{"id":7260,"date":"2017-09-20T09:52:29","date_gmt":"2017-09-20T07:52:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/?p=7260"},"modified":"2017-09-20T09:52:29","modified_gmt":"2017-09-20T07:52:29","slug":"social-media-septembervon-alicja-schindler20-9-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/2017\/09\/20\/social-media-septembervon-alicja-schindler20-9-2017\/","title":{"rendered":"Social Media Septembervon Alicja Schindler20.9.2017"},"content":{"rendered":"<p>Interieurfotografien im Social Web<!--more--><\/p>\n<div id=\"attachment_7261\" style=\"width: 466px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/09\/PastedGraphic-1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7261\" class=\" wp-image-7261\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/09\/PastedGraphic-1.png\" alt=\"Abbildung 1: Stephanie von Fahnenberg: Wohnzimmer von Alexander von Fahnenberg in der Wilhelmstra\u00dfe 69 in Berlin, 1837\/38, Bleistift, Feder in Violett, Aquarell und Deckfarben auf Karton, 28,6 x 24,1 cm Abbildungsnachweis: Holm, Christiane; Dilly, Heinrich (Hrsg.), Innenseiten des Gartenreichs. Die W\u00f6rlitzer Interieurs im englisch-deutschen Kulturvergleich. Halle: Mitteldeutscher Verlag 2011, S. 28\" width=\"456\" height=\"548\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/09\/PastedGraphic-1.png 1247w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/09\/PastedGraphic-1-250x300.png 250w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/09\/PastedGraphic-1-768x923.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/09\/PastedGraphic-1-852x1024.png 852w\" sizes=\"auto, (max-width: 456px) 100vw, 456px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7261\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 1: Stephanie von Fahnenberg: Wohnzimmer von Alexander von Fahnenberg in der Wilhelmstra\u00dfe 69 in\u00a0Berlin, 1837\/38 (In: Holm, Christiane; Dilly, Heinrich (Hg.), Innenseiten des Gartenreichs. Die W\u00f6rlitzer\u00a0Interieurs im englisch-deutschen Kulturvergleich. Halle: Mitteldeutscher Verlag 2011, S. 28)<\/p><\/div>\n<p>Die Linien des Teppichbodens ziehen den Blick geradezu in das Aquarellbild hinein. Ein junger Mann in weiter Hose sitzt lesend in seinem orangefarben gestrichenen Wohnzimmer. Das Mobiliar verweist auf den Alltag des Bewohners Alexander von Fahnenberg im Jahr 1837 in Berlin: Ein Stuhl steht nah ans Fenster ger\u00fcckt, der Sekret\u00e4r ist ge\u00f6ffnet und das Sitzm\u00f6bel davor leicht verr\u00fcckt. Man kann sich vorstellen, wie Fahnenberg hier vor wenigen Minuten noch sa\u00df und schrieb. Fast 200 Jahre sp\u00e4ter l\u00e4sst sich der Architekt und Designer Axel van Exel, ebenfalls in seinem Wohnzimmer in Berlin sitzend, auf der Webseite &#8222;Freunde von Freunden&#8220; portr\u00e4tieren. Beide M\u00e4nner geben uns Einblick in ihre privaten vier W\u00e4nde. Sie stellen sich nicht nur, wie im klassischen Portr\u00e4t, durch das Gesicht oder ihren K\u00f6rper dar, sondern auch mithilfe ihres Interieurs.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pinterest.de\/pin\/549298485776706146\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-7262\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/09\/Bildschirmfoto-2017-09-19-um-08.56.52.png\" alt=\"https:\/\/www.pinterest.de\/pin\/549298485776706146\/\" width=\"575\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/09\/Bildschirmfoto-2017-09-19-um-08.56.52.png 575w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/09\/Bildschirmfoto-2017-09-19-um-08.56.52-300x261.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 575px) 100vw, 575px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Interieurfotografien werden heute auf Blogs und \u00fcber soziale Netzwerke wie Pinterest, Instagram und Facebook geteilt, gespeichert und verbreitet. Bei dem Aquarell von Alexander von Fahnenberg handelt es sich um ein Zimmerbild. Das Genre war vor allem in der Zeit von 1830 bis 1840 beliebt und wurde von Laien (oder speziell daf\u00fcr beauftragten Architekturmalern) angefertigt, um Freunden und Familie zu zeigen, in welcher \u201eLebenslage\u201c<a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\">[1]<\/a> sich die BewohnerInnen auf Reisen oder nach einem Umzug befanden.<a href=\"#_edn2\" name=\"_ednref2\">[2]<\/a> Die Interieurfotografien, die aktuell beispielsweise unter Hasthags wie #interiorinspo, #homedecor, #instahome oder #homeinspiration im Netz kursieren, sind hingegen \u00f6ffentlich und f\u00fcr jedermann zug\u00e4nglich.<\/p>\n<p>Wie die Kunsthistorikerin Beate S\u00f6ntgen schreibt, wird das \u201e[&#8230;] Interieur als Schauplatz, aber auch als Schauraum b\u00fcrgerlicher Tugenden [&#8230;]\u201c<a href=\"#_edn3\" name=\"_ednref3\">[3]<\/a> von Sittsamkeit, Innerlichkeit oder Bildung im Zimmerbild offenbar. Die Bewohner geben Einblick in ihr ordentliches Heim mit traditionellem Holzmobiliar. Schon allein die Geste, das Zeigen des Privaten, verdeutlicht den \u201eWunsch nach Repr\u00e4sentation\u201c<a href=\"#_edn4\" name=\"_ednref4\">[4]<\/a> aber auch den Wert, welcher Zur\u00fcckgezogenheit hier beigemessen wird. Innerlichkeit wird ausgestellt. Arbeitszimmer werden h\u00e4ufig mit gro\u00dfen B\u00fccherstapeln abgebildet, um den Bewohner oder die Bewohnerin als gebildet und flei\u00dfig zu portr\u00e4tieren. Die BewohnerInnen selbst werden in den Zimmerbildern meist nur beil\u00e4ufig oder gar nicht dargestellt.<a href=\"#_edn5\" name=\"_ednref5\">[5]<\/a> Man k\u00f6nnte folglich sogar darauf schlie\u00dfen, dass die streng dokumentierte Einrichtung in den Zimmerbildern mehr \u00fcber Eigenschaften und Lebensumst\u00e4nde einer Person erz\u00e4hlen sollte als die nur undetailliert gezeigte Physiognomie des Gesichts.<a href=\"#_edn6\" name=\"_ednref6\">[6]<\/a><\/p>\n<p>Die Kunstwissenschaftlerin Annette Tietenberg analysiert in einem Aufsatz die zeitgen\u00f6ssische Interieurfotografie auf dem Blog &#8222;The Selby&#8220;<i> \u2013 <\/i>das englischsprachige Pendant zu &#8222;Freunde von Freunden&#8220;<i>.<\/i><a href=\"#_edn7\" name=\"_ednref7\">[7]<\/a> Gegenw\u00e4rtig entfalten sich im Vergleich zum Zimmerbild durch soziale Medien und Blogs nat\u00fcrlich ganz neue M\u00f6glichkeiten der Selbstpr\u00e4sentation. Der private Ort wird auch hier zum \u201eideale[n] Ort [&#8230;], das \u203aSelbst\u2039 durch die Augen Anderer zu sehen und sich im Gesehenwerden als \u203aPers\u00f6nlichkeit\u2039 wahrzunehmen.\u201c<a href=\"#_edn8\" name=\"_ednref8\">[8]<\/a> W\u00e4hrend es im Zimmerbild um die Darstellung b\u00fcrgerlicher Tugenden wie Sittsamkeit, Innerlichkeit und Bildung geht, kommt es heute laut Tietenberg bei der Interieurfotografie auf Blogs zun\u00e4chst einmal zu einer Umkehrung dieses Bestrebens: Die Bewohner versuchen zu zeigen, dass sie k\u00fcnstlerisch und kreativ leben<a href=\"#_edn9\" name=\"_ednref9\">[9]<\/a>: Sie demonstrieren, dass sie nicht der Tradition zufolge das komplette Mobiliar \u2013 und damit vielleicht auch die Normen und Werte \u2013 der Eltern \u00fcbernehmen und diese M\u00f6belst\u00fccke in der ihnen zugedachten Funktion nutzen. Nein, sie zeigen sich antib\u00fcrgerlich, denn sie deuten Funktionen um, leben in bunter Vielfalt und integrieren scheinbar Unpassendes in ihr Interieur. Mithilfe der Interieurfotografie entstehen so \u201eBilder von Kreativit\u00e4t\u201c<a href=\"#_edn10\" name=\"_ednref10\">[10]<\/a>, die Tietenberg als \u201eantib\u00fcrgerliche Phantasmen\u201c<a href=\"#_edn11\" name=\"_ednref11\">[11]<\/a> beschreibt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/09\/Bildschirmfoto-2017-09-19-um-08.59.10.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-7263\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/09\/Bildschirmfoto-2017-09-19-um-08.59.10.png\" alt=\"https:\/\/www.pinterest.de\/pin\/67694800621149581\/\" width=\"431\" height=\"618\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/09\/Bildschirmfoto-2017-09-19-um-08.59.10.png 431w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/09\/Bildschirmfoto-2017-09-19-um-08.59.10-209x300.png 209w\" sizes=\"auto, (max-width: 431px) 100vw, 431px\" \/><\/a><\/p>\n<p>W\u00e4hrend Alexander von Fahnenberg noch M\u00f6bel verr\u00fccken musste, um alles Vorzeigbare in einem einzigen Bild darstellen zu k\u00f6nnen, ergeben auf Blogs wie &#8222;Freunde von Freunden&#8220;<i>,<\/i> Detail-, Gro\u00df- und Nahaufnahmen zusammen mit Totalen und Halbtotalen ein Gesamtbild. Der gew\u00e4hlte Ausschnitt gew\u00e4hrt einen Einblick in die \u201eSammlung einer Pers\u00f6nlichkeit\u201c<a href=\"#_edn12\" name=\"_ednref12\">[12]<\/a>: Kunst, M\u00f6bel und Markenzeichen werden individuell zusammengestellt, scheinen ihren \u201eWarencharakter abgestreift zu haben [&#8230;] und nun wegen ihres Liebhaberwertes gesch\u00e4tzt [zu] werden.\u201c<a href=\"#_edn13\" name=\"_ednref13\">[13]<\/a> Der Bewohner Axel van Exel kombiniert Stile, integriert Ungew\u00f6hnliches in seinen Alltag und interpretiert Nutzungsweisen um. Er markiert einfarbig aus der Fabrik kommende Produkte mit seiner \u201ePers\u00f6nlichkeit\u201c. Diese definiert er \u00fcber Bandnamen, Fotografien, Postkarten oder Aufkleber. Er individualisiert seine Einrichtung. Die wei\u00df get\u00fcnchten eigenen vier W\u00e4nde werden zur Aufforderung f\u00fcr Menschen des urbanen, kreativen Milieus, zum Kurator oder zur Kuratorin in der eigenen Wohnung zu werden und sich in einem Stil-Remix originell auszudr\u00fccken.<a href=\"#_edn14\" name=\"_ednref14\">[14]<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pinterest.de\/pin\/189573465535961279\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-7264\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/09\/Bildschirmfoto-2017-09-19-um-09.00.25.png\" alt=\"https:\/\/www.pinterest.de\/pin\/189573465535961279\/\" width=\"579\" height=\"509\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/09\/Bildschirmfoto-2017-09-19-um-09.00.25.png 579w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/09\/Bildschirmfoto-2017-09-19-um-09.00.25-300x264.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 579px) 100vw, 579px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ein Kronleuchter, ein rosafarbener Plastik-Vogelk\u00e4fig und kitschige M\u00e4rchen- oder Chinafiguren werden wie selbstverst\u00e4ndlich in die Einrichtung integriert.<a href=\"#_edn15\" name=\"_ednref15\">[15]<\/a> \u201eKitsch erh\u00e4lt den Anstrich einer subversiven Strategie.\u201c<a href=\"#_edn16\" name=\"_ednref16\">[16]<\/a> Man f\u00fchlt sich als K\u00fcnstler und eventuell gar als Teil einer Bewegung, die Tietenberg als \u201ek\u00fcnstlerische[n] Underground\u201c<a href=\"#_edn17\" name=\"_ednref17\">[17]<\/a> bezeichnet. Durch die Integration von ungew\u00f6hnlichen Dekorationsartikeln in die Einrichtung hebt sich der kreative Bewohner von der Masse ab.<a href=\"#_edn18\" name=\"_ednref18\">[18]<\/a> Stil-Kombinationen, Uminterpretationen und Kitsch lassen auf die Individualit\u00e4t und antib\u00fcrgerliche Unangepasstheit des Bewohners schlie\u00dfen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pinterest.de\/pin\/226587424972443109\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-7265\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/09\/Bildschirmfoto-2017-09-19-um-09.00.41.png\" alt=\"https:\/\/www.pinterest.de\/pin\/226587424972443109\/\" width=\"582\" height=\"503\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/09\/Bildschirmfoto-2017-09-19-um-09.00.41.png 582w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/09\/Bildschirmfoto-2017-09-19-um-09.00.41-300x259.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 582px) 100vw, 582px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Schlie\u00dflich erkennt Tietenberg in den zeitgen\u00f6ssischen Interieurbildern aber doch eine Paradoxie, k\u00f6nnten sie doch \u201ein ihrem Beharren auf Besitzstand und Innerlichkeit b\u00fcrgerlicher wohl kaum sein []\u201c<a href=\"#_edn19\" name=\"_ednref19\">[19]<\/a>. Wo das Ausleben einer antib\u00fcrgerlichen Haltung zun\u00e4chst im Gegensatz zur Gattung des Interieurbildes steht, widerspricht am Ende jedoch das Zeigen-was-man-hat dieser Antib\u00fcrgerlichkeit. Auf &#8222;Freunde von Freunden&#8220; werden vorrangig Menschen portr\u00e4tiert, die in ihrem Beruf kreativ t\u00e4tig sind. Sie arbeiten als DesignerInnen, IllustratorInnen, K\u00fcnstlerInnen, ArchitektInnen, KuratorInnen, FotografInnen oder MusikerInnen \u2013 und inszenieren sich in Bild und Text auch als solche. Trotzdem stellt Tietenberg B\u00fcrgerlichkeit fest, denn: Einerseits entsteht der Eindruck eines spontanen, ungesch\u00f6nten Einblicks in das Zuhause der Bewohner. Andererseits entsteht die Atmosph\u00e4re von Kreativit\u00e4t und Individualit\u00e4t \u2013 und damit Antib\u00fcrgerlichkeit \u2013 erst durch die bewusst gew\u00e4hlte Anordnung von nur scheinbar zuf\u00e4llig arrangierten Gegenst\u00e4nden. Diese ergeben zusammen einen geschmackvollen \u201eRemix\u201c<a href=\"#_edn20\" name=\"_ednref20\">[20]<\/a>. Das Ausstellen der eigenen Wohnung zeigt, dass den vermeintlich kreativen BewohnerInnen ihr Besitz doch wichtiger ist, als sie zugeben wollen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Wie antib\u00fcrgerlich ist Kreativit\u00e4t \u00fcberhaupt noch?<\/p>\n<p>Die These des Kultursoziologen Andreas Reckwitz von der \u201eNormalisierung der Kreativit\u00e4t\u201c<a href=\"#_edn21\" name=\"_ednref21\">[21]<\/a> kann hier Aufschluss geben. Derzufolge ist die Forderung, kreativ zu sein, in unserer Gesellschaft bereits allgegenw\u00e4rtig. Die kulturelle Logik eines Kreativit\u00e4tsdispositivs sei bis in das Privatleben vieler Menschen der Mittelschicht eingedrungen.<a href=\"#_edn22\" name=\"_ednref22\">[22]<\/a> Man k\u00f6nnte die Interieurfotografie auf Blogs als ins Bild gesetzten Ausdruck davon \u2013 als Kulturtechnik innerhalb des Kreativit\u00e4tsdispositivs \u2013\u00a0verstehen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pinterest.de\/pin\/59813501275897531\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-7266\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/09\/Bildschirmfoto-2017-09-19-um-09.00.56.png\" alt=\"https:\/\/www.pinterest.de\/pin\/59813501275897531\/\" width=\"580\" height=\"502\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/09\/Bildschirmfoto-2017-09-19-um-09.00.56.png 580w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/09\/Bildschirmfoto-2017-09-19-um-09.00.56-300x260.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wie Reckwitz schreibt, bevorzugt eine kreative Pers\u00f6nlichkeit \u201edas Neue gegen\u00fcber dem Alten, das Abweichende gegen\u00fcber dem Standard, das Andere gegen\u00fcber dem Gleichen\u201c<a href=\"#_edn23\" name=\"_ednref23\">[23]<\/a>. Wenn in den gezeigten Wohnungen kitschige Plastikfiguren, ein alter Motorradhelm oder B\u00fccher im K\u00fcchenschrank stehen, wird deutlich, dass die BewohnerInnen \u201e [&#8230;] sich nicht dem N\u00fctzlichen und Zweckrationalen verschrieben haben, sondern gern dazu bereit sind, das aus der \u203aharten\u2039 Erwerbsarbeit Ausgegrenzte, das Dilettantische, [&#8230;], das nostalgische Sehnen, das Sentimentale in ihren Alltag zu integrieren\u201c<a href=\"#_edn24\" name=\"_ednref24\">[24]<\/a>. Abweichende Muster nehmen im Stilmix<a href=\"#_edn25\" name=\"_ednref25\">[25]<\/a> und in der Umdeutung der Funktionen einzelner M\u00f6belst\u00fccke<a href=\"#_edn26\" name=\"_ednref26\">[26]<\/a> Gestalt an. \u201eDas kulturell Andere\u201c bekommt im eigenen Zuhause in Gestalt von bunten Plastikfiguren<a href=\"#_edn27\" name=\"_ednref27\">[27]<\/a> eine neue Bedeutung. Das \u201eAndere\u201c wird als Form individueller \u201eOriginalit\u00e4t\u201c und \u201eeiner Unverwechselbarkeit des Ichs\u201c<a href=\"#_edn28\" name=\"_ednref28\">[28]<\/a> ins Bild gesetzt. Die BewohnerInnen pr\u00e4sentierten sich als Kreativsubjekte: Als Menschen mit innovativen Ideen, die selbst in ihrem privaten Alltag \u00dcberraschendes kreieren. Konsumobjekte werden zu \u201eTr\u00e4ger[n] von Lebensstilen\u201c<a href=\"#_edn29\" name=\"_ednref29\">[29]<\/a>.<\/p>\n<p>Und was macht jetzt den Unterschied zwischen b\u00fcrgerlichen Subjekten wie Fahnenberg und Kreativsubjekten wie van Exel? Der Philosoph Gilles Deleuze beschrieb 1990 den \u00dcbergang von der Disziplinar- zur Kontrollgesellschaft. Erstere wurde von Michel Foucault f\u00fcr das 18. und 19. Jahrhundert in Europa beschrieben. Christoph Menke nimmt knapp zwanzig Jahre sp\u00e4ter die Kategorie des \u201eGeschmacks\u201c zur Beschreibung der Subjekte dieser beiden Gesellschaftsformen hinzu. Somit untersucht Menke die von Deleuze beschriebene Entwicklung im Bereich der \u00c4sthetik. Er formuliert die Ausbildung eines \u201eb\u00fcrgerlich-autonomen\u201c<a href=\"#_edn30\" name=\"_ednref30\">[30]<\/a> Geschmacks f\u00fcr die Disziplinargesellschaft. Den \u201ekonsumistisch-postmodernen\u201c<a href=\"#_edn31\" name=\"_ednref31\">[31]<\/a> Geschmack beschreibt er f\u00fcr die Kontrollgesellschaft.<\/p>\n<p>Wendet man nun, um der Frage wie antib\u00fcrgerlich Kreativit\u00e4t heute \u00fcberhaupt noch ist, weiter nachzugehen, Menkes Kategorien auf van Exel und Fahnenberg \u2013 als Mustersubjekte ihrer jeweiligen Zeit \u2013 an, so erg\u00e4be sich Folgendes: Die in Zimmerbildern gezeigten Wohnungen w\u00fcrden von Subjekten des b\u00fcrgerlich-autonomen Geschmacks bewohnt werden. Die in Interieurfotografien auf Blogs von Subjekten des konsumistischen Geschmacks.<\/p>\n<p>Zu b\u00fcrgerlichen Zeiten vom 18. bis ins 20. Jahrhundert sei Geschmack ein Privileg gewesen, schreibt Menke. Heute habe er sich \u201eradikal verallt\u00e4glicht\u201c<a href=\"#_edn32\" name=\"_ednref32\">[32]<\/a>. Er betreffe nun das ganze Leben. Der Geschmack habe eine Wendung hin zum Kreativen und Adaptiven genommen. Erfindungen und technische Neuerungen auf dem Markt forderten die Kreativit\u00e4t des Subjekts: Es m\u00fcsse sich zu dem machen, welches \u201eder Gegenwart dieses Ger\u00e4ts gewachsen ist\u201c<a href=\"#_edn33\" name=\"_ednref33\">[33]<\/a>. Wie zum Beispiel beim Wechsel vom normalen Mobiltelefon zum Smartphone: Bevor man es nicht hat, kann man sich nicht vorstellen, dass man es auch wirklich braucht. Somit komme es in Zeiten des konsumistischen Geschmacks zu einer Kreativit\u00e4tssteigerung. Die Kriterien f\u00fcr ein Geschmacksurteil versuche der konsumistische Geschmack nicht \u2013 wie der b\u00fcrgerlich-autonome \u2013 in der spezifischen Sache selbst zu finden. Sondern er suche diese Kriterien im jeweiligen Lebensstil, in den die Sache hineinpassen solle.<a href=\"#_edn34\" name=\"_ednref34\">[34]<\/a> Man denke an dieser Stelle zur\u00fcck an die Bedeutung, welche die Funktion von M\u00f6belst\u00fccken jeweils f\u00fcr Fahnenberg zu Zeiten des Zimmerbildes und welche sie f\u00fcr van Exel zu Zeiten von Blogs hat: Fahnenberg nutzt seine M\u00f6belst\u00fccke in ihrer jeweiligen Funktion. Der Sekret\u00e4r dient ihm zum Schreiben. Die Darstellung dessen verweist im Zimmerbild auf Fahnenbergs Bildung. Van Exel hingegen deutet, ausgehend von einem kreativen Lebensstil, Funktionen seiner M\u00f6belst\u00fccke um: Er nutzt einen Pflasterstein von der Stra\u00dfe als Weinregal und stellt einen antiken Holzschrank mit B\u00fcchern in die K\u00fcche.<\/p>\n<p>Und was l\u00e4sst sich \u00fcber die Gesellschaftsformen, in denen Kreativsubjekte (mit konsumistischem Geschmack) oder solche mit b\u00fcrgerlich-autonomem Geschmack leben, sagen? Deleuzes Beschreibungen zur Kontrollgesellschaft k\u00f6nnen hier \u2013 in Abgrenzung zur Disziplinargesellschaft aus Zeiten des Zimmerbilds \u2013 Aufschluss geben. Unter den Einschlie\u00dfungsmilieus der Disziplinargesellschaft versteht Foucault Institutionen wie Familie, Schule, Kaserne, Fabrik, Klinik und Gef\u00e4ngnis. Diese befinden sich laut Deleuze zur Zeit der Kontrollgesellschaft in einer Krise. In Foucaults Modell der Disziplinargesellschaften tritt der Mensch stets von einem geschlossenen Milieu in das n\u00e4chste ein: Auf die Zeit zuhause bei der Familie folgt die Schule, die Fabrik, m\u00f6glicherweise die Armee, das Krankenhaus oder auch das Gef\u00e4ngnis. Die Milieus funktionieren jeweils als Lebensabschnitte unabh\u00e4ngig voneinander.<a href=\"#_edn35\" name=\"_ednref35\">[35]<\/a> Wenn man eine Zeit in einem Milieu durchlaufen habe, m\u00fcsse man in dem darauffolgenden wieder \u201ebei Null anfangen\u201c<a href=\"#_edn36\" name=\"_ednref36\">[36]<\/a>. Deleuze stellt die Mechanismen der Disziplinargesellschaften denen der Kontrollgesellschaften gegen\u00fcber. Es ergibt sich das Bild von zwei v\u00f6llig unterschiedlich funktionierenden Ordnungsstrukturen: W\u00e4hrend die Disziplinar-Milieus unabh\u00e4ngig voneinander funktionieren, h\u00e4ngen die Kontrollmechanismen zusammen. So beschreibt Deleuze die Einschlie\u00dfungsmilieus der Disziplinargesellschaft als \u201eunterschiedliche Formen, Gu\u00dfformen\u201c<a href=\"#_edn37\" name=\"_ednref37\">[37]<\/a>. Diese sind in sich starr.<a href=\"#_edn38\" name=\"_ednref38\">[38]<\/a> Die Kontrolle dagegen ist eine einzige \u201eModulation\u201c<a href=\"#_edn39\" name=\"_ednref39\">[39]<\/a>. Sie funktioniert als eine \u201esich selbst verformende[&#8230;] Gu\u00dfform\u201c<a href=\"#_edn40\" name=\"_ednref40\">[40]<\/a>, ver\u00e4ndert sich st\u00e4ndig und unerwartet.<\/p>\n<p>Dazu passt die Medienbeschaffenheit beider Typen von Wohnraumbildern: Das Bemalen des Aquarellpapiers nimmt einige Zeit in Anspruch. Es gilt nach der Fertigstellung als Abbild \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum. W\u00e4hrend das Zimmerbild zu Zeiten der Disziplinargesellschaft medial bedingt Kontinuit\u00e4t verspricht, zeugt die Interieurfotografie der Kontrollgesellschaft von Ver\u00e4nderung. Blogs erfordern regelm\u00e4\u00dfige Aktualisierung. Die Zimmerbilder zeugen demzufolge von einer Gesellschaftsform, in der man eher in getrennten und vorgegebenen Lebensabschnitten denkt. Die Interieurfotografien visualisieren dagegen die Gesellschaft der Kontrolle, innerhalb derer das einzelne Subjekt in seinem Lebensstil anpassungsf\u00e4hig ist. Der Fokus liegt auf dem Subjekt, statt auf dem Einschlie\u00dfungsmilieu (sprich Lebensabschnitt). Da ein einzelner Lebensabschnitt aber niemals abgeschlossen ist, tritt das Kreativsubjekt als einzige Konstante hervor. In ihm treffen sich die niemals v\u00f6llig abgeschlossenen Lebensabschnitte in Form von unterschiedlichen, parallel existierenden Lebens- und Wohnstilen.<\/p>\n<p>Wie Deleuze schreibt, kann das Unternehmen in der Kontrollgesellschaft als \u201eGas\u201c<a href=\"#_edn41\" name=\"_ednref41\">[41]<\/a> beschrieben werden. Es greift in alle Lebensbereiche ein und beeinflusst das Wesen des Menschen \u2013 bis in das private Heim hinein.<a href=\"#_edn42\" name=\"_ednref42\">[42]<\/a> Das Zuhause zu Zeiten der Interieurfotografie ist das Vorzeigefeld des Geschmacks und der eigenen F\u00e4higkeit, kreativ zu sein. Das Subjekt mit konsumistischem Geschmack integriert somit Innovationen in sein Leben und zeigt sich als produktive Arbeitskraft. Das Zuhause wird zum Ort der privaten Pr\u00e4sentation von Kompetenzen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pinterest.de\/pin\/285626801337661024\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-7267\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/09\/Bildschirmfoto-2017-09-19-um-09.01.06.png\" alt=\"https:\/\/www.pinterest.de\/pin\/285626801337661024\/\" width=\"568\" height=\"461\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/09\/Bildschirmfoto-2017-09-19-um-09.01.06.png 568w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/09\/Bildschirmfoto-2017-09-19-um-09.01.06-300x243.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 568px) 100vw, 568px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dadurch entstehen paradoxe Anforderungen an das Subjekt mit konsumistischem Geschmack: Es wird von ihm erwartet, kreativ zu sein und sich selbst zu verwirklichen. Doch Kreativit\u00e4t ist ein freiheitlicher Akt, bei dem \u201eder Geist weht, wo er will.\u201c<a href=\"#_edn43\" name=\"_ednref43\">[43]<\/a> Der Druck der Erwartung hemmt hingegen jeden freien Gedanken. Auch Selbstverwirklichung wird in Zusammenhang mit einer Forderung (Sei du selbst! ) paradox. Axel Honneth fasst diesen Widerspruch als \u201eorganisierte Selbstverwirklichung\u201c<a href=\"#_edn44\" name=\"_ednref44\">[44]<\/a> zusammen. So sei der Anspruch auf Selbstverwirklichung zu einer \u201eProduktivkraft\u201c<a href=\"#_edn45\" name=\"_ednref45\">[45]<\/a> innerhalb des Marktes geworden.<a href=\"#_edn46\" name=\"_ednref46\">[46]<\/a><\/p>\n<p>Die medial propagierten Lebensentw\u00fcrfe sind leicht selbst umzusetzen: Der Kauf der Produkte und M\u00f6bel gen\u00fcgt. Meist werden die Hersteller direkt unter den Fotos verlinkt. Die Wohnraumbilder entpuppen sich vor diesem Hintergrund als Teil eines Systems, in dem die Forderung nach Kreativit\u00e4t institutionalisiert ist. Der bunte Lebensstil ist nicht mehr rebellisch und antib\u00fcrgerlich, sondern Mainstream. So verlockend sie auch klingt \u2013 die Suche nach der einzigartigen Pers\u00f6nlichkeit. Inwiefern diese Suche heute noch etwas mit Freiheit und Selbstbestimmung zu tun hat, ist fraglich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Anmerkungen<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\">[1]<\/a> Beate S\u00f6ntgen, \u201eInterieur und Zimmerbild. Zur b\u00fcrgerlichen Darstellungskultur\u201c, S. 25.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref2\" name=\"_edn2\">[2]<\/a> Vgl. ebd., S. 28.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref3\" name=\"_edn3\">[3]<\/a> Vgl. ebd., S. 28.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref4\" name=\"_edn4\">[4]<\/a> Ebd., S. 29.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref5\" name=\"_edn5\">[5]<\/a> Vgl. Christiane Lukatis, \u201eZimmerbilder. Entwicklung und Charakter eines Genres\u201c, S. 24.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref6\" name=\"_edn6\">[6]<\/a> Vgl. ebd., S. 25.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref7\" name=\"_edn7\">[7]<\/a> Der Aufsatz tr\u00e4gt den Titel \u201eKreativ Wohnen. Von der Vorbildfunktion der Interieurfotografie\u201c und ist erschienen in: Zeitschrift f\u00fcr Fotogeschichte, Sommer 2014, Architektur und Fotografie, S. 15-24.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref8\" name=\"_edn8\">[8]<\/a> Annette Tietenberg, \u201eKreativ Wohnen. Von der Vorbildfunktion der Interieurfotografie\u201c, S. 21.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref9\" name=\"_edn9\">[9]<\/a> Vgl. ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref10\" name=\"_edn10\">[10]<\/a> Annette Tietenberg, \u201eKreativ Wohnen. Von der Vorbildfunktion der Interieurfotografie\u201c, S. 23.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref11\" name=\"_edn11\">[11]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref12\" name=\"_edn12\">[12]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref13\" name=\"_edn13\">[13]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref14\" name=\"_edn14\">[14]<\/a> Vgl. ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref15\" name=\"_edn15\">[15]<\/a> Vgl. ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref16\" name=\"_edn16\">[16]<\/a> Ebd., S. 22.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref17\" name=\"_edn17\">[17]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref18\" name=\"_edn18\">[18]<\/a> Vgl. ebd., S. 15.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref19\" name=\"_edn19\">[19]<\/a> Ebd., S. 23.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref20\" name=\"_edn20\">[20]<\/a> Vgl. ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref21\" name=\"_edn21\">[21]<\/a> Andreas Reckwitz, \u201eVom K\u00fcnstlermythos zur Normalisierung kreativer Prozesse: Der Beitrag des Kunstfelds zur Genese des Kreativsubjekts\u201c, S. 110.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref22\" name=\"_edn22\">[22]<\/a> Vgl. Andreas Reckwitz, Die Erfindung der Kreativit\u00e4t, S. 51.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref23\" name=\"_edn23\">[23]<\/a> Ders., Unscharfe Grenzen, S. 237.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref24\" name=\"_edn24\">[24]<\/a> Annette Tietenberg, \u201eKreativ Wohnen. Von der Vorbildfunktion der Interieurfotografie\u201c, S. 23.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref25\" name=\"_edn25\">[25]<\/a> Axel van Exel kombiniert M\u00f6bel aus den 50er Jahren mit antiken und modernen Einrichtungsgegenst\u00e4nden.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref26\" name=\"_edn26\">[26]<\/a> Axel van Exel benutzt Pflastersteine von der Stra\u00dfe als Weinregal (vgl. Abb. 1).<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref27\" name=\"_edn27\">[27]<\/a> Vgl.\u00a0F\u00fcnfte Abbildung von oben.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref28\" name=\"_edn28\">[28]<\/a> Andreas Reckwitz, Die Erfindung der Kreativit\u00e4t, S. 12.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref29\" name=\"_edn29\">[29]<\/a> Ebd. S. 37.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref30\" name=\"_edn30\">[30]<\/a> Christoph Menke, \u201eEin anderer Geschmack. Weder Autonomie noch Massenkonsum.\u201c, S. 236.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref31\" name=\"_edn31\">[31]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref32\" name=\"_edn32\">[32]<\/a> Ebd., S. 232.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref33\" name=\"_edn33\">[33]<\/a> Ebd., S. 262.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref34\" name=\"_edn34\">[34]<\/a> Vgl. ebd., S. 232.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref35\" name=\"_edn35\">[35]<\/a> Vgl. Gilles Deleuze, \u201ePostskriptum \u00fcber die Kontrollgesellschaften\u201c, S. 256.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref36\" name=\"_edn36\">[36]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref37\" name=\"_edn37\">[37]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref38\" name=\"_edn38\">[38]<\/a> Vgl. ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref39\" name=\"_edn39\">[39]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref40\" name=\"_edn40\">[40]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref41\" name=\"_edn41\">[41]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref42\" name=\"_edn42\">[42]<\/a> Vgl. ebd., S. 257.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref43\" name=\"_edn43\">[43]<\/a> Ulrich Br\u00f6ckling, \u201e\u00dcber Kreativit\u00e4t. Ein Brainstorming.\u201c, S. 89.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref44\" name=\"_edn44\">[44]<\/a> Axel Honneth, \u201eOrganisierte Selbstverwirklichung. Paradoxien der Individualisierung\u201c, S. 63.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref45\" name=\"_edn45\">[45]<\/a> Ebd., S. 73.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref46\" name=\"_edn46\">[46]<\/a> Vgl. ebd.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interieurfotografien im Social Web<\/p>\n","protected":false},"author":391,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[57],"tags":[103823,177,198,298,795,1087,1297,1540,1981,2098,2164,2320,2595],"class_list":["post-7260","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-alexander-von-fahnenberg","tag-andreas-reckwitz","tag-annette-tietenberg","tag-beate-soentgen","tag-freunde-von-freunden","tag-interieur","tag-kreativitat","tag-mobiliar","tag-reprasentation","tag-selbstbestimmung","tag-social-media","tag-the-selby","tag-zimmerbilder"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7260","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/users\/391"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7260"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7260\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7260"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7260"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7260"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}