Referent*innen

Wir freuen uns, dass wir bereits im Vorfeld sieben internationale Referent*innen aus Wissenschaft, Musikjournalismus, Veranstaltungsbereich und eine aktive Musikerin für die Tagung gewinnen konnten:

Britta Görtz
(Sängerin von Cripper / Critical Mess)

Biographie:
Musikalisch bewegt sich bei Britta alles in den eher härteren Gangarten. Seit mehr als einer Dekade ist sie die Fronterin der Hannover Groove-Thrasher Cripper, seit 2016 growlt sie außerdem bei der Death Metal Band Critical Mess. Ihr reicher Erfahrungsschatz umfasst etliche Liveperformances auf internationalen Bühnen, Videoproduktionen, Storyboarding, Studioarbeit und Songtexterei.

Theorie praxisnah zu vermitteln ist ihr ein großes Anliegen. Metal will gelebt werden, also darf Unterricht nicht langweilen oder verkopft sein. Leidenschaft, der kreative und selbstsichere Umgang mit der eigenen Stimme bei Shouts, Screams und Growls sind Inhalte ihrer Workshops.

Homepage: www.cripper.dehttp://www.criticalmess.de


Gérôme Guibert
(Université Sorbonne Nouvelle Paris 3, Frankreich)

Biographie:
Gérôme Guibert ist Doktor der Soziologie und Senior Lecturer an der Universität Paris III – Sorbonne Nouvelle (Fakultät Arts & Medias und Irmeccen Laboratory). Er veröffentlichte zahlreiche Bücher, unter anderem La Production de la culture. Le cas des musiques amplifiées en France (2006). Er ist weiterhin Mitbegründer des Volume!-Magazins, dem französischen Journal für Popular Music Studies. Seine Forschung bewegt sich im Bereich der ökonomischen Soziologie und lokalen Musikszenen, mit besonderem Augenmerk auf die kulturelle Entwicklung von Musikgenres in Frankreich. Gemeinsam mit Fabien Hein war her Mitherausgeber einer Sonderausgabe von Volume! Im Jahr 2006, das sich speziell mit Metal Studies auseinandersetzte (https://www.cairn.info/revue-volume-2006-2.htm). Er ist Beiratsmitglied des Metal Music Studies Journals.

Ausgewählte Publikationen:
– G. Guibert, „‚Marche ou crève‚: The band Trust and the singular case of the birth of French heavy metal“, in G. Guibert, C. Rudent (ed.), Made In France. Studies in French Popular Music, New York, Routledge, 2017, S. 89-104

– G. Guibert (with C. Guibert), „The Social Characteristics of the Contemporary Metalhead: The Hellfest Survey“, in A. R. Brown, K. Spracklen, K. Kahn-Harris, N. W.R. Scott (dir.), Global Metal Music and Culture. Current DIrection in Metal Studies, New York, Routledge, 2016, S. 167-189

– G. Guibert (with C. Guibert), „Metal characteristics : some statistics from the main French metal event (Hellfest)“, in T.-M. Karjalainen and K. Kärki (ed.), Modern heavy metal : markets, practices and culture (International academic conference proceedings), Helsinki, IIPC, 2015

– G. Guibert (with J. Sklower), Hellfest : the thing that should not be ? Local perceptions and catholic discourses on metal culture in France, Popular Music History (Heavy metal as Controversy and Counterculture issue directed by T. Hjelm, K. Kahn-Harris and M. Levine), vol. 6.2, 2011, S. 100-115


Anna-Katharina Höpflinger
(LMU München, Deutschland / Universität Luzern, Schweiz)

Biographie:
Dr. Anna-Katharina Höpflinger studierte Religionswissenschaft mit Schwerpunkt klassische Antike an der Universität Zürich. Nach ihrer Promotion mit einer Arbeit zu Drachenkampfmythen entwickelte sie diverse Forschungsprojekte im Bereich Medien und Religion, mit besonderem Fokus auf Fragen zu Körper, Gender, Heavy Metal und Bestattungskultur in Europa.

Homepage: hoepflinger.com; ossarium.ch

Ausgewählte Publikationen:
– Heesch, Florian/ Höpflinger Anna-Katharina (ed.), Methoden der Heavy Metal-Forschung. Interdisziplinäre Zugänge, Münster et al.: Waxmann 2014.

– Höpflinger, Anna-Katharina, „Wer will denn bitte noch hölzerne Wikingerstatuen?“ Eine akteurszentrierte Sicht auf das Politikverständnis im Schweizer Black Metal, in: Penke, Niels/ Teichert, Matthias (ed.), Zwischen Germanomanie und Antisemitismus. Transformationen altnordischer Mythologie in den Metal-Subkulturen, Baden-Baden: Nomos 2016, 139–158.

– Höpflinger, Anna-Katharina, Zwischen Normativität und Abgrenzung. Aggressivität und Gender in der Schweizer Black Metal-Szene, in: Heesch, Florian/ Hornberger, Barbara (ed.), Rohe Beats, harte Sounds. Populäre Musik und Aggression, Jahrbuch Musik und Gender, Hildesheim: Olms Verlag 2015, 119–130.


Holger Hübner
(Veranstalter des Wacken Open Air, Deutschland)

Holger Hübner wurde am 27. Juli 1966 in Itzehoe, Kreis Steinburg, geboren.

Nach dem Schulabschluss absolvierte er eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Im Anschluss an die Ausbildung arbeitete er zunächst weiter im technisch kaufmännischen Bereich.

In seiner Freizeit legte er für Freunde und in verschiedenen Diskotheken in den Landkreisen Steinburg und Dithmarschen als DJ Platten auf. Schon damals war Heavy Metal sein bevorzugtes Genre.

1990 tat er sich mit Thomas Jensen und einigen anderen Freunden aus Wacken zusammen und organisierte das erste Wacken Open Air.

1991 gründete Holger Hübner gemeinsam mit Thomas Jensen dann die Firma „Stoned Castle Rock“ die zunächst auch veranstaltende Firma des Wacken Open Airs war. Neben dem W:O:A veranstaltete „Stoned Castle Rock“ Konzertveranstaltungen in ganz Norddeutschland. In dieser Zeit war das Unternehmen noch nicht auf den Hard and Heavy Bereich spezialisiert. Von den „Fantastischen Vier“ bis hin zu „Marianne & Michael“, die Firma und damit Holger Hübner arbeiteten mit Künstlern aus allen Sparten zusammen.

1999 wurde dann das neue Unternehmen ICS GmbH gegründet, deren Geschäftsführer Holger Hübner ist. Das Unternehmen überdacht ein Netzwerk verschiedenster Firmen:

2006 kam die ICS Festival Service GmbH dazu, deren Haupttätigkeitsfeld bis heute die Planung und Organisation von Konzert- und Eventveranstaltungen ist.

2009 gründeten Holger Hübner und Thomas Jensen die Wacken Foundation, eine gemeinnützige Stiftung, die sich ganz der Unterstützung junger Bands verschrieben hat. Gefördert werden Projekte wie CD-Aufnahmen oder Tourneen.

Zusätzlich gehört zu ICS auch die Gesellschaft SH-Promotion GmbH & co. KG die unter dem Namen Metaltix agiert. Auch die Bookingagentur Seaside Touring hat als weltweite Künstleragentur rund 30 Bands von internationalem Renommee unter Vertrag. Durch umfangreiche Erfahrungen in allen Bereichen des Live- Entertainments ist das ICS Netzwerk heute auch in den Bereichen des Plattenlabels, des Musikverlags, des Internet TV Senders, des Radios und des Musikmanagements professionell aufgestellt.

Holger Hübner beschäftigt zurzeit rund 50 feste Mitarbeiter, im August ist sein Unternehmen durch das Festival einer der größten Arbeitgeber in Schleswig Holstein.


Susanne Sackl-Sharif
(FH Joanneum – Hochschule für angewandte Wissenschaften Graz, Österreich)

Biographie:
Susanne Sackl-Sharif arbeitet als Soziologin im Department für Medien & Design an der FH JOANNEUM – University of Applied Sciences in Graz, Österreich. Sie schloss ihre Promotion in Kultursoziologie und systematischer Musikwissenschaft mit der Arbeit Gender – Metal – Videoclips. Eine qualitative Rezeptionsstudie ab und arbeitete in verschiedenen interdisziplinären Forschungsprojekten in Graz, Berlin und Wien.  Sie ist Gründungsmitglied der Arbeitsgruppe „music | media | publishing“ und Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung (ÖGGF).

Weitere Informationen unter: www.sackl-sharif.net

Ausgewählte Publikationen:
– Susanne Sackl-Sharif (im Erscheinen). „Von typischen Metal-Sounds und „femininen Touch hinter dem Gebrüll“. Überlegungen zum auditiven (Geschlechter-)Wissen von Metal-Fans“, in: Bernd Brabec de Mori & Martin Winter (Hg.): Auditive Wissenskulturen. Das Wissen klanglicher Praxis. Springer VS Verlag für Sozialwissenschaften.

– Susanne Sackl-Sharif (2015). Gender – Metal – Videoclips. Eine qualitative Rezeptionsstudie. Opladen/Berlin/Toronto: Budrich UniPress.

– Susanne Sackl-Sharif (2014). „Geschlechterbilder im sozialen Feld Metal. Reflexionen zu Methoden und Theorien der Videoclipforschung“, in: Florian Heesch & Anna-Katharina Höpflinger (Eds.): Methoden der Heavy Metal-Forschung. Interdisziplinäre Zugänge. Münster u.a.: Waxmann, pp. 153-171.


Karl Spracklen
(Leeds Beckett University, UK)

Biographie:
Karl Spracklen ist Professor für Music, Leisure and Culture an der Leeds Beckett University, sowie Autor von über neunzig Büchern, Artikeln und Beiträgen zur Soziologie von Freizeit, Kultur und Musik. Er ist Generalsekretär des Research Commitee 13 (Sociology of Leisure) der ISA (International Sociological Association). Zudem ist er Mitbegründer der International Society for Metal Music Studies und Chefredakteur der wissenschaftlichen Zeitschrift Metal Music Studies. Seine jüngste Veröffentlichung ist das Palgrave Handbook of Leisure Theory, erschienen 2017.

Homepage: http://www.karlspracklen.com

Ausgewählte Publikationen:
– Spracklen, K. (2017), ‘Sex, drugs, Satan and rock and roll: Re-thinking dark leisure, from theoretical framework to an exploration of pop-rock-metal music norms’, Annals of Leisure Research, published on-line at DOI: 10.1080/11745398.2017.1326156.

– Spracklen, K. (2017), ‘Bravehearts and bonny mountainsides: Nation and history in Scottish folk/black metal’, Rock Music Studies, 4(2), pp. 102-16.

– Spracklen, K. (2015), ‘“To Holmgard… and beyond”: Folk metal fantasies and hegemonic white masculinities’, Metal Music Studies, 1(3), pp. 354-77.


Holger Stratmann
(Herausgeber des Rock Hard-Magazins, Deutschland)

Holger Stratmann, 52, ist Gründer und Herausgeber der Zeitschrift „Rock Hard“, eine Medienmarke, für harte Rockmusik. Das „Rock‘n‘Roll Verlagshaus“ – immer noch unabhängig – ist in vielen Feldern aktiv. Neben dem populären Printmagazin (mit mehr als 350 Ausgaben) organisiert Rock Hard das ebenso bekannte Rock Hard Festival und investiert in digitalen Journalismus (Website, App) und E-Commerce. Holger Stratmann ist außerdem als Journalist, Fotograf, Buchautor und Produzent der „Rock Hard Festival Live“-Serie Rockfans im In- und Ausland bekannt.