{"id":7105,"date":"2017-08-09T09:50:09","date_gmt":"2017-08-09T07:50:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/?p=7105"},"modified":"2017-08-09T09:50:09","modified_gmt":"2017-08-09T07:50:09","slug":"das-genre-des-kommentars-auf-dem-nachrichtenportal-zeit-onlinevon-daniela-haas9-8-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/2017\/08\/09\/das-genre-des-kommentars-auf-dem-nachrichtenportal-zeit-onlinevon-daniela-haas9-8-2017\/","title":{"rendered":"Das Genre des Kommentars auf dem Nachrichtenportal Zeit Onlinevon Daniela Haas9.8.2017"},"content":{"rendered":"<p>Redaktions- und Leserkommentare<!--more--><\/p>\n<p>Der journalistische Auftrag umfasst mehr als Verbreitung von Nachrichten. Wie etwa die Landespressegesetze zeigen, wird die Beteiligung an der \u00f6ffentlichen Meinungsbildung, beispielsweise durch Kritik und explizite Stellungnahmen, als wichtige Aufgabe des Journalismus begriffen<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>. Journalistische Meinungsbeitr\u00e4ge sollen der Orientierung und Einordnung aktueller Entwicklungen in die bestehenden Lebens- und Wissenszusammenh\u00e4nge der Rezipienten dienen<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a>. Besondere Bedeutung kommt hierbei dem Kommentar zu, da dieser seine Wertung auf Basis einer logisch-systematischen Argumentation darlegt und daher nicht lediglich ein willk\u00fcrlich subjektives, sondern analytisch fundiertes Urteil vermittelt.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich wird der Kommentar, wie alle meinungsbetonten Darstellungsformen, innerhalb des Journalismus von tatsachenbetonten, nach Objektivit\u00e4t strebenden Genres unterschieden<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a>, um eine unvoreingenommene Berichterstattung im Sinne der an einem Geschehen beteiligten Akteure zu gew\u00e4hrleisten und einer Beeinflussung des Publikums durch parteiische Information vorzubeugen<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a>.<\/p>\n<p>Zwar wird diese Trennung der Textsorten als Norm gelehrt, in der Praxis aber finden sich oftmals Mischformen, vor allem in den elektronischen Medien<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a>. So werden beispielsweise oftmals Meinungs\u00e4u\u00dferungen in faktenorientierte Artikel eingef\u00fcgt, um den Unterhaltungswert der Texte zu steigern und damit eine gr\u00f6\u00dfere Attraktivit\u00e4t f\u00fcr den potenziellen Leser im Vergleich zu konkurrierenden Medienformaten zu erzielen<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a>. Vor dem Hintergrund, dass webbasierte Nachrichtenangebote zunehmend an Popularit\u00e4t gewinnen und inzwischen von mehreren Millionen Menschen genutzt werden<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a>, wird die M\u00f6glichkeit einer weitreichenden Einflussnahme der entsprechenden Formate auf die Leserschaft ohne deren explizite Kenntnis sichtbar.<\/p>\n<p>Diese Problematik soll in diesem Aufsatz n\u00e4her beleuchtet werden. Gegenstand der Betrachtung ist die Website <em>Zeit Online<\/em>, die mit zuletzt ermittelten 12 Millionen monatlichen Nutzern zu den popul\u00e4rsten Nachrichtenportalen im deutschsprachigen Raum geh\u00f6rt<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> und gem\u00e4\u00df ihres Selbstverst\u00e4ndnisses die \u201eanalytische[] Einordnung des Weltgeschehens\u201c<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> sowie \u201epointierte[], meinungsstarke[] Kommentare[]\u201c<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> als ihre zentralen Aufgaben sieht.<\/p>\n<p>Im Fokus der Untersuchung steht denn auch die auf der Website praktizierte journalistische Umsetzung der Textsorte des Kommentars. Dabei gilt es zu ermitteln, ob und auf welche Weise die Seite eine Trennung des Kommentars von anderen Genres erkennen l\u00e4sst oder, falls dies nicht der Fall ist, mit welchen spezifischen Formen der Vermischung gearbeitet wird.<\/p>\n<p>Hierzu soll der Kommentar als Gattung in einem ersten Schritt theoretisch-konzeptionell in Abgrenzung zu wichtigen Darstellungsformen mit Objektivit\u00e4tsanspruch und weiteren Meinungsgenres umrissen werden, um einen definitorischen Kriterienkatalog zu erstellen. Mit Hilfe dieser Merkmale werden daran anschlie\u00dfend ausgew\u00e4hlte Beispielartikel auf <em>Zeit Online <\/em>in Bezug auf ihre Genrezuordnung analysiert, wobei ein besonderes Augenmerk auf der Gestaltung der Kommentare liegt. Das Portal legt nach eigener Aussage besonderen Wert auf eine durch Moderatoren regulierte Debattenkultur, die sich sowohl zwischen Lesern als auch zwischen Lesern und Redakteuren u.a. im Rahmen von Foren f\u00fcr Nutzerkommentare unterhalb der Artikel entfalten soll<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> und somit als Erg\u00e4nzung des journalistischen Auftrags der Mitwirkung an der Meinungsbildung begriffen werden kann. Daher wird in einem dritten Schritt zus\u00e4tzlich exemplarisch die Kommentarsektion zu einem der behandelten Texte sowohl vergleichend mit Blick auf die schriftlich fixierten Regularien der Redaktion, die sogenannte Netiquette, als auch auf den erstellten Kriterienkatalog zum journalistischen Kommentar betrachtet, um sich der Textsorte des Leserkommentars zu n\u00e4hern. Abschlie\u00dfend werden die Ergebnisse diskutiert und in einem Fazit zusammengefasst.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">\u00a0Das journalistische Umfeld: die grundlegenden Darstellungsformen<\/p>\n<p>Sucht man journalistische Beitr\u00e4ge zu kategorisieren, st\u00f6\u00dft man in der Literatur auf eine gro\u00dfe Vielfalt von Textsortenbezeichnungen verschiedener Spezifit\u00e4tsgrade, die wiederum selbst mitunter unterschiedlich definiert werden<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a>. Wie Walther von La Roche feststellt, herrscht auch in der Praxis ein uneinheitlicher Gebrauch der entsprechenden Begriffe. So wird etwa in der Redaktion von einer Reportage gesprochen, obwohl eigentlich ein Bericht gemeint ist, oder die Bezeichnung Kommentar wird synonym f\u00fcr s\u00e4mtliche Meinungsbeitr\u00e4ge verwendet.<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a><\/p>\n<p>Die nachfolgenden Ausf\u00fchrungen erheben daher keinen Anspruch auf eine umfassende, allgemeinverbindliche Darstellung aller existierenden Genrebegriffe in ihren Variationen. Stattdessen soll im Folgenden ein Abriss der oft genannten Grundformen journalistischer Texte gegeben werden, um das Feld zu beleuchten, innerhalb dessen der Kommentar zu verorten ist. Die Textsorte des Kommentars selbst wird im Anschluss ausf\u00fchrlich dargestellt.<\/p>\n<p>Einigkeit herrscht in der Forschungs- und Praxisliteratur \u00fcber die Trennung der Texte in einerseits tatsachen- bzw. faktenorientierte und andererseits meinungsorientierte Genres, in welchen der Verfasser einen Sachverhalt eigenst\u00e4ndig bewertet<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a>. Von diesen Gruppen wird gelegentlich noch eine weitere Kategorie, die auf unterhaltende Weise informierenden und interpretierenden Formen, unterschieden<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a>, die, gemessen am Grad der Sachlichkeit eines Textes, zwischen den beiden erstgenannten verortet werden kann. Dabei z\u00e4hlen Artikel dieser Gruppe nicht, wie ihre Bezeichnung nahelegen mag, zu den meinungsbetonten Genres, da der Autor hier nicht selbst wertet, sondern lediglich Interpretationshilfe f\u00fcr den Leser durch die Nennung der Ansichten Anderer leistet<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a>. Eine solche drei- statt zweiteilige Abgrenzung erscheint f\u00fcr das Anliegen dieser Arbeit sinnvoll, da sie ein h\u00f6heres Ma\u00df der gattungstheoretischen Differenzierung bei gleichzeitiger Wahrung von \u00dcbersichtlichkeit erm\u00f6glicht, und wird daher im weiteren Verlauf zugrunde gelegt.<\/p>\n<p>Zu der ersten Gruppe geh\u00f6ren Meldung, Nachricht und Bericht. Hierbei handelt es sich um Texte, die dem Rezipienten ein aktuelles Geschehen von allgemeinem Interesse unmittelbar, sachlich wahrheitsgetreu und objektiv mitzuteilen suchen. Je nach L\u00e4nge des Artikels \u2013 die Meldung wird gemeinhin als k\u00fcrzeste, die Nachricht als mittlere und der Bericht als l\u00e4ngste Form gesehen \u2013 wird das Ereignis unterschiedlich ausf\u00fchrlich, d.h. knapp in seinen wesentlichen Z\u00fcgen oder mit Blick auf seine Vorgeschichte und m\u00f6gliche zuk\u00fcnftige Entwicklungen geschildert, auch ist eine Erl\u00e4uterung erweiterter Zusammenh\u00e4nge, etwa im Rahmen eines sog. Hintergrundberichtes, m\u00f6glich \u2013 jedoch stets ohne Beurteilung oder Stellungnahme des Verfassers.<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a> Meinungs\u00e4u\u00dferungen tauchen hier nur als Gegenstand der Berichterstattung auf<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a>.<\/p>\n<p>Obgleich diese Texte die objektive Darstellung der Realit\u00e4t zum Ziel haben, hinter der die Anwesenheit des Journalisten selbst nicht mehr wahrnehmbar ist, k\u00f6nnen sie in letzter Konsequenz nie g\u00e4nzlich frei von subjektiven Einfl\u00fcssen sein. Diese Problematik beginnt bereits mit der Frage nach der Existenz \u201ader\u2018 Realit\u00e4t als intersubjektiv erfassbarer Tatsache, erstreckt sich dar\u00fcber hinaus u.a. \u00fcber die versehentliche oder zuweilen unumg\u00e4ngliche Verwendung wertender Ausdr\u00fccke, manifestiert sich aber sp\u00e4testens in der Aufgabe des Autors, bei der Darstellung des Geschehens schon allein aus Gr\u00fcnden des begrenzten Artikelumfangs die Fakten selektiv zu kombinieren und daher in gewissem Ma\u00dfe stets subjektiv vorzugehen.<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a><\/p>\n<p>Der \u00dcbergang zu der zweiten Kategorie journalistischer Darstellungsformen ist mitunter flie\u00dfend. Deutlich wird dies etwa im Falle eines Berichtes, der narrative Z\u00fcge annimmt und Akteure, die in das darzulegende Ereignis involviert sind, in ihrem Verhalten beschreibt oder selbst zu Wort kommen l\u00e4sst.<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a> Damit bedient er sich einzelner Elemente der Reportage<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\">[21]<\/a>, die gemeinsam mit Feature und analysierendem Beitrag die unterhaltend-informierenden und interpretierenden Textsorten bildet<a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\">[22]<\/a>.<\/p>\n<p>Die Reportage kann als Erg\u00e4nzung der faktenorientierten Formen begriffen werden, die einen st\u00e4rkeren Einfluss der Person des Autors, aber ebenfalls keine Meinungs\u00e4u\u00dferung desselben gestattet. Ihr Anliegen ist nicht die rasche bzw. zielgerichtete Information des Rezipienten, vielmehr ist sie darum bem\u00fcht, einen bestimmten Sachverhalt aus verschiedenen Blickwinkeln anschaulich und lebendig darzustellen und den Leser damit zu einer Art Augenzeuge werden zu lassen. Hierzu dienen u.a. die Schilderung von Detailbeobachtungen und die Beschreibung von Sinneseindr\u00fccken, die der Reporter w\u00e4hrend der Recherche am Ort des Geschehens empfindet sowie das Zitieren von Beteiligten und deren Ansichten. Das Erz\u00e4hlte wird \u00fcberdies dramaturgisch inszeniert und m\u00fcndet zuweilen in einer abschlie\u00dfenden Pointe, die sich nicht als finales Urteil des Autors darstellt, sondern sich aus den dargelegten Fakten ergibt. Das Ziehen von Schlussfolgerungen bleibt dem Leser \u00fcberlassen.<a href=\"#_ftn23\" name=\"_ftnref23\">[23]<\/a><\/p>\n<p>Dieser Textsorte \u00e4hnlich und gelegentlich gemeinsam mit ihr als Mischform auffindbar ist das Feature. Auch hier werden konkrete Begebenheiten und Beobachtungen des Journalisten bildhaft beschrieben, allerdings mit der Intention der Illustration eines allgemeineren, mitunter durchaus abstrakten Gegenstandes in seinen Strukturen und Zusammenh\u00e4ngen. Aufgrund dieser Funktion des beispielhaft Geschilderten darf es sich bei diesem im Gegensatz zur Reportage auch um fiktive Begebenheiten handeln. Die beiden Ziele des Features sind Information und Unterhaltung, weshalb es mitunter auch als \u201aInfotainment\u2018 bezeichnet wird. Daher bedient es sich einer im Vergleich zu den objektiven Darstellungsformen aufgelockerten Sprache und mischt Fakten mit Anekdoten und Exkursen, um seinen Gegenstand analytisch in einem gr\u00f6\u00dferen Kontext einzuordnen und damit schlie\u00dflich dem Leser zu einem Erkenntnisgewinn zu verhelfen<a href=\"#_ftn24\" name=\"_ftnref24\">[24]<\/a>. \u00c4hnlich wie im Fall der Reportage werden auch des \u00d6fteren Stilkomponenten des Features in Berichte eingeflochten, um ihn lebendiger und damit f\u00fcr den Leser attraktiver zu gestalten<a href=\"#_ftn25\" name=\"_ftnref25\">[25]<\/a>.<a href=\"#_ftn26\" name=\"_ftnref26\">[26]<\/a><\/p>\n<p>Das letzte Genre der zweiten Kategorie, das hier umrissen werden soll, ist das des analysierenden Beitrags, wie es h\u00e4ufig etwa in Form des Korrespondentenberichts auftritt. Auf den ersten Blick mag es am ehesten mit einem Kommentar zu verwechseln sein. Der Autor, sei er Korrespondent oder Fachjournalist, verf\u00fcgt \u00fcber eine besondere \u201ePersonen- und Sachkenntnis\u201c<a href=\"#_ftn27\" name=\"_ftnref27\">[27]<\/a>, die er auf seine Recherchen zu einem aktuellen Ereignis anwendet. So unterzieht er das u.a. im Rahmen von Interviews Erfahrene vor dem Hintergrund seines Wissens einer Analyse und interpretiert es mit Blick auf tieferliegende Zusammenh\u00e4nge sowie Gedanken und Standpunkte einzelner Akteure, was stets ein gewisses Ma\u00df an Spekulation voraussetzt. Trotz dieses Einflusses von Subjektivit\u00e4t auf das Textprodukt hat man es hier nicht mit einem Kommentar zu tun, da die pers\u00f6nlichen Ansichten des Verfassers keine Ber\u00fccksichtigung finden. Stattdessen handelt es sich um eine \u201aerl\u00e4uternde Auslegung\u2018. Eine \u201ekommentierende[] Stellungnahme\u201c<a href=\"#_ftn28\" name=\"_ftnref28\">[28]<\/a> innerhalb eines solchen Beitrags ist nach La Roche nur dann ausnahmsweise akzeptabel, wenn das entsprechende Thema innerhalb desselben Mediums in einer Nachricht behandelt wird, also parallel eine objektive Berichterstattung sichergestellt ist.<a href=\"#_ftn29\" name=\"_ftnref29\">[29]<\/a><\/p>\n<p>Die eigene Meinung legt der Journalist schlie\u00dflich in den Gattungen der dritten Gruppe, Kolumne, Glosse und eben dem Kommentar<a href=\"#_ftn30\" name=\"_ftnref30\">[30]<\/a>, dar. Ihre Aufgabe ist es, \u201eEreignisse und Themen f\u00fcr den Leser auf[zubereiten]\u201c<a href=\"#_ftn31\" name=\"_ftnref31\">[31]<\/a>, ihn mit verschiedenen Argumenten und nicht zuletzt der Haltung des Verfassers vertraut zu machen. In Auseinandersetzung mit dieser, schlie\u00dflich ihrer begr\u00fcndeten Annahme oder Ablehnung, soll der Rezipient zum Nachdenken und zur Entwicklung eines pers\u00f6nlichen Standpunktes angeregt werden.<a href=\"#_ftn32\" name=\"_ftnref32\">[32]<\/a> Das Verh\u00e4ltnis der Genres zueinander wird in der Literatur oftmals als \u201everwandt[schaftlich]\u201c<a href=\"#_ftn33\" name=\"_ftnref33\">[33]<\/a> beschrieben, wobei der Kommentar meist als Ausgangspunkt gesetzt wird, von dem sich die beiden erstgenannten Textsorten durch eigene, vor allem stilistische Spezifika abgrenzen<a href=\"#_ftn34\" name=\"_ftnref34\">[34]<\/a>.<\/p>\n<p>Diese sollen nun hier beschrieben werden, bevor der Kommentar im n\u00e4chsten Kapitelabschnitt separat eingehend beleuchtet wird. Die \u201esubjektivste Spezies der Darstellungsformen\u201c<a href=\"#_ftn35\" name=\"_ftnref35\">[35]<\/a> ist die Kolumne. Sie erscheint in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden und wird entweder von variierenden Gastautoren oder einem besonders bekannten Autor geschrieben. Ihr vorrangiger Zweck ist nicht die \u00f6ffentliche Meinungsbildung, sondern die \u201eunterhaltende Meinungs\u00e4u\u00dferung\u201c<a href=\"#_ftn36\" name=\"_ftnref36\">[36]<\/a> ihres Verfassers zu einem bestimmten Gegenstand. Seine Person ist es, an der sich die Kolumne inhaltlich und stilistisch orientiert. Die Themenwahl steht ihm frei, er ist nicht an das aktuelle Zeitgeschehen gebunden, kann u.a. sowohl pers\u00f6nliche Erfahrungen als auch gro\u00dfe gesellschaftlich-politische Ereignisse behandeln und den Text ganz im Sinne seiner \u201eindividuellen Schreibweise\u201c<a href=\"#_ftn37\" name=\"_ftnref37\">[37]<\/a> ausgestalten. Auch hier ist zuweilen keine Trennsch\u00e4rfe zu anderen Textsorten gegeben, es k\u00f6nnen ebenfalls kommentierende und glossierende Elemente eingebunden werden<a href=\"#_ftn38\" name=\"_ftnref38\">[38]<\/a>.<a href=\"#_ftn39\" name=\"_ftnref39\">[39]<\/a><\/p>\n<p>Die Glosse selbst wird als \u201eschwierigste Form des Kommentars\u201c<a href=\"#_ftn40\" name=\"_ftnref40\">[40]<\/a> beschrieben. Ihr Sujet ist aus einem breiten Themenspektrum w\u00e4hlbar und wird spielerisch mit einer originellen Rhetorik verhandelt. Dabei nutzt sie \u00fcberspitzte, \u00fcbertriebene Argumente und einen ironischen, entlarvenden, sp\u00f6ttisch-polemischen bis verletzenden Stil mit einer schlagenden Schlusspointe, um den Rezipienten (humoristisch) zu unterhalten. Auch sie zielt nicht auf die \u00dcberzeugung oder Unterst\u00fctzung der Meinungsbildung des Publikums, sondern versucht eine als bereits vorhanden vorausgesetzte Haltung der Leser durch neue Aspekte zu best\u00e4tigen und zu unterstreichen. Diese m\u00fcssen keineswegs nach Vernunftprinzipien logisch-systematisch vorgetragen werden, vielmehr sind es gerade gedankliche \u201aUmwege\u2018 und Absurdit\u00e4ten, die der Glosse ihren Reiz verleihen.<a href=\"#_ftn41\" name=\"_ftnref41\">[41]<\/a><\/p>\n<p>Anders verh\u00e4lt es sich im Kommentar, der, wie nun zu zeigen sein wird, seine Stellungnahme an der Sache orientiert analytisch entwickelt und daher in der Trias der meinungsbetonten Textsorten eine besondere Position einnimmt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Der Kommentar \u2013 Probleme beim Versuch einer Gattungsbestimmung<\/p>\n<p>Das Genre des Kommentars wird als \u201ede[r] legitime Platz aller Meinungsbildung\u201c<a href=\"#_ftn42\" name=\"_ftnref42\">[42]<\/a> verstanden und findet dann Verwendung, wenn eine als besonders wichtig eingesch\u00e4tzte aktuelle Nachricht vorliegt, deren publizistische Bewertung im Interesse der \u00d6ffentlichkeit zu sein scheint. Es dient dabei nicht prim\u00e4r als Plattform der pers\u00f6nlichen Meinungs\u00e4u\u00dferung des Journalisten um ihrer selbst willen, auch nicht der Pr\u00e4sentation seiner sprachlichen Kunstfertigkeiten, sondern sucht den Leser dabei zu unterst\u00fctzen, im Angesicht der Masse an verf\u00fcgbaren Informationen ein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr ein Geschehen oder Ereignis zu entwickeln und sich ein eigenes Bild dar\u00fcber zu machen.<\/p>\n<p>Im Fokus steht dabei die \u00dcberzeugung des Rezipienten von einer bestimmten, im Text dargelegten Einstellung bzw. seine Anregung zur Bildung einer eigenen Auffassung. Hierzu legt der Autor die Relevanz des Sachverhaltes dar, verortet ihn interpretierend in gr\u00f6\u00dferen Zusammenh\u00e4ngen, w\u00e4gt die verschiedenen Sichtweisen ab, die in der \u00d6ffentlichkeit vertreten werden, und er\u00f6rtert Strategien zur Probleml\u00f6sung<a href=\"#_ftn43\" name=\"_ftnref43\">[43]<\/a>. Meist wird das behandelte Thema zus\u00e4tzlich in einer tatsachenbetonten Form im selben Medium dargestellt, sodass der Autor eine grundlegende Sachkenntnis des Lesers voraussetzt, d.h. nicht mehr ausf\u00fchrlich \u00fcber das zugrunde liegende Ereignis berichtet, sondern sich nur auf einzelne, in jedem Fall aber zuverl\u00e4ssige Fakten bezieht.<a href=\"#_ftn44\" name=\"_ftnref44\">[44]<\/a><\/p>\n<p>Dies stellt den Minimalkonsens der Forschung dar. Dar\u00fcber hinaus wird der Kommentar allerdings je nach Autor auf der Grundlage eines variierenden Gattungsverst\u00e4ndnisses definiert und in Unterformen eingeteilt. Auffallend ist dabei, dass alle Bestimmungen zwei wesentliche konzeptionelle Z\u00fcge des Genres auf widerspr\u00fcchliche Weise behandeln: die Meinungs\u00e4u\u00dferung als Textaussage und die rationale Argumentation als zentrales Verfahren. <a name=\"_Toc359830494\"><\/a><\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich herrscht in der Wissenschaft Einigkeit \u00fcber eine systematische dreiteilige Struktur des Kommentars<a href=\"#_ftn45\" name=\"_ftnref45\">[45]<\/a>. Zun\u00e4chst legt ein Einstieg knapp den im Zentrum stehenden Sachverhalt dar und f\u00fchrt die These oder mindestens das Problem ein, die bzw. das der Text untersuchen wird. Die anschlie\u00dfende Argumentation ist entlang eines \u201aroten Fadens\u2018 auf ein Fazit ausgerichtet und dabei rational, klar und konsistent aufgebaut. Um verst\u00e4ndlich und \u00fcberzeugend zu sein ist es hier von Bedeutung, das m\u00f6glicherweise nur in begrenztem Ma\u00dfe erwartbare Detailwissen des Publikums zu beachten sowie zur Steigerung der Glaubw\u00fcrdigkeit Gegenargumente zu diskutieren und ggf. zu widerlegen.<\/p>\n<p>Der Autor hat hier neben der expliziten Beurteilung des Geschilderten verschiedene subtilere M\u00f6glichkeiten der Wertung. Indem er beispielsweise unterschiedliche Sachverhalte suggestiv in bestimmte Zusammenh\u00e4nge setzt, kann er sie implizit wertend darstellen und gezielt zum Zweck seiner Meinungs\u00e4u\u00dferung nutzen. Ebenso kann er zur Beschreibung seiner Gegenst\u00e4nde an Stelle neutraler Begriffe Synonyme verwenden, welchen eine bestimmte Konnotation innewohnt.<\/p>\n<p>Den letzten Teil bildet die Schlussfolgerung in Form einer Bewertung des Gegenstandes. Sie muss in jedem Fall eindeutig und logisch nachvollziehbar aus dem Vorangegangenen hervorgehen, um die Orientierungsfunktion des Kommentars f\u00fcr den Leser zu gew\u00e4hrleisten.<a href=\"#_ftn46\" name=\"_ftnref46\">[46]<\/a> Es handelt sich also um eine Textgattung, die mit den Aspekten der Wertung und der Erkl\u00e4rung bzw. Argumentation subjektive und objektive Elemente vereint<a href=\"#_ftn47\" name=\"_ftnref47\">[47]<\/a>. Trotz dieser theoretischen \u00dcbereinkunft werden die einzelnen strukturellen Bestandteile in ihrer Wichtigkeit unterschiedlich beurteilt.<\/p>\n<p>Der Kommentar wird stets als \u201ameinungsbetonte\u2018, \u201awertende\u2018 oder \u201aurteilende\u2018 Textsorte beschrieben<a href=\"#_ftn48\" name=\"_ftnref48\">[48]<\/a>, konkret ist man sich jedoch uneins dar\u00fcber, ob dieses Charakteristikum f\u00fcr die Genrez\u00fcgeh\u00f6rigkeit eines Textes zwingend erforderlich ist. F\u00fcr Matthias Degen etwa ist das \u201ediskursive Angebot von Meinung\u201c<a href=\"#_ftn49\" name=\"_ftnref49\">[49]<\/a> das, \u201ewas den Kommentar ausmacht\u201c<a href=\"#_ftn50\" name=\"_ftnref50\">[50]<\/a>, die \u201ePflicht der Darstellungsform\u201c<a href=\"#_ftn51\" name=\"_ftnref51\">[51]<\/a>. Auch der von ihm interviewte ARD-Kommentator Thomas Roth gibt an, dass es eine \u201eUnsitte\u201c<a href=\"#_ftn52\" name=\"_ftnref52\">[52]<\/a> und \u201asinnlos\u2018 sei, einen Kommentar ohne klare Meinungs\u00e4u\u00dferung zu verfassen<a href=\"#_ftn53\" name=\"_ftnref53\">[53]<\/a>. Allerdings relativiert Degen diese seine immer wieder entschieden betonte Festlegung<a href=\"#_ftn54\" name=\"_ftnref54\">[54]<\/a> gelegentlich vorsichtig. Beispielsweise fordert er eine \u201eMeinungspr\u00e4sentation, mindestens aber [&#8230;] eine Interpretation des Gegenstands\u201c<a href=\"#_ftn55\" name=\"_ftnref55\">[55]<\/a> und l\u00e4sst in Ausnahmef\u00e4llen prinzipiell die M\u00f6glichkeit offen, dem Leser die finale Entscheidung zwischen zwei Positionen zu \u00fcberlassen, die sich in den Augen des Kommentators gegenseitig ausgleichen<a href=\"#_ftn56\" name=\"_ftnref56\">[56]<\/a>. Auch ist es nach seinem Verst\u00e4ndnis m\u00f6glich, den Schwerpunkt des Kommentars entweder auf seine erl\u00e4uternde oder seine bewertende Dimension zu legen<a href=\"#_ftn57\" name=\"_ftnref57\">[57]<\/a>.<\/p>\n<p>Claudia Mast und Edmund Schalkowski differenzieren hier deutlicher und erkennen die Aufgabe eines Kommentars in der Erkl\u00e4rung <em>oder<\/em> der Beurteilung eines Sachverhalts<a href=\"#_ftn58\" name=\"_ftnref58\">[58]<\/a>. Dabei w\u00fcrde der erstgenannte Fall entweder in die Kategorie des Hintergrundberichts oder, nach den Ausf\u00fchrungen von La Roches, in jene des analysierenden Beitrags fallen, der eine Erl\u00e4uterung und Auslegung auf Basis der Kenntnisse des Autors, nicht aber einen Kommentar oder \u00fcberhaupt irgendeine Form des Meinungsbeitrags anbietet. Trotzdem konstatiert Mast an anderer Stelle, dass ein Kommentar \u201eeine klare und eindeutige Schlussfolgerung\u201c<a href=\"#_ftn59\" name=\"_ftnref59\">[59]<\/a>, die mit dem \u201eStandpunkt des Autors\u201c<a href=\"#_ftn60\" name=\"_ftnref60\">[60]<\/a> gleichzusetzen ist, ziehen \u201emuss\u201c<a href=\"#_ftn61\" name=\"_ftnref61\">[61]<\/a> <a href=\"#_ftn62\" name=\"_ftnref62\">[62]<\/a>.<\/p>\n<p>Auch Wolf Schneider und Paul-Josef Raue verstehen die Darlegung der Einstellung bzw. die Entscheidung des Autors f\u00fcr eine Position als notwendigen Bestandteil des Kommentars. Dennoch erkennen sie ebenfalls solche Artikel, die lediglich Pro- und Kontra-Argumente gegen\u00fcberstellen und ein Fazit verweigern, als Kommentare an, anstatt sie einer eigenen Gattung zuzuordnen.<a href=\"#_ftn63\" name=\"_ftnref63\">[63]<\/a><\/p>\n<p>Von La Roche sucht hier einen Mittelweg einzuschlagen, indem er die Gleichgewichtung der kontr\u00e4ren Argumente durch den Journalisten und seine darauf aufbauende begr\u00fcndete Ablehnung eines Urteils als Stellungnahme auffasst. Obwohl er \u201edas blo\u00dfe Aufzeigen von Hintergr\u00fcnden und Zusammenh\u00e4ngen\u201c<a href=\"#_ftn64\" name=\"_ftnref64\">[64]<\/a> und \u201edas blo\u00dfe Interpretieren\u201c<a href=\"#_ftn65\" name=\"_ftnref65\">[65]<\/a> nicht als Kommentar sieht<a href=\"#_ftn66\" name=\"_ftnref66\">[66]<\/a>, bleibt unklar, wie sich die von ihm beschriebenen Texte ohne Stellungnahme von rein analysierenden und interpretierenden Formen unterscheiden.<\/p>\n<p>Der zweite strittige Punkt ist der der Argumentation. So verstehen Degen und Schalkowski die rationale argumentative Fundierung einer Stellungnahme bzw. eine argumentative Gegen\u00fcberstellung verschiedener Positionen als methodischen Kern des Kommentars<a href=\"#_ftn67\" name=\"_ftnref67\">[67]<\/a>. Anders als Schalkowski bestimmen Degen, von La Roche und Schneider\/Raue aber dar\u00fcber hinaus ebenso Varianten des Kommentars, die \u201eauch einmal aufs Argumentieren verzichte[n]\u201c<a href=\"#_ftn68\" name=\"_ftnref68\">[68]<\/a> oder nur in geringem Ausma\u00df Begr\u00fcndungen der dargelegten Position enthalten und stattdessen auf unmittelbare, emphatische bis polemische Meinungs\u00e4u\u00dferung zielen<a href=\"#_ftn69\" name=\"_ftnref69\">[69]<\/a>. Es erscheint problematisch, das Publikum nachhaltig von einer Auffassung zu \u00fcberzeugen, ohne ihm entsprechende Gr\u00fcnde f\u00fcr sie anzubieten. Ein solcher Text eignet sich aber dazu, den Leser in einer schon bestehenden Haltung zu best\u00e4rken oder auch zur Auseinandersetzung mit dem behandelten Thema zu motivieren, etwa indem die drastische Stellungnahme des Verfassers auf vehementen Widerspruch st\u00f6\u00dft und ggf. zu der argumentativen Verteidigung und kontrastierenden Reflexion der eigenen Einstellung mit dem Effekt ihrer Festigung oder Infragestellung bis hin zu ihrer (partiellen) Revision f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Bedenkt man, dass die Aufgabe des Kommentars in der Unterst\u00fctzung der \u00f6ffentlichen Meinungsbildung liegt, l\u00e4sst sich aus den gerade angestellten Betrachtungen folgern, dass die deutliche Stellungnahme des Autors f\u00fcr diese Funktion unerl\u00e4sslich ist \u2013 sei der Gegenstand noch so komplex und die Entscheidung f\u00fcr eine Position noch so knapp. Diese Textsorte unterstellt ein Publikum, das ihr auf der Suche nach Orientierung und mit offenen Fragen zu einem Thema entgegentritt<a href=\"#_ftn70\" name=\"_ftnref70\">[70]<\/a>. Ein Artikel, der lediglich Probleme oder kontr\u00e4re, sich aber im Ergebnis ausgleichende Argumentationsstr\u00e4nge beschreibt und selbst explizit oder implizit offene Fragen stellt, scheint nicht in der Lage, der Leserschaft bei der Einordnung und Bewertung eines Sachverhalts wesentlich mehr zu helfen als ein Text irgendeiner anderen Gattung, womit der Kommentar seine charakteristische Stellung im Spektrum journalistischer Darstellungsformen verl\u00f6re.<\/p>\n<p>Anders verh\u00e4lt es sich im Falle der Argumentation. F\u00fcr eine fundierte \u00dcberzeugung des Publikums ist sie zwar f\u00f6rderlich. Der Journalist kann aber durchaus auf sie verzichten und dabei trotzdem die Funktion der Beteiligung an der Meinungsbildung des Lesers erf\u00fcllen, indem seine klare Wertung zur eigenen Positionierung herausfordert.<\/p>\n<p>Mit Blick auf den zu Beginn vorgestellten dreistufigen Aufbau des Kommentars l\u00e4sst sich festhalten, dass neben dem das Thema pr\u00e4sentierenden Einstieg einzig die klare Stellungnahme als verbindlich, das Element der Argumentation hingegen als fakultativ betrachtet werden kann. Da das Modell des Kommentars ohne Meinungs\u00e4u\u00dferung bzw. endg\u00fcltige Positionierung jedoch sowohl in der wissenschaftlichen als auch in der Praxisliteratur weitgehend anerkannt ist, scheint es nicht sinnvoll, diese Variante aus den weiteren Betrachtungen der vorliegenden Arbeit auszuklammern. Die Gefahr der Verfehlung des o.g. Gattungszweckes ist im Fall eines solchen Textes jedoch zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">\u00a0Typologie der Kommentars<\/p>\n<p>Die Unterteilung des Kommentargenres in drei Unterkategorien, wie sie Walther von La Roche entwickelt, wird von vielen Autoren \u00fcbernommen und zum Teil weiter ausdifferenziert<a href=\"#_ftn71\" name=\"_ftnref71\">[71]<\/a>. Eine besonders umfassende, die bisherigen Ans\u00e4tze synthetisierende und erweiternde Typologie bietet Matthias Degen an. Die im Folgenden dargestellte Systematisierung der Gattung basiert vorwiegend auf seinen Ausf\u00fchrungen.<\/p>\n<p>Als erste, besonders h\u00e4ufig auftretende Variante und gleichzeitige Grundform der Gattung beschreibt Degen den Argumentationskommentar, der der gleichnamigen Kategorie bei von La Roche<a href=\"#_ftn72\" name=\"_ftnref72\">[72]<\/a> bzw. dem Pro-und-Kontra-Kommentar bei Schneider\/Raue<a href=\"#_ftn73\" name=\"_ftnref73\">[73]<\/a> entspricht und einer logisch-argumentativen Struktur folgt. Der Text beginnt mit der Nennung oder zumindest Andeutung einer These bzw. Fragestellung und l\u00e4sst einen bestimmten Standpunkt des Verfassers in Bezug auf das Thema erkennen. Darauffolgend werden Argumente f\u00fcr und wider seine eigene und verschiedene andere Positionen diskutiert und so gewichtet, dass sie die zu Anfang implizierte Sichtweise des Autors schlie\u00dflich zwingend st\u00fctzen. Letztere wird denn auch sp\u00e4testens in dem am Ende des Kommentars stehenden Fazit explizit kenntlich gemacht.<\/p>\n<p>Degen unterteilt diese Form des Kommentars noch einmal in drei Unterkategorien, welchen dieser Aufbau zugrunde liegt. Zu nennen ist zun\u00e4chst der moralische Argumentationskommentar, der mahnend auf ethische Normen verweist, an Gef\u00fchl und Gewissen appelliert und h\u00e4ufig in einer klaren Unterstellung oder rhetorischen Frage m\u00fcndet. Der tatsachenbezogene Argumentationskommentar hingegen st\u00fctzt seine These mit konkreten empirisch nachweisbaren Fakten, der Betrachtung mit der jeweiligen Problemstellung vergleichbarer Beispiele und der Entkr\u00e4ftung entgegengesetzter Thesen. Die letzte Kategorie stellt der autorit\u00e4re oder polemische Argumentationskommentar dar, der auf Basis des Ranges seines Verfassers oder seines Mediums eine provokative Haltung gegen\u00fcber fremden Standpunkten einnimmt. Er stellt seinen Gegenstand in einen Zusammenhang mit individuellen oder gesamtgesellschaftlichen Ereignissen, beruft sich auf allgemein anerkannte Grunds\u00e4tze und wissenschaftliche Erkenntnisse, die der Autor im Sinne seiner zu belegenden These an den Sachverhalt anpasst. Gedankliche Fehler bzw. logische Widerspr\u00fcche der Gegenpositionen werden mitunter auf polemisch-analytische Weise als Indikatoren unterstellter Absichten entlarvt und f\u00fchren so zur Festigung der eigenen Position.<a href=\"#_ftn74\" name=\"_ftnref74\">[74]<\/a><\/p>\n<p>Die zweite Variante stellt der sogenannte Balancierende Kommentar, in der Literatur meist als Einerseits-Andererseits-Kommentar<a href=\"#_ftn75\" name=\"_ftnref75\">[75]<\/a> oder dialektischer Kommentar<a href=\"#_ftn76\" name=\"_ftnref76\">[76]<\/a> bezeichnet, dar. Er beleuchtet die Fakten und inneren Zusammenh\u00e4nge des Sachverhalts eingehend und diskutiert Argumente unterschiedlicher Standpunkte, allerdings ohne eine Gewichtung zu Gunsten einer einzelnen Sichtweise vorzunehmen. Diese Variante entspricht damit dem in Abschnitt 2.2.1 beschriebenen Fall, in welchem der Verfasser nicht selbst Stellung bezieht, sondern es implizit dem Rezipienten \u00fcberl\u00e4sst, sich f\u00fcr eine der gleichrangig dargestellten Positionen zu entscheiden. So erkennt Degen das Fehlen einer klaren Schlussfolgerung bzw. Meinungs\u00e4u\u00dferung denn auch als \u201eManko\u201c<a href=\"#_ftn77\" name=\"_ftnref77\">[77]<\/a> und Grund daf\u00fcr, weshalb diese Kommentarform nur selten genutzt wird.<a href=\"#_ftn78\" name=\"_ftnref78\">[78]<\/a><\/p>\n<p>Schlie\u00dflich ist die dritte Form, der Positionskommentar, zu nennen. In dieser Variante wird die Meinung des Autors fr\u00fch explizit eingef\u00fchrt und ins Zentrum der Ausf\u00fchrungen gestellt, argumentiert wird kaum oder gar nicht. Der tendenziell knapp gehaltene Text ist inhaltlich wie stilistisch zumeist pr\u00e4gnant gestaltet, erm\u00f6glicht aber ebenfalls \u201eUngenauigkeit, Fahrigkeit und Polemik\u201c<a href=\"#_ftn79\" name=\"_ftnref79\">[79]<\/a>.<\/p>\n<p>Auch diese Kommentarvariante l\u00e4sst sich in Unterkategorien gliedern. Der sogenannte untersuchende Positionskommentar ist hier die einzige Form, die eine Argumentation des Verfassers enth\u00e4lt. Diese ist jedoch auf wenige exemplarische Belege des zu vermittelnden Standpunktes beschr\u00e4nkt und darf prinzipiell auf die Beachtung von Gegenargumenten verzichten. Als zweite Unterkategorie wird der demonstrierende Positionskommentar, den Schneider\/Raue<a href=\"#_ftn80\" name=\"_ftnref80\">[80]<\/a> Kurzkommentar nennen, beschrieben. Er enth\u00e4lt keinerlei Beweisf\u00fchrung, sondern besteht aus lediglich zwei Elementen: einer Beschreibung des Sachverhaltes und einer Darlegung der unmittelbar daraus abgeleiteten Autormeinung in Gestalt einer klar formulierten, \u201eoftmals pointierte[n] Schlusswendung\u201c<a href=\"#_ftn81\" name=\"_ftnref81\">[81]<\/a>. Eine weitere Variante, der emotionale Positionskommentar, findet sich bei von La Roche<a href=\"#_ftn82\" name=\"_ftnref82\">[82]<\/a> unter dem Begriff des Geradeaus-Kommentars. Dieser geht kaum noch sachlich auf sein Thema ein, sondern stellt die Meinung seines Autors direkt und unreflektiert auf emotionale, polemische Weise dar und\/oder formuliert einen Appell.<\/p>\n<p>Als Randform definiert Degen zuletzt den informatorischen Positionskommentar. Er kommentiert auf subtile Weise, indem er bereits zuvor publizierte Auffassungen und Zitate selektiv kombiniert, umformuliert und zuweilen zus\u00e4tzlich mit einer zugespitzt formulierten Hinf\u00fchrung versieht. Dar\u00fcber hinaus aber enth\u00e4lt sich der Verfasser eigenst\u00e4ndiger Kommentierung, stattdessen leitet er die fremden Argumente bzw. Positionen an die Rezipienten weiter.<a href=\"#_ftn83\" name=\"_ftnref83\">[83]<\/a><\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend weist Degen aber darauf hin, dass es sich bei vielen der journalistischen Kommentare um Mischformen handelt, die sich nicht eindeutig einer der oben genannten Gruppen zuordnen lassen. Unter diesen ist der interpretative Kommentar besonders wichtig, der Elemente des Berichts mit eigenen, der Illustration des Sachverhaltes dienenden Kenntnissen kombiniert und daraus seinen Standpunkt ableitet. Er sucht seinen Gegenstand zu erkl\u00e4ren und zielt auf die \u00dcberzeugung seiner Leser durch die Vermittlung von \u201eEinsicht durch Fachwissen\u201c<a href=\"#_ftn84\" name=\"_ftnref84\">[84]<\/a>. Als Mindestkriterien f\u00fcr die Genrezuordnung solcher Mischformen gibt Degen \u201eeine subjektive Sicht und den Beweis von Meinung\u201c<a href=\"#_ftn85\" name=\"_ftnref85\">[85]<\/a> an \u2013 was erneut die essentielle Bedeutung der subjektiven Positionierung des Verfassers f\u00fcr die Gattung des Kommentars markiert.<a href=\"#_ftn86\" name=\"_ftnref86\">[86]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">\u00a0Zeit Online \u2013 Seitenstruktur und zentrale Darstellungsformen<\/p>\n<p>Der Besucher von <em>Zeit Online <\/em>sieht sich unmittelbar auf der Startseite mit einer gro\u00dfen F\u00fclle von Informationen konfrontiert. Zur Orientierung findet sich ein Navigationsmen\u00fc, das die klassischen Ressorts \u201aPolitik\u2018, \u201aGesellschaft\u2018, \u201aWirtschaft\u2018, und \u201aKultur\u2018 listet. Diese werden erg\u00e4nzt durch die Rubriken \u201aDigital\u2018, \u201aKarriere\u2018, \u201aWissen\u2018, \u201aSport\u2018 \u201aMobilit\u00e4t\u2018 und \u201aHamburg\u2018, ferner durch die Themen s\u00e4mtlicher Ressorts abdeckende Sparte \u201aEntdecken\u2018. Schlie\u00dflich enth\u00e4lt das Men\u00fc auch den Verweis auf eine eigene Website namens <em>Zeit Campus <\/em>sowie eine Kategorie \u201aSpiele\u2018. Eine weitere thematische Unterteilung findet nur in der Kategorie Kultur statt, die Literatur, Film und TV, Musik und Kunst trennt.<\/p>\n<p>Unterhalb dieser Navigationsleiste bietet eine in Echtzeit aktualisierte Auflistung der \u201ameistgelesenen\u2018, \u201ameistkommentierten\u2018 und \u201ameistgeteilten\u2018 Beitr\u00e4ge dem Leser eine \u00dcbersicht zu den am st\u00e4rksten frequentierten und diskutierten Texten. Den mittleren Seitenbereich f\u00fcllen zahlreiche Links zu Artikeln, gemischt aus s\u00e4mtlichen Ressorts und Darstellungsformen, auch solche, die auf weitere Seiten der <em>Zeit <\/em>Verlagsgruppe f\u00fchren. Jeder Beitrag wird mit einem Foto und einer zwei- bis vierzeiligen Kurzbeschreibung vorgestellt. Hinweise zu der jeweiligen Textsorte finden sich nur gelegentlich, besonders im Fall von Interviews oder Kolumnen, welche <em>Zeit Online <\/em>regelm\u00e4\u00dfig, meist in Form eigener, von prominenten Autoren wie dem ehemaligen Bundesrichter Thomas Fischer<a href=\"#_ftn87\" name=\"_ftnref87\">[87]<\/a> verfasster Serien publiziert.<\/p>\n<p>Im unteren Bereich schlie\u00dflich befinden sich einige weitere Links zu ausgew\u00e4hlten, ebenfalls zumeist nicht mit Genrebezeichnungen versehenen Artikeln, sortiert nach Ressorts. Vor der Lekt\u00fcre wei\u00df der Leser also h\u00e4ufig nicht, mit welcher Textsorte er es zu tun hat. Dies ist auch auf den \u00dcberblicksseiten zu den einzelnen Rubriken der Fall, die bis auf die Beschr\u00e4nkung auf einen bestimmten Themenkreis die gleiche Struktur wie die Homepage aufweisen.<\/p>\n<p><em>Zeit Online <\/em>setzt sich zum Ziel, ihrem Publikum \u201ejede wirklich relevante Nachricht sofort [&#8230;] [zu] pr\u00e4sentier[en]\u201c<a href=\"#_ftn88\" name=\"_ftnref88\">[88]<\/a>, was zu einem enormen, sich permanent ausweitenden Artikelaufkommen f\u00fchrt. Eine repr\u00e4sentative Analyse der verwendeten Darstellungsformen lie\u00dfe sich nur in einer systematischen empirischen Untersuchung durchf\u00fchren, die im begrenzten Rahmen dieses Aufsatzes nicht geleistet werden kann. Stattdessen soll im Weiteren eine Stichprobe verschiedener Beitr\u00e4ge in den Blick genommen werden.<\/p>\n<p>Um eine sinnvolle Auswahl zu treffen, wird von einem Leser ausgegangen, der sich zu einem bestimmten Zeitpunkt \u00fcber das aktuelle Weltgeschehen zu informieren sucht und daher keine spezielle Rubrik, sondern die aus den Hauptressorts gemischten Artikel auf der Startseite ansieht.<\/p>\n<p>Zum Zeitpunkt der Stichprobenerhebung finden sich in diesem Bereich elf Beitr\u00e4ge, die, mit Ausnahme eines Kommentars, keine Genrebezeichnung tragen. Bei f\u00fcnf Texten<a href=\"#_ftn89\" name=\"_ftnref89\">[89]<\/a> handelt es sich um Berichte zu Themen aus Politik und Gesellschaft in internationaler Perspektive, die von unterschiedlichen Nachrichtenagenturen stammen (etwa Deutsche Presse-Agentur, Agence France-Presse und Associated Press). Die \u00dcberschrift benennt jeweils pr\u00e4zise den thematischen Kern (etwa: \u201eDschihadistengruppe Ansar al-Scharia l\u00f6st sich auf\u201c, \u201eBritische Polizei tauscht wieder Informationen mit den USA aus\u201c, \u201eGro\u00dfbritannien senkt Terrorwarnstufe\u201c), gefolgt von einem hervorgehobenen dreizeiligen Abriss der Nachricht. Der Flie\u00dftext nennt zu Beginn die zentralen neuen Fakten und geht dann in deren Verortung im Zusammenhang mit vorangegangenen Ereignissen und Entwicklungen \u00fcber. Es wird durchgehend sachlich geschrieben, gelegentlich finden sich erl\u00e4uternde Hintergrundinformationen<a href=\"#_ftn90\" name=\"_ftnref90\">[90]<\/a>. Das Fehlen einer subjektiven Perspektive wird formal auch dadurch gekennzeichnet, dass kein Verfasser genannt ist.<\/p>\n<p>Anders im Fall des Artikels \u201eAnschlag aus Rache?\u201c<a href=\"#_ftn91\" name=\"_ftnref91\">[91]<\/a> von Simone Gaul, der sich als Hintergrundbericht mit den m\u00f6glichen Motiven des Selbstmordattent\u00e4ters von Manchester, Salman Abedi, befasst. Ausgehend von entsprechenden Aussagen aus dem T\u00e4terumfeld beleuchtet die Autorin biografische Daten Abedis und seiner Familie, geht auf dessen m\u00f6glichen extremistischen Hintergrund ein und zieht Bilanz zum Ermittlungsstand der Polizei. Dass es sich bei einem Teil ihrer Ausf\u00fchrungen um Spekulationen Dritter handelt, macht Gaul stets durch einschr\u00e4nkende Bemerkungen und Formulierungen im Konjunktiv deutlich; die Objektivit\u00e4t des Berichts ist auch hier gewahrt.<\/p>\n<p>Um einen analysierenden Beitrag handelt es sich bei dem Artikel \u201eTrump f\u00fchrt die USA wie eine Firma\u201c<a href=\"#_ftn92\" name=\"_ftnref92\">[92]<\/a>. Die Auslandskorrespondentin Heike Buchter sucht das h\u00e4ufig auf Unverst\u00e4ndnis und Entr\u00fcstung sto\u00dfende politische Handeln des US-Pr\u00e4sidenten Donald Trump zu erkl\u00e4ren, indem sie es mit dem auf Konkurrenzkampf und Gewinnmaximierung ausgerichteten Agieren eines Unternehmers, der Trump vor seiner Wahl prim\u00e4r war, vergleicht und ihm damit Sinn zuweist. Buchter versucht das Verhalten des Pr\u00e4sidenten erl\u00e4uternd auszulegen, um zu \u201ehelfen, [dessen] Denkweise [&#8230;] f\u00fcr ausl\u00e4ndische Verhandlungspartner\u201c<a href=\"#_ftn93\" name=\"_ftnref93\">[93]<\/a> zu erhellen, enth\u00e4lt sich dabei aber jeglicher finaler Beurteilungen oder pers\u00f6nlicher Wertungen.<\/p>\n<p>Daneben findet sich eine Rezension<a href=\"#_ftn94\" name=\"_ftnref94\">[94]<\/a>, die die zum wiederholten Male ausgestrahlte Fernsehserie <em>Twin Peaks<\/em> ausf\u00fchrlich positiv bewertet. Obgleich hier die individuelle Auffassung des Autors im Mittelpunkt steht, soll die Rezension hier keine weitere Ber\u00fccksichtigung erfahren, da sie sich, anders als die \u00fcbrigen Artikel, nicht mit einem aktuellen Geschehen, sondern einem einzelnen Kunstprodukt befasst und daher nicht f\u00fcr einen Vergleich geeignet erscheint.<\/p>\n<p>Bei einem weiteren der Artikel handelt es sich um eine Glosse. Unter dem Titel \u201eEinmal ein gro\u00dfes Konzert\u201c<a href=\"#_ftn95\" name=\"_ftnref95\">[95]<\/a> geht Lars Weisbrod spielerisch der Frage nach, weshalb gegenw\u00e4rtig einige deutsche Schauspieler zus\u00e4tzlich eine Karriere als Popmusiker anstreben. Zu Beginn f\u00fchrt er das Motiv des Popstars ein, dessen Karriere in jungen Jahren mit dem Schauspielen, dem Posieren vor dem heimischen Spiegel beginnt. Im Weiteren analysiert er das aktuelle Musizieren der Schauspieler als Erf\u00fcllung eines Kindheitstraumes oder Resultat einer wenig zielgerichteten Experimentierfreude und betrachtet die unterschiedliche Publikumsresonanz zwischen Begeisterung und Verachtung. Anschlie\u00dfend nimmt Weisbrod das anfangs eingef\u00fchrte Bild des posierenden Jugendlichen in seiner Schlusspointe wieder auf und entlarvt das Musikerdasein der Schauspieler schlie\u00dflich als den in gewisser Weise umgekehrten Fall, die \u00dcbernahme der Rolle des Popstars durch den Schauspieler, ohne dass es sich bei diesem tats\u00e4chlich um einen S\u00e4nger, Gitarristen etc. handelt. Auffallend ist die f\u00fcr Glossen typische kreative, sp\u00f6ttisch-\u00fcberzogene Rhetorik, die den Text augenf\u00e4llig von den sachlich gehaltenen \u00fcbrigen Beitr\u00e4gen unterscheidet. So beschreibt der Autor etwa, wie \u201eKinokassengold\u201c<a href=\"#_ftn96\" name=\"_ftnref96\">[96]<\/a> Matthias Schweigh\u00f6fer bei seinen Konzerten durch Ansagen im Stil kokettierenden Understatements die \u201eherrent\u00f6rtchenhafte Schweigh\u00f6fer-Figur auf Diamantendichte [presst]\u201c<a href=\"#_ftn97\" name=\"_ftnref97\">[97]<\/a>, spekuliert dar\u00fcber, ob die w\u00e4hrend einer Fernsehsendung mit Musikern entstandene \u201ejungshafte Bier-und-Schnaps-Dynamik einer Indie-Band vorm ersten Plattenvertrag\u201c<a href=\"#_ftn98\" name=\"_ftnref98\">[98]<\/a> das potenzielle \u201eHybridwesen\u201c<a href=\"#_ftn99\" name=\"_ftnref99\">[99]<\/a> Tom Schilling zur Bandgr\u00fcndung animierte und bezeichnet die Musik der Gruppe Robert Gwisdeks, K\u00e4ptn Peng &amp; Die Tentakel von Delphi, als \u201everkiffte[n] Philosophie-Rap\u201c<a href=\"#_ftn100\" name=\"_ftnref100\">[100]<\/a>.<\/p>\n<p>Die verbleibenden zwei Artikel sind dem Genre des Kommentars zuzuordnen. Ihrer Analyse ist im Folgenden ein eigener Abschnitt gewidmet. Als Zwischenfazit l\u00e4sst sich festhalten, dass <em>Zeit Online <\/em>die verschiedenen journalistischen Textsorten genau trennt. Dabei stellt der (Hintergrund-)Bericht die h\u00e4ufigste Darstellungsform dar. Der eingangs beschriebene Forschungsbefund der Genrevermischung, vor allem der Einbindung wertender Elemente in objektive Formen, l\u00e4sst sich anhand der hier untersuchten Stichprobe nicht best\u00e4tigen.<\/p>\n<p>Allerdings werden die Texte nur selten mit Gattungsbezeichnungen versehen, sodass der Leser zumeist eigenst\u00e4ndig ermitteln muss, ob er es mit einem tatsachen-, einem meinungsorientierten Beitrag oder einem unterhaltend informierenden Artikel zu tun hat.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich im Fall der Wochenzeitung <em>Die<\/em> <em>Zeit<\/em>. Im Vergleich mit der Stichprobe des Online-Formats f\u00e4llt jedoch auf, dass in der Printvariante die rein objektiven Darstellungsformen quantitativ hinter den unterhaltend informierenden und meinungsbetonten Genres zur\u00fcckstehen. So enthalten etwa die Ausgaben vom 24.05.2017 und 01.06.2017 in den Bereichen Politik und Wirtschaft \u2013 den einzigen Hauptressorts, die sich mit jenen auf <em>Zeit Online <\/em>\u00fcberschneiden \u2013 nur wenige Nachrichten bzw. Berichte<a href=\"#_ftn101\" name=\"_ftnref101\">[101]<\/a> und setzen stattdessen den Fokus auf analysierende Beitr\u00e4ge<a href=\"#_ftn102\" name=\"_ftnref102\">[102]<\/a> und Kommentare<a href=\"#_ftn103\" name=\"_ftnref103\">[103]<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Textanalyse 1<\/p>\n<p>Gesondert als Kommentar ausgewiesen ist Mark Schieritz\u2019 Beitrag \u201eDie G7 gibt es nicht mehr\u201c<a href=\"#_ftn104\" name=\"_ftnref104\">[104]<\/a>. Auf Basis der Resultate des j\u00fcngsten Gipfels stellt der Autor die Sinnhaftigkeit eines Fortbestandes der G7 infrage, widmet sich also einem aktuellen Thema von \u00f6ffentlichem Interesse. Der Text folgt der klassischen dreiteiligen Struktur des Kommentars. Bereits der Titel verweist pointiert auf die zentrale These des Autors, die in einem dem Artikel vorangestellten dreizeiligen Absatz kurz umrissen wird. Nach dieser sei die G7 au\u00dfer Kraft gesetzt, da sich Europa nicht mehr auf gemeinsame Beschl\u00fcsse mit \u201edem \u201aAmerica First\u2018-Pr\u00e4sidenten\u201c<a href=\"#_ftn105\" name=\"_ftnref105\">[105]<\/a> Donald Trump verlassen k\u00f6nne. Diese Bezeichnung des Pr\u00e4sidenten beinhaltet den Kern des Problems aus der Sicht Schieritz\u2019, die egozentrische Haltung Trumps in Bezug auf Stellung und Rechte der Vereinigten Staaten in der internationalen Wirtschaft und Politik.<\/p>\n<p>Nach der Einf\u00fchrung der im Weiteren zu belegenden These wird der Sachverhalt, das Scheitern einer Konsensfindung im Rahmen des G7-Gipfels aufgrund der fehlenden Kompromissbereitschaft Trumps, knapp dargestellt und die in der \u00dcberschrift vorweggenommene resignative Schlussfolgerung des Verfassers wiederholt. Im Anschluss folgt die Argumentation. Zun\u00e4chst geht Schieritz kurz auf die Entstehung und die urspr\u00fcnglichen Ziele der G7 als Zusammenschluss der westlichen Industrienationen, die als solche ihre Interessen gemeinsam in der globalen Politik vertreten, ein. Das \u201aAusscheren\u2018 der USA interpretiert er vor diesem Hintergrund als den Westen und das B\u00fcndnis potenziell zersetzendes Ereignis. Kurz ber\u00fccksichtigt der Kommentator auch die Perspektive der USA, indem er ihre Kritik an den Export\u00fcbersch\u00fcssen Deutschlands als gerechtfertigt anerkennt, relativiert diese Parteinahme jedoch sogleich, indem er diesen Aspekt als f\u00fcr den \u00fcbergeordneten Problemzusammenhang irrelevant einstuft. Stattdessen konstatiert er auf Seiten der Vereinigten Staaten das allgemeine Fehlen eines Interesses f\u00fcr die Belange anderer L\u00e4nder, die Bedingung internationaler Kooperation, und spekuliert, dass sie f\u00fcr Europa k\u00fcnftig keinen stabilen, sondern nur noch okkasionellen B\u00fcndnispartner darstellen k\u00f6nnten, sodass die G7 als Vereinigung \u00fcberfl\u00fcssig w\u00fcrde.<\/p>\n<p>In einem letzten Teil zieht Schieritz Bilanz seiner Ausf\u00fchrungen und schildert m\u00f6gliche Weiterentwicklungen der Problemlage. Mit einer Anapher, die seine Zweifel verst\u00e4rkt, \u00fcberlegt er: \u201eVielleicht \u00e4ndert er [Donald Trump, Anm. d. Verf.] sich, vielleicht wird er abgel\u00f6st, vielleicht spricht er auch nur f\u00fcr sich und nicht f\u00fcr die Menschen in Amerika. Vielleicht gelingt es also, die G7 wieder zu einem Ort westlicher Selbstvergewisserung zu machen.\u201c<a href=\"#_ftn106\" name=\"_ftnref106\">[106]<\/a> An die Ausgangsthese und die explizite Beurteilung der USA als St\u00f6rfaktor des B\u00fcndnisses ankn\u00fcpfend, formuliert Schieritz als Fazit schlie\u00dflich mit nachdr\u00fccklicher Sch\u00e4rfe die alternative Probleml\u00f6sungsstrategie, die G7 aufzugeben, \u201e\u00fcber eine Neuordnung der internationalen Beziehungen nachzudenken und Donald Trump einen seiner Lieblingss\u00e4tze um die Ohren zu schmettern: <em>You are fired! <\/em>[Hervorh. im Original]\u201c<a href=\"#_ftn107\" name=\"_ftnref107\">[107]<\/a>.<\/p>\n<p>Die Argumentation ist knapp gehalten und zielt darauf, die von Anfang an deutliche Position des Kommentators zu st\u00fctzen und folglich den Leser von ihr zu \u00fcberzeugen. Ein ausf\u00fchrliches Abw\u00e4gen unterschiedlicher Sichtweisen, eine Gegen\u00fcberstellung von Pro- und Kontra-Argumenten findet dabei nicht statt. Die kurzzeitig als legitim verteidigte US-amerikanische Kritik an Deutschland wird als unwichtig beiseite geschoben, und auch der zum Schluss aufgezeigte m\u00f6gliche Erhalt der G7 durch eine Verhaltens\u00e4nderung oder Abl\u00f6sung Trumps wird nur am Rande erw\u00e4hnt und stark in Zweifel gezogen. Dabei schreibt der Verfasser weitgehend sachlich-rational, neigt aber gelegentlich zu Pointierung und Sch\u00e4rfe in der Formulierung. Demnach handelt es sich bei dem vorliegenden Artikel um eine Mischung aus untersuchendem und demonstrierendem Positionskommentar.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">\u00a0Textanalyse 2<\/p>\n<p>Der Artikel \u201eR\u00e4umt auf!\u201c<a href=\"#_ftn108\" name=\"_ftnref108\">[108]<\/a> von G\u00f6tz Hamann ist auf <em>Zeit Online <\/em>ohne Genrebezeichnung ver\u00f6ffentlicht. Bei genauer Lekt\u00fcre f\u00e4llt jedoch auf, dass es sich auch im Falle dieses Textes um einen klassischen Kommentar handelt. Die \u00dcberschrift im Imperativ sagt zun\u00e4chst noch nichts Konkretes aus, impliziert aber den Autor als Sprecher, der jemanden zum Handeln auffordert, und deutet so bereits eine subjektive Perspektive des Textes an. Auch hier finden sich wenige, dem Beitrag vorgeordnete Zeilen, die den Titel erhellen und die zentrale These des Verfassers vorwegnehmen: \u201eZur Regulierung der digitalen Konzerne braucht Europa eine Eingreiftruppe, die nicht lange fackelt.\u201c<a href=\"#_ftn109\" name=\"_ftnref109\">[109]<\/a><\/p>\n<p>Zu Beginn wird der thematische Ausgangspunkt, die Bestrebungen des Justizministers Heiko Maas zur Einrichtung neuer rechtlicher Regelungen in der Sph\u00e4re des Internets und die digitale Agenda der Bundesregierung bei dem kommenden G20-Gipfel, skizziert. Im Fokus des Textes steht also wiederum ein aktuelles Thema von gesellschaftlicher Relevanz. Daran anschlie\u00dfend folgt ein argumentativer Teil. Hier wird in einem ersten Schritt die Zweckm\u00e4\u00dfigkeit eben jener Bestrebungen anhand einiger Beispiele bestritten. So seien die bisher von der Europ\u00e4ischen Union und der franz\u00f6sischen Datenschutzbeh\u00f6rde als Exempel gegen Facebook verh\u00e4ngten Strafzahlungen ebenso wie die von Apple geforderten Steuernachzahlungen \u201eallein [&#8230;] keine gute Regulierung\u201c<a href=\"#_ftn110\" name=\"_ftnref110\">[110]<\/a>. Hamann begr\u00fcndet dies damit, dass \u201eBu\u00dfen oder Strafen [&#8230;] nur [versuchen], r\u00fcckwirkend etwas zu korrigieren\u201c<a href=\"#_ftn111\" name=\"_ftnref111\">[111]<\/a>, wenn es bereits zu sp\u00e4t sei, nicht aber \u201edie Zukunft [gestalten]\u201c<a href=\"#_ftn112\" name=\"_ftnref112\">[112]<\/a>. Weiter argumentiert er, dass die h\u00e4ufig mehrere Jahre umfassende zeitliche Diskrepanz, die zwischen Vergehen und Bestrafung liege und die T\u00e4ter zudem auf Straffreiheit hoffen lasse, weder \u201eReue und Einsicht f\u00f6rdert[]\u201c<a href=\"#_ftn113\" name=\"_ftnref113\">[113]<\/a> noch \u201eabschreckend wirkt\u201c<a href=\"#_ftn114\" name=\"_ftnref114\">[114]<\/a>.<\/p>\n<p>In einem zweiten Schritt nimmt der Kommentator auf seine eingangs genannte These Bezug und legt einen eigenen L\u00f6sungsvorschlag dar. Er bezieht klar urteilend Stellung, indem er \u00e4u\u00dfert, dass \u201e[e]ine gute Regulierung anders [funktioniert]. Nicht r\u00fcckwirkend, nicht strafend, sondern ordnend und vorausschauend.\u201c<a href=\"#_ftn115\" name=\"_ftnref115\">[115]<\/a> \u201eGelingende Ordnungspolitik\u201c<a href=\"#_ftn116\" name=\"_ftnref116\">[116]<\/a> setze im Sinne Ludwig Erhards keinen strafenden, sondern einen Regeln setzenden Staat voraus, der \u201eWettbewerb sch\u00fctzt und die Freir\u00e4ume des Einzelnen wahrt\u201c<a href=\"#_ftn117\" name=\"_ftnref117\">[117]<\/a>. Auf diesen Maximen aufbauend fordert er schlie\u00dflich f\u00fcr Europa \u201eeine mit Expertise ausgestattete und mit Durchgriffsrechten erm\u00e4chtigte Institution\u201c<a href=\"#_ftn118\" name=\"_ftnref118\">[118]<\/a>.<\/p>\n<p>Der anschlie\u00dfenden Pr\u00e4zisierung der erforderlichen Kompetenzen und Aufgaben einer solchen Einrichtung verleiht er mit einer Anapher besondere Vehemenz: \u201eSie [die Institution, Anm. d. Verf.] sollte die Digitalkonzerne [&#8230;] beobachten. Sie muss in der Lage sein, die digitalen Gesch\u00e4ftsmodelle zu durchschauen und zu bewerten [&#8230;]. Sie muss binnen Wochen [&#8230;] auf Beschwerden von europ\u00e4ischen Wettbewerbern eingehen k\u00f6nnen [&#8230;]. Sie sollte so viel Know-how versammeln wie die Europ\u00e4ische Zentralbank auf ihrem Feld \u2013 und sie sollte genauso unbestechlich sein.\u201c<a href=\"#_ftn119\" name=\"_ftnref119\">[119]<\/a><\/p>\n<p>Zuletzt nimmt Hamann m\u00f6gliche Entgegnungen, die in seinen Ausf\u00fchrungen den Ruf nach einem st\u00e4rkeren Staat verstehen k\u00f6nnten, entkr\u00e4ftend vorweg, indem er seine Vision als \u201eHoffnung auf einen besseren Staat, der hinterher nicht strafen muss\u201c<a href=\"#_ftn120\" name=\"_ftnref120\">[120]<\/a>, bestimmt. Der Kommentar endet mit dem Vorschlag, die Idee der beschriebenen \u201eEingreiftruppe\u201c<a href=\"#_ftn121\" name=\"_ftnref121\">[121]<\/a> im Rahmen des n\u00e4chsten G20-Treffens einzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Im Vergleich zu dem Text von Schieritz nutzt der Verfasser hier eine ausf\u00fchrlichere, aber ebenso geradlinige und systematische Argumentation, um sein Publikum von seiner Forderung zu \u00fcberzeugen. Eine Gewichtung von Pro- und Kontra-Argumenten wird nicht vorgenommen, es werden lediglich die aktuellen, der Auffassung Hamanns entgegenstehenden Ma\u00dfnahmen mit Hilfe rationaler Belege als untauglich verworfen. Es handelt sich daher auch in diesem Fall um einen untersuchenden Positionskommentar, allerdings mit extensiverem Argumentationsteil.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">\u00a0Die Textsorte des Leserkommentars<\/p>\n<p>Unterhalb der meisten der auf <em>Zeit Online <\/em>publizierten Artikel befinden sich Foren, die zum Zweck von Leserdebatten und zum Austausch von Redakteuren und Lesern zu dem jeweiligen Beitragsthema eingerichtet sind. Damit stellt das Nachrichtenportal eine Plattform zur Entwicklung der \u00f6ffentlichen Meinung dar. Jeder mit einem eigenen Konto registrierte Besucher der Seite kann sich an den Diskussionen beteiligen. Eine Pr\u00fcfung der Kommentare vor ihrer Ver\u00f6ffentlichung findet in der Regel nicht statt, eine Ausnahme stellen die Wortbeitr\u00e4ge von neuen Nutzern oder solchen dar, die kurz zuvor gegen die sogenannte Netiquette der Seite versto\u00dfen haben.<\/p>\n<p>Bei der Netiquette handelt es sich um einen schriftlich fixierten Katalog von Richtlinien eines \u201egute[n] Kommentar[s]\u201c<a href=\"#_ftn122\" name=\"_ftnref122\">[122]<\/a> und Informationen zu Leitung und Regulierung der Foren durch Moderatoren. Die von <em>Zeit Online <\/em>bereitgestellte Definition des Leserkommentars soll im Folgenden mit den tats\u00e4chlich ver\u00f6ffentlichten Nutzerbeitr\u00e4gen verglichen werden. Dabei gilt es zu ermitteln, inwiefern sich diese Texte als eigene, von der journalistischen Darstellungsform abgrenzbare Textsorte bestimmen lassen. Zur Untersuchung wird eine Stichprobe der Leserbeitr\u00e4ge zu dem Kommentar \u201eDie G7 gibt es nicht mehr\u201c<a href=\"#_ftn123\" name=\"_ftnref123\">[123]<\/a> von Mark Schieritz, der den am st\u00e4rksten diskutieren Beitrag unter den oben behandelten Artikeln darstellt, herangezogen. Sofern sich eigene Anschlussdiskussionen zu einem einzelnen Kommentar entfalten, werden nur die ersten zwei Folgekommentare ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Wie auf fast jeder Website, die Nutzerbeitr\u00e4ge gestattet, gelten auch auf <em>Zeit Online <\/em>allgemeine Verhaltensregeln, die den Usern etwa bestimmte Religionen oder Geschlechter diskriminierende Aussagen oder die unerlaubte Verbreitung von urheberrechtlich gesch\u00fctzten Inhalten untersagen und einen respektvollen Umgang der Diskutanten fordern. Daneben finden sich einige konkretere Regeln zum Verfassen von Wortbeitr\u00e4gen, wobei letztere s\u00e4mtlich unter den \u00dcberbegriff Kommentar gefasst werden.<\/p>\n<p>Ein \u201aguter Kommentar\u2018 weckt demnach durch einen aussagekr\u00e4ftigen Titel das Interesse anderer Leser und bezieht sich inhaltlich in einer Weise auf den vorangegangenen Artikel oder das Diskussionsthema, die die anderen Leser zum Nachdenken anregt. Ferner wird gro\u00dfer Wert auf die logische Nachvollziehbarkeit der Beitr\u00e4ge gelegt. So soll ihr Verfasser nur \u00fcberpr\u00fcfbare Fakten heranziehen und seine pers\u00f6nliche Meinung \u00fcberzeugend \u201emit klaren Argumenten begr\u00fcnde[n]\u201c<a href=\"#_ftn124\" name=\"_ftnref124\">[124]<\/a>. Ironie und Zynismus sind mit Vorsicht zu verwenden, da sie als Stilmittel in Textform oft nicht klar als solche erkennbar seien. Verst\u00f6\u00dft ein Kommentar gegen diese Regeln oder leistet er \u201ekeinen konstruktiven Beitrag zur Diskussion\u201c<a href=\"#_ftn125\" name=\"_ftnref125\">[125]<\/a>, kann er durch die Moderatoren mit einer begr\u00fcndenden Anmerkung gek\u00fcrzt oder g\u00e4nzlich entfernt werden.<\/p>\n<p>Der von <em>Zeit Online <\/em>definierte Nutzerbeitrag stimmt folglich in vielen Punkten mit dem journalistischen Kommentar \u00fcberein. Im Unterschied zu letzterem wird hier allerdings keine Einhaltung einer strukturellen Ordnung gefordert. Zudem wird sowohl die \u00c4u\u00dferung einer Meinung als auch deren argumentative Fundierung als f\u00fcr einen qualitativ hochwertigen Kommentar notwendig bestimmt. Auch wird das Spektrum der stilistischen M\u00f6glichkeiten durch die Warnung vor zynischen o.\u00e4. Formulierungen eingeschr\u00e4nkt. Der erw\u00fcnschte Leserkommentar sollte somit entweder dem Argumentations-, dem untersuchenden Positionskommentar oder einer Mischform entsprechen.<\/p>\n<p>Schieritz\u2019 Positionskommentar sieht in US-Pr\u00e4sident Donald Trump eine Gefahr f\u00fcr den Bestand der G7 und stellt eine Fortf\u00fchrung des B\u00fcndnisses ohne die USA als Strategie zur L\u00f6sung der Spannungen in Aussicht. Diese klare Stellungnahme hat eine rege Diskussion unter den Lesern angeregt: innerhalb von zwei Tagen nach Ver\u00f6ffentlichung des Artikels wurde dieser 569 Mal kommentiert<a href=\"#_ftn126\" name=\"_ftnref126\">[126]<\/a>. An dieser Stelle sollen nun exemplarisch die ersten 20 Nutzerkommentare betrachtet werden.<\/p>\n<p>Die Beitr\u00e4ge lassen sich thematisch in zwei Gruppen teilen. Innerhalb der ersten Gruppe nehmen die Texte einen gewissen Abstand von der Kernaussage des journalistischen Kommentars. Vielmehr besch\u00e4ftigen sich die Verfasser ausgehend von dem von Schieritz nur knapp als relativ unwichtig behandelten Randaspekt des deutschen Export\u00fcberschusses mit dem Gleichgewicht im internationalen Handel.<\/p>\n<p>Der erste Kommentar etwa verteidigt den Export\u00fcberschuss auf deutscher Seite, indem er dessen Bedeutung f\u00fcr die Europ\u00e4ische W\u00e4hrungsunion mit Hilfe \u00fcberspitzter Argumentation aufzeigt. So \u00e4u\u00dfert er etwa, dass \u201e[d]eutsche Autos [&#8230;] in China und den USA die Devisen [erwirtschaften], mit denen Frankreich und Griechenland \u00d6l, Rohstoffe und S\u00fcdafrika-Urlaube bezahlen\u201c<a href=\"#_ftn127\" name=\"_ftnref127\">[127]<\/a>.<a href=\"#_ftn128\" name=\"_ftnref128\">[128]<\/a><\/p>\n<p>Darauf folgen zwei weitere Beitr\u00e4ge, die ihre Position ebenfalls argumentativ belegen. Der erste<a href=\"#_ftn129\" name=\"_ftnref129\">[129]<\/a> pflichtet seinem Vorredner in der Sache bei, nutzt aber als Beleg keine eigenen Erl\u00e4uterungen, sondern zitiert einen Artikel der <em>Frankfurter Allgemeinen Zeitung<\/em>. Er schlie\u00dft mit einer Interpretation und einer Spekulation: \u201eDiese Geldpolitik hat bereits Griechenland in den Ruin getrieben, und wenn sie nicht bald beendet wird, sind die n\u00e4chsten Staaten des Euro dran (Frankreich, Italien). Das wei\u00df nicht nur Donald Trump\u201c<a href=\"#_ftn130\" name=\"_ftnref130\">[130]<\/a>.<\/p>\n<p>Der Verfasser des zweiten Folgekommentars<a href=\"#_ftn131\" name=\"_ftnref131\">[131]<\/a> kritisiert den Erstkommentator scharf (\u201eWas reden Sie denn da?\u201c<a href=\"#_ftn132\" name=\"_ftnref132\">[132]<\/a>, \u201eIhre \u201aArgumentation\u2018 ist vollkommen sinnbefreit\u201c<a href=\"#_ftn133\" name=\"_ftnref133\">[133]<\/a>) und sucht dessen Aussagen zu widerlegen (\u201eWenn z.B. VW ein Auto nach China oder in die USA verkauft, dann hat vor allem erstmal VW etwas davon. Meinen Sie allen Ernstes, dass Griechenland sich von VWs Einnahmen \u00d6l kaufen kann?!\u201c<a href=\"#_ftn134\" name=\"_ftnref134\">[134]<\/a>).<a href=\"#_ftn135\" name=\"_ftnref135\">[135]<\/a><\/p>\n<p>Ein weiteres \u201aGespr\u00e4ch\u2018 zu diesem Thema wird durch den Kommentar<a href=\"#_ftn136\" name=\"_ftnref136\">[136]<\/a> des Nutzers \u201a4711-42-4\u2018 angeregt. Er nimmt konkret Bezug auf eine Passage aus dem Kommentar Schieritz\u2019, in welcher dieser Deutschland aufgrund seines Angewiesenseins auf Exporte das Fehlen eines \u201enachhaltige[n] Gesch\u00e4ftsmodells\u201c<a href=\"#_ftn137\" name=\"_ftnref137\">[137]<\/a> unterstellt. Dieses Argument wandelt der Verfasser ab und wendet es zur Kritik der USA an: \u201eEin Land das sein strukturelles Defizit nur deshalb ausgleichen kann weil alle m\u00f6glichen anderen L\u00e4nder unbegrenzt Kapital dorthin schaufeln, also mithin (de facto) unbegrenzt Kredit gew\u00e4hren, hat auch kein nachhaltiges Gesch\u00e4ftsmodell.\u201c<a href=\"#_ftn138\" name=\"_ftnref138\">[138]<\/a> Es folgt eine Reihe von Behauptungen, nach welchen beispielsweise das Problem in einer \u201eimmer noch national[en] [Politik]\u201c<a href=\"#_ftn139\" name=\"_ftnref139\">[139]<\/a> bei einer l\u00e4ngst internationalisierten Wirtschaft liege und \u201esolche Ungleichgewichte, die zwangsl\u00e4ufig in die n\u00e4chste Krise f\u00fchren werden\u201c<a href=\"#_ftn140\" name=\"_ftnref140\">[140]<\/a> \u201eohne internationale Zivilgesellschaft [&#8230;] nicht aufzul\u00f6sen [sind]\u201c<a href=\"#_ftn141\" name=\"_ftnref141\">[141]<\/a>.<a href=\"#_ftn142\" name=\"_ftnref142\">[142]<\/a><\/p>\n<p>Dieser These widerspricht ein weiterer, knapp gehaltener Beitrag und erl\u00e4utert stattdessen systematisch die Funktion von durch die WTO zu erhebenden, an Leistungsbilanzdifferenzen gekn\u00fcpften Z\u00f6llen als m\u00f6gliche Probleml\u00f6sungsstrategie<a href=\"#_ftn143\" name=\"_ftnref143\">[143]<\/a>, welche wiederum durch einen folgenden Kommentar entkr\u00e4ftet wird. Dieser r\u00fcckt die f\u00fcr die Volkswirtschaften negativen Auswirkungen der im Falle eines solchen Zolles m\u00f6glichen Knappheit bestimmter G\u00fcter in das Zentrum seiner Argumentation und st\u00fctzt seine Beweisf\u00fchrung zus\u00e4tzlich durch einen Vergleich dieses Szenarios mit der \u00d6lkrise der 1970er Jahre<a href=\"#_ftn144\" name=\"_ftnref144\">[144]<\/a>.<\/p>\n<p>Alle diese Kommentare nehmen direkt und unmissverst\u00e4ndlich eine bestimmte Position gegen\u00fcber ihrem Gegenstand ein und suchen ihre Mitdiskutanten durch einseitige Argumente von dieser zu \u00fcberzeugen. Die Beweisf\u00fchrung fu\u00dft jedoch nicht immer auf rationalen Belegen, sondern oftmals auf reiner Spekulation, wodurch die in der Netiquette geforderte \u00dcberpr\u00fcfbarkeit der Darlegungen zuweilen nicht gegeben ist. An den Kriterien der journalistischen Kommentare gemessen, lie\u00dfen sich die Beitr\u00e4ge infolgedessen dem untersuchenden Positionskommentar zuordnen.<\/p>\n<p>Die zweite Kategorie widmet sich wie Schieritz\u2019 Artikel dem Verh\u00e4ltnis der USA zu Europa. Das Polarisieren der Person Trump f\u00fchrt hier gelegentlich zu drastischen bis beleidigenden \u00c4u\u00dferungen, die den Pr\u00e4sidenten etwa als \u201eR\u00fcpel\u201c<a href=\"#_ftn145\" name=\"_ftnref145\">[145]<\/a> bezeichnen.<\/p>\n<p>Der erste Kommentar dieser Gruppe ist kurz und enth\u00e4lt eine pauschale, polemische Be- bzw. Verurteilung Trumps und seines Umfeldes: \u201eDas schlimme an Trump ist ja nicht, dass er keine Ahnung hat. Das hatte GW Busch auch nicht. Schlimmer ist, dass seine Berater genau so ahnungslos sind.\u201c<a href=\"#_ftn146\" name=\"_ftnref146\">[146]<\/a> Belege f\u00fcr seine Aussage f\u00fchrt er nicht an.<a href=\"#_ftn147\" name=\"_ftnref147\">[147]<\/a> Die hieran ankn\u00fcpfende Diskussion wurde teils offenbar im selben Stil gef\u00fchrt, einige Folgebeitr\u00e4ge wurden von den Moderatoren vollst\u00e4ndig gel\u00f6scht. Als Begr\u00fcndung ist vermerkt: \u201eEntfernt. Bitte verzichten Sie auf polemische Behauptungen und Spekulationen\u201c<a href=\"#_ftn148\" name=\"_ftnref148\">[148]<\/a> sowie \u201eEntfernt. Nutzen Sie den Kommentarbereich bitte um sich sachlich \u00fcber den Artikelinhalt auszutauschen.\u201c<a href=\"#_ftn149\" name=\"_ftnref149\">[149]<\/a><\/p>\n<p>Einer der Anschlusskommentare widerspricht dem Ausgangsbeitrag und auch dem Kommentar Schieritz\u2019, indem er gleich zu Beginn klar feststellt: \u201eDie EU ist das Problem!\u201c<a href=\"#_ftn150\" name=\"_ftnref150\">[150]<\/a>. Daraufhin entwickelt der Autor einen dreistufigen Entwicklungsprozess, den die EU durchlaufen m\u00fcsse, um zu einem \u201eKraftzentrum\u201c<a href=\"#_ftn151\" name=\"_ftnref151\">[151]<\/a> zu \u201emutieren\u201c<a href=\"#_ftn152\" name=\"_ftnref152\">[152]<\/a> und die Rolle Trumps auf ein lediglich \u201eunerfreuliches Ereignis\u201c<a href=\"#_ftn153\" name=\"_ftnref153\">[153]<\/a> zu relativieren. Seine Ausf\u00fchrungen sind zwar rational, allerdings rein hypothetisch (\u201e1. Gel\u00e4nge es, die EU zu einem funktionierenden Verbund von Staaten zu machen, die sich gegenseitig nicht zuallererst als Konkurrenten begriffen, g\u00e4be es Mechanismen, die allen L\u00e4ndern erstrebenswerte Perspektiven b\u00f6ten.\u201c<a href=\"#_ftn154\" name=\"_ftnref154\">[154]<\/a>) und damit nicht nachpr\u00fcfbar.<\/p>\n<p>Eine entgegengesetzte eindeutige Stellungnahme findet sich in einem Beitrag, der auf einen Videokommentar des stellvertretenden ZDF-Chefredakteurs Elmar Theve\u00dfen verweist, der sich deutlich gegen Trump ausspricht<a href=\"#_ftn155\" name=\"_ftnref155\">[155]<\/a>. Der Verfasser verzichtet auf eigene Argumente und spitzt stattdessen jene Theve\u00dfens zu: \u201e[&#8230;] die Welt braucht keine Trumpsche USA als G1 Veranstaltung and Master of the world. [Trump hat] das Talent zur Spaltung und zum Niedergang. Es m\u00f6ge, wenn die USA Trump behalten wollen auf die USA begrenzt bleiben.\u201c<a href=\"#_ftn156\" name=\"_ftnref156\">[156]<\/a><\/p>\n<p>Andere Nutzerbeitr\u00e4ge verfolgen hingegen eine abw\u00e4gende Strategie<a href=\"#_ftn157\" name=\"_ftnref157\">[157]<\/a>. Einer dieser Texte umfasst nur zwei Zeilen und verkn\u00fcpft seine Entscheidung f\u00fcr die Fortsetzung der Kooperation mit den USA mit einer entsprechend knappen Ablehnung ihrer Alternativen<a href=\"#_ftn158\" name=\"_ftnref158\">[158]<\/a>. Ein weiterer Kommentar stuft Trump, darin Schieritz \u00e4hnlich, als \u201egef\u00e4hrlich\u201c<a href=\"#_ftn159\" name=\"_ftnref159\">[159]<\/a> ein, bewertet dessen Haltung zu den einzelnen Punkten der Agenda des G7-Gipfels aber durchaus unterschiedlich, wenn auch ohne Tatsachen zu nennen oder seine Meinung zu begr\u00fcnden<a href=\"#_ftn160\" name=\"_ftnref160\">[160]<\/a>. Auf die in diesem Kommentar vorgenommene positive Beurteilung der Position Trumps zum Thema Fl\u00fcchtlingskrise reagiert ein Nutzer einseitig best\u00e4rkend, indem er die bei seinem Vorredner fehlenden Fakten erg\u00e4nzt und interpretiert<a href=\"#_ftn161\" name=\"_ftnref161\">[161]<\/a>, woraufhin letzterer ihm zustimmt<a href=\"#_ftn162\" name=\"_ftnref162\">[162]<\/a>. Ein dritter, zumindest in Ans\u00e4tzen abw\u00e4gender Kommentar stellt die demokratische Legitimation der G7 in Abrede und fragt, \u201ewer hier [im Rahmen des G7-Treffens] wen [hat] auflaufen lassen\u201c<a href=\"#_ftn163\" name=\"_ftnref163\">[163]<\/a>, ohne aber n\u00e4her darauf einzugehen.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich gibt es zwei Wortbeitr\u00e4ge, die an das Fazit von Schieritz ankn\u00fcpfen, indem sie Fragen und Spekulationen zur Zukunft der USA und Europas im Falle eines B\u00fcndnisbruches aufwerfen bzw. anstellen, aber keinerlei eigene Meinung \u00e4u\u00dfern oder Argumente anf\u00fchren<a href=\"#_ftn164\" name=\"_ftnref164\">[164]<\/a>. Hierbei handelt es sich demnach nicht um Kommentare im Sinne der o.g. Definition der Redaktion von <em>Zeit Online<\/em>. Das gleiche ist bei den Texten der Fall, die sich einer abschlie\u00dfenden Stellungnahme verweigern.<\/p>\n<p>Legt man die fehlende Bearbeitung dieser Beitr\u00e4ge durch die Redaktion als Legitimierung der Texte aus, l\u00e4sst sich hier eine Parallele zu dem in der Literatur artikulierten Verst\u00e4ndnis der journalistischen Darstellungsform des Kommentars erkennen. Ein Abw\u00e4gen ohne Fazit ist in der Regel nicht erw\u00fcnscht, aber prinzipiell gestattet.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus sind die Kommentare sehr heterogen gestaltet. Das Spektrum reicht von den bereits genannten balancierenden Varianten bis zu einseitig argumentierenden oder jegliche Begr\u00fcndung verweigernden demonstrierenden oder emotionalen Positionskommentaren, in welchen der Autor seine Auffassung unmittelbar und mit Nachdruck \u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p>Von dem journalistischen Kommentar unterscheiden sie in erster Linie die Aspekte der L\u00e4nge und des Aufbaus. So umfassen die Leserbeitr\u00e4ge nur wenige Zeilen oder kurze Abs\u00e4tze und enthalten weder eine pointierte \u00dcberschrift noch eine Hinf\u00fchrung zum Thema. Auch fehlen erl\u00e4uternde Einordnungen ihres Gegenstandes in gr\u00f6\u00dfere Zusammenh\u00e4nge und eine Struktur, die auf die logisch-konsistente Begr\u00fcndung einer konkreten These zielt. Die Meinungs\u00e4u\u00dferungen der Leser stehen oftmals f\u00fcr sich, ohne schl\u00fcssige kontextuelle oder strukturelle Einbettung.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">\u00a0Fazit<\/p>\n<p>Ziel dieses Aufsatzes war, das Nachrichtenportal <em>Zeit Online <\/em>im Hinblick auf seine Umsetzung der Textsorte des Kommentars, unterschieden in die journalistische Darstellungsform und den Leserkommentar, zu untersuchen, um ein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Funktion der Website als Plattform zur Bildung der \u00f6ffentlichen Meinung zu entwickeln.<\/p>\n<p>Die Sichtung der Forschungs- und der journalistischen Praxisliteratur hat gezeigt, dass der journalistische Kommentar gemeinsam mit anderen meinungsbetonten Textsorten von unterhaltend informierenden und faktenorientierten Texten mit Objektivit\u00e4tsanspruch zu differenzieren ist, dar\u00fcber hinaus aber nicht durchgehend trennscharf und zuweilen widerspr\u00fcchlich definiert wird.<\/p>\n<p>Unter Anwendung dieser allgemeinen Gattungstypologie wurde ersichtlich, dass <em>Zeit Online <\/em>die einzelnen Genres voneinander trennt und dem Leser damit sowohl die M\u00f6glichkeit einer rein sachlichen Information als auch ein Angebot Orientierung stiftender interpretierender und meinungsorientierter Beitr\u00e4ge unterbreitet.<\/p>\n<p>Wie die Analyse der beiden Kommentare ergab, wird diese Textsorte durch die Autoren musterg\u00fcltig umgesetzt. Dabei entspricht die eingangs konstatierte Kernkompetenz der Website, das Weltgeschehen analytisch einzuordnen und \u201ameinungsstarke\u2018 Kommentare anzubieten, dem in beiden Artikeln verwendeten Schema des untersuchenden Positionskommentars, der einen klar erkennbaren Standpunkt durch geradlinige Argumentation begr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Die zumeist fehlende Textsortenbezeichnung der verschiedenen Artikel erschwert es dem Besucher der Seite jedoch erheblich, die Beitr\u00e4ge vor der genauen Lekt\u00fcre entsprechend zuzuordnen, und birgt daher die Gefahr, dass der Leser ohne sein Wissen im Sinne einer bestimmten Auffassung beeinflusst und seine eigenst\u00e4ndige Meinungsbildung gehemmt oder verhindert wird.<\/p>\n<p>Die Leserkommentare sollen nach der Netiquette von <em>Zeit Online <\/em>in wesentlichen Punkten, etwa der Meinungs\u00e4u\u00dferung und der Argumentation, mit der journalistischen Darstellungsform \u00fcbereinstimmen. Tats\u00e4chlich finden sich durchaus Kommentare im klassischen Sinne einer mit rationalen Argumenten gest\u00fctzten These. Daneben aber versto\u00dfen zahlreiche Beitr\u00e4ge gegen diese Regularien, nicht nur indem sie sich, wie es auch die Literatur f\u00fcr die journalistischen Kommentare anerkennt, einer Stellungnahme enthalten oder auf Argumente verzichten, sondern ebenso, indem sie rein spekulativ argumentieren oder ihren Beitrag auf blo\u00dfe \u00c4u\u00dferung von Meinung oder Hypothesen beschr\u00e4nken.<\/p>\n<p>Dennoch verm\u00f6gen es auch diese \u201aKommentare\u2018, Diskussionen und damit eine Auseinandersetzung der Leser mit dem jeweiligen Thema bzw. einer bestimmten Sichtweise anzuregen. Demnach erweist sich <em>Zeit Online <\/em>als Plattform, die dem journalistischen Auftrag der Unterst\u00fctzung der \u00f6ffentlichen Meinungsbildung in umfassendem Sinne gerecht wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Anmerkungen<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Vgl. bspw. Art. 3 Bayerisches Pressegesetz (BayPrG); \u00a7 3 Pressegesetz f\u00fcr das Land Nordrhein-Westfalen (Landespressegesetz NRW); Die Zeit Medienkunde 2010\/11; Mast, S. 300.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Vgl. Degen, 108f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Vgl. von La Roche, S. 73f.; Degen, S. 23.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Vgl. von La Roche, S. 133; Degen, S. 119.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Vgl. Degen, S. 19, S. 119-121.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Vgl. ebd., S. 119.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Vgl. von La Roche, S. 149; Schr\u00f6der.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Vgl. Schr\u00f6der.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Anonymus: Marken und Produkte. Zeit Online.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Ebd.; Anonymus: Netiquette.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Vgl. etwa Schalkowski, der die Reportage als objektives Genre begreift (S.9) und Hooffacker, die sie zu den interpretierenden Formen z\u00e4hlt (S. 148), ebenso die unterschiedliche Differenzierung von Meldung und Nachricht bei Hooffacker (S. 144) und von La Roche (78f.); Schneider\/Raue, S. 183.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Vgl. von La Roche, S. 73; Schneider\/Raue, S. 224; Mast, S. 300f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Vgl. etwa Degen, S. 121; Mast, S. 300;\u00a0 Kurz, S. 241; Hooffacker, S. 140f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Vgl. Schalkowski, S. 9; Hooffacker, S. 144, S. 148, S. 156-168; Schneider\/Raue, S. 183.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Vgl. Hooffacker, S. 148.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Vgl. Hooffacker, S. 144; Degen S. 109; von La Roche, S. 75f., S. 117f., S. 132f., S.135.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> Vgl. von La Roche, S. 173.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> Vgl. Degen, S. 23; von La Roche, S. 138, S. 142-147.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Vgl. von La Roche, S. 153.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> Vgl. ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> Das Interview, das ebenfalls zu dieser Kategorie journalistischer Texte geh\u00f6rt, wird hier nicht ber\u00fccksichtigt, da es zwar die Meinung des Interviewten enthalten kann, aber aufgrund seines Dialogcharakters in hohem Ma\u00dfe von dem Kommentar als strukturierter Meinungs\u00e4u\u00dferung eines Einzelnen abweicht (vgl. von La Roche, S. 163-167) und daher f\u00fcr einen Vergleich mit diesem Genre ungeeignet erscheint.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref23\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> Vgl. von La Roche, S. 153-158; Schneider\/Raue, S. 191; Hooffacker, S. 147.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref24\" name=\"_ftn24\">[24]<\/a> Vgl. Zons, S. 293, zit. n. Mast, S. 286.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref25\" name=\"_ftn25\">[25]<\/a> Vgl. Mast, S. 286.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref26\" name=\"_ftn26\">[26]<\/a> Vgl. von La Roche, S. 160; Mast, S. 184ff.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref27\" name=\"_ftn27\">[27]<\/a> von La Roche, S. 170.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref28\" name=\"_ftn28\">[28]<\/a> Ebd., S. 172.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref29\" name=\"_ftn29\">[29]<\/a> Vgl. von La Roche, S. 169-172.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref30\" name=\"_ftn30\">[30]<\/a> Kritik und Rezension, die mitunter ebenfalls zu dieser Kategorie der Grundformen gez\u00e4hlt werden, werden hier nicht ber\u00fccksichtigt, da es sich um Meinungs\u00e4u\u00dferungen zu Produkten aus den Bereichen Kunst und Kultur handelt (vgl. von La Roche, S. 178; Mast, S. 305), die mit Mast als Variante des Kommentars verstanden werden k\u00f6nnen (vgl. Mast, S. 305). Bemerkenswert ist hier dar\u00fcber hinaus, dass Mast den \u201abewertenden Bericht\u2018 als weitere Erscheinungsform von Kritik und Rezension beschreibt, was der Definition des Begriffs Bericht widerspricht (vgl. ebd.).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref31\" name=\"_ftn31\">[31]<\/a> Vgl. Mast, S. 300.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref32\" name=\"_ftn32\">[32]<\/a> Vgl. ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref33\" name=\"_ftn33\">[33]<\/a> Lorenz, S. 127.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref34\" name=\"_ftn34\">[34]<\/a> Vgl. Mast, S. 300f., S. 303.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref35\" name=\"_ftn35\">[35]<\/a> Mast, S. 306.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref36\" name=\"_ftn36\">[36]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref37\" name=\"_ftn37\">[37]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref38\" name=\"_ftn38\">[38]<\/a> Vgl. Hooffacker, S. 168.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref39\" name=\"_ftn39\">[39]<\/a> Vgl. Mast, S. 305f.; Hooffacker, S. 167f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref40\" name=\"_ftn40\">[40]<\/a> Mast, S. 303.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref41\" name=\"_ftn41\">[41]<\/a> Vgl. Mast, S. 303f.; Hooffacker, S. 165f.; von La Roche, S. 177.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref42\" name=\"_ftn42\">[42]<\/a> Schneider\/Raue, S. 223.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref43\" name=\"_ftn43\">[43]<\/a> Vgl. Mast, S. 301; Degen, S. 28.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref44\" name=\"_ftn44\">[44]<\/a> Vgl. von La Roche, S. 173f.; Gehr, S. 75; Mast, S. 301ff.; Degen, S. 29, S. 31.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref45\" name=\"_ftn45\">[45]<\/a> Vgl. etwa Mast, S. 302; Schalkowski, S. 61; Degen, S. 32.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref46\" name=\"_ftn46\">[46]<\/a> Vgl. Mast, S. 302f.; Degen, S. 32f., S. 34ff.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref47\" name=\"_ftn47\">[47]<\/a> Vgl. Degen, S. 29.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref48\" name=\"_ftn48\">[48]<\/a> Vgl. etwa Mast, S. 300; Degen, S. 27 ; Schalkowski, S. 9; Gehr, S. 75; von La Roche, S. 173; Schneider\/Raue, S. 223.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref49\" name=\"_ftn49\">[49]<\/a> Degen, S. 33.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref50\" name=\"_ftn50\">[50]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref51\" name=\"_ftn51\">[51]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref52\" name=\"_ftn52\">[52]<\/a> Thomas Roth, in: Degen, S. 192.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref53\" name=\"_ftn53\">[53]<\/a> Vgl. Thomas Roth, in: Degen, S. 192.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref54\" name=\"_ftn54\">[54]<\/a> Vgl. Degen, S. 37.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref55\" name=\"_ftn55\">[55]<\/a> Degen, S. 31.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref56\" name=\"_ftn56\">[56]<\/a> Vgl. ebd., S. 33, S. 46.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref57\" name=\"_ftn57\">[57]<\/a> Vgl. ebd., S. 33.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref58\" name=\"_ftn58\">[58]<\/a> Vgl. Mast, S. 301; Schalkowski, S. 23.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref59\" name=\"_ftn59\">[59]<\/a> Mast, S. 303.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref60\" name=\"_ftn60\">[60]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref61\" name=\"_ftn61\">[61]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref62\" name=\"_ftn62\">[62]<\/a> Vgl. Mast, S. 302f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref63\" name=\"_ftn63\">[63]<\/a> Vgl. Schneider\/Raue, S. 223, S. 231.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref64\" name=\"_ftn64\">[64]<\/a> von La Roche, S. 174.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref65\" name=\"_ftn65\">[65]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref66\" name=\"_ftn66\">[66]<\/a> Vgl. von La Roche, S. 174.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref67\" name=\"_ftn67\">[67]<\/a> Vgl. Degen, S. 31ff.; Schalkowski, S. 45.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref68\" name=\"_ftn68\">[68]<\/a> von La Roche, S. 174.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref69\" name=\"_ftn69\">[69]<\/a> Vgl. Degen, S. 48ff., von La Roche, S. 174; Schneider\/Raue, S. 226ff.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref70\" name=\"_ftn70\">[70]<\/a> Vgl. Schneider\/Raue, S. 231.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref71\" name=\"_ftn71\">[71]<\/a> Vgl. von La Roche, S. 174; Hooffacker, S. 160; Mast, S. 301f.; Schneider\/Raue, S. 224.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref72\" name=\"_ftn72\">[72]<\/a> Vgl. von La Roche, S. 174.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref73\" name=\"_ftn73\">[73]<\/a> Vgl. Schneider\/Raue, S. 224f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref74\" name=\"_ftn74\">[74]<\/a> Vgl. Degen, S. 41-46.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref75\" name=\"_ftn75\">[75]<\/a> Vgl. von La Roche, S. 174; Schneider\/Raue, S. 224.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref76\" name=\"_ftn76\">[76]<\/a> Vgl. Schalkowski, S. 52.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref77\" name=\"_ftn77\">[77]<\/a> Degen, S. 46.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref78\" name=\"_ftn78\">[78]<\/a> Vgl. ebd., S. 46-48.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref79\" name=\"_ftn79\">[79]<\/a> Ebd., S. 48.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref80\" name=\"_ftn80\">[80]<\/a> Vgl. Schneider\/Raue, S. 226f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref81\" name=\"_ftn81\">[81]<\/a> Degen, S. 48.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref82\" name=\"_ftn82\">[82]<\/a> Vgl. von La Roche, S. 174.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref83\" name=\"_ftn83\">[83]<\/a> Vgl. Degen, S. 48ff.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref84\" name=\"_ftn84\">[84]<\/a> Ebd., S. 50.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref85\" name=\"_ftn85\">[85]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref86\" name=\"_ftn86\">[86]<\/a> Vgl. Degen, S. 50f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref87\" name=\"_ftn87\">[87]<\/a> Vgl. Fischer.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref88\" name=\"_ftn88\">[88]<\/a> Anonymus: Marken und Produkte. Zeit Online.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref89\" name=\"_ftn89\">[89]<\/a> Vgl. Anonymus: Regierungstruppen beginnen neue Offensive; Anonymus: Neue Flugabwehr gegen \u201edie wilden Tr\u00e4ume des Feindes\u201c; Anonymus: Dschihadistengruppe Ansar al-Scharia l\u00f6st sich auf; Anonymus: Gro\u00dfbritannien senkt Terrorwarnstufe; Anonymus: Britische Polizei tauscht wieder Informationen mit den USA aus.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref90\" name=\"_ftn90\">[90]<\/a> Vgl. Anonymus: Regierungstruppen beginnen neue Offensive.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref91\" name=\"_ftn91\">[91]<\/a> Vgl. Gaul.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref92\" name=\"_ftn92\">[92]<\/a> Vgl. Buchter.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref93\" name=\"_ftn93\">[93]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref94\" name=\"_ftn94\">[94]<\/a> Vgl. Neuroth.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref95\" name=\"_ftn95\">[95]<\/a> Weisbrod.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref96\" name=\"_ftn96\">[96]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref97\" name=\"_ftn97\">[97]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref98\" name=\"_ftn98\">[98]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref99\" name=\"_ftn99\">[99]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref100\" name=\"_ftn100\">[100]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref101\" name=\"_ftn101\">[101]<\/a> Vgl. Rohrbeck.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref102\" name=\"_ftn102\">[102]<\/a> Vgl. Na\u00df.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref103\" name=\"_ftn103\">[103]<\/a> Vgl. Joffe.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref104\" name=\"_ftn104\">[104]<\/a> Schieritz.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref105\" name=\"_ftn105\">[105]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref106\" name=\"_ftn106\">[106]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref107\" name=\"_ftn107\">[107]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref108\" name=\"_ftn108\">[108]<\/a> Hamann.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref109\" name=\"_ftn109\">[109]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref110\" name=\"_ftn110\">[110]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref111\" name=\"_ftn111\">[111]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref112\" name=\"_ftn112\">[112]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref113\" name=\"_ftn113\">[113]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref114\" name=\"_ftn114\">[114]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref115\" name=\"_ftn115\">[115]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref116\" name=\"_ftn116\">[116]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref117\" name=\"_ftn117\">[117]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref118\" name=\"_ftn118\">[118]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref119\" name=\"_ftn119\">[119]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref120\" name=\"_ftn120\">[120]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref121\" name=\"_ftn121\">[121]<\/a> Ebd..<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref122\" name=\"_ftn122\">[122]<\/a> Anonymus: Netiquette.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref123\" name=\"_ftn123\">[123]<\/a> Schieritz.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref124\" name=\"_ftn124\">[124]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref125\" name=\"_ftn125\">[125]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref126\" name=\"_ftn126\">[126]<\/a> Vgl. Schieritz.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref127\" name=\"_ftn127\">[127]<\/a> Leserkommentar #1 von PackAsPackCan.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref128\" name=\"_ftn128\">[128]<\/a> Vgl. ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref129\" name=\"_ftn129\">[129]<\/a> Vgl. Leserkommentar #1.1 von Jagd auf Dritter Oktober.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref130\" name=\"_ftn130\">[130]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref131\" name=\"_ftn131\">[131]<\/a> Vgl. Leserkommentar #1.2 von _ich_bin_ich_.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref132\" name=\"_ftn132\">[132]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref133\" name=\"_ftn133\">[133]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref134\" name=\"_ftn134\">[134]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref135\" name=\"_ftn135\">[135]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref136\" name=\"_ftn136\">[136]<\/a> Vgl. Leserkommentar #6 von 4711-42-4.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref137\" name=\"_ftn137\">[137]<\/a> Schieritz.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref138\" name=\"_ftn138\">[138]<\/a> Leserkommentar #6 von 4711-42-4.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref139\" name=\"_ftn139\">[139]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref140\" name=\"_ftn140\">[140]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref141\" name=\"_ftn141\">[141]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref142\" name=\"_ftn142\">[142]<\/a> Vgl. ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref143\" name=\"_ftn143\">[143]<\/a> Vgl. Leserkommentar #6.1 von Tocquevillian.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref144\" name=\"_ftn144\">[144]<\/a> Vgl. Leserkommentar #6.2 von Saar-Franzose.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref145\" name=\"_ftn145\">[145]<\/a> Leserkommentar #3 von B\u00fcrger Deutschlands 3.0.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref146\" name=\"_ftn146\">[146]<\/a> Leserkommentar #2 von dritter Versuch.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref147\" name=\"_ftn147\">[147]<\/a> Vgl. ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref148\" name=\"_ftn148\">[148]<\/a> Leserkommentar #2.1 von Guido65.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref149\" name=\"_ftn149\">[149]<\/a> Leserkommentar #2.5 von Rittersp0rn.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref150\" name=\"_ftn150\">[150]<\/a> Leserkommentar #2.6 von Otto2.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref151\" name=\"_ftn151\">[151]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref152\" name=\"_ftn152\">[152]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref153\" name=\"_ftn153\">[153]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref154\" name=\"_ftn154\">[154]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref155\" name=\"_ftn155\">[155]<\/a> Vgl. Leserkommentar #7 von Ein kleiner Idiot.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref156\" name=\"_ftn156\">[156]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref157\" name=\"_ftn157\">[157]<\/a> Vgl. etwa den Leserkommentar #5.1 von 4711-42-4; Leserkommentar #5.2 von Der_Neue_2.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref158\" name=\"_ftn158\">[158]<\/a> Vgl. Leserkommentar #4.2 von Eisenhorn.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref159\" name=\"_ftn159\">[159]<\/a> Leserkommentar #3 von B\u00fcrger Deutschlands 3.0.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref160\" name=\"_ftn160\">[160]<\/a> Vgl. ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref161\" name=\"_ftn161\">[161]<\/a> Vgl. Leserkommentar #3.1 von Chochosan.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref162\" name=\"_ftn162\">[162]<\/a> Vgl. Leserkommentar #3.2 von B\u00fcrger Deutschlands 3.0.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref163\" name=\"_ftn163\">[163]<\/a> Leserkommentar #5 von MiStr.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref164\" name=\"_ftn164\">[164]<\/a> Vgl. Leserkommentar #4 von Datalog; Leserkommentar #4.1 von M X.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Literatur<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">1. Prim\u00e4rliteratur<\/p>\n<p>\u00a0Anonymus (2017): Britische Polizei tauscht wieder Informationen mit den USA aus. Online unter <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-05\/britische-polizei-usa-terror-informationsaustausch\">http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-05\/britische-polizei-usa-terror-informationsaustausch<\/a>. [Stand: 26.05.2017, letzter Zugriff: 28.05.2017].<\/p>\n<p>Anyonymus (2017): Dschihadistengruppe Ansar al-Scharia l\u00f6st sich auf. Online unter <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-05\/libyen-ansar-al-scharia-aufloesung-islamisten\">http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-05\/libyen-ansar-al-scharia-aufloesung-islamisten<\/a>. [Stand: 28.05.2017, letzter Zugriff: 28.05.2017].<\/p>\n<p>Anonymus (2017): Gro\u00dfbritannien senkt Terrorwarnstufe. Online unter <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2017-05\/manchester-ermittlung-festnahme-verdaechtige\">http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2017-05\/manchester-ermittlung-festnahme-verdaechtige<\/a>. [Stand: 27.05.2017, letzter Zugriff: 28.05.2017].<\/p>\n<p>Anonymus: Marken und Produkte. Zeit Online. Online unter <a href=\"http:\/\/www.zeit-verlagsgruppe.de\/marken-und-produkte\/\">http:\/\/www.zeit-verlagsgruppe.de\/marken-und-produkte\/<\/a>. [Letzter Zugriff: 16.05.2017].<\/p>\n<p>Anonymus (2013): Netiquette. Online unter <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/administratives\/2010-03\/netiquette\/komplettansicht\">http:\/\/www.zeit.de\/administratives\/2010-03\/netiquette\/komplettansicht<\/a>. [Stand: 30.08.2013, letzter Zugriff: 30.05.2017].<\/p>\n<p>Anonymus (2017): Neue Flugabwehr gegen \u201edie wilden Tr\u00e4ume des Feindes\u201c. Online unter <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-05\/nordkorea-kim-jong-un-flugabwehrraketen-usa\">http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-05\/nordkorea-kim-jong-un-flugabwehrraketen-usa<\/a>. [Stand: 28.05.2017, letzter Zugriff: 28.05.2017].<\/p>\n<p>Anonymus (2017): Regierungstruppen beginnen neue Offensive. Online unter <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-05\/irak-mossul-militaer-islamischer-staat\">http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-05\/irak-mossul-militaer-islamischer-staat<\/a>. [Stand: 28.05.2017, letzter Zugriff: 28.05.2017].<\/p>\n<p>Bayerisches Pressegesetz (BayPrG). Online unter <a href=\"http:\/\/www.gesetze-bayern.de\/Content\/Document\/BayPrG\/true?AspxAutoDetectCookieSupport=1\">http:\/\/www.gesetze-bayern.de\/Content\/Document\/BayPrG\/true?AspxAutoDetectCookieSupport=1<\/a>. [Stand: 19.04.2000, letzter Zugriff: 15.05.2017].<\/p>\n<p>Buchter, Heike (2017): Trump f\u00fchrt die USA wie eine Firma. Online unter <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/donald-trump-regierungsstil-inkompetenz-unternehmer\">http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/donald-trump-regierungsstil-inkompetenz-unternehmer<\/a>. [Stand: 27.05.2017, letzter Zugriff: 28.05.2017].<\/p>\n<p>Gaul, Simone (2017): Anschlag aus Rache? Online unter <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/2017-05\/grossbritannien-salman-abedi-attentat-manchester-konzert\">http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/2017-05\/grossbritannien-salman-abedi-attentat-manchester-konzert<\/a>. [Stand: 27.05.2017, letzter Zugriff: 28.05.2017].<\/p>\n<p>Hamann, G\u00f6tz (2017): R\u00e4umt auf! Online unter <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2017\/22\/netzkultur-digitale-konzerne-regulierung-europa\">http:\/\/www.zeit.de\/2017\/22\/netzkultur-digitale-konzerne-regulierung-europa<\/a>. [Stand: 28.05.2017, letzter Zugriff: 28.05.2017].<\/p>\n<p>Joffe, Josef (2017): Nur ein Traum?, in: \u201eDie Zeit\u201c Nr. 23 vom 01.06.2017, S. 1.<\/p>\n<p>Leserkommentar #1 von PackAsPackCan (28.05.2017). Online unter http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-05\/taormina-g7-gipfel-donald-trump-blockade. [Letzter Zugriff: 30.05.2017].<\/p>\n<p>Leserkommentar #1.1 von Jagd auf Dritter Oktober (28.05.2017). Online unter http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-05\/taormina-g7-gipfel-donald-trump-blockade. [Letzter Zugriff: 30.05.2017].<\/p>\n<p>Leserkommentar #1.2 von _ich_bin_ich_ (28.05.2017). Online unter http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-05\/taormina-g7-gipfel-donald-trump-blockade. [Letzter Zugriff: 30.05.2017].<\/p>\n<p>Leserkommentar #2 von dritter Versuch (28.05.2017). Online unter http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-05\/taormina-g7-gipfel-donald-trump-blockade. [Letzter Zugriff: 30.05.2017].<\/p>\n<p>Leserkommentar #2.1 von Guido65 (28.05.2017). Online unter http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-05\/taormina-g7-gipfel-donald-trump-blockade. [Letzter Zugriff: 30.05.2017].<\/p>\n<p>Leserkommentar #2.5 von Rittersp0rn (28.05.2017). Online unter http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-05\/taormina-g7-gipfel-donald-trump-blockade. [Letzter Zugriff: 30.05.2017].<\/p>\n<p>Leserkommentar #2.6 von Otto2 (28.05.2017). Online unter http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-05\/taormina-g7-gipfel-donald-trump-blockade. [Letzter Zugriff: 30.05.2017].<\/p>\n<p>Leserkommentar #3 von B\u00fcrger Deutschlands 3.0 (28.05.2017). Online unter http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-05\/taormina-g7-gipfel-donald-trump-blockade. [Letzter Zugriff: 30.05.2017].<\/p>\n<p>Leserkommentar #3.1 von Chochosan (28.05.2017). Online unter http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-05\/taormina-g7-gipfel-donald-trump-blockade. [Letzter Zugriff: 30.05.2017].<\/p>\n<p>Leserkommentar #3.2 von B\u00fcrger Deutschlands 3.0 (28.05.2017). Online unter http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-05\/taormina-g7-gipfel-donald-trump-blockade. [Letzter Zugriff: 30.05.2017].<\/p>\n<p>Leserkommentar #4 von Datalog (28.05.2017). Online unter http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-05\/taormina-g7-gipfel-donald-trump-blockade. [Letzter Zugriff: 30.05.2017].<\/p>\n<p>Leserkommentar #4.1 von M X (28.05.2017). Online unter http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-05\/taormina-g7-gipfel-donald-trump-blockade. [Letzter Zugriff: 30.05.2017].<\/p>\n<p>Leserkommentar #4.2 von Eisenhorn (28.05.2017). Online unter http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-05\/taormina-g7-gipfel-donald-trump-blockade. [Letzter Zugriff: 30.05.2017].<\/p>\n<p>Leserkommentar #5 von MiStr (28.05.2017). Online unter http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-05\/taormina-g7-gipfel-donald-trump-blockade?page=2#comments. [Letzter Zugriff: 30.05.2017].<\/p>\n<p>Leserkommentar #5.1 von 4711-42-4 (28.05.2017). Online unter http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-05\/taormina-g7-gipfel-donald-trump-blockade?page=2#comments. [Letzter Zugriff: 30.05.2017].<\/p>\n<p>Leserkommentar #5.2 von Der_Neue_2 (28.05.2017). Online unter http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-05\/taormina-g7-gipfel-donald-trump-blockade?page=2#comments. [Letzter Zugriff: 30.05.2017].<\/p>\n<p>Leserkommentar #6 von 4711-42-4 (28.05.2017). Online unter http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-05\/taormina-g7-gipfel-donald-trump-blockade?page=2#comments. [Letzter Zugriff: 30.05.2017].<\/p>\n<p>Leserkommentar #6.1 von Tocquevillian (29.05.2017). Online unter http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-05\/taormina-g7-gipfel-donald-trump-blockade?page=2#comments. [Letzter Zugriff: 30.05.2017].<\/p>\n<p>Leserkommentar #6.2 von Saar-Franzose (29.05.2017). Online unter http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-05\/taormina-g7-gipfel-donald-trump-blockade?page=2#comments. [Letzter Zugriff: 30.05.2017].<\/p>\n<p>Leserkommentar #7 von Ein kleiner Idiot (28.05.2017). Online unter http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-05\/taormina-g7-gipfel-donald-trump-blockade?page=2#comments. [Letzter Zugriff: 30.05.2017].<\/p>\n<p>Na\u00df, Matthias (2017): Was kann hier wachsen?, in: \u201eDie Zeit\u201c Nr. 22 vom 24.06.2017, S. 19f.<\/p>\n<p>Neuroth, Kevin (2017): Surreale Seifenoper. Online unter <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/film\/2017-05\/twin-peaks-david-lynch-serie\">http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/film\/2017-05\/twin-peaks-david-lynch-serie<\/a>. [Stand: 28.05.2017, letzter Zugriff: 28.05.2017].<\/p>\n<p>Pressegesetz f\u00fcr das Land Nordrhein-Westfalen (Landespressegesetz NRW). Online unter <a href=\"https:\/\/recht.nrw.de\/lmi\/owa\/br_text_anzeigen?v_id=10000000000000000330\">https:\/\/recht.nrw.de\/lmi\/owa\/br_text_anzeigen?v_id=10000000000000000330<\/a>. [Stand: 06.05.2017, letzter Zugriff: 15.05.2017].<\/p>\n<p>Rohrbeck, Felix (2017): Kilometer-Grenze f\u00fcr Privatisierungen, in: \u201eDie Zeit\u201c Nr. 22 vom 24.05.2017, S. 22.<\/p>\n<p>Schieritz, Mark (2017): Die G7 gibt es nicht mehr. Online unter <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-05\/taormina-g7-gipfel-donald-trump-blockade\">http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-05\/taormina-g7-gipfel-donald-trump-blockade<\/a>. Online unter [Stand: 28.05.2017, letzter Zugriff: 15.05.2017].<\/p>\n<p>Weisbrod, Lars (2017): Einmal ein gro\u00dfes Konzert. Online unter <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2017\/22\/popmusik-schauspieler-tom-schilling-matthias-schweighoefer\">http:\/\/www.zeit.de\/2017\/22\/popmusik-schauspieler-tom-schilling-matthias-schweighoefer<\/a>. [Stand: 28.05.2017, letzter Zugriff: 28.05.2017].<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">\u00a02. Sekund\u00e4rliteratur<\/p>\n<p>Degen, Matthias (2004): Mut zur Meinung. Genres und Selbstsichten von Meinungsjournalisten. Wiesbaden.<\/p>\n<p>Die Zeit Medienkunde 2010\/11. Online unter <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/files\/2010\/09\/7.-1-Oeffentliche_Aufgabe_Medien.pdf\">http:\/\/blog.zeit.de\/schueler\/files\/2010\/09\/7.-1-Oeffentliche_Aufgabe_Medien.pdf<\/a>. [Letzter Zugriff: 15.05.2017].<\/p>\n<p>Gehr, Martin (2014): Metaphern und Redewendungen im politischen Kommentar. Wiesbaden.<\/p>\n<p>Hooffacker, Gabriele (<sup>4<\/sup>2016): Online-Journalismus. Texten und Konzipieren f\u00fcr das Internet. Ein Handbuch f\u00fcr Ausbildung und Praxis. Wiesbaden.<\/p>\n<p>Fischer, Thomas (2015-2017): Fischer im Recht. Online unter <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/serie\/fischer-im-recht\">http:\/\/www.zeit.de\/serie\/fischer-im-recht<\/a>. [Letzter Zugriff: 27.05.2017].<\/p>\n<p>Kurz, Josef (<sup>2<\/sup>2010): Kommentar, in: Josef Kurz (et al.) (Hg.): Stilistik f\u00fcr Journalisten. Wiesbaden, S. 241-264.<\/p>\n<p>Lorenz, Dagmar (<sup>2<\/sup>2009): Journalismus. Stuttgart.<\/p>\n<p>Mast, Claudia (<sup>12<\/sup>2012): ABC des Journalismus. Ein Handbuch. Konstanz und M\u00fcnchen.<\/p>\n<p>Schalkowski, Edmund (2011): Kommentar, Glosse, Kritik. Konstanz.<\/p>\n<p>Schneider, Wolf\/Raue, Paul Josef (<sup>3<\/sup>2012): Das neue Handbuch des Journalismus und des Online-Journalismus. Reinbek bei Hamburg.<\/p>\n<p>Schr\u00f6der, Jens (2017): AGOF: Welt r\u00fcckt dank N24-Traffic an SpOn heran, Focus dank Rekordzahlen fast gleichauf mit Bild. Online unter <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2017\/04\/13\/agof-welt-rueckt-dank-n24-traffic-an-spon-heran-focus-dank-rekordzahlen-fast-gleichauf-mit-bild\/\">http:\/\/meedia.de\/2017\/04\/13\/agof-welt-rueckt-dank-n24-traffic-an-spon-heran-focus-dank-rekordzahlen-fast-gleichauf-mit-bild\/<\/a>. [Stand: 13.04.2017, letzter Zugriff: 30.05.2017].<\/p>\n<p>von La Roche, Walther (<sup>18<\/sup>2008): Einf\u00fchrung in den praktischen Journalismus. Mit genauer Beschreibung aller Ausbildungswege. Deutschland \u00d6sterreich Schweiz. Berlin.<\/p>\n<p>Zons, Achim (<sup>11<\/sup>2008): Den Leser an die Hand nehmen, in: Claudia Mast (Hg.): ABC des Journalismus. Ein Handbuch. Konstanz, S.292-296.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Redaktions- und Leserkommentare<\/p>\n","protected":false},"author":391,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[57],"tags":[555,1165,1253,1364,2584],"class_list":["post-7105","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-die-zeit","tag-journalistische-textsorten","tag-kommentar","tag-leserkommentare","tag-zeit-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7105","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/users\/391"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7105"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7105\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7105"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7105"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7105"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}