{"id":7418,"date":"2017-10-27T09:09:27","date_gmt":"2017-10-27T07:09:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/?p=7418"},"modified":"2017-10-27T09:09:27","modified_gmt":"2017-10-27T07:09:27","slug":"social-media-oktobervon-svenja-reiner27-10-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/2017\/10\/27\/social-media-oktobervon-svenja-reiner27-10-2017\/","title":{"rendered":"Social Media Oktobervon Svenja Reiner27.10.2017"},"content":{"rendered":"<p>Taylor-Swift-Fans auf Instagram<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Sonnenfinsternis von 2017, The American Eclipse, war f\u00fcr den 21.08.2017 geplant. Drei Tage vorher wurde es bereits schwarz: Auf Taylor Swifts Instagram-Profil. Nicht nur dort, sondern auf allen sozialen Medien und Kan\u00e4len von Swift waren Profilbilder und Inhalte (teilweise vollst\u00e4ndig) entfernt worden.<a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\">[1]<\/a> Das Blackout des Instagramkanals<a href=\"#_edn2\" name=\"_ednref2\">[2]<\/a> lasen Fans und Follower als den Anfang einer neuen \u00c4ra: Vier Jahre nach dem Release von \u201e1989\u201c w\u00fcrde es ein neues Album geben.<a href=\"#_edn3\" name=\"_ednref3\">[3]<\/a><\/p>\n<p>Dass Instagram eine so wesentliche Rolle in der Medieninszenierung des Popstars Taylor Swift spielt, ist nur einer von vielen Gr\u00fcnden, die Plattform zu untersuchen. Bisher geschieht das in akademischen wie in nicht-wissenschaftlichen Diskursen kritisch, vor allem in Hinblick auf m\u00f6gliche Medienwirkungen. Die These, dass die Fotoapp sich vor allem negativ auf Selbstbild und Selbstwahrnehmung auswirkt, wird mehr oder weniger direkt formuliert im Spannungsfeld von informellen Thinkpieces (\u201eHow Instagram makes you basic, boring and completely deranged\u201c<a href=\"#_edn4\" name=\"_ednref4\">[4]<\/a>) bis zu Settings in Forschungsdesigns: Subjekte in der Instagramforschung sind in der Regel weiblich, in einer Alterspanne von 12-30, und die Fragestellungen der Studien umkreisen Themen wie Selbstwertgef\u00fchl, Selbstwahrnehmung und Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rungen.<a href=\"#_edn5\" name=\"_ednref5\">[5]<\/a>\u00a0Es scheint eine Grundannahme\u00a0zu sein, dass die Userinnen\u00a0auf Grund sozialer Vergleiche negative K\u00f6rpergef\u00fchle entwickeln, wenn sie Bildern von schlanken, idealisiert-sch\u00f6nen K\u00f6rpern ausgesetzt werden. In diesem Diskurs schwingt zudem die scheinbar widerspr\u00fcchliche Vorstellung mit, dass die meisten Frauen den gef\u00e4hrlichen Einfluss der Medienbilder auch noch aktiv suchen: 38% aller weiblichen Internetnutzerinnen sind bei Instagram registriert.<a href=\"#_edn6\" name=\"_ednref6\">[6]<\/a> Bei Fans wird das Instagramverhalten noch negativer bewertet: Die erfolgreiche, sch\u00f6ne und perfekt inszenierte S\u00e4ngerin<a href=\"#_edn7\" name=\"_ednref7\">[7]<\/a> muss \u00fcberw\u00e4ltigend auf das jugendliche Durchschnittsm\u00e4dchen wirken, das niemals \u00fcber die Ressourcen des Starlets verf\u00fcgen wird, sich dennoch ung\u00fcnstig aufw\u00e4rts mit ihm vergleicht und sie zu ihrem unerreichbaren Vorbild macht.<a href=\"#_edn8\" name=\"_ednref8\">[8]<\/a><\/p>\n<p>Solche Ph\u00e4nomene und Entwicklungen sind alarmierend und ernst zu nehmen. Allerdings wird in der vielfach diskutierten Ursache-Wirkungsstruktur von negativem Einfluss der Instagrambilder ein Kommunikationsfluss zwischen Bild und Userin unterstellt, der nicht wirklich gemessen wird.<a href=\"#_edn9\" name=\"_ednref9\">[9]<\/a> Zudem wird ein Symptom (negatives K\u00f6rperbild) in seiner Entstehung isoliert betrachtet (hervorgerufen durch ein Instagrambild eines anderen K\u00f6rpers) und eine einfache Korrelation unterstellt, wo vermutlich eine komplexere Struktur zu Grunde liegt.<a href=\"#_edn10\" name=\"_ednref10\">[10]<\/a> Diese Sichtweise verhindert einerseits eine tiefergehende Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Rollenerwartungen und K\u00f6rperbildern, und sucht die Verantwortung bei den Userinnen und ihrem unreflektierten Umgang mit dem Medium. Andererseits wird beispielsweise kreative Fanarbeit auf Instagram \u00fcbersehen, da sich das Medium scheinbar selbst f\u00fcr diesen Diskurs disqualifiziert.<\/p>\n<p>Instagram ist von musikwissenschaftlichem Interesse, weil es den Raum f\u00fcr Fanforschung \u00fcber den Konzertraum hinaus erweitert und ein Beispiel f\u00fcr neue Formen von Fangemeinschaften als Online-Community<a href=\"#_edn11\" name=\"_ednref11\">[11]<\/a> ist, die durch die Digitalisierung entstanden und entstehen. Diese Gemeinschaften konstituieren sich \u00fcber r\u00e4umliche Grenzen hinweg, ihre Beziehungen basieren auf gemeinsamen Traditionen, geteilten Gef\u00fchlen und einer empfundenen Verbundenheit durch das Fanobjekt.<a href=\"#_edn12\" name=\"_ednref12\">[12]<\/a><\/p>\n<p>Wie verhalten sich also weibliche Taylor Swift-Fans auf Instagram? Welche Rolle spielt die Plattform bei ihrer Identit\u00e4tsbildung? Die Digitale Identit\u00e4t ist ein gemeinschaftliches Projekt mit fremden und eigenen Anteilen, das keinen Anfang und kein Ende hat.<a href=\"#_edn13\" name=\"_ednref13\">[13]<\/a> Das l\u00e4sst sich exemplarisch an den Fan-Accounts nachvollziehen. Sie setzen sich sowohl aus privaten, als auch aus fremden Inhalten zusammen: ein Selfie der Userin wird neben einem Promobild der S\u00e4ngerin ver\u00f6ffentlicht. Private und fremde Bilder werden h\u00e4ufig mit sehr pers\u00f6nlichen als auch sehr unpers\u00f6nlichen Beitr\u00e4gen kombiniert: Manche Bildunterschriften sind Songzitate, beziehen sich aber auf eine pers\u00f6nliche Erfahrung des Fans, andere sind selbst verfasst und richten sich auf den Star, Taylor Swift.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Beziehungen, Erfolg, Fantum, Musik<\/p>\n<p>In meiner Untersuchung der Accounts \u2013 die\u00a0vor allem meine eigenen Lesart ber\u00fccksichtigt, die unabgeschlossen bleibt und keinen Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit darstellt \u2013 haben sich vier grundlegende Kategorien ergeben, die das Fantum der Accounts strukturieren: Die Beziehung zur S\u00e4ngerin, Musik, Erfolg und das Fantum selbst.<\/p>\n<p>In der Beziehung zur S\u00e4ngerin werden unterschiedliche Spielarten von emotionaler, optischer und inhaltlicher N\u00e4he verhandelt: Optisch werden freundschaftliche oder famili\u00e4re Verbindungen aufgebaut durch die Verwendung von Bildern ihrer Mutter Andrea Swift oder ihren Freundinnen. Andrea Swift wird mit dem Zitat \u201eI say \u201aThat\u2019s my baby, and I\u2019m really proud.\u2018\u201c abgebildet, der Screenshot stammt aus der Dokumentation von 2010 \u201eJourney to Fearless\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/I-I-am-proud-of-Taylor-Kopie.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-7420\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/I-I-am-proud-of-Taylor-Kopie.png\" alt=\"I I am proud of Taylor Kopie\" width=\"681\" height=\"437\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/I-I-am-proud-of-Taylor-Kopie.png 1700w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/I-I-am-proud-of-Taylor-Kopie-300x192.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/I-I-am-proud-of-Taylor-Kopie-768x492.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/I-I-am-proud-of-Taylor-Kopie-1024x657.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 681px) 100vw, 681px\" \/><\/a><\/p>\n<p>In der Verwendung auf Instagram wird das Zitat der Mutter mit dem Gerichtsprozess von 2017 verbunden, in dem verhandelt wurde, ob David Mueller sich der sexuellen Bel\u00e4stigung gegen\u00fcber Taylor Swift schuldig gemacht hatte, den die S\u00e4ngerin gewann. Von daher ist das Zitat zun\u00e4chst als Zugest\u00e4ndnis und Unterst\u00fctzung der S\u00e4ngerin in dem Verfahren zu werten, es dr\u00fcckt aber auch eine Rollenassoziation aus: Der Blick der Fans auf die S\u00e4ngerin ist m\u00fctterlich (oder mit Hinblick auf den geringen Altersunterschied: schwesterlich) \u2013 sie sind diejenigen, die loben.<\/p>\n<p>Eine \u00e4hnliche Assoziation findet sich in der Verwendung der Aufnahme von Swift und Williams: Das Foto wirkt privat, geschossen beim gemeinschaftlichen Osterfest und in derselben Privatheit wird es auch durch die Userin verwendet: Taylor ist hier zwar mit ihrer Freundin Hayley und nicht mit der Userin zu sehen, die beiden k\u00f6nnten aber auch ausgetauscht werden. Die Fremdaufnahme kann ohne Probleme als eigene Ostergru\u00dfkarte eingesetzt werden, denn Taylor Swift-Fans sind alle beste Freundinnen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Emotionale-N\u00e4he_-Happy-Ea-Kopie.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-7421\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Emotionale-N\u00e4he_-Happy-Ea-Kopie.png\" alt=\"Emotionale N\u00e4he_ Happy Ea Kopie\" width=\"681\" height=\"437\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Emotionale-N\u00e4he_-Happy-Ea-Kopie.png 1700w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Emotionale-N\u00e4he_-Happy-Ea-Kopie-300x192.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Emotionale-N\u00e4he_-Happy-Ea-Kopie-768x492.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Emotionale-N\u00e4he_-Happy-Ea-Kopie-1024x657.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 681px) 100vw, 681px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Eine weitere Facette dieser freundschaftlichen Beziehung ist der Umgang mit \u201eBeautyshots\u201c wie etwa der Paparazzoaufnahme von Swift, die sie ohne musikalischen Kontext nur in ihrem Partyoutfit zeigt: Der Medienwirkungskritik zufolge w\u00e4re diese Darstellung\u00a0gef\u00e4hrlich, m\u00fcsse\u00a0sie doch\u00a0Selbstzweifel bei den Rezipientinnen ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Emotionale-N\u00e4he_-TS-looks-Kopie.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-7428\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Emotionale-N\u00e4he_-TS-looks-Kopie.png\" alt=\"Emotionale N\u00e4he_ TS looks Kopie\" width=\"681\" height=\"437\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Emotionale-N\u00e4he_-TS-looks-Kopie.png 1697w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Emotionale-N\u00e4he_-TS-looks-Kopie-300x192.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Emotionale-N\u00e4he_-TS-looks-Kopie-768x492.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Emotionale-N\u00e4he_-TS-looks-Kopie-1024x657.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 681px) 100vw, 681px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Stattdessen tauchen diese Art der Aufnahmen in fast allen Accounts auf und werden durchweg positiv beschrieben. Die Fans loben das Aussehen der S\u00e4ngerin und ihre Outfits \u2013 und weder unter den Aufnahmen der S\u00e4ngerin noch unter den eigenen Selfies wird eine neidvolle oder selbstkritische Beziehung hergestellt.<\/p>\n<p>Dass auch die Wahrnehmung der Arbeit von einer freundschaftlichen Idee gef\u00e4rbt ist, zeigt sich in der Kritik einer Userin: Sie beschreibt, dass es sie st\u00f6rt, wie manche Fans sich dar\u00fcber beschweren, dass Taylor Swift noch kein weiteres Album produziert hat.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Taylor-should-not-be-crit-Kopie.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-7425\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Taylor-should-not-be-crit-Kopie.png\" alt=\"Taylor should not be crit Kopie\" width=\"681\" height=\"436\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Taylor-should-not-be-crit-Kopie.png 1699w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Taylor-should-not-be-crit-Kopie-300x192.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Taylor-should-not-be-crit-Kopie-768x493.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Taylor-should-not-be-crit-Kopie-1024x657.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 681px) 100vw, 681px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dabei betont sie, dass Taylor Swift es den Fans nicht schuldig sei, weitere Musik zu produzieren, wenn sie das nicht wolle, und sie m\u00fcsse dies vor allem nicht nach dem Zeitplan der Fans tun. Diese Reaktion ist verst\u00e4ndlich, wenn Taylor Swift als musizierende Freundin wahrgenommen wird und nicht als professionelle Musikerin, deren Job es ist, CDs aufzunehmen und Konzerte zu geben.<\/p>\n<p>Die Fans von Taylor Swift bilden auf Instagram eine Online-Community mit besonderen Regeln und Erkennungsmerkmalen. In einem anderen Post beschreibt die Userin, dass sie kein Geld f\u00fcr Merchandiseartikel hat und daher bef\u00fcrchtet, als weniger treuer Fan wahrgenommen zu werden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Personal-about-Fandom-Kopie.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-7424\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Personal-about-Fandom-Kopie.png\" alt=\"Personal about Fandom Kopie\" width=\"681\" height=\"429\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Personal-about-Fandom-Kopie.png 1699w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Personal-about-Fandom-Kopie-300x189.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Personal-about-Fandom-Kopie-768x484.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Personal-about-Fandom-Kopie-1024x645.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 681px) 100vw, 681px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Damit dr\u00fcckt sie ein Bed\u00fcrfnis der Sichtbarmachung ihrer Fankultur und Teilhabe an der Gruppenkultur aus und f\u00fcgt diesem Post eine verwackelte Aufnahme von einer begeistert rufenden Taylor Swift bei, die in Mitten von anderen Fans steht. Mit dieser visuellen Assoziation betont die Userin noch einmal den Wunsch nach\u00a0N\u00e4he und Kontakt zur Fangemeinschaft und zu Taylor Swift.<\/p>\n<p>Eine Kategorie, die sich in vielen Beitr\u00e4gen der Userinnen findet, ist die des <b>Erfolgs<\/b>. Dabei stellt sich Erfolg in Bezug auf die S\u00e4ngerin Taylor Swift vor allem in Verkaufs- und Streamingzahlen sowie in Rekorden dar. Erfolg ist in diesem Fall eine messbare Kategorie, die anerkannt und erwartet wird: Die Bildunterschrift zur \u201eThat\u2019s my girl\u201c-Collage l\u00e4sst keinen Zweifel daran, dass man der S\u00e4ngerin nicht diesen Erfolg zugetraut h\u00e4tte \u2013 ihn vielmehr erwartet: \u201eTHATS MY GIRL!!!!\u201c (sic!) schreibt eine Userin und dr\u00fcckt damit auch aus: Dieser Erfolg ist typisch f\u00fcr Taylor Swift, wenn sie einen Song ver\u00f6ffentlicht, dann ist er erfolgreich.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/taylor-has-success.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-7423\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/taylor-has-success.png\" alt=\"taylor has success\" width=\"680\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/taylor-has-success.png 1482w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/taylor-has-success-300x221.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/taylor-has-success-768x565.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/taylor-has-success-1024x753.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Im pers\u00f6nlichen Beitrag einer anderen Userin geht es um die Vorstufe des Erfolgs: Sie beschreibt ihr eigenes Arbeitspensum. In Verbindung mit dem Bild der S\u00e4ngerin Taylor Swift, die gerade selbst ein Konzert erfolgreich absolviert hat und in die Menge winkt, ergibt sich auch die Lesart einer Vorbildfunktion: Taylor Swift arbeitet hart f\u00fcr ihren Erfolg, ihre Belohnung ist eine erfolgreiche Karriere, ein gutes Konzert, die winkenden Fans, das eigene Lachen. Die Userin kann genauso\u00a0erfolgreich, sch\u00f6n und gl\u00fccklich werden, wenn sie (ebenfalls) hart f\u00fcr ihren Erfolg arbeitet.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/I-have-work-for-shcool-Kopie.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-7426\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/I-have-work-for-shcool-Kopie.png\" alt=\"I have work for shcool Kopie\" width=\"680\" height=\"437\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/I-have-work-for-shcool-Kopie.png 1699w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/I-have-work-for-shcool-Kopie-300x193.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/I-have-work-for-shcool-Kopie-768x493.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/I-have-work-for-shcool-Kopie-1024x658.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Auch wenn viele weitere Aspekte benannt und besprochen werden, ein grundlegendes Element des Fantums ist die Musik: so beschreibt eine Userin ihre Gef\u00fchle f\u00fcr die neue Single als \u201eOBSESSED\u201c, sich selbst also als besessen von der Musik von Taylor Swift.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Obsessed-with-New-Song-Kopie.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-7422\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Obsessed-with-New-Song-Kopie.png\" alt=\"Obsessed with New Song Kopie\" width=\"680\" height=\"467\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Obsessed-with-New-Song-Kopie.png 1584w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Obsessed-with-New-Song-Kopie-300x206.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Obsessed-with-New-Song-Kopie-768x528.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/10\/Obsessed-with-New-Song-Kopie-1024x704.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px\" \/><\/a><\/p>\n<p>W\u00fcrde dieser Eintrag alleine stehen, erg\u00e4be sich ein sehr passives Bild der Rezeption: Die S\u00e4ngerin produziert und ver\u00f6ffentlicht, die Fans h\u00f6ren und sind in gewisser Weise auch hilflos ihrem Fantum ausgeliefert \u2013 wer besessen ist, kann sich nicht wehren. In einem zweiten Post der gleichen Userin wird diese Lesart kontrastiert, denn sie singt und spielt selbst einen Song einer anderen Band. Der Obsession aus dem ersten Post wird also eine eigene kreative Leistung entgegengestellt: Die Musikerin ist durchaus in der Lage, sich von dem \u201eBann der Musik\u201c von Taylor Swift zu befreien, sie ist sogar in der Lage, selbst Musik zu produzieren. Damit erscheint ihr Fantum in einem anderen Licht: Es ist freiwillig gew\u00e4hlt<a href=\"#_edn14\" name=\"_ednref14\">[14]<\/a>, es ist vor allem kreativ und wirkt inspirierend. Wenn die Userin m\u00f6chte, kann sie selbst Gitarre spielen und singen; ebenso kann sie sich entscheiden, eine Single in Dauerschleife zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Es zeigt sich also, dass die Online-Community ein positiver Raum mit spezifischen Regeln ist: Es wird gelobt, Erfolge, Aussehen und Kreativit\u00e4t bemerkt und anerkannt, es wird Beifall gezollt f\u00fcr harte Arbeit, man motiviert sich gegenseitig und durch den Erfolg der Anderen. Das Gemeinschaftsgef\u00fchl ist dabei so stark, dass der eigene K\u00f6rper \u00fcberwunden werden kann: Die Tatsache, dass Taylor Swift mit einer Freundin Ostern verbringt, bedeutet nicht, dass die Fans nicht auch teilhaben k\u00f6nnen, indem sie die Bilder ebenfalls teilen und sich damit assoziieren. Die N\u00e4he von Taylor Swift zu ihren Fans und den Fans untereinander ist nicht k\u00f6rperlich, sie wird gef\u00fchlt und kann so universeller geteilt werden.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus zeigt die Beobachtung von aktiven Userinnen, wie individuelle Arten der Selbsterm\u00e4chtigung im Umgang mit Medienbildern entwickelt werden, sodass diese Praxen zumindest gleichwertig neben die Ergebnisse der Medienwirkungsforschung gestellt werden sollten, die die Userinnen eher passiv konzeptualisieren: Fan zu sein ist eine freiwillige Entscheidung und die beobachtete Fanarbeit auf Instagram ist gezeichnet von einem \u201ewilderndem\u201c, wiederst\u00e4ndigen Lesen von Fanobjekten und -texten, das eigene Bedeutungen neben den intendierten Bedeutungen der Texte generiert, eigene soziale Erfahrungen einbringt und Fans zu Mitautor*innen macht.<a href=\"#_edn15\" name=\"_ednref15\">[15]<\/a><\/p>\n<div class=\"\"><\/div>\n<div class=\"\" style=\"text-align: center\">Anmerkungen<\/div>\n<p><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\">[1]<\/a> Vgl. Gonzales, 2017<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref2\" name=\"_edn2\">[2]<\/a> Instagram ist eine mobile Foto- und Videoapplication, die es erm\u00f6glicht, mit dem Smartphone fotografierte und gefilmte Inhalte innerhalb der App mit Filtern zu bearbeiten und diese in ein soziales Netzwerk zu posten, in dem Follower diese Inhalte in einer Timeline sehen, kommentieren und liken k\u00f6nnen. Vgl. dazu Eagar\/Dann, 2017, S. 249<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref3\" name=\"_edn3\">[3]<\/a> \u201e#TS6\u201c steht dabei f\u00fcr das sechste Studioalbum der S\u00e4ngerin, das tats\u00e4chlich wenige Tage sp\u00e4ter angek\u00fcndigt wurde: \u201eReputation\u201c wird am 10.11.2017 erscheinen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref4\" name=\"_edn4\">[4]<\/a> Oyler, 2017<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref5\" name=\"_edn5\">[5]<\/a> So wurden etwa der Zusammenhang von Narzissmus und Psychopathie auf Instagram (vgl. Bergman et al., 2011), der Zusammenhang von Selfies und negativem K\u00f6rpergef\u00fchl (vgl. Ridgway\/Clayton, 2016) oder die Verbindung von Selbstpr\u00e4sentation, Selbstkritik und emotionalem Feedback auf Instagram (vgl. Jackson\/Luchner, 2017) untersucht.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref6\" name=\"_edn6\">[6]<\/a> Vgl. Greenwood et al., 2016, S. 5<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref7\" name=\"_edn7\">[7]<\/a> Die Instagramuser mit den meisten Followern sind: Selena Gomez (123 Millionen), Ariana Grande (114 Millionen), Christiane Ronaldo (112 Millionen) und Beyonc\u00e9 (107 Millionen), vgl. https:\/\/www.statista.com\/statistics\/421169\/most-followers-instagram\/<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref8\" name=\"_edn8\">[8]<\/a> Vgl. Brown\/Tiggemann, 2016<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref9\" name=\"_edn9\">[9]<\/a> Vgl. J\u00e4ckel, 2008, S. 134<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref10\" name=\"_edn10\">[10]<\/a> Manche Studien versuchen diese Komplexit\u00e4t zu umschiffen, indem sie vorher den Body Mass Index der Probandinnen erfragen, um sicherzustellen, dass alle normalgewichtig sind und kein rationaler Grund f\u00fcr das negative Selbstbild besteht, vgl. etwa Brown\/Tiggemann, 2016.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref11\" name=\"_edn11\">[11]<\/a> Christoph Eisenmann definiert die \u201eOnline-Community\u201c (Hugger) als Kultur, die distinkt ist und deren Angeh\u00f6rige in bestimmten Lebensbereichen Praxen teilen, kommunizieren und Netzwerke bilden. Dabei kann die Gruppenkonstitution sowohl online als auch offline stattfinden. (Vgl. Eisenmann, S. 55).<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref12\" name=\"_edn12\">[12]<\/a> Vgl. Cavicchi, 1999, S. 160<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref13\" name=\"_edn13\">[13]<\/a> Vgl. Zhao, 2017, S. 216, Gilly\/Schau, 2003, S. 398<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref14\" name=\"_edn14\">[14]<\/a> Vgl. dazu auch: Roose, Sch\u00e4fer, Schmidt-Lux, 2010, S. 12-13<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref15\" name=\"_edn15\">[15]<\/a> Vgl. in diesem Zusammenhang Henry Jenkins Konzept von \u201epoaching\u201c: \u201eUndaunted by traditional conceptions of literary and intellectual property, fans raid mass culture, claiming its materials for their own use, reworking them as the basis for their own cultural creations and social interactions. Fans seemingly blur the boundaries between fact and fiction, speaking of characters as if they had an existence apart from their textual manifestations, entering into the realm of the fiction as if it were a tangible place they can inhabit and explore.\u201c (Jenkins, 1992, S. 18)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Zitierte Literatur<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Bergman, S., Fearrington, M., Davenport, S. and Bergman, J. (2011). Millennials, narcissism, and social networking: What narcissists do on social networking sites and why. <i>Personality and Individual Differences<\/i>, 50(5), S. 706-711.<\/p>\n<p>B\u00f6hm, A. (1994). Grounded Theory &#8211; wie aus Texten Modelle und Theorien gemacht werden. In: A. B\u00f6hm, M. Andreas, M. Thomas und Gesellschaft f\u00fcr Angewandte Infor- mationswissenschaft (GAIK) e.V., (Hrsg.), <i>Texte verstehen : Konzepte, Methoden, Werk- zeuge<\/i>. S.121-140. Verf\u00fcgbar unter: http:\/\/nbn-resolving.de\/urn:nbn:de:0168- ssoar-14429 [Zugriff 27. Sep. 2017].<\/p>\n<p>Brown, Z. and Tiggemann, M. (2016). Attractive celebrity and peer images on Instagram: Effect on women&#8217;s mood and body image. <i>Body Image<\/i>, 19, S. 37-43.<\/p>\n<p>Eagar, T. and Dann, S. (2017). Capturing and Analyzing Social Media Composite Con- tent: The Instagram Selfie. Research in Consumer Behavior, 18, S. 245-265.<\/p>\n<p>Eisemann, C. (2015). C Walk auf YouTube. Wiesbaden: Springer VS.<\/p>\n<p>Cavicchi, D. (1999). <i>Tramps Like Us<\/i>. New York: OUP USA<\/p>\n<p>Gonzales, E. (2017). <i>Taylor Swift Just Deleted All of Her Instagram Photos<\/i>. Harper&#8217;s BAZAAR. Verf\u00fcgbar unter: http:\/\/www.harpersbazaar.com\/celebrity\/latest\/a12030908\/ taylor-swift-deletes-instagram-photos\/ [Zugriff 28. Sep. 2017].<\/p>\n<p>Greenwood, S., Perrin, A. and Duggan, M. (2016). Social Media Update 2016. Washington: Pew Research Center. Verf\u00fcgbar unter: http:\/\/www.pewinternet.org\/ 2016\/11\/11\/social-media-update-2016\/ [Zugriff 2. Sep. 2017].<\/p>\n<p>Hugger, K. (2009). Junge Migranten online. Wiesbaden: VS Verlag f\u00fcr Sozialwissenschaften \/ GWV Fachverlage, Wiesbaden.<\/p>\n<p>Jackson, C. and Luchner, A. (2017). Self-presentation mediates the relationship between Self-criticism and emotional response to Instagram feedback. <i>Personality and Individual Differences<\/i>.<\/p>\n<p>J\u00e4ckel, M. (2008). <i>Medienwirkungen<\/i>. 4. Auflage. Wiesbaden: VS Verlag f\u00fcr Sozialwis- senschaften \/ GWV Fachverlage, Wiesbaden.<\/p>\n<p>Jenkins, H. (1992). <i>Textual Poachers<\/i>. London: Routledge, Chapman and Hall, Inc.<\/p>\n<p>Jensen Schau, H. and Gilly, M. (2003). We Are What We Post? Self-Presentation in Personal Web Space. Journal of Consumer Research, 30(3), S. 385-404.<\/p>\n<p>Kozinets, R. (2010). <i>Netnography. Doing Ethnographic Research Online<\/i>. Los Angeles [u.a.]: Sage.<\/p>\n<p>Oyler, L. (2017). <i>How Instagram Makes You Basic, Boring, and Completely Deranged<\/i>. [online] Broadly. Available at: <a href=\"https:\/\/broadly.vice.com\/eu_us\/article\/vbbjbx\">https:\/\/broadly.vice.com\/eu_us\/article\/vbbjbx<\/a>\/how-instagram-makes-you-basic-boring-and-completely-deranged [Zugriff 15. Okt.. 2017]<\/p>\n<p>Ridgway, J. and Clayton, R. (2016). Instagram Unfiltered: Exploring Associations of Body Image Satisfaction, Instagram #Selfie Posting, and Negative Romantic Relations- hip Outcomes. <i>Cyberpsychology, Behavior, and Social Networking<\/i>, 19(1), S. 2-7.<\/p>\n<p>Roose, J., Sch\u00e4fer, M. and Schmidt-Lux, T. (2010). Einleitung. Fans als Gegenstand soziologischer Forschung. In: J. Roose, M. Sch\u00e4fer, und T. Schmidt-Lux, (Hrsg.), <i>Fans<\/i>.<\/p>\n<p>Sisavat, M. (2017). <i>The Hidden Meaning Behind Taylor Swift&#8217;s Fascination With the Number 13<\/i>. POPSUGAR Celebrity. Verf\u00fcgbar unter: https:\/\/www.popsugar.com\/celebri- ty\/Why-Does-Taylor-Swift-Love-Number-13-43901485 [Zugriff 28. Sep. 2017].<\/p>\n<p>Zhao, S. (2017). The Digital Self. Through the Looking Glass of Telecopresent Others. In: K. Hahn und M. Stempfhuber, (Hrsg.), <i>Pr\u00e4senzen 2.0 K\u00f6rperinszenierung in Medienkulturen<\/i>. Wiesbaden: Springer VS, S. 205-226.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Dieser Text basiert auf\u00a0Analysenergebnissen\u00a0der Masterarbeit \u201eGemeinschaftliche Identit\u00e4tsbildungsprozesse auf Instagram am Beispiel weiblicher Taylor-Swift-Fans\u201c. F\u00fcr diese Arbeit wurde eine netnografische Untersuchung von drei Instagram-Accounts angefertigt, deren Posts theoretisch gesampelt und dann dicht beschrieben wurden. Dabei wurde das informierte Einverst\u00e4ndnis der drei Forschungssubjekte eingeholt, jedoch auf weitere Interaktionen wie Interviews verzichtet. Die Forschung wurde nicht interagierend und ausschlie\u00dflich beobachtend gestaltet. F\u00fcr die Arbeit wurden die Forschungssubjekte anonymisiert, die Daten wurden gesammelt und sind bei der Autorin einzusehen. Die Forschungsethik orientiert sich an den von Robert Kozinets (2010) vorgeschlagenen Richtlinien.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Svenja Reiner studierte Anglistik, Amerikanistik, Wirtschaftswissenschaften, Internationales Kunstmanagement und Musikwissenschaften; zur Zeit promoviert sie an der Hochschule Osnabr\u00fcck zur Frage nach Fanstrukturen in der Neuen Musik. Ihre Arbeit besch\u00e4ftigt sich mit Kulturwissenschaften, Kulturpolitik und dem Internet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Taylor-Swift-Fans auf Instagram<\/p>\n","protected":false},"author":391,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[57],"tags":[712,714,1082,1848,2164,2268,2288],"class_list":["post-7418","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-fan","tag-fankultur","tag-instagram","tag-popmusik","tag-social-media","tag-swiftie","tag-taylor-swift"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7418","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/users\/391"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7418"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7418\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7418"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7418"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7418"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}