{"id":6712,"date":"2017-04-10T10:32:37","date_gmt":"2017-04-10T08:32:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/?p=6712"},"modified":"2017-04-10T10:32:37","modified_gmt":"2017-04-10T08:32:37","slug":"hohe-kultur-5von-stefan-krankenhagen10-4-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/2017\/04\/10\/hohe-kultur-5von-stefan-krankenhagen10-4-2017\/","title":{"rendered":"Hohe Kultur (5)von Stefan Krankenhagen10.4.2017"},"content":{"rendered":"<p>Priceless. Die hohe Kultur und das Geld<!--more --><\/p>\n<p>Teil 5 der Serie von <a title=\"website merkur-blog\" href=\"https:\/\/www.merkur-zeitschrift.de\/blog\/\" target=\"_blank\">Merkur-Blog<\/a> und pop-zeitschrift.de<\/p>\n<p>Die hohe Kultur war und ist immer auch ein Gesch\u00e4ft. Sie ist in mehrfacher Hinsicht wertvoll. Doch die \u00f6konomischen Operationen der Wertsch\u00f6pfung von hoher Kultur bleiben im Hintergrund. Hohe Kultur ist wertvoll, hat aber am besten keinen Preis und auf jeden Fall kein Preisschild. Sie ist, und das erinnert nicht zuf\u00e4llig an die sch\u00f6ne Werbung von MasterCard, <em>unbezahlbar<\/em>.<\/p>\n<p>Momente, in denen ausbuchstabiert wird, was die Hohe Kultur wert sei, sind deshalb besonders aufschlussreich. Ein solcher Moment ereignete sich 1816, als das britische Unterhaus \u00fcber den Ankauf des von Lord Elgin geraubten Skulpturenfries aus dem Parthenon Tempel in Athen diskutierte.<\/p>\n<p>Ausgiebig befragte das <em>Selective Committee on the Earl of Elgin\u2019s Collection <\/em>K\u00fcnstler, Kunstkritiker und Parlamentsabgeordnete nach symbolischem und \u00f6konomischem Kapital. Es beginnt, nicht \u00fcberraschend, mit Fragen nach einem \u00e4sthetischen Urteil: \u201eDo you think that the bas reliefs of the Centaurs are in the first class of art? \u2013 I do think so\u201c.<\/p>\n<p>Nachdem der historische und \u00e4sthetische Wert der Objekte von den Experten des Unterhauses best\u00e4tigte wurde, stand im n\u00e4chsten Schritt die Kategorie des Nationalen auf dem Pr\u00fcfstein: \u201eDo you think it very desirable, as a National object, that this Collection should become public property? \u2013 Undoubtedly\u201c.<\/p>\n<p>Und schlie\u00dflich, als eine entscheidende Gr\u00f6\u00dfe, die die Gr\u00fcndung s\u00e4mtlicher europ\u00e4ischer Museen im 19. Jahrhundert beeinflusste, war es der bildungspolitische Wert hoher Kultur, der in Frage stand. Denn Kultur ist dann hohe Kultur, wenn sie zu einem Anlass f\u00fcr gesamtgesellschaftliche Lernprozesse erkl\u00e4rt werden kann: \u201earranged for the purposes of study\u201c. Das 19. Jahrhundert etablierte die Trias von \u00e4sthetischer Meisterschaft, nationaler Identit\u00e4t und bildungspolitischer Agenda als Ausweis hoher Kultur. So weit, so bekannt.<\/p>\n<p>Doch England ist eine Handelsnation und der Preis, der f\u00fcr die Sammlung aufgerufen wurde, entsprach in etwa den Kosten, die in den Jahren darauf f\u00fcr die Errichtung der <em>National Gallery<\/em> veranschlagt wurden. Keine kleine Summe also. Die Parlamentsdebatte zeichnet deshalb auch das Bild eines intensiven Feilschens auf der Basis guter Kenntnisse der Marktpreise.<\/p>\n<p>\u201eThe Prices which have been paid to Roman dealers, within my knowledge, for important articles in this country, are as follows\u201c, wie der Kunstkritiker Richard Payne Knight seine Auflistung exemplarischer Gesch\u00e4fte mit der hohen Kultur begann. \u201eRecumbent statue of Hercules, as on the coins of Croto, with little of the surface remaining \u2026 \u00a31.500 [\u2026] Fragment of the head of a horse, very fine \u2026 \u00a3250\u201c.<\/p>\n<p>Die hohe Kultur wird hier als \u00f6konomische Operation und Transaktion pr\u00e4sentiert. Ihr Wert l\u00e4sst sich entsprechend im Vergleich zu den aktuellen Marktpreisen bestimmen und offenbart sich als eine prosaische Verhandlung zwischen Angebot und Nachfrage. Im Ergebnis jedoch dominieren und legitimieren die immateriellen Werte den \u00f6konomischen Preis. Die Debatte im Jahr 1816 f\u00fchrte jedenfalls dazu, dass die Skulpturen als so <em>priceless<\/em> deklariert wurden, dass die geforderte Summe von 35.000 Pfund Sterling an Lord Elgin bezahlt wurde. Auch das steht in den Quellen.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Nur selten werden die offensichtlichen \u00f6konomischen Operationen im Feld der hohen Kultur so offensichtlich. Lieber werden sie ausgelagert an Galerien und Auktionen, an \u201aden Kunstmarkt\u2018, wie es die Rubrizierung in den Feuilletons der gro\u00dfen Tageszeitungen anzeigt. Die Illusion, dass die Kunst eine marktferne Sph\u00e4re sei, hat sich bis in die neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts gehalten \u2013 und manche h\u00e4ngen ihr noch heute an.<\/p>\n<p>Dieses idealistische Erbe, so Walter Grasskamp, \u201el\u00e4\u00dft sich als das <em>\u00e4sthetische Syndrom<\/em> bezeichnen, das in einer weltfremden Leugnung \u00f6konomischer Einfl\u00fcsse in der Kunst besteht, in der hartn\u00e4ckigen und langen Zeit sehr erfolgreichen Verdr\u00e4ngung der paradoxen Erkenntnis, da\u00df erst die b\u00fcrgerliche Gesellschaft, die von der reinen, der autonomen Kunst tr\u00e4umte, die Kunstwerke im gro\u00dfen Ma\u00dfstab zur Handelsware machte\u201c.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr die Kunst ist die Sache dennoch halbwegs gekl\u00e4rt: als Kunstreligion h\u00e4lt sie \u00f6konomische Operationen erfolgreich auf Abstand; als Kunstmarkt ist sie ihnen verfallen. Noch die letzte halbgare kritische Position vergisst nicht zu erw\u00e4hnen, dass es in der Kunst \u201anur ums Geld geht\u2018, Damien Hirst sei Dank.<\/p>\n<p>Doch das \u00e4sthetische Syndrom hat sich nicht nur von der Kunst des Marktes entzaubern lassen, es hat sich auch verschoben. Und zwar in die hohe Kultur hinein. Kein Jugend-musiziert-Wettbewerb, keine Arte-Dokumentation und erst Recht kein internationales Theaterfestival, das nicht am Irrglauben des \u00e4sthetischen Syndroms teilh\u00e4tte: Wo kein Geld (sichtbar), da hohe Kultur.<\/p>\n<p>Die hohe Kultur hat das Erbe der religi\u00f6sen \u00c4chtung von Geld und Konsum als ihr eigenes moralisches Selbstverst\u00e4ndnis \u00fcbernommen. Nur so ist es m\u00f6glich, dass die hohe Kultur gleichzeitig diffundiert und in ihren Grenzen stabil bleibt. Kultur f\u00fcr alle hie\u00df ja nie: Fernsehen f\u00fcr alle, Werbung f\u00fcr alle, Konsumkultur f\u00fcr alle. Sondern eben: Stadtteilkultur, Jugendkultur, Bildungskultur f\u00fcr alle.<\/p>\n<p>Und auch die akademische Begleitmusik zum Pl\u00e4doyer einer sich entgrenzenden hohen Kultur hielt die Grenze dicht. Thomas Hecken stellt heraus, dass es gerade \u201edie antiautorit\u00e4re, neulinks und\/oder gegenkulturell ausgerichtete Bewegung der zweiten H\u00e4lfte der 60er Jahre\u201c war, die \u201eeinen wichtigen Beitrag zu einer Entgrenzung der Konsum- und Popkultur geliefert hat\u201c. Dieser (Mit-) Verantwortung folgte aber wenig mehr als die alten Reflexe: \u201eTats\u00e4chlich sehen die meisten, die sich gegen den Konsumismus aussprechen, weil sie ihn als Hindernis f\u00fcr wichtige politische Initiativen betrachten, in ihm bereits ein \u00c4rgernis. Vieles erscheint ihnen unendlich wichtiger, Ideen, Kunst, stark ausgeweitete politische Partizipation, Kultur, Kreativit\u00e4t, Werte, Geist, Intensit\u00e4t, Transzendenz. Eine materialistische Haltung, die sich ans Angenehme, Unterhaltende, Sinnliche, recht unmittelbar Reizvolle, greifbar Gegebene h\u00e4lt, besitzt dagegen wenig intellektuelle F\u00fcrsprecher\u201c.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/p>\n<p>Dass Kultur heute f\u00fcr alle und alles sei, hei\u00dft somit im Umkehrschluss nicht, dass das Treten nach unten ein Ende h\u00e4tte. Kein allgegenw\u00e4rtiges Mischmasch und kein Mittelma\u00df der allerorts pluralisierten Kulturen, sondern klare Feindlinien herrschen. Hohe und (ehemals) niedere Kultur treffen sich in der Ablehnung, \u00f6konomische Operationen als Teil ihrer historischen Bedingungen, ihres funktionalen Zustandekommens und ihrer spezifischen \u00c4sthetik anzuerkennen.<\/p>\n<p>Die Unterschiede zwischen hoher und niederer Kultur haben sich an einer Stelle aufgel\u00f6st, um an anderer Stelle umso tiefere Gr\u00e4ben zum Zweck der moralisch-normativen Selbsterz\u00e4hlung zu ziehen. Jene Grenzen bewegen sich immer weniger als Zuschreibung von Kennerschaft, Konzentration und Ausdauer in der Produktion und Rezeption kultureller Artefakte, sondern stellen sich als moderne Gretchenfrage: Nun sag, wie hast Du\u2019s mit dem lieben Geld?<\/p>\n<p>Anders in der Popul\u00e4ren Kultur. Deren hervorstechendstes Merkmal, Serialit\u00e4t, entwickelte sich Mitte des 19. Jahrhunderts als funktionale Zuschauerbindung und als \u00e4sthetische Erwartungssteuerung. Fr\u00fche Popul\u00e4re Kultur in Europa ist Unterhaltungsliteratur: Thackerays <em>Vanity Fair<\/em>, Vernes <em>Le tour du monde en quatre-vingt jours<\/em>, Mays <em>Das Waldr\u00f6schen<\/em>. Alle erschienen sie als Fortsetzungsromane, in Serie. Die Gretchenfrage beantworteten sie offensiv. Nicht nur, aber vor allem auch die \u00f6konomische Resonanz mit ihrer Leserschaft garantierte die serielle Fortsetzung.<\/p>\n<p>So ist es bis heute geblieben: \u201eWas angeboten wird, steht in mehreren, gestaffelten Formen der R\u00fcckkopplung, die sicherstellen, dass es auch gewollt wird.\u201c<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Normierung, Standardisierung und \u00d6konomisierung sind somit nicht das Andere der Popul\u00e4ren Kultur. Stattdessen geh\u00f6rt es zum historischen Wissen um die Popul\u00e4re Kultur dazu, sie als eine warenf\u00f6rmig organisierte Kultur zu begreifen \u2013 unabh\u00e4ngig davon, ob man diese spezifischen Bedingungen wertsch\u00e4tzen oder verurteilen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Die Popul\u00e4re Kultur erm\u00f6glicht somit, dass wir uns <em>innerhalb<\/em> von Kultur bewegen, nicht au\u00dferhalb. Popul\u00e4re Kultur ist das Aufatmen, das man sp\u00fcrt, wenn man aus der Dauerausstellung der \u00e4gyptischen Sammlung in den Museumsshop tritt. (Und das gilt auch f\u00fcr jede Jonathan Meese-Show und jede Design-Ausstellung.) Sie erm\u00f6glicht ein Bewusstsein der Warenf\u00f6rmigkeit von Welt, Subjekten und ihren Beziehungen miteinander \u2013 ohne daraus kulturkritisches Kapital zu schlagen, wie es die hohe Kultur mit und seit der Pop-Art verfolgte. Sie erm\u00f6glicht ein Bewusstsein von der Notwendigkeit, den \u00dcberfluss an Dingen und Zeichen, Identit\u00e4ten und Praktiken \u2013 die kontingente Moderne \u2013 zu bew\u00e4ltigen, ohne jenen \u00dcberfluss quantitativ zu reduzieren. Und sie bietet eine Erfahrung, die eine Verbindung zwischen dem Individuum und der Gesellschaft, zwischen der Einen und den Vielen, schaffen kann.<\/p>\n<p>Dies geschieht, indem sich das Popul\u00e4re selbst \u2013 als eine erst noch \u00f6konomisch-rezeptiv zu best\u00e4tigende M\u00f6glichkeitsform \u2013 zur Disposition stellt. Erst in der vielfachen Anerkennung erf\u00fcllt sich das Popul\u00e4re, indem es \u00dcbereinkunft herstellt. Die Beziehungs-Stiftung, die der Popul\u00e4ren Kultur inh\u00e4rent ist \u2013 sowohl als \u00e4sthetischer Modus wie auch als \u00f6konomische und mediale, als soziale und k\u00f6rperliche Praxis \u2013, gruppiert sich um die Erfahrung gemeinsam produzierter Urteile im Modus tempor\u00e4rer Geschmacksgemeinschaften.<\/p>\n<p>Popul\u00e4re Kultur bietet somit eine \u00e4sthetische Form f\u00fcr die Erfahrung des Einzelnen in der Massengesellschaft an. Einen Umgang mit dem kontinuierlichen Zuviel der M\u00f6glichkeiten in der modernen \u00dcberflussgesellschaft. Sie ist dabei gerade nicht <em>priceless<\/em>, sondern sie nennt ihren Preis. Popul\u00e4re Kultur ist ein Service, der immer auch Self-Service ist. Ich muss mir ein Ticket kaufen, aber in Bezug auf die Trias Meisterschaft, Identit\u00e4t und Bildung bin und bleibe ich Selbstversorger.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/p>\n<p>Die Grabenk\u00e4mpfe zwischen hoher und niederer Kultur haben nicht aufgeh\u00f6rt, und es gibt keinen Grund, die Begriffe in Anf\u00fchrungszeichen zu setzen. Es herrscht eine sehr klare, wenn auch variierende Vorstellung davon, was hohe und was niedere Kultur sei: \u201eHeute wird nicht nur das Sch\u00f6ne, sondern auch das H\u00e4ssliche glatt. Auch das H\u00e4ssliche verliert die Negativit\u00e4t des Diabolischen, des Unheimlichen oder des Schrecklichen und wird zur Konsum\u00ad und Genussformel gegl\u00e4ttet. [\u2026] Dem Ekelerregenden, das heute im \u201aDschungelcamp\u2018 dargeboten wird, fehlt jede Negativit\u00e4t, die eine existentielle Krise ausl\u00f6sen w\u00fcrde. Es wird zum Konsumformat gegl\u00e4ttet\u201c.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/p>\n<p>Das Gute an solch raunender Agitation ist, dass es die tats\u00e4chlich bestehenden Unterschiede zwischen hoher und niederer Kultur stark macht. Ja, das <em>Dschungelcamp<\/em> ist nicht die Verfilmung von Karl Rosenkranz\u2018 <em>\u00c4sthetik des H\u00e4\u00dflichen<\/em>. Aber anstatt jene Differenzen produktiv werden zu lassen, feiert man lieber weiterhin die eigene moralisch ges\u00e4ttigte Ignoranz, die immer schon gewusst haben will, dass die unbezahlbare der k\u00e4uflichen Kultur \u00fcberlegen ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Anmerkungen<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Nachzulesen, wie die hier verwendeten Zitate, in: Siegel, Jonah (Hrsg.): <em>The Emergence of the Modern Museum. An Anthology of Nineteenth-Century Sources<\/em>, Oxford: Oxford University Press 2008, S. 37-78.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Grasskamp, Walter: <em>Kunst und Geld. Szenen einer Mischehe<\/em>, M\u00fcnchen: C.H. Beck 1998, S. 20.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Hecken, Thomas: <em>Das Versagen der Intellektuellen. Eine Verteidigung des Konsums gegen seine deutschen Ver\u00e4chter<\/em>, Bielefeld: Transcript Verlag 2010, hier S. 143 und S. 228.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Ba\u00dfler, Moritz: \u201cLeitkultur Pop? Popul\u00e4re Kultur als Kultur der R\u00fcckkopplung\u201d, in: <em>Kulturpolitische Mitteilungen<\/em> 148 (2015), Nr. 1, S. 34-39, hier S. 37.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> So hat Niklas Luhmann das Prinzip der Unterhaltung beschrieben: \u201eDas, was als Unterhaltung angeboten wird, legt niemand fest; aber es gibt gen\u00fcgend Anhaltspunkte (die man weder in den Nachrichten noch in der Werbung finden w\u00fcrde) f\u00fcr Arbeit an der eigenen &#8218;Identit\u00e4t&#8216;. Fiktionale Realit\u00e4t und reale Realit\u00e4t bleiben offensichtlich unterschieden, und eben deshalb wird das Individuum, was seine Identit\u00e4t betrifft, Selbstversorger.\u201c Luhmann, Niklas: Die Realit\u00e4t der Massenmedien, Opladen: Westdeutscher Verlag 2. Aufl. 1996, S. 115f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Byung-Chul Han: Die Errettung des Sch\u00f6nen. Frankfurt a.M.: Fischer 2015, S. 16ff.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a title=\"website krankenhagen\" href=\"https:\/\/www.uni-hildesheim.de\/fb2\/institute\/medien-theater-populaerekultur\/mitglieder\/prof-dr-stefan-krankenhagen\/\" target=\"_blank\">Stefan Krankenhagen<\/a> ist Professor f\u00fcr Kulturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Popul\u00e4re Kultur an der Stiftung Universit\u00e4t Hildesheim.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hohe Kultur:<br \/>\nTeil 1: <a title=\"Hohe Kultur Teil 1\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2017\/02\/02\/hohe-kultur-1merkur-blog-und-pop-zeitschrift2-2-2017\/\" target=\"_blank\"> Einleitung<br \/>\n<\/a>Teil 2: <a title=\"Hohe Kultur Teil 2\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2017\/02\/28\/hohe-kultur-2von-thomas-hecken28-2-2017\/\" target=\"_blank\">Hohe und niedrige Metaphern \u2013 \u201ahigh culture\u2018, \u201alow culture\u2018 u.a.<\/a><br \/>\nTeil 3: <a title=\"Hohe Kultur Teil 3\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2017\/03\/13\/hohe-kultur-3von-christina-dongowski13-3-2017\/\" target=\"_blank\">Elphi \u2013 oder Hochkultur als Subventionsbetrug<\/a><br \/>\nTeil 4: <a title=\"Hohe Kultur Teil 4\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2017\/03\/23\/hohe-kultur-4von-annekathrin-kohout23-3-2017\/\" target=\"_blank\">Die Verachtung der popul\u00e4ren Kultur durch die Neuen Rechten<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Priceless. 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