{"id":7870,"date":"2018-04-12T10:20:27","date_gmt":"2018-04-12T08:20:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/?p=7870"},"modified":"2018-04-12T10:20:27","modified_gmt":"2018-04-12T08:20:27","slug":"celebrity-studiesandere-zeitschriften-3von-annekathrin-kohout12-4-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/2018\/04\/12\/celebrity-studiesandere-zeitschriften-3von-annekathrin-kohout12-4-2018\/","title":{"rendered":"\u00bbCelebrity Studies\u00abAndere Zeitschriften (3)von Annekathrin Kohout12.4.2018"},"content":{"rendered":"<p>\u00bbCelebrity, the cerebral and \u203apseudo-academic mumbo jumbo\u2039?\u00ab<!--more--><\/p>\n<p>2010 erschien die erste Ausgabe der \u00bb<a href=\"https:\/\/www.tandfonline.com\/loi\/rcel20\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Celebrity Studies<\/a>\u00ab. Das <a href=\"https:\/\/www.tandfonline.com\/doi\/full\/10.1080\/19392390903519016\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vorwort<\/a> ist eine Rechtfertigung des Untersuchungsfeldes, das, wie die beiden Herausgeber Su Holmes und Sean Redmond berichten, bereits vor der Ver\u00f6ffentlichung der Zeitschrift in der britischen Presse vielfach kritisiert wurde. Legitimiert eine solche Publikation nicht die Abwendung von Studierenden von \u00bbernsteren\u00ab und \u00bbw\u00fcrdigeren\u00ab Themen und eine Zuwendung zu solchen, die ihnen Vergn\u00fcgen bereiten? Und f\u00fchre das nicht zu einer \u00bbVerdummung\u00ab der Wissenschaft im Allgemeinen? Ist die Zeitschrift also Ausdruck einer populistischen Wissenschaft?<\/p>\n<p>Die Kritik weisen die Herausgeber freilich zur\u00fcck, insbesondere mit der Feststellung, dass Publikationen wie die ihrige unbeirrt in der Celebrity-Kultur positioniert werden, sprich: der Gegenstand und die Wissenschaft \u00fcber ihn gleichgesetzt \u2013 gleicherma\u00dfen herabgew\u00fcrdigt \u2013 werden. Holmes und Redmond verpassen es auch nicht, die Debatte im Jahr 2010 als anachronistisch darzustellen, sind doch wissenschaftliche Untersuchungen von Stars und Prominenten seit der Ver\u00f6ffentlichung von Richard Dyers \u00bbStars\u00ab aus dem Jahr 1979 zunehmend als akzeptierter Teil des akademischen Betriebs anzusehen.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich thematisieren sie auch eine Frage, die f\u00fcr die wissenschaftliche Untersuchung durchaus relevant ist: N\u00e4mlich inwiefern Wissenschaftler auch Fans sein k\u00f6nnen und d\u00fcrfen. Welchen Stellenwert muss Objektivit\u00e4t (intellectual\u00a0\u203aobjectivity\u2039) f\u00fcr die Celebrity Studies haben? Und da es in der Zeitschrift nicht nur um die Untersuchung einzelner Prominenter und von Prominenz als solcher geht, sondern auch darum, auf welche Art und Weise diese untersucht werden kann und soll, bleibt die Frage konsequenterweise unbeantwortet.<\/p>\n<p>Die einmal j\u00e4hrlich erscheinende Zeitschrift hat bisher 9 Ausgaben herausgebracht, von denen allerdings nur die erste kostenfrei zug\u00e4nglich ist. Alle anderen sind kostenpflichtig, es wird aber wie \u00fcblich f\u00fcr jeden Text ein kurzes Abstract zur Verf\u00fcgung gestellt, mit dem ein guter Einblick gegeben wird. Es gibt vier Rubriken: \u00bbOriginal Articles\u00ab, \u00bbForum\u00ab, \u00bbCultural Report\u00ab und \u00bbBook Reviews\u00ab. In der erstgenannten werden l\u00e4ngere Essays ver\u00f6ffentlicht, die sich zum Teil speziellen historischen wie zeitgen\u00f6ssischen Ph\u00e4nomenen (interessant etwa \u00bbWomens\u2019s language in female celebrity chef cookbooks\u00ab von 2018) oder einzelnen Prominenten widmen, aber auch solche, die allgemeine theoretische oder methodische Ans\u00e4tze zur Untersuchung von Prominenz entwickeln (online <a href=\"https:\/\/www.tandfonline.com\/doi\/full\/10.1080\/19392390903519024\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">vollst\u00e4ndig verf\u00fcgbar<\/a> ist etwa \u00bbApproaching celebrity studies\u00ab von Graeme Turner).<\/p>\n<p>Interessant erscheint die Rubrik \u00bbForum\u00ab, in der kurze, aktuelle, provokative Statements und Kommentare (\u00bbthink pieces\u00ab) zu zeitgen\u00f6ssischen (aber auch historischen) Themen der Promi-Kultur erscheinen, die zum Austausch anregen und Debatten f\u00f6rdern sollen. Au\u00dferdem werden im \u00bbForum\u00ab Antworten auf fr\u00fchere Forumsbeitr\u00e4ge ver\u00f6ffentlicht, um den Dialog aufrecht zu erhalten und neueste Entwicklungen miteinzubeziehen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Unregelm\u00e4\u00dfig gibt es zudem Special Issues, die von G\u00e4sten ediert werden. Zuletzt (vor vier Jahren) \u00bbAgeing and Female Celebrity\u00ab, herausgegeben von Deborah Jermyn, die am Department of Media, Culture and Language an der University of Roehampton \u00fcber u. a. Feminismus, Popkultur und Hollywood forscht und lehrt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-7872\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2018\/04\/RCEL.jpg\" alt=\"\" width=\"492\" height=\"695\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2018\/04\/RCEL.jpg 492w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2018\/04\/RCEL-212x300.jpg 212w\" sizes=\"auto, (max-width: 492px) 100vw, 492px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00bbCelebrity, the cerebral and \u203apseudo-academic mumbo jumbo\u2039?\u00ab<\/p>\n","protected":false},"author":391,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[57],"tags":[322,422,1320,1905,1906,2221,2222,2547,2549,2554],"class_list":["post-7870","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-beruehmtheit","tag-celebrity-studies","tag-kulturkritik","tag-prominente","tag-prominenz","tag-stardom","tag-stars","tag-wissenschaft","tag-wissenschaftliche-aufsatze","tag-wissenschaftskritik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7870","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/users\/391"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7870"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7870\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7870"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7870"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7870"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}