{"id":9505,"date":"2019-09-23T08:51:06","date_gmt":"2019-09-23T06:51:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pop-zeitschrift.de\/?p=9505"},"modified":"2019-09-23T08:51:06","modified_gmt":"2019-09-23T06:51:06","slug":"geteilte-drohungvon-daniel-hornuff23-9-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/2019\/09\/23\/geteilte-drohungvon-daniel-hornuff23-9-2019\/","title":{"rendered":"Geteilte Drohungvon Daniel Hornuff23.9.2019"},"content":{"rendered":"<div class=\"page\" title=\"Page 91\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>\u00bbDie Neue Rechte und ihr Design\u00ab \u2013 zur Bedeutung von Gewaltsuggestionen in Social Media<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">[Vorabver\u00f6ffentlichung eines Kapitel aus:<br \/>\nDaniel Hornuff, <a href=\"https:\/\/www.transcript-verlag.de\/978-3-8376-4978-9\/die-neue-rechte-und-ihr-design\/\">Die Neue Rechte und ihr Design.\u00a0Vom \u00e4sthetischen Angriff auf die offene Gesellschaft<\/a>,<br \/>\nBielefeld 2019, transcript Verlag, S. 91-99]<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Zum Gewaltaufruf<\/p>\n<p>F\u00fcr ihn sei es \u00bbeine bewusste Entscheidung\u00ab. Eine knappe Stunde lang tr\u00e4gt Martin Sellner im Februar 2017 bei der \u00bbWinterakadmie des Instituts f\u00fcr Staatspolitik\u00ab das \u00bbBekenntnis der Identit\u00e4ren zum gewaltlosen Widerstand\u00ab<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> vor. Kern seiner Ausf\u00fchrungen bildet der Versuch, das \u00bbgewaltlose Vorgehen\u00ab als vorteilhaft gegen\u00fcber einer gewaltsam erzwungenen Machtergreifung zu begr\u00fcnden. Die Durchsetzung des eigenen Anspruchs m\u00fcsse in Gestalt eines \u00bbidealistische[n] Aktivismus\u00ab bef\u00f6rdert werden.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_9506\" style=\"width: 481px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-9506\" class=\"wp-image-9506\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2019\/09\/Bildschirmfoto-2019-09-21-um-11.37.24.png\" alt=\"\" width=\"471\" height=\"359\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2019\/09\/Bildschirmfoto-2019-09-21-um-11.37.24.png 988w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2019\/09\/Bildschirmfoto-2019-09-21-um-11.37.24-300x228.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2019\/09\/Bildschirmfoto-2019-09-21-um-11.37.24-768x585.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 471px) 100vw, 471px\" \/><p id=\"caption-attachment-9506\" class=\"wp-caption-text\">Meme in der Absicht eines mehrfachen Mordaufrufs.<\/p><\/div>\n<p>Der Verweis auf die \u00bbbewusste Entscheidung\u00ab dient Sellner dazu, den Aufruf zur Gewaltlosigkeit als Ergebnis einer \u00bbstrategischen \u00dcberlegung\u00ab vorzustellen. Es geht also gerade nicht um das generelle Zur\u00fcckweisen jeglicher Gewalt. Man verlege sich besser darauf, \u00bbdie Gegner, die Antifa, die Islamisten in das offene Messer der Militanz und Gewaltt\u00e4tigkeit laufen zu lassen, damit der Staat letztendlich sie absch\u00fcttelt\u00ab. Der Gewaltverzicht ist somit weder ein politisches Prinzip noch eine leitende Haltung. Er sei einzig deshalb zu bevorzugen, weil es mit ihm unter den aktuell herrschenden Bedingungen leichter falle, das Eigeninteresse zu verwirklichen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Folglich verwundert es nicht, wenn Sellner noch einen Schritt weitergeht, indem er in das Bekenntnis zur Gewaltlosigkeit eine Hintert\u00fcr zur Gewaltaus\u00fcbung einbaut: \u00bbWir wissen, dass es besser ist und besser wirkt, und deshalb geht Gewaltlosigkeit und gewaltlose Disziplin f\u00fcr mich Hand in Hand mit der F\u00e4higkeit, sich selber wehren zu k\u00f6nnen.\u00ab Da nach Auffassung der <i>Identit\u00e4ren Bewegung <\/i>die liberalen europ\u00e4ischen Staaten versagt und mit ihren Organen unmittelbar vor dem Kollaps st\u00fcnden, erscheint der Bedarf, sich zu wehren, als st\u00e4ndig gegeben \u2013 so dass Sellners explizite Absage an eine Gewaltinitiative eine implizite Aufforderung zur Gewaltreaktion enth\u00e4lt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Bedeutsam ist weiterhin, dass sich Sellner in diesem Vortrag weder von der rechtsextremistisch motivierten Gewalt anderer noch von (unbeabsichtigter) Gewalt im Namen der Identit\u00e4ren distanziert. Im Gegenteil: W\u00f6rtlich wird von einer \u00bbganz wichtige[n] St\u00fctze f\u00fcr die metapolitische Ver\u00e4nderung\u00ab gesprochen und die Identit\u00e4ren damit als zus\u00e4tzliche Kraft f\u00fcr die rechtsnationalistische Tendenz pr\u00e4sentiert. Der Verzicht auf den Einsatz von Gewalt wird somit auch hier auf eine lediglich partielle Erg\u00e4nzung im gemeinsamen Kampf gegen den \u203agro\u00dfen Austausch\u2039 beschr\u00e4nkt. Die Drecksarbeit, so darf man schlie\u00dfen, bleibt inh\u00e4renter Bestandteil.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund dieser und \u00e4hnlicher Positionierungen wird ersichtlich, dass der neurechte Aufschwung nur dann im Kern zu verstehen ist, wenn auch seine \u00e4sthetisierten Gewaltphantasien Beachtung finden. Denn darauf spekulieren Sellner und andere Identit\u00e4re immer wieder: Im notorischen Beschw\u00f6ren eines \u00e4sthetischen Aktivismus sollen Gewaltneigungen imaginativ entfesselt, soll in bildlichen, habituellen und performativen Formaten den eigenen Gewaltvorstellungen freier Ausdruck gew\u00e4hrt werden. Entsprechend ungehemmt \u00e4u\u00dfern sich viele Anh\u00e4ngerinnen und Anh\u00e4nger neurechter Bewegungen auf entsprechenden Plattformen und in den Sozialen Netzwerken.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Als wichtigste Artikulationstechniken haben sich in diesem Zusammenhang sogenannte Memes etabliert. Gelten sie manchen bereits als \u00bbdas \u203aFast Food des Internets\u2039, weil sie Nutzerbed\u00fcrfnisse direkt stillen k\u00f6nnen\u00ab<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a>, lassen sie sich erst recht dazu vereinnahmen, besonders dr\u00e4ngende Bed\u00fcrfnisse zu befriedigen. \u00dcber Memes werden nicht nur politische Pr\u00e4ferenzen ausgehandelt und unterschiedliche Weltsichten miteinander in Kontakt gebracht; oft \u00fcbernehmen sie eine best\u00e4tigende Funktion, werden also gepostet und geteilt, um Zustimmung zu bekunden. Dennoch sind Memes alles andere als ungebrochene Bekenntnistr\u00e4ger.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Vielmehr ist mit ihnen stets auch eine ironisch-kommentierende Funktion verbunden, \u00fcber die sich wiederum Distanz zu aktuellen Ereignissen oder j\u00fcngsten Berichterstattungen herstellen l\u00e4sst. \u00bbInternet-Memes\u00ab, so die Einsch\u00e4tzung einer diesbez\u00fcglichen Studie, \u00bbk\u00f6nnte man fast schon als maximal eingedampfte Story bezeichnen. Es bedarf hier oftmals gar keiner epischen Ausschweifung, sondern einer pr\u00e4gnanten Darstellung von Inhalten, die uns unmittelbar [&#8230;] anspricht [&#8230;]. Zumeist ist es sogar so, dass Internet-Memes vorhandene Geschichten als Vehikel benutzen, als Trigger.\u00ab<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Neben einer situativen Reflexion k\u00f6nnen sie also auch die Rolle einer Verst\u00e4rkung einnehmen und somit bereits angelegte Auffassungen bis zur Verh\u00e4rtung intensivieren.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Eines der international meistgeteilten rechtsextremistischen Memes ist das eingangs gezeigte. Nachdem <i>Nike <\/i>einen Sport-Hijab entwickelt und diesen 2018 auf den Markt gebracht hatte, kursierte in direkter Reaktion auf neurechten, rechtspopulistischen und offen rechtsradikalen Netzwerk-Accounts neben dem erw\u00e4hnten noch ein zweites Meme. Beide zeigen einen Ausschnitt aus der <i>Nike<\/i>-Kampagne und kombinieren das darin pr\u00e4sentierte Kleidungsst\u00fcck mit einem Berg faustgro\u00dfer, Logo-bedruckter Steine beziehungsweise \u2013 wie vorliegend \u2013 mit einer entsprechend gebrandeten Machete.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die jeweils nebengestellten Textst\u00fccke stellen denn auch einen Zusammenhang zwischen dem Wunsch nach dem Kleidungsst\u00fcck und (m\u00e4nnlichen) Gewaltakten her. H\u00f6hnisch wird insinuiert, dass die Entfaltung des Konsums im Zuge einer gestiegenen Emanzipation zur archaisch-patriarchalen Bestrafung f\u00fchre. Damit wird das rassistische Stereotyp von der muslimischen R\u00fcckst\u00e4ndigkeit aufgenommen und als Voraussetzung zum T\u00f6tungsdelikt ausgelegt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Doch Eindeutigkeit ist nicht die Sache eines Memes. Gerade weil es sich kommentierend auf einen (angenommenen) Sachverhalt bezieht, \u00f6ffnet es Deutungsr\u00e4ume. Besonders anschaulich fasste dies Angela Nagle, als sie mit Blick auf einige in den USA zirkulierende, rechtsextremistische Memes fragte: \u00bbWissen die an solchen Memes Beteiligten \u00fcberhaupt noch, was sie antreibt und ob sie es selbst ernst meinen oder nicht? K\u00f6nnte es sein, dass sie in ein und demselben Medienph\u00e4nomen gleichzeitig ironische Parodist_innen <i>und <\/i>ernsthafte Akteur_innen darstellen?\u00ab<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Diese \u2013 nur scheinbare \u2013 Paradoxie d\u00fcrfte ebenso auf Gestaltungen zutreffen, die einzig auf die Entw\u00fcrdigung vermeintlich homogener Personengruppen gerichtet sind. So wird das Hijab-Meme keineswegs nur als kulturchauvinistisches Gimmick wahrgenommen. Aus den zahllosen begleitenden Kommentaren ist zu erfahren, dass die Darstellung auch als Mordaufruf aufgefasst wird. Die Zusammenstellung von einer als kulturell defizit\u00e4r konzipierten Person und T\u00f6tungswerkzeugen veranlasst zum Sinnieren dar\u00fcber, ob man die Sache nicht auch selbst in die Hand nehmen k\u00f6nne \u2013 oder gar m\u00fcsse. Letztlich w\u00fcrde damit ja nur ein kulturtypischer Brauch \u00fcbernommen, ja mit der T\u00f6tung w\u00e4re gar ein Zeichen des Respekts an die \u203adort\u2039 herrschende Tradition zu senden.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Diese und \u00e4hnliche Entfesselungen zeigen, wohin der von Sellner apostrophierte \u203aidealistische Aktivismus\u2039 f\u00fchren kann. Obgleich weder Sellner pers\u00f6nlich noch die <i>Identit\u00e4re Bewegung <\/i>als Kollektiv an der Entwicklung dieser beiden Memes beteiligt waren \u2013 und obwohl auch sonst kein Zusammenhang besteht \u2013, ist das verbreitete Klima nicht aus der mittelbaren Verantwortung zu entlassen. Das intellektualisierte Anstacheln zur Absenkung von Gewalthemmungen wirkt insofern, als es der Gewalt eine politische Legitimation in Aussicht stellt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Wer sich in und mit solchen Memes bis an die Grenze zur strafrechtlichen Relevanz ausl\u00e4sst, der kann sich mithilfe des identit\u00e4ren \u00dcberbaus moralisch entlasten. Daf\u00fcr braucht es keinen Direktkontakt zwischen \u00e4sthetischen Setzungen und den Protagonisten der Bewegung. Wie Sellner selbst kundgibt, gehe es einzig darum, auf je eigenem Terrain die gemeinsame Sache voranzutreiben.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Derartige Memes fungieren daher vorrangig im Sinne der ideologischen Festigung. Indem man sie empf\u00e4ngt und teilt, kn\u00fcpft man am gemeinsamen Netz. Und mehr noch: Vor allem das Teilen und Weiterverbreiten kann ein Gef\u00fchl autorit\u00e4rer Eigenaktivit\u00e4t best\u00e4rken. Schlie\u00dflich hat man sich wieder einmal f\u00fcr das Gemeinsame eingesetzt, selbst wenn es nur ein paar Klicks und allenfalls ein rasch dahingeschriebener Kommentar waren! In der scheinbaren Beil\u00e4ufigkeit des Tuns gedeiht die Radikalisierung still und weitgeend unbemerkt \u2013 wobei es oft genug gerade solch nebens\u00e4chliche T\u00e4tigkeiten sind, \u00fcber die sich Selbstverst\u00e4ndlichkeit einstellt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Wenn also das Teilen eines \u2013 bestenfalls halb kaschierten \u2013 Mordaufrufs wie nebenbei geschieht, hat dann ein solcher Aufruf nicht bereits die Stufe des Gew\u00f6hnlichen erreicht? Ist er damit nicht schon als lebenspraktische Option akzeptiert? Und sind mit dieser Akzeptanz nicht auch Grenzmauern zwischen Aufruf und Ausf\u00fchrung geschw\u00e4cht?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_9507\" style=\"width: 705px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-9507\" class=\"size-large wp-image-9507\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2019\/09\/Bildschirmfoto-2019-09-21-um-11.37.40-1024x588.png\" alt=\"\" width=\"695\" height=\"399\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2019\/09\/Bildschirmfoto-2019-09-21-um-11.37.40-1024x588.png 1024w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2019\/09\/Bildschirmfoto-2019-09-21-um-11.37.40-300x172.png 300w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2019\/09\/Bildschirmfoto-2019-09-21-um-11.37.40-768x441.png 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2019\/09\/Bildschirmfoto-2019-09-21-um-11.37.40.png 1136w\" sizes=\"auto, (max-width: 695px) 100vw, 695px\" \/><p id=\"caption-attachment-9507\" class=\"wp-caption-text\">Beitrag der AfD-Jugend zum \u00f6f fentlichen Umgang mit Straf tatbest\u00e4nden.<\/p><\/div>\n<p>Wie \u00e4sthetisch brachial bei gegebenem Anlass an diesen Grenzmauern geh\u00e4mmert wird, demonstrierte Anfang 2016 Th\u00fcringens <i>Junge Alternative<\/i>. Nachdem es in der zur\u00fcckliegenden Silvesternacht im Bereich des K\u00f6lner Hauptbahnhofs und des Doms zu sexualisierten \u00dcbergriffen an Frauen gekommen war, \u00e4u\u00dferte sich K\u00f6lns Oberb\u00fcrgermeisterin Henriette Reker im Rahmen einer Pressekonferenz zu allgemeinen Vorsichtsma\u00dfnahmen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Dabei verwies Reker darauf, dass es \u00bbimmer eine M\u00f6glichkeit\u00ab sei, \u00bbeine gewisse Distanz zu halten, die mehr als eine Arml\u00e4nge betrifft\u00ab.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> In der Folge kam es zu teils \u00e4u\u00dferst aggressiven, unter <i>#EineArmlaenge <\/i>geb\u00fcndelten Protesten rechtsnationalistischer Gruppierungen. Dass diese dabei durchg\u00e4ngig einer verdrehten Falschauslegung des Statements aufsa\u00dfen, ging in der auf kochenden Wut fast vollst\u00e4ndig unter.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Der gezeigte \u2013 und bis heute<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> nicht gel\u00f6schte \u2013 <i>Facebook<\/i>-Post steht prototypisch f\u00fcr eine spezifische Designpraxis der Neuen Rechten. Derart offen vorgetragene Morddrohungen scheren sich nicht mehr um ein Spiel mit Andeutungen oder um ein Jonglieren mit wendigen Mehrdeutigkeiten. Stattdessen wird einem Kult direkter Botschaften gefr\u00f6nt. Ersichtlich vom Eindruck berauscht, im Grunde nichts mehr (be-)f\u00fcrchten zu m\u00fcssen, gibt es auch keinen Anlass mehr, irgendwelchen Hemmungen Geh\u00f6r zu schenken. Die Inszenierung der vorgehaltenen Waffe im Zusammenwirken mit der aufgebrachten Textdrohung d\u00fcrfte in eine gleich dreifache Mobilisierung investieren:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>So wird mit dem Post erstens gegen \u00bbdie katastrophale Asyl- und Einwanderungspolitik\u00ab<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> gehetzt, indem die vorgefallenen Straftatbest\u00e4nde als deren automatische Folgen behauptet werden. Zweitens wird der vermeintlich Fremde \u2013 wer auch immer damit gemeint sein mag \u2013 ins Visier genommen und indirekt zum Abschuss freigegeben. Und drittens wird die Waffe symbolisch gegen die Oberb\u00fcrgermeisterin gerichtet, die nur ein Jahr zuvor Opfer eines rechtsextremistisch motivierten Attentats geworden war.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Damit ist klar, dass der Zweck solch buchst\u00e4blich sprechender Arrangements im Aufwallen einer diffusen fremden- und politikfeindlichen Stimmung liegt. Letztlich setzen derartige Ver\u00f6ffentlichungen auf die schleichende Herbeif\u00fchrung unkontrollierbarer<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Zust\u00e4nde. Man m\u00f6chte die gegebene Ordnung in chaotische Konstellationen kippen (lassen), um die eigene politische Kraft als ultimativ durchgreifende, neue Ordnungsmacht einsetzen zu k\u00f6nnen. Dies d\u00fcrfte auch der Grund sein, warum rechtspopulistische Parteien solche Posts, sofern sie weder von Netzwerkbetreibern gel\u00f6scht noch strafrechtlich sanktioniert<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> werden, m\u00f6glichst lange auf ihren Seiten belassen. Denn gerade hier kommt offenen Kommentarfunktionen eminente Bedeutung zu.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Dazu Beispiele: Unter dem genannten Post bl\u00e4st User \u00bbNorbert Hanser\u00ab direkt zur \u00bbAttacke\u00ab; Mitkommentator \u00bbFrank M\u00fcller\u00ab zeigt sich erfreut und denkt die Sache in gr\u00f6\u00dfere Dimensionen: \u00bbCool! Weiter so! Ohne viel Worte auf den Punkt gebracht. So k\u00f6nnte mal unsere Zukunft aussehen, wenn CDUSPDGr\u00fcneLinke unser Land weiter runterdemokratisieren\u00ab; \u00bbChris Modell\u00ab wiederum spendet unumwunden Lob f\u00fcr das \u00bbSpitzen Plakat. Provokant aber Sehr gut\u00ab; und \u00bbHolger Herrmann\u00ab geht auf direktem Weg ins Grunds\u00e4tzliche: \u00bbWir m\u00fcssen uns und unser Land selber sch\u00fctzen der Staat macht es ja nicht.\u00ab<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Dies mag verdeutlichen, dass das neurechte Hantieren mit \u00f6ffentlich ausgebreiteten Gewaltsuggestionen nicht isoliert zu betrachten ist. Entscheidend ist das kommunikative Zusammenwirken zwischen Designentw\u00fcrfen und deren kommentierender Rezeption. Dieses im Grunde geschlossen-homogene Wechselspiel aus Angebot und Nachfrage kann bef\u00f6rdern, was gemeinhin als ideologische Radikalisierung bezeichnet wird. Zwar sind solche Posts keineswegs ausschlagend f\u00fcr ein Abdriften in den gewaltbereiten Extremismus, wie es \u00fcberhaupt widersinnig ist, den soziokulturellen Kontext solcher Einlassungen auszublenden. Dennoch \u00fcbernehmen derartige Posts die Aufgabe eines kleinen weltanschaulichen Fitness-Zentrums, gestatten also, eine bereits angelegte Einstellung durch deren Kr\u00e4ftigung weiter zu vereinseitigen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die mutma\u00dflich von einem Rechtsextremisten ver\u00fcbte Ermordung des Kasseler Regierungspr\u00e4sidenten Walter L\u00fcbcke im Juni 2019 hat einmal mehr die Gefahr ins Bewusstsein gehoben, die von solch angeleiteten Kraft\u00fcbungen ausgeht. Insbesondere gelangte in der Folge neben dem ideologischen auch der \u00e4sthetische Radikalismus rechtsnationalistischer Nischen an das Licht der \u00d6ffentlichkeit. So wurde einsehbar, wie gestalterisch ungeniert gehetzt worden war: Fotografien und Grafiken von Pistolen und Galgen wechselten sich mit Parolen ab, die ein \u00bbAn die Wand stellen!\u00ab<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> forderten und andere dazu anstachelten, doch endlich das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen. Lange vor der Tat bildete sich so ein riesiges, waberndes Netzwerk des auf kochenden Hasses, das dazu einlud, stets noch h\u00e4rtere Stoffe und immer gewagtere Inszenierungen beizusteuern.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Besonders bedr\u00fcckend war aber, dass schlie\u00dflich auch die Tat dazu genutzt wurde, letzte Zur\u00fcckhaltungen fallen zu lassen. Der aufbrechende Triumph, es tats\u00e4chlich \u203ageschafft\u2039 zu haben, berauschte sich an der Vorstellung, das Erreichte nun an anderen und an anderer Stelle fortzusetzen. Neonazistische B\u00fcnde schickten \u00bbGr\u00fc\u00dfe an den Bruder in Haft\u00ab, posteten Portr\u00e4tfotos von L\u00fcbcke in Kombination mit Bildern von der Ermittlungsarbeit, um diesen durch Textbeigaben die Aussicht auf neue Aktionen an die Seite zu stellen: \u00bbEs wird geschehen, der Tag ist nicht mehr fern. Da werden all\u2019 die hohen Herrn gehangen an die Latern\u2019.\u00ab<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die Entwicklungen im Nachgang der Tat markieren eine Z\u00e4sur. Das beredte Schweigen der parlamentarisch organisierten Rechten und das Triumphgebr\u00fcll der Neonazis offenbaren die Bruderschaft im Geiste. Bis zu diesem Zeitpunkt war mit einigen guten Gr\u00fcnden davon auszugehen, dass es ein Gebot der Stunde sei, um die liberalen Konservativen in rechtsnationalistischen Kreisen zu k\u00e4mpfen; dass es sich lohne, den Dialog, so m\u00fchselig und ern\u00fcchternd er sich im Einzelfall auch gestalten mag, aktiv zu suchen, um Verlorengegangene zur\u00fcckzugewinnen; ja dass es von zivilgesellschaftlicher wie demokratiepolitischer Verantwortung sei, die ausgrenzenden Tendenzen in der Gesellschaft durch \u00dcberzeugungsarbeit wieder schrittweise einzufangen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Klar ist nun aber: Gro\u00dfe Teile der Neuen Rechten werden sich weder strukturell noch ideologisch vom gewaltbereiten Rechtsextremismus abspalten. Im Gegenteil: Durch sie gewinnt der Rechtsextremismus erst jene Gestalt, die ihm Zugang zur Mitte der Gesellschaft erm\u00f6glicht. Rechtsextremismus und Teile der Neuen Rechten verhalten sich zueinander wie die Wurzel zum Baum: Ohne Verflechtungen im Untergrund k\u00f6nnte das Herausragende<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>nicht existieren. Und erst das Zusammenwirken beider Elemente verleiht dem Organismus Vitalit\u00e4t.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Dem Willen zur Auseinandersetzung muss daher ein Wille zur harten gesellschaftspolitischen \u00c4chtung und konsequenten parlamentarischen Stigmatisierung vorausgehen. Mit Rechten zu reden setzt die Schm\u00e4hung einer Ideologie voraus, die ersichtlich bereit ist, Gewaltverbrechen unterschiedlichster Art als zumindest hinnehmbare Mittel einzustufen. Dies wiederum muss zur Folge haben, dass fortan jede Form politischer Kooperation tabuisiert wird.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Der \u00e4sthetische Angriff auf die offene Gesellschaft durch die Designanstrengungen der Neuen Rechten diversifiziert rechtsextremistische Handlungsbereitschaft \u2013 auch und gerade beim Spiel mit T\u00f6tungsabsichten. Doch eben dies bedeutet: Die Feinde der offenen Gesellschaft stehen nicht l\u00e4nger an deren Rand, sie leben nicht mehr im Modus des scheinbar radikal Anderen. Ihre Vertreterinnen und Vertreter befinden sich inmitten des gesellschaftlichen Raums. Wie also mit ihnen umgehen, ohne diesen Raum, den Grundkonsens eines zivilisatorischen Gemeinwesens, aufzugeben?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Anmerkungen<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Charakterisierung entnommen der Beschreibung, mit der die Videoaufzeichnung des Vortrags auf dem YouTube-Account \u00bbkanal schnellroda\u00ab ver\u00f6ffentlich wurde, auf: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=3gjTgCAYwaA\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=3gjTgCAYwaA<\/a>.\u00a0<a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><\/a><br \/>\n<a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Ausz\u00fcge aus Martin Sellner: Gewaltloser Widerstand (Videomitschnitt eines Vortrags, gehalten am 18. Februar 2017 \u00bbim Rahmen der 17. Winterakademie des Instituts f\u00fcr Staatspolitik\u00ab), auf: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=3gjTgCAYwaA\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=3gjTgCAYwaA<\/a>.<br \/>\n<a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\"><\/a><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Anne Leiser: Erkenntnisse der empirischen Meme-Forschung: Nutzen und Wirkung politischer Internet-Memes aus Nutzerperspektive, in: Lars B\u00fclow,Michael Johann (Hrsg.): Politische Internet-Memes \u2013 Theoretische Herausforderungen und empirische Befunde. Berlin 2019, S. 229\u2013248, hier S. 242.<br \/>\n<a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a>\u00a0Patrick Breitenbach: Memes: Das Web als kultureller N\u00e4hrboden, in: Christian Stiegler, Patrick Breitenbach, Thomas Zorbach (Hrsg.): New Media Culture. Mediale Ph\u00e4nomene der Netzkultur. Bielefeld 2015, S. 29\u201350, hier S. 44.<br \/>\n<a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Angela Nagle: Die digitale Gegenrevolution. Online-Kulturk\u00e4mpfe der Neuen Rechten von 4chan und Tumblr bis zur Alt-Right und Trump [engl. Original: Kill All Normies. Online Culture Wars From 4Chan And Tumblr To Trump And The Alt-Right. Alresford 2017]. Bielefeld 2018,\u00a0S. 15.<br \/>\n<a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Zitiert nach Anonymus: Emp\u00f6rung \u00fcber Rekers Hinweis auf Verhaltensregeln f\u00fcr Frauen. K\u00f6lns B\u00fcrgermeisterin wird f\u00fcr ihren Verweis auf einen Verhaltenskatalog f\u00fcr Frauen nach den \u00dcbergriffen scharf kritisiert. Dieser wurde aus dem Zusammenhang gerissen, in: ZEIT online (Beitrag vom 06.01.2016), auf: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2016-01\/henriette-reker-koeln-silvester-einearmlaenge\">https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2016-01\/henriette-reker-koeln-silvester-einearmlaenge<\/a>.<br \/>\n<a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a>\u00a0Gemeint ist der 24.07.2019.<br \/>\n<a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Wiebke Muhsal, damalige Landesvorsitzende der Jungen Alternative Th\u00fcringen, auf: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/jungealternativethueringen\/posts\/dass-frau-reker-in-einer-solchen-situation-frauen-also-den-opfern-meint-empfehle\/1671310849806474\/\">https:\/\/www.facebook.com\/jungealternativethueringen\/posts\/dass- frau-reker-in-einer-solchen-situation-frauen-also-den-opfern-meint-em pfehle\/1671310849806474\/<\/a>.<br \/>\n<a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\"><\/a><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a>\u00a0Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Gera wurden in diesem Fall Vorermittlungen aufgenommen, allerdings keine Strafverfolgungen eingeleitet.<br \/>\n<a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Zitate unver\u00e4ndert der Kommentarleiste des Posts entnommen, auf: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/jungealternativethueringen\/posts\/dass-frau-reker-in-einer-solchen-situation-frauen-also-den-opfern-meint-empfehle\/1671310849806474\/\">https:\/\/www.facebook.com\/jungealternativethueringen\/posts\/dass-frau-reker-in-einer-solchen-situation-frauen-also-den-opfern-meint-empfehle\/1671310849806474\/<\/a>.<a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\"><\/a><br \/>\n<a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a>\u00a0Zitiert nach Lars Wienand: Erika Steinbach heizte Hass auf Walter L\u00fcbcke neu an, in: t-online.de (Beitrag vom 17.06.2019), auf: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/id_85876452\/txtor_CS1-5019-%5Bfacebook%5D-%5B%20fanpage%5D-%5Bhandy%5D-%5B%5D\/erika-steinbach-fachte-hass-auf-walter-luebcke-neu-an.html\">https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/id_85876452\/txtor_CS1-5019-%5Bfacebook%5D-%5B fanpage%5D-%5Bhandy%5D-%5B%5D\/erika-steinbach-fachte-hass-auf-walter-luebcke-neu-an.html<\/a>.<br \/>\n<a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Grafik und Text entnommen aus Stefan Sch\u00f6lermann: Braunschweiger Neonazis feiern L\u00fcbcke-Attent\u00e4ter, in: NDR.de, auf: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/braunschweig_harz_goettingen\/Braunschweiger-Neonazis-feiern-Luebcke-Attentaeter,neonazis298.html\">https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/braunschweig_harz_goettingen\/Braunschweiger-Neonazis-feiern-Luebcke-Attentaeter,neonazis298.html<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Ver\u00f6ffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors und des transcript Verlags.<br \/>\nN\u00e4here Hinweise zum Buch <a href=\"https:\/\/www.transcript-verlag.de\/978-3-8376-4978-9\/die-neue-rechte-und-ihr-design\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2019\/09\/Daniel-Hornuff-9783837649789.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-9508 size-medium\" src=\"http:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2019\/09\/Daniel-Hornuff-9783837649789-180x300.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2019\/09\/Daniel-Hornuff-9783837649789-180x300.jpg 180w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2019\/09\/Daniel-Hornuff-9783837649789-768x1280.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-siegen.de\/pop-zeitschrift\/files\/2019\/09\/Daniel-Hornuff-9783837649789-614x1024.jpg 614w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" 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