{"id":7382,"date":"2017-11-01T09:00:50","date_gmt":"2017-11-01T07:00:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/?p=7382"},"modified":"2017-11-01T09:00:50","modified_gmt":"2017-11-01T07:00:50","slug":"kuechendesign","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/2017\/11\/01\/kuechendesign\/","title":{"rendered":"Entwicklung des K\u00fcchendesignsDie Sehnsucht nach einer modernen Steinzeith\u00f6hle von Antonia Surmann 01.11.2017"},"content":{"rendered":"<p class=\"first-para\" style=\"text-align: center\">\u00a0 [zuerst unter dem Titel \u00bbThe Evolution of Kitchen Design. A Yearning for a Modern Stone Age Cave\u00ab ver\u00f6ffentlicht worden in: Nicolaj van der Meulen, J\u00f6rg Wiesel (Hg.): \u00bbCulinary Turn. Aesthetic Practice of Cookery\u00ab, Transcript Verlag, Bielefeld 2017, S. 47-57.]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eDie falsche, oft zimmerm\u00e4\u00dfige Einrichtung der K\u00fcche ist die Ursache f\u00fcr viele Schwierigkeiten, die \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Zeitverlust zur Folge haben. Die K\u00fcche soll die Arbeitsstelle, das Laboratorium der Hausfrau sein, in der jede \u00fcberfl\u00fcssige r\u00e4umliche Gr\u00f6\u00dfe, und jede unhandliche Anordnung der Einrichtungsgegenst\u00e4nde zu dauernder Mehrarbeit f\u00fchren. Sie mu\u00df zu einem Mechanismus, einem Instrument werden. Die Zeit sollte der Frau des Hauses zu kostbar sein, um tagein, tagaus die M\u00fchseligkeiten der altmodischen K\u00fcchenbewirtschaftung zu ertragen.\u201c<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Bereits 1926 entsteht in Frankfurt eine 1,90 x 3,40 m gro\u00dfe Arbeitsk\u00fcche, die unter der Bezeichnung Frankfurter K\u00fcche zum Prototyp einer vorgefertigten, standardisierten K\u00fcche wird. Die Rationalisierung der Arbeits- und Gr\u00f6\u00dfenverh\u00e4ltnisse der K\u00fcche nimmt ihren Anfang aber in Amerika. Zun\u00e4chst besch\u00e4ftigt sich Catherine E. Beecher aufgrund der Dienstbotenfrage 1841 mit der Gestaltung der K\u00fcche. Christine Frederick und Lillian M. Gilbreth versuchen, in Analogie zur rationellen Arbeitsorganisation der Industrie, diese auf die Hausarbeit zu \u00fcbertragen. Sie zerlegen die Arbeitsabl\u00e4ufe in die drei wesentlichen Arbeitsg\u00e4nge, <i>Aufbereitung, Zubereitung <\/i>und<i> Reinigung<\/i> und ordnen diese den zugeh\u00f6rigen Arbeitsst\u00e4tten <i>Herd, Vorratshaltung<\/i> und <i>Sp\u00fcle <\/i>in einer zweckm\u00e4\u00dfigen Anordnung angepasst zu, um zur Arbeitserleichterung beizutragen. Dar\u00fcber hinaus setzen sich Catherine E. Beecher und Lillian M. Gilbreth daf\u00fcr ein, die Hausarbeit als Beruf und die K\u00fcche als Arbeitsplatz der Hausfrau anzuerkennen. Dieser Artikel behandelt den Wandel des K\u00fcchendesigns im Zeitraum von 1926 bis zum Ende der 1980er Jahre und zeigt auf, dass sich Wohnungsbauprograme und soziale Interessen sowie Gesellschafts- und Rollenbilder selbst in der Gestaltung und Nutzung des privaten Arbeits- und Lebensraums K\u00fcche wiederfinden.<\/p>\n<p>In Deutschland l\u00f6st das aufgrund der zunehmenden Frauenerwerbst\u00e4tigkeit ver\u00e4nderte Frauenbild die Auseinandersetzung mit der Hauswirtschaft aus.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Die Anerkennung der Hausfrauent\u00e4tigkeit als professionelle Arbeit ist der Anlass f\u00fcr eine intensive Besch\u00e4ftigung mit dem Thema K\u00fcche. Neben dem 1924 ver\u00f6ffentlichten Buch von Bruno Taut <i>Die neue Wohnung, Die Frau als Sch\u00f6pferin<\/i><i><\/i><i> <\/i><a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> bleibt das wohl bedeutendste Werk der Rationalisierungsbewegung in Deutschland <i>Der neue Haushalt. Ein Wegweiser zur wissenschaftlichen Haushaltsf\u00fchrung<\/i><i> <\/i><a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> von Erna Meyer. Der rationalisierte Haushalt bezieht sich auf drei Pr\u00e4missen, die arbeitswissenschaftlich begr\u00fcndeten Prinzipien der Zeit-, Kraft- und Materialersparnis, die Vermittlung einer funktionalen und ergonomischen \u00c4sthetik sowie die Forderung nach der Anwendung von Technik im Haushalt. W\u00e4hrend sich zu Anfang insbesondere die Hausfrauenvereine mit der Rationalisierung des Haushalts befassen, folgen 1924 die Architektinnen und Architekten. Die neue K\u00fcchenform, eine zweckm\u00e4\u00dfig eingerichtete Arbeitsk\u00fcche, wird aber nicht von allen Seiten in Deutschland positiv aufgenommen. In den 1920er Jahren entz\u00fcndet sich eine gro\u00dfe Debatte dar\u00fcber, welche K\u00fcchenform die bessere sei, die Wohn- oder die Arbeitsk\u00fcche. Die Entwicklung der rationellen K\u00fcche wird durch die einsetzenden Wohnungsbauprogramme der St\u00e4dte eingeleitet und im gro\u00dfen Stil umgesetzt. Jede Stadt hat in ihrem Hochbauamt ihre eigenen \u2018K\u00fcchenplaner\u2018, so dass sich die K\u00fcchen von Stadt zu Stadt unterscheiden. Es gab M\u00fcnchner, Hamburger und Stuttgarter K\u00fcchen. W\u00e4hrend alle diese K\u00fcchentypen in Vergessenheit geraten sind und es in der nationalsozialistischen Zeit zu keinen weiteren Konzepten der Arbeitsk\u00fcche kam, wurde das erfolgreiche Modell der Frankfurter K\u00fcche in den USA, Schweden und der Schweiz weiterentwickelt und kontinuierlich an die fortschreitenden technischen Entwicklungen angepasst. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrt eine modifizierte Variante der Frankfurter K\u00fcche als Schwedenk\u00fcche oder Amerikanische Einbauk\u00fcche nach Deutschland zur\u00fcck. Bis heute hat die Frankfurter K\u00fcche<i> <\/i>ihre Bedeutung f\u00fcr den Wohnungsbau nicht verloren.<\/p>\n<p>Aufgrund der immer gr\u00f6\u00dfer werdenden Wohnungsnot wird 1925 in Frankfurt\/Main unter der Leitung von Ernst May ein auf zehn Jahre angelegtes Wohnungsbauprogramm aufgestellt. Ein wichtiger Grundsatz Ernst Mays f\u00fcr die Planung des Massenwohnungsbaus lag in der Rationalisierung der Hausarbeit. Mit einem rationellen Grundriss k\u00f6nnen die R\u00e4ume so angelegt werden, dass die Hausarbeit mit geringstem Kraftaufwand zu leisten sei. Die Architektin Margarete Sch\u00fctte-Lihotzky (1897-2000) wurde damit beauftragt, sich mit der Planung und Bauausf\u00fchrung der Wohnungen im Hinblick auf die Rationalisierung der Hauswirtschaft zu besch\u00e4ftigen. Im Frankfurter Wohnungsbauprogramm wurde die Wohnk\u00fcche nicht f\u00fcr \u201a<i>zeitgem\u00e4\u00df<\/i>\u2018 gehalten und durch eine \u201aDoppelzelle, Einbauk\u00fcche, Wohnzimmer\u2018 ersetzt.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Margarete Sch\u00fctte-Lihotzky nimmt die <i>Mitropa-K\u00fcche<\/i> der damaligen Speisewagen zum Vorbild, in der auf einer Fl\u00e4che von 1,97 x 1,83 m\u00b2 und einer Anrichte mit denselben Ausma\u00dfen F\u00fcnf-G\u00e4nge-Men\u00fcs zubereitet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<div id=\"attachment_7402\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-12.05.32.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7402\" class=\" wp-image-7402\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-12.05.32.png\" alt=\"Abb. 1: Grundriss der Mitropaspeisewagenk\u00fcche (links), 1 a: Einblick in die Mitropaspeisewagenk\u00fcche (rechts)\" width=\"700\" height=\"429\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-12.05.32.png 983w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-12.05.32-300x184.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-12.05.32-768x470.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7402\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 1: Grundriss der Mitropaspeisewagenk\u00fcche (links), 1 a: Einblick in die Mitropaspeisewagenk\u00fcche (rechts)<\/p><\/div>\n<p>In diesen beiden R\u00e4umen wird Essen von zwei Personen f\u00fcr 80 Personen in verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig<b> <\/b>kurzer Zeit hergestellt. Dar\u00fcber hinaus befinden sich in diesen beiden R\u00e4umen mit zusammen 7,12 m\u00b2 Grundfl\u00e4che Getr\u00e4nke, Essgeschirr, Bestecke und Gl\u00e4ser. Margarete Sch\u00fctte-Lihotzky sieht in der <i>Mitropa-K\u00fcche<\/i> einen zweckm\u00e4\u00dfigen Arbeitsraum, in dem die Wege- und Griffersparnisse am konsequentesten umgesetzt werden. Sie versucht, diese Erkenntnis auf den Privathaushalt zu \u00fcbertragen.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> Dies bedeutet aber nicht, dass Sch\u00fctte-Lihotzky die Kochpraxis der Hausfrauen ver\u00e4ndern will. Sie m\u00f6chte in erster Linie durch eine rationell aufgebaute Anordnung der Arbeitsorte eine Effizienz des Kochvorgangs und der Arbeitswege erreichen.<\/p>\n<p>Die K\u00fcche als Zentrum der Hausarbeit wird in den 1920er Jahren von den Bef\u00fcrwortern der Arbeitsk\u00fcche als Laboratorium<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a>, Fabrik<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> oder Werkstatt<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> betrachtet. Folglich werden f\u00fcr die Arbeitsabl\u00e4ufe in der K\u00fcche Untersuchungen nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten \u00e4hnlich dem Taylorsystem durchgef\u00fchrt und die verschiedenen K\u00fcchenarbeiten mit der Stoppuhr abgemessen. Die Gr\u00f6\u00dfe und die Form der K\u00fcche soll weitgehend Schritt- und Griffersparnis erm\u00f6glichen. Bei der Auswertung der Ergebnisse entsteht ein langer, schmaler Raum von 1,90 Breite und 3,40 L\u00e4nge.<\/p>\n<div id=\"attachment_7393\" style=\"width: 709px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-11.26.52.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7393\" class=\" wp-image-7393\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-11.26.52.png\" alt=\"Abb. 2: Schrittersparnis in der Frankfurter K\u00fcche (rechts) gegen\u00fcber einer herk\u00f6mmlichen K\u00fcche (links)\" width=\"699\" height=\"303\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-11.26.52.png 926w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-11.26.52-300x130.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-11.26.52-768x333.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 699px) 100vw, 699px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7393\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 2: Schrittersparnis in der Frankfurter K\u00fcche (rechts) gegen\u00fcber einer herk\u00f6mmlichen K\u00fcche (links)<\/p><\/div>\n<p>Die K\u00fcchenstruktur orientiert sich an den notwendigen Arbeitsschritten. Neben dem Arbeitstisch, der vor dem Fenster steht, befindet sich links der nach au\u00dfen entl\u00fcftbare Speiseschrank. Rechts des Arbeitsplatzes reihen sich die Sp\u00fclvorrichtung und Geschirrschr\u00e4nke mit Glast\u00fcren der L\u00e4ngswand. An die Sp\u00fcle schlie\u00dft eine Arbeitsplatte an, unter der sich ein Vorratsschrank mit Sch\u00fctten befindet. Hierauf folgt der Topfschrank und in der Ecke der Besenschrank. Der dreiflammige Gasherd mit Backrohr sowie die Kochmaschine sind auf der gegen\u00fcberliegenden Seite angeordnet.<\/p>\n<div id=\"attachment_7404\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-11.27.03.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7404\" class=\" wp-image-7404\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-11.27.03.png\" alt=\"Abb. 3: Frankfurter K\u00fcche von Margarete Sch\u00fctte-Lihotzky\" width=\"450\" height=\"621\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-11.27.03.png 675w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-11.27.03-218x300.png 218w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7404\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 3: Frankfurter K\u00fcche von Margarete Sch\u00fctte-Lihotzky<\/p><\/div>\n<p>Der Gang in der K\u00fcche ist 0,90 m breit. Der schmale Gang erm\u00f6glicht kurze Wege von der einen auf die andere Seite. Durch eine breite Schiebet\u00fcr gelangt man in den Wohn- und Essraum. Um das Prinzip der kurzen Wege auch au\u00dferhalb der K\u00fcche zu erf\u00fcllen, wird der Weg zwischen K\u00fcche und Esstisch auf drei Meter festgelegt. Die <i>Frankfurter K\u00fcche<\/i> ist die erste voll eingerichtete Arbeitsk\u00fcche, die im Frankfurter Wohnungsbauprogramm als Massentyp zur Anwendung kommt. Bei der Frankfurter K\u00fcche, bekam die Hausfrau einen Arbeitsplatz zugewiesen, der nach Funktion und Qualit\u00e4t dem des Mannes vergleichbar sein sollte. Dadurch wird die K\u00fcche zum monofunktionalen Raum, zu einem Arbeitsplatz f\u00fcr eine Einzelperson. Es wird aber vergessen, dass die Frau ihre Koch- und K\u00fcchent\u00e4tigkeit zuvor in Anwesenheit ihrer Familie bzw. ihrer Kinder ausf\u00fchrte, von denen sie nun getrennt wurde. Die Beaufsichtigung der Kinder sowie die Kommunikation mit anderen Familienmitgliedern waren mit der Frankfurter K\u00fcche nicht mehr gegeben. Zugleich war die Rationalisierung des Haushalts mit dem Versuch verbunden, den individuellen Freiheitsspielraum der Frau zu erweitern. Doch worin bestand dieser individuelle Freiheitsraum? Eher nicht im privaten Vergn\u00fcgen oder in der Besch\u00e4ftigung mit den Kindern nach der K\u00fcchenarbeit, sondern in weiteren produktiven T\u00e4tigkeiten wie au\u00dferh\u00e4usige oder innerh\u00e4usige Arbeit. Die h\u00e4usliche Arbeit ist Bestandteil eines Funktionalisierungsprozesses, der zum Ziel hatte, die weibliche Produktivkraft gezielt auszubeuten. Der emanzipatorische Ansatz bei der Gestaltung der Frankfurter K\u00fcche war zwar f\u00fcr die Hausfrau vorhanden, konnte letztlich aber nicht umgesetzt werden, da das entscheidende Merkmal beruflicher T\u00e4tigkeit, die Entlohnung, nicht eingel\u00f6st wird. Ohne diese blieb der Zwang zur erwerbst\u00e4tigen Arbeit f\u00fcr die Frau und somit ihre Doppelbelastung weiterhin bestehen. Bei der Arbeitsk\u00fcche als spezialisierter Arbeitsplatz der Hausfrau handelt es sich nicht nur um ein marginales, innenarchitektonisches Detail, sondern sie stand im Zusammenhang mit der allgemeinen gesellschaftlichen Tendenz, die auf eine Funktionalisierung des Menschen (am Arbeitspatz und zu Hause) zum Nutzen der gesellschaftlichen Systeme hinauslief. Vielmehr wurde sie zu einem Paradigma f\u00fcr die Durchdringung von kapitalistischer Arbeits- und privater Wohnwelt. Die Rationalisierungseuphorie der Weimarer Zeit l\u00e4sst keine verbindlichen R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Realit\u00e4t der Hausarbeit jener Zeit zu, da die meisten Arbeiterhaushalte sich aufgrund der schlechten finanziellen Situation den Einbau der \u201aneuen K\u00fcchen\u2019 nicht leisten konnten.<\/p>\n<p>Aufgrund eines anderen Frauenverst\u00e4ndnisses in der NS-Zeit, welches auf einem neuen \u201aM\u00fctterlichkeits\u2019- und Familienbild beruht, wird das Modell der selbstst\u00e4ndigen und erwerbst\u00e4tigen Frau durch das der Hausfrau und Mutter ersetzt. Zugunsten der Kleinsiedlungen und Kleinwohnungen am Stadtrand oder auf dem Dorf wird der Geschosswohnungsbau in der Gro\u00dfstadt zun\u00e4chst aufgegeben. Die neuen Eigenheime haben einen Wohn- und Kochraum mit mindestens 14 m\u00b2. Generell l\u00e4sst sich sagen, dass die K\u00fcchenplanung f\u00fcr Kleinsiedlungen und Geschosswohnungsbauten in der NS-Zeit wie in der Weimarer Republik uneinheitlich waren. Es wurden je nach Region sowohl Wohn- als auch Arbeitsk\u00fcchen geplant.<\/p>\n<p>Aufgrund des ideologischen Wandels wird in den 1930er Jahren die K\u00fcchenforschung in Deutschland eingestellt. Von den amerikanischen und schwedischen Instituten wird die deutsche K\u00fcchenforschung der 1920er Jahre, speziell die Frankfurter K\u00fcche, aber zur gleichen Zeit aufgegriffen und weitergef\u00fchrt. So wird die weiterentwickelte<i> <\/i>Frankfurter K\u00fcche, jetzt<i> Schwedenk\u00fcche <\/i>genannt, wieder zum Ideal der Einbauk\u00fcche der Nachkriegszeit<i>.\u00a0<\/i><\/p>\n<p>Den Startschuss f\u00fcr die erste deutsche Anbauk\u00fcche in Serienherstellung ist die K\u00f6lner M\u00f6belmesse von 1950. Das bis dahin immer noch vorherrschende K\u00fcchenbufett wird in Ober- und Unterschr\u00e4nke aufgel\u00f6st, die unabh\u00e4ngig voneinander aufgestellt werden k\u00f6nnen. K\u00fchlschrank, Herd und Sp\u00fcle sind Beistellger\u00e4te und k\u00f6nnen bis 1956 nicht unter einer fugenlosen Edelstahlabdeckung zusammengefasst werden. Die Arbeitsfl\u00e4che zu Beginn der 1950er Jahre besteht aus Linoleum, das gegen 1955 durch eine kunststoffbeschichtete Oberfl\u00e4che, das Resopal, ersetzt wird. Ist die Korpus- und Farbgestaltung der K\u00fcchenm\u00f6bel zun\u00e4chst eckig und auf die Farben grau ,wei\u00df und schwarz begrenzt, bieten die Hersteller ab Mitte des Jahrzehnts abgerundete K\u00fcchenm\u00f6bel und eine vielf\u00e4ltige Farbgestaltung von kr\u00e4ftigen bis pastosen Farben an. Vor allem durch die neuen Resopalarbeitsfl\u00e4chen entsteht ein das Gesamtbild bestimmender harmonischer Gesamteindruck der K\u00fcche. Der in erster Linie als Arbeitsplatz ausgestattete Raum erh\u00e4lt eine pers\u00f6nliche Note. Dar\u00fcber hinaus werden Durchreichen und Imbisspl\u00e4tze in den K\u00fcchenraum integriert, wodurch soziale Beziehungen innerhalb und au\u00dferhalb des Raumes erm\u00f6glicht werden. Sie stehen f\u00fcr den Beginn der Aufl\u00f6sung der Arbeitsk\u00fcche, ohne den Arbeitsablauf zu beeintr\u00e4chtigen. Das K\u00fcchendesign der 1950er Jahre ver\u00e4ndert sich im Laufe des Jahrzehnts somit in technischer, \u00e4sthetischer und sozialer Hinsicht. Die Modelle von 1957 haben keine \u00c4hnlichkeiten mehr mit den Modellen zu Anfang des Jahrzehnts.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-12.02.54.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-7401\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-12.02.54.png\" alt=\"Abb. 4: K\u00fcche zu Anfang der 1950er Jahre, WKS K\u00fcche des Architekten Sep Ruf (links), Abb. 5: K\u00fcche in Pastellfarben, um 1955 (rechts)\" width=\"799\" height=\"379\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-12.02.54.png 1030w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-12.02.54-300x142.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-12.02.54-768x364.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-12.02.54-1024x485.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 799px) 100vw, 799px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Abb. 4: K\u00fcche zu Anfang der 1950er Jahre, WKS K\u00fcche des Architekten Sep Ruf (links), Abb. 5: K\u00fcche in Pastellfarben, um 1955 (rechts)<\/p>\n<p>Sowohl die Technisierung, Elektrifizierung als auch die Farb- und Materialentwicklung haben innerhalb eines Jahrzehntes einen neuen Stil hervorgebracht, der seitdem verbindlich ist. Es ist zwar ein neuer Stil entstanden, aber an der von Margarete Sch\u00fctte-Lihotzky entwickelten ergonomischen Aufteilung der Arbeitszentren hat sich nichts ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Bis in die 1960er Jahre hinein sind die wichtigsten Arbeits- und Designkriterien die rationelle Handhabung, die ergonomische Verbesserungen und der Hygieneanspruch. Erst gegen Ende der 1960er Jahre werden psychologische und noch verst\u00e4rkter soziale Designkriterien in die K\u00fcchenplanung aufgenommen. Warme Farben und holzimitierende Dekore kombiniert mit Ansetztisch und Esstheken sowie das Einf\u00fcgen von Regalen brechen die geschlossene K\u00fcchenzeile auf und sind der zaghafte Beginn einer auf gr\u00f6\u00dfere \u201eWohnlichkeit\u201c und Kommunikation ausgerichteten K\u00fcche.<\/p>\n<div id=\"attachment_7403\" style=\"width: 810px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-12.06.22.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7403\" class=\" wp-image-7403\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-12.06.22.png\" alt=\"Abb. 6: Modell Majestic 500 der Firma Nieburg K\u00fcchen, 1966 (links), Abb. 6a: K\u00fcchenfront mit Kiefer-Dekor. (rechts)\" width=\"800\" height=\"387\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-12.06.22.png 871w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-12.06.22-300x145.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-12.06.22-768x371.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7403\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 6: Modell Majestic 500 der Firma Nieburg K\u00fcchen, 1966 (links), Abb. 6a: K\u00fcchenfront mit Kiefer-Dekor. (rechts)<\/p><\/div>\n<p>In den 1970er Jahren wird diese Tendenz vollends umgesetzt. Neben farbigen K\u00fcchenzeilen werden schlichte und rustikale Holzk\u00fcchen angeboten. Vor allem die Nischenregale unterstreichen den Eindruck von K\u00fcchen mit einem im Verst\u00e4ndnis der 70er Jahre wohnlichen Charakter.<\/p>\n<div id=\"attachment_7396\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-11.27.33.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7396\" class=\" wp-image-7396\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-11.27.33.png\" alt=\"Abb. 7: Holzk\u00fcche in rustikaler Ausf\u00fchrung, 1974\" width=\"450\" height=\"494\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-11.27.33.png 691w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-11.27.33-273x300.png 273w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7396\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 7: Holzk\u00fcche in rustikaler Ausf\u00fchrung, 1974<\/p><\/div>\n<p>Die sterile Einbauk\u00fcche, der ehemalige Arbeitsplatz f\u00fcr eine Person, verliert ihre Vormachtstellung und wird von einer \u201agem\u00fctlich gestalteten\u2019 Essk\u00fcche abgel\u00f6st. Die Gem\u00fctlichkeit wird neben der Verbesserung der warmen Farben und Dekore sowie abgerundeter und aufgelockerter Wandschr\u00e4nke vor allem durch den Essplatz erreicht, der eine Kommunikation und das gemeinsame Arbeiten in der K\u00fcche wieder m\u00f6glich machen.<\/p>\n<p>Parallel zur konventionellen K\u00fcchenplanung gab es aber auch innovative und vision\u00e4re Planungen. In der Zeit zwischen 1968 \u2013 1973 werden sie als <i>K\u00fcchenideen f\u00fcr die Zukunft <\/i>bezeichnet und von Chemiefirmen und K\u00fcchenherstellern unabh\u00e4ngig voneinander in Auftrag gegeben. <i>Innovative K\u00fcchenentw\u00fcrfe<\/i> bestehen aus Konzepten, die nicht f\u00fcr den massenhaften Einsatz und Gebrauch gedacht sind. Einzelne Elemente daraus werden dennoch von K\u00fcchenfirmen aufgegriffen und umgesetzt. Als innovativ zu bezeichnende Ideen dieser Zeit sind der K\u00fcchenwagen und vor allem die K\u00fccheninsel zu nennen. W\u00e4hrend der 1964 entwickelte K\u00fcchenwagen, die <i>cucina minima<\/i>, des italienischen Designers <i>Joe Colombo<\/i> schon vielen ein Begriff sein wird, da er bereits einen festen Platz in einigen Museen hat, sind die zur selben Zeit entstandenen K\u00fccheninsel des Engl\u00e4nders <i>John Heritage<\/i> und der schweizerischen Firma<i> Novellectric <\/i>weitgehend in Vergessenheit geraten.<\/p>\n<div id=\"attachment_7405\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-12.14.21.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7405\" class=\" wp-image-7405\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-12.14.21.png\" alt=\"Abb. 8: Mobiler K\u00fcchenwagen Cucina minima, Joe Colombo, 1964 (links), Abb. 9: Englische K\u00fccheninsel Masterplan, John Heritage, 1963 (mitte), Abb. 10: Novellipsenk\u00fcche, Firma Novelectric, 1965 (rechts)\" width=\"820\" height=\"516\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-12.14.21.png 961w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-12.14.21-300x189.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-12.14.21-768x483.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7405\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 8: Mobiler K\u00fcchenwagen Cucina minima, Joe Colombo, 1964 (links), Abb. 9: Englische K\u00fccheninsel Masterplan, John Heritage, 1963 (mitte), Abb. 10: Novellipsenk\u00fcche, Firma Novelectric, 1965 (rechts)<\/p><\/div>\n<p>M\u00f6glicherweise ist dies auf den Umstand zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass gerade die K\u00fccheninsel ohne Zeitverz\u00f6gerung von den Herstellern aufgegriffen und im Rahmen ihrer K\u00fcchenprogramme weiterentwickelt wurde.<\/p>\n<p>Die speziell von K\u00fcchenfirmen in Auftrag gegebenen <i>vision\u00e4ren Forschungsarbeiten <\/i>f\u00fcr die <i>K\u00fcche der Zukunft<\/i> machen deutlich, dass sich auch K\u00fcchenhersteller mit den aktuellen Themen der Zeit, der Raumfahrtentwicklung und der historischen Z\u00e4sur der Mondlandung besch\u00e4ftigten. Die Innovationen der Raumfahrtechnik, die kleinen Raumverh\u00e4ltnisse eines Raumschiffes und die damit verbundenen eingeschr\u00e4nkten, aber effizienten Lebensumst\u00e4nde werden auf die K\u00fcchentechnik \u00fcbertragen. So liegt z. B. das Hauptaugenmerk der K\u00fcchenfunktion auf dem Aufw\u00e4rmen vorgefertigter Mahlzeiten und nicht auf dem Kochen. Die technische Einf\u00fchrung der Mikrowellenger\u00e4te blickt bereits 1967 auf eine zehnj\u00e4hrige Entwicklung zur\u00fcck. Bereits zu jenem Zeitpunkt war absehbar gewesen, dass Tiefk\u00fchlkost und Fertiggerichte aufgrund der au\u00dferh\u00e4usigen Erwerbst\u00e4tigkeit der Frau an Bedeutung gewinnen w\u00fcrden.<\/p>\n<div id=\"attachment_7406\" style=\"width: 811px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-12.16.48.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7406\" class=\" wp-image-7406\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-12.16.48.png\" alt=\"Abb. 11: Modell Experiment 70 des Designers Luigi Colani, Firma Poggenpohl, 1970 (links), Abb. 11 a: Modell Typ 1, Firma Bulthaup, 1970 (rechts)\" width=\"801\" height=\"372\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-12.16.48.png 847w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-12.16.48-300x139.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-12.16.48-768x356.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 801px) 100vw, 801px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7406\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 11: Modell Experiment 70 des Designers Luigi Colani, Firma Poggenpohl, 1970 (links), Abb. 11 a: Modell Typ 1, Firma Bulthaup, 1970 (rechts)<\/p><\/div>\n<p>W\u00e4hrend bei den Ideen \u00fcber Zukunftsk\u00fcchen zum einen der Blick auf die technischen Entwicklungen gelegt wurde, richtete sich der Blick auf der anderen Seite auf die Gestaltung der Raum- und Gr\u00f6\u00dfenverh\u00e4ltnisse. Parallel zum Status der Hausfrauent\u00e4tigkeit und damit der K\u00fcchenarbeit l\u00f6sen die Designer zu Beginn der 1970er Jahre den K\u00fcchenraum einfach auf. Die K\u00fcche wird zu einem fahrbaren Modul, das bei Benutzung aufgeklappt, im unbenutzbaren Zustand jedoch zusammengeschoben und in eine Ecke gestellt werden kann.<\/p>\n<div id=\"attachment_7390\" style=\"width: 461px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-11.28.33.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7390\" class=\" wp-image-7390\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-11.28.33.png\" alt=\"Abb. 12: Modell der Firma Haas + Sohn KG, 1972\" width=\"451\" height=\"361\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-11.28.33.png 654w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-11.28.33-300x240.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 451px) 100vw, 451px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7390\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 12: Modell der Firma Haas + Sohn KG, 1972<\/p><\/div>\n<p>In dieser Zeit steht also mehr die Zeitersparnis als die Kulinaristik im Zentrum der K\u00fcchengestaltung.<\/p>\n<p>Aufgrund neuer Lebensstilformen in den 1980er Jahren, die durch ein ver\u00e4ndertes Familienbild, durch alternative Wohn- oder Lebensgemeinschaften unverheirateter Paare und Singlehaushalten gekennzeichnet sind, \u00e4ndert sich auch das Wohn- und damit das K\u00fcchennutzungsverhalten und schlie\u00dflich auch der Genuss am Essen.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> Von nun an wird mehr Wert auf frische und saisonale Lebensmittel gelegt. Auch verst\u00e4rkt sich das Bed\u00fcrfnis, europ\u00e4ische und au\u00dfereurop\u00e4ische Gerichte zuzubereiten sowie gemeinsam in der Familie oder mit Freunden zu kochen. Die K\u00fcche wird daf\u00fcr von der K\u00fcchenplanung wieder mehr ins Zentrum der Wohnung ger\u00fcckt. Dabei geht es insbesondere darum, die K\u00fcche eher als ausgestaltetes Prestigeobjekt, denn als \u201aEquipment\u2019 der Wohnung zu betrachten.<\/p>\n<div id=\"attachment_7407\" style=\"width: 811px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-12.20.02.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7407\" class=\" wp-image-7407\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-12.20.02.png\" alt=\"Abb. 13: Modell Mal-Zeit, Coop Himmelb(l)au, 1987 - 1989 (links), Abb. 14: Modell Eroica, Alberto Rizzi, Rossano Didaglio, 1990 (rechts)\" width=\"801\" height=\"414\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-12.20.02.png 861w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-12.20.02-300x155.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-12.20.02-768x397.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 801px) 100vw, 801px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7407\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 13: Modell Mal-Zeit, Coop Himmelb(l)au, 1987 &#8211; 1989 (links), Abb. 14: Modell Eroica, Alberto Rizzi, Rossano Didaglio, 1990 (rechts)<\/p><\/div>\n<p>Mit der Aufl\u00f6sung des traditionellen Familienbildes Ende der 1980er Jahre r\u00fcckt die rationelle K\u00fcchenplanung weiter in den Hintergrund. Neue Lebensstile, die andere Anspr\u00fcche an die K\u00fcche stellen, werden von den K\u00fcchenherstellern ber\u00fccksichtigt. Die K\u00fcche als Raumeinheit l\u00f6st sich nahezu auf. Sie wird nach M\u00f6glichkeit in den Wohnraum integriert: ein Arbeitsblock erm\u00f6glicht das gemeinsame Vorbereiten der Mahlzeiten, und viele K\u00fcchenschr\u00e4nke und Schubladen werden durch Etageren und Paneelsysteme aus Edelstahl ersetzt. Dar\u00fcber hinaus verleiht die Kombination mit Elektroger\u00e4ten aus Edelstahl und die dazu passenden K\u00fcchenfronten mit Metallicfarben den K\u00fcchen ein professionelles \u00c4u\u00dferes.<\/p>\n<div id=\"attachment_7385\" style=\"width: 461px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-11.29.13.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7385\" class=\" wp-image-7385\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-11.29.13.png\" alt=\"Abb. 15: K\u00fcchenmodell von 1989\" width=\"451\" height=\"414\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-11.29.13.png 608w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-20-um-11.29.13-300x275.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 451px) 100vw, 451px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7385\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 15: K\u00fcchenmodell von 1989<\/p><\/div>\n<p>Die K\u00fcche mit ihrer Arbeit und ihren Ger\u00fcchen gilt es zu pr\u00e4sentieren und nicht wie in den 1920er bis 60er Jahren zu verstecken.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend in den 1920er Jahren die Befreiung der Frau von unn\u00f6tiger und eint\u00f6niger Arbeit im Vordergrund steht und eine hiermit verbundene Sichtbarmachung und Anerkennung ihrer Arbeit als Beruf, in dem man ihr einen eigenen Arbeitsplatz innerhalb des Hauses zuweist, bleiben am Ende von der Idee einer modernen, rationalisierten Hausarbeit nur die schnellen, funktionalen und sauberen Arbeitsvorg\u00e4nge \u00fcbrig. Die K\u00fcche als anonymer Arbeitsplatz einer Einzelperson hat sich nicht durchgesetzt. Das Gegenteil ist eingetreten: Die K\u00fcche r\u00fcckt wieder ins Zentrum der Wohnung, sie ist wieder sozialer Dreh- und Angelpunkt, in der das Kochen gleichberechtigt oder aufgrund der Erwerbsarbeit untergeordnet neben dem geselligen Miteinander, dem gemeinsamen Essen und Arbeiten den wichtigsten Platz der Wohnung einnimmt. Die K\u00fcche ist wieder zum Treffpunkt f\u00fcr Familie und Freunde geworden. So wie sich vor Urzeiten die Menschen um das Feuer, der Quelle der Nahrungszubereitung, setzten, finden sich heute ebenfalls alle Menschen, egal ob Ehepaare, Familien oder Lebensgemeinschaften an dieser Quelle ein. Mehr noch: Die K\u00fcche ist nicht nur Mittelpunkt zur Entstehung sozialer Gemeinschaften, vielmehr wird im gemeinsamen Tun und Erleben in der K\u00fcche soziale Gemeinschaft erm\u00f6glicht und gebildet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Anmerkungen<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Muche, Georg: Das Versuchshaus des Bauhauses, in: Meyer, Adolf: Ein Versuchshaus des Bauhauses in Weimar, M\u00fcnchen [1925], (Bauhausb\u00fccher, Band 3), S. 15 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Schlegel-Matthies, Kirsten: \u201eIm Haus und am Herd\u201c: Der Wandel des Hausfrauenbildes und der Hausarbeit 1880-1930, Stuttgart 1995.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Taut, Bruno: Die neue Wohnung. Die Frau als Sch\u00f6pferin, Leipzig 1924.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Meyer, Erna: Der neue Haushalt. Ein Wegweiser zur wissenschaftlichen Haushaltsf\u00fchrung, Stuttgart 1926.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> May, Ernst: Grundlagen der Frankfurter Wohnungsbaupolitik, in: Das Neue Frankfurt, 7-8\/1928, S. 118.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Lihotzky, Margarete: Die \u201eFrankfurter K\u00fcche.\u201c Typisierte K\u00fcche des Hochbauamtes Frankfurt\/M., in: Stein, Holz, Eisen, 8\/1927, S. 157.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Lihotzky, Margarete: Rationalisierung im Haushalt, in: Das Neue Frankfurt, 5\/1927, S. 121.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Anonym: Die K\u00fcche \u2013 die Fabrik des Hauses, in: Wohnungswirtschaft, 3\/1925, S. 19.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Ebd.: S. 19.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Flaig, Berhold Bodo, Meyer, Thomas, Ueltzh\u00f6ffer, J\u00f6rg: Alltags\u00e4sthetik und politische Kultur. Zur \u00e4sthetischen Dimension politischer Bildung und politischer Kommunikation, Bonn 1993.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Legende der Abbildungen<\/p>\n<p>Abb 1: Grundriss der Mitropa Speisewagenk\u00fcche. Aus: Much, Franz: Frankfurter und Stuttgarter K\u00fcchen, in: Andritzky, Michael: Oikos, von der Feuerstelle zur Mikrowelle. Haushalt und Wohnen im Wandel, (Ausstellungskatalog), Gie\u00dfen 1992, S. 116<\/p>\n<p>Abb. 1a: Einblick in die Mitropa-Speisewagenk\u00fcche. Aus: Allmayer-Beck, Renate: Realisierung der Frankfurter K\u00fcche, in: Noever, Peter (Hg.): Die Frankfurter K\u00fcche von Margarete Sch\u00fctte-Lihotzky, Berlin 1992, S. 32.<\/p>\n<p>Abb. 2: Schrittersparnis in der Frankfurter K\u00fcche (rechts) gegen\u00fcber einer herk\u00f6mmlichen K\u00fcche (links): Krausse, Joachim: Die Frankfurter K\u00fcche, in: Andritzky, Michael: Oikos, von der Feuerstelle zur Mikrowelle. Haushalt und Wohnen im Wandel, (Ausstellungskatalog), Gie\u00dfen 1992, S. 104.<\/p>\n<p>Abb. 3: Frankfurter K\u00fcche von Margarete Sch\u00fctte-Lihotzky. Aus: Allmayer-Beck, Renate: Zusammenh\u00e4nge zwischen Wohnungsbau und Rationalisierung der Hausarbeit, in: Noever, Peter (Hg.): Margarete Sch\u00fctte Lihotzky. Soziale Architektur: Zeitzeugin eines Jahrhunderts, Wien 1993, S. 242.<\/p>\n<p>Abb. 4: K\u00fcche zu Anfang der 50er Jahre, WKS K\u00fcche des Architekten Sep Ruf. Aus: Sozialwerk f\u00fcr Wohnung und Hausrat (Hg.) M\u00f6bel der Gegenwart f\u00fcr den sozialen Wohnungsbau, Bonn 1953, ohne Seitenangabe.<\/p>\n<p>Abb. 5: K\u00fcche in Pastellfarben, um 1955, in: Nieburg K\u00fcchen Katalog von 1961.<\/p>\n<p>Abb. 6: Modell <i>Majestic 500, <\/i>Firma<i> <\/i>Nieburg, 1965: Aus: Werbeanzeige Nieburg K\u00fcchen, in: Die moderne K\u00fcche, 35\/1965, S. 22.<\/p>\n<p>Abb. 6a: K\u00fcchenfront mit Kiefer-Dekor. Aus: Anonym: Internationale M\u00f6belmesse K\u00f6ln. Neue K\u00fcchenprogramme, in: Die moderne K\u00fcche, 1\/1974, S. 31.<\/p>\n<p>Abb. 7: Holzk\u00fcche in rustikaler Ausf\u00fchrung. Aus: Anonym: K\u00fcchenprogramme aus der laufenden Produktion, in: Die moderne K\u00fcche, 2\/1975, S. 88.<\/p>\n<p>Abb. 8: Mobiler K\u00fcchenwagen <i>Cuchina Minima<\/i>, Joe Colombo, 1964. Aus: Anonym: Boffi. La non cucina, in: Ottagono, 107\/1993, S. 119.<\/p>\n<p>Abb. 9: Englische K\u00fccheninsel<i> Masterplan<\/i>, John Heritage, 1963. Aus: Snelling, Joyse: \u201eMasterplan\u201c-K\u00fcche erf\u00fcllt die Tr\u00e4ume der Hausfrau, in: Die moderne K\u00fcche, 20\/1963, S. 56.<\/p>\n<p>Abb. 10: <i>Novellipsenk\u00fcche<\/i>, Firma Novelectric, 1965. Aus: Anonym: dmk international. Luxus-K\u00fcchen aus der Schweiz, in: Die moderne K\u00fcche-Beilage, 31\/1965, S. D.<\/p>\n<p>Abb. 11: Modell <i>Experiment 70<\/i> des Designers Luigi Colani, Firma Poggenpohl, 1970. Aus: L\u00fcbbert-Griese, K\u00e4the: Wird die K\u00fcche ein Ger\u00e4t? K\u00fcchengestaltung in Bewegung, in: Die moderne K\u00fcche, 2\/1970. S. 13.<\/p>\n<p>Abb. 11a: Modell <i>Typ 1<\/i>, Firma Bulthaup. Aus: Anonym: M\u00f6belmesse K\u00f6ln 1970, in: Form, 50\/1970, S. 5.<\/p>\n<p>Abb. 12: K\u00fcchenblock der Firma Haas und Sohn KG. Aus: Schulz, Gisela: Internationale M\u00f6belmesse K\u00f6ln 1972. Gem\u00fctlich \u2013 wohnlich- mobil. 1. Bericht, in: MD, 3\/1972, S. 43.<\/p>\n<p>Abb. 13: Modell <i>Mal-Zeit<\/i>, Coop Himmelb(l)au, 1987-89. Aus: Cecarelli Lorena; Doveil, Frida; Goldschmiedt, Mariaclara: La cucina &#8211; produzione e tendenze: IIluogo e la macchina, in: Modo, 133\/1991, S. 54.<\/p>\n<p>Abb. 14: Modell <i>Eroica<\/i>, Alberto Rizzi, Rossano Didaglio, 1990. Aus: Ebd.: S. 58, 59.<\/p>\n<p>Abb. 15: K\u00fcchenmodell von 1989. Aus: Werbeanzeige, in: Die moderne K\u00fcche, 5\/1989, S. 67.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Transcript Verlags.<\/p>\n<p>N\u00e4here Angaben zum Sammelband, in dem der Aufsatz erschienen ist, <a href=\"http:\/\/www.transcript-verlag.de\/en!\/978-3-8376-3031-2\/culinary-turn\">hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittelpunkt sozialer Gemeinschaften<\/p>\n","protected":false},"author":391,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[85428],"tags":[526,710,788,861,1245,1312,1313],"class_list":["post-7382","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aufsaetze","tag-design","tag-familienbild","tag-frauenbild","tag-geschichte","tag-kochen","tag-kueche","tag-kuechendesign"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7382","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/users\/391"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7382"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7382\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7382"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7382"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7382"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}