{"id":6127,"date":"2016-09-19T18:19:44","date_gmt":"2016-09-19T16:19:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/?p=6127"},"modified":"2016-09-19T18:19:44","modified_gmt":"2016-09-19T16:19:44","slug":"konsumrezension-septembervon-maren-lickhardt19-9-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/2016\/09\/19\/konsumrezension-septembervon-maren-lickhardt19-9-2016\/","title":{"rendered":"Konsumrezension Septembervon Maren Lickhardt19.9.2016"},"content":{"rendered":"<p>Pop-Tarts<!--more --><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/1.-Verschiedene-Sorten.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6129\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/1.-Verschiedene-Sorten.jpg\" alt=\"1-verschiedene-sorten\" width=\"1500\" height=\"1125\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/1.-Verschiedene-Sorten.jpg 1500w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/1.-Verschiedene-Sorten-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/1.-Verschiedene-Sorten-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/1.-Verschiedene-Sorten-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Eine Konsumkritik zu Pop-Tarts auf pop-zeitschrift.de zu ver\u00f6ffentlichen, um diese am Ende als Allegorie auf die Pop-Kultur auszuweisen, ist so vorhersehbar, dass ich das doch lieber gleich an den Anfang stelle.<\/p>\n<p>Lorelai Gilmore, intertextuelles Konglomerat, Serienfigur und entflohene Tochter einer WASP-Dynastie, hat einen inneren Kompass f\u00fcr richtig und falsch in ihrem Leben. Wann immer sie von den Erwartungen ihrer Eltern abweicht, befindet sie sich eindeutig im richtigen Bereich. Wenn sie mit den eigenen Vorstellungen bez\u00fcglich des richtigen Lebens mit ihren Eltern \u00fcbereinstimmt, wird es gef\u00e4hrlich, denn das wirft existentielle Zweifel auf, ob die Nadel richtig justiert ist und ob sie es \u00fcberhaupt je war. Was macht man, wenn man orientierungslos ist, wenn man sich seiner Werte, Haltungen und Entscheidungen vergewissern muss? Man isst Pop-Tarts, und zwar nicht einfach nur zum s\u00fc\u00dfen Trost.<\/p>\n<p>Lorelai: I don\u2019t know if I like Pop-Tarts. Rory: Did you fall on your head while you were sleeping? Lorelai: I don\u2019t know. Do I like this? Is this something I like? Rory: I see you fell on your head and now you have some kind of very specific amnesia. [\u2026] Lorelai: What if I don\u2019t like what I like because I like it, but because my mother doesn\u2019t like it and doesn\u2019t want me to like it? What if I don\u2019t actually like the music that I like or the movies or the clothes or the men? Rory: Ah, hence the Pop-Tart. Lorelai: Yes, hence. I can remember the first time I had a Pop-Tart. It was at my friend Erica Catcha\u2019s house and she said: Do you want a Pop-Tart?\u201d And I knew my mother would recoil at the very idea of me having a Pop-Tart. [\u2026] And so, I had one. And I opened the little silver wrapper, and I took a bite, and I thought nothing had ever tasted so good. I thought it tasted like freedom. It tasted like I was my own person. The Pop-Tart tasted like freedom and rebellion and independence. Rory: Wow. That\u2019s some Pop-Tart. What flavor was that? Lorelai: But now I think I don\u2019t know if I like Pop-Tarts. What if I don\u2019t like Pop-Tarts?\u00a0 (s07e03)<\/p>\n<p>[youtube id=&#8220;ewPLtcQV1rg&#8220; autoplay=&#8220;no&#8220;]<\/p>\n<p>Eine Packung Kellogg\u2019s Pop-Tarts steht auf dem Tisch in dieser Szene, in der sowohl ein Hirnschaden als auch existentielle Verwirrung nur ausgeschlossen werden kann, indem man den ersten und letztg\u00fcltigsten epistemologischen und axiologischen Indikator ausspielt. Mag man Pop-Tarts wirklich? Schmecken sie jenseits aller kulturellen Praktiken, Zuschreibungen und Pr\u00e4gungen? Stimmt der unmittelbare sinnliche Eindruck mit der subversiven Aufladung \u00fcberein, kann man sicher sein, dass die eigene Lebenshaltung authentisch ist?<\/p>\n<p>Pop-Tarts sind s\u00fc\u00df, meistens bunt, hin und wieder verboten, immer aber \u00fcberfl\u00fcssig, und obwohl es sich um ein standardisiertes Massenprodukt handelt, stehen sie f\u00fcr Freiheit, Rebellion und Unabh\u00e4ngigkeit, f\u00fcr Distinktion und dadurch auch f\u00fcr Identit\u00e4tsfindung. Und ist man erst mal drin, liefern sie nicht nur reproduzierbaren Genuss, sondern dann bilden sie auch die sichtbaren Insignien von Selbststilisierung und Selbstinszenierung, die gereicht und kollektiv verzehrt werden k\u00f6nnen.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Wenn das mal nicht Pop ist.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n<p>Und da Lorelai Gilmore poppig ist bzw. diese Figur als Pop-Collage angelegt ist, geht es bei dem Rahmen, dessen sich die Figur vergewissern muss, nicht um irgendeine Form der Lebensf\u00fchrung, sondern um Pop. Aber Lorelai ist in der Szene aber offenbar wirklich auf den Kopf gefallen, denn wenn nicht, w\u00fcsste sie, dass es um Authentizit\u00e4t nicht geht. Ein kleiner Denkfehler unterl\u00e4uft der Figur bzw. der Serie, wenn sie davon ausgeht, dass es einen nat\u00fcrlichen Geschmack jenseits kulturell-\u00e4sthetischer Frames gibt. Wenn Pop-Tarts wirklich schmecken m\u00fcssten, damit man sich der Weihen des Pop als w\u00fcrdig erweisen w\u00fcrde, w\u00e4re Pop eine sehr innerliche Kategorie.<\/p>\n<p>Dass Pop aber ein Spiel auf der Oberfl\u00e4che ist, zeigt gerade die Zitations- und Kompilationsmaschinerie der <em>Gilmore Girls<\/em>. Auf der anderen Seite w\u00e4re Pop nicht popul\u00e4r, wenn Pop nicht s\u00fc\u00df w\u00e4re, und S\u00fc\u00df schmeckt nun mal wirklich, und zwar angeblich immer, allen Menschen. Der Test ist einerseits inkonsistent und kann andererseits auch dann nicht scheitern, wenn man im Geschmack eine innere anthropologisch konstante Kategorie sehen will.<\/p>\n<p>Zu den Pop-Tarts: Laut Wikipedia wurde ein \u00e4hnliches Produkt zun\u00e4chst von der Firma Post Cereals entwickelt und mit dem Namen Country Squares auf den Markt gebracht. \u201eDie Firma Kellogg\u2019s, als gro\u00dfer Konkurrent von Post Cereals, brachte nur sechs Monate nach diesem Erfolg ein eigenes Produkt auf den Markt. Der Name wurde in Anlehnung an die Pop Art von Andy Warhol gew\u00e4hlt, eine in der damaligen Zeit sehr popul\u00e4re Kunstrichtung. Die \u201aPop-Tarts\u2018 (zu deutsch etwa \u201aPop-T\u00f6rtchen\u2018) waren geboren. \u201aPop out\u2018 bedeutet zudem \u201aHerausspringen\u2018, in Anspielung an das Herausspringen aus dem Toaster.\u201c<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><sup><sup>[3]<\/sup><\/sup><\/a> Country Squares gibt es heute nicht mehr.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><sup><sup>[4]<\/sup><\/sup><\/a> Geblieben sind die Pop-Tarts.<\/p>\n<p>Und diese haben in einer selbstreferentiellen poppigen Endlosschleife als Bauch der Nyan Cat eine zweite Karriere gestartet. \u00dcber die metareflexiven Verweise der Nyan Cat lie\u00dfe sich viel sagen, aber vor allem interessant ist der hohe Grad an Formalisierung. Form, Farbe und Musik in einer entnarrativierten und dekontextualisierten Anordnung, in der man unendlich viel sehen kann \u2013 oder auch nicht.<\/p>\n<p>[youtube id=&#8220;QH2-TGUlwu4&#8243; autoplay=&#8220;no&#8220;]<\/p>\n<p>In Deutschland werden Pop-Tarts nicht regul\u00e4r vertrieben. Und dass in den 00er Jahren davon ausgegangen wurde, dass man sie hier \u00fcberhaupt nicht kennt, merkt man an der Tatsache, dass sie in der \u00dcbersetzung als Toaster-Waffeln bezeichnet werden. Wobei auch dies f\u00fcr den deutschen Kontext befremdlich ist, ich meine die Vorstellung, irgendwelche handels\u00fcblichen Waffeln zu kaufen und sie zu Hause in den Toaster zu stecken. W\u00e4re der Brand Name Pop-Tarts gefallen, h\u00e4tte man sich auf jeden Fall gefragt, was das ist, aber eigentlich kam man angesichts der h\u00e4ufigen Frequenz ihrer Erw\u00e4hnung in der Serie auch dar\u00fcber ins Gr\u00fcbeln, was eigentlich genau Toaster-Waffeln sein sollen.<\/p>\n<p>Da in Bezug auf Pop-Tarts in Deutschland der Kontext ein wenig fehlt, darf man von einem Selbstversuch nicht allzu viel erwarten. Ein Erweckungserlebnis w\u00e4re als Ma\u00dfstab zu hoch geh\u00e4ngt. Fragt man sich also, wie pop man ist, und darauf l\u00e4uft es letztlich ja hinaus, wenn man von der pop-kulturellen Kompilation <em>Gilmore Girls<\/em> zum Verzehr von Toaster-Waffeln inspiriert wurde, k\u00f6nnte das Ergebnis verzerrt werden.<\/p>\n<p>Man muss also von vornherein einplanen, zu den Pop-Tarts eine Coca-Cola zu trinken, will man \u00e4hnliche Erinnerungen wiedererleben, wie sie Lorelai Gilmore hat. Wenn man in den 70er Jahren geboren ist und die Eltern nicht gerade Hippies waren, sind Gesundheitswahn und \u00d6kogetue noch weitgehend an einem vorbei gegangen. D.h. sooo verboten war Coca-Cola vermutlich nicht bzw. sie war zumindest nicht verboten, weil sie s\u00fc\u00df ist oder weil man sich hinsichtlich der Zusatzstoffe nicht im Klaren war, sondern man wollte Kindern kein Koffein zumuten. Oder besser gesagt, man wollte sich selbst keine aufgekratzten Kinder zumuten. Deshalb gab es Kinder-Cola.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/2.-Kindercola.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6130\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/2.-Kindercola.jpg\" alt=\"2-kindercola\" width=\"189\" height=\"267\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><em>Raak Kindercola<\/em><\/p>\n<p>Die sah etwa so aus, wobei das gezeigte Produkt heute damit beworben wird, dass es mit nat\u00fcrlichen Zutaten ges\u00fc\u00dft ist, wenig Zucker enth\u00e4lt und keine k\u00fcnstlichen S\u00fc\u00dfungsmittel.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Das Ganze l\u00e4uft dann auf Stevia hinaus und nimmt der Sache irgendwie den Spa\u00df. Wo ist Pop geblieben, wenn K\u00fcnstlichkeit per se abgewertet und Nat\u00fcrlichkeit beschworen wird. Poppig ist ein Produkt also nur noch so halb, wenn es mit Stevia beworben wird, aber da wir ja oberfl\u00e4chlich urteilen wollen, lassen wir die Aufmachung der Flasche gelten. \u00dcberhaupt schweife ich ab, denn irgendwann gab es eine Coca-Cola, die die meisten meiner Altersgenossen tats\u00e4chlich zum ersten Mal heimlich bei Freunden oder Nachbarn probiert haben. Aber sowohl als verbotene als auch als erlaubte Frucht schmeckte sie nun mal. Im ersten Fall d\u00fcrfte sie der Lorelai\u2019schen Pop-Tarts Initiation gleichkommen; im zweiten Fall zieht eben der nat\u00fcrliche Hang zum Zucker.<\/p>\n<p>Coca-Cola mag der Wein einer quasi-religi\u00f6sen Zeremonie gewesen sein, aber die Hostien hatten wir in Deutschland, sieht man einmal von Esspapier ab, nicht. Daher also die \u00dcbersetzung als Toaster-Waffel bei den <em>Gilmore Girls<\/em> und die unsererseits alltagspraktisch noch nicht besetzte Haltung zu dem Produkt. Im \u00dcbrigen: In der neueren Serie <em>Life in Pieces<\/em> \u2013 die nicht zu empfehlen ist, wenn man nicht multitasking ist und nebenbei noch was Sinnvolles machen kann, oder die nur zu empfehlen ist, wenn man Marie aus <em>Breaking Bad<\/em> in einer weniger zickigen Rolle wieder sehen will \u2013 wird in der deutschen Fassung das Wort \u201aPop-Tart\u2018 verwendet. Man setzt bei der \u00dcbersetzungspraxis heute offenbar auf eine gr\u00f6\u00dfere interkulturelle Kompetenz der Rezipienten als in den 00ern oder das Produkt zieht so langsam selbst ein.<\/p>\n<p>Bei der Recherche, wie man nun hierzulande an Pop-Tarts herankommen kann, stellte sich heraus, dass ich bei Weitem nicht die Erste bin, die diese Frage umtreibt, und laut diverser Foreneintr\u00e4ge f\u00fchren einige Ketten in gro\u00dfst\u00e4dtischen Zweigstellen mittlerweile diese Toaster-Waffeln. Um es mir einfach zu machen, habe ich mit schlechtem Gewissen, denn immerhin so viel \u00f6kologisches Bewusstsein muss sein, eine Packung Kellogg\u2019s Pop-Tarts im Internet bestellt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/3.-Pop-Tarts.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6131\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/3.-Pop-Tarts.jpg\" alt=\"3-pop-tarts\" width=\"480\" height=\"640\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/3.-Pop-Tarts.jpg 480w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/3.-Pop-Tarts-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Selbsttest ist f\u00fcr mich als Deutsche in epistemologischer und axiologischer Hinsicht nicht sehr gef\u00e4hrlich, denn die Frage, ob ich pop bin, wird sich allein an einem Pop-Tart nicht bemessen lassen. Die gr\u00f6\u00dfere Gefahr ist: Kann ich den Selbstversuch als Allergikerin \u00fcberleben? Zum Gl\u00fcck h\u00f6rt der \u00d6ko-Hippie-Kram bei mir, und auch meinem K\u00f6rper bei dem schlechten Gewissen angesichts der Bestellung auf, denn allergisch reagiere ich nur auf nat\u00fcrliche Produkte, also Mandeln, und nicht auf k\u00fcnstliche Aromen wie Benzaldehyd. Wenn das mal kein Pop-Indikator ist!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/5.-R\u00fcckseite.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6133\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/5.-R\u00fcckseite.jpg\" alt=\"5-rueckseite\" width=\"480\" height=\"640\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/5.-R\u00fcckseite.jpg 480w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/5.-R\u00fcckseite-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wenn ich die Packungsbeilage richtig verstehe, werde ich mit einem einzigen Pop-Tart 200 Kalorien zu mir nehmen, nicht gerade bezeichnenderweise 0% Vitamin C \u2013 vielleicht muss das ja hinzugef\u00fcgt werden, wenn auf der Packung von \u201ereal fruit\u201c die Rede ist \u2013 und \u201enatural\u201c und \u201eartificial flavors\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/4.-R\u00fcckseite.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6132\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/4.-R\u00fcckseite.jpg\" alt=\"4-rueckseite\" width=\"480\" height=\"640\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/4.-R\u00fcckseite.jpg 480w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/4.-R\u00fcckseite-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Zu Pop geh\u00f6rt dann noch, dass man mit ein paar Comics versorgt wird, bevor man mit der Zubereitung zur Tat schreiten kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/6.-Comic.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6134\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/6.-Comic.jpg\" alt=\"6-comic\" width=\"480\" height=\"640\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/6.-Comic.jpg 480w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/6.-Comic-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a>Man \u00f6ffnet, wie einst Lorelai Gilmore, das Silberpapier,<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/7.-Ge\u00f6ffnet.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6135\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/7.-Ge\u00f6ffnet.jpg\" alt=\"7-geoeffnet\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/7.-Ge\u00f6ffnet.jpg 640w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/7.-Ge\u00f6ffnet-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">zieht den Pop-Tart aus dem Schlafrock und kann ihn nun entweder etwas labberig kalt<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/8.-Ge\u00f6ffnet.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6136\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/8.-Ge\u00f6ffnet.jpg\" alt=\"8-geoeffnet\" width=\"480\" height=\"640\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/8.-Ge\u00f6ffnet.jpg 480w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/8.-Ge\u00f6ffnet-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">oder knusprig warm genie\u00dfen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/9.-Im-Toaster.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6137\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/9.-Im-Toaster.jpg\" alt=\"9-im-toaster\" width=\"480\" height=\"640\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/9.-Im-Toaster.jpg 480w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/9.-Im-Toaster-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Um die sinnliche Erfahrung auf den Punkt zu bringen: Die Zuckerkr\u00fcmelchen auf den Raspberry Pop-Tarts sind in Wirklichkeit genauso rosa wie auf dem Bauch der Nyan Cat.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/10.-angebissen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6138\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/10.-angebissen.jpg\" alt=\"10-angebissen\" width=\"640\" height=\"480\" 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style=\"text-align: center\">Wenn man sich l\u00e4ngst f\u00fcr etwas entschieden hat, in dem es \u201ekein wahres Leben\u201c gibt, kann die n\u00e4chste existentiell-\u00e4sthetische Entscheidung nur noch folgenderma\u00dfen lauten: \u201eto toast or not to toast.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/12.-To-toast-or-not-to-toast.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6140\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/12.-To-toast-or-not-to-toast.jpg\" alt=\"12-to-toast-or-not-to-toast\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/12.-To-toast-or-not-to-toast.jpg 640w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/12.-To-toast-or-not-to-toast-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mit Kellogg\u2018s wird das Leben pl\u00f6tzlich so richtig leicht. Nicht weil die letzte Entscheidung schon so klar umrissen bzw. eingeschr\u00e4nkt ist, sich die M\u00f6glichkeiten so schlicht zwischen to toast or not to toast bewegen, sondern weil die Antwort so einfach ist. Getoastet! Sie schmecken getoastet einfach besser, aber vor allem: Nur dann poppt es aus dem Toaster und beim Reinbei\u00dfen, und darauf kommt es schlie\u00dflich an.<\/p>\n<p>Ich f\u00fchle mich um eine echte Erfahrung reicher, weil ich es Lorelai Gilmore gleich getan habe, weil ein bislang ausschlie\u00dflich in der Welt der Fiktion verankertes Produkt nun leibhaftig auf meinem K\u00fcchentisch steht. Sonst funktioniert Pop ja umgekehrt, wird das Produkt als hyperreales Versatzst\u00fcck, als kulturelles Paradigma mit allen bereits vorcodierten Konnotationen in die Welt der Fiktion eingebracht, um in metonymischen Verfahren Distinktionen zu reproduzieren und kommunizieren, die die Fiktion auszumessen verhelfen.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> W\u00e4re ich Amerikanerin, w\u00e4re das auch hier so, bin ich aber zum Gl\u00fcck nicht. Ich konnte nun den umgekehrten Vorgang vollziehen, n\u00e4mlich die Welt der Fiktion und die dort evozierten Tr\u00e4ume ganz neu meinem Alltag hinzuf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Auf jeden Fall macht das Schreiben des Artikels eins bewusst, n\u00e4mlich, dass man Entscheidungen trifft, damit Unterscheidungen macht, Differenzen und Distinktionen erzeugt, bevor unmittelbare, sinnliche, vermeintlich authentische Erfahrung greift. So hatte ich von vorneherein aus popkulturellen Gr\u00fcnden ganz einfach beschlossen, Pop-Tarts zu m\u00f6gen, und das tue ich nun auch, ganz einfach, weil ich w\u00fctend werde, wenn mir jemand wurmige Bio-Himbeeren \u201eganz frisch vom Markt\u201c anbietet und mir Vortr\u00e4ge \u00fcber die nun zu erwartende Vitaminzufuhr h\u00e4lt. Da lob ich mir doch Kellogg\u2018s Verweis auf garantiert wurmfreie 0 % Vitamin C. Ganz abgesehen davon, dass mein Bedarf an Vitamin A und diversen B-Vitaminen mit ein paar Pop-Tarts gedeckt sein d\u00fcrfte. Ich schlage also vor, dass wir Pop-Tarts m\u00f6gen, ganz unabh\u00e4ngig davon, was unser Gaumen sagt, weil wir die Gilmores m\u00f6gen und weil wir gerne in einer Welt leben, die schon l\u00e4ngst zwischen Fakt und Fiktion unentschieden oder ununterschieden ist, so differenziert man sich auch gerade in dieser Sph\u00e4re zwischen Konsumpraktiken entscheiden kann.<\/p>\n<p>Wenn ich allerdings eine Hierarchie der Konsumvergn\u00fcgungen der letzten Wochen aufstellen sollte, werden die Pop-Tarts von einem asiatischen Produkt getoppt, das mit jenem nur eins gemeinsam hat, die rosa Farbe oder auch: das Pink.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/13.-Maske.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6141\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/13.-Maske.jpg\" alt=\"13-maske\" width=\"480\" height=\"640\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/13.-Maske.jpg 480w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/13.-Maske-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Damit sind die Parallelen auch schon ersch\u00f6pft, denn ich spreche nun von einem japanischen Mundschutz, der mir von einer Freundin geschenkt wurde, die damit den diesj\u00e4hrigen Spitzenplatz an Super\u00fcberraschungen einnimmt und damit wertem\u00e4\u00dfiges Einverst\u00e4ndnis bezeugt hat \u2013 Danke!! Gerade wenn im Zug mal wieder alle rotzen und husten, w\u00fcnscht man sich, ein asiatischer Trend mehr neben Mangas und Cos Play m\u00f6ge zu uns r\u00fcberschwappen, und man k\u00f6nne einen solchen Mundschutz tragen, ohne f\u00fcr verr\u00fcckt gehalten zu werden. Falls das jemand testen m\u00f6chte, bitte ich um einen Bericht.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/14.-Maske.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6142\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/14.-Maske.jpg\" alt=\"14-maske\" width=\"480\" height=\"640\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/14.-Maske.jpg 480w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/14.-Maske-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nun werden da einige am Ende sicher einen ganz anderen roten Faden in der Konsumrezension sehen, als ich ihn vordergr\u00fcndig abgerollt habe: K\u00fcnstliche Aromastoffe, Mundschutz, Allergien\u2026. Ich wei\u00df ja, ich wei\u00df. Das Narrativ k\u00f6nnte auch anders lauten, aber ich bleibe dabei: Wir sollten Pop-Tarts m\u00f6gen, egal ob sie und schmecken oder nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Anmerkungen<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Siehe dazu auch einen Artikel zu einer weiteren Pop-Tart-Szene: What Does The Apple Mean On &#8218;Gilmore Girls&#8216;? The Pop-Tart Appetizer Is Back. In: <a title=\"website\" href=\"https:\/\/www.romper.com\/p\/what-does-the-apple-mean-on-gilmore-girls-the-pop-tart-appetizer-is-back-15583\" target=\"_blank\">https:\/\/www.romper.com\/p\/what-does-the-apple-mean-on-gilmore-girls-the-pop-tart-appetizer-is-back-15583.<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Venus, Jochen: Die Erfahrung des Popul\u00e4ren. Perspektiven einer kritischen Ph\u00e4nomenologie. In: Marcus S. Kleiner, Thomas Wilke (Hrsg.): Performativit\u00e4t und Medialit\u00e4t Popul\u00e4rer Kulturen. Theorien, \u00c4sthetiken, Praktiken. Wiesbaden 2013, S. 49-74, hier S. 54-57; Hecken, Thomas: Pop-Konzepte der Gegenwart. in: <a title=\"website\" href=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/Ejournals\/index.php\/pop\/article\/view\/755\/720\" target=\"_blank\">www.uni-m\u00fcnster.de\/Ejournals\/index.php.pop\/article\/view\/755\/720, S. 96-99<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> <a title=\"website\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pop-Tart\" target=\"_blank\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pop-Tart<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> <a title=\"website\" href=\"http:\/\/postfoods.com\/\" target=\"_blank\">http:\/\/postfoods.com\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> <a title=\"website\" href=\"http:\/\/raak.nl\/de\/kinderlimo\/kindercola\" target=\"_blank\">http:\/\/raak.nl\/de\/kinderlimo\/kindercola<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Ba\u00dfler, Moritz: Der deutsche Pop-Roman. Die neuen Archivisten. M\u00fcnchen 2002, S. 101-102.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a title=\"homepage lickhardt\" href=\"https:\/\/germanistik.uni-greifswald.de\/mitarbeitende\/mitarbeitende-e-l\/maren-lickhardt\/\" target=\"_blank\">Maren Lickhardt<\/a> ist Juniorprofessorin f\u00fcr Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universit\u00e4t Greifswald.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pop-Tarts<\/p>\n","protected":false},"author":391,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[57],"tags":[1834],"class_list":["post-6127","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-pop-tarts"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6127","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/users\/391"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6127"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6127\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6127"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6127"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6127"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}