{"id":7414,"date":"2017-10-23T09:59:30","date_gmt":"2017-10-23T07:59:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/?p=7414"},"modified":"2017-10-23T09:59:30","modified_gmt":"2017-10-23T07:59:30","slug":"hohe-kultur-9von-thomas-hecken23-10-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/2017\/10\/23\/hohe-kultur-9von-thomas-hecken23-10-2017\/","title":{"rendered":"Hohe Kultur (9)von Thomas Hecken23.10.2017"},"content":{"rendered":"<p>Vielbeachtete Intellektuelle der Gegenwart: Hohe Kultur?<!--more --><\/p>\n<p>Teil 9 der Serie von <a title=\"website merkur-blog\" href=\"https:\/\/www.merkur-zeitschrift.de\/blog\/\" target=\"_blank\">Merkur-Blog<\/a> und pop-zeitschrift.de<\/p>\n<p>Ein wichtiger historischer Zug der Bestimmung \u201ahoher Kultur\u2018 lag in der genauen Angabe ihres Gegenteils \u2013 meist als \u201aMassenkultur\u2018 (seltener als \u201apopul\u00e4re Kultur\u2018) bezeichnet. \u201aMassen\u2018 k\u00f6nnen keine oder allenfalls eine mindere Kultur besitzen, das steht f\u00fcr bildungsb\u00fcrgerliche Anh\u00e4nger der hohen Kultur lange fest.<\/p>\n<p>Nur Sozialisten und Kommunisten wollen mitunter das \u201ab\u00fcrgerliche Erbe\u2018 auch den \u201aMassen\u2018 nahebringen, alle anderen Anh\u00e4nger bildungsb\u00fcrgerlicher \u201ahoher Kultur\u2018 sehen vielmehr im \u201aVolk\u2018 jene Instanz, die dereinst an die hohe Kultur herangef\u00fchrt werden oder sie sogar revitalisieren k\u00f6nnte \u2013 falls sie nicht grunds\u00e4tzlich solche volksp\u00e4dagogischen Bem\u00fchungen entweder als illusorisch zur\u00fcckweisen oder elit\u00e4r missbilligen.<\/p>\n<p>Bei Intellektuellen von Tocqueville bis Habermas, von Ortega y Gasset bis Clement Greenberg findet man eine Vielzahl solcher Anschauungen wider die kommerzielle, reproduzierte, modische, reizvolle Massenkultur, mit einem bedeutenden, bislang letzten Hochpunkt in den 1950er Jahren. Im \u201eMerkur\u201c sieht etwa Erich Kahler 1951 die abendl\u00e4ndischen \u201eWerte\u201c durch das Wachstum der Technik, durch \u201eMassenproduktion\u201c, \u201eStandardisierung\u201c, durch die von Kino, Radio, Reklame und Journalismus verbreiteten \u201eMassenklischees\u201c vom Zerfall bedroht.<\/p>\n<p>Gerade diese versuchte Abwehr der kommerzialisierten, technologisch weit verbreiteten Kultur eint sehr viele Intellektuelle \u2013 von Theodor W. Adorno bis Wilhelm R\u00f6pke \u2013 \u00fcber eine l\u00e4ngere Zeit, wenn sie sich auch sonst nichts zu sagen haben, ihre politischen Vorstellungen weit auseinanderliegen, selbst ihr k\u00fcnstlerischer Kanon sehr unterschiedlich ausf\u00e4llt und sie mitunter (wie Adorno) die \u201ahohe Kultur\u2018 sogar aufheben m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Deshalb liegt die Vermutung nahe, dass auch in der Gegenwart zumindest noch Spuren dieser intellektuellen Tradition vorhanden sind. Zwar findet sich unter heutigen Intellektuellen \u2013 also K\u00fcnstlern und Wissenschaftlern, die sich, ausgewiesen durch ihre (renommierte) berufliche Position, zu fachfremden, aktuellen politischen, juristischen und sozio\u00f6konomischen Fragen \u00e4u\u00dfern \u2013 niemand mehr, der ausdr\u00fccklich f\u00fcr die \u201ahohe Kultur\u2018 eintr\u00e4te, vielleicht ist aber zumindest die Konvention der \u201aMassenkulturkritik\u2018 gegenw\u00e4rtig noch wirksam.<\/p>\n<p>Diese Hypothese verf\u00fcgt zudem \u00fcber eine gewisse St\u00fctze durch Anhaltspunkte in der j\u00fcngeren Vergangenheit. Mit Michel Foucault und Pierre Bourdieu k\u00f6nnen immerhin zwei der wichtigsten Stichwortgeber heutiger Intellektueller angef\u00fchrt werden, die sich vor nicht allzu langer Zeit noch einschl\u00e4gig ge\u00e4u\u00dfert haben.<\/p>\n<p>Foucault erkl\u00e4rte im historischen R\u00fcckblick die \u201eTrivialliteratur\u201c zum Bestandteil jenes erfolgreichen Versuchs, das subalterne Wissen (das \u201epopul\u00e4re Ged\u00e4chtnis\u201c des Widerstands und der K\u00e4mpfe) zu blockieren und aufzul\u00f6sen (\u201eAnti-R\u00e9tro\u201c [Interview], 1974). Die \u201ekommerzielle Massenliteratur\u201c seiner Zeit hielt er folgerichtig ebenso wie das Fernsehen schlicht und einfach f\u00fcr arm und leer (\u201eM. Foucault\u201c [Interview], 1978).<\/p>\n<p>Bei Bourdieu trifft man in noch mehr intellektuellen \u201aInterventionen\u2018 (sprich: in Interviews; auf Deutsch gesammelt in den B\u00e4nden \u201eGegenfeuer\u201c) auf die Tradition der Massenkulturkritik: auf die Ablehnung der sentimentalen \u201asoap operas\u2018 und der \u201eeinfach gestrickten Popmusik\u201c als Zeichen einer kommerziellen Macht, als bedrohlich sich ausbreitende, uniformierende Produkte der Kulturindustrie, durch die das m\u00fchsam erworbene europ\u00e4ische Erbe k\u00fcnstlerischer Autonomie der Zerst\u00f6rung preisgegeben werde. Aber auch im Hauptwerk \u201eDie feinen Unterschiede\u201c findet man stark konnotierte Begriffe wie z.B. \u201eFlie\u00dfbandprodukte des <em>show business<\/em>\u201c.<\/p>\n<p>Zweifellos klingt die Ausdrucksweise dieser kritischen Theoretiker einigerma\u00dfen antiquiert (zumindest in deutscher \u00dcbersetzung), daran kann man gut ablesen, dass solche Aussagen nicht mehr zum Standard heutiger Intellektueller geh\u00f6ren. Diese Feststellung trifft aber nicht uneingeschr\u00e4nkt zu. Eigent\u00fcmlicherweise gilt sie nicht f\u00fcr viele der besonders bekannten intellektuellen Autoren, denen teils national, teils sogar international die Feuilletonspalten der sog. Leitmedien bzw. der Qualit\u00e4tspresse stets offenstehen und die also zumindest unter den Redakteuren dieser Organe \u00fcber viele Anh\u00e4nger verf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Ich kann hier keine statistische Auswertung als Beleg vorweisen und muss deshalb versuchen, durch die Nennung von Beispielen bzw. mit einer Aufz\u00e4hlung von Eigennamen von dieser These zu \u00fcberzeugen. In der Tat glaube ich nicht, dass es so viele Gegenbeispiele gibt, dass angesichts ihrer Zahl die Menge der folgenden Namen publizistisch hoch erfolgreicher Intellektueller klein und zuf\u00e4llig erschiene: Botho Strau\u00df, Harald Welzer, Byung-Chul Han, Peter Sloterdijk, Franco Berardi, Alain Badiou, Giorgio Agamben, Judith Butler \u2013 sie alle halten die Konsum- und Massenkulturkritik wach, sie geben sich manche M\u00fche, die Missst\u00e4nde der massenkulturellen Gegenwart einer kulturinteressierten Leserschaft wiederholt zu vermitteln.<\/p>\n<p>Um wenigstens aus einem Beitrag eines dieser Intellektuellen in einem vielgelesenen (massenkulturellen, stark werbefinanzierten) Blatt zu zitieren, n\u00e4mlich Giorgio Agamben in einem <a title=\"interview agamben\" href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-46046484.html\" target=\"_blank\">Interview<\/a> mit dem \u201eSpiegel\u201c: \u201eEs hat noch nie eine so strenge Kontrolle der Menschen gegeben. Die Kontrollinstrumente reichen von Markenartikeln, die man kauft, um besonders individuell zu erscheinen, \u00fcber den psychologischen Anpassungsdruck am Arbeitsplatz bis hin zu Scheckkarten, Computer-, TV-, Navigations-, Handy-Ger\u00e4ten und digitalen Ausweisen.\u201c Zwar ist die Gleichsetzung von Markenartikeln mit digitaler Kontrolle schon bezeichnend genug, aber wer dennoch annimmt, diese Kritik sei einer Zuspitzung im Dienste liberal-demokratischer Einstellung geschuldet und beruhe nicht zentral auf der Massenkulturkritik, sieht sich von Agamben rasch eines Besseren belehrt: \u201eDer Kapitalismus sorgt daf\u00fcr, dass jede menschliche T\u00e4tigkeit verfremdet wird. Ich lebe in Venedig, einer Stadt, die der Massentourismus in ein komplettes Museum verwandelt hat. [D]urch diese totale Musealisierung [werden] die Bewohner einer Stadt zu Fremden in ihrem eigenen Leben\u201c. Und wer nun glaubt, es ginge blo\u00df um eine nachvollziehbare Kritik am speziellen venezianischen Tourismus, liegt abermals falsch. Es geht keineswegs um das besondere Leben des betroffenen Einwohners, die Lage Venedigs ist bei Agamben nur ein Symbol f\u00fcr die entfremdende Massenkultur allgemein: \u201eWie durch diese totale Musealisierung die Bewohner einer Stadt zu Fremden in ihrem eigenen Leben werden, so trennt der totale Konsumkult die Dinge und die Menschen von ihrem wahren Gebrauch. Das gilt es zu \u00fcberwinden.\u201c<\/p>\n<p>Das ist ein gro\u00dfes Ziel, welches freilich in sehr weiter Ferne liegt. \u00dcberwinden kann man mit Mitteln der Konsum- und Massenkulturkritik aber immerhin schon hier und jetzt die Trennung zwischen einander entfremdeten Intellektuellen. Als Beleg daf\u00fcr soll eine \u00c4u\u00dferung Judith Butlers und ihre anschlie\u00dfende Diskussion dienen: Butler f\u00fchrte in einem <a title=\"butler interview\" href=\"https:\/\/www.believermag.com\/issues\/200305\/?read=interview_butler\" target=\"_blank\">Zeitschriften-Interview<\/a> aus, die Ethnografin Lila Abu-Lughod habe sie einiges \u00fcber das Tragen der Burka gelehrt: \u201eMore recently she [Abu-Lughod] has tried to make clear that the burka signifies lots of different things. It shows that a woman is modest, that she is still connected with her family, that she has not been exploited by popular culture, that she has pride in her family and community. It signifies modes of belonging to a wider network of people. To lose the burka is to undergo some loss of those kinship ties that is not to be underestimated. It can be a very powerful experience of estrangement or indeed of compulsory Westernization that leaves its scars. So we shouldn\u2019t assume that Westernization is always a good thing. Very often it overrides important cultural practices that we don\u2019t have the patience to learn about.\u201c<\/p>\n<p>Butler referiert offenkundig nicht nur diese Anschauung der Ethnografin, sondern macht sie sich zu eigen. Die Kosten der \u201eVerwestlichung\u201c erscheinen ihr hoch zu sein, \u201anicht westliche\u2018 \u201ekulturelle Praktiken\u201c sollten ihrer Ansicht nach darum gesch\u00fctzt werden, zumal wenn sie \u2013 wie etwa das Tragen der Burka \u2013 bedeuten, vor der \u201aAusbeutung\u2018 durch die \u201awestliche\u2018 \u201epopular culture\u201c zu sch\u00fctzen und Teil eines \u201agemeinschaftlichen\u2018 Zusammenhangs zu sein. Die poststrukturalistische Theoretikerin n\u00e4hert sich hier also einem Klassiker des Konservatismus des 19. Jahrhunderts an: Sittlich-st\u00e4ndische, religi\u00f6s-kulturelle Traditionen sollen vor der Zersetzung und Atomisierung durch den liberaldemokratischen Kapitalismus bewahrt werden.<\/p>\n<p>Alice Schwarzer hat diese Aussage j\u00fcngst scharf kritisiert. Erst <a title=\"Artikel Schwarzer\" href=\"http:\/\/www.aliceschwarzer.de\/artikel\/eine-antwort-auf-butler-334719\" target=\"_blank\">referiert<\/a> Schwarzer: \u201eSo erkl\u00e4rte die in Berkeley lebende und lehrende Butler 2003 in einem Interview zum Beispiel zur Burka: \u201aSie symbolisiert, dass eine Frau bescheiden ist und ihrer Familie verbunden; aber auch, dass sie nicht von der Massenkultur ausgebeutet wird und stolz auf ihre Familie und Gemeinschaft ist.\u2018 Und weiter im O-Ton: \u201aDie Burka zu verlieren bedeutet mithin auch, einen gewissen Verlust dieser Verwandtschaftsbande zu erleiden, den man nicht unterst\u00fctzen sollte. Der Verlust der Burka kann eine Erfahrung von Entfremdung und Zwangsverwestlichung mit sich bringen.\u2018\u201c Sofort darauf Schwarzers Kommentar: \u201eDas geriert sich einf\u00fchlsam und edel, ist aber lebensfern und zynisch. Die algerische Politikerin Khalida Toumi (ehemals Messaoudi) nennt diese Art von Kulturrelativismus die \u201aKulturfalle\u2018: zweierlei Ma\u00df in Sachen Menschen-\/Frauen-Rechte im Namen einer kulturellen Differenz.\u201c<\/p>\n<p>In unserem Zusammenhang f\u00e4llt nun auf, dass in der deutschen Fassung aus Butlers \u201epopular culture\u201c \u201eMassenkultur\u201c geworden ist (wohl von Schwarzer dem B\u00e4ndchen \u201eKrieg und Affekt\u201c entnommen, \u00dcbersetzung: Eva Redecker, Judith Mohrmann, Juliane Rebentisch). Die \u00dcbersetzerinnen h\u00e4tten leichterdings aus \u201epopular culture\u201c \u201apopul\u00e4re Kultur\u2018 machen k\u00f6nnen, sie haben sich aber wohl dagegen entschieden, weil \u201apopul\u00e4re Kultur\u2018 gegenw\u00e4rtig mehr positive Konnotationen aufweist und auch gerade als Oberbegriff f\u00fcr die \u201agemeinschaftliche\u2018, \u201anicht westliche Praktik\u2018 des Burkatragens stehen k\u00f6nnte (jene \u201eimportant cultural practices\u201c aus der Perspektive Butlers). \u201eMassenkultur\u201c soll das wahrscheinlich verhindern, dieser Begriff f\u00e4llt hier \u201awestlich\u2018 und negativ genug aus.<\/p>\n<p>Schwarzer erkennt in den Aussagen Butlers folgerichtig nicht blo\u00df eine Beschreibung dessen, was oftmals geschieht, wenn die Burka in bestimmten islamischen Gesellschaften abgelegt wird, sondern eine Kritik an solcher \u201eVerwestlichung\u201c. Diese kritische Haltung wird nat\u00fcrlich nicht nur an Butlers Gebrauch bestimmter negativ konnotierter W\u00f6rter (\u201eexploited\u201c; \u201ecompulsory Westernization\u201c) sichtbar, sondern auch und gerade durch ihre Wertung am Ende der Interviewpassage (\u201eSo we shouldn\u2019t assume that Westernization is always a good thing\u201c). Schwarzer wiederum teilt Butlers Einsch\u00e4tzung nicht, sie erkennt im Ablegen der Burka keinen Akt der \u201e\u201aZwangsverwestlichung\u2018\u201c, sondern einen Gebrauch \u201eelementarste[r] Menschenrechte\u201c. (\u201eUnd diese Menschenrechte sind weder okzidental noch orientalisch, sie sind human und universell\u201c, f\u00fcgt sie an).<\/p>\n<p>Grund genug also f\u00fcr eine tiefgreifende Auseinandersetzung und Abgrenzung. Doch am Ende von Schwarzers Text naht doch noch die M\u00f6glichkeit zur Einigung. Schwarzer z\u00e4hlt dort auf, welche Gefahren den \u201eelementarsten Menschenrechten der Frauen\u201c gegenw\u00e4rtig drohten. Den Frauen mache \u201egerade ein gewaltiger Rollback zu schaffen: von Trump bis Erdo\u011fan, vom Konsumwahn bis zur Zwangsverschleierung.\u201c<\/p>\n<p>Auf einer Ebene mit der \u201eZwangsverschleierung\u201c befindet sich in Schwarzers Weltanschauung demnach der \u201eKonsumwahn\u201c. Das ist nicht weit von Butlers \u201aAusbeutung\u2018 der Frau durch die \u201epopular culture\u201c entfernt. Wieder einmal stiftet die Kritik an der kommerziellen Massenkultur intellektuelle \u00dcbereinstimmung \u2013 eine \u00dcbereinstimmung sogar zwischen zwei sich stark misshellig beurteilenden Parteien.<\/p>\n<p>Doch ist leicht zu erahnen, dass diese \u00dcbereinkunft nicht zu einer vollst\u00e4ndigen Vers\u00f6hnung f\u00fchren wird, sondern h\u00f6chstens zu Gemeinsamkeiten in bestimmten Konstellationen. Der Grund daf\u00fcr ist einfach zu benennen: Die Gegnerschaft zur kommerziellen Massenkultur stiftet l\u00e4ngst kein geteiltes Ideal hoher Kultur mehr, nicht einmal ein (post-)modernisiertes.<\/p>\n<p>Selbst wenn es bei den hier namentlich angef\u00fchrten Intellektuellen viele gemeinsame Kanoneintr\u00e4ge geben sollte \u2013 vielleicht etwa Platon und Simone de Beauvoir, Dada und Fluxus, Nouvelle Vague und New Wave, Billie Holiday und Madonna, John Coltrane und Velvet Underground, Proust und Woolf \u2013, blieben zu viele von ihnen als wichtig erachtete Kanondifferenzen \u00fcbrig oder die Idee des Kanons grunds\u00e4tzlich umstritten. Die Negation der Massenkultur bewirkt kein positives Verst\u00e4ndnis \u201ahoher Kultur\u2018 mehr. Trotz der weiterhin stark verbreiteten Kritik an der kommerzialisierten \u201awestlichen\u2018 Kultur unter vielbeachteten Intellektuellen f\u00fchrt dieser Ausschluss massenkultureller G\u00fcter zu keinem Kulturverst\u00e4ndnis, das etwas gr\u00f6\u00dfere intellektuelle Kreise vereinen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hohe Kultur:<br \/>\nTeil 1: <a title=\"Hohe Kultur Teil 1\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2017\/02\/02\/hohe-kultur-1merkur-blog-und-pop-zeitschrift2-2-2017\/\" target=\"_blank\"> Einleitung<br \/>\n<\/a>Teil 2: <a title=\"Hohe Kultur Teil 2\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2017\/02\/28\/hohe-kultur-2von-thomas-hecken28-2-2017\/\" target=\"_blank\">Hohe und niedrige Metaphern \u2013 \u201ahigh culture\u2018, \u201alow culture\u2018 u.a.<\/a><br \/>\nTeil 3: <a title=\"Hohe Kultur Teil 3\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2017\/03\/13\/hohe-kultur-3von-christina-dongowski13-3-2017\/\" target=\"_blank\">Elphi \u2013 oder Hochkultur als Subventionsbetrug<\/a><br \/>\nTeil 4: <a title=\"Hohe Kultur Teil 4\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2017\/03\/23\/hohe-kultur-4von-annekathrin-kohout23-3-2017\/\" target=\"_blank\">Die Verachtung der popul\u00e4ren Kultur durch die Neuen Rechten<br \/>\n<\/a>Teil 5:\u00a0<a title=\"Hohe Kultur Teil 5\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2017\/04\/10\/hohe-kultur-5von-stefan-krankenhagen10-4-2017\/\" target=\"_blank\">Priceless. Die hohe Kultur und das Geld<br \/>\n<\/a>Teil 6:\u00a0<a title=\"Hohe Kultur Teil 6\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2017\/06\/19\/hohe-kultur-6von-niels-werber19-6-2017\/\" target=\"_blank\">Unsere unkultivierte Gegenwart<\/a><br \/>\nTeil 7: <a title=\"Hohe Kultur Teil 7\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2017\/08\/21\/hohe-kultur-7von-thomas-hecken21-8-2017\/\" target=\"_blank\">Konservative und linksalternative Positionen<\/a><br \/>\nTeil 8: <a title=\"Hohe Kultur Teil 8\" href=\"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/2017\/09\/04\/hohe-kultur-8von-thomas-hecken4-9-2017\/\" target=\"_blank\">Parteiprogramme: Kulturpolitik<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vielbeachtete Intellektuelle der Gegenwart: Hohe Kultur?<\/p>\n","protected":false},"author":391,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[57],"tags":[876,1010,1084,1167,1320,1479],"class_list":["post-7414","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-giorgio-agamben","tag-hohe-kultur","tag-intellektuelle","tag-judith-butler","tag-kulturkritik","tag-massenkultur"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7414","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/users\/391"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7414"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7414\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7414"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7414"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7414"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}