{"id":6364,"date":"2016-11-30T22:12:41","date_gmt":"2016-11-30T20:12:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/?p=6364"},"modified":"2016-11-30T22:12:41","modified_gmt":"2016-11-30T20:12:41","slug":"konsumrezension-novembervon-franz-billmayer30-11-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/2016\/11\/30\/konsumrezension-novembervon-franz-billmayer30-11-2016\/","title":{"rendered":"Konsumrezension Novembervon Franz Billmayer30.11.2016"},"content":{"rendered":"<p>Da schau her! Sammlung zur Lautst\u00e4rke visueller Gestaltung in Prospekten <!--more --><\/p>\n<p>Medien ersetzen andere. Die Vorl\u00e4ufer der Werbeprospekte, die bei mir am Freitag und Samstag den Briefkasten f\u00fcllen, sind Marktschreier und Hausierer. Die bieten ihre Ware lautstark an und versuchen damit Kunden f\u00fcr ihren Stand zu gewinnen. Es gibt sie noch als Event, wenn etwa der \u00bbHAMBURGER FISCHMARKT auf Tour\u00ab <a title=\"website hamburger fischmarkt on tour\" href=\"http:\/\/www.hamburger-fischmarkt.de\/oldenburger\/HOME.html\" target=\"_blank\">geht<\/a>. Die Leute gehen hin, weil sie das laute Anpreisen von Waren und das Spielen mit Sonderangeboten unterhaltsam finden.<\/p>\n<p>Die Prospekte werden uns eher aufgezwungen. Viele haben Aufkleber auf den Briefk\u00e4sten mit \u00bbKeine Werbung!\u00ab Als Printmedien setzen sie auf das visuelle \u00bbSchreien\u00ab. Die Marktschreier zeigen die Waren, die Prospekte bilden sie ab. Die einen nennen die Qualit\u00e4ten, die anderen beschreiben sie. In beiden F\u00e4llen werden die Preise als Hauptargumente eingesetzt. Die einen sind lauter, die anderen leiser. Lautst\u00e4rke erzeugt Aufmerksamkeit. Aber es gilt auch der alte Spruch \u00bbWer schreit hat Unrecht. Wer lauter schreit hat lauter Unrecht.\u00ab zu beachten. Im Handel bedeutet das, wer laut schreit hat es n\u00f6tig, weil \u2026 eventuell die Qualit\u00e4t nicht so gut ist, er keine guten Argumente hat \u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><strong>Gr\u00f6\u00dfe<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.1_norma_aldi.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-6366\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.1_norma_aldi-946x1024.jpg\" alt=\"abb-1_norma_aldi\" width=\"695\" height=\"752\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.1_norma_aldi-946x1024.jpg 946w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.1_norma_aldi-277x300.jpg 277w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.1_norma_aldi-768x832.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 695px) 100vw, 695px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Abb. 1<\/p>\n<p>Gr\u00f6\u00dfe ist relativ \u2013 genau wie laut und leise. Der Preis im Prospekt des Discounters Norma ist erheblich gr\u00f6\u00dfer als der in dem vom Hofer (Abb.1). Bei Hofer macht der Preis 5% der Fl\u00e4che aus, bei Norma 31%. Norma w\u00e4re demnach sechs mal so laut. Auch bei der Darstellung des Produkts unterscheiden sich die Strategien der beiden: Hofer arbeitet mit einer Totalen, die Zahnb\u00fcrsten sind vergleichsweise weit weg; Norma mit Halbnah, der Kuchen ist viel n\u00e4her. Bei Norma schneidet die Fl\u00e4che mit \u00bb30% billiger\u00ab zudem noch den Rahmen, der Preis springt quasi aus dem Bild. Damit gibt sich die Norma-Variante lauter (Gr\u00f6\u00dfe) und emotionaler (Halbtotale) als die von Hofer.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><em>\u00a0<\/em><strong>Etiketten<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.2_klebeetiketten.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6367\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.2_klebeetiketten.jpg\" alt=\"abb-2_klebeetiketten\" width=\"922\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.2_klebeetiketten.jpg 922w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.2_klebeetiketten-300x163.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.2_klebeetiketten-768x416.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 922px) 100vw, 922px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Abb. 2<\/p>\n<p>G\u00e4be es keine Preisetiketten, m\u00fcssten wir wie auf dem Basar den jeweiligen Verk\u00e4ufer fragen, das w\u00e4re recht aufw\u00e4ndig. In den meisten Prospekten werden die Preise auf Fl\u00e4chen geschrieben, die an solche Etiketten erinnern (Abb.2).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.3_edeka_roller_rewe.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6368\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.3_edeka_roller_rewe.jpg\" alt=\"abb-3_edeka_roller_rewe\" width=\"509\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.3_edeka_roller_rewe.jpg 509w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.3_edeka_roller_rewe-300x110.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 509px) 100vw, 509px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Abb. 3<\/p>\n<p>Bei Aldi S\u00fcd ist der Preis nie auf das beworbene Produkt \u00bbgeklebt\u00ab. Das Etikett zeigt lediglich mit einer Spitze am Rand in seine Richtung. Auch Hofer, der \u00f6sterreichische Ableger von Aldi S\u00fcd, druckt den Preis nur selten \u00fcber das Bild des Produkts. Hofer verwendet Nachbildungen von Klebeetiketten. Ein Schatten an der rechten unteren Ecke suggeriert, sie h\u00e4tten sich dort leicht vom Untergrund gel\u00f6st. Auf der Seite \u00bbGekonnt Discount\u00ab wirbt Hofer mit Produkten, die billiger geworden sind. Hier klebt der neue Preis \u00fcber einem \u00bbalten\u00ab gelben Etikett. Das ist leicht schief angebracht. \u00c4hnlich macht es auch Lidl. Die gelbe Fl\u00e4che ist hier etwas gr\u00f6\u00dfer und weicht etwas mehr von der Horizontalen ab. Norma klebt in seinem M\u00f6belkatalog den Streifen \u00bb36 % billiger\u00ab im selben Winkel wie Lidl \u00fcber das Preisschild. Hofer und Aldi S\u00fcd sind dezenter als Norma und Lidl.<\/p>\n<p>Edeka orientiert sich nicht an Etiketten, sondern an Preisschildern, wie sie manchmal von den Decken von Superm\u00e4rkten h\u00e4ngen. Ein Schatten am rechten und unteren Rand l\u00e4sst sie vor der Prospektfl\u00e4che stehen (Abb.3). Auch bei Roller l\u00e4sst ein Schatten die altmodischen H\u00e4ngeetiketten \u00fcber der Fl\u00e4che schweben. Bei Edeka und Roller \u00fcberschneiden die Preisschilder h\u00e4ufig die Abbildungen der Produkte.<\/p>\n<p>Rewe interpretiert den Code \u00bbrotes Schild auf gelbem Grund\u00ab anders als Lidl oder Hofer. Hier umrahmt die gelbe Fl\u00e4che die rote an drei Seiten. Auch so entsteht ein r\u00e4umlicher Eindruck.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.4_penny_muller_bettenlager.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6369\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.4_penny_muller_bettenlager.jpg\" alt=\"abb-4_penny_muller_bettenlager\" width=\"858\" height=\"492\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.4_penny_muller_bettenlager.jpg 858w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.4_penny_muller_bettenlager-300x172.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.4_penny_muller_bettenlager-768x440.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 858px) 100vw, 858px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Abb. 4<\/p>\n<p>Neben den rechteckigen gibt es runde Preisschilder (Abb. 4). Beim Drogeriemarkt M\u00fcller sind sie in der Fl\u00e4che und wirken sie wie aufgeklebt. Bei Penny und D\u00e4nischem Bettenlager erinnern die Schilder wegen der Schatten an d\u00fcnne Scheiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">\u00a0<strong>Blitze, Sterne und andere Auszeichnungen<\/strong><\/p>\n<h2><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.5_roller_hit_norma.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6370\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.5_roller_hit_norma.jpg\" alt=\"abb-5_roller_hit_norma\" width=\"698\" height=\"519\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.5_roller_hit_norma.jpg 698w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.5_roller_hit_norma-300x223.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 698px) 100vw, 698px\" \/><\/a><\/h2>\n<p style=\"text-align: center\">Abb. 5<\/p>\n<p>Mit Schreien und Gestikulieren versuchen H\u00e4ndler auf traditionellen M\u00e4rkten, die Aufmerksamkeit der potentiellen Kunden zu wecken. Visuell erregen wir Aufmerksamkeit einmal durch Gr\u00f6\u00dfe, aber auch durch Abweichen vom Erwarteten, durch Abweichen von der Norm. Deshalb werden manche Bilder schief an die Wand geh\u00e4ngt. Der M\u00f6belh\u00e4ndler Roller hinterlegt seine Preis zus\u00e4tzlich noch mit Explosionssymbolen, die wir aus Comics kennen. Mit ihnen k\u00fcndigt er seine Kn\u00fcllerpreise als Knaller an. Schatten erzeugen den Eindruck, als wenn diese Explosionen wie Schilder \u00fcber der Fl\u00e4che stehen. Der Lebensmittelh\u00e4ndler Hit nimmt einen blauen (!) Stern. Bei Norma erinnert er an ein Kreiss\u00e4geblatt (Abb.5).<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">\u00a0<strong>Farben<\/strong><\/p>\n<p>Der Gr\u00f6\u00dfe und den Auszeichnungen entsprechen bei den Farben die Kontraste. Rot, Gelb, Schwarz und Wei\u00df kommen am h\u00e4ufigsten vor und bilden in den hier untersuchten Beispielen die Norm. Wer besonders laut sein will, kombiniert Gelb und Schwarz (Norma und Roller). Aldi S\u00fcd und Hofer geben sich auch hier zur\u00fcckhaltend. Aldi S\u00fcd verwendet monochrome Etiketten mit einem abget\u00f6nten Farbton, der zum allgemeinen Farbsound der Seite passt. Starke Kontraste werden geradezu vermieden. Man will nicht laut, sondern eher dezent sein. Die Mitbewerber nehmen mehr oder weniger viele Farben.<\/p>\n<p>Norma dagegen setzt bei der Wochenend-Spezial-Werbung das ganze Arsenal ein: gro\u00dfer Preis, schr\u00e4ger Aufkleber, gezackte Fl\u00e4che gezackt und gelbe Schrift mit schwarzem Rand.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">\u00a0<strong>Alle werden leiser<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.6_Aldi_2010-2014-2016.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6371\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.6_Aldi_2010-2014-2016.jpg\" alt=\"abb-6_aldi_2010-2014-2016\" width=\"692\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.6_Aldi_2010-2014-2016.jpg 692w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.6_Aldi_2010-2014-2016-300x108.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 692px) 100vw, 692px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Abb. 6<\/p>\n<p>In den letzten sechs Jahren sind die Preise insgesamt leiser geworden. Aldi war schon 2010 vergleichsweise leise: blaue Schrift auf hellblauen Untergrund. Der schr\u00e4ge Balken oben ist ein Relikt aus fr\u00fcheren Zeiten. 2014 ist es mit der Schr\u00e4gstellung vorbei. Die Form erinnert an ein (kleines) Klebeetikett, der Hintergrund passt zu den auf der Seite angebotenen Textilien. 2016 wird auch auf den Balken zwischen Preis und Menge verzichtet. (Abb.6)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.7_Edeka_2010_2016.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6372\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.7_Edeka_2010_2016.jpg\" alt=\"abb-7_edeka_2010_2016\" width=\"540\" height=\"201\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.7_Edeka_2010_2016.jpg 540w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.7_Edeka_2010_2016-300x112.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 540px) 100vw, 540px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Abb. 7<\/p>\n<p>Edeka l\u00e4sst es 2010 noch richtig krachen: Sterne, ausfransender Pinselstriche: Rot, Gelb, Schwarz und Wei\u00df. Das 2016er Schild gibt sich dagegen ziemlich sachlich. (Abb.7)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.8_hofer_2010_2016.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6373\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.8_hofer_2010_2016.jpg\" alt=\"abb-8_hofer_2010_2016\" width=\"702\" height=\"197\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.8_hofer_2010_2016.jpg 702w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.8_hofer_2010_2016-300x84.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 702px) 100vw, 702px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Abb. 8<\/p>\n<p>Hofer verzichtet bei den \u00fcblichen Preisauszeichnungen auf die hinterlegte Fl\u00e4che ebenso wie auf die Schr\u00e4gstellung. Lediglich in der Kategorie \u00bbbilliger\u00ab kommt noch ein gelber Hintergrund zum Einsatz (Abb.8).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.9_lidl_2010-2016.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6374\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.9_lidl_2010-2016.jpg\" alt=\"abb-9_lidl_2010-2016\" width=\"872\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.9_lidl_2010-2016.jpg 872w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.9_lidl_2010-2016-300x86.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.9_lidl_2010-2016-768x220.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 872px) 100vw, 872px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Abb. 9<\/p>\n<p>2016 ist Lidl wesentlich ruhiger als 2010: die Handschrift ist der Druckschrift gewichen, rund ist rechtwinklig und die ausfransenden Striche und Fl\u00e4chen sind verschwunden (Abb.9).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.10_rewe_2010-2016.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6375\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.10_rewe_2010-2016.jpg\" alt=\"abb-10_rewe_2010-2016\" width=\"800\" height=\"190\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.10_rewe_2010-2016.jpg 800w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.10_rewe_2010-2016-300x71.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2016\/11\/Abb.10_rewe_2010-2016-768x182.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Abb. 10<\/p>\n<p>Rewe hat 2010 wenigstens f\u00fcnf verschiedene Preisformen verwendet, alle schr\u00e4g. 2016 ist die Schr\u00e4gstellung ebesno verschwunden wie der explodierende Sensationspreis (Abb.10).<\/p>\n<p>In allen Bereichen, bei Gr\u00f6\u00dfe, Form, Farbe und Auszeichnungen tendieren die Prospekte zu einem dezenteren Preisauftritt: auch Fl\u00fcstern ist ein probates Mittel, Aufmerksamkeit zu generieren \u2026 Ob dieser Trend dem Hamburger Fischmarkt Besucher kosten wird, wie sich Aldi S\u00fcd in Zukunft von seinen Mitbewerbern abhebt und wann das Pendel vom Fl\u00fcstern wieder in Richtung Schreien ausschl\u00e4gt, bleibt eine spannende Frage f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Franz Billmayer (*1954) ist Professor f\u00fcr Bildnerische Erziehung an der Universit\u00e4t Mozarteum in Salzburg und betreibt die Internetseite <a title=\"website bilderlernen\" href=\"http:\/\/www.bilderlernen.at\/\" target=\"_blank\">bilderlernen.at<\/a>. Er hat Kunstp\u00e4dagogik und Bildhauerei an der Kunstakademie M\u00fcnchen studiert, war einige Jahre Kunsterzieher an Gymnasien in Bayern, dann Professor f\u00fcr Kunst und ihre Didaktik mit Schwerpunkt Bildhauerei an der Universit\u00e4t Paderborn.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da schau her! 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