{"id":6816,"date":"2017-05-29T09:11:10","date_gmt":"2017-05-29T07:11:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/?p=6816"},"modified":"2017-05-29T09:11:10","modified_gmt":"2017-05-29T07:11:10","slug":"social-media-maivon-annekathrin-kohout29-4-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/2017\/05\/29\/social-media-maivon-annekathrin-kohout29-4-2017\/","title":{"rendered":"Social Media Maivon Annekathrin Kohout29.5.2017"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left\">Clean-Pop<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n\u201eEs ist frech, aufrichtig und nostalgisch zugleich\u201c, \u201eein Wink zu un\u00e4sthetischeren Zeiten, gepaart mit dem Vertrauen, dass wir es jetzt besser machen.\u201c<a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\">[1]<\/a> Es ist die \u201eperfekte Balance von Ernst und Ironie\u201c, Ausdruck einer \u201eambivalenten Girliness\u201c oder \u201eGirlboss-ness\u201c.<a href=\"#_edn2\" name=\"_ednref2\">[2]<\/a> \u201eEs ist androgyn und kann zur gleichen Zeit glamour\u00f6s und edgy sein.\u201c<a href=\"#_edn3\" name=\"_ednref3\">[3]<\/a> \u201eEs ist das \u201anew neutral\u2018\u201c, ein \u201egenderloses Maskottchen\u201c.<a href=\"#_edn4\" name=\"_ednref4\">[4]<\/a><\/p>\n<p>Die Rede ist von \u201eMillennial Pink\u201c. Der Begriff soll in erster Linie keine Farbbezeichnung sein, sondern einen in den letzten Jahren um sich greifenden Trend erfassen. Allerdings dr\u00fcckt sich dieser in einem Farbspektrum aus, von Lachsfarben bis Pastellrosa; f\u00fcr manche ist es wie \u201erose quartz\u201c, f\u00fcr andere wie \u201escandi pink\u201c.<\/p>\n<p>In den meisten F\u00e4llen schaffen Beispiele Abhilfe bei der Farbvorstellung: Die Acne Studios-Taschen von 2007 werden etwa vielerorts als Vorl\u00e4ufer f\u00fcr den Trend angesehen, oder Model Charlotte Free, die 2011 mit pinkfarbenen Haaren auftrat und damit einen neuen Frisurentrend ausl\u00f6ste. Andere verweisen auf das Label Yes Way Ros\u00e9, das 2013 gegr\u00fcndet und schnell zum Instagram-Hit wurde. Viele nennen das Buchcover von \u201e#Girlboss\u201c (2014) der Nasty Gal-Gr\u00fcnderin Sophia Amoruso. Fast alle halten das Farbkonzept bei \u201eGrand Budapest Hotel\u201c, ebenfalls aus dem Jahr 2014, von Wes Anderson ausschlaggebend f\u00fcr den Erfolg der Farbe. Schlie\u00dflich prognostizierte die Color Marketing Group \u201eShim\u201c als Trendfarbe des Jahres 2016. \u201eShim\u201c ist ein Wortspiel aus \u201eshe\u201c und \u201ehim\u201c. Der damalige Pr\u00e4sident der Color Marketing Group charakterisierte die Farbe als einen &#8222;Moment der Ruhe\u201c (in einer Welt voller Stress).<a href=\"#_edn5\" name=\"_ednref5\">[5]<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_6817\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-25-um-11.50.53.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6817\" class=\"wp-image-6817\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-25-um-11.50.53-1024x615.png\" alt=\"millennial pink\" width=\"640\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-25-um-11.50.53-1024x615.png 1024w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-25-um-11.50.53-300x180.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-25-um-11.50.53-768x461.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-25-um-11.50.53.png 1028w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6817\" class=\"wp-caption-text\">Beliebte Beispiele f\u00fcr Millennial Pink<\/p><\/div>\n<p>Als \u201eein Moment der Ruhe\u201c l\u00e4sst sich auch das im Mai 2017 ver\u00f6ffentlichte Musikvideo zu \u201eMalibu\u201c von Miley Cyrus lesen. Anstatt sich nackt auf einer Abrissbirne zu bewegen (\u201eWrecking Ball\u201c, 2013) oder mit klebrigen Fl\u00fcssigkeiten zu begie\u00dfen (\u201eDooo it!\u201c, 2015), tanzt sie f\u00fcr \u201eMalibu\u201c in wei\u00dfer Kleidung in der Natur, mit pastellfarbenen Luftballons und riesigen Seifenblasen, wobei das Video insgesamt unter einen millennial-rosafarbenen Filter gelegt zu sein scheint.<\/p>\n<div id=\"attachment_6818\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-25-um-12.05.22.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6818\" class=\"wp-image-6818 \" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-25-um-12.05.22.png\" alt=\"Miley Cyrus, Malibu, 2017, Screenshots\" width=\"640\" height=\"359\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-25-um-12.05.22.png 808w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-25-um-12.05.22-300x168.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-25-um-12.05.22-768x431.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6818\" class=\"wp-caption-text\">Miley Cyrus, Malibu, 2017, Screenshots<\/p><\/div>\n<p>Nicht nur mit der Farbe Millennial Pink, sondern auch mit den Motiven \u2013 Meer, Luftballons, Seifenblasen, Wei\u00dfe Kleider \u2013\u00a0 geh\u00f6rt die Bildsprache des Video einem bestimmenden \u00e4sthetischen Repertoire unserer Zeit an. Dazu z\u00e4hlen Farben wie Hellrosa (aus dem Millennial Pink als Trend-Bezeichnung abgeleitet wurde) bis Hellbau, aber im Grunde alle Pastellt\u00f6ne, sowie Kupferfarben, Silber und Gold, au\u00dferdem Motive wie Regenb\u00f6gen, Einh\u00f6rner, Meerjungfrauen, tropische Fr\u00fcchte, Glitzer und vieles mehr.<\/p>\n<p>Oft muten diese Motive kindlich und weiblich an, sind aber entsexualisiert. In vielen Social-Media-Trends spielen sie eine zentrale Rolle, zuletzt etwa bei den <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/slimequeeens\/\">#slime-Clips<\/a>. Auch immer mehr Produkte bedienen sich des Stils und seiner Motivwelt. Man denke nur an die Einhorn-Schokolade von Ritter Sport, die \u201eRegenbogendusche\u201c von Balea oder den Einhorn-Milchshake von Starbucks.<\/p>\n<div id=\"attachment_6833\" style=\"width: 649px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-25-um-13.18.15.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6833\" class=\"wp-image-6833 \" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-25-um-13.18.15.png\" alt=\"Beispiele f\u00fcr Clean-Pop\" width=\"639\" height=\"390\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-25-um-13.18.15.png 742w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-25-um-13.18.15-300x184.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 100vw, 639px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6833\" class=\"wp-caption-text\">Beispiele f\u00fcr Clean-Pop<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: center\">Vorl\u00e4ufer<\/p>\n<p>Bei dem Video zu \u201eMalibu\u201c f\u00e4llt ins Auge, dass es zwei \u00e4sthetische Trends miteinander kombiniert: eine gewisse Cleanness \u2013 wei\u00dfe Kleidung, viel Licht, alles ist glatt \u2013 bei gleichzeitiger Poppigkeit \u2013 knallige Farben der Luftballons und Seifenblasen.<\/p>\n<p>In der j\u00fcngeren Vergangenheit lie\u00df sich diese Verbindung bereits andernorts beobachten: bei den Apple-Werbungen seit den 2000er Jahren. Genauer noch: den iPod- (und sp\u00e4ter iTunes)-Werbespots. Das ist deshalb hervorzuheben, weil diese Spots musikalisch wie \u00e4sthetisch als wichtige Setzer von Trends fungierten.<\/p>\n<p>Die iPod- und iTunes-Werbungen basierten auf zwei Strategien. Die erste hat jene ikonischen Videos hervorgebracht, die f\u00fcr lange Zeit und bis heute zu einem Synonym f\u00fcr iTunes geworden sind. Auf ihnen tanzen <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=mpM5nzSEyXE\">schwarze Silhouetten vor knallbunten Hintergrundfarben<\/a> \u2013 nur der wei\u00dfe iPod mit dem typisch wei\u00dfen Apple-Kabel sticht hervor und ist, wie sich noch zeigen wird, ein dezenter Prophet. Indem die Videos \u00e4sthetisch an die Pop-Art erinnern \u2013 besonders in der Summe aller Videos, deren aufmerksamkeitserregende Farben stets variieren und das Serielle dadurch umso mehr betonen \u2013\u00a0 wird der iPod zu einem augenf\u00e4lligen Pop-Ph\u00e4nomen.<\/p>\n<p>Die andere Strategie betont das Technische durch besonders simpel-clean inszenierte Settings: Ein wei\u00dfer Hintergrund, vor dem die nunmehr in metallischen Farben gehaltenen iPods von einem Stapel genommen werden \u2013 <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=sijSh4tMPVg\">zum Beispiel<\/a>. In vielen weiteren Werbekampagnen von Apple sind bis heute beide Strategien miteinander verbunden. Ganz besonders in der Produktfarbe &#8222;Rose Gold&#8220;, die nicht zuf\u00e4llig stets als\u00a0Beispiel f\u00fcr Millennial Pink genannt wird.<\/p>\n<div id=\"attachment_6832\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-25-um-13.12.36.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6832\" class=\"wp-image-6832\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-25-um-13.12.36.png\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"137\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-25-um-13.12.36.png 939w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-25-um-13.12.36-300x64.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-25-um-13.12.36-768x164.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6832\" class=\"wp-caption-text\">Links und mittig: iPod Werbungen der 2000er Jahre; rechts: MacBook in Rose Gold von 2017<\/p><\/div>\n<p>Damit hat Apple auch einen \u00e4sthetischen Code forciert (in der japanischen Popkultur ist dieser Code allerdings seit L\u00e4ngerem angelegt, auch zum Teil im Spielzeugdesign der 1990er Jahre, aber das sei an dieser Stelle nur erw\u00e4hnt), der auf einer Zusammenf\u00fchrung von Pop und Cleanness basiert.<\/p>\n<p>Dass hier Pop clean geworden ist, zugleich aber auch Cleanness Pop, l\u00e4sst sich besonders eindr\u00fccklich an dem Trend nachvollziehen, die Haare hellrosa oder hellblau zu tragen. Hier handelt es sich gerade nicht um ausgewaschene Farben \u2013 sprich um Nachl\u00e4ssigkeit und damit Unreinheit \u2013, wie sie etwa im Umfeld von Punk und Grunge in den 1990er Jahren getragen wurden, sondern es handelt sich um die Farbe Hellrosa mit ihren Assoziationen in Richtung Fantasie, Kindlichkeit, Reinheit durch positive Gedanken. Die Farben werden genau so erworben, wie sie sind \u2013 ganz ohne Warten, bis ein knalliges Pink sich irgendwann herausw\u00e4scht.<\/p>\n<div id=\"attachment_6819\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-25-um-12.27.48.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6819\" class=\"wp-image-6819\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-25-um-12.27.48.png\" alt=\"Bildschirmfoto 2017-05-25 um 12.27.48\" width=\"640\" height=\"325\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-25-um-12.27.48.png 797w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-25-um-12.27.48-300x152.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-25-um-12.27.48-768x389.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6819\" class=\"wp-caption-text\">Das Punk-Pink der 1990er (links) und das Millennial Pink der 2010er (rechts)<\/p><\/div>\n<p>In gewisser Weise ist dieser Trend die Konsequenz aus einer Cleanness, die ein bisschen Pop braucht, um cool zu sein; und einem Pop, der nicht mehr allzu poppig sein will \u2013 weil das nicht mehr cool ist. Wei\u00df (Cleanness) + Pink (Pop) = Hellrosa\/Wei\u00dfrosa (Clean-Pop). Es ist anzunehmen, dass s\u00e4mtliche Pastell-Ph\u00e4nomene der Gegenwart aus dieser Gleichung resultieren. Die Referenz auf einen vergangenen Pop erzeugt zudem h\u00e4ufig einen (gew\u00fcnschten) Nostalgie-Effekt.<\/p>\n<div id=\"attachment_6821\" style=\"width: 525px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-23-um-10.37.59.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6821\" class=\" wp-image-6821\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-23-um-10.37.59.png\" alt=\"Clean-Pop und Nostalgie. Tommy Hilfiger und Esprit erinnern in ihren aktuellen Kollektion an Kult-Kleidungsst\u00fccke aus den 1980er und 90er Jahren \u2013 und f\u00e4rben diese f\u00fcr die Neuauflage in Pastellt\u00f6ne ein. \" width=\"515\" height=\"468\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-23-um-10.37.59.png 462w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-23-um-10.37.59-300x273.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 515px) 100vw, 515px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6821\" class=\"wp-caption-text\">Clean-Pop und Nostalgie. Tommy Hilfeger (oben) und Esprit (unten) erinnern in ihren aktuellen Kollektion an Kult-Kleidungsst\u00fccke aus den 1980er und 90er Jahren (links) \u2013 und f\u00e4rben diese f\u00fcr die Neuauflage in Pastellt\u00f6ne ein (rechts).<\/p><\/div>\n<p>In der Produktgestaltungs- und Werbegeschichte von Apple l\u00e4sst sich also exemplarisch nachvollziehen, wie im Laufe der Zeit immer st\u00e4rker die Zusammenf\u00fchrung von Pop \u2013 im Sinne eines Andy Warhol und damit der Kunst \u2013 und der Cleanness eines Produktdesigners wie Dieter Rams forciert wurde. Sprich: von zwei \u00e4sthetischen Strategien, die eigentlich komplement\u00e4r sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Cleanness<\/p>\n<div id=\"attachment_6824\" style=\"width: 652px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-07-um-16.40.42.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6824\" class=\" wp-image-6824\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-07-um-16.40.42.png\" alt=\"Pop-Szenen, die so gar nicht clean sind: Punk, Hippie, Hip Hop\" width=\"642\" height=\"237\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-07-um-16.40.42.png 956w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-07-um-16.40.42-300x111.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-07-um-16.40.42-768x284.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 642px) 100vw, 642px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6824\" class=\"wp-caption-text\">Pop-Szenen, die so gar nicht clean sind: Punk, Hippie, Hip Hop<\/p><\/div>\n<p>Pop war h\u00e4ufig mit dem Schmutzigen, gewollt Nachl\u00e4ssigen und Rebellischen assoziiert, nicht mit Cleanness und Reinheit. Cleanness ist sauber und ordentlich, konform. Cleanness ist das Reine, Puristische, Unber\u00fchrte, Jungfr\u00e4uliche. Das Reine und Unber\u00fchrte ist wiederum essentiell, nat\u00fcrlich, echt. Cleanness ist aber auch und gerade in der Pr\u00e4sentation technischer Produkte pr\u00e4sent und steht dort ebenso f\u00fcr Unber\u00fchrtheit. Neu, frisch verpackt, noch nie angefasst \u2013 deshalb sind Unboxing-Videos so beliebt, deren favorisiertes Sujet \u00fcbrigens nicht zuf\u00e4llig Apple-Produkte sind.<\/p>\n<p>Vor einiger Zeit hat Cleanness bereits stilistisch wie inhaltlich Eingang in die Popkultur gefunden: Etwa im Norm-Core, einem Modetrend, bei dem man Jeans und wei\u00dfes T-Shirt tr\u00e4gt und die Essenz der Normalit\u00e4t zum Ausdruck bringen will \u2013 und das in unisex.<\/p>\n<p>Cleanness ist immer auch moralisch und gegebenenfalls politisch korrekt: In zahlreichen YouTube-Videos tauschen sich Jugendliche etwa \u00fcber ihre Ern\u00e4hrungsumstellung aus, entledigen sich im Namen des Minimalismus materieller G\u00fcter unter Anwendung der sogenannten Kon-Mari-Methode und diskutieren Begriffe wie \u201eDetox\u201c, \u201eEntschlackung\u201c und \u201eWork-Life-Balance\u201c. Cleanness ist Freiraum, Freimachen, Leermachen, Transzendenz \u2013 k\u00f6rperlich und geistig.<\/p>\n<div id=\"attachment_6825\" style=\"width: 649px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-07-um-18.19.58.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6825\" class=\" wp-image-6825\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-07-um-18.19.58.png\" alt=\"Sehr clean: Norm-Core, Voss-Wasser und Minimalismus auf Instagram\" width=\"639\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-07-um-18.19.58.png 973w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-07-um-18.19.58-300x81.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-07-um-18.19.58-768x208.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 100vw, 639px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6825\" class=\"wp-caption-text\">Sehr clean: Norm-Core, Voss-Wasser und Minimalismus auf Instagram<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: center\">Clean-Pop<\/p>\n<p>Clean-Pop ist das Resultat, wenn Pop und Cleanness sich miteinander verbinden. Wenn das Trashige unter dem Weichzeichner und der \u00dcberbelichtung von Instagram-Filtern erscheint. Clean-Pop sind poppige Motive in hellen Farben oder mit Wei\u00df abgemischt. Clean-Pop sind Fantasie-Wesen auf den flachen Screens von Smartphones, Tablets und Computern. Clean-Pop ist, wenn das Horn des Einhorns gen Himmel zeigt, als w\u00fcrde es gleich losfliegen \u2013 als Sticker auf dem leuchtenden Apfel vom MacBook. Clean-Pop ist (alter) Pop in hochaufgel\u00f6st oder frisch verpackt. Clean-Pop ist ein neuproduziertes Gl\u00fccksb\u00e4rchi-Kuscheltier. Clean-Pop ist ein Ombre aus dunkelbraunem Ansatz und wei\u00dfblonder L\u00e4nge \u2013 macht aus dem Nachl\u00e4ssigen Bestimmtheit und Perfektion.<\/p>\n<p>Als typisch Clean-Pop k\u00f6nnte man etwa die YouTuberin Bonnytrash bezeichnen. Das Setting ihrer Videos besteht aus einem pinkfarbenen psychedelischen Muster, vor dem diverse Einhorn- und Gl\u00fccksb\u00e4rchi-Kuscheltiere platziert sind, zudem ein minzgr\u00fcner Lik\u00f6r, eine rosafarbene Kerze und ein Landschaftsbild in Pastellfarben. Bonny tr\u00e4gt eine M\u00fctze, ebenfalls in Minzgr\u00fcn, mit einem Einhorn darauf und einen rosafarbenen Pullover.<\/p>\n<p>In einem Video, in dem sie das Lied von Bibi H. bespricht \u2013 welches, nebenbei bemerkt, ebenfalls als Clean-Pop zu bezeichnen ist \u2013 erkl\u00e4rt sie, die Tatsache an sich f\u00e4nde sie \u201erichtig geil\u201c, nur h\u00e4tten die Leute auf Twitter \u201erichtig abgefuckt\u201c. Aber generell sollte man sich nicht streiten. \u201eWenn der eine das toll findet, und der andere es total schei\u00dfe \u2013\u00a0lasst es einfach so stehen Leute. Jeder soll seine Meinung haben.\u201c \u201eIch g\u00f6nne es Bibi von ganzen Herzen, wirklich. Wir leben in einer so freien Welt, da kann wirklich jeder machen, worauf er Bock hat.\u201c Clean-Pop, das ist cooler Pop-Slang aus dem Mund einer Einhornm\u00fctzen-Tr\u00e4gerin, die Toleranz und N\u00e4chstenliebe beschw\u00f6rt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=R-yS6AD9caE\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=R-yS6AD9caE<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Ist Clean-Pop weiblich?<\/p>\n<p>Clean-Pop-Motive sind oft niedlich und werden oft von Frauen getragen oder anderweitig zum Ausdruck gebracht. Ist Clean-Pop also weiblich?<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich ist der Trend \u00e4sthetisch mit dem Motiv der Madonnen-Lilie in der Kunstgeschichte vergleichbar, die wegen ihrer hellen wei\u00dfen Farbigkeit vor allem in der christlichen Ikonografie zu einem Symbol von Reinheit und Unschuld wurde. Als h\u00e4ufiges Motiv in den Bildern der Verk\u00fcndigung des Herrn wird sie zu einem Synonym f\u00fcr die Jungfr\u00e4ulichkeit Marias und auch das Ideal der Jungfr\u00e4ulichkeit als solcher. Zugleich hat die wei\u00dfe Lilie einen leuchtend gelben Pollen-Stempel, der die Fruchtbarkeit in Erinnerung h\u00e4lt. In gewisser Weise ist also die jungfr\u00e4uliche Geburt als Motiv Clean-Pop.<\/p>\n<div id=\"attachment_6834\" style=\"width: 405px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-25-um-13.30.43.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6834\" class=\"size-full wp-image-6834\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-25-um-13.30.43.png\" alt=\"Verk\u00fcndigung des Herrn, Gem\u00e4lde im Fuldaer Dom, Ausschnitt\" width=\"395\" height=\"299\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-25-um-13.30.43.png 395w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-25-um-13.30.43-300x227.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 395px) 100vw, 395px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6834\" class=\"wp-caption-text\">Verk\u00fcndigung des Herrn, Gem\u00e4lde im Fuldaer Dom, Ausschnitt<\/p><\/div>\n<p>Insofern l\u00e4sst sich feststellen, dass Clean-Pop alte, aber noch nicht \u00fcberkommene Weiblichkeitsideale wie Reinheit und Unber\u00fchrtheit in die Gegenwart f\u00fchrt. Gerade wegen seiner Verkl\u00e4rung und Veredelung des Kindlichen ist er ebenfalls mit Fantasien der Jungfr\u00e4ulichkeit assoziiert. Fantasien, die man in gro\u00dfen Teilen der Popkultur zu \u00fcberwinden versucht hat, man denke nur an eine andere Madonna, n\u00e4mlich jene, die in den 1980er Jahren und in Videos wie \u201eLike A Virgin\u201c, \u201ePapa Don\u2019t Preach\u201c oder \u201eLike A Prayer\u201c den Unber\u00fchrtheitsvorstellungen eine Absage erteilte.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Madonna - Like A Prayer (Official Video)\" width=\"625\" height=\"469\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/79fzeNUqQbQ?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich ist Clean-Pop zumindest innerhalb der Popkultur \u00fcberraschend pr\u00fcde und kann durchaus als Medium betrachtet werden, mit dem die alten Ideale der Unschuld zum Teil unbemerkt \u2013 da sie sich in ein poppiges Gewand gekleidet haben \u2013 ins Netzzeitalter weitergetragen werden.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund bekommt auch die \u00c4sthetik des Netzfeminismus und der Cyber-Art eine neue Relevanz. Denn sie orientiert sich zwar einerseits stark an der \u00c4sthetik des Clean-Pop \u2013 und umgekehrt \u2013, durchkreuzt ihn jedoch mit verschiedenen Elementen der Unreinheit. So werden Blutungen unter einer Herzchen-Unterhose inszeniert, Achselhaar in einem Einhorn-Tank-Top.<\/p>\n<p>Die Kritik des Netzfeminismus erweist sich unter diesem Gesichtspunkt als strategisch und wirkungsvoll \u2013 und nicht, wie oft eingewendet wird, als blo\u00dfes Mittel zum Zweck der Selbstdarstellung sch\u00f6ner junger Frauen. Zugleich wirkt er auf die \u00c4sthetik des Clean-Pop wieder zur\u00fcck, stiftet neue Motive und Ideen. In seiner k\u00fcnstlerisch avancierten Form wird am Clean-Pop der Netzfeministinnen deutlich, dass hier die erste Pop-Generation vorliegt, die von weiblichen und nicht von m\u00e4nnlichen Codes bestimmt ist.<\/p>\n<div id=\"attachment_6827\" style=\"width: 649px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-07-um-18.44.18.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6827\" class=\" wp-image-6827\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-07-um-18.44.18.png\" alt=\"Links: Clean-Pop-Mainstream; rechts: Clean-Pop-Subkultur (im Netzfeminismus)\" width=\"639\" height=\"317\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-07-um-18.44.18.png 757w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-07-um-18.44.18-300x149.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 100vw, 639px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6827\" class=\"wp-caption-text\">Links: Clean-Pop-Mainstream; rechts: Clean-Pop-Subkultur (im Netzfeminismus)<\/p><\/div>\n<p>Googelt man Clean-Pop, st\u00f6\u00dft man auf einen s\u00fcdkoreanischen Gesichtsreiniger in den Farben Pink und Wei\u00df. Der doppelte Sinn, dass es sich einerseits um ein Reinigungsprodukt handelt, andererseits im Design als klinisch-clean bezeichnet werden muss, kann auch auf den Clean-Pop als Stilbegriff \u00fcbertragen werden: Bei ihm geht es um das Reinwaschen eines Pop, der anarchisch und \u201abad\u2018 sein k\u00f6nnte, unter sehr klinischen Bedingungen \u2013 wei\u00dfe Farbe, helles Licht, glatte Oberfl\u00e4chen.<\/p>\n<div id=\"attachment_6826\" style=\"width: 648px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-07-um-18.22.40.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6826\" class=\" wp-image-6826\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-07-um-18.22.40.png\" alt=\"Der s\u00fcdkoreanische Gesichtsreiniger \u201eClean-Pop\u201c.\" width=\"638\" height=\"262\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-07-um-18.22.40.png 1422w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-07-um-18.22.40-300x123.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-07-um-18.22.40-768x315.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/05\/Bildschirmfoto-2017-05-07-um-18.22.40-1024x421.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 638px) 100vw, 638px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6826\" class=\"wp-caption-text\">Der s\u00fcdkoreanische Gesichtsreiniger \u201eClean-Pop\u201c.<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Anmerkungen<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\">[1] <\/a>http:\/\/nymag.com\/thecut\/2017\/03\/why-millennial-pink-refuses-to-go-away.html<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref2\" name=\"_edn2\">[2] <\/a>http:\/\/nymag.com\/thecut\/2016\/07\/non-pink-pink-color-trend-fashion-design.html<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref3\" name=\"_edn3\">[3] <\/a>https:\/\/www.domain.com.au\/advice\/androgynous-and-ironic-how-millennial-pink-came-to-define-a-generation-20170328-gv845x\/<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref4\" name=\"_edn4\">[4] <\/a>Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref5\" name=\"_edn5\">[5] <\/a>http:\/\/nymag.com\/thecut\/2017\/03\/why-millennial-pink-refuses-to-go-away.html<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a title=\"website kohout\" href=\"https:\/\/sofrischsogut.com\/\" target=\"_blank\">Annekathrin Kohout<\/a>\u00a0ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Germanistischen Seminar der Universit\u00e4t Siegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Clean-Pop<\/p>\n","protected":false},"author":391,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[57],"tags":[95440,213,331,367,452,616,733,838,844,881,1494,1533,1534,1535,1541,1549,1690,1816,1968],"class_list":["post-6816","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-acne","tag-apple","tag-bibi","tag-bonnytrash","tag-clean-pop","tag-einhoerner","tag-feminismus","tag-generation-y","tag-geonation-z","tag-girlboss","tag-meerjungfrauen","tag-miley-cyrus","tag-millennial-pink","tag-millennials","tag-mode","tag-modetrends","tag-normcore","tag-pop","tag-regenboegen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6816","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/users\/391"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6816"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6816\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6816"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6816"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6816"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}