{"id":6197,"date":"2016-09-25T16:46:13","date_gmt":"2016-09-25T14:46:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/?p=6197"},"modified":"2016-09-25T16:46:13","modified_gmt":"2016-09-25T14:46:13","slug":"social-media-septembervon-simon-bieling25-9-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/2016\/09\/25\/social-media-septembervon-simon-bieling25-9-2016\/","title":{"rendered":"Social Media Septembervon Simon Bieling25.9.2016"},"content":{"rendered":"<p>Parodisten des Konsums<!--more --><\/p>\n<p>In seiner Schrift \u00fcber <em>Das Imagin\u00e4re<\/em> befasst sich Jean-Paul Sartre auf einigen Seiten mit einem Variet\u00e9-Auftritt der Schauspielerin Claire Franconnay.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Ihre B\u00fchnenparodie des Chansonniers Maurice Chevalier br\u00e4chte Zuschauerinnen und Zuschauer in eine zweischneidige Lage. Franconnay \u00e4hnele Chevalier n\u00e4mlich einerseits nur wenig. Sie sei \u00bbklein, rundlich, brunette\u00ab, als Frau imitiere sie einen Mann.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> So gesehen k\u00f6nne ihre Darbietung nie als \u00bbperfektes <em>Analogon<\/em>\u00ab zu Chevalier wahrgenommen werden.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/p>\n<p>Andererseits aber zeige Franconnay auf der B\u00fchne nat\u00fcrlich doch auch ausgesuchte Elemente, die direkt an Chevalier erinnerten: \u00bbder schiefe Sitz des Strohhuts auf dem Ohr\u00ab, \u00bbder Winkel, den das Kinn mit dem Hals bildet\u00ab, die vorgeschobene Unterlippe lie\u00dfen das Publikum ebenso vergessen, dass es die Schauspielerin Claire Franconnay vor sich hat.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/p>\n<p>Sartre spricht deshalb von ihrem Auftritt als einer \u00bbschwachen Form, die konstant auf zwei verschiedenen Ebenen interpretiert werden\u00ab k\u00f6nne.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Denn es wird nicht zur Gewissheit, ob man den K\u00f6rper auf der B\u00fchne eher mit Claire Franconnay oder doch mit jenem des Chansonniers, Maurice Chevalier, in Verbindung bringen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Wer solchen Zweideutigkeiten auch abseits von Kabarettb\u00fchnen nachgehen m\u00f6chte, dem wird man meist empfehlen, sich vom Umgang mit k\u00e4uflichen Gegenst\u00e4nden fernzuhalten. Es geh\u00f6rt zu den gel\u00e4ufigen konsumkritischen Topoi, sie zu den besonders einf\u00e4ltigen T\u00e4tigkeiten zu z\u00e4hlen, die kaum doppelb\u00f6dige Inszenierungen erlauben. Man h\u00e4lt sie meist nur f\u00fcr duldsame Ausf\u00fchrungen der Regieanweisungen, die die Werbeindustrie vorgezeichnet hat.<\/p>\n<p>Mindestens seit der Umgang mit k\u00e4uflichen Gegenst\u00e4nden \u00fcber bildbasierte Social Media ein gr\u00f6\u00dferes Publikum von Augenzeugen hinzugewonnen hat, ist jedoch kaum zu \u00fcbersehen, dass auch Konsum\u00adt\u00e4tigkeiten h\u00e4ufig als \u00bbschwache Formen\u00ab, also parodistisch in Szene gesetzt werden.<\/p>\n<p>Als Parodisten des Konsums agiert etwa eine gr\u00f6\u00dfere Gruppe von Nutzern, die auf der Bildplattform Flickr unter dem zun\u00e4chst r\u00e4tselhaft erscheinenden Stichwort 241543903 erscheinen. Sie orientieren sich an den instruktiven S\u00e4tzen, die der K\u00fcnstler David Horvitz im April 2009 auf seinem Tumblr-Blog ver\u00f6ffentlicht hat:<\/p>\n<p>\u00bbTake a photograph of your head inside a freezer. Upload this photo to the internet (like Flickr). Tag the file with: 241543903. The idea is that if you search for this cryptic tag, all the photos of heads in freezers will appear. I just did one.\u00ab<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/p>\n<p>Das Blog von Horvitz und die Publikation <em>Everything that can happen in a day<\/em> f\u00fchren diese und andere Instruktionen zusammen. Beide sind ein Versuch, das \u00bbinstruction piece\u00ab, wie es Yoko Ono und George Brecht in den 1960iger Jahren entwickelten und Gegenwartsk\u00fcnstler weiterf\u00fchren, auf die Bildschirmoberfl\u00e4chen von Flickr und Tumblr zu \u00fcbertragen. So ist schon das Buch <em>Grapefruit. A Book of Instructions and Drawings <\/em>von Yoko Ono, das in seiner zweiten Auflage eine gr\u00f6\u00dfere \u00d6ffentlichkeit erreicht hat, eine ganz \u00e4hnliche Sammlung von Instruktionen.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Und auch hat Yoko Ono hat sich schon den M\u00f6glichkeiten des Internets zugewandt. Im Rahmen ihres Projekts <em>Acorn<\/em> von 1996 ver\u00f6ffentlichte sie Instruktionen auf einer Website.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/p>\n<p>Wesentlich ist f\u00fcr diese und andere Formen des \u00bbinstruction piece\u00ab die Absicht, weniger relevant erscheinen zu lassen, wie die materielle Manifestation eines k\u00fcnstlerischen Werks ausf\u00e4llt. Wenn n\u00e4mlich Herstellungs\u00adinstruktionen zum Kern eines k\u00fcnstlerischen Werks werden, so erscheint jeweils ungewiss, ob der jeweiligen Instruktion, dem konkreten Herstellungsprozess, den entstandenen Artefakten oder den jeweiligen Dokumentationen Werkstatus zugeschrieben werden kann.<\/p>\n<p>Zugleich weichen K\u00fcnstler wie Horvitz und Ono, die Instruktionen ver\u00f6ffentlichen, hergebrachte Autorschaftsmodelle auf. Denn sie reservieren f\u00fcr sich nicht mehr das Privileg, k\u00fcnstlerische Werke immer nur eigenh\u00e4ndig herstellen zu wollen.<\/p>\n<p>Im Unterschied zu ihren Vorl\u00e4ufern hat die Bildinstruktion von Horvitz jedoch vor allem zur Bildung einer gr\u00f6\u00dferen Bildgemeinschaft gef\u00fchrt. Keine der 1200 Fotografien, die seit 2009 auf Flickr eingestellt wurden, kennt genaugenommen nur einen einzigen Autor. Ihre Urheberschaft verteilt sich zwischen David Horvitz und der gro\u00dfen Zahl von Nutzern, die zu der gr\u00f6\u00dferen Bildgemeinschaft, wie sie sich auf Flickr gebildet hat, etwas beigesteuert haben.<\/p>\n<p>Die Fotografien erproben dabei nach der Horvitz-Instruktion jeweils auf unterschiedliche Weise \u00bbschwache Formen\u00ab. Ziel und Gegenstand ihrer parodistischen Volten ist aber keine Figur der Unterhaltungskunst, sondern eine Schl\u00fcsselgeste der Konsumkultur, n\u00e4mlich der Blick in den ge\u00f6ffneten und erleuchteten K\u00fchlschrank, dessen wechselvolle Geschichte Julia Kleinbeck <a title=\"artikel kleinbeck\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2016\/04\/25\/konsumrezension-aprilvon-julia-kleinbeck25-4-2016\/\" target=\"_blank\">hier<\/a> schon n\u00e4her beschrieben hat.<\/p>\n<p>Statt auf der Kabarettb\u00fchne w\u00e4hlen die Parodisten des Konsums die K\u00fcchen ihrer Wohnungen zum Schauplatz ihrer Auff\u00fchrungen. Sie bringen die gleiche Szenerie in Erinnerung, wie man es im Umgang mit K\u00fchlschr\u00e4nken sonst auch gewohnt ist. Ihre parodistischen \u00dcberzeichnungen gestalten sie in ihren Fotografien dagegen vor allem durch andere Blickverh\u00e4ltnisse, Gegenstandskonstellationen und K\u00f6rperhaltungen.<\/p>\n<p>Der Blick in den ge\u00f6ffneten K\u00fchlschrank ist zumeist eine Geste konsumsouver\u00e4ner Verf\u00fcgungsgewalt. Er ist Ausdruck der Selbstversicherung, dass die gek\u00fchlten Gegenst\u00e4nde sich den eigenen W\u00fcnschen nicht entgegenstellen. Man ist sich sicher, dass sie niemals eine \u00bbstille Revolution\u00ab, einen \u00bbAufstand der Dinge\u00ab (Erhart K\u00e4stner) proben werden.<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a><\/p>\n<p>Der K\u00fchlschrank ist wesentliches Attribut eines Ideals, das f\u00fcr die westlichen Konsumgesellschaften besondere Relevanz gewonnen hat: des \u00bbKonsumsouver\u00e4ns\u00ab, der sich des treuen Dienstes seiner Gegenst\u00e4nde immer gewiss ist.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a><\/p>\n<p>Es ist diese Geste des souver\u00e4nen Verf\u00fcgungsblicks, die die Nachfolger der Horvitz-Instruktionen unter parodistischen Druck bringen. Auch sie gehen dem Role Model des Konsumsouver\u00e4ns weitgehend unaufmerksam nach, aber f\u00fcgen ihren Darstellungen zugleich Abweichungen hinzu.<\/p>\n<p>Zu diesem Zweck kehren viele der Bildentw\u00fcrfe die einge\u00fcbte Blickperspektive des Konsumsouver\u00e4ns einfach nur um. Sie folgen dabei einem weit verbreiteten filmischen Erz\u00e4hlmittel. Die Fotografien wie die Filmausschnitte simulieren die Fiktion, der K\u00fchlschrank k\u00f6nnte selbst Augen besitzen, die ihn seinen Besitzern ins Gesicht blicken lassen. So werden pl\u00f6tzlich letztere als Anerkennungsbed\u00fcrftige vorgef\u00fchrt und nicht die im K\u00fchlschrank gelagerten Gegenst\u00e4nde.<\/p>\n<p>[vimeo id=&#8220;130254913&#8243; autoplay=&#8220;no&#8220;]<\/p>\n<p>Einige dieser Nutzer lassen den Besitzer zugleich noch auf leere K\u00fchlfl\u00e4chen schauen, um zus\u00e4tzlich zu unterstreichen, dass Konsumk\u00f6nige ihres Machtbereichs keineswegs sicher sein k\u00f6nnen. Genau die Auswahl von Gegenst\u00e4nden, an denen sich ihre Verf\u00fcgungsgewalt eigentlich unmittelbar zeigen m\u00fcsste, fehlt in ihren Fotografien.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-6184\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-1-1024x479.png\" alt=\"abb-1\" width=\"695\" height=\"325\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-1-1024x479.png 1024w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-1-300x140.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-1-768x359.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-1.png 1352w\" sizes=\"auto, (max-width: 695px) 100vw, 695px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-2.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-6185\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-2-1024x479.png\" alt=\"abb-2\" width=\"695\" height=\"325\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-2-1024x479.png 1024w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-2-300x140.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-2-768x359.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-2.png 1352w\" sizes=\"auto, (max-width: 695px) 100vw, 695px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-3.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-6186\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-3-1024x474.png\" alt=\"abb-3\" width=\"695\" height=\"322\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-3-1024x474.png 1024w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-3-300x139.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-3-768x355.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-3.png 1366w\" sizes=\"auto, (max-width: 695px) 100vw, 695px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Besonders die Aufnahmen von <em>Cybergabi und <em>jasonaudio_co_uk <\/em><\/em>heben diese Situation als einen Mangel hervor. Sie betonen, dass der Konsumsouver\u00e4n sich seiner Macht \u00fcber die Gegenst\u00e4nde nicht sicher sein kann und ihm jederzeit Momente des Machtverlusts drohen.<\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-4.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-6187\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-4-1024x475.png\" alt=\"abb-4\" width=\"695\" height=\"322\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-4-1024x475.png 1024w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-4-300x139.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-4-768x356.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-4.png 1366w\" sizes=\"auto, (max-width: 695px) 100vw, 695px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-5.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-6188\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-5-1024x475.png\" alt=\"abb-5\" width=\"695\" height=\"322\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-5-1024x475.png 1024w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-5-300x139.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-5-768x356.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-5.png 1366w\" sizes=\"auto, (max-width: 695px) 100vw, 695px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Anders <em>Curt Taylor und <em>sommerpf\u00fctze<\/em>:<\/em> Sie f\u00fchren den Mangel an vorgehaltenen Lebensmitteln als Szenario vor, indem der Konsumsouver\u00e4n insofern aus seinem Register zu fallen droht, als er sonst selbstverst\u00e4ndlich Pflichten nicht mehr zu folgen bereit ist. Im Fall von <em>Curt Taylor <\/em>sind dies die eingetretenen Pfade der gesunden Ern\u00e4hrung, bei <em>sommerpf\u00fctze <\/em>die \u00e4sthetischen Regelwerke der Amateurfotografie. Er gibt in seiner Bildunterschrift entschuldigend zu verstehen, es w\u00e4re nur darum gegangen, auch \u00bbmal \u00f6fter bl\u00f6d\u00ab zu sein.<\/p>\n<p>Wie sich seinem Benutzeraccount direkt entnehmen l\u00e4sst, geht er den amateurfotografischen Finessen von Beleuchtung, Bildnachbearbeitung, farblicher Verfremdung und Motivwahl sonst gerne und bereitwillig nach, wie sie eines dem pittoresk-piktorialistischen Bild verpflichteten Amateurfotografen w\u00fcrdig sind. Der Konsumsouver\u00e4n erscheint so nur mehr als Motiv zweiter Klasse unter vermeintlich wertvolleren Sehensw\u00fcrdigkeiten, das anders als Portr\u00e4ts, Stra\u00dfenszenen, Landschafts- und Tiermotive zur entlastenden Bl\u00f6delei freigegeben ist.<\/p>\n<p>Wie der leere K\u00fchlschrank bei <em>Curt Taylor<\/em> allzu viele Schneisen in strenge Di\u00e4trichtlinien schl\u00e4gt, so scheint f\u00fcr <em>sommerpf\u00fctze<\/em> die Rolle des Konsumsouver\u00e4ns pl\u00f6tzlich damit verbunden zu sein, den \u00e4sthetischen Anforderungen der Amateurfotografie zu geringerem Grad nachzukommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-6.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-6189\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-6-1024x474.png\" alt=\"abb-6\" width=\"695\" height=\"322\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-6-1024x474.png 1024w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-6-300x139.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-6-768x355.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-6.png 1366w\" sizes=\"auto, (max-width: 695px) 100vw, 695px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-7.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-6190\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-7-1024x473.png\" alt=\"abb-7\" width=\"695\" height=\"321\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-7-1024x473.png 1024w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-7-300x139.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-7-768x355.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-7.png 1366w\" sizes=\"auto, (max-width: 695px) 100vw, 695px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-8.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-6191\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-8-1024x474.png\" alt=\"abb-8\" width=\"695\" height=\"322\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-8-1024x474.png 1024w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-8-300x139.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-8-768x355.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-8.png 1366w\" sizes=\"auto, (max-width: 695px) 100vw, 695px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bei vielen Fotografien, hier exemplarisch die Aufnahmen von <em>sakebalboa<\/em>, <em>It is come oder <em>alison dearest<\/em>,<\/em> vollzieht sich die Entkr\u00e4ftung feststehender Rollenkonstrukte demgegen\u00fcber im Rahmen der \u00fcblichen Blickperspektiven. Gegen\u00fcber der sonst t\u00e4glich einge\u00fcbten Gewohnheit, den Griff der K\u00fchlschrankt\u00fcr zu bet\u00e4tigen, sie zu \u00f6ffnen, um den Blick \u00fcber den eigenen Machtbereich gleiten zu lassen, entwirft sie auf den ersten Blick kein unbedingt bedeutend anders ausfallendes Szenario dar\u00fcber, was man sonst noch alles mit einem K\u00fchlschrank tun k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Die Abweichung, die es in diesen F\u00e4llen schwierig macht, in den Fotografien nur best\u00e4tigende Dokumente des g\u00e4ngigen Role Models zu sehen, f\u00e4llt nur gering aus. Sie besteht schlie\u00dflich nur darin, den eigenen Kopf ein paar Zentimeter weiter ins Innere des K\u00fchlschranks zu bewegen, als es der \u00fcblichen Gewohnheit entspricht.<\/p>\n<p>Doch gen\u00fcgt dies schon, um fraglich werden zu lassen, ob man dem Blick in den K\u00fchlschrank noch zutrauen kann, seinem eigentlichen Zweck dienen zu k\u00f6nnen, also etwa dem Entschluss, in einer Flasche Milch oder einer Packung K\u00e4se Beweise der eigenen Wahlmacht zu sehen oder nicht. Die Gegenst\u00e4nde geraten schlie\u00dflich unter den Bedingungen der leicht ver\u00e4nderten K\u00f6rperhaltung schlichtweg aus der Blickachse.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-9.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-6192\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-9-1024x479.png\" alt=\"abb-9\" width=\"695\" height=\"325\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-9-1024x479.png 1024w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-9-300x140.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-9-768x359.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-9.png 1353w\" sizes=\"auto, (max-width: 695px) 100vw, 695px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-10.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-6193\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-10-1024x477.png\" alt=\"abb-10\" width=\"695\" height=\"324\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-10-1024x477.png 1024w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-10-300x140.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-10-768x358.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-10.png 1352w\" sizes=\"auto, (max-width: 695px) 100vw, 695px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-11.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-6194\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-11-576x1024.png\" alt=\"abb-11\" width=\"576\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-11-576x1024.png 576w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-11-169x300.png 169w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-11-768x1365.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-11.png 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wenn noch ausgefallenere Mimiken und K\u00f6rperhaltungen den selbstgewissen Blick auf den eigenen K\u00fchlbestand unerheblich erscheinen lassen wie bei <em>Jeff <\/em>und<em> <em>Robin Czn <\/em><\/em>oder ein Blumenstrau\u00df dem Ganzen noch Dekorationsw\u00fcrdigkeit abgewinnt<em><em> (<em>Via Bailey<\/em>),<\/em><\/em> ist klar, dass der Rolle des Konsumsouver\u00e4ns hier nicht blindaffirmativ begegnet wird.<\/p>\n<p>Weitere Relativierungseffekte lassen sich erzeugen, wenn man das Spektrum der regul\u00e4ren, fotografischen Gestaltungsmittel zu den Mitteln digitaler Collage \u00fcberschreitet, falls man es nicht <em>Cynthia\/Beth Zulla <\/em>gleich tut und seinem Hund Konsumsouver\u00e4nit\u00e4t zutraut:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-12.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-6195\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-12-1024x479.png\" alt=\"abb-12\" width=\"695\" height=\"325\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-12-1024x479.png 1024w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-12-300x140.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-12-768x359.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-12.png 1352w\" sizes=\"auto, (max-width: 695px) 100vw, 695px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Instruktionen, seinen Kopf im K\u00fchlschrank zu fotografieren, lassen sich n\u00e4mlich auch buchst\u00e4blicher nehmen, als Horvitz es wohl f\u00fcr m\u00f6glich hielt. So wird nicht nur der Kopf des Konsumsouver\u00e4ns gleich selbst zum k\u00fchlbed\u00fcrftigen Lebensmittel (<em>Bruce Fleming<\/em>). Es ist auch nahegelegt, dass Konsumsouver\u00e4ne nie mehr als \u00fcber sich selbst Macht gewinnen und umso weniger \u00fcber die Gegenst\u00e4nde, die sie k\u00e4uflich erworben haben.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-13.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-6196\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-13-1024x452.png\" alt=\"abb-13\" width=\"695\" height=\"307\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-13-1024x452.png 1024w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-13-300x132.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-13-768x339.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/09\/Abb.-13.png 1352w\" sizes=\"auto, (max-width: 695px) 100vw, 695px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Richard Sennett hat in seinem Buch \u00fcber die <em>Tyrannei der Intimit\u00e4t <\/em>die Sorge zu bekr\u00e4ftigen versucht, westliche Gesellschaften erlaubte ihren Mitglieder nicht mehr, gr\u00f6\u00dfere Distanz zu ihren sozialen Rollen einzunehmen, so wie ihrer \u00bbKunst beraubte Schauspieler\u00ab.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> Sie kann mindestens f\u00fcr die soziale Rolle des Konsumsouver\u00e4ns weitgehend zu den Akten gelegt werden.<\/p>\n<p>Keineswegs gehen Konsumenten, wie Sennett vermutet, ungebrochen dem \u00bbGlaubhaftigkeitscode\u00ab (<em>code of belief<\/em>) nach, ihre eigene Person k\u00f6nnte sich in der Welt der Waren und den mit ihnen assoziierten Bedeutungen direkt und unmittelbar niederschlagen.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> Schon die zahlreichen Fotografien, die den instruktiven Anweisungen von David Horvitz folgen, lassen vermuten, dass Konsumgesellschaften auch Kulturtechniken der \u00bbschwachen Form\u00ab unterhalten. Selbst f\u00fcr zentrale ihrer Role Models kultiviert sie Gesten der parodistischen Entlastung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Anmerkungen<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Jean-Paul Sartre, <em>Gesammelte Werke: Philosophische Schriften. Das Imagin\u00e4re: ph\u00e4nomenologische Psychologie der Einbildungskraft<\/em>, 1994, S. 49\u201355.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ebd., 51.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ebd., 53.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ebd., 51\u201353.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ebd., 51.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 David Horvitz, <em>Everything That Can Happen In A Day<\/em>, 2010.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Yoko Ono und John Lennon, <em>Grapefruit: A Book of Instructions and Drawings<\/em>, 1970.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Yoko Ono, <em>Acorn<\/em>, 2013.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Erhart K\u00e4stner, <em>Aufstand der Dinge \u2013 Byzantinische Aufzeichnungen, <\/em>2000.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a>\u00a0\u00a0 Der Wirtschaftswissenschaftler William H. Hutt hat den Begriff der\u202f\u00bbconsumer\u2019s souvereignty\u00ab\u202fMitte der 1930iger Jahre als wirtschaftswissenschaftliches Paradigma eingef\u00fchrt: William Harold Hutt und Warren J. Samuels, <em>Economists and the Public<\/em>, 1990.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0 Richard Sennett, <em>Verfall und Ende des \u00f6ffentlichen Lebens: Die Tyrannei der Intimit\u00e4t<\/em>, 2004, S. 394\u201397.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a>\u00a0\u00a0 Ebd., S. 190.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Parodisten des Konsums<\/p>\n","protected":false},"author":391,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[57],"tags":[466,508,1314,2164],"class_list":["post-6197","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-concept-art","tag-david-horvitz","tag-kuehlschraenke","tag-social-media"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6197","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/users\/391"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6197"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6197\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6197"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6197"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6197"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}