{"id":9325,"date":"2019-06-17T08:26:52","date_gmt":"2019-06-17T06:26:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/?p=9325"},"modified":"2019-06-17T08:26:52","modified_gmt":"2019-06-17T06:26:52","slug":"mode-sommervon-diana-weis17-6-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/2019\/06\/17\/mode-sommervon-diana-weis17-6-2019\/","title":{"rendered":"Mode Sommervon Diana Weis17.6.2019"},"content":{"rendered":"<p>Courtroom Fashion<!--more--><\/p>\n<p>Der Prozess gegen die junge Hochstaplerin Anna Sorokin, die unter dem Pseudonym Anna Delvey in der New Yorker High Society als deutsch-russische Milliardenerbin posierte, sch\u00e4rfte den \u00f6ffentlichen Blick f\u00fcr ein bisher wenig beachtetes modisches Subgenre: als <i>Courtroom Fashion <\/i>werden die Looks Angeklagter bei ihrem Erscheinen vor Gericht bezeichnet.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Mode und Verbrechen sind zwei Bet\u00e4tigungsfelder, die sich in diesem Fall besonders gut erg\u00e4nzen: schlie\u00dflich sind Maske, Verkleidung, T\u00e4uschung unerl\u00e4ssliche Bedingungen f\u00fcr das Aus\u00fcben der Hochstapelei. Aber auch nach ihrer \u00f6ffentlichen Enttarnung hielt die junge Frau an ihrem <i>Signature Style<\/i> fest: die langen roten Haare immer <i>undone<\/i>, also offen und sorgf\u00e4ltig zerzaust, \u00fcbergro\u00dfe Brillengestelle der Marke C\u00e9line und kurze, m\u00e4dchenhafte Kleider zu Ballerinas mit Schleifchen.<\/p>\n<div id=\"attachment_9329\" style=\"width: 410px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/instagram.com\/p\/Bwri7iRFdqr\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-9329\" class=\" wp-image-9329\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2019\/06\/Bildschirmfoto-2019-06-16-um-12.26.38-1024x655.png\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"256\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2019\/06\/Bildschirmfoto-2019-06-16-um-12.26.38-1024x655.png 1024w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2019\/06\/Bildschirmfoto-2019-06-16-um-12.26.38-300x192.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2019\/06\/Bildschirmfoto-2019-06-16-um-12.26.38-768x492.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2019\/06\/Bildschirmfoto-2019-06-16-um-12.26.38.png 1100w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-9329\" class=\"wp-caption-text\">Anna Sorokin 2019, angeklagt wegen: Diebstahl, Leistungserschleichung und Betrug.<\/p><\/div>\n<p>Die Modejournalistin Kenzie Bryant schrieb in einem Artikel f\u00fcr <i>Vanity Fair<\/i>:\u00a0\u201cSorokin hasn\u2019t been dressing like women detained at Rikers<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> are expected to dress. Instead, she looks like the girl next door, if you happen to have grown up on the Upper East Side.\u201d<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n<p>Anna Sorokin, die als Tochter eines Lastwagenfahrers in der N\u00e4he von K\u00f6ln aufwuchs, dekorierte sich also weiterhin mit den modischen Codes der New Yorker <i>Trustfund Babie<\/i>s. Den mit gro\u00dfz\u00fcgigen Apanagen ausgestatteten Nachkommen wohlhabender Eltern, deren nat\u00fcrliches Habitat der Stadtteil Manhattan darstellt und unter denen Anna Delvey ihre Opfer fand.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Wer stand hier eigentlich vor Gericht? Anna Sorokin oder Anna Delvey? Nun, wie wir wissen, sind psychologische Binarismen wie Innen und Au\u00dfen bzw. \u201ewahres\u201c und \u201efalsches\u201c Selbst im Instagram-Zeitalter l\u00e4ngst obsolet. Anna Sorokin kann nicht ohne Anna Delvey gedacht werden und umgekehrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Courtroom Fashion als Weiblichkeitsperformance<\/p>\n<p>Dem formalen Aufbau nach ist der Gerichtsprozess eine B\u00fchnensituation, das Erscheinen vor Gericht ein Auftritt. Es liegt auf der Hand, dass die Kleiderwahl bei diesem Anlass besondere Sorgfalt erfordert. Schlie\u00dflich flie\u00dft in die Rechtssprechungspraxis nicht nur die faktische Beweislage mit ein, sondern auch eine charakterliche Beurteilung der Delinquenten.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Ebenso klar ist, dass diese spezielle Form der modischen Selbstinszenierung f\u00fcr weibliche Angeklagte gr\u00f6\u00dfere Probleme aufwirft als f\u00fcr m\u00e4nnliche. Das \u00e4u\u00dfere Erscheinungsbild der Frau wird kulturell st\u00e4rker mit ihrem sozialen Wert gleichgesetzt. Dazu kommt das Fehlen einer \u00fcberindividuellen Kluft f\u00fcr offizielle Anl\u00e4sse, wie sie der Herrenanzug darstellt. Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung und gleichzeitig die gr\u00f6\u00dfte Chance von Frauen vor Gericht besteht jedoch darin, dass die Verbrecherin ein Sonderfall, eine kriminologische Leerstelle ist.<\/p>\n<p>Frauen werden seltener straff\u00e4llig als M\u00e4nner.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Zur Begr\u00fcndung ihrer geringeren Kriminalit\u00e4tsneigung gibt es zahlreiche Theorien: Der italienische Kriminalpsychologie-Pionier Cesare Lombroso formulierte Ende des 19. Jahrhunderts, dass die wesensm\u00e4\u00dfige Beschr\u00e4nkung der Frauen in ihrer prinzipiellen Unf\u00e4higkeit, Verbrechen zu begehen, resultiere.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Im Verlauf des 20. Jahrhunderts blieb der Blick in Wissenschaft und Popkultur auf den m\u00e4nnlichen T\u00e4ter verengt, was im feministischen Diskurs von einigen Autorinnen problematisiert wurde.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Der Kriminalsoziologe Joachim Kersten vertritt die Ansicht, dass die kulturell vorherrschende Gleichsetzung von Verbrechen mit M\u00e4nnlichkeit erstens falsch und zweitens frauenfeindlich sei.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/p>\n<p>Bis heute kennt das Strafrecht nur zwei grundlegende Ans\u00e4tze, um mit T\u00e4terinnen umzugehen: als \u201esexuelle Klasse\u201c, die sich von M\u00e4nnern unterscheidet, oder als gleichwertig zu M\u00e4nnern (und damit als Nicht-Frauen).<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a><\/p>\n<p>Rein pragmatisch betrachtet ist es f\u00fcr Verbrecherinnen von Vorteil, vor Gericht als explizit weiblich aufzutreten. Denn straff\u00e4llig gewordene Frauen sind nicht nur seltener als M\u00e4nner, sie k\u00f6nnen auch mit milderen Strafen rechnen.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> (Die Maskulinismus-Bewegung entdeckte das Thema \u00fcbrigens vor ein paar Jahren f\u00fcr sich und schlachtet es seitdem als Beweis f\u00fcr die soziale Benachteiligung von M\u00e4nnern aus<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a>). Deshalb muss die <i>Courtroom Fashion<\/i> \u2013 auf dem gleichen Level wie etwa Brautmode \u2013 nicht nur als explizit weibliches Modegenre, sondern auch als Weiblichkeitsperformance begriffen werden.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Der Teufel hat sich schick gemacht<\/p>\n<p>Die Selbstverst\u00e4ndlichkeit, mit der Presse und \u00d6ffentlichkeit in der Bekleidungspraxis einer Verbrecherin nach Beweisen von Schuld oder Unschuld fahnden, beschr\u00e4nkt sich dabei nicht nur auf glamour\u00f6se F\u00e4lle wie den von Sorokin-Delvey. Auch beim Prozessauftakt gegen die Rechtsterroristin Beate Zsch\u00e4pe im Jahr 2013 war es ihr Look, der f\u00fcr die erste Bild-Schlagzeile sorgte: \u201eDer Teufel hat sich schick gemacht\u201c<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a>.<\/p>\n<p>Trotz der langen Liste an Vergehen, die der Frau zur Last gelegt wurden, darunter Mord in zehn F\u00e4llen, r\u00e4uberische Erpressung und besonders schwere Brandstiftung, war der dazugeh\u00f6rige Artikel als Stilkritik verfasst:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>\u201eDie Staatsfeindin Nummer Eins tr\u00e4gt einen schwarzen Hosenanzug, die wei\u00dfe Bluse l\u00e4ssig \u00fcber der Hose. Schwarze Halbschuhe, gro\u00dfe silberne Creolen in den Ohren. Das Haar offen und vom Gef\u00e4ngnisfriseur f\u00fcr 10 Euro kastanienbraun get\u00f6nt, schlendert sie um 9.55 in den Gerichtssaal A 101, die Arme vor der Brust verschr\u00e4nkt. [&#8230;] Da ist sie also. Die G\u00e4rtnerin aus Jena. 1,66 m, 63 Kilo.\u201c<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a><\/p>\n<p>Was die Bild-Zeitung gewohnt rei\u00dferisch als \u201ebizarren Auftritt von Beate Zsch\u00e4pe\u201c hochzuschreiben versuchte, war in Wahrheit die zutiefst entt\u00e4uschende Darbietung einer \u00e4u\u00dferlich vollkommen unauff\u00e4lligen Frau. Zwar hat man sich l\u00e4ngst an die Banalit\u00e4t des b\u00f6sen Mannes gew\u00f6hnt, dessen vermeintlich \u201enormales\u201c Aussehen oft sogar als Zeichen besonderer Perfidit\u00e4t gedeutet wird.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> An das Erscheinungsbild der b\u00f6sen Frau werden aber h\u00f6here Erwartungen gestellt: idealtypisch sollte sie entweder von bet\u00f6render Sch\u00f6nheit oder absto\u00dfender H\u00e4sslichkeit sein.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Mit der Schlagzeile \u201eDer Teufel hat sich schick gemacht\u201c spielte die Bild-Zeitung eher weniger gelungen auf den Titel eines popul\u00e4ren Romans der Gattung <i>Chick Lit <\/i>\u2013 seichte Unterhaltungsliteratur weiblichen Zuschnitts \u2013 aus dem Jahr 2003 an, der wenig sp\u00e4ter mit Hollywood-Starbesetzung verfilmt wurde.<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a> Bei besagtem \u201eTeufel\u201c handelt es sich im Roman um die Chefredakteurin eines Modemagazins. Pikant daran war lediglich, dass jedermann wusste, dass sich hinter der fiktiven Figur der Miranda Priestly \u2013 im Film dargestellt von Meryl Streep \u2013 die real existierende Chefredakteurin der US-Vogue Anna Wintour verbarg, deren satanisches Potenzial sich allerdings in Stutenbissigkeit und Putzsucht ersch\u00f6pft. Die Verbindung zum Fall Zsch\u00e4pe blieb unklar und verpuffte in diffuser H\u00e4me.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Doch zur\u00fcck zu Anna Sorokin: Beachtenswerterweise zeigt das Profilbild des zu Prozessbeginn aufgetauchten Instagram-Accounts <i>@annadelveycourtroomlooks<\/i> Meryl Streep in der Rolle der Mirandy Priestly. Eine popkulturelle Endlosschleife, die einerseits das Feld der Mode als unethisch und zynisch markiert, andererseits den Gerichtsprozess gegen Sorokin-Delvey explizit als Modespektakel ausweist. Einige Magazine griffen das Thema auf und analysierten die Outfits, in denen sie vor der New Yorker Supreme Court erschien, ausf\u00fchrlich: <span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>\u201eHer wardrobe choices made news again as her trial began on Wednesday of this week. She appeared at Manhattan Supreme Court in a sleek black, low-cut dress, black tights, flats, and a choker necklace that gave her signature big black Celine glasses a nerdy chic. Her hair was well-styled, and in photographs, she appeared to walk confidently into the courtroom. She looked more like Jenna Lyons<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> than a flake who skips out on her hotel bills. She looked better, in fact, than she\u2019d looked in BFA photographs from her years as a high-flying socialite\u2014and what\u2019s more, her outfit looked much sharper than what\u2019s on the racks at H&amp;M.\u201c<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a><\/p>\n<p>\u201eOn Monday, as she\u00a0declined to take the stand, she\u00a0<a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/p\/BwkRHp5lCLr\/\">wore snakeskin<\/a>, which is hip in a Jenner<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a> sort of way, but \u201csnake\u201d is definitely not the best word to insinuate to a jury about to decide on a fraud case.\u201c<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a><\/p>\n<p>Man erfuhr, die Angeklagte habe die vorsitzende Richterin Diane Kiesel durch ihre Weigerung, den Gerichtssaal in einem bestimmten Outfit zu betreten, in Rage versetzt. Die von ihren Verteidigern eigens engagierte Celebrity-Stylistin Anastasia Walker gew\u00e4hrte der Presse Einblicke in ihre modische Strategie:<\/p>\n<p>\u201e\u201aFor this week, what was important is a clean silhouette and classic pieces\u2018, Walker told The Post about her design philosophy for the accused fraudster. \u201aYou don\u2019t want things that will be dated, especially in the age of the Internet,\u2018 she added.\u201c<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a><\/p>\n<p>Ihr Kommentar belegt, dass Walker sich durchaus bewusst dar\u00fcber ist, dass hier gerade Modegeschichte geschrieben wird. Sorokin-Delveys Looks sollen zeitlos sein, denn \u2013 das steht zu diesem Zeitpunkt bereits fest \u2013 sie werden als Bilder in den popkulturellen Kanon der Verbrecherin einflie\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Zwei Inszenierungsstr\u00e4nge<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Historisch lassen sich in der <i>Courtroom Fashion<\/i> zwei Inszenierungsstr\u00e4nge unterscheiden. Zum einen gibt es die stolze Diva, wie sie etwa von Maria Stuart verk\u00f6rpert wurde, die im Jahr 1587 in einer mit Zirbelinmarder verbr\u00e4mten Festtagsrobe und einem dramatischen Cape aus schwarzer Seide zu ihrer Hinrichtung schritt.<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a> Ein Beispiel j\u00fcngeren Datums ist das britische Supermodel Naomi Campbell. Als ein US-amerikanisches Gericht sie 2007 zur Verrichtung von <i>Community Service <\/i>verurteilte, trat sie zum Stra\u00dfenfegen in einem silbernen, schulterfreien Haute-Couture-Abendkleid des Labels Dolce &amp; Gabbana an.<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_9332\" style=\"width: 410px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/out.com\/fashion\/2016\/3\/24\/tbt-naomi-campbells-community-service-fashion-show\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-9332\" class=\" wp-image-9332\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2019\/06\/Bildschirmfoto-2019-06-16-um-12.26.11.png\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"544\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2019\/06\/Bildschirmfoto-2019-06-16-um-12.26.11.png 662w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2019\/06\/Bildschirmfoto-2019-06-16-um-12.26.11-221x300.png 221w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-9332\" class=\"wp-caption-text\">Naomi Campbell 2007, verurteilt wegen: K\u00f6rperverletzung<\/p><\/div>\n<p>Beide Beispiele zeigen, dass angeklagte bzw. verurteilte Frauen \u00fcberformelle Kleidung dazu einsetzen k\u00f6nnen, ihrer Missachtung des Gerichts auf spektakul\u00e4re Weise Ausdruck zu verleihen. Von Nachteil ist allerdings, dass das Volk solche exaltierten Darbietungen nicht immer zu sch\u00e4tzen wei\u00df. Als Lindsay Lohan 2011 mit einem 2.000-Dollar-Diamantcollier der Schmuckdesignerin Judith Ripka vor Gericht erschien, wurde dies von der Presse bissig kommentiert:\u00a0\u201eShe walks into court like a movie star; apparently, she hopes to be one [\u2026].\u201c<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\">[21]<\/a><\/p>\n<p>Daher bleibt der formvollendete Divenauftritt vor Gericht eine Seltenheit, der entweder hoffnungslos verloren F\u00e4llen oder aber Bagatelldelikten vorbehalten bleibt. Weitaus h\u00e4ufiger setzen angeklagte Frauen auf Looks, die sie bescheiden, jung und naiv wirken lassen. Als allgemein gelungen wurde im Jahr 2002 die <i>Courtroom Fashion<\/i> der Schauspielerin und Ladendiebin Winona Ryder rezipiert, die auf helle Kleider und m\u00e4dchenhafte Details wie Haarb\u00e4nder, Mary-Jane-Schuhe und Peter-Pan-Kragen setzte.<sup><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/sup><a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\">[22]<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_9331\" style=\"width: 411px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"brunchforeverymeal.wordpress.com\/2018\/02\/20\/le-scandale-the-stories-of-winona-ryder-and-mel-gibson-link-and-transcript\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-9331\" class=\" wp-image-9331\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2019\/06\/Bildschirmfoto-2019-06-16-um-12.26.21-1024x721.png\" alt=\"\" width=\"401\" height=\"282\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2019\/06\/Bildschirmfoto-2019-06-16-um-12.26.21-1024x721.png 1024w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2019\/06\/Bildschirmfoto-2019-06-16-um-12.26.21-300x211.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2019\/06\/Bildschirmfoto-2019-06-16-um-12.26.21-768x541.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2019\/06\/Bildschirmfoto-2019-06-16-um-12.26.21.png 1102w\" sizes=\"auto, (max-width: 401px) 100vw, 401px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-9331\" class=\"wp-caption-text\">Winona Ryder 2002, angeklagt wegen: Ladendiebstahl, Vandalismus, Versto\u00df gegen das Bet\u00e4ubungsmittelgesetz<\/p><\/div>\n<p>Als Anna Sorokin-Delvey am Tag der Urteilsverk\u00fcndung in einem duftigen wei\u00dfen Kleid erschien, wurde dies von den Kommentatorinnen als naheliegend und wenig originell empfunden:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>\u201eAnd for her final look, a\u00a0<i>pi\u00e8ce de r\u00e9sistance<\/i>, she has gone virgin bride. The laced white frock with a drop waist is meant to scream innocence.\u201c<a href=\"#_ftn23\" name=\"_ftnref23\">[23]<\/a><\/p>\n<p>Das Bild der Verurteilten in Wei\u00df hat ihren literarischen Ursprung in Goethes Gretchentrag\u00f6die. Inspiriert wurde diese vom Fall der jungen Kindsm\u00f6rderin Margarethe Brandt, deren Prozess und anschlie\u00dfender Hinrichtung der Jurastudent Goethe 1771\/1772 beiwohnte.<a href=\"#_ftn24\" name=\"_ftnref24\">[24]<\/a><i><sup><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/sup><\/i> Auf dem Weg zum Schafott erschien die Verurteilte \u201ein ihrem v\u00f6lligen Todten-Kleid der weisen Haube, des weisen leinernen Jacks [\u2026], weisen dergleichen Rocks, weise Handschuh anhabend.\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><a href=\"#_ftn25\" name=\"_ftnref25\">[25]<\/a><\/p>\n<p>Bis heute hat es im B\u00fchnenkost\u00fcm Tradition, Gretchen bei Faust-Inszenierungen in einem wei\u00dfen Kleid auftreten zu lassen. Mit dieser Figur schuf Goethe den Prototyp der unschuldig schuldig gewordenen Verbrecherin: einer meist jungen Frau, welche die ihr zur Last gelegten Taten zwar begangen hat, daf\u00fcr im moralischen Sinne jedoch nicht zur Verantwortung gezogen werden kann.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Ladies in White<\/p>\n<p>Im April 2019 nahm die <i>New York Times<\/i> das wei\u00dfe Kleid von Sorokin-Delvey zum Anlass, die <i>Courtroom Fashion<\/i> weiterer aufsehenerregender Prozesse gegen Frauen auf Gemeinsamkeiten zu untersuchen. Vergleichend herangezogen wurde dabei die Biotech-Betr\u00fcgerin Elisabeth Holmes und die Rapperin Cardi B., die sich wegen ihrer Beteiligung an einer Strip-Club-Schl\u00e4gerei vor Gericht verantworten musste.<\/p>\n<div id=\"attachment_9330\" style=\"width: 410px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"instagram.com\/p\/BwcXuLxhxpt\/?hl=de\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-9330\" class=\" wp-image-9330\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2019\/06\/Bildschirmfoto-2019-06-16-um-12.26.28-1024x658.png\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"257\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2019\/06\/Bildschirmfoto-2019-06-16-um-12.26.28-1024x658.png 1024w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2019\/06\/Bildschirmfoto-2019-06-16-um-12.26.28-300x193.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2019\/06\/Bildschirmfoto-2019-06-16-um-12.26.28-768x494.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2019\/06\/Bildschirmfoto-2019-06-16-um-12.26.28.png 1098w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-9330\" class=\"wp-caption-text\">Cardi B. 2019, angeklagt wegen: Ordnungswidrigkeit<\/p><\/div>\n<p>Der Artikel argumentierte, jede der Frauen h\u00e4tte ihr <i>Courtroom Outfit<\/i> dazu genutzt, sich bereits vorgeformter \u201esozialer Mythen und Archetypen\u201c zu bedienen, um Unschuld, Jugend, Reinheit etc. zu performen.<a href=\"#_ftn26\" name=\"_ftnref26\">[26]<\/a><sup><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/sup> Das ist zwar prinzipiell nicht falsch, \u00fcbersieht jedoch, dass die modische Inszenierung von Weiblichkeit, denn f\u00fcr nichts anderes stehen die oben genannten Begriffe, niemals faktisch und neutral sein kann, sondern immer auf Basis ihrer nuancierten F\u00e4rbung beurteilt wird. Sorokin-Delveys Babydoll-Kleid,<a href=\"#_ftn27\" name=\"_ftnref27\">[27]<\/a> Cardi B.\u2019s elegantes Siriano-Ensemble<a href=\"#_ftn28\" name=\"_ftnref28\">[28]<\/a> und Holmes hellgrauer Hosenanzug k\u00f6nnen daher nicht so einfach als Variationen desselben Themas in einen Topf geworfen werden. Es sind drei spezifisch unterschiedliche Selbstentw\u00fcrfe kriminell gewordener Frauen, die sich sowohl an ihrem Typus, ihrer medialen Zielgruppe und dem Wesen ihrer Vergehen orientieren. W\u00e4hrend Sorokin-Delvey noch am ehesten in das Gretchen-Schema passt, weist Cardi B. eindeutig divenhafte Z\u00fcge auf, und Holmes\u2019 hochkonventioneller Aufzug w\u00e4re ohne seine zeitliche N\u00e4he zu den beiden erstgenannten F\u00e4llen eigentlich nicht der Rede wert.<\/p>\n<p>Ableiten lie\u00dfe sich lediglich die These, dass der Auftritt in Wei\u00df sich analog zur Brautmode als neuer Standard der <i>Courtroom Fashion<\/i> durchsetzen konnte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/dianaweis.com\">Dr. Diana Weis<\/a> (1974) studierte Theaterwissenschaft, Germanistik und Kommunikationswissenschaft in M\u00fcnchen und Berlin. Sie unterrichtet Modetheorie, \u00c4sthetik und K\u00f6rpersoziologie an verschiedenen Hochschulen und schreibt als freie Autorin Stilkritiken f\u00fcr zahlreiche Magazine. 2012 hat sie das Buch \u201eCool Aussehen. Mode &amp; Jugendkulturen\u201c herausgegeben. Neben textilen Modeph\u00e4nomenen interessiert sie sich stark f\u00fcr K\u00f6rpermoden und Sch\u00f6nheitsnormen. Sie promovierte 2017 an der Universit\u00e4t Hamburg mit einer kulturwissenschaftlichen Arbeit \u00fcber das Nervengift Botox.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Anmerkungen<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Rykers Island: Gef\u00e4ngnisinsel im East River von New York<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Kenzie Bryant: The Baby-Doll Innocence of Anna \u201cDelvey\u201d Sorokin\u2019s Last Trial Look, Vanity Fair am 23. April 2019. Abrufbar unter: vanityfair.com\/style\/2019\/04\/anna-delvey-sorokin-court-trial-outfit-final-white-dress [zuletzt abgerufen am 04. Juni 2019]<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Vgl. Susanne Karstedt: Emancipation, crime and problem behavior of women: A perspective from Germany, in: Gender Issues, 18\/3, 2000, S. 21-58.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Vgl. Mariacarla Gadebusch Bondio:\u00a0Die Rezeption der kriminalanthropologischen Theorien von Cesare Lombroso in Deutschland von 1880\u20131914. Abhandlungen zur Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften 70, Husum 1995<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Vgl. Kompisch, Kathrin: T\u00e4terinnen. Frauen im Nationalsozialismus, K\u00f6ln\/Weimar\/Wien 2008; Patricia Pearson: When She Was Bad: How And Why Women Get Away With Murder, Toronto 1997<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Vgl. Kersten, Joachim: Gut und (Ge)schlecht. M\u00e4nnlichkeit, Kultur und Kriminalit\u00e4t, Berlin\/New York 1997, S. 23ff.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Vgl. Eisenstein, Zillah R.: The female body and the law, Berkeley\/Los Angeles 1988, S. 55<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Vgl. Pearson 1997<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Vgl. Michael Klonovsky: Das geschw\u00e4chte Geschlecht, Focus, 04. Oktober 2008. Online abrufbar unter: focus.de\/politik\/deutschland\/gesellschaft-das-geschwaechte-geschlecht_aid_338086.html [zuletzt abgerufen am 04. Juni 2019]<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Bild vom 07.05.2013<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Vgl. Cleckley, Hervey M.: The Mask of Sanity: An Attempt to Clarify Some Issues About the So-Called Psychopathic Personality, Augusta, Georgia, 1988<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Vgl. Lauren Weisberger: Der Teufel tr\u00e4gt Prada, M\u00fcnchen 2006<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> US-amerikanische Modedesignerin und Stilikone des \u201eclean chic\u201c, ehem. Kreativchefin des Labels J. Crew<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Rachel Tashjihan: Allged \u201eSoho Grifter\u201c Anna Sorokin Is Using a Courtroom Stylist, in: GQ, 28. M\u00e4rz 2019. [Online abrufbar unter: gq.com\/story\/soho-grifter-courtroom-stylist, zuletzte abgerufen am 04. Juni 2019]<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Die US-amerikanischen Schwestern Kendall und Kylie Jenner, Model und Beauty-Mogulin, Stilikonen der Instagram-Kultur<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Bryant 2019<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> Rebecca Rosenberg\/Lia Eustachewich: Fake heiress Anna Sorokin taps a Celebrity Stylist for her trial, New York Post am 28. M\u00e4rz 2019. [Online abrufbar unter nypost.com\/2019\/03\/28\/fake-heiress-anna-sorokin-taps-a-celebrity-stylist-for-her-trial\/, zuletzte abgerzgen am 04. Juni 2019]<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> Vgl. Stefan Zweig: Maria Stuart, Frankfurt a.M. 1996, S. 449f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Vgl. Les Fabia Brathwaite: #TBT: Naomi Campbell\u2019s Community Service Fashion Show, Out.com am 24. M\u00e4rz 2016 [Online abrufbar unter out.com\/fashion\/2016\/3\/24\/tbt-naomi-campbells-community-service-fashion-show, zuletzt abgerufen am 04. Juni 2019]<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> Ruth La Ferla: Turning the Perp Walk Into a Runway Strut, New York Times am 16. M\u00e4rz 2011 [online abrufbar unter: nytimes.com\/2011\/03\/17\/fashion\/17lindsay.html?module=inline, zuletzt abgerufen am 04. Juni 2019]<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> Vgl. Robin Givhan: The Verdict on Winona\u2019s Clothes, The Washington Post am 8. November 2002 [Online abrufbar unter washingtonpost.com\/archive\/lifestyle\/2002\/11\/08\/the-verdict-on-winonas-clothes\/8f40bdfa-7233-438a-b027-ea8902dc4b3d\/?utm_term=.0e630de88457, zuletzt abgerufen am 04. Juni 2019]<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref23\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> Kenzie Bryant: The Baby-Doll Innocence of Anna \u201cDelvey\u201d Sorokin\u2019s Last Trial Look, Vanity Fair am 23. April 2019. Abrufbar unter: vanityfair.com\/style\/2019\/04\/anna-delvey-sorokin-court-trial-outfit-final-white-dress [zuletzt abgerufen am 04. Juni 2019]<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref24\" name=\"_ftn24\">[24]<\/a> Vgl. Rebekka Habermas: Das Frankfurter Gretchen. Der Prozess gegen die Kindsm\u00f6rderin Susanna Margaretha Brandt, M\u00fcnchen 1999<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref25\" name=\"_ftn25\">[25]<\/a> Nicht benannte zeitgen\u00f6ssische Quelle, zit. nach Klaus Kastner: Literatur und Wandel im Rechtsdenken, Stuttgart 1993, S. 37<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref26\" name=\"_ftn26\">[26]<\/a> Vgl. Vanessa Friedman: Does this dress make me look guilty? New York Times am 25. April 2019. [Online abrufbar unter: nytimes.com\/2019\/04\/25\/fashion\/anna-sorokin-elizabeth-holmes-card-b-court-fashion.html, zuletzt abgerufen am 04. Juni 2019]<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref27\" name=\"_ftn27\">[27]<\/a>instagram.com\/p\/BwmtfLKl1lo\/<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref28\" name=\"_ftn28\">[28]<\/a>instagram.com\/p\/BwcXuLxhxpt\/<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Courtroom Fashion<\/p>\n","protected":false},"author":391,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[57],"tags":[],"class_list":["post-9325","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9325","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/users\/391"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9325"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9325\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9325"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9325"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9325"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}