Joanna Staśkiewicz

Kurzbio


Joanna Staśkiewicz studierte Sozialwissenschaften an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und promovierte an der Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). Sie war unter anderem research associate an der Loyola Universität in New Orleans und von Juni bis November 2018 Visiting Postdoctoral Scholar an der Tulane Universität in New Orleans. Forschungsschwerpunkte: Gender Studies, soziale Bewegungen, Mythen- und Diskursforschung, Poststrukturalismus, populäre Kulturen und Performance Studies. Mehr Informationen.

 

Projekt

Simulacrum of gender, desire and local myths in the (New) Burlesque. The comparison of the burlesque scenes in New Orleans, Berlin and Warsaw

Mit diesem Projekt wird das Phänomen der (Neo-)Burlesque analysiert, die in Anlehnung an Jean Baudrillard als doppeltes Simulacrum gesehen werden kann: Sowohl als Simulacrum der Konstruktionen der Geschlechterordnung, der Sexualität, der Verführung und des Begehrens als auch als Simulacrum lokaler „Mythen” und Elemente der Popkultur. Dabei wird die (Neo-)Burlesque ebenfalls als eine theatralische Aufführung untersucht, die sowohl affirmative als auch subversive Elemente aufweist. Neben der Simulacrum-Theorie soll mittels der Performativitätstheorie Judith Butlers und Erika Fischer-Lichtes, Jacques Derridas Theorie der Iterabilität sowie der Mythentheorie von Roland Barthes gezeigt werden, wie die Vorstellungen von Geschlechterrollen, Begehren, Mythen lokaler „Authentizität” und Popkultur in der (Neo-)Burlesque verkörpert werden. Dafür wird ein internationaler Vergleich der Burlesque-Szenen von New Orleans, Berlin und Warschau vorgenommen. Die erwähnten Theorien verbindet die Annahme, dass es keine originalen oder wahren Aussagen gibt, sondern lediglich Wiederholungen von Wiederholungen ohne eine ursprüngliche Aussage. Im Projekt wird analysiert, ob die in der (Neo-)Burlesque gezeigten Wiederholungen der Geschlechterrollen, des Begehrens, der Verführung und der lokalen und popkulturellen Aspekte als Parodie oder Subversion gesehen werden können.


Projektbezogene Publikationen

 

„Queering in der (Neo-)Burlesque“, in: Sebastian Zilles (Hrsg.). Queer(ing) Popular Culture. Themenheft Navigationen 18.1: (2018): 119-132.

“The new burlesque as an example of double-simulacrum”, in: Dorota Majka-Rostek, Paweł Czajkowski, Robert Florkowski (Hrsg.). Forum Socjologiczne. Uniwersytet Wrocławski, Nr. 8: (2017): 111-122.