{"id":8231,"date":"2018-09-18T08:08:26","date_gmt":"2018-09-18T06:08:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/?p=8231"},"modified":"2018-09-18T08:08:26","modified_gmt":"2018-09-18T06:08:26","slug":"social-media-september-von-berit-glanz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/2018\/09\/18\/social-media-september-von-berit-glanz\/","title":{"rendered":"Social Media Septembervon Berit Glanz18.9.2018"},"content":{"rendered":"<p>Rhetorik des Hashtags<!--more--><\/p>\n<p>Wenn Twitter-Hashtags den Weg in die Printmedien finden, dann meistens im Kontext von Auseinandersetzungen mit der politischen Schlagkraft aktivistischer Hashtags. Von dem mit dem Grimme-Preis bedachten #aufschrei \u00fcber #metwo, #metoo und den k\u00fcrzlich kontrovers diskutierten Hashtag #menaretrash: Gemeinsam ist ihnen das Sammeln von Erfahrungen und Erlebnissen, die in den dominierenden Narrativen der Mehrheitsgesellschaft noch nicht oder nur wenig reflektiert wurden.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Das Doppelkreuz #, auch Rautezeichen genannt, hat so mit der Verwendung als Hashtag in den Sozialen Medien zwar erhebliches emanzipatives Potential gewonnen, doch die Verwendung von Hashtags im Internet ist noch deutlich komplexer und vielf\u00e4ltiger. Vor seiner Karriere in den Sozialen Medien war das Rautezeichen haupts\u00e4chlich f\u00fcr mathematische und technische Kontexte verwendet worden, spielte auch in einigen Programmiersprachen und bei der Anwendung bestimmter Programme eine wichtige Rolle. In den sp\u00e4ten 1990er und fr\u00fchen 2000er Jahren waren IRC Chats sehr popul\u00e4r. Dort konnte man einen bestimmten Channel, so hie\u00dfen die Chatr\u00e4ume, betreten, indem man den Befehl \u201e\/join #KekseundKuchen\u201c ( nach dem Rautezeichen wurde der Name des Chatraums genannt) ausschrieb.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Mit der Zunahme partizipativer M\u00f6glichkeiten im Internet seit der Jahrtausendwende, die unter dem recht unpr\u00e4zisen Oberbegriff des Web 2.0 gefasst werden, entwickelte sich parallel eine Kultur des Tagging, das hei\u00dft der Verschlagwortung von Inhalten. Diese Form von zumeist nutzergenerierten Metadaten erleichtert unter anderem die Suche nach bestimmten Inhalten. Ein Bild mit einem kleinen Hund in einer Pf\u00fctze konnte man beispielsweise beim Bilderdienst Flickr mit den Tags \u201ePf\u00fctze\u201c, \u201eHund\u201c und \u201eOutdoor\u201c bezeichnen oder auf dem Netzwerk Delicious die eigenen Lesezeichensammlungen verschlagworten.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Diese beiden initial separaten technischen Entwicklungen verkn\u00fcpften sich, als am 23. August 2007 der Produktdesigner Chris Messina in einem Tweet vorschlug, Twittergruppen mit Hashtags zu markieren. Die Idee des Hashtags auf Twitter ist also auf Anwenderseite entstanden. Die Nutzer der Plattform begannen Hashtags zu verwenden, und 2009 wurde von Twitter offiziell eine Suchfunktion auf Basis der Hashtags eingerichtet. Bereits 2009 \u00fcbernahm Tumblr das Prinzip der Hashtags, und auch in anderen sozialen Netzwerken, beispielsweise bei Instagram oder Pinterest, werden Hashtags verwendet. Die strukturelle Funktion dieser Hashtags unterscheidet sich teilweise von Plattform zu Plattform, daher soll in diesem Artikel der Fokus auf die Hashtagverwendung bei Twitter gerichtet werden, Beispiele f\u00fcr Hashtags werden dabei in Klammern gesetzt.<\/p>\n<p>Hashtags bei Twitter erf\u00fcllen zun\u00e4chst einmal drei Funktionen f\u00fcr die Anwender:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<ol>\n<li>Sie bieten die M\u00f6glichkeit, pragmatisch Kategorien f\u00fcr die eigenen Inhalte zu benennen und Tweets einem bestimmten Themenzusammenhang zuordnen (#FrauenLesen #TwitterPhilologie #metoo). Au\u00dferdem kann der Hashtag dem Tweet eine Orts- oder Zeitangabe hinzuf\u00fcgen (#Italy #Christmas #RockAmRing).<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/li>\n<li>Indem die Anwender ihre eigenen Inhalte pr\u00e4zise benennen und ihre Tweets zu einem bestimmten Thema hinzuf\u00fcgen, erh\u00f6hen sie auch die Sichtbarkeit eigener Tweets f\u00fcr andere User, die nach entsprechenden Hashtags suchen k\u00f6nnen oder die um bestimmte Hashtags kreisenden Diskussionen verfolgen. (Beispielsweise mit Hashtags, die spezifisch zu Events, Konferenzen oder anderen Ereignissen formuliert werden.)<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/li>\n<li>Twitter ver\u00f6ffentlicht st\u00e4ndig aktualisierte Trends mit den am meisten verwendeten Begriffen und Hashtags. Diese Trends k\u00f6nnen nach L\u00e4ndern, Regionen und St\u00e4dten gefiltert werden und zeigen den Nutzern der Plattform unter anderem, welche Ereignisse aktuell stattfinden oder welche Themen eifrig diskutiert werden. Aufgrund dieser Trends hat Twitter sich den Ruf erarbeitet, die Plattform zu sein, auf der beispielsweise Katastrophenereignisse oder Terroranschl\u00e4ge sehr rasch mit Augenzeugenberichten versehen werden. (Kritische Auseinandersetzungen mit diesem Ph\u00e4nomen gibt es einige, diese Dimension soll hier jedoch nicht thematisiert werden.)<\/li>\n<\/ol>\n<p>Da mittlerweile in den sogenannten \u201eTrending Topics&#8220; auch W\u00f6rter ohne Hashtag vorkommen, ist die Verwendung eines Hashtags vor allem dann entscheidend, wenn sich Nutzer pr\u00e4zise zu einer bestimmten Konversation, einem Thema, einem Ereignis zuordnen wollen. So erf\u00fcllt beispielsweise der w\u00f6chentlich vom Neo Magazin Royale vergebene Sendungs-Hashtag \u2013 es gab unter anderem #hokuskrokus, #solariumfleck, #RahmstufeTod \u2013 alle drei Funktionen: Erstens werden damit w\u00f6chentliche Folgen klar markiert, zweitens erm\u00f6glicht er die interaktive Teilnahme an der Sendung bzw. den fortlaufenden Kommentar von Zuschauern, drittens erh\u00f6ht er die Sichtbarkeit der Sendung durch ein Auftauchen der Hashtags in den Trends.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Bei einer reinen Betrachtung dieser pragmatischen Funktion der Hashtagverwendung ger\u00e4t jedoch die \u00e4sthetische Funktion von Hashtags, das hei\u00dft der Gebrauch dieser als Stilmittel, in den Hintergrund. Deswegen soll im Folgenden versucht werden, eine initiale Rhetorik des Hashtags zu formulieren, angelehnt an Venkatesh Raos \u00dcberlegungen zur Rhetorik des Hyperlinks. Rao leitet seine \u00dcberlegungen zu Hyperlinks im Internet mit einem Satz ein, der sich ohne weiteres auch f\u00fcr die Verwendung von Hashtags weiterdenken l\u00e4sst:<\/p>\n<p>\u201eThe hyperlink is not a glorified electronic citation-and-library-retrieval mechanism. The \u201aelectronic library\u2018 perspective, that the hyperlink is merely a convenience that comes with the cost of amplifying distraction, is a myopic one.\u201c<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Es w\u00e4re kurzsichtig, die Spezifik digitaler Ph\u00e4nomene nur als Variante analoger Verfahrensweisen zu sehen, Links sind eben nicht nur bibliothekarische Wissensreferenzen und Hashtags nicht nur digitale Spielweisen von T\u00fcrschild oder Verschlagwortung. Hinter einer auf den ersten Blick technisch recht eindeutigen Nutzungsweise verbirgt sich semantisches und \u00e4sthetisches Potential. So zeigt Rao anhand von Beispielen, dass die Art und Weise, wie ein Link in einem Flie\u00dftext gesetzt ist und worauf verlinkt wird, ein erhebliches Bedeutungsreservoir \u00f6ffnet. Je nach Setzung und Inhalt der Verlinkung kann ein Link somit die Aussage ironisch brechen, verst\u00e4rken oder karikieren. Die Parallele zwischen Hyperlinks und Hashtags ist jedoch nicht nur, dass sie in ihrer spezifischen Verwendung die Kommunikation gestalten, sondern dar\u00fcber hinaus die Grenzen des Mediums ausloten und dabei performativ v\u00f6llig neue Rezeptionsweisen hervorbringen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die M\u00f6glichkeit, durch textinterne Verlinkungen von einem Text zum n\u00e4chsten zu springen, ohne zwangsl\u00e4ufig den Ausgangstext zu Ende zu lesen, im Lese- und Klickprozess also seinen eigenen Text hervorzubringen, setzt sich deutlich ab von einem analog gepr\u00e4gten linearen Leseverst\u00e4ndnis. Das Internet kann so auch als real-weltliches Beispiel f\u00fcr die in post-modernen Theorien entwickelten Modelle interpretiert werden, die sich hierarchiekritisch von einer Linearit\u00e4t der Wissensstruktur verabschieden:<\/p>\n<p>\u201eDer nonlinearen und multimodalen Struktur des Hypertexts ist auch eine semiotische Dimension zu eigen. Dementsprechend wird der Hypertext zur Metonymie eines non-linearen, assoziativen Denkens, das subtextuell von der syntagmatischen Struktur der Buchkultur abgegrenzt wird [&#8230;] Der Hypertextstruktur wird \u2013 analog zu Deleuzes und Guattaris Rhizommodell \u2013 eine semiotische Dimension verliehen, die hierarchische Herrschaftsstrukturen durch die prozessuale Konstitution von Assoziationen subversiv unterl\u00e4uft.\u201c<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> <span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Diese neue Art des interaktiven nicht-linearen Lesens im Internet, eine f\u00fcr das Medium spezifische Rezeptionsweise, ist nach Rao essentiell mit der M\u00f6glichkeit zur Verlinkung verkn\u00fcpft:<\/p>\n<p>\u201eThe Web is a regular medium whose language is the hyperlink. The varieties of hyperlinking constitute the vocabulary of the Web.\u201c<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/p>\n<p>Raos \u00dcberlegungen zur Rhetorik des Hyperlinks wurden im Juli 2009 ver\u00f6ffentlicht, also erst zwei Jahre nach der Einf\u00fchrung des Hashtags auf Twitter. Aus heutiger Sicht k\u00f6nnte man hinzuf\u00fcgen, dass in der folgenden Dekade Memes und Hashtags zur Sprache der Sozialen Medien geworden sind, deren verschiedene Anwendungsweisen wesentlich die Spezifik des Mediums ausmachen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>W\u00e4hrend f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis der im Internet entstehenden Wissens- und Rezeptionsstruktur die Deleuzsche Metapher des Rhizoms immer wieder aufgegriffen wird,<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> bieten sich f\u00fcr die in den Sozialen Medien produzierten Texte, dabei besonders in Bezug auf Hashtags und Memes, \u00dcberlegungen zur Intertextualit\u00e4t und davon inspirierte Theorien der Intermedialit\u00e4t an. Besonders das Ph\u00e4nomen der Memes, die wahlweise Bild, Ton und Text verkn\u00fcpfen, wird ohne einen klar definierten Intermedialit\u00e4tsbegriff kaum zu fassen sein. Interessanterweise verweist diese junge Form intermedialer Kommunikation auf eine bereits im Barock etablierte Tradition, die der Emblematik:<\/p>\n<p>\u201eDer Wechselgesang der Meme beschr\u00e4nkt sich nicht auf eine Ausdrucksform, er ist nicht nur auditiv oder verbal. Mem-Partikel verbinden S\u00e4tze und Kl\u00e4nge mit Bildern und geraten damit in die N\u00e4he einer fast f\u00fcnfhundert Jahre alten Ausdrucksform: der <i>Embleme<\/i> des 16. und 17. Jahrhunderts. Zeitgen\u00f6ssische neue Medien werden kombiniert zu polemischen, sinnspruchartigen Redegegenst\u00e4nden, die im Alltag schnell zirkulieren. Nicht undenkbar scheint es, dass die Meme der Gegenwart sich einmal wie in Emblemb\u00fcchern versammelt finden\u00a0\u2013 zu <i>Memblematika<\/i>.\u201c<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/p>\n<p>Nicht nur die Verbindung von Inscriptio (Wahlspruch \/ \u00dcberschrift), Pictura (Bild des Emblems) und Subscriptio (Erkl\u00e4rung bzw. Kommentar zu der Verbindung von Inscriptio und Pictura) im Emblem bietet Ankn\u00fcpfungspunkte barocker \u00c4sthetik f\u00fcr die in den Sozialen Medien entstehenden spezifischen Verfahrensweisen an. Auch die barocke Literatur, die von der Verwendung rhetorischer Stilmittel stark gepr\u00e4gt ist, l\u00e4sst sich f\u00fcr eine Betrachtung der spezifischen Literarizit\u00e4t von Tweets nutzbar machen. Die Orientierung des Barocks an Regelpoetiken f\u00fchrte zu einer entindividualisierten Schreibweise, die sich eher an stilistischen Regeln als an individuellem Ausdruck orientierte. Der Beitrag einzelner Autoren ordnete sich durch das Befolgen von normativ gesetzten Stilregeln in einen gr\u00f6\u00dferen kollektiven Zusammenhang ein, der entscheidend f\u00fcr die Rezeption war. Von den aus der r\u00f6mischen Rhetoriktheorie \u00fcbernommenen f\u00fcnf Stadien der Redeerzeugung interessierte also besonders die \u201eelocutio\u201c, die sich der Ausgestaltung und Schm\u00fcckung der Gedanken in Worte widmet. In diesen Bereich fallen die rhetorischen Stilmittel, also die zahlreichen Varianten einer \u00e4sthetischen Ausgestaltung von Sprache, welche die Barockliteratur stark pr\u00e4gen. Die Parallele zu Tweets,<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> oder insgesamt den internettypischen kleinen Formen, wie sie Christiane Frohmann und Holger Schulze nennen, ist offensichtlich, denn auch dort spielen repetitive Muster, eine mit ausgesprochenem Bewusstsein f\u00fcr \u00c4sthetik durchgef\u00fchrte Sprachverwendung und regelhaft verwendete Stilmittel eine Rolle.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Bereits auf Ebene der sprachlichen Gestaltung vieler Tweets lassen sich eine Vielzahl rhetorischer Figuren nachweisen, doch besonders an der Verwendung von Hashtags l\u00e4sst sich die, auf einer f\u00fcr Twitter spezifischen regelpoetischen Verfahrensweise basierende, Entindividualisierung exemplarisch zeigen. Die Digitalisierung ver\u00e4ndert Kommunikationsgewohnheiten, das bedeutet Formen der Sprachverwendung in den Sozialen Medien verdienen nicht nur eine genauere Auseinandersetzung aus medienwissenschaftlicher, linguistischer oder soziologischer Perspektive, sondern auch das \u00e4sthetische Potential dieser noch relativ jungen Gattung sollte aufmerksam betrachtet werden. Hierzu k\u00f6nnten ausdifferenzierte \u00dcberlegungen und Untersuchungen zur Rhetorik des Hashtags einen entscheidenden Beitrag leisten. Es soll hier jedoch nicht behauptet werden, dass der Hashtag f\u00fcr das literarische Potential von Tweets eine notwendige Bedingung ist, vielmehr geht es darum, dass am Beispiel des Hashtags einige Spezifika des Mediums herausgearbeitet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu Memes operieren Hashtags nicht mit intermedialen Strukturen, sondern sind in ihrer Funktionsweise intertextuell. Neben der bereits beschriebenen pragmatischen Nutzung und der denotativen Bedeutung der jeweiligen als Hashtag verwendeten Begriffe muss auch untersucht werden, in welche intertextuellen Strukturen sich die Hashtags einschreiben. Wie es bereits f\u00fcr die Auseinandersetzung mit rhetorischen Stilmitteln in der Literaturwissenschaft etabliert ist, kann einerseits deren abstrakte Funktionsweise beschrieben und andererseits die intertextuelle Struktur dekonstruiert werden, in die sich konkrete rhetorische Figuren eines literarischen Textes einordnen. Eine Rhetorik des Hashtags muss also, um die den Hashtags eigene \u00c4sthetik und Bedeutungserzeugung zu erschlie\u00dfen, immer auch den komplexeren Kommunikationszusammenhang betrachten. <span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Im Folgenden soll anhand eines Beispiels versucht werden, spezifische Stilmittel der Hashtagverwendung herauszuarbeiten, in dem Bewusstsein, dass die Vielfalt der Verwendungsweisen deutlich komplexer ist.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 \u00a0<\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-8237\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2018\/09\/Bildschirmfoto-2018-09-17-um-08.08.22-1024x174.png\" alt=\"\" width=\"695\" height=\"118\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2018\/09\/Bildschirmfoto-2018-09-17-um-08.08.22-1024x174.png 1024w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2018\/09\/Bildschirmfoto-2018-09-17-um-08.08.22-300x51.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2018\/09\/Bildschirmfoto-2018-09-17-um-08.08.22-768x130.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2018\/09\/Bildschirmfoto-2018-09-17-um-08.08.22.png 1546w\" sizes=\"auto, (max-width: 695px) 100vw, 695px\" \/><\/p>\n<p>Auch wenn es ein Allgemeinplatz ist, dass der Witz verschwindet, sobald man ihn erkl\u00e4rt, m\u00f6chte ich versuchen, die Verwendung des Hashtags #blessed im Kontext dieses Tweets zu analysieren. Der Hashtag #blessed (\u201egesegnet\u201c) ist aus dem englischen Sprachraum \u00fcbernommen. Sowohl in der initialen englischen Verwendung als auch in der deutschsprachigen \u00dcbernahme wurde und wird er oft benutzt, wenn Situationen als Segen geschildert werden, weil beispielsweise Unf\u00e4lle vermieden oder Natursch\u00f6nheit wahrgenommen wurde, es einen unvermittelten Lichtblick in traurigen Momenten gab oder eine Reflexion des eigenen Gl\u00fccks stattfindet:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-8236\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2018\/09\/Bildschirmfoto-2018-09-17-um-08.08.46-1024x338.png\" alt=\"\" width=\"695\" height=\"229\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2018\/09\/Bildschirmfoto-2018-09-17-um-08.08.46-1024x338.png 1024w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2018\/09\/Bildschirmfoto-2018-09-17-um-08.08.46-300x99.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2018\/09\/Bildschirmfoto-2018-09-17-um-08.08.46-768x253.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2018\/09\/Bildschirmfoto-2018-09-17-um-08.08.46.png 1516w\" sizes=\"auto, (max-width: 695px) 100vw, 695px\" \/><\/p>\n<p>Diese Tweets sind oft eher emotional gehalten, teilweise sogar appellativ und sie k\u00f6nnen besonders bei religi\u00f6ser Konnotation einen missionarischen Charakter bekommen. Als ironische Brechung dieser Nutzung des Hashtags #blessed werden in Folge beispielsweise profane Schilderungen aus dem Alltag, wie in dem oben angef\u00fchrten Beispiel, Obsz\u00f6nit\u00e4ten oder Schilderungen von eher ungl\u00fccklichen Situationen mit dem Hashtag #blessed versehen:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-8235\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2018\/09\/Bildschirmfoto-2018-09-17-um-08.09.06-1024x135.png\" alt=\"\" width=\"695\" height=\"92\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2018\/09\/Bildschirmfoto-2018-09-17-um-08.09.06-1024x135.png 1024w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2018\/09\/Bildschirmfoto-2018-09-17-um-08.09.06-300x39.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2018\/09\/Bildschirmfoto-2018-09-17-um-08.09.06-768x101.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2018\/09\/Bildschirmfoto-2018-09-17-um-08.09.06.png 1504w\" sizes=\"auto, (max-width: 695px) 100vw, 695px\" \/><\/p>\n<p>Eine Dopplung der Ironie findet dann statt, wenn der Inhalt des Tweets zus\u00e4tzlich noch den sprachlichen Gestus von Tweets mit unironischer Verwendung des Hashtags imitiert:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-8234\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2018\/09\/Bildschirmfoto-2018-09-17-um-08.09.15-1024x292.png\" alt=\"\" width=\"695\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2018\/09\/Bildschirmfoto-2018-09-17-um-08.09.15-1024x292.png 1024w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2018\/09\/Bildschirmfoto-2018-09-17-um-08.09.15-300x85.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2018\/09\/Bildschirmfoto-2018-09-17-um-08.09.15-768x219.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2018\/09\/Bildschirmfoto-2018-09-17-um-08.09.15.png 1516w\" sizes=\"auto, (max-width: 695px) 100vw, 695px\" \/><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich wird einem die Ironie der Tweets auch durch die \u00fcbersetzte Wortbedeutung von #blessed klar, Voraussetzung daf\u00fcr ist, dass der Leser in seiner Rezeption versteht, dass der Hashtag dem Bedeutungsinhalt des Tweets widersprechen oder ihn kommentieren kann, hier also eine Kommunikation auf zwei Ebenen stattfindet. Diese Rezeptionsprozesse, die sich beispielsweise auch am Verh\u00e4ltnis von Bild und Text im Comic untersuchen lassen, laufen zumeist nicht bewusst reflektiert ab. Um das vollst\u00e4ndige semantische Bedeutungsfeld des Hashtags #blessed zu verstehen, das sich aus der Wiederholung dieses Verwendungsmusters ergibt, muss der Leser aufgrund seiner Rezeptionserfahrung das Muster unironischer #blessed Tweets abrufen k\u00f6nnen. Oder er muss auf den Hashtag klicken, um sich einen \u00dcberblick \u00fcber die Bandbreite der Verwendung zu verschaffen, damit er so den Tweet in das Verwendungsmuster einordnen kann.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Eine \u00fcber das Soziale Netzwerk Twitter hinausweisende Bedeutungsdimension erh\u00e4lt der Hashtag f\u00fcr Nutzer, die auch mit der Hashtagverwendung der Plattform Instagram und speziell dem dort geh\u00e4uft auftretenden Influencer-Marketing bekannt sind. Bei Instagram werden Hashtags, die visuelle Inhalte markieren oder Emotionszust\u00e4nde beschreiben sollen (#Natur #Sunshine #Lebenslust #ZeitF\u00fcrMich #Wanderlust), oft verwendet, um Bilder zu markieren, die eine Werbefunktion erf\u00fcllen, oder um die eigene Sichtbarkeit zu erh\u00f6hen. Diese Hashtagnutzung auf Instagram wird wiederum auf Twitter parodiert:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-8233\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2018\/09\/Bildschirmfoto-2018-09-17-um-08.09.29-1024x193.png\" alt=\"\" width=\"695\" height=\"131\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2018\/09\/Bildschirmfoto-2018-09-17-um-08.09.29-1024x193.png 1024w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2018\/09\/Bildschirmfoto-2018-09-17-um-08.09.29-300x57.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2018\/09\/Bildschirmfoto-2018-09-17-um-08.09.29-768x145.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2018\/09\/Bildschirmfoto-2018-09-17-um-08.09.29.png 1432w\" sizes=\"auto, (max-width: 695px) 100vw, 695px\" \/><\/p>\n<p>Bereits anhand dieses Beispiels l\u00e4sst sich erkennen, dass die Bedeutung von Hashtags auf mehreren Ebenen gebildet wird, dass also f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis des Sprachspiels komplexe Rezeptionsmuster abgerufen werden m\u00fcssen. Diese Kommunikation folgt diffizilen Regelstrukturen, deren Unkenntnis durch Nutzer zu unfreiwilliger Komik f\u00fchren kann, wenn beispielsweise Hashtags auf Twitter wie auf Instagram geh\u00e4uft an den Inhalt angeh\u00e4ngt (#berlin #kunst #museumsinsel #inspiration #KunstIstToll) oder wahllose Worte im Tweet mit Hashtags versehen werden (\u201eEinblick in unser #Marketing bei dem #Event im #September\u201c), da eben diese Verwendung von Hashtags eine Unkenntnis der subtileren Kommunikationsspielregeln des Mediums aufzeigt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Folgt man dem mittlerweile zu einem medienwissenschaftlichen Allgemeinplatz gewordenen Ausspruch McLuhans, dass das Medium die Botschaft ist, dann lassen sich aus der Hashtagverwendung R\u00fcckschl\u00fcsse \u00fcber die Ver\u00e4nderungen der Kommunikation und spezifischer der \u00e4sthetischen Sprachverwendung durch die Plattform Twitter schlie\u00dfen. Wie anhand des Beispiels aufgezeigt wurde, tendiert die Verwendung von Hashtags zu einer Entindividualisierung, da jede Einzel\u00e4u\u00dferung auch in einem gr\u00f6\u00dferen kommunikativen Zusammenhang eingeordnet werden kann. Um sich also der Bedeutungsentstehung von Tweets und ihrem literarischen Potential anzun\u00e4hern, k\u00f6nnte man \u00dcberlegungen zur Intertextualit\u00e4t bzw. Dialogizit\u00e4t von Michail Bachtin und Julia Kristeva heranziehen. Ohne Zweifel ist in den letzten zehn Jahren eine neue Form des (literarischen) Schreibens entstanden, das entindividualisierter ist als beispielsweise der Roman oder andere Formen moderner Literatur. Dieses aus kollektiven Zusammenh\u00e4ngen entstehende Schreiben enth\u00e4lt eine Dimension von Vielstimmigkeit, die wiederum neue Formen des Lesens produziert. Zus\u00e4tzlich zeigt sich die spezifische Schreibweise auf Twitter als von starker Regel- und Musterhaftigkeit gepr\u00e4gt, die einer weiteren Untersuchung bed\u00fcrfen. Diese produktions\u00e4sthetischen Verh\u00e4ltnisse haben Auswirkungen auf die Rezeptionsprozesse. Inwieweit daf\u00fcr neben Theorien zur Intertextualit\u00e4t und Intermedialit\u00e4t auch literaturhistorisches Wissen zu barocker \u00c4sthetik fruchtbar gemacht werden k\u00f6nnte, w\u00e4re ein spannendes Versuchsfeld.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Anmerkungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a>\u00a0Venkatesh Rao:\u00a0The Rhetoric of the Hyperlink (01.07.2009), in:\u00a0https:\/\/www.ribbonfarm.com\/2009\/07\/01\/the-rhetoric-of-the-hyperlink\/<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a>\u00a0David Kergel: Kulturen des Digitalen. Postmoderne Medienbildung, subversive Diversit\u00e4t und neoliberale Subjektivierung. Wiesbaden, 2018. S. 81<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Venkatesh Rao:\u00a0The Rhetoric of the Hyperlink (01.07.2009), in:\u00a0https:\/\/www.ribbonfarm.com\/2009\/07\/01\/the-rhetoric-of-the-hyperlink\/<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a>\u00a0Zur Verwendung dieser Metapher gibt es auch Kritik, beispielsweise von Aaron Hess, 2008.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a>\u00a0Schulze, 2017. S. 62.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a>Tweets und andere internetspezifische Schreibweisen werden sowohl von Christiane Frohmann als auch Holger Schulze als kleine Formen bezeichnet und an die literarische Tradition von Aphorismen angekn\u00fcpft, jedoch von Frohmann au\u00dferdem um die produktions\u00e4sthetische Dimension des instantanen Schreibens erweitert. Siehe:\u00a0 Frohmann, 2016 und Schulze, 2016.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Quellen<\/p>\n<p>Christiane Frohman: \u201cVorwort\u201d. In: Claudia Vamvas: <i>Sitze im Bus. <\/i>Berlin, 2016.<\/p>\n<p>Aaron Hess: \u201cReconsidering the Rhizome: A Textual Analysis of Web Search Engines as Gatekeepers of the Internet\u201d. In: Amanda Spink, Michael Zimmer (Hg.): <i>Web Search. Multidisciplinary Perpectives. <\/i>Berlin, Heidelberg. 2008. S. 35-50.<\/p>\n<p>David Kergel: <i>Kulturen des Digitalen. Postmoderne Medienbildung, subversive Diversit\u00e4t und neoliberale Subjektivierung. <\/i>Wiesbaden, 2018<\/p>\n<p>Lexi Pandell:\u00a0AN ORAL HISTORY OF THE #HASHTAG, in:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.wired.com\/2017\/05\/oral-history-hashtag\/\">https:\/\/www.wired.com\/2017\/05\/oral-history-hashtag\/\u00a0<\/a><\/p>\n<p>Venkatesh Rao:\u00a0The Rhetoric of the Hyperlink (01.07.2009), in: <a href=\"https:\/\/www.ribbonfarm.com\/2009\/07\/01\/the-rhetoric-of-the-hyperlink\/\">https:\/\/www.ribbonfarm.com\/2009\/07\/01\/the-rhetoric-of-the-hyperlink\/<\/a><\/p>\n<p>Andreas Sandre:\u00a0<em>Twitter didn\u2019t invent the hashtag\u2026 Chris Messina\u00a0did!<\/em>, in:\u00a0<a href=\"https:\/\/hackernoon.com\/twitter-didnt-invent-the-hashtag-chris-messina-did-1020969abfcd\">https:\/\/hackernoon.com\/twitter-didnt-invent-the-hashtag-chris-messina-did-1020969abfcd<\/a><\/p>\n<p>Holger Schulze: \u201cTrinken gehen, Bus fahren. E-Books und kleine Formen.\u201d In <i>Merkur. <\/i>Januar, 2016, 70. Jahrgang, Heft 800. S. 71-78.<\/p>\n<p>Holger Schulze: \u201cKlangkolumne: Widerstand\u201d In: <i>Merkur. <\/i>September, 2017, 71. Jahrgang, Heft 820. S. 57-64.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Berit Glanz ist <a href=\"http:\/\/www.beritglanz.de\/about-me\/\">Autorin<\/a> und\u00a0<a href=\"https:\/\/ifs.uni-greifswald.de\/glanz\/\">Wissenschaftliche Mitarbeiterin<\/a> am Lehrstuhl f\u00fcr Neuere Skandinavische Literaturen der Universit\u00e4t Greifswald.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rhetorik des Hashtags<\/p>\n","protected":false},"author":391,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[57],"tags":[1040,1094,1385,1997,2164,2407],"class_list":["post-8231","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-hyperlink","tag-intertextualitaet","tag-link","tag-rhetorik","tag-social-media","tag-twitter"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8231","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/users\/391"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8231"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8231\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8231"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8231"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8231"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}