell postulierte <em>drillability<\/em>, also die Tiefenbohrungen in den Serientext, da aufgrund der semantischen Dichte der Serie nahezu alles ein Indiz sein kann.<a href=\"#_edn7\" name=\"_ednref7\"><sup>[7]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>So genannte \u201aMetas\u2018 gibt es bspw. in Form des <a href=\"http:\/\/bakerstreet.wikia.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Baker Street Wikis<\/em><\/a>, den Podcasts der <a href=\"http:\/\/bakerstreetbabes.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Baker Street Babes <\/em><\/a>oder im <a href=\"http:\/\/www.sherlockforum.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Sherlock Holmes-Forum<\/em><\/a>. Doch der Gro\u00dfteil der aktiven \u201aAnalyis\u2018, die Askwiths \u201aLogic of Mastery\u2018 entspricht, spielt sich auf <em>der<\/em> Fan-Plattform schlechthin ab: Tumblr. Wie kein anderes Medium der sozialen Netzwerke erm\u00f6glicht Tumblr, so die hier vorgeschlagene These, die Kombination der Jenkins\u2019schen <em>spreadabili<\/em>ty und der Mittell\u2019schen <em>drillability<\/em>. W\u00e4hrend Tumblr zun\u00e4chst vor allem auf die netzartige Verbreitung von Inhalten angelegt ist, kommt es immer wieder zu Beitr\u00e4gen und Diskussionen, die in die Tiefe gehen.<a href=\"#_edn8\" name=\"_ednref8\"><sup>[8]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>So zirkulierte beispielsweise bereits einen Tag nach Ausstrahlung von \u201eThe Reichenbach Fall\u201c auf dem Blog &lt;http:\/\/finalproblem.tumblr.com&gt; die Theorie des Gummiballs, mit dem der Puls gezielt ausgesetzt werden kann: Eine Theorie, die tats\u00e4chlich Teil der Aufl\u00f6sung von Sherlocks Fall in \u201eThe Empty Hearse\u201c ist. Minuti\u00f6s, frame um frame, wird der Serientext in diesen \u201aMetas\u2018 unter R\u00fcckgriff auf narrative sowie diegetische Erweiterungen zerlegt und anschlie\u00dfend zu Beweisen zusammengestellt, analysiert und interpretiert.<a href=\"#_edn9\" name=\"_ednref9\"><sup>[9]<\/sup><\/a> Niemals zuvor also scheint der Begriff des <em>forensic fandom<\/em> derart angebracht wie f\u00fcr das <em>Sherlock<\/em>-Fandom: Gepr\u00e4gt vom Inhalt des Serientextes, n\u00e4mlich Detektivgeschichten, wird die Methodik des Helden, die Deduktion, auf diesen Serientext selbst angewandt.<\/p>\n<p>Da der Fokus der Serie, der die einzelnen Episoden und Staffeln verbindet, auf der Freundschaft von Sherlock Holmes und John Watson liegt,<a href=\"#_edn10\" name=\"_ednref10\"><sup>[10]<\/sup><\/a> besch\u00e4ftigte das Fandom im Vorlauf zur dritten Staffel nicht nur die Frage, wie Sherlock den Fall von St. Barts \u00fcberleben konnte, sondern auch jene, wie John reagieren w\u00fcrde, wenn Sherlock zur\u00fcckkehrt. Dieser Frage nimmt sich insbesondere die dritte wichtige Aktivit\u00e4t des Fandoms an: Fanfiction und Fan Art.<a href=\"#_edn11\" name=\"_ednref11\"><sup>[11]<\/sup><\/a> Ein besonders prominentes und sprechendes Beispiel f\u00fcr Fan Art sind die Bilder und Animationen (\u201agifs\u2018) des Blogs &lt;http:\/\/shockingblankets.tumblr.com&gt;, die unter dem Hashtag <em>#notdead<\/em> viral verbreitet wurden: Sie widmen sich eben jener Frage nach Johns Reaktion auf Sherlocks R\u00fcckkehr, die in den Kreationen von <em>shockingblankets<\/em> immer die des Schocks ist.<a href=\"#_edn12\" name=\"_ednref12\"><sup>[12]<\/sup><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/03\/shockingblankets-03.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5483\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/03\/shockingblankets-03.gif\" alt=\"shockingblankets 03\" width=\"210\" height=\"210\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/03\/shockingblankets-04.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5480\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/03\/shockingblankets-04.gif\" alt=\"shockingblankets 04\" width=\"210\" height=\"210\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/03\/shockingblankets-05.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5481\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/03\/shockingblankets-05.gif\" alt=\"shockingblankets 05\" width=\"210\" height=\"210\" \/><\/a><\/p>\n<p>Doch im \u201aCreative Fandom\u2018 werden nicht nur Bilder oder Videos kreiert, sondern auch Texte geschrieben: Auf den einschl\u00e4gigen Fanfiction-Portalen nehmen jene Arbeiten, die auf der BBC-Serie basieren, 70% der Texte ein, die auf TV- oder Film-Adaptionen von <em>Sherlock Holmes<\/em> beruhen (vgl. Polasek: 51).<\/p>\n<p>Die Aktivit\u00e4ten des <em>Sherlock<\/em>-Fandoms, die nicht nur, aber in besonderem Ma\u00dfe f\u00fcr die Zeit zwischen der zweiten und dritten Staffel zu verzeichnen sind, lassen sich damit in der Trias von <em>belief<\/em> (\u201aI believe in Sherlock\u2018), <em>analysis<\/em> (<em>forensic fandom<\/em>) und <em>creation<\/em> (Fanfiction und Fan Art) zusammenfassen. Mit diesen Aktivit\u00e4ten wird die von Mittell postulierte Zentralstellung des Serientextes affirmiert: Die Serie selbst liefert anhand ihrer komplexen Narration und semantischen Dichte bereits gen\u00fcgend Stoff f\u00fcr den Zuschauer, um die lange Zeit zwischen den Staffeln zu \u00fcberbr\u00fccken, w\u00e4hrend die oben beschriebenen transmedialen Erweiterungen als Verst\u00e4rker dieser Aktivit\u00e4ten fungieren.<\/p>\n<ol>\n<li style=\"text-align: center\">b) Interdiegese: R\u00fcckwirkungen auf die Diegese und Produktion von <em>Sherlock<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Verhandlung von Fans in <em>Sherlock<\/em> war bis Ende der zweiten Staffel deutlich negativ besetzt: Wird Moriarty in \u201eA Study in Pink\u201c bezeichnenderweise als Fan eingef\u00fchrt, so verdeutlicht Sherlock in \u201eThe Reichenbach Fall\u201c gegen\u00fcber Kitty Riley:<\/p>\n<p>SHERLOCK: There are two types of fans. [\u2026] Catch me before I kill again, type A.<\/p>\n<p>KITTY RILEY: What\u2019s type B?<\/p>\n<p>SHERLOCK: Your bedroom\u2019s just a taxi ride away.\u201c (RF: 13:05 min.)<\/p>\n<p>In \u201eThe Great Game\u201c sind Fans zudem \u201eindispensable for gossip\u201c (GG: 43:30 min.). Diese durchweg negative Perspektive verschiebt sich mit der ersten Episode der dritten Staffel in Richtung eines spielerischen Umgangs: \u201eThe Empty Hearse\u201c enth\u00e4lt zahlreiche Referenzen auf die Aktivit\u00e4ten des Fandoms nach \u201eThe Reichenbach Fall\u201c, die jenes ebenso \u00fcberraschten wie den \u201anormalen\u2018 Zuschauer, sofern er die Bez\u00fcge \u00fcberhaupt dechiffrieren konnte.<a href=\"#_edn13\" name=\"_ednref13\"><sup>[13]<\/sup><\/a> Die nicht ernst gemeinte Annahme, die Episode sei \u201eWritten by tumblr\u201c,<a href=\"#_edn14\" name=\"_ednref14\"><sup>[14]<\/sup><\/a> ist Ausdruck dieser Interaktion auf interdiegetischer Ebene zwischen den Fans und der Serie selbst: Dieser Austausch soll im Folgenden anhand der Trias von <em>belief<\/em>, <em>creation<\/em> und <em>analysis<\/em> aufgeschl\u00fcsselt werden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/03\/Written-by-tumblr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-5485\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/03\/Written-by-tumblr-1024x576.jpg\" alt=\"Written by tumblr\" width=\"695\" height=\"391\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/03\/Written-by-tumblr-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/03\/Written-by-tumblr-300x169.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/03\/Written-by-tumblr-768x432.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/03\/Written-by-tumblr.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 695px) 100vw, 695px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Phillip Anderson, der nicht mehr f\u00fcr Scotland Yard arbeitet, hat einen Fanclub gegr\u00fcndet, der \u201eThe Empty Hearse\u201c hei\u00dft. Die Episode ist damit nicht nur ein Wortspiel mit Doyles \u201eThe Empty House\u201c (1903), sondern wird grunds\u00e4tzlich im Hinblick auf Fans programmiert. So verwundert es wenig, dass die Episode mit Andersons Theorie zum Reichenbach-Fall beginnt, und dass er, nur wenige Minuten sp\u00e4ter, verk\u00fcndet: \u201eI believe in Sherlock Holmes.\u201c (TEH: 04:10 min.) Damit zitiert er explizit die \u201aBelief\u2018-Kampagne der Fans und wird zum Fan-Repr\u00e4sentanten schlechthin.<\/p>\n<p>Wie auch im realen Fandom f\u00fchrt sein Glaube an Sherlock dazu, dass er nicht nur daran glaubt, dass Sherlock lebt, sondern auch Theorien aufstellt, wie er den Fall \u00fcberlebt haben k\u00f6nnte, sich also dem Aspekt der <em>analysis<\/em> verschreibt. Man sieht sp\u00e4ter in seiner Wohnung zwei W\u00e4nde bedeckt mit Notizen, Karten und Bildern: Dies erinnert nicht nur an Sherlock selbst, der die Angewohnheit hat, Notizen zu einem Fall an die Wohnzimmerwand zu pinnen, sondern als analoge Variante auch an das <em>forensic fandom<\/em>, das genau dies in digitaler Form auf Tumblr praktiziert.<\/p>\n<p>Ein weiteres w\u00f6rtliches Zitat von Fan-Aktivit\u00e4ten findet sich in der ebenso lang wie die L\u00f6sung des Reichenbach-Falls erwarteten Wiederbegegnungsszene von Sherlock und John: K\u00fcrzer angebunden k\u00f6nnte Sherlock nicht sein, wenn er mit den Worten der Fan Art von <em>shockingblankets<\/em> und des damit verbundenen popul\u00e4ren Hashtags erkl\u00e4rt: \u201eWell, the short version \u2212 Not dead.\u201c (TEH: 21:09 min.)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/you-wish-you-had-this-url.tumblr.com\/post\/71926529659\/wings-for-castiel-fallen-angels-have-this\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-5484\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/03\/shockingblankets-not-dead-screenshot.jpg\" alt=\"shockingblankets not dead screenshot\" width=\"600\" height=\"712\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/03\/shockingblankets-not-dead-screenshot.jpg 668w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/03\/shockingblankets-not-dead-screenshot-253x300.jpg 253w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ebenfalls in die Kategorie von <em>creation<\/em> fallen die so genannten <em>ships<\/em> des Fandoms, die vor allem in Fanfiction und Fan Art eine Rolle spielen und denen in \u201eThe Empty Hearse\u201c durch jeweils einen Vertreter Ausdruck verliehen wird.<a href=\"#_edn15\" name=\"_ednref15\"><sup>[15]<\/sup><\/a> So ist Anderson mit seiner Theorie, die zu Beginn der Episode zu sehen ist, ein \u201aSherlolly\u2018-Shipper, das hei\u00dft, er w\u00fcrde gern Sherlock und Molly Hooper in einer romantischen Verbindung sehen. Dem <em>ship<\/em> \u201aSheriarty\u2018, also Sherlock und Moriarty, wird durch ein Mitglied des Empty Hearse-Fanclubs Ausdruck verliehen, und Mrs. Hudson ist seit Beginn der Serie Vertreterin des verbreitetsten und bekanntesten <em>ships<\/em>: \u201aJohnlock\u2018. Hieran l\u00e4sst sich die Interaktion zwischen dem <em>Sherlock Holmes<\/em>-Fandom und der Serie am deutlichsten nachvollziehen, denn das Fandom reflektiert damit nicht nur etwas, das bereits bei Doyle angelegt ist, sondern zu einem wesentlichen Merkmal der BBC-Serie geworden ist: Das Spiel mit der Suggestion einer romantisch-sexuellen Verbindung von Sherlock und John (vgl. Lavigne).<a href=\"#_edn16\" name=\"_ednref16\"><sup>[16]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Die Trias von <em>belief<\/em>, <em>analysis<\/em> und <em>creation<\/em> ist jedoch nicht nur in die Diegese von \u201eThe Empty Hearse\u201c eingegangen, sondern f\u00fchrte auch zu Ver\u00e4nderungen der Produktionsbedingungen, die durch das Ph\u00e4nomen \u201aSetlock\u2018 notwendig wurden: Wenn in der Londoner North Gower Street gedreht wird, sehen hunderte Fans dabei zu: nicht nur, um ihrer Liebe zu <em>Sherlock<\/em> Ausdruck zu verleihen, sondern auch, um potentielle Indizien daf\u00fcr zu ermitteln, was in der kommenden Staffel passiert.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/03\/Setlock-02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-5478\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/03\/Setlock-02-1024x576.jpg\" alt=\"Setlock 02\" width=\"695\" height=\"391\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/03\/Setlock-02-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/03\/Setlock-02-300x169.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/03\/Setlock-02-768x432.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/03\/Setlock-02.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 695px) 100vw, 695px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/03\/Setlock-03.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-5479\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/03\/Setlock-03-1024x576.jpg\" alt=\"Setlock 03\" width=\"695\" height=\"391\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/03\/Setlock-03-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/03\/Setlock-03-300x169.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/03\/Setlock-03-768x432.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/03\/Setlock-03.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 695px) 100vw, 695px\" \/><\/a><em>Screenshots der Series Three Special Edition DVD, Extra: \u201eFans, Villains and Speculation\u201c<\/em><\/p>\n<p>Dadurch wird es seitens der Produktion notwendig, die Preisgabe potentieller Spoiler, wie die Aufl\u00f6sung des Reichenbach-Falles, zu verhindern. Dabei geht es nicht nur um Verschleierung, sondern auch um das gezielte Legen falscher F\u00e4hrten \u2212 Red Herrings, wie sie im Detektivgenre hei\u00dfen. Die Methode, die dazu dient, den Leser einer Detektivgeschichte wie jene Sherlock Holmes\u2018 abzulenken, wird damit auf den Umgang zwischen Produzenten und Fans angewendet.<a href=\"#_edn17\" name=\"_ednref17\"><sup>[17]<\/sup><\/a><\/p>\n<ol>\n<li style=\"text-align: center\">c) \u201eThey want the story\u201c: <em>Unreliable narration<\/em> als Effekt des <em>audience engagements<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p>Das Legen falscher F\u00e4hrten wurde schlie\u00dflich auch zur narrativen Methode in \u201eThe Empty Hearse\u201c, womit die Fandom-Aktivit\u00e4ten nicht nur die Diegese sondern auch das Erz\u00e4hlverfahren der Serie beeinflussen. Die Aufl\u00f6sung des Reichenbach-Falles steht, neben der R\u00fcckkehr Sherlocks, im Zentrum der Episode. Zur Fortsetzung des medialen Spiels, das in \u201eThe Reichenbach Fall\u201c begann, geh\u00f6rt es, dass dem Zuschauer drei Versionen der L\u00f6sung pr\u00e4sentiert werden.<\/p>\n<p>Zwei davon, die \u201aSherlolly\u2018 und die \u201aSheriarty\u2018-Version, sind deutlich als (Fan-)Fiktion markiert. Doch auch die dritte Variante, die bislang als die offizielle L\u00f6sung gilt, wird von Markern der <em>unreliable narration<\/em> flankiert. Erstens erz\u00e4hlt Sherlock diese L\u00f6sung Anderson, also dem Fandom. Dieses teilt die Zweifel, die Anderson anmeldet: \u201eAnd anyway, why are you telling me all this? If you\u2019d pulled that off, I\u2019m the last person you\u2019d tell the truth.\u201d (TEH: 01:19:03 min.) Warum also sollte Sherlock gegen\u00fcber den von ihm eher wenig gesch\u00e4tzten Fans \u00fcberhaupt preisgeben, wie er den Fall \u00fcberlebt hat? Dieser Verdacht verst\u00e4rkt sich, beachtet man die Kameraeffekte, die die Erz\u00e4hlung Sherlocks einleiten: Die Bildunterbrechung, das Rauschen, markiert einen deutlichen Schnitt und suggeriert eine m\u00f6gliche Fiktion in der Fiktion, am prominentesten eingesetzt in Jim Moriartys \u201aSir boast a lot\u2018-Video in \u201eThe Reichenbach Fall\u201c (vgl. RF: 00:45:31 min.).<a href=\"#_edn18\" name=\"_ednref18\"><sup>[18]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>[youtube id=&#8220;noeR-TOmLo4&#8243; align=&#8220;center&#8220; mode=&#8220;normal&#8220; autoplay=&#8220;no&#8220;]<\/p>\n<p>Moriarty erz\u00e4hlt darin als \u201astoryteller\u2018 seine Version von Sherlocks Geschichte, die er als Richard Brook mithilfe der Medien inszeniert und die Sherlock am Ende mit seinem Selbstmord best\u00e4tigen soll. Sherlocks Video erz\u00e4hlt wiederum davon, wie er Moriartys Geschichte nur zum Schein beglaubigte: Als Replik auf Jims Video restituiert sich Sherlock damit als Herrscher \u00fcber das Narrativ. Hinzu kommt drittens, dass er bei der Beurteilung seiner Erz\u00e4hlung ein Wort verwendet, das innerhalb der Serie als Signalwort f\u00fcr T\u00e4uschung gelten kann: \u201aNeat\u2018. Auf Andersons Nachfragen erkl\u00e4rt Sherlock: \u201eAs I explained, the whole street was closed off like a scene from a play. Neat, don\u2019t you think?\u201c (TEH: 01:17:26 min.)<\/p>\n<p>Nicht nur die Beschreibung als Szene eines Theaterst\u00fccks signalisiert den potentiell fiktiven Gehalt des Erz\u00e4hlten, auch das Wort \u201aneat\u2018 deutet wie bereits zweimal zuvor auf T\u00e4uschung hin: Mycroft kommentiert mit exakt denselben Worten seinen Plan des \u201aFlight of the Dead\u2018 in \u201eA Scandal in Belgravia\u201c, womit er Moriarty das Gelingen eines Terroraktes und den Tod der Passagiere vort\u00e4uschen wollte (vgl. SiB: 01:14:34 min.); Sherlock wiederum bezeichnet in \u201eThe Reichenbach Fall\u201c Moriartys Verkehrung des M\u00e4rchens von H\u00e4nsel und Gretel, womit die vermeintlich harmlose Schokolade zum Tr\u00e4ger von Gift wird, als \u201aneat\u2018 (vgl. RF: 00:42:48 min.).<\/p>\n<p>In \u201eThe Empty Hearse\u201c kehrt es nochmals wieder: Zur Trennung von Realit\u00e4t und Fiktion, womit signifikanterweise die Geschichten \u00fcber und mit Sherlock gemeint sind, die John in seinem Blog schreibt, erkl\u00e4rt Sherlock das Wort \u201aneat\u2018 zum Marker von Fiktion: \u201eUnlike the nicely embellished fictions on your blog, John, real life is rarely so neat.\u201c (TEH: 01:23:13 min.) Geschichten als \u201anicely embellished fictions\u2018 werden der Realit\u00e4t, mithin der Wahrheit, als Opposition gegen\u00fcbergestellt. Sherlocks Erkl\u00e4rung des Reichenbach-Falles wird somit durch die Erz\u00e4hlsituation, die visuelle Pr\u00e4sentation und die sprachliche Markierung als m\u00f6gliche Fiktion hochgradig unsicher.<\/p>\n<p>Das Unbehagen, das sich damit einstellt, bringt jene Figur, die in der BBC-Serie am ehesten die Stimme des Zuschauers vertritt, am Ende der Episode zum Ausdruck. Nachdem John Sherlock auffordert, zur Presse nach unten zu gehen, denn \u201ethey want the story\u201c (TEH: 01:21:46 min.), fragt er ihn unvermittelt: \u201eSherlock, you are going to tell me how you did it? How you jumped off that building and survived?\u201c (TEH 01:23:38 min.). John will nicht wie die Medien eine \u201aStory\u2018 \u2212 und damit potentielle Fiktion \u2212 von Sherlock, sondern die Wahrheit. Darauf reagiert Sherlock ausweichend: \u201eYou know my methods, John. I am known to be indestructible.\u201c (TEH: 01:23:47 min.) Er appelliert mit diesem Zitat aus der <em>Holmes<\/em>-Adaption <em>A Study in Terror <\/em>(1965)<a href=\"#_edn19\" name=\"_ednref19\"><sup>[19]<\/sup><\/a> nicht nur an den Glauben sowohl von John als auch des Zuschauers \u2212 \u201aI believe in Sherlock\u2018 \u2212, sondern liefert auch eine vierte Version der Aufl\u00f6sung des Reichenbach-Falles.<\/p>\n<p>Da es sich hierbei tats\u00e4chlich um keine weitere \u201aStory\u2018 handelt, die Sherlock erz\u00e4hlt, kann sie als wohl authentischste Aussage \u00fcber seinen vorget\u00e4uschten Selbstmord gelten. Dies umso mehr, weil er dies John erz\u00e4hlt, der das Vertrauen seitens des Zuschauers in Sherlock verb\u00fcrgt (vgl. Kazmaier\/Opp: 246). Die Frage, \u201ahow he did it\u2018, wird vorher dreimal beantwortet, ohne tats\u00e4chlich beantwortet zu werden. Die Replik gegen\u00fcber John legt nahe, dass sie notwendigerweise unbeantwortet bleiben muss \u2212 \u201eOnly lies have detail\u201c (MHR: 05:59 min.) \u2212 und damit der Fantasie Johns wie des Zuschauers \u00fcberantwortet wird:<a href=\"#_edn20\" name=\"_ednref20\"><sup>[20]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Mark Gatiss: The version in your head is always going to be better.<\/p>\n<p>Steven Moffat: Also, just before a mystery is solved is the most exciting moment of the mystery, isn\u2019t it? The moment after it\u2019s been solved is the least exciting moment of the mystery.<\/p>\n<p>Sue Vertue: It\u2019s like magic tricks, isn\u2019t it? You don\u2019t want to be told how a magic trick works.<\/p>\n<p>Steven Moffat: Because the answer is disappointing.<\/p>\n<p>(Audiokommentar zu \u201eThe Empty Hearse\u201c, 01:16:57 min.)<\/p>\n<p>Im Spiel der Narrationen sind also nicht nur Jim Moriarty und Sherlock Holmes unzuverl\u00e4ssige Erz\u00e4hler, die Serie selbst unterl\u00e4uft gezielt eine eindeutige und definitive Interpretation. Die <em>unreliable narration<\/em> ist nicht zuletzt ein Effekt des <em>audience engagements<\/em>: Das Spiel der Wechselwirkung zwischen Interdiegese und Diegese ist viel zu elaboriert, als dass es mit nur einer L\u00f6sung beendet werden k\u00f6nnte<a href=\"#_edn21\" name=\"_ednref21\">[21]<\/a> \u2212 bezeichnend ist, dass Anderson seine Reaktion auf die von Sherlock pr\u00e4sentierte L\u00f6sung mit jenem Wort beschreibt, das Moffat hier anf\u00fchrt: \u201ea bit disappointed\u201c (TEH: 01:17:50 min.).<\/p>\n<p>Wird dem Zuschauer dagegen gen\u00fcgend Stoff gegeben, um weiterhin zu analysieren, z.B. warum die pr\u00e4sentierten L\u00f6sungen eventuell falsch sind, sowie eigene Geschichten zu kreieren, kann das Spiel potentiell ins Unendliche perpetuiert werden. Viel effektiver im Sinne transmedialen Erz\u00e4hlens ist es also, die L\u00f6sung selbst zum Spiel der <em>analysis<\/em> zu machen und damit endg\u00fcltig dem Raum der <em>creation<\/em> anzuvertrauen, in dem unendlich viele Geschichten produziert werden k\u00f6nnen. Dies ist nur konsequent, bedenkt man, dass die Serie selbst Produkt der Kreativit\u00e4t des <em>Sherlock Holmes<\/em>-Fandoms ist:<\/p>\n<p>Steven Moffat: \u201eWe can sit in our rooms and come up with stuff that has this happening round the world [i.e. \u201aI believe in Sherlock\u2018-Kampagne]. We did this as possibly the biggest sustained act of fan fiction. And as a result there\u2019s fan fiction about our fan fiction. And I do think that\u2019s where storytelling comes from.\u201c (Bonusmaterial der <em>Series Three<\/em> <em>DVD<\/em>: Fans, Villains and Speculation, 14:08 min.)<\/p>\n<p>Steven Moffat erkennt damit nicht nur das hohe Kreativit\u00e4tspotential von <em>Sherlock Holmes<\/em>-Fans an, zu denen er zusammen mit Mark Gatiss selbst geh\u00f6rt, sondern legt offen, dass das <em>audience engagement<\/em> resultierend aus transmedialem Erz\u00e4hlen nicht nur Einfluss auf die <em>histoire<\/em> und den <em>discours<\/em> der Serie haben, sondern gar Ursprung eines neuen Serientextes sein kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Fazit: The Game is never over!<\/p>\n<p>Wenn Detective Inspector Lestrade zu Beginn von \u201eThe Empty Hearse\u201c zu Anderson, dem Vertreter der Fans, sagt: \u201eDo you really think that if you have enough stupid theories it\u2019s going to change what really happened?\u201c (TEH: 04:06 min.), dann entpuppt sich diese Frage als rein rhetorische, sowohl hinsichtlich der <em>histoire<\/em> der Episode, denn Sherlock ist in der Tat nicht tot, als auch ihres <em>discours<\/em>: Die Aktivit\u00e4ten des <em>forensic fandom<\/em>, amplifiziert durch die transmedialen Erweiterungen der Serie, haben nicht nur eine Resonanz in der erz\u00e4hlten Welt erfahren, sondern haben auch die Art und Weise, wie diese erz\u00e4hlt wird, gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Obgleich die Episode eine Art Sonderfall hinsichtlich der Wechselwirkungen zwischen Interdiegese und Diegese darstellt \u2212 denn in den restlichen Episoden der dritten Staffel wird kein derart expliziter Bezug auf die Aktivit\u00e4ten der Interdiegese-Ebene genommen \u2212 , so ist ein Ende dieser kaum abzusehen, da der Serientext best\u00e4ndig f\u00fcr Nachschub sorgt: Die letzte Episode der dritten Staffel, \u201eHis Last Vow\u201c, suggeriert, dass auch der Selbstmord Moriartys nur eine T\u00e4uschung war. Der Zuschauer steht damit nicht nur erneut vor der Frage, \u201ahow he did it\u2018, sondern auch, ob sich diese Frage \u00fcberhaupt stellt, also ob Moriarty tats\u00e4chlich \u00fcberlebt hat oder ob das Video, das auf allen Bildschirmen des Landes zu sehen ist, nicht eine erneute T\u00e4uschung, die T\u00e4uschung einer T\u00e4uschung ist. Dem medialen Spiel <em>Sherlocks<\/em> ist nicht zu entkommen.<\/p>\n<p>[youtube id=&#8220;WETPjBVuOTY&#8220; align=&#8220;center&#8220; mode=&#8220;normal&#8220; autoplay=&#8220;no&#8220;]<\/p>\n<p>[youtube id=&#8220;yV6r_JyLlY4&#8243; align=&#8220;center&#8220; mode=&#8220;normal&#8220; autoplay=&#8220;no&#8220;]<\/p>\n<p>Es ist damit gen\u00fcgend Material vorhanden, das in den zwei Jahren, die zwischen \u201eHis Last Vow\u201c und der f\u00fcr Ende 2015 angek\u00fcndigten Ausstrahlung der n\u00e4chsten Episode, eines Specials, vergehen werden, von Zuschauer und Fandom untersucht, analysiert und interpretiert werden kann. Dank raffinierter Narration, einem komplexen Spiel mit transmedialen Erweiterungen und der Interaktion mit dem Fandom auf Ebene der Interdiegese reklamiert <em>Sherlock<\/em> alle Qualit\u00e4ten des Quality TV f\u00fcr sich. Damit gilt nicht nur f\u00fcr die Figur Sherlock Holmes \u2212 \u201eThe Man who never lived and will never die\u201c<a href=\"#_edn22\" name=\"_ednref22\"><sup>[22]<\/sup><\/a> \u2212 sondern auch f\u00fcr die Zuschauer der Serie genau das, was Sherlock in \u201eHis Last Vow\u201c zum Abschied sagt: \u201eThe Game is never over, John.\u201c (HLV: 01:24:56 min.)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> In Bezug auf diese Terminologie herrscht Uneinigkeit, es ist z.B. auch von \u201aMetatext\u2018 oder \u201aTranstext\u2018 die Rede. Nichtsdestotrotz scheint der Genette\u2019sche \u201aParatext\u2018 der Begriff zu sein, der am h\u00e4ufigsten f\u00e4llt und sich am ehesten im transmedialen Diskurs durchsetzen k\u00f6nnte; vgl. Desrochers\/Apollon.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref2\" name=\"_edn2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Zu den Begrifflichkeiten der extratextuellen Informationen, narrativen und diegetischen Erweiterungen sowie \u201aExperiential Activity\u2018, vgl. Askwith: 59-82.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref3\" name=\"_edn3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> Die einzelnen Episoden der Serie werden im Folgenden anhand von Siglen angegeben: Erste Staffel: 1. \u201eA Study in Pink\u201c (StiP), 2. \u201eThe Blind Banker\u201c (BB), 3. \u201eThe Great Game\u201c (GG); Zweite Staffel: 1. \u201eA Scandal in Belgravia\u201c (SiB), 2. \u201eThe Hounds of Baskerville\u201c (HoB), 3. \u201eThe Reichenbach Fall\u201c (RF). Dritte Staffel: Prequel: \u201eMany Happy Returns\u201c (MHR), 1. \u201eThe Empty Hearse\u201c (TEH), 2. \u201eThe Sign of Three\u201c (SOT), 3. \u201eHis Last Vow\u201c (HLV).<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref4\" name=\"_edn4\"><sup>[4]<\/sup><\/a> Steven Moffat: \u201eThe Fall\u201c-Interview, Bonusmaterial der <em>Sherlock Series Three<\/em>-DVD, 00:27 min.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref5\" name=\"_edn5\"><sup>[5]<\/sup><\/a> Vgl. &lt; https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Q0mnC3F7h5E&gt;<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref6\" name=\"_edn6\"><sup>[6]<\/sup><\/a> Vgl. &lt;http:\/\/fanlore.org\/wiki\/I_Believe_in_Sherlock_Holmes&gt;, den Tumblr-Blog &lt;http:\/\/believeinsherlock.tumblr.com&gt; sowie die Karte, die eine Markierung f\u00fcr jeden Ort aufweist, an dem Flyer, Poster und Zettel mit den Aussagen der Kampagne angebracht wurden:<\/p>\n<p>&lt;https:\/\/www.google.com\/maps\/d\/viewer?mid=zGkHwLlJ2Hdw.kbMa9nomCDbQ&amp;msa=0&amp;ll=56.559482,-1.054687&amp;spn=107.163543,254.882812&amp;iwloc=0004b75739e6297235496&gt;.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref7\" name=\"_edn7\"><sup>[7]<\/sup><\/a> Zur semantischen Komplexit\u00e4t der Serie tragen nicht nur die Narration oder die Dialoge der Figuren bei. Arwel Wyn-Jones, der Set- und Produktionsdesigner von <em>Sherlock<\/em>, ist bekannt f\u00fcr seine Liebe und Aufmerksamkeit f\u00fcr Details, wie zahlreiche Tweets von ihm belegen. Im Fandom gibt es daher das \u201eArwel Wyn-Jones Law\u201c: \u201eIf it\u2019s on the screen, it\u2019s meant to be looked at meaningfully.\u201d (vgl. z.B. &lt;http:\/\/skulls-and-tea.tumblr.com\/post\/78301053762\/appledore&gt;) Dies eliminiert die M\u00f6glichkeit von Zuf\u00e4llen \u2212 oder wie Sherlock in \u201eThe Sign of Three\u201c diesbez\u00fcglich zu Mycroft sagt: \u201eThe universe is rarely so lazy\u201c (SOT: 01:05:55 min.). Die Tiefenbohrungen in den Serientext dr\u00e4ngen sich bei <em>Sherlock<\/em> also geradezu auf.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref8\" name=\"_edn8\"><sup>[8]<\/sup><\/a> Eine schl\u00fcssige Theorie zur Funktionsweise dieser Microblogging-Plattform fehlt bislang. <em>Tumblr<\/em> ist zun\u00e4chst vor allem auf die Verbreitung von Inhalten <em>qua<\/em> Reblogging angelegt und dient somit in erster Linie der <em>spreadability:<\/em> Inhalte, die gerebloggt wurden, liegen wie ein horizontales Netz auf einer Ebene. Immer wieder kommt es jedoch zu den von Mittell postulierten Tiefenbohrungen durch Kommentare, die Nutzer beim Rebloggen hinzuf\u00fcgen, auf die andere wiederum reagieren. Da jeder Post mit Notes als solcher gerebloggt werden kann, ohne dass der Nutzer selbst einen Kommentar hinzuf\u00fcgen muss, entstehen jeweils neue Ebenen der <em>spreadability<\/em>, die gleichzeitig eine vertikale Tiefendimension er\u00f6ffnen. Vgl. als Beispiel f\u00fcr die Tiefendimension den in Fu\u00dfnote 7 zitierten Blogeintrag.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref9\" name=\"_edn9\"><sup>[9]<\/sup><\/a> Vgl. pars pro toto: &lt;http:\/\/deducingbbcsherlock.tumblr.com&gt;, &lt;http:\/\/sherlockmeta.tumblr.com&gt;, &lt;http:\/\/finalproblem.tumblr.com&gt;.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref10\" name=\"_edn10\"><sup>[10]<\/sup><\/a> Vgl. das Interview mit Steven Moffat in BBC Newsnight, 23.07.2010: \u201eSherlock Holmes has always been about the friendship.\u201c (Bonusmaterial der <em>Sherlock<\/em> <em>Series Three Special Edition<\/em>, 04:40 min.)<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref11\" name=\"_edn11\"><sup>[11]<\/sup><\/a> Diese Aktivit\u00e4ten werden durch Askwiths \u201aLogics of Engagement\u2018 nicht erfasst, wie es generell im Bereich der Transmedialit\u00e4t noch wenig Anerkennung von kreativen T\u00e4tigkeiten gibt, die aus der Rezeption von Medien entstehen \u2212 es fehlt eine \u201aLogic of Creativity\u2018, vgl. Booth: 33-43.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref12\" name=\"_edn12\"><sup>[12]<\/sup><\/a> Vgl. &lt;http:\/\/shockingblankets.tumblr.com\/post\/45173549255\/not-dead-masterpost-in-case-you-wanted-to-see&gt;.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref13\" name=\"_edn13\"><sup>[13]<\/sup><\/a> Mark Lawson setzte sich nach der Ausstrahlung von \u201eThe Empty Hearse\u201c kritisch damit im <em>Guardian<\/em> auseinander: &lt;http:\/\/www.theguardian.com\/tv-and-radio\/tvandradioblog\/2014\/jan\/03\/sherlock-doctor-who-fans-influencing-tv?commentpage=1&gt;.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref14\" name=\"_edn14\"><sup>[14]<\/sup><\/a> Zur Manipulation der Titles als \u201eWritten by tumblr\u201c gibt es zwei Quellen, die beide als Originalquellen gef\u00fchrt werden: &lt;http:\/\/reinchenbachs.co.vu\/post\/73428367311\/sherlock-written-by-tumblr&gt; mit nur 87 Notes, &lt;http:\/\/zeldasboyfriend.tumblr.com\/post\/71919238816\/i-cant-believe-this&gt; mit 35.000 Notes.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref15\" name=\"_edn15\"><sup>[15]<\/sup><\/a> Das Oxford Dictionary f\u00fchrt seit letztem Jahr folgende Definition von <em>ship<\/em>\/<em>shipping<\/em>: \u201eSupport or have a particular interest in a romantic pairing between two characters in a fictional series, often when this relationship is one portrayed by fans rather than depicted in the series itself.\u201c (&lt;www.oxforddictionaries.com\/definition\/english\/ship&gt;)<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref16\" name=\"_edn16\"><sup>[16]<\/sup><\/a> Vgl. auch die erfolgreiche, sich auf diesen Subtext beziehende <em>Sherlock<\/em>-Parodie des norwegischen Senders NRK: &lt;https:\/\/www.youtube.com\/playlist?list=PLgYO5Zo8E8qksPmMzcqxq0F4ll_n4n0-w&gt;.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref17\" name=\"_edn17\"><sup>[17]<\/sup><\/a> Das wohl einschl\u00e4gigste Beispiel ist eine Szene, die Mycroft und Moriarty in Sherlocks Mantel vor St. Barts zeigt: &lt;https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=uzqMiM1MBf4&gt;; sie wird auch im Audiokommentar zu \u201eThe Empty Hearse\u201c besprochen; vgl. dort 48:00\u201349:09 min.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref18\" name=\"_edn18\"><sup>[18]<\/sup><\/a> Ein weiteres Beispiel sind die Szenen von Irene Adler und Sherlock in Karachi am Ende von \u201eA Scandal in Belgravia\u201c. Auch diese Passage wirft Fragen hinsichtlich der Authentizit\u00e4t innerhalb der Fiktion auf. Dar\u00fcber hinaus wird das Bildrauschen als ein Markenzeichen von Moriarty best\u00e4tigt, wenn am Ende von \u201eHis Last Vow\u201c sein \u201eDid you miss me?\u201c-Video erst nach dem Rauschen des vorherigen Bildes erscheint (vgl. HLV: 01:27:22 min.).<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref19\" name=\"_edn19\"><sup>[19]<\/sup><\/a> Vgl. den Audiokommentar zu \u201eThe Empty Hearse\u201c: 01:23:22\u201301:24:20 min. In <em>A Study in Terror<\/em> kl\u00e4rt Sherlock Holmes den Fall von Jack the Ripper \u2212 der bekanntlich in der Realit\u00e4t nie gel\u00f6st wurde. Stattdessen wird diese Leerstelle durch zahlreiche Geschichten in Form von Romanen und Filmen gef\u00fcllt, wovon <em>A Study in Terror<\/em> ein Beispiel ist. Darauf wird in \u201eThe Empty Hearse\u201c explizit Bezug genommen, wenn Anderson einen Fall vort\u00e4uscht, von dem er glaubt, dass er Sherlocks Interesse auf sich ziehen w\u00fcrde, so dass dieser preisgebe, noch am Leben zu sein. Sherlock erkennt den Fall als fingiert am Buch <em>How I Did It By Jack the Ripper<\/em>, das wiederum ein intermedialer Verweis auf Mel Brooks Parodie <em>Young Frankenstein<\/em> von 1974 ist (vgl. TEH: 40:35\u201343:55 min.).<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref20\" name=\"_edn20\"><sup>[20]<\/sup><\/a> Es prallen hier zwei zentrale Begehren des Lesers aufeinander: Als Rezipient von Detektivgeschichten richtet sich dieses zum einen auf Geschichten, also \u201astories\u2018, zum anderen aber auch auf die \u201aWahrheit\u2018, denn die L\u00f6sung eines Kriminalfalles ist der Fluchtpunkt jeder Detektivgeschichte. Schlie\u00dflich verb\u00fcrgt der Detektiv die Wahrheit, von welcher es nur eine korrekte Version geben darf (vgl. Knight: 12).<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref21\" name=\"_edn21\"><sup>[21]<\/sup><\/a> Vgl. dazu Mark Gatiss: \u201eIt\u2019s worth pointing out that when we did \u201aThe Reichenbach Fall\u2018 we obviously anticipated there would be some interest in how Sherlock had not died, but in the intervening two years it became so vast as an international talking point that we realised, when we came to actually explain it, the last thing we could do was just explain it. And hence this.\u201c (Audiokommentar zu TEH: 01:34\u201301:59 min.)<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref22\" name=\"_edn22\"><sup>[22]<\/sup><\/a> So der Titel der j\u00fcngsten <em>Sherlock Holmes<\/em>-Ausstellung im Museum of London (17.10.2014 bis 12.04.2015).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><strong>Bibliografie<\/strong><\/p>\n<p>Adams, Guy: <em>Sherlock. The Casebook<\/em>. London u.a. 2012.<\/p>\n<p>Asher-Perrin, Emily: \u201eWhat is the #IBelieveInSherlock Movement?\u201c <em>Tor.com <\/em>&lt;http:\/\/www.tor.com\/blogs\/2012\/01\/what-is-the-believeinsherlock-movement-and-how-did-it-get-so-widespread-so-quickly&gt;<\/p>\n<p>Askwith, Ivan D.: Television 2.0: Reconceptualizing TV as an Engagement Medium. Cambridge 2007.<\/p>\n<p>Bobineau, Julien: \u201eSaveWaltherWhite.Com: Audience Engagement als Erweiterung der Diegese in \u201aBreaking Bad\u2018.\u201c In: Jonas Nesselhauf, Markus Schleich (Hg.): <em>Quality-TV. Die narrative Spielwiese des 21. <\/em><em>Jahrhunderts?<\/em> Berlin 2014, S.227-240.<\/p>\n<p>Booth, Paul: Digital Fandom. New Media Studies. New York u.a. 2010.<\/p>\n<p>Desrochers, Nadine und Daniel Apollon (Hgg.): Examining Paratextual Theory and its Applications in Digital Culture. Hershey, PA 2014.<\/p>\n<p>Hills, Matt: \u201c<em>Sherlock\u2019s<\/em> Epistemological Economy and the Value of \u201aFan\u2018 Knowledge: How Producer-Fans Play the (Great) Game of Fandom.\u201c In: Louisa Ellen Stein, Kristina Busse (Hg.): <em>Sherlock and Transmedia Fandom. <\/em><em>Essays on the BBC Series<\/em>. Jefferson 2012, S. 27-40.<\/p>\n<p>Jenkins, Henry: Convergence Culture. When Old and New Media collide. New York 2006.<\/p>\n<p>Kazmaier, Kathrin, Annemarie Opp: \u201e<em>Sherlocked<\/em>. Zur Konkurrenz medialer Wahrnehmungs- und Vertrauensordnungen in der BBC-Serie \u201aSherlock\u2018.\u201c In: Jonas Nesselhauf, Markus Schleich (Hg.): <em>Quality-TV. Die narrative Spielwiese des 21. Jahrhunderts?<\/em> Berlin 2014, S. 241-264.<\/p>\n<p>Knight, Stephen: Crime Fiction 1800-2000. Detection, Death, Diversity. Houndmills, New York 2003.<\/p>\n<p>Lavigne, Carlen: \u201eThe Noble Bachelor and the Crooked Man: Subtext and Sexuality in the BBC\u2019s \u201aSherlock\u2018.\u201c In: Lynette Porter (Hg.): <em>Sherlock Holmes for the 21<sup>st<\/sup> Century. Essays on New Adaptations.<\/em> London u.a. 2012, S. 13-23.<\/p>\n<p>Lawson, Mark: \u201e<em>Sherlock<\/em> and <em>Doctor Who<\/em>: Beware of fans influencing the TV they love.\u201c In: &lt;http:\/\/www.theguardian.com\/tv-and-radio\/tvandradioblog\/2014\/jan\/03\/sherlock-doctor-who-fans-influencing-tv?commentpage=1&gt; (abgerufen am 31.08.2015).<\/p>\n<p>Mittell, Jason (2006): \u201eNarrative Complexity in Contemporary American Television.\u201c In: <em>The Velvet Light Trap<\/em> 58, S. 29-40.<\/p>\n<p>\u2212 (2012) \u201eForensic Fandom and the Drillable Text.\u201c In: &lt;http:\/\/spreadablemedia.org\/essays\/mittell\/#.VQ2t1dKG_h4&gt; (abgerufen am 31.08.2015).<\/p>\n<p>\u2212 (2014) \u201eStrategies of Storytelling on Transmedia Television.\u201c In: Marie-Laure Ryan (Hg.): <em>Storyworlds across Media. Toward a Media-Conscious Narratology.<\/em> Lincoln, NE 2014, S. 253-277.<\/p>\n<p>Polasek, Ashley D.: \u201eWinning \u201aThe Grand Game\u2018: <em>Sherlock<\/em> and the Fragmentation of Fan Discourse.\u201c In: Louisa Ellen Stein, Kristina Busse (Hg.): <em>Sherlock and Transmedia Fandom. <\/em><em>Essays on the BBC Series.<\/em> Jefferson. NC 2012, S. 41-55.<\/p>\n<p>Scott, Suzanne: \u201eThe Trouble with Transmediation: Fandom\u2019s Negotiation of Transmedia Storytelling Systems.\u201c In: <em>Spectator<\/em> 30.1 (2010), S. 30-34.<\/p>\n<p><em>Sherlock<\/em>. Mark Gatiss, Steven Moffat (Crs.). BBC, seit 2010.<\/p>\n<p>Stein, Louisa Ellen, Kristina Busse: \u201eIntroduction: The Literary, Televisual and Digital Adventures of the Beloved Detective.\u201c In: Dies. (Hgg.): <em>Sherlock and Transmedia Fandom. Essays on the BBC Series.<\/em> Jefferson, NC 2012, S. 9-26.<\/p>\n<p>Toffler, Alvin: The Third Wave. The Classic Study of Tomorrow. New York 1980.<\/p>\n<p>Tribes, Steve: <em>Sherlock<\/em> <em>Chronicles<\/em>. London u.a. 2014.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Abdruck mit freundlicher Genehmigung des transcript Verlags.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">N\u00e4here Angaben zum Sammelband, in dem der Aufsatz erschienen ist, <a title=\"verlagsseite transcript\" href=\"http:\/\/www.transcript-verlag.de\/978-3-8376-3187-6\/das-andere-fernsehen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Engagement des Publikums<\/p>\n","protected":false},"author":391,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[57],"tags":[296,2126,2380,2404],"class_list":["post-5486","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-bbc","tag-sherlock","tag-transmedia","tag-tv-serie"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5486","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/users\/391"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5486"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5486\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5486"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5486"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5486"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}