Bachelorarbeit SoSe 2022

Kite ’n Surf

Entwurf: Luca Schrabe

Der Entwurf besteht aus zwei, zueinander verdrehten Baukörpern. Es wird ersichtlich, dass diese Verdrehung der Baukörper zu einer trichterförmigen Verengung des Eingangsbereiches und einer daraus resultierenden offenen Haltung zum Meer hin führt. Die Raumnutzungen sind so geplant und angeordnet, dass es zum einen öffentliche Bereiche gibt die für jeden Gast und Nutzer zugänglich sind und zum anderen „, private“ Bereiche, die lediglich für Mitarbeiter:innen und Instruktoren:innen zugänglich sind. Dadurch gibt es Bereiche in denen sich Mitarbeiter:innen oder Instruktoren:innen ausruhen und zurückziehen können.

Direkt am Eingang gelegen ist der Shop, der durch diese Lage eine besondere Qualität bekommt. Jeder Gast oder Nutzer kann durch den Shop schlendern um den Innenbereich zu erreichen. Der Shop fungiert somit als eine Art Schleuse. Direkt an den Shop grenzt das Lager, welches sich wie der Aufenthaltsraum der Instruktoren:innen und das Büro des/der Leiters:in der Surfschule im eher privaten Teil des Gebäudes befindet. Die Besonderheit des Aufenthaltsraumes und des Büros sind eine eigene Terrasse im rückwärtigen Teil des Gebäudes. Ebenfalls im privaten Bereich befinden sich die WCs und Duschen der Mitarbeiter. Daran angrenzend liegt die Lounge/der Seminarraum, welcher in Verbindung mit den direkt angrenzenden Terrassen das Herzstück des Entwurfes darstellt. Dieser verfügt über eine kleine Bar, die sowohl von Innen als auch von Außen genutzt werden kann. Als Außenwände des Seminarraumes dienen verschiebbare Glaspaneele. Dadurch kann dieser Raum zu allen Seiten hin komplett geöffnet werden und es entsteht eine sehr große, teilüberdachte Terrasse mit einem fantastischen Ausblick auf den Atlantik.

Vor dem Seminarraum befinden sich, ebenfalls mit Blick auf den Atlantik, über die gesamte Breite des nördlichen Gebäudeflügel, Sitzstufen. Verlässt man nun die windgeschütze Terrasse in Richtung des südlichen Gebäudeflügels gelangt man über zwei Stufen zu dem Lager für die Boards und Kites, die Anzugwäsche und WCs und Duschen für die Sportler. Die Duschen und WCs befinden sich im rückwärtigen Teil des Gebäudes und sind durch das Lager und die Anzugwäsche erreichbar. Vor dem Lager und der Wäsche befindet sich ein weiterer sonnengeschützter Außenbereich wo man sich nach dem Surfen unter den Außenduschen abkühlen und säubern kann oder seinen Anzug oder sein Board zum Trocknen aufhängen kann. Insgesamt liegt der südliche Flügel, welche die zuvor beschriebenen Nutzungen beherbergt zwei Steigungen tiefer als die des nördlichen Gebäudeflügels, wodurch nochmals eine Trennung zwischen dem reinen Sportbereich und dem Bereich des Lernens oder Erholens geschaffen wird.

Bachelorarbeit SoSe 22

Dancing_Kites
kitesurfing center

Entwurf: Aleyna Çekirge

Der Entwurf für ein Kitesurfing Center auf Fuerteventura besteht aus fünf rechteckigen Modulen, die einen Surf-Shop, Aufenthaltungsräume für Gäste und Personal sowie ein Lager und eine Reinigung von Boards und Wetsuits umfasst. Das Konzept und die Gebäudeform sind inspiriert von den vielen fliegenden Drachen der Surfer*innen. Wie ein Kite, formt sich jedes Modul vom Boden aus einem Satteldach heraus. Eine Dachfläche jedoch bleibt kürzer und berührt den Boden nicht, wodurch der darunterlegende Raum sich zu einer Seite öffnet. Aus diesem Grund sind vier Module zum Meer gerichtet und ein Modul, welches den Shop beinhaltet, öffnet den Blick in die entgegengesetzte Richtung, um somit auch von der Straßenseite einladen zu wirken. Eine weitere Besonderheit des Daches ist die funktionale Vielseitigkeit. So ist das Dach komplett begehbar und dient auf der längeren Seite als Rampe mit verschiedenen Sitz- und Liegeflächen und auf der kürzeren Seite als Tribüne für Zuschauer*innen Ebenfalls wie die fliegenden Drachen am Horizont, stehen die Module versetzt zueinander und bilden somit verschiedene geschützte Außenräume.

 

Formfindung

 

Schnitt

 

Axonometrie Modularität und Transport

 

Bachelorarbeit SoSe 22

time out
psychiatrische Klinik für Jugendliche und junge Erwachsene

Entwurf: Fabienne Schneider

Standort:
Bad Berleburg dient bereits als Standort der psychiatrischen „Klinik Wittgenstein“ im nord-osten der Kleinstadt. Ergänzt wird das Gesundheitsangebot durch das „HELIOS Rehazentrum“, das „Rehazentrum Bad Berleburg“, die „VAMED Rehaklinik Bad Berleburg“ und das Krankenhaus „Rothaarklinik“. Mit seiner Lage und der umgebenden Natur bietet der Standort viele Möglichkeiten unterstützend bei den Heilungsprozessen mitzuwirken. Bad Berleburg als Stadt bietet zudem viele positive Aspekte für den Standort einer psychiatrischen Klinik. Die vorhandenen Kliniken, sowie deren Standort in der Kleinstadt sind bekannt und weisen ein hohes Einzugsgebiet vor. Das ca. 15.000 m2 große Plangebiet mit Osthang befindet sich im Westen der Kleinstadt und bietet einen großzügigen Ausblick über die Stadt, sowie auf das Schloss Berleburg.

Situation und Notwendigkeit:
Depressionen, Burn-Out, Angstattacken, Persönlichkeitsstörungen, Zukunftsängste: Die Welt der psychischen Erkrankungen ist mit einer Vielzahl von Begriffen, komplexen Definitionen und vor allem auch Unsicherheiten geprägt. Die Fragestellungen „Ab wann bin ich krank?“, „Sollte ich mich behandeln lassen?“ hemmen viele Menschen aktiv gegen eventuelle Krankheitsbilder vorzugehen. Lange Wartezeiten und die hohe Nachfrage an Behandlungsplätzen zeigen jedoch jetzt schon einen enormen Bedarf an psychiatrische Einrichtungen. Dennoch gilt das Thema solcher Erkrankungen in vielen Kreisen, vor allem auch unter den jüngeren Generationen als „Tabuthema“. Die Angst vor Stigmatisierung und Ausgrenzung bei einer möglichen Diagnose einer psychischen Erkrankung verstärkt den Rückzug von betroffenen Personen und kann deren Krankheitsbilder enorm verschlechtern. Statt einer Behandlung in einer Tagesklinik ist es für viele Patient:innen und deren Krankheitsbilder wichtig, Abstand aus ihrem gewohnten Umwelt zu gewinnen und sich in einer stationären Behandlung auf sich und seinen Heilungsprozess konzentrieren zu können. Das Einzugsgebiet der bestehenden psychiatrischen Kliniken ist groß und die Nachfrage an Plätzen sehr hoch. So können die Wartezeiten mehrere Monate betragen. Jedoch ist eine zeitnahe Behandlung, besonders bei psychologischen Erkrankungen notwendig, da sich die Krankheitsbilder in diesen Zeiten drastisch verschlechtern können. Auch bieten die dort vorhandenen Kliniken aktuell keine Behandlungsplätze für Jugendliche oder Alleinerziehende mit Kindern an.

Lösungsansatz:
Durch den Entwurf der neuen psychiatrischen Einrichtung sollen weitere Behandlungsplätze ergänzend 
zu den bestehenden Kliniken angeboten werden können. Der Patientenschwerpunkt auf Jugendliche und junge Erwachsene verbreitet das Angebot und durch den Standort können die Patienten und Einrichtungen dennoch miteinander agieren und kooperieren. Eine öffentlich zugängliche Cafeteria im Hanggeschoss des Gebäudes ermöglicht einen einfacheren Zugang zur Klinik und lässt eine freie, leichte Annäherung zu. Verschiedene Territorien im Innen- und Außenbereich grenzen die Zonen dennoch ab und lassen die Patienten:innen selbst entscheiden, inwieweit sie sich zurückziehen oder öffnen möchten. Demnach befindet sich neben der öffentlichen Cafeteria ein eigener Speisesaal nur für die Einwohner.

Bachelorarbeit SoSe 22

miCrO-living
Komfortables Wohnen auf kleinem Raum in Olpe

Entwurf: Julia Schröer

Thematik:
Der Kreis Olpe ist ein wachstumsstarker Wirtschaftsstandort in Südwestfalen. Zahlreiche mittelständische Unternehmen – darunter auch einige Weltmarktführer – und Dienstleister bieten viele berufliche Perspektiven. Viele Arbeitnehmer dieser Unternehmen kommen nicht direkt aus der Region und pendeln zu ihrem Arbeitsplatz. Dadurch entsteht eine zu- sätzliche Belastung und Zeitverlust. Hier soll eine Möglichkeit geschaffen werden, während der Arbeitswoche in einem attraktiven Wohnumfeld mit kurzen Wegen leben zu können, wodurch das Leben der Berufspendler erleichtert werden könnte. Außerdem bietet das Angebot einen Anreiz für weitere interessierte Arbeitnehmer, im Großraum Olpe/Attendorn zu arbeiten und dafür nicht aus ihrer Heimat wegziehen zu müssen. Die ortsansässigen Firmen würden ebenso davon profitieren, da so auch dem bestehenden Fachkräftemangel entgegengetreten werden könnte. Im Idealfall entscheidet sich der ein oder andere dauerhaft in der Region leben zu wollen. Angesprochen werden sollen auch (junge) Menschen, die im Kreis Olpe eine Ausbildung oder ein Praktikum absolvieren, beispielsweise auch innerhalb des Programms „Gap Year Südwestfalen“. Zur Schaffung von ansprechendem Wohnraum für die beschriebenen Zielgruppen eignet sich die Immobilien-Gattung „Micro-Living“. Dieser moderne Lebensstil ermöglicht komfor- tables Wohnen auf kleinem Raum in möglichst zentraler Lage mit uneingeschränkter Privatsphäre. Es soll sich um einen Zweitwohnsitz handeln, in den man ohne großen Auf- wand einfach einziehen könnte.

Konzept:
Um das neue Gebäude in das Gesamtbild einzubetten, wird die Linienführung des geplanten Rathauses berücksichtigt. Die Außenkante des Ver- bindungsbaus zum alten Bahnhof wird aufgenommen, sodass diese auch die Begrenzung des Neubaus beschreibt. Dadurch bleibt die Sicht auf das alte Bahnhofsgebäude frei.Zudem entsteht so vor dem geplanten Gebäude Freiraum mit Aufenthaltsqualität, der zudem zum Außenraum zwischen den Objekten führt. Die Schräge, die sowohl im obersten Stockwerk des Rathauses als auch im Freiraum zu finden ist, wird im ersten Obergeschoss des geplanten Ob- jekts fortgeführt. Dadurch entstehen in den beiden oberen Stockwerken nach Westen ausgerichtete Terrassen. Aus der Stadt kommend führt eine Brücke über die frei gelegte Bigge direkt auf den Eingang des neuen Gebäudes zu. Um einen Teil der umliegen- den Natur ins Innere des Gebäudes zu bringen, sind zwei Atrien vorgesehen, die für Licht und Weite innerhalb der Einheit sorgen.

Bachelorarbeit SoSe 22

Kreativraum – ein Ort für die Kunst

Entwurf: Marlen Sundermann

Kunst findet sich in allen Bereich unseres Lebens wieder. Mit ihr drücken wir uns aus, verarbeiten Erlebnisse und teilen sie auf verschiedensten Wegen mit ihren Betrachtern. In Kooperation mit der Kunststiftung NRW entsteht ein interdisziplinäres Zentrum für die Kunst, an dem ein fächerübergreifender Austausch zwischen den einzelnen Disziplinen der Kunst stattfinden kann. Der Kreativraum schafft einen inspirierenden Ort, an dem die verschiedenen Künstler zusammenkommen und gemeinsam etwas Neues entstehen lassen. Gelegen ist das Kunstzentrum inmitten der Wittgensteiner Wälder in Anbindung an den Waldskulpturenweg in Bad Berleburg.
Der Waldskulpturenweg ist ein 20km langer Wanderweg auf dem Künstler verschiedene Installationen rund um die Kunst errichtet haben.

 

Der Kreativraum spiegelt die Vielseitigkeit der Kunst wieder und schafft diverse Angebote für interne und externe Künstler In Anlehnung an die Villa Massimo in Rom entstehen private Wohnateliers für Stipendiaten, wo sie die Möglichkeit haben eine bestimmte Zeit lang zu leben und zu arbeiten. Für freischaffende Künstler und Gäste steht ein flexibler Werkstattbereich zur Verfügung, in dem Kurse, Workshops und Seminare rund um die bildende Kunst Malerei und Grafik, sowie Bildhauerei und Architektur stattfinden sollen. Durch verschiebbare Kuben lässt sich der Werkstattbereich variabel an die Gegebenheiten anpassen. Für mehrtägige Kurse und Workshops gibt es verschiede. ne Gästezimmer zum Ubernachten und ein Wirtschaftsbereich mit Küche und Speisesaal. Auch für Besucher und Wanderer steht das Kunstzentrum mit seinem Ausstellungs- und Veranstaltungsbereich offen und bietet neben wechselnden Ausstellungen Vorträge rund um die Kunst an. Die einzelnen Bereiche bilden jeweils einen Arm des Kunstzentrums und sind durch den großzügigen Ausstellungsraum miteinander verbunden. Der zentrale Innenhof öffnet sich nach Außen hin und lädt die Besucher und die Landschaft in den Kreativraum ein.

Bachelorarbeit SoSe 22

Umme Ecke „inklusive Grundschule Wenden“

Entwurf: Joschka Schmidt & Daphne Schulte

Konzept:
Wie lassen sich Schulformen und Lernen neu gestalten?
Indem umme ecke gelernt und gedacht wird.

„umme ecke“ ist der Entwurf einer inklusiven Grundschule im Ort Wenden. Diese soll als ein gemeinsame Schule für Wenden und das Nachbardorf Ottfingen genutzt werden. Dieses lässt sich durch diverse Fahrrad- und Waldwege, sowie einer Kreisstraße von der entworfenen Schule aus
erschließen. Die Schule liegt am Rande des Ortes mit direktem Bezug, sowohl zum Dorf als auch zum umliegenden Wald. Mittelpunkt der Schule ist eine Erschließungsachse, welche alle drei Baukörper, sowie Wald und Dorf verbindet. Die Ganztagsschule ist aber nicht nur für die Schüler
ein Ort zum Lernen und zum Leben, sondern soll auch für die Bewohner des angrenzenden Quartiers nutzbar gemacht werden. Daher versteht umme ecke sich auch als Gegenpol und Ergänzung zum bereits existierenden Kulturzentrum des Ortes. Der Schwerpunkt dabei liegt so auf Kultur und Bildung, beispielsweise in Form einer öffentlich zugänglichen Bibliothek mit Selbstlernzentrum, einer Sporthalle und einer multifunktionalen Außenbühne.

Formensprache:
Die Formen der drei Baukörper öffnen sich den Bewohner*innen des Ortes und dem Wald. Dabei stellt die Schule einen Übergang zwischen bebauter und unbebauter Umgebung und lädt durch
ihre richtunggebende Form ein die Innen- und Außenräume der Schule, sowie den Wald zu erkunden. Durch fließende Ubergänge zwischen Innen- und Außenräumen, kann das gesamte Areal als Ort des Lernens und des Lebens gedacht werden. Die beiden äußeren Gebäude mit einem Fokus auf Freizeit, Spiel und Spaß liegen umarmend und schützend um den mittleren Teil, dessen Fokus auf Lernen liegt. Um die Offenheit (zum Ouartier) zu verdeutlichen, sind die beiden äußeren Baukörper offen und weitläufig gestaltet, mit einem direkten Bezug zur bebauten Umgebung und zum freien Außenraum. Sie regen Nutzer*innen zu einem Durchschreiten des Areals und aller Gebäude an. Dabei spielen sie mit Kontrasten, welche einerseits schützend wirken, andererseits aber auch neugierig machen. Bei dem mittleren Baukörper steht das Lernen und die damit verbundene, gemeinsame „Mitte“ eines Lernclusters im Fokus. Dennoch schafft es partielle, auf die Nutzung schließende Außenbezüge und vielfältige Lern- und Aufenthaltsräume.

 

Bachelorarbeit WS 20/21

„CO WO HO – through diversity to identity“

Entwurf: Julian Iseli und Felix Schmidt

Der Entwurf „CO WO HO – through diversity to identity“ ist im Kontext der aktuellen Umstrukturierung der Universität Siegen geplant. Die zu beplanenden Grundstücke befinden sich in Siegen-Weidenau. Durch den Standortwechsel der Universität Siegen vom Haardterberg in die Siegener Innenstadt, verliert Weidenau einen relevanten und identitätsstiftenden Bestandteil. Die im Plangebiet vorhandene heterogene Nutzungsstruktur von Weidenau entstand durch die rapide industrielle Entwicklung des Stadtteils und bildet eine besondere Herausforderung für die städtebauliche Planung. Zudem bilden die in Weidenau vorherrschenden kulturellen Zusammensetzungen ein vielschichtiges Gefüge. All dies sind Bestandteile für eine dynamische und formbare Planungsgrundlage. Besonders ist das Gebiet durch etliche, um die Jahundertwende entstandene Industriehallen geprägt. Jene haben im Zuge der Entwicklung hin zur Wissensgesellschaft an städtebaulicher- und nutzungsspezifischer Relevanz verloren. Das Ziel ist es, die Geschichte des Stadtteils aufrecht zu erhalten und ihr mit dem Entwurf eine zeitgemäße Identität zu verleihen. Der Entwurf soll mit seinen innovativen Nutzungsstrukturen Weidenau den Impuls geben in naher Zukunft als Vorreiter für den Umgang mit historischem Bestand und kreativem Wissensaustausch in Siegen zu gelten.

 

Der Gebäudekomplex unterteilt sich in zwei Hallen. Dieser wird über die Austraße erschlossen, welche sich westlich über die gesamte Länge des Komplexes zieht. Um den Besuchern und Bewohnern einen ablesbaren Zugang zu allen Bereichen zu ermöglichen, verläuft die interne Erschließung parallel zur Straße durch alle Gebäudeelemente. Die Funktionsbereiche gliedern sich entlang der Erschließungsachse. Im Zentrum der Hallen entsteht der Haupteingang. Nördlich und südlich befindet sich jeweils ein untergeordneter Nebeneingang.

Grundlagen des Entwerfens II – 2. Semester

2ARCHBA04 vormals MB 4

Im 2. Semester liegt der Schwerpunkt auf der Entwurfssystematik und -methodik (Vorgehensweisen beim Entwerfen, Gliedern des Stoffes nach Sachgebieten und funktionalen Zusammenhängen, kritische Auseinandersetzung) und der vertieften Behandlung einzelner  Architekturelemente wie z. B. Konstruktion,  Erschließungssysteme,  Fassaden,  Fenster,  Materialität,  hinsichtlich  ihrer  Auswirkung auf den Entwurf (mit direkter Kopplung an eine selbständig bearbeitete Entwurfsaufgabe). Weiterhin werden die einzelnen Planungs- und Entwurfsschritte im Architektenberuf vermittelt und nachvollzogen. Das Nutzerverhalten und daraus resultierende Anforderungen an die Bauaufgaben werden an Beispielen behandelt.

2.Semester | Übung
Eine kleine Entwurfsaufgabe im Sommersemester

Allgemeine Information

Bachelor

Im Department Architektur an der Universität Siegen wird der 6-semestrige Studiengang “Bachelor of Science” angeboten.

Pünktlich zum Beginn des Wintersemesters 2018/2019 wurde unser neuer Bachelorstudiengang akkreditiert. Im Oktober 2020 wurde die Prüfungsordnung PO 2018 probest-konform angepasst.

Dem Modulhandbuch liegt die FPO (Fachprüfungsordnungen) zugrunde, die im Oktober 2020 veröffentlicht wurde.

Das Lehrgebiet Grundlagen des Entwerfens und Entwerfen lehrt in den Modulen 2ARCHBA03 und 2ARCHBA04 Grundlagen des Entwerfens I und II, sowie seit dem SoSe 2020 zusätzlich 2ARCHBA02 Entwurfstheorie, gibt Entwürfe heraus und bietet Abschlussarbeiten an.

 

Neu im Bachelorstudiengang Architektur mit dem Abschluss „Bachelor of Science“

Drei Entwürfe in frei wählbarer Reihenfolge sind zu bearbeiten, davon zwei Entwürfe mit hochbaulichem und ein Entwurf mit städtebaulichem Thema. Entwürfe stehen zur Wahl aus dem Angebot aller Lehrgebiete des Departments Architektur.

Drei Kurzentwürfe, ggf. in Form von Entwurfsworkshops sind in beliebiger Reihenfolge eigenständig zu bearbeiten.

Der Erwerb von 15 LP im Wahlpflichtmodul kann erfolgen durch die Teilnahme an 5 Lehrveranstaltungen aus dem Fächerkatalog (alle Fächer aller Lehrgebiete  gem. Auflistung). Wahlweise können bis zu 2 von den 5 Lehrveranstaltungen in einem anderen Department der Fakultät II oder im Sprachenzentrum belegt werden. Es kann auch ein Praktikum im Umfang von 2-3 Lehrveranstaltungen absolviert werden. Näheres regelt die PraktO (Praktikumsordnung).

Auf einer Klausurtagung im Herbst 2016 hat sich das Department intensiv mit den bis seinerzeit gültigen Studiengängen nach PO 2011 auseinandergesetzt und eine stärkere strukturelle und inhaltliche Verknüpfungen des BA- und das MA-Studiengangs sowie den Abbau von Hürden im Studium beschlossen.
Das BA-Studium nach der neuen PO 2018 (jetzt FPO 2020) bringt neben der Vermittlung von Grundlagenwissen in den ersten Semestern im Pflichtbereich mit einer sich aufbauenden Wahlfreiheit bei den jedes Semester angebotenen Entwürfen mehr individuelle Flexibilität.

 

Die Zulassungsvoraussetzungen zur BA-Arbeit

Um der Abschlussarbeit als tatsächlichem Abschluss des Bachelorstudiums gerechter zu werden, wird daher lt. FPO 2020 der Abschluss der Module MB 1-19 („ARCHBA01-19) sowie 20.1 (2ARCHBA20.1) gefordert, um zur Abschlussarbeit zugelassen zu werden. Es dürfen nur die Exkursionen (bzw. einzelne Exkursionstage), das Modul Bauökonomie und Recht sowie das Wahlpflichtmodul offen sein.

Insgesamt haben wir versucht, Barrieren und Abhängigkeiten der Fächer und Semester untereinander abzubauen, so dass zukünftig Auslandsaufenthalte im Sinn der Internationalisierung und Praktika besser in den Studienverlauf integrierbar werden. Gleichzeitig wurden innerhalb der Fächer Kompensationsmöglichkeiten im Bereich der Übungen und Prüfungen eingerichtet.

Info zu den Übergangsregelungen und auslaufenden Veranstaltungen siehe:
http://www.architektur.uni-siegen.de/veranstaltungen/
Die vorangegangene PO 2011 läuft mit Ende des SoSe 2021 endgültig aus.

 

 

Grundlagen des Entwerfens I – Erstes Semester

2ARCHBA03 vormals MB 3

Das Fach führt in die komplexen Zusammenhänge des architektonischen Entwurfes mit den Themengebieten: Entwurfspragmatik, Entwurfssystematik und Entwurfsmethodik sowie Grundlagen der Architekturtheorie und Entwurfstheorie ein.

Im  1.  Semester  liegt  der  Schwerpunkt  auf  der  Entwurfspragmatik  (grundlegende Entwurfsfaktoren wie Raumgrößen, Bewegungsflächen, Orientierung von Wohnbereichen, Erschließungssystemen etc.) sowie den Grundlagen der Architektur- und Entwurfstheorie unter dem besonderen Aspekt der Entwicklung der Moderne und deren Einflüsse auf heutige Architekturströmungen.

Die Förderung der Kreativität und des „Sehen Lernens“ sowie das Herantreten an Lösungsansätze sind die angestrebten Lernergebnisse. Hinzu kommt das Erkennen vielfältiger Zusammenhänge zwischen Voraussetzungen, Randbedingungen und Einflüssen auf den architektonischen Entwurf. Das Ziel ist der sichere, eigenständige Umgang mit Mensch und Raum im Sinne des Erschaffens eines qualitätvollen architektonischen Innen‐ und Außenraumes.

Besondere Zielsetzung ist es, die Rahmenbedingungen des Ortes zu analysieren, die eigene Definiti-on der Zielsetzung und phasenweiser Entwurfsbearbeitung zu lernen.

Das Ausprobieren von Alternativen zu jedem Zeitpunkt der Planung, die Arbeit am Modell und in der Zeichnung sowie das gemeinsame Gespräch und die Präsentation in der Gruppe zur Stärkung der Kritikfähigkeit und des Durchsetzungsvermögens, stehen im Mittelpunkt.

 

Übungen des ersten Semesters 2018/2019:

1.  Zimmer

2. Strukturen

3. Raumfolgen

4. Studentenbude

5. Transformation