{"id":7622,"date":"2017-12-18T08:42:53","date_gmt":"2017-12-18T06:42:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/?p=7622"},"modified":"2017-12-18T08:42:53","modified_gmt":"2017-12-18T06:42:53","slug":"it-girl-ruth-landshoff-yorck-und-ihr-roman-die-vielen-und-der-einevon-maren-lickhardt18-12-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/2017\/12\/18\/it-girl-ruth-landshoff-yorck-und-ihr-roman-die-vielen-und-der-einevon-maren-lickhardt18-12-2017\/","title":{"rendered":"It-Girl Ruth Landshoff-Yorck und ihr Roman \u00bbDie Vielen und der Eine\u00abvon Maren Lickhardt18.12.2017"},"content":{"rendered":"<p>Ein medientheoretischer Roman<!--more--><\/p>\n<p>Wenn ich mich recht erinnere, habe ich den Begriff \u201aIt-Girl\u2018 zum ersten Mal im Zusammenhang mit Ariane Sommer geh\u00f6rt. Im gleichen Atemzug hie\u00df es, Berlin sei nun im Kommen. Ansonsten hatte ich im Ged\u00e4chtnis, dass sie einmal in Champagner badete, aber oberfl\u00e4chliche Recherchen haben ergeben, dass meine Erinnerung mich betrogen hatte: Es war Mousse au Chocolat. Mir ist mein Ged\u00e4chtnis nun etwas suspekt geworden, weil es offensichtlich zu Euphemismen neigt. Abgesehen davon wundere ich mich nach diesen Recherchen, dass mir Ariane Sommer im ganzen Pop-Diskurs ansonsten nie wieder untergekommen ist, gibt es doch die eine oder andere Parallele zu den bekannten AkteurInnen.<\/p>\n<p>Im neuen Jahrtausend h\u00e4uften sich die \u201aIt-Girl\u2018-Zuschreibungen, aber trotz oder vielleicht wegen dieser Inflation konnte sich nur noch Paris Hilton in meinem Ged\u00e4chtnis halten; dasselbe Ged\u00e4chtnis, das auch hier wieder einen kleinen Fehler eingebaute, dachte ich doch, Paris Hilton habe mal f\u00fcr Champagner in Dosen geworben: Es war aber Prosecco. Daf\u00fcr werde ich Tinkerbell nie vergessen, den armen kleinen Chihuahua, den sie \u00fcber ein Jahrzehnt mit sich herumgeschleift hat.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.usmagazine.com\/celebrity-news\/news\/paris-hiltons-beloved-dog-tinkerbell-dies-2015214\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-7630\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/12\/1429658049_paris-hilton-tinkerbell-zoom.jpg\" alt=\"1429658049_paris-hilton-tinkerbell-zoom\" width=\"301\" height=\"301\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/12\/1429658049_paris-hilton-tinkerbell-zoom.jpg 800w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/12\/1429658049_paris-hilton-tinkerbell-zoom-150x150.jpg 150w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/12\/1429658049_paris-hilton-tinkerbell-zoom-300x300.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/12\/1429658049_paris-hilton-tinkerbell-zoom-768x768.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/12\/1429658049_paris-hilton-tinkerbell-zoom-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 301px) 100vw, 301px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die richtigen It-Girls hatten auch Hunde, waren aber dunkelhaarig, und an die kann ich mich nicht pers\u00f6nlich erinnern, was das Folgende an Seriosit\u00e4t gewinnen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Eine hat der Nationalsozialismus in die USA vertrieben: \u201eSie verkehrte mit Gerhart Hauptmann und Andy Warhol, Hugo von Hofmannsthal und Patricia Highsmith, Ernst Toller und Bette Midler. Sie spielte Krocket mit Thomas Mann, wurde von Oskar Kokoschka portr\u00e4tiert, tanzte mit Josephine Baker, verhalf Marlene Dietrich zu ihrer Rolle im Blauen Engel und f\u00fchrte Charlie Chaplin durch Berlin. Das surrealistische Genie Salvador Dal\u00ed war ihr Premierengast und die Theateravantgardistin Ellen Stewart ihre engste Vertraute.\u201c<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Dass ebendiese wunderbare Ruth Landshoff-Yorck von den Nationalsozialisten vertrieben wurde, sollte nicht zu schnell \u00fcberlesen werden. Nicht nur die Eine wurde vertrieben, sondern so viele wurden gnadenlos verfolgt und ermordet. Walter F\u00e4hnders hat darauf hingewiesen, dass Landshoff-Yorck \u201emarkante Spuren\u201c<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> in der Kulturlandschaft hinterlassen hat. Aber eigentlich wurden ihre Spuren in Deutschland zun\u00e4chst verwischt, und es ist F\u00e4hnders zu verdanken, dass es heute wieder sehr sch\u00f6ne Leseausgaben von Landshoff-Yorcks Texten bei AvivA gibt.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Die Lekt\u00fcre lohnt sich, will man sich ein Bild von den Protoformen von Pop in Deutschland machen, die vom NS im Keim erstickt worden sind.<\/p>\n<p>Landshoff-Yorck war in der Weimarer Republik nicht vornehmlich als Romanautorin bekannt, sondern als Schreiberin von Essays, Glossen und Kurzgeschichten f\u00fcr Lifestyle-Magazine.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Alles, was sie zur Zeit der Weimarer Republik je geschrieben hat, so hei\u00dft es, wurde sofort gedruckt.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Landshoff-Yorck war nicht nur \u201aMedienschaffende\u2018, sondern vor allem war sie selbst ein Text. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnte man sie auch als Kunstwerk bezeichnen, was sie in eine \u00e4sthetizistische Ecke neben den Dandy stellen w\u00fcrde.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> Aber das w\u00fcrde das Ph\u00e4nomen doch irgendwie verfehlen, es sei denn, man entschlie\u00dft sich, sie als Pop-Dandy zu bezeichnen, was schon Erhard Sch\u00fctz und Diana Mantel angedeutet haben.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a><\/p>\n<p>In der Zeitschrift <i>Das Magazin<\/i> beschreibt sie unter dem Namen Rut Landshoff indirekt eine solche\u00a0Modernisierung anhand einer ihrer Protagonistinnen: \u201eAls Dolores geboren wurde, versammelten sich (was in heutiger Zeit leider seltener und seltener wird) die ber\u00fchmten Feen um ihre Wiege und teilten ihre Gaben aus: \u201aAnmut, Sch\u00f6nheit, Geist.\u2018 [\u2026] Da das aber im 20. Jahrhundert vor sich ging, kam noch eine neue Fee hinzu, bisher unbekannt, in wunderbarem Gewand, das sie vom Kopf bis zu den F\u00fc\u00dfen einh\u00fcllte, aber durchsichtig war wie Wasser: Die Fee, die dem modernen Geschmack entspricht: Sex Appeal.\u201c<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> Die gr\u00fcne Fee des billigen Rausch hat allerdings ausgedient, denn Landshoff-Yorcks Selbstinszenierungen k\u00f6nnen bei aller transportierten und sicher vorhandenen Lebensfreude durchaus als kontrolliert bezeichnet werden.<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a><\/p>\n<p>Landshoff-Yorck war eines der It-Girls der Zwanziger Jahre schlechthin. Ihr Biograph Thomas Blubacher stellt fest: \u201eBer\u00fchmt f\u00fcrs Ber\u00fchmtsein und nicht etwa wegen ihrer mediokren Leistung als Schauspielerin, ist sie lange vor Paris Hilton, Kim Kardashians und Nina Kristin ein fr\u00fches It-Girl. Es kann und tut nichts \u2013 das aber \u00f6ffentlich. Was z\u00e4hlt, ist das \u201agewisse Etwas\u2018 und der Schein seiner Inszenierung. In den 1920er Jahren wird sie zur Stilikone.\u201c<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a><\/p>\n<p>Georg Zivier schreibt in seinen Erinnerungen an das Romanische Caf\u00e9: \u201eRuth Landshoff wurde gemalt, umworben, geliebt und verh\u00e4tschelt. Tauchte sie auf, so wurden die kl\u00fcgsten M\u00e4nner dumm, die Redseligen schweigsam, und die Schwerz\u00fcngigen wurden beredt. Psychosen und Selbstmordversuche Abgewiesener s\u00e4umten den Weg des sch\u00f6nen M\u00e4dchen; erfreulicherweise keine kompletten Suizide.\u201c<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a><\/p>\n<p>Das wirklich wilde, unkonventionelle und aufregende Leben der Nichte von Samuel Fischer in der Intellektuellen-, K\u00fcnstler- und Boh\u00e8meszene wurde nicht erst nachtr\u00e4glich biographisch erfasst, sondern fand zeitgen\u00f6ssisch einen Resonanzk\u00f6rper in den Massenmedien. Und so kann man heute noch \u00fcber ihre Bisexualit\u00e4t ebenso wie \u00fcber ihren ersten Orgasmus informiert werden.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> Au\u00dferdem wurde sie fotografisch in diversen Zeitschriften in Szene gesetzt \u2013 wie man heute noch auf der Homepage illustrierte.presse.de sehen kann. Mit Bubikopf und Zigarette, androgyn, erotisch, smart und manchmal ein klein wenig k\u00fchl. So wurde sie gezeigt und so zeigte sie sich selbst.<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_7623\" style=\"width: 537px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/12\/Bildschirmfoto-2017-12-17-um-17.23.41.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7623\" class=\"wp-image-7623 size-full\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/12\/Bildschirmfoto-2017-12-17-um-17.23.41.png\" alt=\"Abbildung: Das Leben 7(1929\/30), H.5, November\" width=\"527\" height=\"725\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/12\/Bildschirmfoto-2017-12-17-um-17.23.41.png 527w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/12\/Bildschirmfoto-2017-12-17-um-17.23.41-218x300.png 218w\" sizes=\"auto, (max-width: 527px) 100vw, 527px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7623\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung: Das Leben 7 (1929\/30), H. 5, November<\/p><\/div>\n<p>Mit ihrem zeitweisen Ehemann David Graf Yorck von Wartenburg und dem Malerehepaar Reppert-Bismarck formiert sie ein pop-kulturelles Quintett, das in dem Magazin <i>Das Leben<\/i> in einer Art Homestory gezeigt wurde. Die Inszenierung der Person durchzieht ihr gesamtes Leben und zeigt sich schon an der Wahl des Namens, den sie h\u00e4ufig ge\u00e4ndert hat: von Ruth Levy \u00fcber Rut ohne h Landshoff \u00fcber Ruth Yorck von Wartenburg bis zu Ruth Landshoff-Yorck und zahlreiche Zwischenschritte.<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> Zudem hatte sie sich \u2013 wie viele Zeitgenossinnen \u2013 als einige Jahre j\u00fcnger ausgegeben.<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a><\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte viele Anekdoten aus ihrer Biographie erz\u00e4hlen, die auf ein au\u00dfergew\u00f6hnliches Leben hindeuten. So ist auch ihr Name mit Miracle Max oder Dr. Feelgood verbunden, also dem Arzt Max Jacobson, der John F. Kennedy Speed gespritzt hat.<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a> Landshoff-Yorck hatte das Vergn\u00fcgen lange vor JFK. Das aber nur am Rande, denn biographische Fakten allein sind weniger interessant, wenn sie nicht mit einer bewussten \u00c4sthetisierung einhergehen. Aber das war bei ihr ja der Fall. Sie f\u00fchrte eine \u201eExistenz auf der Oberfl\u00e4che\u201c.<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a><\/p>\n<p>Das alles ist f\u00fcr ihren Roman <i>Die Vielen und der Eine<\/i>\u00a0(VE) von 1930<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a> von gro\u00dfer Bedeutung. In dem Text kommt es auf sehr verschiedene Weise zu einer auto-fiktionalen und meta-theoretischen Reflexion des eigenen Status in der Medienrealit\u00e4t der Weimarer Republik. Au\u00dferdem werden Zeitschriften in collagierenden und simulierenden Verfahren aufgegriffen.<\/p>\n<p>Die Protagonistin des Romans Louis Lou verk\u00f6rpert ein It-Girl. Ihr Leben wird in der Fiktion von den Printmedien in Szene gesetzt werden, ohne dass sie \u00fcber irgendeinen spezifischen Beruf verf\u00fcgte, der dies nach traditioneller Auffassung rechtfertigen w\u00fcrde. Zu Beginn des Romans trifft sie in New York ein und wird sogleich von einem Reporter interviewt:<\/p>\n<p>\u201eEs ist aufregend, in New York anzukommen, zum erstenmal im Leben! Das sagte Louis Lou sofort, als der Reporter sie fragte. War er von den Harries-Bl\u00e4ttern? Wie aufregend. Von den richtigen, die in amerikanischer Sprache erscheinen.\u201c (VE 6) \u201eEinen M\u00e4dchenkopf mit viel Haaren und etwas Busen. Unterschrift: Louis Lou in New York. Was schreiben die Zeitungen? Louis Lou says: Oh, der Broadway. Louis Lou prefers Wolkenkratzer. Louis Lou trinkt nie und ist immer besoffen.\u201c (VE 7)<\/p>\n<p>Sie liefert den Journalisten die richtigen Phrasen, wei\u00df sich medientauglich zu profilieren, sodass jene dies nur noch aufgreifen m\u00fcssen, was explizit als eigener Wert oder eigene Leistung anerkannt wird: \u201e[\u2026] dieses junge M\u00e4dchen ohne jede Notabilit\u00e4t \u2013 die kein Filmstar war und keine Schauspielerin, die keine Antiquit\u00e4ten handelte, keinen Schmuck besa\u00df und keinen Onkel, der Gouverneur war oder auch nur F\u00fcrst in ihrer Heimat. Er wu\u00dfte, was er tat, als er Louis Lou einladen lie\u00df [\u2026] Sch\u00f6ne M\u00e4dchen gab es zu der Zeit mehr, als Spatzen auf den D\u00e4chern von New York \u2013 aber es gab wenige, die so reizende Antworten wu\u00dften auf Fragen von Reportern.\u201c (VE 21)<\/p>\n<p>Louis Lou lebt ihr eigenes Image. Schon ihr Name ist nicht ihr richtiger, was im Roman herausgestellt wird, ohne dass dieser einen Blick hinter die Kulisse der Kunstfigur lieferte und jenen nennen w\u00fcrde. Als Leserin erf\u00e4hrt man\u00a0nicht mehr von ihr, als dass sie von Reportern umringt in New York eintrifft und im Rest der Geschichte frech und kaprizi\u00f6s durch die Welt reist, dabei viele M\u00e4nner verschlei\u00dft, und es auch den Einen gibt. Aber selbst dieser Eine, Percy, hat am Ende des Romans noch kein eigenes Bild von Louis Lou, sondern in seinem Flugzeug \u201eein Bild von Louis Lou angebracht, dass er aus einer Zeitschrift geschnitten hatte.\u201c (VE 127)<\/p>\n<p>Bevor auf den intermedialen Status der Figur zur\u00fcckzukommen ist, sei der eigentliche Eine erw\u00e4hnt: ihr H\u00fcndchen Cecil. \u201e\u201aHunde sind hier verboten.\u2018 \u201aAch, das st\u00f6rt ihn nicht.\u2018 Und als der Mann ernst wird, faucht sie ihn an: \u201aVerboten, das wei\u00df ich ja, aber Cecil hat im Ritz in Paris schon an eine Mamors\u00e4ule gepi\u00dft, er wird doch dann wohl im Ambassador stubenrein sein k\u00f6nnen. Und das Gesetz ist nat\u00fcrlich richtig und wundersch\u00f6n, und Cecil ist am liebsten einziger Hund irgendwo, und gucken Sie sich doch die Leute an, den Sie etwas verbieten. Mir doch nicht! In ganz Europa traut sich das kein Mensch.\u2018\u201c (VE 8)<\/p>\n<p>Cecil ist Accessoire ihrer Selbstinszenierung und Spiegelung ihrer Pers\u00f6nlichkeit, und er ist der einzige, der ihr in der gesamten Geschichte wirklich nah ist, der kein Bild von ihr hat, sondern K\u00f6rperkontakt mit ihr. Dies ist im Kontext der Neuen Sachlichkeit bezeichnend. Als Cecil unter der Obhut Percys verletzt wird, verl\u00e4sst sie den Mann. In einen Mann, der den\u00a0Unfall\u00a0ihres Hundes nicht verhindern konnte, hat sie kein Vertrauen, und auch am Ende hat es den Anschein, als ob es darauf ankommt, dass Cecil immer noch da ist, nicht so sehr, dass sie nun auch Percy verzeihen kann.<\/p>\n<p>Landshoff-Yorck hatte auch einen Terrier, und im Distinktionsspiel der Zwanziger Jahre ist es wichtig zu wissen, dass es sich um einen Kerry Blue Terrier handelte.<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a> Im Netz lassen sich entsprechende Abbildungen finden.<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pinterest.nz\/pin\/191403052893632509\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-7625\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/12\/Bildschirmfoto-2017-12-17-um-17.42.32.png\" alt=\"Bildschirmfoto 2017-12-17 um 17.42.32\" width=\"424\" height=\"307\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/12\/Bildschirmfoto-2017-12-17-um-17.42.32.png 562w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/12\/Bildschirmfoto-2017-12-17-um-17.42.32-300x217.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 424px) 100vw, 424px\" \/><\/a><\/p>\n<p>In der Homestory mit Yorck von Wartenburg ist sie allerdings\u00a0mit einem Pudel zu sehen, der als der ihrige ausgewiesen wird.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zu Louis Lou: Diese stellt einen Fall von Interfiguralit\u00e4t dar.<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\">[21]<\/a> Sie ist die Protagonistin einer kurzen Feuilletonerz\u00e4hlung, anhand der im Roman\u00a0ihre Rolle in Zeitschriften reflexiv ausgehandelt wird. Durch diese Verl\u00e4ngerung und reflexive Thematisierung der Zeitschriftenkultur erh\u00e4lt die Figur selbst aber keine romanhafte Vertiefung, sondern verbleibt eine Feuilletonfigur.<\/p>\n<p>Dem entsprechend bildet sie auch das Medium, mittels dessen s\u00e4mtliche Topoi aus Lifestyle-Zeitschriften Eingang in den Roman finden (z.B. VE 62). S\u00e4tze, die der Beschreibung der Figur dienen, k\u00f6nnten gleicherma\u00dfen die \u00dcberschrift im <i>Uhu<\/i> oder in der <i>Dame<\/i> bilden: \u201eDas Geheimnis der Europ\u00e4erin: Nie beim Friseur und trotzdem immer entz\u00fcckend unfrisiert.\u201c (VE 8)\u00a0Paradoxa dieser Art stellen ein ganz typisches Stilmittel von diversen Textsorten in Lifestyle-Magazinen dar.<\/p>\n<p>Es finden sich auch Passagen, die den Auftakt einer Feuilletonreportage bilden\u00a0k\u00f6nnten: \u201eBitte Eingeborenen-Lunch. Ich bin hier wegen der Sitten und Gebr\u00e4uche. Unsere in das wilde, unerforschte, dunkle Amerika entsandte Spezialkorrespondentin berichtet \u00fcber die Urbev\u00f6lkerung.\u201c (VE 9) In den 1920er Jahren gibt es einen ausgepr\u00e4gten Exotismus-Primitivismus-Diskurs, der sich mehr oder weniger explizit um die Sitten und Gebr\u00e4uche von aus europ\u00e4ischer Perspektive so wahrgenommen archaischen V\u00f6lkern rankt. Dass Amerika hier Gegenstand einer solchen Formulierung wird, dreht diesen Diskurs um, denn Amerika steht f\u00fcr die moderne Zivilisation, und obwohl Landshoff-Yorck dieser sehr zugewandt ist, birgt diese Formulierung\u00a0die kleine alteurop\u00e4ische Spitze, dass Amerika barbarisch und unkultiviert ist.<\/p>\n<p>Folgende Beschreibung einer Nebenfigur klingt nicht nur wie aus einem Magazin, sondern spielt auch mit dem Wissen aus der Popul\u00e4rkultur: \u201eSie hatte die Augenbrauen hoch wie Greta Garbo, aber ihren Mund malte sie breit und herzf\u00f6rmig wie den von Dolores del Rio. Ihr N\u00e4schen war klein und grade wie das von Joan Crawford, und als sie den Schleier abnahm, sah man, da\u00df sie die Haare in festen Wellen eng an den Kopf gepre\u00dft trug wie Norma Shearer.\u201c (VE 68) Die Passagen lesen sich wie Collage-Partikel aus Publikumszeitschriften. Und das Gesicht l\u00e4sst sich nun auch collagieren, wenn man die folgenden Bilder zusammenf\u00fcgt. Zeitgenossinnen muss\u00a0die beschriebene Figur also sehr plastisch erschienen sein.<\/p>\n<div id=\"attachment_7626\" style=\"width: 1038px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/12\/Bildschirmfoto-2017-12-17-um-17.59.46.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7626\" class=\"size-full wp-image-7626\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/12\/Bildschirmfoto-2017-12-17-um-17.59.46.png\" alt=\"Von links nach rechts: Scherl\u2019s Magazin 4 (1928), H.10, Oktober (Garbo); Der Querschnitt 11 (1931), H.1, Januar (del Rio); Uhu 9 (1932\/33), H.7, April (Crawford); Revue des Monats 3 (1928\/29), H.1, November (Shearer, oben links)\" width=\"1028\" height=\"380\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/12\/Bildschirmfoto-2017-12-17-um-17.59.46.png 1028w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/12\/Bildschirmfoto-2017-12-17-um-17.59.46-300x111.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/12\/Bildschirmfoto-2017-12-17-um-17.59.46-768x284.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2017\/12\/Bildschirmfoto-2017-12-17-um-17.59.46-1024x379.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1028px) 100vw, 1028px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7626\" class=\"wp-caption-text\">Von links nach rechts: Scherl\u2019s Magazin 4 (1928), H.10, Oktober (Garbo); Der Querschnitt 11 (1931), H.1, Januar (del Rio); Uhu 9 (1932\/33), H.7, April (Crawford); Revue des Monats 3 (1928\/29), H.1, November (Shearer, oben links)<\/p><\/div>\n<p>Diese Passagen sind auf der metafiktionalen Ebene wirksam, werden also von der Figur nicht als solche ausgezeichnet oder ironisiert. Das geschieht auf der Ebene der Erz\u00e4hlung, auf der diese Passagen collage-artig herausragen.<\/p>\n<p>Aber auch Passagen, in denen die Handlung vorangetrieben wird oder die anhand der Figuren st\u00e4rker fiktionalisiert werden, sind vom unpers\u00f6nlichen Pronomen \u201aman\u2018 (VE 49, 62) gepr\u00e4gt, mit dem die Stereotypie von Verhaltensweisen in der amerikanischen Gesellschaft der Zwanziger Jahre behauptet wird, beispielsweise, wenn \u201eman heutzutage in Paris gewesen sein mu\u00df.\u201c (VE 18)<\/p>\n<p>Wir haben es bei dem unpers\u00f6nlichen Pronomen mit einer \u00fcblichen Sprechmaske und Projektionsfl\u00e4che f\u00fcr Zeitschriftenessays zu tun, und auf der inhaltlichen Ebene mit popkulturellem Distinktionsgehabe. Man f\u00fchlt sich fast an <i>American Psycho<\/i> erinnert, wenn es hei\u00dft: \u201eAlle gesunden Menschen sehen sich \u00e4hnlich. Wir alle sehen uns \u00e4hnlich. [\u2026] Wie \u00e4hnlich wir uns alle sehen. Wir haben den gleichen Gang, wir lachen oft, es geht uns gut und wenn es uns schlecht geht, lassen wir das noch nicht einmal uns selbst merken.\u201c (VE 16)<\/p>\n<p>Eine Etablierung in einer bestimmten Gesellschaftsschicht gelingt, indem man sich in seinem \u00c4u\u00dferen und Habitus spezifischen Codizes anpasst, die \u00fcber In- und Exklusion entscheiden. Dies entspricht der popkulturellen Konstitution von Stilverb\u00fcnden und deren Funktion,<a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\">[22]<\/a> denn die Figuren im Roman sind als moderne Individuen nach dem Ersten Weltkrieg ihrer apriorischen gesellschaftlichen Klassenzugeh\u00f6rigkeit enthoben. In den USA hatte es diese ohnehin so nie gegeben, sodass sich die Figuren durch \u00e4sthetische Selbststilisierung neue Zugeh\u00f6rigkeiten mit Blick auf Europa sichern.<\/p>\n<p>Dass der Snob-Dandy dieses Kontextes ein Vorl\u00e4ufer der Pop-Dandys war, ist bereits aufgearbeitet worden.<a href=\"#_ftn23\" name=\"_ftnref23\">[23]<\/a> Im vorliegenden Roman wird die Pflege von Stilattit\u00fcden als \u201asnoben\u2018 bezeichnet:<a href=\"#_ftn24\" name=\"_ftnref24\">[24]<\/a> \u201eAlle Leute snobten sich gegenseitig. Mit Bedacht schl\u00fcpften die Frauen in ihre kostbaren H\u00fcllen \u2013 mit Bedacht puderten sich einige die Nase und fuhren mit angefeuchteten Fingern \u00fcber die schmalen Augenbrauen \u2013 und wieder mit Bedacht unterlie\u00dfen es andere.\u201c (VE 23) Geld und die Formen der Selbststilisierung z\u00e4hlen in diesem Szenario, nicht Klassen, Nationalit\u00e4t oder Bildung. Wie sehr dies als autobiographischer Ausdruck gelesen worden ist, sieht man an dem dringenden Rat in einem Feuilletontext der fr\u00fchen 1930er Jahre, Landshoff-Yorck m\u00f6ge sich \u201eentsnoben\u201c.<a href=\"#_ftn25\" name=\"_ftnref25\">[25]<\/a><\/p>\n<p>Wenngleich sich s\u00e4mtliche Beschreibungen im Roman nicht um Jedermann ranken, sondern um das Leben der Sch\u00f6nen und Reichen, lernen auch die Leserinnen ihre jeweils eigenen M\u00f6glichkeiten des\u00a0Self-Fashioning, der Inszenierung von Zugeh\u00f6rigkeit und Abgrenzung kennen.<a href=\"#_ftn26\" name=\"_ftnref26\">[26]<\/a> Nicht zuletzt informiert sich Louis Lou bei ihrer R\u00fcckkehr nach Berlin in der <i>B.Z.<\/i> (VE 149), was gerade los ist \u2013 in dem Moment ist der Orientierungspunkt von Figur und Leserin der gleiche.<a href=\"#_ftn27\" name=\"_ftnref27\">[27]<\/a><\/p>\n<p>Der Roman reproduziert also auf allen Ebenen die allw\u00f6chentliche Erfahrung einer Zeitschriftenlekt\u00fcre und zeigt zugleich, wie diese Lekt\u00fcre als Zeitschriftenleben aussehen k\u00f6nnte. Aber auch nicht alles ist v\u00f6llig aus der Lebenswelt enthoben, denn wenn es bei der Leserin schon nicht das Kleid von Chanel sein kann \u2013 \u201aNuage de printemps\u2018 (VE 32) \u2013, dann reicht es vielleicht wenigstens f\u00fcrs Parf\u00fcm. \u00dcberhaupt werden im Roman sehr viele konkrete Marken und Firmen benannt. Ab den Zwanziger Jahren kristallisiert sich auf diese Weise ein neuer ontischer Bereich heraus, in dem sich Freizeitalltag und Medienrealit\u00e4t,<a href=\"#_ftn28\" name=\"_ftnref28\">[28]<\/a> Fakt und Fiktion, \u00c4sthetik und Gebrauchswert verzahnen.<\/p>\n<p>Landshoff-Yorcks Romane k\u00f6nnen in diesem Kontext als medientheoretische Kommentare gelesen werden oder wenigsten als Indikatoren, die zeigen, dass die Entdifferenzierung von Kunst und Wirklichkeit nicht erst von K\u00fcnstlern betrieben werden musste, sondern dass die Medienrealit\u00e4t der Weimarer Republik das auf vielf\u00e4ltige Weise schon ganz alleine get\u00e4tigt hatte. Die Texte begr\u00fc\u00dfen diesen massenmedialen Entgrenzungsprozess. Sie sind nicht Kunst, obwohl sie sehr k\u00fcnstlich und k\u00fcnstlerisch sind, sondern Pop. Und so ist Landshoff-Yorck l\u00e4ssig durch ge\u00f6ffnete T\u00fcren gegangen, wo die Avantgarden versucht haben, W\u00e4nde einzurei\u00dfen.<a href=\"#_ftn29\" name=\"_ftnref29\">[29]<\/a><\/p>\n<p>Das alles kann in einem Satz auf den Punkt gebracht werden: Ruth Landshoff-Yorck \u2013 \u201eBei ihr ist alles Sekt.\u201c<a href=\"#_ftn30\" name=\"_ftnref30\">[30]<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Anmerkungen<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Thomas Blubacher: Die vielen Leben der Ruth Landshoff-Yorck. Berlin 2015, S. 9.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> F\u00e4hnders 2002, S. 105.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> https:\/\/www.aviva-verlag.de\/autor-innen-co\/<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> F\u00e4hnders, Walter: Nachwort. In: Ruth Landshoff-Yorck: Die Vielen und der Eine. Berlin 2001, S. 169.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> F\u00e4hnders, Walter: Nachwort. In: Ruth Landshoff-Yorck: Das M\u00e4dchen mit wenig PS. Berlin 2015, S. 184.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Erbe, G\u00fcnter: Der moderne Dandy. Zur Herkunft einer dekadenten Figur. In: Alexandra Tacke, Bj\u00f6rn Weyand (Hrsg.): Depressive Dandys. Spielformen der Dekadenz in der Pop-Moderne. K\u00f6ln u.a. 2009, 17-38; Werber, Niels: \u201eDas graue Tuch der Langeweile\u201c. Der Dandy als Motiv und Verfahren der Literatur 1900\/200. In: Tacke, Weyand, S. 60-79.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> https:\/\/www.welt.de\/kultur\/literarischewelt\/article148397015\/Dieses-rauchende-Maedchen-aergerte-den-Kultur-Papst.html; vgl. auch Mantel, Diana: Ruth Landshoff-Yorck. Schreibende Persephone zwischen Berliner Boheme und New Yorker Underground. Analysen zum Gesamtwerk. Frankfurt \/ Main 2015.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Das Magazin 5 (1928\/29), April, S. 3450.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Hecken, Thomas: Pop-Konzepte der Gegenwart. S. 96-99 auf: www.uni-m\u00fcnster.de\/Ejournals\/index.php.pop\/article\/view\/755\/720<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Blubacher 2015, S. 73.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Zivier, Georg: Das Romanische Caf\u00e9. Erscheinungen und Randerscheinungen rund um die Ged\u00e4chtniskirche. Berlin 1965.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Blubacher 2015, S. 91.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Mantel 2015, S. 64.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> F\u00e4hnders, Walter: Zum literarischen Werk von Ruth Landshoff-Yorck in der Weimarer Republik. Mit einer Bibliographie von Walter F\u00e4hnders und Chrsitine Pendl. In: Zeitschrift f\u00fcr Germanistik 12 (2002), S. 627.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Blubacher 2015, S. 14.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Blubacher 2015, S. 71.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> F\u00e4hnders, Walter: Nachwort. In: Ruth Landshoff-Yorck: Roman einer T\u00e4nzerin. Berlin 2002, S. 141.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> Landshoff-Yorck, Ruth: Die Vielen und der Eine. Berlin 2001.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> F\u00e4hnders, Walter: In Venedig und anderswo. Ruth Landshoff-Yorck und Annemarie Schwarzenbach. In: Walter F\u00e4hnders, Petra Josting (Hrsg.): Laboratorium Viielseitigkeit. Zur Literatur der Weimarer Republik. Bielefeld 2005, S. 229.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> http:\/\/www.fembio.org\/biographie.php\/frau\/biographie\/ruth-landshoff-yorck\/<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> M\u00fcller, Wolfgang: Interfigurality. A Study on the Interdependance of Literary Figures. In: Heinrich Plett (Hrsg.): Intertextuality. Berlin 1991, S. 101-121.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> Venus, Jochen: Die Erfahrung des Popul\u00e4ren. Perspektiven einer kritischen Ph\u00e4nomenologie. In: Marcus S. Kleiner, Thomas Wilke (Hrsg.): Performativit\u00e4t und Medialit\u00e4t Popul\u00e4rer Kulturen. Theorien, \u00c4sthetiken, Praktiken. Wiesbaden 2013, S. 54-57; Hecken, Thomas: Pop-Konzepte der Gegenwart. in: www.uni-m\u00fcnster.de\/Ejournals\/index.php.pop\/article\/view\/755\/720.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref23\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> Erbe 2009, S. 17-38.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref24\" name=\"_ftn24\">[24]<\/a> Voijta, Agnieszka: Die Leichtigkeit des Schreibens. Ruth Landshoff-Yorck als Journalistin in der Weimarer Republik. In: Ackermann u.a. 2003, S. 257.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref25\" name=\"_ftn25\">[25]<\/a> Kolb, Anette: In: Die Vielen und der Eine. In: Die literarische Welt 7 (1931), Nr. 4, S. 5.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref26\" name=\"_ftn26\">[26]<\/a> F\u00e4hnders, Walter: Nachwort. In: Ruth Landshoff-Yorck: Die Schatzsucher von Venedig. Berlin 2013, S. 146.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref27\" name=\"_ftn27\">[27]<\/a> F\u00e4hnders 2013, S. 145.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref28\" name=\"_ftn28\">[28]<\/a> Oels, David und Ute Schneider: Masse, Mobilit\u00e4t, Moderne. Zur Einleitung. In: David Oels und Ute Schneider (Hrsg.): \u201eDer ganze Verlag ist einfach eine Bonbonniere\u201c. Ullstein in der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts. Berlin 2015, S. 8.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref29\" name=\"_ftn29\">[29]<\/a> Nat\u00fcrlich kann man Landshoff-Yorck als Mischung aus Avantgarde und Unterhaltung bezeichnen (Grisko, Michael: Amerika, London, Paris, Berlin. Die Vielen und der Eine. Eine Karthographie der Moderne. In: Ackermann u.a. 2003, S. 255), aber der Prozess ist eigentlich komplizierter, weil Landshoff-Yorck ein v\u00f6llig anderes Verh\u00e4ltnis zu den Massenmedien unterh\u00e4lt als die Avantgarden.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref30\" name=\"_ftn30\">[30]<\/a> Sieburg, Friedrich: Sekt. Noten zur mond\u00e4nen Literatur. In: Frankfurter Zeitung. 01.07.31, Literaturblatt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Maren Lickhardt\u00a0ist <span class=\"meta-value affiliations\">Assistenz-Professorin am Institut f\u00fcr Germanistik der Leopold-Franzens-Universit\u00e4t Innsbruck<\/span>.<\/p>\n<div class=\"sfsi_Sicons\"><\/div>\n<div class=\"sfsi_Sicons\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein medientheoretischer Roman<\/p>\n","protected":false},"author":391,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[57],"tags":[279,494,1102,1546,1739,1825,2042,2043,2516],"class_list":["post-7622","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-avantgarde","tag-dandy","tag-it-girl","tag-moderne","tag-paris-hilton","tag-pop-dandy","tag-ruth-landshoff","tag-ruth-landshoff-yorck","tag-weimarer-republik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7622","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/users\/391"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7622"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7622\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7622"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7622"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7622"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}