{"id":7004,"date":"2017-07-05T19:41:34","date_gmt":"2017-07-05T17:41:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/?p=7004"},"modified":"2017-07-05T19:41:34","modified_gmt":"2017-07-05T17:41:34","slug":"mode-sommervon-sarah-eliasz5-7-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/2017\/07\/05\/mode-sommervon-sarah-eliasz5-7-2017\/","title":{"rendered":"Mode Sommer 2017von Sarah Eliasz5.7.2017"},"content":{"rendered":"<p>Kurzlebige Trends<!--more--><\/p>\n<p>Mode entsteht in der Suche nach dem Neuen, dem Fremden, dem Andersartigen. Hinzukommen muss aber, dass viele Menschen dann das Neue als Mode akzeptieren, indem sie es kaufen, tragen und inszenieren. Alle Modetheorien von Christian Garve \u00fcber Georg Simmel bis Ren\u00e9 K\u00f6nig haben diese Abfolge von Wechsel und Nachahmung als konstitutiv f\u00fcr die Mode erkannt.<\/p>\n<p>Das Angebot der Designer, egal wie exklusiv, extravagant und \u00e4sthetisch ansprechend es sein mag, bleibt zun\u00e4chst also nur Kleidung, die viele Tr\u00e4ger ben\u00f6tigt, um zur Mode zu werden. Deshalb soll f\u00fcr die laufende Saison an einigen Beispielen und mit Hilfe einiger Alltagsimpressionen \u00fcberpr\u00fcft werden: Was wurde zur Mode, was blieb Kleidung?<\/p>\n<p>Bereits im Fr\u00fchjahr waren Ballon-, Trompeten- und Puff\u00e4rmel oft zu sehen. W\u00e4hrend sie aber Anfang des Jahres noch an Pullovern und Sweatshirts getragen wurden, sind es im Sommer Kleider und Blusen, die mit den volumin\u00f6sen \u00c4rmeln in Szene gesetzt werden.<\/p>\n<p>[youtube id=&#8220;PsTessK0f0w&#8220; autoplay=&#8220;no&#8220;]<\/p>\n<p>Von Firmen wie Gucci, Dolce &amp; Gabanna und Saint Laurent in ihren Fr\u00fchling\/Sommer-Kollektionen ausgestellt, hat sich dieser Trend als Must-Have der Saison etabliert und ist in allen Preissegmenten vertreten, nicht nur denen der Hochpreis-Kollektionen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/07\/Bildschirmfoto-2017-07-02-um-15.21.31.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-7005\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/07\/Bildschirmfoto-2017-07-02-um-15.21.31.png\" alt=\"Bildschirmfoto 2017-07-02 um 15.21.31\" width=\"449\" height=\"262\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/07\/Bildschirmfoto-2017-07-02-um-15.21.31.png 751w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/07\/Bildschirmfoto-2017-07-02-um-15.21.31-300x175.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 449px) 100vw, 449px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Statement- und Slogan-T-Shirts waren lange Zeit verp\u00f6nt, bis sie dieses Jahr ein Comeback erlebt haben. Die Gucci-Logo-T-Shirts machten den Anfang und wurden von unz\u00e4hligen einflussreichen Bloggern propagiert, unter anderem von der deutschen Bloggerin Caro Daur. Das Prinzip lie\u00df sich aber keineswegs beliebig anwenden. Dem Trend folgte etwa das Mittelklasse-Modeunternehmen Esprit und brachte eine ganze Linie solcher Logo-Shirts heraus, deren Erfolg jedoch ausblieb.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/07\/Bildschirmfoto-2017-07-02-um-14.47.13.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-7010\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/07\/Bildschirmfoto-2017-07-02-um-14.47.13.png\" alt=\"Bildschirmfoto 2017-07-02 um 14.47.13\" width=\"451\" height=\"256\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/07\/Bildschirmfoto-2017-07-02-um-14.47.13.png 762w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/07\/Bildschirmfoto-2017-07-02-um-14.47.13-300x170.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 451px) 100vw, 451px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ein Erfolg ist hingegen das von Maria Grazia Chiuri f\u00fcr ihre Deb\u00fct-Kollektion bei Dior designte Statement-T-Shirt \u201eWe should all be feminists\u201c.<\/p>\n<p>[youtube id=&#8220;ejelBK6SwtA&#8220; autoplay=&#8220;no&#8220;]<\/p>\n<p>So trugen beispielsweise Madonna und Nicole Kidman auf dem Frauenmarsch in New York T-Shirts mit politischer Botschaft, <a title=\"artikel vogue\" href=\"http:\/\/www.vogue.de\/mode\/mode-news\/dior-shirt-rihanna-charity\" target=\"_blank\">viele folgten ihnen<\/a>.<\/p>\n<p>Extrabreite Tailleng\u00fcrtel und Corsagen sind unter anderem bei Isabel Marant und Balmain vorgef\u00fchrt worden.<\/p>\n<p>[youtube id=&#8220;0vtdHdm_-nE&#8220; autoplay=&#8220;no&#8220;]<\/p>\n<p>Auf Social-Media-Kan\u00e4len durchaus vorzufinden, erscheinen sie der Kundin \u00fcberwiegend jedoch als unn\u00fctzes Accessoire. Angeboten werden diese Trendartikel vor allem von den Fast-Fashion Modeh\u00e4usern wie Zara, Asos und H&amp;M, die sich nicht davor scheuen, auch wom\u00f6glich unkommerziellen Trends probeweise nachzugehen.<\/p>\n<p>Die Hip Bag, auch Fanny Pack genannt, ist ein Accessoire, das seinen ersten gro\u00dfen Erfolg in den achtziger Jahren feierte. Im Laufe der Zeit etablierte sich die H\u00fcfttasche als praktischer Gegenstand zum Schutz vor Diebstahl f\u00fcr Touristen. 2015 wollten Marken wie Valentino und Diesel den Nutzartikel als modisches Accessoire f\u00fcr die M\u00e4nnermode, als Gegenst\u00fcck zur Damentasche, auf dem Markt durchsetzen. W\u00e4hrend dieser Versuch fehlschlug, versuchen heute Modemarken wie Gucci, Chanel und Liebeskind Berlin die Hip Bag <a title=\"artikel vogue\" href=\"http:\/\/www.vogue.de\/mode\/mode-trends\/modetrend-fanny-pack-bauchtasche-guerteltasche\" target=\"_blank\">wiederzubeleben<\/a>. Modeblogger folgen bereits dem Trend, vereinzelt auch Nutzer der Social-Media-Plattform Instagram. Der gro\u00dfe Erfolg\u00a0blieb bislang jedoch aus.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/07\/Bildschirmfoto-2017-07-02-um-16.17.35.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-7008\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/07\/Bildschirmfoto-2017-07-02-um-16.17.35.png\" alt=\"Bildschirmfoto 2017-07-02 um 16.17.35\" width=\"450\" height=\"428\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/07\/Bildschirmfoto-2017-07-02-um-16.17.35.png 525w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/07\/Bildschirmfoto-2017-07-02-um-16.17.35-300x285.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Maritime Mode scheint jedes Jahr aufs Neue zu funktionieren. Die blau-wei\u00df-gestreiften Kleider, Oberteile und Hosen, die an den Matrosen-Look erinnern, haben sich als Klassiker f\u00fcr den Sommer durchgesetzt. Angefangen hat alles mit dem Breton-Shirt, das von dem Bekleidungsunternehmen Saint James im 19. Jahrhundert f\u00fcr die in der Bretagne stationierte franz\u00f6sische Marine entworfen wurde. Das Breton-Shirt fand weltweite Beachtung, nachdem Coco Chanel es, leicht modifiziert, 1917 auf dem Laufsteg pr\u00e4sentierte. Durch Stars wie Brigitte Bardot, Pablo Picasso und Audrey Hepburn hat sich der maritime Stil im Laufe des Jahrhunderts etabliert. Diesen Sommer wird das blau-wei\u00df-gestreifte Oberteil vor allem mit Schleifen und U-Boot-Ausschnitt bzw. Off-Shoulder-Ausschnitt getragen und mit dem volumin\u00f6sen und verspielten \u00c4rmeltrend kombiniert.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/07\/Bildschirmfoto-2017-07-02-um-16.24.31.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-7009\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/07\/Bildschirmfoto-2017-07-02-um-16.24.31.png\" alt=\"Bildschirmfoto 2017-07-02 um 16.24.31\" width=\"449\" height=\"392\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/07\/Bildschirmfoto-2017-07-02-um-16.24.31.png 626w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/07\/Bildschirmfoto-2017-07-02-um-16.24.31-300x262.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 449px) 100vw, 449px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am Ende kann festgestellt werden, dass die eine Mode, nach der jeder strebt, diesen Sommer ausgeblieben ist. Durch die Fast-Fashion-Industrie (mit diesem Begriff wird ein \u00f6konomisches Gesch\u00e4ftsmodell bezeichnet, das das Ziel hat, den Zyklus \u2013 vom Design \u00fcber die Produktion bis hin zur Lieferung \u2013 zu verk\u00fcrzen, um so die stetige Ver\u00e4nderung des Sortiments zu gew\u00e4hrleisten) pr\u00e4gt eine Pluralit\u00e4t \u00e4u\u00dferst kurzlebiger Trends die Modewelt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Mode fr\u00fcher noch den einheitlichen Stil einer Generation oder auch nur einer sozialen Gruppierung darstellte, fehlt dieser gegenw\u00e4rtig. Denn um zur Mode zu werden, braucht ein Trend Zeit \u2013 und Personen, die ihn annehmen und nachahmen. Wegen der zunehmenden Schnelllebigkeit und Diversit\u00e4t der Angebote ist diese Periode der Stabilisierung jedoch nur noch sehr schwer zu erreichen. Das Ergebnis ist eine Vielzahl von fl\u00fcchtigen Minitrends und die Fortdauer der Klassiker.<\/p>\n<p>Im Herbst soll das Mode werden \u2013 und wird zumindest jetzt als Minitrend lanciert: Blumen, Punkte, Blue Jeans, Leder und Weltall-Looks, die von Eskapismus und Sehnsucht nach der Ferne gepr\u00e4gt sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurzlebige Trends<\/p>\n","protected":false},"author":391,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[57],"tags":[915,1447,1541,2050,2387,2506],"class_list":["post-7004","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-gucci","tag-maria-grazia-chiuri","tag-mode","tag-saint-laurent","tag-trends","tag-we-should-all-be-feminists"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7004","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/users\/391"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7004"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7004\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7004"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7004"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7004"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}