{"id":6242,"date":"2016-10-11T22:33:06","date_gmt":"2016-10-11T20:33:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/?p=6242"},"modified":"2016-10-11T22:33:06","modified_gmt":"2016-10-11T20:33:06","slug":"pop-archiv-oktobervon-anna-seidel11-10-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/2016\/10\/11\/pop-archiv-oktobervon-anna-seidel11-10-2016\/","title":{"rendered":"Pop-Archiv Oktobervon Anna Seidel11.10.2016"},"content":{"rendered":"<p>Riot Grrrls in <em>Spiegel<\/em> und <em>Spex<\/em><!--more --><\/p>\n<p>Es hatte schon Gr\u00fcnde, dass die Riot Grrrls schon in einem der Gr\u00fcndungsdokumente der Szene eigene Ver\u00f6ffentlichungen herbeisehnten. Ein gern zitierter Satz aus dem ersten Riot-Grrrl-Manifest (1991), verfasst von Kathleen Hanna, lautet: \u201eBECAUSE us girls crave records and books and fanzines that speak to US that WE feel included in and can understand in our own ways.\u201c<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Die Bewegung richtet sich damit Anfang der 1990er nicht nur gegen den \u201ebeergutboyrock\u201c der eigenen Szene, sondern auch gegen eine \u201esociety that tells us Girl = Dumb, Girl = Bad, Girl = Weak\u201c.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Die Selbstbezeichnung <em>Riot Grrrl<\/em> ist dementsprechend eine R\u00fcckaneignung des pejorativ verwendeten <em>Girls<\/em> und bedeutet einen Bruch mit herangetragenen Rollenerwartungen, denen mit Radikalit\u00e4t entgegengetreten werden soll. Die drei \u201er\u201c, die das \u201ei\u201c ersetzen, sollen rollend, grollend, aggressiv klingen.<\/p>\n<p>[vimeo id=&#8220;67757523&#8243; autoplay=&#8220;no&#8220;]<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><em>Kathleen Hanna liest im Jahr 2013 das Riot-Grrrl-Manifest (1991).<\/em><\/p>\n<p>Die angek\u00fcndigte <em>Revolution Girl Style Now<\/em>, die sich in Olympia, Washington gleicherma\u00dfen aus Art-School- wie Punk- und Hardcorekontexten entwickelt, erreicht schnell Washington D.C. und schlie\u00dflich den Rest der Vereinigten Staaten. Junge Frauen schaffen sich ihre eigenen R\u00e4ume, gr\u00fcnden im Do-it-yourself-Modus Bands sowie Platten-Labels, veranstalten Konzerte und ver\u00f6ffentlichen Zines<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a>.<\/p>\n<p>Das Riot-Grrrl-Movement bleibt jedoch nicht lange <em>underground<\/em>. Ein erster gro\u00dfer Artikel erscheint 1992 in der Tageszeitung <em>USA Today<\/em>, dort hei\u00dft es u. a.: \u201eFeminist Riot Grrrls Don\u2019t Just Wanna Have Fun. [&#8230;] Better watch out, boys. From hundreds of once pink, frilly bedrooms, comes the young feminist revolution. And it\u2019s not pretty. But it doesn\u2019t wanna be. So there!\u201c<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><sup><sup>[4]<\/sup><\/sup><\/a><\/p>\n<p>Die Riot Grrrls sind \u00fcberhaupt nicht zufrieden mit ihrer Repr\u00e4sentation in den Medien. Schon im Titel wird den Feministinnen mit einer lahmen Cindy-Lauper-Referenz Spa\u00dffeindlichkeit attestiert, im Text werden Klischees von Weiblichkeit bem\u00fcht (ger\u00fcscht, pretty und pink), die der ganzen Bewegung die Ernsthaftigkeit nehmen wollen.<\/p>\n<p>Dieser und andere Berichte sind Gr\u00fcnde daf\u00fcr, dass die Riot Grrrls schlie\u00dflich einen \u201emedia blackout\u201c beschlie\u00dfen: \u201eno more interviews, no more photos, no more acces.\u201c<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Die Verweigerungshaltung verhindert allerdings mitnichten die Berichterstattung. Ist ein Reden <em>mit<\/em> den Riot Grrrls nicht mehr m\u00f6glich, muss eben noch mehr <em>\u00fcber<\/em> sie geredet werden.<\/p>\n<p>So auch im deutschsprachigen Raum, wo im Herbst 1992 der wohl erste Artikel in der b\u00fcrgerlichen Presse erscheint, und zwar im <em>Spiegel <\/em>\u2013 Titel: \u201eRevolution auf M\u00e4dchenart\u201c.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/10\/SPIEGEL_Inhalt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6241\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/10\/SPIEGEL_Inhalt.jpg\" alt=\"spiegel_inhalt\" width=\"609\" height=\"376\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/10\/SPIEGEL_Inhalt.jpg 609w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/10\/SPIEGEL_Inhalt-300x185.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 609px) 100vw, 609px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><em>In: <\/em>Der Spiegel<em> 50 (1992), S. 5.<\/em><\/p>\n<p>Was im Inhaltsverzeichnis noch ganz viel versprechend klingt, kippt sobald Seite 242 aufgeschlagen ist. Augenh\u00f6he? Wiederum Fehlanzeige. Aus den feministischen Aktivistinnen werden f\u00fcr die Autor_innen schon im Teaser blo\u00df \u201ekreischende Teenager\u201c, im Flie\u00dftext ist von \u201eKrawallg\u00f6ren\u201c die Rede. Der Bewegung wird die Schlagkraft genommen, wenn in den Bildunterschriften der f\u00fcnf illustrierenden Bilder das Wort <em>Riot<\/em> f\u00fcr allerhand Komposita verwendet, dabei allerdings jeweils in Anf\u00fchrungsstriche gesetzt wird: \u201e\u201aRiot\u2019-Fans, \u201aRiot-M\u00e4dchenbands\u2019\u201c, \u201e\u201aRiot\u2019-Gruppe\u2019\u201c.<\/p>\n<p>Im <em>Spiegel<\/em> werden aus den Riot Grrrls eindimensionale Figuren, aus den Bandnamen werden Lachnummern. Courtney Love ist f\u00fcr den <em>Spiegel<\/em> eine \u201eSchmuddelblondine [&#8230;] im Baby-Doll-Kleidchen\u201c, \u201eKathleen Hanna zieht die Bluse aus.\u201c Die f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis unn\u00f6tige \u00dcbersetzung des Bandnamens l\u00e4sst ein unangenehmes Augenzwinkern erahnen, wenn von \u201e\u201aHole\u2019 (Loch)\u201c, die Rede ist und aus dem im Englischen mehrdeutigen Namen Babes in Toyland nur \u201eKinder im Spielzeugland\u201c wird.<\/p>\n<p>Auch am Publikum der Bands ist vor allem der Look spannend: \u201eSie haben ihre Brandzeichen auf den K\u00f6rper gemalt oder t\u00e4towiert, auf die Finger, die Stirn, das St\u00fcck blo\u00dfe Haut zwischen kurzgeschorenem Haarschopf und Schmuddelhemd, zwischen l\u00f6chrigem Saum und Springerstiefeln. Sperrm\u00fcllkleider wie die fr\u00fchen Punks tragen sie gern.\u201c<\/p>\n<p>Dass die Frauen Mode und Body-Beschriftungen als Codes nutzen, um die Deutungsmacht \u00fcber ihre eigenen, objektifizierten K\u00f6rper wiederzuerlangen,<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> geht in den sensationsgeilen, skandalisierenden Schilderungen des <em>Spiegel<\/em> v\u00f6llig unter.<\/p>\n<p>Obwohl die Recherche offenkundig die Lekt\u00fcren der Riot Grrrls (Susan Faludis <em>Backlash<\/em>, Naomi Wolfs <em>Beauty Myth<\/em>, Sonic Youth) zutage gef\u00f6rdert hat, wird den jungen Frauen nicht recht zugetraut, sie auch verstanden zu haben, \u201eTheorien haben sie nicht\u201c. \u00dcberhaupt sind die Ziele und Anliegen der Bewegung, die zum Teil sicher zum Slogan taugen, oft aber auch in Manifesten und Lyrics ausformuliert sind, im <em>Spiegel<\/em> auf verk\u00fcrzte Floskeln heruntergebrochen.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> Auf die f\u00fcr die Bewegung so zentralen Faktoren \u201eM\u00e4dchenpower und Solidarit\u00e4t\u201c wird nur am Rande eingegangen und auch die empowernden Foren der Bewegung abseits der Konzerte, also pers\u00f6nliche Treffen, Telefonketten und Zines zum Beispiel, finden kaum Erw\u00e4hnung.<\/p>\n<p>G\u00e4nzlich anders funktioniert der Artikel in der <em>Spex<\/em>, der einige Monate nach der Ver\u00f6ffentlichung des <em>Spiegel<\/em>-Artikels erscheint.<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> Kerstin Grether, damals noch freie Autorin, nicht Redakteurin, ver\u00f6ffentlicht einen dreiseitigen, textlastigen und informierten Beitrag zur Riot-Grrrl-Bewegung. Zwar wird ihr Text neben anderen, etwa zu \u201eSport &amp; Nationalismus\u201c und zu Luscious Jackson, neutral auf dem Cover angeteast, ein paar Stolpersteine werden (vermutlich redaktionsseitig) dann doch ausgelegt; etwa im Inhaltsverzeichnis:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/10\/SPEX_Inhalt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-6240\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/10\/SPEX_Inhalt-1024x43.jpg\" alt=\"spex_inhalt\" width=\"695\" height=\"29\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/10\/SPEX_Inhalt-1024x43.jpg 1024w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/10\/SPEX_Inhalt-300x13.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/10\/SPEX_Inhalt-768x32.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/10\/SPEX_Inhalt.jpg 1162w\" sizes=\"auto, (max-width: 695px) 100vw, 695px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Spex<em> 10 (1993), S. 3.<\/em><\/p>\n<p>Der Titel \u201eDUMM&#8230;H\u00c4SSLICH&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;UNCOOL&#8230;\u201c l\u00f6st bei Informierten Assoziationen zum bereits zitierten Manifest aus, klingt f\u00fcr den Rest aber vor allem abwertend.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> Schon der durchaus selbstkritische Teaser zum Text vers\u00f6hnt allerdings.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a><\/p>\n<p>Was dann folgt ist ein umfassender Text, der das Riot-Grrrl-Ph\u00e4nomen auf ganz verschiedenen Ebenen reflektiert und politisch wie popkulturell einordnet. Anstatt, wie der <em>Spiegel<\/em>, auf kurzatmige Plattit\u00fcden zu setzen, breitet Kerstin Grether den Diskurs aus. Sie verdeutlicht die Bez\u00fcge der Riot Grrrls auf Pop-Traditionen und verdeutlicht, dass eben nicht nur die typische Frau in der Musik \u2013 \u201eS\u00e4ngerin, Chanteuse, Diva\u201c \u2013 Referenz ist, sondern auch der Punk.<\/p>\n<p>Als Gemeinsamkeiten stellt sie etwa heraus: \u201eAblehnung der Kulturindustrie, ein betont aus H\u00e4\u00dflichkeits-Utensilien zusammengest\u00f6pselter Look, Zeitdruck, Learning By Doing, Growing Up In Public bei gleichzeitiger Lesbarmachung des Hypes\u201c. Auf den ersten Blick Oberfl\u00e4chliches, wie der Look, wird nicht ausgeklammert, aber eben auch nicht ausgestellt. Eine Entschl\u00fcsselung der Riot-Grrrl-Codes gelingt Kerstin Grether dann auf den zweiten Blick, wenn sie die \u201eDarstellung von aufgeritzter, zerrissener, t\u00e4towierter K\u00f6rperlichkeit, \u00dcberspitzung und Vorf\u00fchren von Porno-Industrie am eigenen Leib\u201c beschreibt und zu dem Schluss kommt, \u201ewas Madonna in die Medien einschrieb, schreiben sie sich zur\u00fcck auf den K\u00f6rper\u201c.<\/p>\n<p>Diese K\u00f6rper bleiben im <em>Spex<\/em>-Beitrag angenehm unsichtbar. Zur Illustration des Beitrags dient \u2013 ohne entsprechenden Credit \u2013 lediglich ein Ausschnitt aus dem Coverbild der Split-12\u201c, die die britische Riot-Grrrl-Band Huggy Bear 1993 gemeinsam mit Bikini Kill ver\u00f6ffentlicht hat. Zu sehen ist eine einfache Schwarz-Wei\u00df-Zeichnung dreier Frauen in Fantasie-Band-Shirts \u2013 so weit, so unspektakul\u00e4r.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/10\/SPEX_Huggy-Bear.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-6239\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/10\/SPEX_Huggy-Bear-1024x1024.jpg\" alt=\"spex_huggy-bear\" width=\"695\" height=\"695\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/10\/SPEX_Huggy-Bear-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/10\/SPEX_Huggy-Bear-150x150.jpg 150w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/10\/SPEX_Huggy-Bear-300x300.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/10\/SPEX_Huggy-Bear-768x768.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/10\/SPEX_Huggy-Bear-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 695px) 100vw, 695px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Spex <em>(10) 1993 aus dem Bestand des <a title=\"homepage pop-archiv uni m\u00fcnster\" href=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/Kulturpoetik\/medienarchive\/pop-archiv\/\" target=\"_blank\">Pop-Archivs<\/a> an der WWU M\u00fcnster; Bikini Kill\/Huggy Bear-Split-12\u201c aus der Sammlung der Autorin.<\/em><\/p>\n<p>In ihrer fr\u00fchen Riot-Grrrl-Einordnung schreibt Kerstin Grether bei allem Support, der gar in die solidarisierende Adressierung der \u201eGenossinnen\u201c gipfelt, auch \u00fcber kritische Momente der Bewegung. Sie philosophiert dazu, die <em>Spex<\/em>-Diskurse der Zeit weiterf\u00fchrend, \u00fcber das politische Potential und die Widerspr\u00fcche: \u201eWas bedeutet diese erste kollektive, explizit feministische Aufbruch von Punk-M\u00e4dchen in Zeiten, wo \u201aChange\u2019 nur noch parodistischen, zynischen Charakter hat, wo Reformprojekte Scheitern implizieren?\u201c Grether schreibt den Riot Grrrls abschlie\u00dfend einen k\u00e4mpferischen \u201ePost-Optimismus\u201c zu. Obwohl das Postulat eben nicht \u201eAlles wird besser\u201c lautet, so geht es doch voran.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Anmerkungen<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Hanna, Kathleen. \u201eRiot Grrrl Is&#8230;\u201c [1991]. <em>The Riot Grrrl Collection<\/em>. Hrsg. von Lisa Darms. New York: The Feminist Press 2013, S. 143.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Das wohl umfassendste Archiv zu Zines der US-amerikanischen Riot-Grrrl-Geschichte befindet sich in New York City und ist an die Fales Library der New York University angeschlossen: <a title=\"archiv riot grrrl\" href=\"http:\/\/guides.nyu.edu\/riot-grrrl\" target=\"_blank\">http:\/\/guides.nyu.edu\/riot-grrrl<\/a>. Siehe hierzu auch die Publikation von Lisa Darms: <em>The Riot Grrrl Collection<\/em>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Zitiert nach Sara Marcus: <em>Girls to the front. The true story of the Riot Grrrl Revolution<\/em>. New York 2010. S 169.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Marcus: <em>Girls to the front<\/em>. S. 200. \u00c4hnliches beschreibt Julia Downes f\u00fcr die amerikanische, dann auch f\u00fcr die britische Szene (vgl. Julia Downes: \u201eThere\u2019s a riot going on. Geschichte und Verm\u00e4chtnis von Riot Grrrl\u201c, in: Katja Peglow und Jonas Engelmann: <em>Riot Grrrl Revisited. Geschichte und Gegenwart einer feministischen Bewegung<\/em>. Mainz: Ventil 2013, S. 18-50).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> O. A.: <a title=\"artikel spiegel\" href=\"http:\/\/magazin.spiegel.de\/EpubDelivery\/spiegel\/pdf\/13691753\" target=\"_blank\">\u201eRevolution auf M\u00e4dchenart\u201c<\/a>, in: <em>Der Spiegel<\/em> 50 (1992), S. 242-246. Ein Hinweis: Es ist davon auszugehen, dass ein Autor_innenkollektiv f\u00fcr den Beitrag verantwortlich zeichnet, bis 1998 wurden im <em>Spiegel <\/em>jedoch nur vereinzelt Beitr\u00e4ge namentlich gekennzeichnet.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Wie auch Sarah Held k\u00fcrzlich in ihrem Artikel zu <a title=\"artikel held\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2016\/09\/10\/mode-septembervon-sarah-held10-9-2016\/\" target=\"_blank\">\u201eFashionable Feminism\u201c<\/a> anklingen lie\u00df.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Die Manifeste der Riot Grrrls nimmt sich Gudrun Ankele vor (\u201eM\u00e4dchen an die Macht. Manifeste und Geschichten feministischen Widerstands\u201c, in: Jonas Engelmann und Katja Peglow: <em>Riot Grrrl Revisited<\/em>, S. 51-60); die Lyrics analysiert Jonas Engelmann (\u201eI will decide my life. Die Lyrics der Riot Grrrls\u201c, ebd., S. 126-136).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Kerstin Grether: \u201eDUMM&#8230;H\u00c4SSLICH&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;UNCOOL&#8230;\u201c, in: <em>Spex<\/em> 10 (1993), S. 32-34.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Kerstin Grether hat den Titel zur \u00fcberarbeiteten Wiederver\u00f6ffentlichung des Textes auch entsprechend ge\u00e4ndert: \u201eLips? Tits? Hits? Power! Die Riot Girls machen einen Aufstand in den Strukturen des Musikgesch\u00e4fts\u201c, in: Dies.: Zungenku\u00df. Du nennst es Kosmetik, ich nenn es Rock\u2019n\u2019Roll. Musikgeschichten 1990 bis heute, Frankfurt am Main 2007, S. 48-58.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Dort hei\u00dft es u. a. leicht verk\u00fcrzt und dennoch selbstkritisch: \u201eImmer noch lesen mehr M\u00e4nner als Frauen diese Zeitung. Das ist nur ein Beispiel f\u00fcr die Tatsache, da\u00df Frauen in der Popmusik v\u00f6llig unterrepr\u00e4sentiert sind.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a title=\"website seidel\" href=\"http:\/\/www.uni-muenster.de\/Germanistik\/Lehrende\/seidel_a\/\" target=\"_blank\">Anna Seidel<\/a> ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Moritz Ba\u00dfler in M\u00fcnster. Sie promoviert zu Pop-Manifesten und schreibt als freie Autorin u. a. f\u00fcr das Missy Magazine und die testcard. Bei <a title=\"twitter seidel\" href=\"https:\/\/twitter.com\/_AnnaSeidel\" target=\"_blank\">Twitter<\/a> ist sie auch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Riot Grrrls in Spiegel und Spex<\/p>\n","protected":false},"author":391,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[57],"tags":[2007],"class_list":["post-6242","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-riot-grrrl"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6242","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/users\/391"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6242"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6242\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6242"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6242"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6242"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}